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Ein faszinierender Artikel. Allerdings möchte ich meine Gedanken zum ausbeuterischen System, in das wir hier blicken, lieber nicht äussern. Im Prinzip ist es kaum möglich, sich mit einigermassen gutem Gewissen eine Ballettaufführung der Liga sog. „Weltklasse“ anzusehen. Interessant fände ich im Übrigen den Gedanken, welche sozio-kulturellen Gründe es hat, dass Ballett der höchsten Kategorie in einem autoritären gesellschaftlichen Kontext besonders floriert.

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Märchentante*onkel
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Vermutlich ähnliche sozio-kulturelle Gründe wie weshalb American Football der höchsten Kategorie in einem autoritären gesellschaftlichen Kontext besonders floriert.

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Tut mir leid, aber als ich diesen Bericht las, hat es mir abgelöscht. Es ist immmer interessant zu gucken, was einem ablöscht und warum.
Erstens: Das Porträt oder Quasi Interview leistet dem Ballett einen Bärendienst. Wundert mich nicht , dass es Frau Fernandez-Gromova in Zürich mit Christain Spuck nicht gefällt. Ihr Ballett ist ein ballet des 19. und 20. JAhrhunderts und Moskau geprägt.
Zweitens: Mit dem Porträt einer komplett Karriere ausgerichteten und in dieser ihrer Welt kreisenden Person (auch noch ein bisschen auf ihre Ursprungs- Familie) die Auswirkungen des Krieges auf ein individuelles Leben zu demonstrieren und zu zelebrieren muss man aushalten können!

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Liebe Frau K., danke für Ihre Rückmeldung. Und ja, das finde ich auch interessant zu beobachten, wo es einem ablöscht und wieso - man kann das ja nicht steuern, man wird in der Regel von etwas getriggert. Zu Ihrer Bemerkung, das Porträt leiste dem Ballet einen Bärendienst, möchte ich gerne zwei Dinge entgegnen: Einerseits ist es nicht die Aufgabe, eines journalistischen Artikels, einer Sportart oder einem Beruf einen Dienst zu erweisen. Und andererseits hat der Artikel auch nicht die Absicht (und unternimmt auch keinerlei entsprechende Versuche), ein Gesamtbild des Ballets zu zeichnen. Er porträtiert eine einzelne Tänzerin und zeigt ihren Blick auf das Ballet. Dass Laura Fernandez-Gromovas Ballet Moskau-geprägt ist, oder zumindest Russland-geprägt, würde sicher niemand abstreiten, sie hat ja ihre ganze tänzerische Karriere dort verbracht.

Sie beschreiben es zudem als schwer aushaltbar, dass anhand dieser Balletttänzerin "die Auswirkungen des Krieges" auf ein Leben demonstriert werden. Es geht jedoch beim Artikel in keiner Art und Weise darum, allgemeingültige Aussagen darüber zu machen, wie sich der Krieg auf ein Leben auswirkt - und ich lese das auch nirgends so. Es ist eine einzelne, wie ich finde, sehr interessante Geschichte, auf die der Krieg Auswirkungen hatte. Die Autorin wollte ja ursprünglich einfach Laura Fernandez-Gromova porträtieren, deshalb war sie schon im letzten Herbst in Moskau. Dann kam der Krieg und hat der Geschichte eine neue Wende gegeben.

Danke für Ihr Feedback! Herzlich, Bettina Hamilton-Irvine

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Soll ich Ihnen jetzt für die Korrektur danken?

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Danke für die Erläuterung insbesondere zur zeitlichen Zufälligkeit der Recherche. Das eine ist das Portraitieren einer Balletttänzerin. Das andere die Verknüpfung mit den aktuellen Geschehnissen. Betrachten wir es doch mal mit der Sicht einer gleichaltrigen jungen Dame die auf dem anderen Spektrum der Geschehnisse steht. Was soll sich diese Person denken? Jemand, der seine Heimat fluchtartig verlassen musste und nicht mal mehr ein Studium oder die Arbeit weiterverfolgen kann.
Und hier bildet man “das Leid” einer Tänzerin ab, die aus reichem Hause kommt und nun wieder in die Schweiz, ihre Heimat, zurückkehren musste. Und zwar nicht aus der Ukraine wo der Krieg stattfindet, sondern aus Russland! Persönlich finde ich den Zeitpunkt eines solchen Beitrages etwas geschmacklos. Dann wäre man lieber einfach beim Portrait einer Balletttänzerin geblieben.

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Genau das habe ich mir auch gedacht. Zumal sie ja wunderbar ihren Traum weiterleben kann. Im Gegensatz dazu stehen tausende von Kindern, die ihre Eltern, ihre Geschwister, eine Ausbildung, ein ganz normales Leben und schlimmstenfalls beide Beine verloren haben…
Bin ich vorbelastet? Ja, ich habe damals vor über 20 Jahren den Krieg in Kroatien miterlebt. Bei so einem Bericht wird mir einfach nur schlecht.

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Danke für den Einblick in ein so anderes Leben. Ein sehr differenzierter Bericht und schlicht verfasst. Interessant die Begegnung zwischen Laura Fernandez-Gromova und Polunin Ink. Training, Ausdauer und nie sicher vor Erschütterungen. Gerade in Zeiten, wo es oft ums Berühmt-sein-wollen geht, bin ich dankbar für diese Recherche und den Mut von Frau Fernandez-Gomrova, uns mitzuteilen, wie ein solcher Weg sich gestaltet und welchen Preis er fordert.

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Vielen Dank für diese schöne Rückmeldung, Frau S.!

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Ein sehr interessanter Artikel, der einiges über die russische Art der Talentförderung (und wohl auch über die Gesellschaft an sich) verrät. Ich persönlich habe auch elf Jahre Erfahrung mit der russischen Pianistenausbildung - und es brauchte Jahre, bis ich deren Irrsinn in seiner ganzen Tragweite begriff. Das Credo war immer: „Ob es dir gefällt, spielt keine Rolle. Du hast nunmal Talent, also boxen wir dich jetzt da durch! „ Wie hier im Ballett geschildert, geht es nur um Leistung, Druck und Wettbewerb. Sobald keine Zuchtmeister mehr den Takt vorprügeln, fällt man aus allen Wolken, weil keiner je gelernt hat, sein Metier auch als erfüllend, bereichernd und kreativ zu begreifen. Sobald die Bestätigung zu den Besten zu gehören wegfällt, hat man keine Ahnung mehr, wozu das ganze eigentlich gut sein soll. In meinem Fall dauerte es fast sechs Jahre, bis ich wieder unbefangen und mit Freude Musik hören konnte und ich musste mich emotional komplett von der Klassik lossagen - was eigentlich sehr schade ist, da ja längst nicht alle da so ticken. Gottseidank fand ich im Jazz eine ganz andere Art von Musikverständnis. Jedenfalls werde ich meiner eigenen Tochter nach einem solchen Artikel kaum empfehlen, Ballettunterricht zu nehmen. Im Gegensatz zu mir soll sie ihr Talent mit Freude ausleben können … und nicht aus Pflichtgefühl und sozialem Druck.

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Schreibt ihr auch über Oleksandr Shapoval, Solist der Nationaloper der Ukraine, getötet von Terroristen? https://www.huffpost.com/entry/ukra…aa0239d947

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😯 wow bin einfach sprachlos. Jetzt bin ich um meine Entscheidung froh, keine Republik Abo mehr zu haben. Kann man bisschen überlegen, wem man eine Bühne bietet?
-Es war ihre bewusste Entscheidung, in eine Schule in einem terroristicshen Stadt zu besuchen. Sie könnte jede Tanzakademie auf der Welt wählen, hat sich aber für eine Aus idling bei den Terroristen entschieden. (Wohl gemerkt nachdem sie 2014 versucht haben, Mariupol anzugreifen).
-Ihre Lehrer auf der Akademie sind bekannte Propagandisten und Terroristen Unterstützer. Sie dienen der Regime brav und rechtfertigen Genozid der Bevölkerung.

  • Terroristische Staat benutzt das Ballet und Kultur allgemein als Instrument in ihrer Politik und Diplomatie.
    -Sich überall zu weinen und zu erzählen wie sehr sie „gelitten“ hat, um Geld und Berühmtheit mit Performance zu erschlagen. Wow mega.

So wird Genozid und Krieg legitimiert. So sehr leiden sie, so sehr.

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