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Ich bin als Unterstützer der Initiative froh um diesen kenntnisreichen Artikel, er erweitert meinen Horizont zum Thema.Danke.

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Ich stimme dieser Einschätzung zu, frage mich aber: Eine Frau mit diesem Horizont, diesen Erfahrungen und diesen Sachkenntnissen weiss noch nicht, ob sie der Initiative zustimmen wird?

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Sie will es spannend machen! Für mich schon gelungen, obwohl bei mir das Fähnchen schon lange gut sichtbar draussen hängt.

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A. C.
Märchentante*onkel
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"Die Volksinitiative «Für verantwortungsvolle Unternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt» will, dass Firmen in der Schweiz haftbar sind, wenn sie internationale Menschenrechts- und Umwelt­standards im Ausland nicht sorgfältig genug beachten. Doch wie häufig kommt das überhaupt vor: nur in Ausnahmefällen – oder so regelmässig, dass wir ein neues Gesetz brauchen?"
Es ist mir neu, dass wir Gesetze nur dann brauchen, wenn verwerfliches Handeln sonst regelmässig stattfindet. Ich dachte naiverweise, viele Gesetze machen auch dann Sinn, wenn sie nur in Ausnahmefällen gebrochen werden würden, insbesondere bei Schaden an Menschen.
Und nicht ganz klar ist mir, welche Bedrohung von einem Gesetz für Firmen ausgeht, die sich an internationale Menschenrechts- und Umweltstandards halten.

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Der Satz im Brief von Lafarge Holcim Präsident Hess and die Geschäftsleiterin der KVI Ruch sagt schon alles:

Was die Staubemissionen betrifft, haben wir seit 2018 erheblich in modernste Gas­aufbereitungs­systeme, neue Ofenfilter sowie Filterschläuche der Entstaubungsanlage investiert.

Warum erst 2018? Wie lange sind sie schon in Ewekero? Haben sie tatsächlich vorher noch nie etwas von Lungen-, Leber- und Milzproblemen der Bevölkerung gehört? Würde sowas in der Schweiz passieren, gäbe es einen Riesenskandal, ist die Bevölkerung in Afrika also weniger wert? Betreiben diese Firmen etwa eine Art Kolonialismus?

Leider bewegen sich die grossen Firmen immer erst auf Druck der Öffentlichkeit und darum ist die KVI absolut notwendig!

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Dachte genau das gleiche. Wieso wurde die Anlage nicht von Anfang an richtig gebaut?

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Ich bin ebenso glühender Unterstützer und Aktivist der Kampagne. Ich lasse mich gerne auf diese Artikelserie ein und bin gespannt auf die Entscheidung der Autorin am Ende des dreiteiligen Altikels. Habe ich auch den Mut, mich ihrem Urteil zu stellen falls sie zu einer Nein Meinung kommt? Ich gebe der Rebublik erneut Vorschusslorbeeren, da sie bis jetzt immer sehr kompetent und objektiv einen Journalismus von bester Qualität betreibt.
Die erste Runde haben wir schon gewonnen.....

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Danke, liebe Republik, dass Ihr Euch die Mühe gemacht habt, für dieses Thema eine Autorin zu finden, die auf eine Erfahrung aus verschiedenen Blickwinkeln zurückgreifen kann. Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

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Dem habe ich nichts beizufügen.

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T. S.
Mitdenker
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Mehrere Reaktionen scheinen zu belegen, dass die Autorin bezüglich Lafarge Holzim befangen ist, d.h. den Konzern zu positiv sieht. Früher oder später wird ein gutes Image für einen international tätigen Grosskonzern der entscheidende Wettbewebsvorteil sein, je eher dieser Altlasten angeht, umso billiger wird es.

Die Initiative braucht es für jene Konzerne, welche wenig weitsichtig planen und meinen, sie hätten solange einen Wettbewerbsnachteil, wie die ausländische Konkurrenz weiterhin ungestraft Menschenrechtsverletzungen begehen kann. (Wie amoralisch und unchristlich ist das denn, Herr CVPfister!) Das erinnert doch stark an die Debatte um das Schweizer Bankgeheimnis; alle Grossbanken und alle Wirtschaftsverbände wollten uns weismachen, ohne das Bankgeheimnis sei der Bankplatz Schweiz und damit die Schweizer Wirtschaft quasi am Ende. Was haben wir gelernt?

  1. Ohne massiven Druck von aussen geht (bei den wahren Sündern) nichts

  2. Die Panikmache hat System und ist nicht gerechtfertigt

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Debora Mittner
wohlwollend kritisch
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· editiert

Ihre (positive) Befangenheit bezüglich Lafarge Holcim gibt die Autorin ja von Anfang an offen zu. Dass Ariane Lüthi als ehemalige Angestellte Einblick in die inneren Abläufe des Konzerns hat, macht sie aber nicht grundsätzlich unfähig, sich eine differenzierte Meinung zum Verhalten des Konzerns zu bilden – eher sogar im Gegenteil. Wenn die Autorin auch mit ihrer kritischen Sichtweise auf die Initiative am Ende klar zum Schluss kommt, dass bei den Sorgfaltspflichten von Unternehmen ein Handlungsbedarf besteht, macht das diesen Schluss nur umso überzeugender. Alles in allem ein sehr geschickt aufgebauter und spannend zu lesender Artikel.

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Wer diese Initiative unterstützt, der hat einen richtigen Schluss gezogen: Soziales und Umwelt werden so eingepreist. Aber ihre Umsetzung erfordert im Nachgang eine Diskussion, wie man andere Staaten auch motivieren kann, Vergleichbares umzusetzen.

Gerecht ist eine Verursacherhaftung allemal.

Andere Resultate, als die, die die Autorin im Artikel darstellt, sind deshalb gar nicht zu erwarten. Man fragt sich oft, ob die Leute weltfremd sind, die eine andere Erwartungshaltung haben. Wissen sie denn nicht, wie profitorientierte Wirtschaft funktioniert? Die Autorin benutzt das Attribut “ernüchternd”. Das trifft den Kern der Sache.

Der Glaube an freiwillige Selbstregulierung ist ein Glaube an etwas Prinzipwidriges. Was sollen Manager machen, etwa gespaltene Persönlichkeiten werden? Von ihnen wird Profitdenken erwartet. Es ist vorgeschrieben. Dort wo es mit der Sozialen Frage kollidiert, werden sie sich für den Profit entscheiden müssen – und machen das auch regelmässig.

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Pragmatisches denken ist schon gut aber man soll immer im Auge behalten, dass es hier um Politik geht. Dabei muss ständig über das Ziel geschossen werden, um moglicherweise nur einen kleinen Schritt in dieser Richtung machen zu können. Somit ist ein Ja zur Initiative das einzige sinnvolle.

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M. S.
Musiker / Schauspieler
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· editiert

Das ist auch mein Fazit: Ja! Es besteht Handlungsbedarf.
Ich habe einen Einblick ins Thema und multinationale Konzerne erhalten bei meiner internationalen Beratungstätigkeit für nachhaltige Landwirtschaft. Es wird viel geschrieben darüber in Konzepten und Reports, im Web und sogar in der Werbung (Versprechen). Es werden auch Anstrengungen unternommen, um wirklich was zu verbessern (Taten). Der öffentliche Druck auf die Konzerne und die Konsumenten sind dabei eine wichtige Triebfeder, z.B. für eine Zertifizierung (Was will der Kunde? Wie steht es um unser Image?) Und ich musste mein Bild selbst revidieren: Ja, es kommt tatsächlich zu kleineren und manchmal sogar grösseren positiven Veränderungen. Aber wegen diesen erfreulichen Beispielen braucht es die Initiative ja nicht. Sondern wegen den Lücken, den blinden Flecken, den Ignoranten und den schwarzen Schafen.

Es braucht die Initiative unbedingt, weil dringender Handlungsbedarf besteht und Freiwilligkeit leider nicht reicht! Der Markt richtet es nicht von alleine, da sind die Unternehmen zu stark selber „Opfer“ von kurzfristig zu optimierenden Zahlen. Die Initiative passt die Spielregeln an. Dafür ist die Politik verantwortlich. Es sollte doch längst eine Selbstverständlichkeit sein, dass Geschädigte ihr Recht einfordern können. Und wichtig: Alle die sich vorbildlich verhalten, brauchen sich davor nicht zu fürchten. Das ist bei jedem Gesetz so.

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Ihr Beitrag stellt die Grundsatz-Frage. 1) Zuerst bekennen Sie sich zum Nicht-Glauben: Die Aussage: "Der Markt richtet es nicht von alleine" ist die Gegenposition zum Glauben, dass der Markt, resp. dessen "unsichtbare Hand" alles löst (das neoliberale Dogma kann nur eine religiöse Grundlage haben und gilt nicht in der Natur, d.h. verstösst gegen die Naturwissenschaften, kann also nur für eine Glaubens-Gemeinschaft gelten und schliesst mich als Arzt von vorneherein aus).
2) Ich betrachte als Ihr Hauptargument (hoffentlich tue ich Ihnen nicht Unrecht): "Es sollte doch längst eine Selbstverständlichkeit sein, dass Geschädigte ihr Recht einfordern können" mit der quasi mathematischen Begründung: wer sich der Selbstverständlichkeit gegenüber korrekt verhält, braucht sich nicht zu fürchten.
Das stellt für mich die Legitimitäts-Frage: Betrachten wir die "Selbstverständlichkeit" als Norm ("Was du nicht willst...", schon in Leviathan vorformuliert, aufgenommen von Kant in seinem kategorischen Imperativ bis zum Menschenrecht: das unveräusserlich ist, also nicht verhandelbar; Parallelen gibt's in allen Kulturen, hier nur unsere Leitlinien) so ist es eine Abstimmung über die "Unveräusserlichkeit".
Die Abstimmung über eine Selbstverständlichkeit bestreitet den Kern der Norm: Unsere Demokratie nimmt sich das Recht, über die Gleichheit der Menschen abzustimmen, sie zu einer Mehrheitsfrage zu degradieren, die biologische Gleichheit der Kinder und Erwachsenen wird verhandelt, von den Schweizern beurteilt und gnädigst oder ungnädigst "denen dort unten" zugestanden oder verwehrt.
Mein Schluss: Die Abstimmung einer Norm, die uns gemeinsam ist, w e i l wir Menschen sind, hier wie dort, ist eine Anmassung der "Herren" über andere; ich halte sie für unrechtmässig. Weil die Norm eine Selbstverständlichkeit ist. Mit freundlichem Gruss.

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Das ist bester investigativer Journalismus. Da schreibt eine Fachperson, welche die Fakten kennt - und damit umgehen kann. Ich gratuliere Ariane Lüthi zu einem solchen professionellen Zugang, ich gratuliere zu diesem Artikel.

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Was für ein informativer, gut geschriebener und v. A. nicht wertender Artikel! Danke.

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Liebe Leute
Der wesentliche Fehler dieses ganzen, durchaus gut gemeinten krampfhaften Versuches der Republik - Redaktion, etwas Objektivität in die Diskussion über Konzernverantwortung zu bringen ist leider fundamental gegen jede journalistische Sorgfaltspflicht unterwegs. Durchaus intelligent und interessant geschrieben. Als Zückerchen noch mit einem Spammungsbogen über drei Teile versehen. Plus Comic!

Aber: Diese engagierte Frau ist keine Journalistin. Es wird aber suggeriert, sie sei es - entsprechend applaudieren verständlicherweise viele Kommentatoren.
Ihre Ausführungen sind interessant, aber hier eine Objektivität zu erwarten, ist naiv, sowohl von ihr selbst, wie auch von der Redaktion.
Als Unterstützer dieser Initiative bin mir durchaus bewusst, dass die praktische Umsetzung unserer Anliegen auf weitere problematische Hürden im Schweizer Rechtssystem treffen wird und natürlich begrüsse ich alle engagierten Spezialisten, die innerhalb einer Firma für Verbesserungen kämpfen, ohne auf Rechtsmittel zurückgreifen zu können.

Aber bei dieser Initiative geht es um eine Änderung der Rechtslage. Um Gerechtigkeit für Leute, die bisher keinen Zugang zu einem funktionierenden Recht haben. Ein Anfang.

M. R.

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Christof Moser
Chefredaktion
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Ariane Lüthi ist derzeit als Journalistin tätig, wie Sie der Autorinnenbox entnehmen können. Und sie ist erst noch eine ausgezeichnete.

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JournalistIn ist (in der Schweiz und vielerorts sonst) keine geschützte Berufsbezeichung, der Vorwurf

Diese engagierte Frau ist keine Journalistin.

dementsprechend hohl. Ihr Argument ist nichts weiter als ein klassisches argumentum ad hominem. Für die journalistische Qualität (inkl. Sorgfalt) des Gastbeitrages von Frau Lüthi hat gewissermassen die ganze Republik geradezustehen.

Haben Sie denn inhaltlich was zu beanstanden?

Was die Unterstützung der Initiative anbelangt – da bin ich übrigens voll auf Ihrer Seite. 😉

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Lieber Herr B.
Es ist üblich, dass jemand, der sich urplötzlich als "freie Journalistin" bezeichnet, vorher vielleicht einmal angestellt war in dieser Funktion oder dass die Leistung diesbezüglich im Lebenslauf umschrieben wird. Geschützter Beruf hin oder her. Das hat die Chefredaktion zwar versichert, aber einen Hinweis auf frühere Artikel finde ich nirgends, auch nicht im Internet.
Dass sie gute Essays schreiben kann, was dieser Beitrag sicher ist, heisst hoch lange nicht, dass sie mit ihrem persönlichen Hintergrund ihren Text als einen "Report" titulieren darf, der ein objektives Ziel hat. Immer wieder scheinbare persönliche Befindlichkeiten einzubringen ("Ich bin hin- und hergerissen"), sind für ein Essay durchaus zulässig, aber nicht hier. Hier geht es um eine ernste Sache, die entsprechend analysiert werden kann.
Ich möchte nochmals betonen, ich fände die bisherigen zwei Artikel sehr gut, wenn sie in einem Stück daher kämen als das , was sie sind: Die Betrachtungen ("Essay") einer engagierten Frau, die jahrelang intern in Grossfirmen Erfahrungen diesbezüglich gemacht hat. Dann wäre ihre persönlich Optik besser verständlich.
Inhaltlich habe ich mich bei meinem ersten Mail sehr kurz gefasst, aber ich bleibe vorerst dabei.

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Dieser erste Beitrag zu diesem wichtigen Thema ist sehr fundiert, informativ und differenziert. Ich bin sehr neugierig, wie die Autorin, die sich in dieser komplexen Materie sehr gut auszukennen scheint, die weiteren Aspekte und Fragen behandeln wird.

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Dass Handlungsbedarf besteht zeigt auch eine Analyse von Brot für alle und Fastenopfer von 2018. Sie dokumentiert, dass in den Jahren 2012 bis 2017 Schweizer Konzerne in mindestens 64 Fälle von Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen verwickelt waren.

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Die Erfahrungen einer Freundin mit Holcim in Indien: https://www.workzeitung.ch/2020/10/…entriesen/
Die ärmsten der Armen werden schamlos ausgenützt. Wartet man bis 10h, sind die Tagelöhner für 1-2 Dollar zu haben. Aber man hält sich ja ans Gesetz.

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A. L.
Neutraler Beobachter
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Um der ganzen Euphorie hier im Forum einen Dämpfer zu verpassen, hier mal ein Artikel zur Umsetzbarkeit sprich Einklagbarkeit dieser Initiative von Tanja Domej, Professorin an der Universität Zürich und Spezialistin für Zivilverfahrensrecht...

https://www.tagesanzeiger.ch/profes…0282430144

Kurz zusammengefasst:
Nach Schweizer Recht können nur Betroffene oder deren Angehörige vor Schweizer Gerichten klagen. Sammelklagen oder Abtretung des "Klagerechts" sind nach Schweizer Recht nicht möglich. Ebenso wenig das erfolgsabhängige Rechtsanwaltshonorar.
Die Durchsetzung ist kostenintensiv und dürfte für die meisten Betroffenen ein zu grosses finanzielles Risiko darstellen.
Die Entschädigungszahlungen dürften sich nach dem Lohnniveau des betroffenen Landes richten - und dementsprechend für die meisten Konzerne verkraftbar sein.
Dazu kommt das grundsätzliche Prozessrisiko und die lange Laufzeit von solchen Prozessen.
Nebst dem drohenden Arbeitsplatzverlust in der Heimat...

Oder anders formuliert - sollen Konzerne wirklich für ihre Handlungen haftbar gemacht werden, dann bedarf es eines komplett neuen Hebels, um die Initiative nicht zum Papiertiger verkommen zu lassen.

Wenn Frau Domej mit ihrer Analyse Recht hat, dann erklärt dies auch den plötzlichen Sinneswandel vieler Unternehmen....

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Um Schadenersatz zu fordern ist die Initiative alleine wohl kaum geeignet, den Eindruck habe ich auch. Als "erzieherische" Massnahme kann ein Prozess aber durchaus Wirkung entfalten, wenn er denn öffentlichkeitswirksam von den Medien aufgenommen wird. Zumal der Prozess in der Schweiz stattfindet, was Herr und Frau Schweizer näher liegt als z.B. Ewekoro.

Ohne Hilfestellung aus der Schweiz (NGOs) wird es nicht gehen, dafür hätte man dann zum ersten mal überhaupt ein Mittel um eine Aufarbeitung von Missständen zu erzwingen. Die Teppiche der Teppichetage haben viel Platz um Dinge darunter zu wischen.

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A. L.
Neutraler Beobachter
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· editiert

Die Frage ist halt, was will man real mit der Initiative erreichen?
Das ich ja einlege, stand für mich eh von Anfang an fest - ich fand den Artikel (und den damit verbundenen, defacto nicht vorhandenen Hebel) ziemlich ernüchternd.

Den NGO's wird eine sehr wichtige Rolle zu kommen - wenn sie die Erwartungen überhaupt je erfüllen können.

Die andere Frage, die sich mir stellt, muss der Kläger auch persönlich seine Anklage einreichen? Wenn ja, dann wo? Und wenn in der Schweiz, wie kämen die Kläger an ein entsprechendes Visum?
...um für den Schengen-Raum ein Visum zu bekommen, bedarf es u.a. finanzieller Nachweise.
...für die meisten Betroffen eine eigentlich viel zu hohe Hürde.

Das sind pragmatische Fragen, die ich mir stelle - ein emotionaler "Sieg" reicht m.E. nicht mal ansatzweise aus...

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Und wenn, dann müssen wir den komplett neuen Hebel halt schaffen. Wenn nötig mit einer weiteren Initiative.

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stimmt, A. L. und Margrit H. Man wird einen neuen Hebel brauchen.
Leider verstehe ich nicht viel von Arbeits- und Wirtschaftsrecht. Bei den deutschen Konzernen ist es offenbar auch nicht viel besser. Der ganze Kuddel Muddel ist gar nicht richtig durchschaubar.
So bin ich auch gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Es ist ein derart komplexes Thema, obwohl "Menschenrechte" der zentrale Punkt sind, bleibt die Rechtspraxis so wage.
Ein weiteres Argument für mich, ja zu stimmen. Dann wird man Hebel erarbeiten müssen. Sonst ist man zufrieden mit dem Status quo und alles bleibt beim Alten.

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Ich errinnere mich an das Debakel von Glencore und BR Cassis als das SRF bei solchen "Verbesserungen" des Konzerns mal nachgemessen hat.. Da wurde viel Glaubwürdigkeit verspielt.
https://www.srf.ch/news/internation…n-anwohner
Bin gespannt wie die Serie weitergeht. Cooles Format!

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Danke, sehr interessant.

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Kompetent, sachbezogen, informativ. Und gut geschrieben. Danke.

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Am Beispiel von LafargeHolcim finde ich wieder erstaunlich, was öffentliche Aufmerksamkeit alles bewirken kann. Das Problem daran ist nur, dass diese Aufmerksamkeit selten lange am selben Ort bleibt. Normen - ob gesetzlich oder gesellschaftlich - wirken wohl längerfristig.

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Ralf Kubli
Keine selektive Wahrnehmung
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Sehr spannend der Inhalt, und vor allem, wie offen sind die Republikanerinnen für abweichende Meinungen vom dominanten Narrativ. Da freut man sich auf die Fortsetzung!

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Spannender Einblick in die inneren Prozesse von Firmen wie Holcim. Meines Erachtens fehlen jedoch gut recherchierte lokale Stimmen von Menschen, die vom Staub/Abfall/Arbeitsbedingungen der Holcim Werke direkt betroffen sind. In diesem Text geht es vor allem um Richtlinien und Eruierungsprozesse. Guter Journalismus sollte betroffenen Menschen eine Stimme geben - vor allem in autoritären Kontexten. Hoffentlich liefert dies die Republik noch nach. Gerade weil innere Eruierungsprozess von Firmen beschränkt effizient sind, sollten doch lokale Stimmen Verstösse und Verschmutzung ans Licht bringen. Hier vermisse ich den in innerschweizerischen Angelegenheiten übliche "Spirit" der Republik ein bisschen.

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Guten Tag
Es gibt eine DVD die konkrete Beispiele von Betroffenen wiedergibt.sie heisst der Konzern Report. Zu finden in you tube.

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Ich bemängle seit über einem Jahr, dass quantifizierbare Argumente für die Initiative fehlen resp. nicht kommuniziert werden. Kann mir jemand sagen, was ein JA konkret bringt?
Ich sehe, dass sich hierzulande meist etwas erst bewegt, wenn der externe Druck nicht mehr auszuhalten ist (Bankgeheimnis, Unternehmenssteuer, Personenfreizügigkeit, etc). Wir sind ein Volk von Getriebenen, Kuschern, vermeintlich Schlaumeiern, lassen erst los, wenns anders nicht geht. Das stinkt mir natürlich, will ich ändern, aber wie sag ichs dem Stimmbürger?

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Auch ich bin sehr gespannt auf das Fazit von Frau Lüthi, allerdings ist meine Meinung bereits gemacht. Schon der erste Befund von Frau Lüthi zeigt klar auf, dass sich nur ein Bruchteil der grössten Schweizer Unternehmen an den UNO-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte orientieren. Auch mit der Sorgfaltsprüfung scheint es nicht weit her zu sein. Leider scheint das Prinzip der Freiwilligkeit innerhalb der Wirtschaft einmal mehr nicht auszureichen. Die KVI bildet ein Schutznetz für die Personen, die jetzt unseren global agierenden Konzernen weitgehend schutzlos ausgeliefert sind. Gerne möchte ich noch auf den katholischen Theologen Remo Wiegand hinweisen, der sich vertieft mit der Thematik auseinandergesetzt hat: http://www.remowiegand.ch/wp-conten…e_Wege.pdf

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C. D.
Informatik-Berater, Lokalpolitiker
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· editiert

Ein separater Artikel für die Frage nach dem Handlungsbedarf. Sehr gut!
Ein differenzierter Text der dennoch zu einem klaren Resultat kommt. Noch besser!

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Exakt meine Meinung, obwohl man noch im ersten Abschnitt ein paar mal leer schluckt und sich dabei selbst an der Nase nehmen muss, doch bitte objektiv zu bleiben :-) Sehr gelungen!

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Flavio Frei
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Super Artikel, danke dafür - Ich freue mich auf den Rest der Serie.

Ergänzend zur Thematik noch ein Zitat bzgl. LafargeHolcim aus dem Newsletter The Market Daily von heute (The Market ist eine Online-Plattform der NZZ für Investor:innen; Mitgründer ist Mark Dittli, Republik-"Alumnus"):

LafargeHolcim steht an den Finanzmärkten in kräftigem Gegenwind. Das Management um CEO Jan Jenisch hat in den letzten drei Jahren die Kosten gesenkt, die Renditen gesteigert und Schulden abgebaut. Sogar die Covid-19-Pandemie beeinträchtigt den Geschäftsgang nur bedingt.

Doch weil die Zementproduktion extrem viel CO2 ausstösst, wenden sich immer mehr Investoren von der Branche ab – und das, obwohl die Nachfrage nach Zement strukturell wächst und kaum valable Alternativen verfügbar sind.

Wirtschaft gegen Menschheit/Menschenrechte ist wirklich eine zu einfache Verkürzung und der Druck kommt durchaus auch von Investor:innen, bzw. dem Kapitalmarkt.

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Wirtschaft alleine ist bereits eine völlig unzulässige Verkürzung der Realität. Als wären alle Branchen, Firmen, UnternehmerInnen, Angestellten etc. eine homogene Masse mit denselben Interessen, Wünschen und Zielen.

Aber auch gestandene WirtschaftsreporterInnen der Republik verfallen dem Reiz dieser Vereinfachung immer mal wieder.

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Flavio Frei
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Einverstanden!

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https://www1.wdr.de/mediathek/video…--100.html

https://youtu.be/lTTmyeicjP4

allerbesten Dank für den ausführlichen Bericht.
Konzerne werden wohl immer mächtiger sein in Zukunft. Tatsächlich werden die Arbeitsbedingungen vor Ort von einzelnen Unternehmern geprüft. Arbeitsbedingungen, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit werden jedoch nicht wirklich geprüft.

Ich stimme ja, denn diese Initiative wird immerhin ein wenig mehr Aufmerksamkeit wecken, wenn Gesetze verbindlich sind.
Hier noch zwei kleine links zum Thema Baumwolle, wobei es sich dabei sogar wahrscheinlich um einen eher noch gelinden "Fall" handelt.

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M. A.
Entwickler & Zivi
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Menschenrechtsverletzungen sind in keiner Weise zu tolerieren. Punkt.

Ein valides Argument sehe ich im grösseren Risiko für anständige Firmen, trotzdem verklagt zu werden. Doch wie heisst es auf Verschlüsselung bezogen so schön: «Wer nichts zu verstecken hat, braucht sich auch nicht zu fürchten.» Nur glaube ich an ein Recht auf Privatsphäre, aber nicht an ein Recht auf Menschenrechtsverletzungen.

Wieso nicht im Gesetz verankern, dass sich Unternehmen an diese minimalen, als aufgeklärter Geist nicht diskutierbaren, Bedingungen halten müssen?

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Rolf Müller
Action Anthropologist
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Vor vielen Jahren klagten Anarchisten die Firma des Demeter-Kaffees "Irlanda", der im Bergland von Mexiko produziert wird, an, sein Personal auszubeuten und unterstützte die Besetzungsaktion eines Teils der Finca durch eine Rebellengruppe unter "Subcommandante Marcos".
Ich konfrontierte dann an einer Werbe/Informations-Veranstaltung der Vertriebsorganisation von Irlanda-Caffee in der Schweiz den Vortragenden mit diesen Vorwürfen.
Seine Antwort war von sehr viel "Realismus" durchdrungen:
Da der Demeter-Kaffee biologisch produziert werde, was mehr Aufwand und weniger Ertrag mit sich bringe, über weite Strecken und in Kleinmengen transportiert werde, sei der Verkaufspreis für die EndverbraucherInnen schon sehr viel höher, als für konventionellen Kaffee. Würde man dann noch der Fair-Trade-Kriterien genügen wollen, wäre das Produkt noch teurer und würde dann auch weniger gekauft.
Ausserdem müsse man sich als alternativer Grossgrundbesitzer auch in die Gesellschaft der dort tonangebenden, lokalen Grossgrundbesitzer-Familien integrieren.
Die beobachteten das Treiben schon argwöhnisch, wegen den Bio-Methoden!
Würde man den MitarbeiterInnen und ErntehelferInnen dann noch mehr als den ortsüblichen Lohn zahlen, würde man definitiv als Kommunist gesehen...
Diese Argumente überzeugten mich und zeigten mir, in was für wirtschaftlich-sozialen Zwickmühlen sich auch die "Guten" befinden, wenn sie in Ländern der "Peripherie" tätig sein- und auch etwas bewirken wollen!
Der frühere, rassistische Sklavenhalter-Kolonialismus hat sich ja nach den vielen Unabhängigkeits-Revolten dahingehend reformiert, dass auch einheimische Eliten an der Ausplünderung ohne jede Rücksicht auf Mensch und Natur teilhaben können!
Die nationalistischen Revolutionen wurden sozusagen "gekauft", nach dem wieder mal erfolgreichen Muster des "Teile und herrsche!"
Wer hat das Nachsehen?
Wieder mal die Menschen und die Menschlichkeit und die Natur und die Natürlichkeit.
Dieser "Kern des Pudels" muss einfach klar sein, wenn wir über juristische Spitzfindigkeiten und über realpolitische Verhandlungsmanöver diskutieren!
Denn dann sollte sich alles wie von Zauberhand ergeben und in die richtige Richtung entwickeln.
Wem aber das (einfache) Wissen über den elementaren Sklavenhalter-Kern des kapitalistischen Systems und seiner neo-kolonialen Machtpyramide fehlt, der wird im Dickicht des weltweiten Paragraphen-Dschungels und seiner kafkaesken Amtsstuben und Anwaltskanzleien verloren gehen!
Ich befürchte, dem Autor dieses Einleitungsartikels wird es so ergehen...

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Lieber M. R., wollen eir lieber über die Initiative debattieren oder fas Personal bei der Republik?

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