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Geschätzte Frau Hürlimann. Vielen Dank für diesen Text. Eindrücklich und berührend. Mein Gedanke war auch: Wie wir als Gesellschaft mit unseren Gefangenen umgehen, sagt ja immer auch sehr viel über den Zustand eben dieser Gesellschaft aus. P.S.: Vielen Dank auch für die gut gemachten Fotos.

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Fotografin
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Danke für die Wertschätzung meiner Fotos!

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Dieser Zaun - ein mysteriöses Objekt. Mit Erstaunen habe ich gelesen, dass er erst 1996 errichtet wurde. Von einem Gefängnis erwartet man doch eigentlich, dass es eine Zaun hat, um die Insassen am Weglaufen zu hindern. Ein integrales Teil, beinahe intrinsisch. Trotzdem ist man offenbar jahrzehntelang ohne ausgekommen - wie ging das denn? Im Artikel wird kurz gestreift, die Insassen hätten sich in den Gebäuden aufhalten müssen, gleichzeitig scheint es aber Kontakte mit der Dorfbevölkerung gegeben zu haben. Wie kam es dazu, dass der Zaun dann doch noch gebaut wurde? Eine Internet-Suche liefert leider nichts Brauchbares. Ein paar Worte mehr dazu hätten mich sehr interessiert.

Zaun beiseite - ein sehr berührendes Stück, stark von Menschlichkeit geprägt, das eine Lebenswelt beleuchtet, die mir vollständig fremd ist. Der Schwung beim Lesen hätte locker für epische Doppellänge gereicht. Im Hinterkopf schwebt das Zoo-Argument der Direktorin herum - was genau motiviert mich wohl beim Lesen? Ich hoffe sagen zu können, es ist nicht nur Schaulust sondern echtes Interesse für die Institution, ihre Bewohner und das Dorf darum herum. Vielen Dank, Frau Hürlimann, für die Einblicke, die Sie uns immer wieder gewähren.

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Brigitte Hürlimann
Gerichtsreporterin
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Lieber P. N. M., ach, ich hätte noch so viel erzählen können, der Text ist ein kleiner Ausschnitt von dem, was ich an Material zusammengetragen habe. Und er ist ja nicht gerade kurz geworden. Zum Zaun: Er hat tatsächlich dazu geführt, dass die Frauen im Innern der Anstalt mehr Bewegungsspielraum haben. Sie können innerhalb des Zauns draussen arbeiten, draussen Sport machen oder sich draussen erholen. Sie bewegen sich von Gebäude zu Gebäude. Es muss bedrückend gewesen sein, als sie sich vor allem in der Enge des dunklen, kalten Schlosses aufhalten mussten, in überfüllten Massensälen. Übrigens: Beschaffen Sie sich das Buch, sobald es wieder erhältlich ist, es lohnt sich. Beste Grüsse, Brigitte Hürlimann

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Anderer 60
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Es ist ein guter Artikel. Sie werden als Frauen behandelt. Es gibt Stück für Stück Reformen. Weiter so.
„Die bewährte Asylpolitik über den Haufen zu werfen, ist höchstgefährlich. Autor: Adrian Schoop FDP-Grossrat.“ Gestern in der Arena.
Es gibt noch viel zu verbessern über die Asylpolitik. In dreissig Jahren, wird eine Bundesrätin sich entschuldigen.

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Danke, dass Sie die Worte der Frauen nach aussen getragen haben. Sie haben mich sehr berührt.

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Theologin/Pfarreiseelsorgerin
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· editiert

Liebe Frau Hürlimann, herzlichen Dank für diesen Einblick in eine Anderswelt.

«Dass ihr uns auch als Menschen seht, nicht nur als Delinquentinnen.»

Dieser Satz erinnert mich an einen Abend, an dem ein Gefängnisseelsorger davon erzählte, wie er in der "normalen" Gesellschaft immer und immer wieder daran erinnern muss, dass Insass:innen Menschen sind. Und zwar in erster Linie, nicht in zweiter oder dritter.

Die Einsprache des Nachbarn wegen "ideeller Emissionen" (den Begriff kannte ich bisher nur im Kontext Rotlichtmilieu) sagt viel darüber aus, was für ein Bild von straffällig gewordenen Menschen in einigen Köpfen herumspukt.

Es hat mich gefreut zu lesen, dass Bettina mit den Frauen Theater gemacht hat. Sie ist umwerfend und hat ein sensibles Gespür für diejenigen mit denen sie arbeitet.

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Brigitte Hürlimann
Gerichtsreporterin
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Liebe A. B., ja, es sollten viel mehr Menschen Gespräche mit Insass:innen oder Ex-Insass:innen führen. Das Unwissen ist enorm und führt zu vielen Vorurteilen. Wir sperren Täter:innen gerne ein, auch präventiv, auf Vorrat, quasi. Und vergessen, dass es irgendwann Zeit ist, sie wieder in der Gesellschaft aufzunehmen; das gilt für fast alle Gefangenen, nur eine Handvoll ist derart gefährlich, dass sie wohl für immer eingesperrt werden müssen - dies aber zu humanen Bedingungen.

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Besten Dank für diesen Beitrag, der Geschichte, Politik und Einblicke in die Einzelschicksale vereint - auf sehr gelungene Art und Weise!
Eine weitergehende Frage, die mich interessieren würde, wäre ein statistischer Überblick über die sozialen Hintergründe der Insass*innen. Von den USA ist ja bekannt, dass gewisse ethnische und Klassenhintergründe völlig übervertreten sind. Wie sieht das in der Schweiz/Europa aus?

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Brigitte Hürlimann
Gerichtsreporterin
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Ja, ich glaube, da habe ich von der Anstaltsdirektion Angaben bekommen, die ich im Artikel nicht erwähnt habe, um nicht noch länger zu werden. Ich habe die Unterlagen im Büro und schaue sie nochmals durch, ich melde mich am Montag, falls ich etwas finden sollte.

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Das fände ich sehr spannend, vielen Dank!

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Liebe Frau Hürlimann

Herzlichen Dank für den Bericht über das Leben in der JVA Hindelbank. Ich habe ihn mit Interesse gelesen, nicht zuletzt deshalb, weil ich selber mehrere (ehemalige) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie eine ehemalige Gefangene kenne. Und ich habe auch die Jubiläumsausstellung besucht und war sehr betroffen von den Zeugnissen ehemaliger Insassinnen. Besonders natürlich jener Frauen, die „administrativ versorgt“ waren. In Ihrem Bericht haben mich einerseits die Passagen aus der Theateraufführung beeindruckt und ganz besonders auch die Verdienste von Fritz Meyer, im Gefängnis humane Vollzugsbedingungen zu schaffen. Das kann kaum hoch genug gewürdigt werden. Was mir allerdings in Ihrem Artikel gefehlt hat, ist das Eingehen auf die Arbeit der heutigen Direktorin. Ich denke, ihr Engagement und ihr Bemühen um einen menschenwürdigen, zeitgemässen Strafvollzug hätten mehr Zeilen verdient als die von Erlachs.

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Zur Direktorin der JVA Hindelbank erschien kürzlich eine SRF-Reporter-Sendung „Frauen im Gefängnis“. Kann ich sehr empfehlen.

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Verena Goanna •in :)) Rothen
fotografie, texte, webpub&lektorin
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Beautiful.

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Nochverlegerin
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Einfach von Herzen meinen Dank an Sie, liebe Frau Hürlimann, für Ihre Arbeit! Ich kann mir ja diesbezüglich bloss als Verlegerin auf die Schulter klopfen!

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Brigitte Hürlimann
Gerichtsreporterin
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Und mit sehr viel Verspätung: un grand merci für dieses Feedback. Einfach schön, solche Verlegerinnen zu haben.

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Mega spannend, gerade der Aspekt mit der admin. Verwahrung!!! Ein Thema worauf ich (mal wieder) dank der Republik aufmerksam wurde.

Was den Wortgebrauch anbelangt, wünsche ich mir Wörter wie "jedermann" nicht mehr lesen zu zu müssen.

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Brigitte Hürlimann
Gerichtsreporterin
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Na ja, ich kann nicht ganz versprechen, dass gar nie mehr ein "jedermann" auftauchen wird in einem Text. Aber ein sparsamer Gebrauch ist hiermit zugesichert.

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