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Beiträge zu «Road to Success»



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Freysinger sagt, er habe Heidegger eingehend studiert. Das überrascht nicht, wenn man sich bewusst ist, dass Heidegger ein überzeugter Nazi war. Insofern ist wenig überraschend, dass Freysinger stolz auf seine Reichsfahne ist. Das Imperium, das ihm vorschwebt, ist das Vierte Reich. Das wäre eine noch verheerendere Kopfgeburt als die EU. Die Schweizer Politik kann getrost auf Heidegger verzichten; Nazi-Sympathisanten sollte sie dezidiert ablehnen.

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C. R.
· editiert

Anmerkung: „Der Führer selbst und allein ist die heutige und künftige deutsche Wirklichkeit und ihr Gesetz.“ (GA 16, S. 184) Das schreibt Heidegger 1933 nach seiner Rektoratsübernahme in Freiburg.
LI 125, Sommer 2019
Heftpreis: 13,90 € inkl. MwSt. 7%

HANS-DIETER JÜNGER
SPRENGUNG DES SEINS
Heideggers „Schwarze Hefte" und das Autodafé einer Seinssage

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Eine ziemlich schräge Auffassung eines Gymnasiallehrers, die heutige Schweiz sei organisch von "unten" her entstanden. Wie war dass denn schon mit 1798 und dem Untergang des Ancien Regime mit seinen schweizerischen Untertanen? Aus dem historischen Lexikon der Schweiz: "An der letzten Tagsatzung vom 26.12.1797 bis zum 31.1.1798 zeigte sich nochmals, wie gelähmt die Regierungen der einzelnen Orte waren und dass ihr Zaudern eine geeinte Reaktion der gesamten Eidgenossenschaft verunmöglichte. Die alte Eidgenossenschaft war nicht fähig, sich aus eigener Kraft zu reformieren. Die grundlegenden Ideen der französischen Revolution (Menschenrechte, Gewaltenteilung, repräsentative Demokratie, Gleichheit) wurden ein erstes Mal in der von Frankreich oktroyierten, kurzlebigen Helvet. Republik verankert und fanden später Eingang in die Verfassungen des 19. und 20. Jh....". Ich kann mir nicht vorstellen, dass die hochgebildeten SVP-Eliten Freysingers Auffassungen teilen.

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Die eine arbeitet beharrlich und ohne Furcht vor Widerständen für eine Zukunft frei von lebensfeindlicher Prekarität und Umwelt und sagt:

«Die Schweiz ist ein bürgerliches Land. Ich bin eine Linke», sagt Marti. «Politik ist männlich geprägt. Ich bin eine Frau. Politik wird überwiegend von älteren Menschen gemacht. Ich bin jung. Alles, was ich ausstrahle, ist eine Abweichung vom Status quo.»

Der andere hingegen scheint mal in einem Kalten, mal in einem Heissen Krieg der Vergangenheit gefangen zu sein, wenn er von Gestell vs. Gewachsenes, USA vs. RUS, Souveränität vs.(?) Imperialismus schwadroniert. Und mit seinen selbst-entlarvenden Aussagen, wie:

Ich stehe für das organisch Gewachsene, dazu braucht es Tiefe und Zeit.
Sie (Europa) ist nicht vom Volk aus in die Höhe gewachsen.

gefährlich nah an die Blubo-Literatur kommt.

Bezeichnend auch der Widerspruch zwischen dem Anspruch Anti-Imperialist zu sein, aber in Schmittscher oder Jüngerscher Manier «Politik als Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln» (Foucault in Anlehnung an Clausewitz) aufzufassen.

Es war eine Höllen­fahrt. Ich war im Überlebens­kampf. Ich fühlte mich wie ein Front­kämpfer. Am Morgen ging ich in Verdun an die Front. Ich sah noch die Einschläge vom vorherigen Tag. Ich wusste nicht, wann mir die Bombe auf den Grind fallen würde. Überleben um jeden Preis. Ich wurde zu einem Tier, das nur noch überleben wollte. Ich wurde auf mein reptilisches Gehirn zurückgeworfen.»

The «Road to Success» - führt er zurück oder vorwärts? Für mich eindeutig: Vorwärts!

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Danke für diesen Beitrag. Hätte nicht gedacht dass ich mich beim Anti-Imperialismus für einmal mit einem SVPler treffe. Dass die SP den Antiimperialismus als Ziel komplett aufgab halte ich für einen grossen Fehler. Heute ist die SP im Rahmen einer NGO-Hysterie sogar einer der ganz grossen Fürsprecher des US Imperialismus, der allen Menschen der Welt die jeweils aktuellste Prägung westlicher Werte aufdrücken will.

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Auch wenn die USA ein gewalttätiger Staat sind und mehr oder weniger von einigen Dutzend stinkreichen Familienclans beherrscht werden, sind sie doch ein nach wie vor funktionierender Rechtsstaat. Was Freysinger vorschwebt, ist ein faschistisches Reich, wo Führerkult und Willkür herrschen, wie in Russland.
In so einem Staat will ich nicht leben, weil ich eher früher als später unliebsame Kontakte mit den Schlapphüten bekomme...

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Wie lange lebten Sie in Russland? Ich weiss von den Zahlen her, dass jeden Tag Menschen in den USA von der Polizei getötet werden, jeden Tag! Das soll ein Rechtsstaat sein? Ich kam dort auch einmal selber in eine Polizeikontrolle 1998 und hatte mehrere Schusswaffen auf meinen Kopf gerichtet. Das ist nicht lustig. Jetzt lebe ich seit 6 Jahren in China, wo 90% der Polizisten unbewaffnet sind (als nach einem Terroranschlag vorgeschlagen wurde die Polizisten mit Pistolen zu bewaffnen ging ein Aufschrei durch die Bevölkerung und der Vorschlag wurde abgeschmettert). Ich wurde nie von Polizisten kontrolliert und auf Polizeiposten stets bestens behandelt, selbst als mal mein Visum überschritten war und ich dafür gebüsst wurde. In China gibt es klare Grenzen der Redefreiheit, aber es sind klare Grenzen die man nicht überschreiten muss. In den USA kann es einfach eine Strassenkontrolle sein, die man nicht überlebt. Aber die USA sind sehr gut darin, ein rose Bild von sich selber zu verbreiten auf der Welt.

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Schon wieder Freysinger? Find ich daneben.

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