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Spannender Artikel! Auch Atmanis Reportagen-Serie ist eine tolle Ergänzung die es ME verdient hätte prominenter als in den Credits verlinkt zu werden, auf jeden Fall aber mit einer Verlinkung auf die ganz Serie (https://www.rts.ch/dossiers/la-suis…ouverture/) und nicht wie jetzt nur auf die letzte Episode.

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Danke für den Beitrag. Weitere Berichte zu diesem Thema werde ich gespannt verfolgen.

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Da verwundert es einen nicht, dass die Amerikaner über die Geschäftspraktiken der Schweizer Banken so gut informiert waren.

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Adrienne Fichter
Redakteurin @ Republik
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· editiert

Guten Tag Herr Schneeberger, vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Sachlage ist hierbei nicht klar: Gemäss der 4 Pillar-Policy wurden Grossbanken nicht abgehört. Jetzt fragt sich: gehörten andere Banken wie Kantonalbanken zu den Kunden von Infoguard? Ausserdem was die Banken angeht, haben wir eine weitere offene Frage: Sind die Gretagcoder-Geräte zum SWIFT-Datenverkehr durch den Kauf der Schweizer Firma Gretag durch den amerikanischen Telekomkonzern 1991 AT&T bei der NSA gelandet oder nicht? Laut den aufgeführten Patenten bei cryptomuseum.com ist die Faktenlage uneindeutig. Sobald wir hier die Antworten haben, werden wir einen weiteren Teil unserer Recherche veröffentlichen:)

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Anonym 5
Rollenlos
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Wer überwacht die Geheimdienste?

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..ist geheim 🤐.

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A. Z.
System Engineer
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Immer wieder spannend solche Artikel zu lesen und schade für den Wirtschaftsstandort Schweiz.

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Thx für den Artikel: nice! 🥳

Ich habe mal ein Zugangsgesuch gestellt - mit Bezug auf mehrere Passagen dieses Artikels:

👩‍💻 https://twitter.com/vecirex/status/…2443139072

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Adrienne Fichter
Redakteurin @ Republik
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Wir freuen uns und sind gespannt auf die Antworten.

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R. A.
· editiert

Vielen Dank für diese super Recherche.
Man kann das alles herausfinden!
Da muss man sich auch fragen, warum unser Rechtssystem nicht automatisch auf Knopfdruck sofort reagierte.... für mich wäre das die sicherste Vorsichtsmassnahme.
Ist nur unser eigenes oberstes Bundesgericht dafür zuständig? Wer schützt all die Gummiparagraphen, wenn selbst Bundessrat Filliger offenbar unbekümmert Fäden spinnen durfte im Zusammenhang mit dieser Spionage Affäre.
Alle Bürger eines Landes haben Rechte, auch Rechte, seriös über solche Machenschaften informiert zu werden, anstatt, dass es zum guten Ton gehört, jegliche krummen Angelegenheiten zu decken und jahrelang unter dem Deckel zu halten, bis sie verjährt sind. Anschliessend darf dann Aufklärung sogar Wiedergutmachung öffentlich werden. Das ist richtig unsympathisch.
Für mich ist eine neue Reform eines offenen, transparenten Rechtssystems sehr wichtig. Sorry auch in diesem Fall kontrollierbar von "fremden Richtern". Das ist sogar dringend nötig, um den jahrzehntelang systematisierten "Filz" in unserem Land regelrecht zu säubern.

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Das Bundesgericht (oder allgemein die Gerichtsbarkeit) ist für so etwas höchstens dann zuständig, wenn es zu Gerichtsverfahren kommt. Solche müssen natürlich zuerst einmal in Gang gebracht werden.
Zuständig sind zunächst politische Aufsichtsbehörden (Bundesebene, allenfalls auch kantonal), ausserdem die Justizbehörden auf Ebene Staatsanwaltschaft, falls strafrechtlich Relevantes vorliegt.
Und vor allem müssen die zuständigen Instanzen ja zuerst einmal die erforderlichen Kenntnisse erlangen.

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Vielen Dank, Anonymus, man kann sich kaum vorstellen, vor allem wenn in den Medien die Vorfälle klar veröffentlich sind, dass dann keine strafrechtlichen Massnnahmen ergriffen werden. Wenn man es weiss, sollte auch die Initiative ergriffen werden und " Unrecht" gemeldet werden. Hier klappt es bereits nicht.

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Liebe Republik, ich habe den ganzen Text noch nicht gelesen, aber Infoguard war bereits einmal in einer Recherche der Aargauer Zeitung zu sehen: https://www.aargauerzeitung.ch/wirt…-136363166

Für einen grossen Scoop über die Entdeckung seid ihr also neun Monate zu spät. Aber ich werde trotzdem weiterlesen, vielleicht habt ihr Details entdeckt, die der Aargauer Journalist nicht gefunden hat.

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Adrienne Fichter
Redakteurin @ Republik
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Guten Morgen Frau D.! Ich hoffe Sie haben die Geschichte in der Zwischenzeit gelesen. Uns ist bewusst dass im Nachgang von Cryptoleaks im Februar 2020 viele Medien die Fragen nach der CIA-Unterwanderung von Infoguard stellten. Das haben wir auch entsprechend vermerkt. Und hier ist die entscheidende Stelle im Text: "Medien stützten die Vermutung auf Handels­register­auszüge, die belegten, dass Infoguard bis 2018 der Crypto Holding gehörte, die ein komplexes Geflecht im Besitz der CIA gewesen ist. Und da viele Banken und Versicherungen zu den Kunden von Infoguard gehören, liegt die Vermutung nahe.

Doch der Beweis, dass die CIA mit manipulierten Geräten tatsächlich Schweizer Firmen ausspioniert hat, konnte bislang nicht erbracht werden. Was also ist an diesem Gerücht dran? Haben Schweizer KMU oder vielleicht sogar Grossbanken manipulierte Geräte von Infoguard erworben?"

Die HR-Verbindungen alleine insinuieren "nur" dass die CIA ihre Finger im Spiel hat, der Beweis stand bislang aus. Wir haben eine andere Recherche-Methode angewandt: anstelle von "Follow the money" haben wir folgendes getan: "Follow the technology". Anhand von Indizien haben wir versucht herauszufinden WAS Infoguard überhaupt verkaufte und fanden heraus, dass diese neuen SE 660-Geräte manipulierte Geräte der Infoguard tatsächlich geschwächte Verschlüsselungsalgorithmen enthielten. Diese wurden an die Schweizer Privatwirtschaft verkauft (und auch an Deutschland, Schweden etc.).

Insofern würde ich sagen: JA wir haben einen Scoop:)

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Mea culpa :) danke für die ausführliche Antwort! Umso mehr freue ich mich darauf, den Artikel ganz zu lesen.

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Es wäre schön, wenn die ganzen Verschwörungsmystiker ihre Energie auf solche konkret belegten Geheimabsprachen richten würden statt sich mit irgendwelchen Räubergeschichten aufzuhalten. Die Republik offeriert mit dieser Recherche Anschauungsunterricht, wie man eine behauptete Verschwörung fundiert belegt.

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Adrienne Fichter
Redakteurin @ Republik
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Vielen Dank für diesen Kommentar, der mich persönlich sehr freut. Man sollte sich mit möglichst viel Skepsis an diese "Verschwörungsmythen" herantasten, denke ich. Immer stets zweifelnd, denn behauptet wird schnell und viel. Wir haben daher bis zum finalen Beweis nicht an eine Beeinflussung durch die CIA und BND geglaubt bzw bewahrten diese Skepsis bis zum Schluss, auch wenn es natürlich "auf der Hand" lag anhand der Fakten rund um die Entstehungsgeschichte der Infoguard. Doch die Machenschaften dieser Ära (1988-1992) wird selbst von der heutigen Infoguard nicht bestritten.

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D. G.
Skeptiker
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Vor dem fundierten Beleg war dies doch auch nur eine Theorie, oder etwa nicht?

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Ja schon. Sowohl "Corona ist eine milde Grippe" und "Der NDB ist von der CIA beinflusst" sind erst einmal reine Behauptungen, vielleicht ausgelöst durch einzelne tatsächliche Beobachtungen.

Wenn sie aber implizieren wollen, dass man die gängigen Verschwörungsgeschichten generell auf eine Stufe mit dieser Recherche stellen kann, muss ich heftig widersprechen. Die Recherche listet minutiös, stichhaltig und überprüfbar ihre Argumente auf. Eine gängige Verschwörungsgeschichte, die mit dieser Sorgfalt und Fähigkeit zur Selbstkritik untermauert worden ist, möchte ich gerne sehen.

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(durch User zurückgezogen)
Adrienne Fichter
Redakteurin @ Republik
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Oh wow, kann mich der Kollege bitte kontaktieren? Meinen Schlüssel gibt es hier: https://www.republik.ch/~adriennefichter Merci!

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D. G.
Skeptiker
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Nach erfolgreichem Kontaktaufbau sollte dann vielleicht dieser Thread ausgeblendet werden.

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D. G.
Skeptiker
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Sehr spannende Artikel, der von gestern und der heute. Danke an dieser Stelle für die Recherche! Was ich mich nach der Lektüre frage ist, wie solche Missstände in Zukunft verhindert verweden können, präventiv. Schauen die Behörden Firmen wie Crypto und Infoguard auf die Finger? Werden entsprechende Produkte auditiert? Wer schaut den inländischen Geheimdiensten auf die Finger?
Und eine weitere wichtige Frage: Welche Konsequenzen haben die Enthüllungen für das Verhältnis zwischen der Schweiz und den USA? Werden wir hier Stärke beweisen oder ist mit einem starken Händedruck alles wieder vergessen?

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Der Beitrag nennt die Lösung. CIA und BND befürchten dass mit Open Source Methoden verschlüsselt werden könnte. Verschlüsseln sie mit OpenSource Methoden. Wenn das alle Firmen, Staaten und Private konsequent tun würden.......

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D. G.
Skeptiker
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Danke für die Antwort. Ja, das ist eine Lösung. Aber ist das eine, welche in unserer Gesellschaft skaliert? Ich bin gelernter Informatiker und kann mir eine solche Umgebung wohl einrichten. Das kann aber längst nicht jede/r. Was ist mit all den Leuten, denen das technische Know-How fehlt? Von diesen Lösungen nichts wissen? Und wie umgehen mit dem Fakt, dass es einen Grossteil der Menschen schlicht nicht kümmert, was mit ihren Daten passiert? Es gibt zum Glück Bestrebungen in Richtung eines Toolings, welche den Einsatz von Verschlüsselung vereinfachen. Aber eben.

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D. G.
Skeptiker
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Hat jemand Antworten auf meine Fragen? Frau Fichter vielleicht?

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P. W.
Leser, 72 Jahre alt!
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Unglaublich, was Sie da zutage fördern. Was mir als naiver Leser allerdings schleierhaft bleibt: was war der Inhalt der ausspionierten Daten? Was war für wen und warum der Nutzen? Können Sie mir dazu ein paar Stichworte liefern, damit meine Fantasie Schub bekommt? Vielen Dank?

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Adrienne Fichter
Redakteurin @ Republik
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Vielen Dank, Herr W.! So wie es der ehemalige technische Direktor der Infoguard formulierte und auch bei Minerva belegt ist, sind vor allem "Sprachverschlüsselungen" betroffen. Also Funkgeräte, Kryptophone die benutzt worden sind für heikle Businessgespräche. Oder bei Vorbereitungen für Produktlaunchs etc. Zum Beispiel könnten CIA und BND so gerade bei Schweizer Ablegern aus dem Iran Wirtschaftsspionage betreiben. Oder auch bei Finanzdienstleistern in der Schweiz. Damit werden Geschäftsgeheimnisse entlarvt, oder auch möglicherweise Mitarbeitende kompromittiert. Wir wissen: an die Schweizer KMU wurden die entsprechenden Produkte verkauft. Doch was ist mit den anderen?

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