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Beiträge zu «Fritzsches Fall»



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Die verschiedenen Details, die von den Beteiligten widersprüchlich dargestellt und kontrovers interpretiert werden, kann ich nicht beurteilen. Gefühlsmässig und auf Grund meiner Erfahrungen, wie hierzulande Asylsuchende und besonders auch abgewiesene Asylsuchende behandelt werden, deren grundlegenden Menschenrechte immer wieder missachtet werden, denke ich aber, dass Markus Fritsche mit seinen Beobachtungen viel näher an der Realität ist. Als Berufskollege kann ich mich in seine belastende Situation und in seine Ohnmacht einer Bürokratie gegenüber, die ihren angeschlagenen Ruf mit allen Mitteln verteidigen will, sehr einfühlen. Er und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben meine volle Unterstützung.
Ein anderer Punkt beschäftigt mich: der PR mässig professionell gestaltete Internet-Auftritt der ORS-Gruppe darf nicht darüber hinweg täuschen, dass auch hier staatliche Aufgaben und staatliche Verantwortung an Gewinn orientierte Unternehmen ausgelagert wurden mit all den bekannten und zum Teil katastrophalen Konsequenzen. Die unselige Kita-Geschichte lässt grüssen.
Ich würde ein fundierte Recherche der „Republik“ über diese Asylbetreuungs-Organisationen sehr begrüssen.

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unbedingt!

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"Die Sicherheits­direktion, der das Sozialamt unterstellt ist, verweigert jegliche Auskunft – nicht nur zu Fritzsche, sondern auch zu allgemeinen Fragen, etwa nach der aktuellen Zahl der Covid-Fälle in Asyl­unterkünften und wie viele Tests gemacht wurden." Mario Fehr übertreibt es mit seinem Politmarketing. Einerseits Vorverurteilung der Klägergemeinschaft und Eigenlob anlässlich von Medienkonferenzen, andrerseits Schweigen, wenn es ernst wird. Seine ganze Asylpolitik nach Law and Order-Prinzipien richtet sich an seine bürgerliche Wählerschaft. Beste Wahlresultate sind das Resultat, wie lange er von seiner SP-Stammwählerschaft noch getragen wird, ist die grosse Frage. Ich werde dich nicht mehr wählen Mario.

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"Die Sicherheitsdirektion verweigert jede Auskunft.." eine ungeheurliche Feststellung, wenn ich das lese fühle ich mich in einem totalitären Staat. Eigenlob, Politmarketing - das kennen wir doch. Übel wird es mir, wenn ich weiss, dass dieses Verhalten nicht aus einer rechten oder rechtsbürgerlichen Ecke kommt, sondern aus dem Departement von Mario Fehr, SP. Ein Hohn, seine Parteizugehörigkeit!

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Ich schliesse mich Dir an. Nützt zwar nix, da Mario F. seine Zeit im RR und in der SP bei den nächsten Wahlen abgesessen haben wird und sicherlich ein anständiges Ruhegehalt beziehen kann.

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Ich habe Herrn Fritzsche als kompetenten und umsichtigen Arzt kennengelernt, weil ich mal einen anerkannten Flüchtling in seine Praxis begleitet habe. Zudem: Wenn ich so unter Druck geraten würde, hätte ich auch Mühe, Details in einem Interview wieder richtig zusammenzubringen. Geht sicher auch anderen so?

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In den Asylzentren im Kanton Zürich läuft schon lange einiges schief. Da ist diese Schilderung nur noch das i-Pünkchen. Weshalb Mario bei der SP ist, kann wohl nur er wissen.

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Anonym
· editiert

Weil er ein Opportunist ist. Er profitiert davon Mitglied in einer grossen Partei zu sein. Und gibt genügend Cüplisozialisten, die auf seiner Linie sind.

Um die auszusortieren hilft die "Fehr-Frage":
Vor den letzten Kantonsratswahlen in Zürich habe ich die SPler, welche mich jeweils vor dem Migros in meinem Quartier belagert haben, gefragt wie sie zu Fehr stehen. Wenn ich eine Fehr positive oder eine diplomatische Antwort bekam, habe ich die Person nicht gewählt.
Wenn jemand aus der SP bei Fehr nicht klar Stellung gegen ihn beziehen kann, ist er oder sie schlicht zu schlecht informiert oder zu wenig integer, zu wenig der Sache verpflichtet. Das heisst: solche Leute sind für mich unwählbar.
Zumeist habe ich jedoch schlicht eine andere Partei gewählt.

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Wenn hier schon der sehr unschöne Begriff des Nestbeschmutzers verwendet wird, wage ich die Frage, resp. Vermutung: Vielleicht gibts ja auch in der SP Nestbeschmutzerinnen?!!??
Mir persönlich tun solche Macht- und Pestige-Ränkeleien einzelner SP-Exponent
innen weh, da es immer noch die Partei ist, der ich am ehesten sehr nahe stehe. Ihr Slogan „für alle statt für wenige“ müsste m.E. schon der kleinste gemeinsame Nenner derer sein, die der Partei angehören. Das ist, denke ich, nicht (mehr) gegeben. Schade.

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T. S.
Mitdenker
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Alle Beteiligten werden als komplexe Personen mit Widersprüchen beschrieben, dadurch gerate ich weniger in Versuchung, Partei zu ergreifen. Warum bloss fragt man sich seit Jahren immer mal wieder, ob Mario Fehr die Partei verfehlt habe...?

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... und wie lange will sich die sp zh diesen mario fehr noch antun und sich auf ein solches scheinheiliges bürgerliches politisieren runterziehen lassen?

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Anonym
· editiert

Mit Verlaub gibt es viele bürgerliche Politikerinnen, die es nicht nötig hätten Asylsuchende so sehr zu schikanieren! Und die kritikfähig sind und nicht Leute entlassen, weil ihr Ego angekratzt ist.
Es gibt sehr viele anständige Bürgerliche.

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Ich wünsche Dr. Fritzsche viel Erfolg und den diversen involvierten Behörden, dass die Gerichte ihnen den „Tarif durchgeben“.

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R. H.
Berner Leser
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Die Personalien und die Methoden der Selbstvermarktung gewisser Beteiligter sind gewiss keine Zürcher Spezialität, interessieren mich als Berner aber weniger als die Unverfrorenheit, mit der hier ein unbequemer und kritischer Fachmann nach langen & treuen Diensten abgestraft wird, wobei "Loyalität" und "Vertrauenswürdigkeit" von der Chefetage anscheinend einmal mehr mit stummer Unterwerfung und blindem Gehorsam gleichgesetzt werden. Aus der Distanz stellt sich mir die Lage so dar, dass einige Damen und Herren sich aus der Verantwortung stehlen und gleichzeitig einen Dissidenten kaltstellen wollen. Das passt nicht zu meinem Verständnis der Schweiz als eines liberalen Rechtstaates. Von der Fragwürdigkeit der schweizerischen Asylpraxis, wie sie am Adliswiler Beispiel deutlich wird, gar nicht erst zu reden...
Hut ab vor Doktor Fritzsche und seiner Zivilcourage, und seien wir auf der Hut vor den "Verantwortlichen", die in dieser tristen Seldwylerei bislang keine gute Figur abgegeben haben.

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B. G.
Köchin
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dann tun sie jetzt: wehren sie sich für die aufgelistetenen Ungerechtigkeiten; dies können sie, jederzeit, die Betrachtung, was da so passiert reicht nicht mehr.

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Schlicht und einfach: Es kann ihm allenfalls Illoyalität gegenüber seinem Arbeitgeber vorgeworfen werden. Aber für einen Entzug der Praxisbewilligung (was nicht die weitere Betreuung der Asylsuchenden meint, sondern die Berufszulassung als praktizierender Arzt) müssten Verstösse gegen medizinische Berufsstandards vorliegen, und davon ist ja offensichtlich nicht die Rede.

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D. T.
· editiert

Illoyalität? Ich denke Sie verwechseln Loyalität gegebüber einer Sache oder Organisation mit blindem Gehorsam zu ihrem Führer.
Vielleicht war er Illoyal zu Fehr, aber er steht ja nicht über dem Zweck.
Es gibt einen Punkt an dem wahre Loyalität gegenüber einem Land, einer Organisationen oder einem Ziel nicht mehr nur das blinde Ausführen von allerlei unsinnigen Befehlen umfasst, sondern den Einsatz von allen vertretbaren und moralisch richtigen Massnahmen für den grösseren Zweck über dem auch die Führer einer Organisation nicht stehen dürfen. Sie haben sich zwar mit ihrem Werdegang und ihrer Erfahrung oder Wahl ihren Posten und mit der Zeit eine Loyalität verdient, sind desshalb aber nicht unfehlbar und wenn sie Fehler machen, gar die Ziele ad Absurdum führen, so ist es die Pflicht eines guten Untergebenen, darauf hinzuweisen und sollte er fortwährend ignoriert werden, als letztes auch Schritte zu unternehmen den grösseren Zweck zu verteidigen.

Wahre Loyalität zu einer Sache zeichnet sich von mir aus gerade dadurch aus, welche Opfer man bereit ist zu bringen um der Sache zu dienen an die man glaubt.

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Ich danke Ihnen für diese Klarstellung. Ihre Definition von Loyalität (und ihren Grenzen) teile ich gänzlich.

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Gute Recherche! Nur den Titel würde ich ändern: "Wie lange bleibt Mario Fehr für die SP noch tragbar?"

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Verena Goanna •in :)) Rothen
fotografie, texte, webpubl&lektorin
·

Oder: Ist die Schweiz noch ein Rechtsstaat?

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Eine Frage, die mich schon länger umtreibt. Wer die Wahrheit sagt, läuft Gefahr getötet zu werden. Und weil man sich in der Schweiz die Hände nicht gerne schmutzig macht, erfolgt der Mord gesellschaftlich und beruflich. Fast so effizient. Die Antwort auf die berechtigte Frage wäre dann wohl: manchmal. Aber wollen und müssen wir uns mit manchmal zufrieden geben?

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Thomas Eckloff
Kann ein kleiner Teufel sein.
·

Den einzigen Rechtsstaat den ich kenne ist Kuba, aber auch da hält die Gier nach Geld schon einzug. Traurig aber wahr und diese Menschen waren zwar Arm, aber Glücklich.

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Uiuiui, es scheint eine neue Mode zu sein, dass die Menschen die Kritisch sind und sich auch dazu äussern, einfach von den Mächtigen in die Ecke der Verrückten gedrängt werden. So was praktisches aber auch. Ich glaube ich bin auch ein wenig verrückt....

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Thomas Eckloff
Kann ein kleiner Teufel sein.
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Willkommen im Club der Verrückten, aber ich lasse mir das Denken und Reden nicht verbieten, niemals.

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Bei den amtlich abgelehnten Tests in Asylheimen habe ich am meisten Probleme. Ich persönlich kenne das offenbar derzeit laufende politische Gerangel in Zürich zu wenig. Da müssten die einzelnen Amtspersonen selber Auskunft geben können. Für mich ist einzig massgeblich, dass jeder Mensch gleichermassen ein Recht auf Testen hat. Überhaupt wird einem in diesem Zusammenhang besonders wieder das Schicksal der vielen vernachlässigten Menschen in den schrecklichen Flüchtlings Lagern bewusst. Es geht hier um ein Menschenrecht. Diese Ignoranz des Leidens vieler Menschen ist ja bald ein kleiner Holocaust ist. Doch das Thema ist Tabu. Ist nicht offensichtlich, dass Herr Fritzsche in guter Absicht allen gleich zu helfen, an ordentlich schubladisierte Tabus geriet, wo er doch nur seine ärztliche Pflicht erfüllte. Einzig wichtig ist doch nur: wurden die gefährdeten Asylanten inzwischen getestet, lebt die Frau noch, wen könnte sie anstecken? Alles andere erinnert mich an die auch in der Schweiz bevorstehenden Wahlen. Sorry, dass man das erwähnen muss.

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Ich bin mit vielen Teilen Ihres Posts einverstanden. Aber ganz sicher nicht mit Ihrem Holocaust-Vergleich. Die inflationäre Verwendung dieses Begriffs lehne ich entschieden ab!

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Thomas Eckloff
Kann ein kleiner Teufel sein.
·

Man kann es einfach als das bezeichnen was es ist. Unrecht gegen die Menschlichkeit.

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Das Recht dient doch unter anderem dazu, die machtlosen Mitmenschen vor der Willkür der Mächtigen zu schützen. Wenn aber die Mächtigen das Recht dazu missbrauchen, auf die Machtlosen loszugehen, ist dies meines Erachtens ein Missbrauch des Rechts, der sanktioniert werden sollte.

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B. G.
Köchin
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werden sollte.. immer aus Distanz, so wie viele Beiträge: sollte, wir können uns wehren, gegen diese Ungerechtigkeiten, klar, es braucht Mut.

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Andi Gashi
Medizinstudent
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Es scheint so, als sei der modus operandi von Mario Fehr sehr einfach vorauszusehen: Es gibt genug Parallelen zwischen der Story hier und der Bierdusche.

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B. G.
Köchin
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luschtig, was immer die Bierdusche ist. Fact ist, es geschieht etwas, was wir nicht für gut finden. Da sollten wir ansetzen. Distance is always comfort zone

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Andi Gashi
Medizinstudent
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· editiert

Zum Glück hat die Republik auch einen Artikel zur Bierdusche: Majestätsbeleidigung

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B. G.
Köchin
·

ups, diese Zeilen sind zu früh losgegangen. Die Republik hat schon einige sehr eindrückliche Beiträge zur Situation in den Asylunterkünften publiziert. Es erstaunt mich nur, wie wir diese Zustände aus Distanz betrachten. Uns wundern und beschweren, für das was IST. Theorien entwickeln, wie die Handhabung korrekt und den Gesetzen entsprechend sein sollte. Dem ist es nicht. Wir haben in der Schweiz sehr restriktive Handhabungen, eine restriktive Asylpolitik, eine Welt, in Abschottung und Verweigerung, in unserer wohlhabenden Schweiz.
Da schauen wir nie genau hin; was es heisst, in einem NUK untergebracht zu sein, in einem Bunker, ohne Tageslicht. Da schauen wir nicht hin, was es heisst, als Mensch da zu sein und unter strikten Auflagen sich bewegen zu können. Es ist uns lieber, nicht hinzuschauen.
Ich danke. Anja Conzett, Adelina Gashi und vielen anderen in der Republik, die uns darauf aufmerksam machen: there is something wrong in paradise. Gerne weise ich auf : Solinetz, welcome to school und viele andere Organisationen hin, die unser humanitäres Credo weiterhin vertreten.

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Solche Verwaltungs-Behörden betiteln berechtigte Vorwürfe so gut wie immer als "haltlos". Ich wünsche Herrn Dr. Fritzsche alles Gute und weise Richter, falls ihm die Verwaltungs-Behörde die Praxisbewilligung entzieht. Für mich ist jedenfalls kein Grund ersichtlich Dr. Fritzsche die Bewilligung zu entziehen. Menschen in Asylunterkünften haben offenbar nicht die gleichen Rechte wie andere Menschen. Da gab es doch kürzlich auch einen Fall, bei welchem einer Frau in einer Asylunterkunft trotz schweren und langanhaltenden Bauchschmerzen verweigert wurde (vom dortigen Personal oder Leiter), ins Spital zu gehen. Und schliesslich kam dann in der Not eine externe Person (Cousin) um seine Cousine in der Asylunterkunft abzuholen und ins Spital zu bringen, wo sie (so viel mir noch bekannt ist) sofort operiert wurde. Auch dieses Beispiel zeigt, wie vulnerable Menschen (in Asylunterkünften und manchmal auch in Pflegeheimen) mitunter schwer benachteiligt werden.

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B. G.
Köchin
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TUN TUN, nicht nur schreiben, Zivilcourage zeigen und handeln

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So lange ich die Lebenssituation eines Schreibers oder Schreiberin nicht kenne (ob er oder sie überhaupt in der Lage ist etwas zu tun) oder auch nicht kenne, was sie oder er schon alles mit Zivilcourage getan hat, unterlasse ich Aufforderungen an andere (und auch an Sie) mit den Worten "TUN, TUN, nicht nur schreiben (...)." Auch Worte bzw. Schreiben können etwas bewegen. Abgesehen davon, gibt es noch anderes Leid, bei dem nicht hingeschaut wird. Die Welt ist manchmal ungerecht.

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D. T.
· editiert

Ich kann mich noch sehr gut erinnern bei den letzten zürcher Regierungsratswahlen als grössten Kritikpunkt gegen Fehr aus den eigenen Reihen gelesen zu haben, dass er zwar auf dem Papier der SP angehört, in mancherlei Hinsicht aber schon stark autoritäre Züge aufweise.
Wenn er eine Entscheidung getroffen habe sei diese Gesetz und wenn es jemand wage sich gegen seine Entscheidung zu wehren, sehe er das als absoluten Verrat, der im Notfall mit allen Mitteln, bewusst wurde nichts von moralisch und rechtlich korrekten Mitteln geschrieben, bestraft werden müsse.

Das Szenario kann einen mit diesem Hintergrund kaum überraschen, auch wenn ich bis heute nicht sicher war wie berechtigt diese Kritik ist...

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B. G.
Köchin
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dann wählen sie ihn nicht mehr.

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D. T.
· editiert

Ich habe ihn nicht gewählt, denn ich wohne nicht in Zürich. Ob ich es sonst getan hätte? Keine Ahnung. Mit dem Wissen von heute sicher nicht mehr, denn ob so ein angeblicher Linker mit solcher Vorgehensweise besser ist als ein Bürgerlicher ist fraglich, aber er schadet sicher gerechtfertigten linken Anliegen.

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C. F.
· editiert

Aufgrund des "Offenen Brief der Abgewiesenen", wo vor allem das Unterschrifts-Regime angeprangert wird, habe ich mich auch über die Situation in ZH informiert.

Dabei bin ich auf dieses Rechtsgutachten von 2017 gestossen. Die Zusammenfassung ist auf den letzten beiden Seiten.
https://www.djs-jds.ch/images/Gutac…regime.pdf

Gemäss diesem Gutachten ist dieses Unterschrifts-Regime Verfassungswidrig und ohne der nötigen gesetzlichen Grundlage.

Ich frage wie so etwas durchkommt? Vielleicht bin ich naiv, aber beim Staat müsste doch ein Kontrollmechanismus vorhanden sein, der Verfassungswidrige Verordnungen stoppt?

Ich bin auf alle fälle froh, dass diese 6 Abgewiesene nun wenigsten Strafanzeige erheben konnten.

Danke Republik für diesen Artikel, bleibt dran.

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Anonym
· editiert

Ja, schauen wir mal wie schnell die 6 Abgewiesenen ausgeschafft sind oder sonst im Gefängnis landen wegen rechtswidrigem Aufenthalt oder einfach mal ein bisschen in Durchsetzungshaft. Irgendetwas finden die Behörden mit solchen Kritikern in der Regel immer. Notfalls einfach ein bisschen Psychoterror, die Polizei jeden Tag vorbeischicken und von Kopf bis Fuss durchsuchen, persönliche Gegenstände konfiszieren ohne Quittung, keine Auszahlung der Nothilfe.
Ich hoffe schwer, dass die Anwälte der DJS alles genau beobachten und in ständigem Kontakt sind mit den 6. Früher machten sie genau dies oft leider nicht und die Abgewiesenen, welche sich mit Hilfe von Organisationen und Anwälten versuchten zu wehren, die wurden dann genau so kaputt gemacht - ermöglicht dadurch, dass die Anwälte sie abgesehen von einem kurzen Kontakt im Stich liessen und die Situation nicht genau beobachteten.

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Im Artikel wird die Verweigerung der Nothilfe bei fehlenden Unterschriften mit der Frage der Verfassungskonformität der Unterschriftspflicht zusammengebracht. Meiner Meinung nach sind dies 2 unabhängige Fragen:

  • ist die Pflicht zur 2mal täglichen Unterschrift=Anwesenheit Nötigung?

  • ist es rechtens, Nothilfe von einer Pflichterfüllung, allgemeiner: von überhaupt irgendwas abhängig zu machen?
    Die zweite Frage ist m. E. unabhängig davon, ob die Unterschriftspflicht rechtens ist. Und ich finde, Nothilfe und Notwehr sollte immer F. von Vorbedingungen sein.

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Thomas Eckloff
Kann ein kleiner Teufel sein.
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Mich wundert schon lange gar nichts mehr, oder machen Politiker etwas , was das Volk will?
Man Verschenkt Millarden an Firmen ohne Bedienungen, ich möchte auch von meiner Bank Geld ohne Bedienungen, geht das? Sind wir nicht alle gleich vor dem Gesetzt oder was Verstehe ich wieder nicht, ich bin nun mal nicht so Kluk, ach nee Klug war es ja. :-)

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Vielen Dank Herr Eckloff, das ist gut gesagt.

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Thomas Eckloff
Kann ein kleiner Teufel sein.
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Ein Taucher der nicht Taucht, taucht nichts. Ein Arzt der nicht richtig Behandelt...
In diesem Fall alles richtig gemacht und ich würde mir keine Sorgen machen bei einem Rechtsstreit, hat sich doch Dr. Fritzsches an diese Allgemeingültigen Gesetzte gehalten.
Und hier dazu die Faktenchecks:

https://flexikon.doccheck.com/de/Ge…%C3%B6bnis
https://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechte

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F. G.
· editiert

Eine solche Diagnose besteht ja nicht aus Gutduenken, sondern auf einem Test. Den kann man zur Sicherheit wiederholen. Das wars dann. Der Fall mit der Risikopatientin ist belegt. Fertig. Ich hoffe die Betroffenen haben ueberlebt.

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Die Befürchtung, dass Herr Fritsche die Praxisbewilligung verlieren könnte, ist natürlich völlig unbegründet, dafür gibt es nicht den geringsten Anlass.

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Arbeiten Sie bei der Gesundheits- oder der Sicherheitsdirektion, dass Sie das so genau wissen?
Oder ist für Sie einfach klar, dass Unschuldige sowieso nie etwas zu befürchten haben? Und darum auch keinen Anwalt brauchen?

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Lieber Herr/Frau/Other Anonymous
Willkommen in der Realität, wo Unschuldige verurteilt werden und ja, auch Praxisbewilligungen verlieren können. Ja, auch in der Schweiz.

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Verena Goanna •in :)) Rothen
fotografie, texte, webpubl&lektorin
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· editiert

Sind wir tatsächlich inzwischen zurück in der Zeit der Nestbeschmutzer und des Landesverrats? Niklaus Meienberg, remember? Zum Beispiel. Wo diese gnadenlos verhetzt und verleumdet wurden. Den Rest bis zu deren Selbstmord übernimmt heute dann schon gäbigerweise irgend ein shitstorm auf irgendeiner Asozial-Plattform dann noch.

Zurück in einer Zeit, wo Menschen, die das staatlich garantierte Recht - das Recht zur Äusserung der eigenen Einschätzung von Realität und realen Situationen - für ihren Beruf in Anspruch nehmen und das Grundrecht der Redefreiheit tatsächlich auch einzusetzen wagen, irgendwelche willkürlichen Wischiwaschi-Anzeigen riskieren.

Von Fehr zu schweigen. Der schadet schlicht seiner Partei. Früher gab es sowas wie das Bewusstsein, dass es in Gremien und Parteien immer auch Maulwürfe gab. - Heute gibt es viele Lügen und giftgrüne Märchen, aber kein gesundes Misstrauen mehr.

Auch nicht mehr das Wissen und das Bewusstsein, dass alles Vertrauen nie, wirklich nie vorgeschrieben werden kann, sondern verdient werden muss. Immer und in jedem Fall. Alles andere ist nicht Vertrauen, sondern (ungewisse) Hoffnung. Oder allenfalls Gebet und Glauben (wollen oder müssen, manchmal einfach schlicht, um nicht zu verzweifeln). Ohne Beweise, ohne entsprechende Erfahrung gibt es Vertrauen nicht. - Höchstens Urvertrauen, allenfalls. Weiss ich nicht. Das ist aber nochmals ganz was anderes.

In Abhängigkeitsverhältnissen - aber auch Freundschaften - müssen die Stärkeren und oder die Mächtigeren sich das Vertrauen erst verdienen. Vertrauen kann nie Geschenk sein, Vertrauen ist immer ein Ergebnis, ein Resultat, und zwar der Erfahrung.

Menschen, die Vertrauen missbrauchen (und da meine ich nicht Vertrauen, dass jemand notfalls schon den Mund halten wird), sollten nicht einfach so weitermachen können. Menschen, die Macht missbrauchen, schon gar nicht. Nicht ohne Fragen, nicht ohne Rechenschaft ablegen zu müssen. Und zwar ohne dies auf andere verschieben zu dürfen. Schon gar nicht auch noch durchkommen damit.

Auf der anderen Seite haben wir einen Menschen, der seine berufliche Verpflichtung, ja, den Schwur, den Mediziner•innen ablegen, ernst nimmt (und offenbar gegen unglaublich, nein katastrophal viele Widerstände ernst nimmt), den Eid, alles in ihrer oder seiner Macht stehende zu tun, um das Leben der ihm anvertrauten Mitmenschen, der Patient•innen zu retten, - ach ja, und was genau wird ihm jetzt angelastet, beruflich? Dass er genau das gemacht hat, was sein Beruf und das medizinische Berufsethos ihm vorschreibt? und zwingend vorschreibt!

Und wie ist das mit dem Nicht und Nicht mehr Partei ergreifen - weil diejenige oder derjenige, der ganz offensichtlich zu Unrecht angegriffen wird, ein komplexer Mensch mit Widersprüchen ist.

Heisst das, dass eine komplexe Person mit Widersprüchen per se verdächtig sein soll inzwischen; in dieser absurden, kitschig pastell, genau genommen aber neblig-verschwommen gebügelten Zeit, in der wir leben? - als ob das nicht schlicht die Umschreibung für die Gattung Mensch im Allgemeinen wäre!

Das sind wir doch alle! Ganz genau das. Komplex und widersprüchlich.

Von meinen Real Oberstufen Schülerinnen und Schülern über sämtliche Menschen, die ich im Service, beim Putzen, bei Fabrikarbeiten, in den ganzen Eso-„Seminaren“ sowieso, in Büros, Universität oder wo auch immer getroffen habe. Niemand davon war simpel, niemand einfach. Und auch niemand so einfältig und blöd, wie es heute immer wieder für ganze Gruppen recherchiert und vermutet wird.

Ich habe in meinem ganzen Leben nicht einen einzigen unkomplexen und nicht mit Widersprüchen behafteten Menschen kennengelernt; allerhöchstens solche, die das von sich glauben. Oder solche, die glauben, sich nahezu vollständig irgend einer Gruppenlinie unterordnen zu müssen oder dass sowas auf längere Zeit auch nur möglich sei - dem, was für Gruppenlinie gehalten wird, diese sind ja auch nie und never ever (da es das schlicht nicht gibt im Leben) widerspruchsfrei oder simpel | einfach.

Und mich irritiert eine solche Umschreibung grundsätzlich - sie scheint von der reingeputzten Vorstellung auszugehen, dass Menschen im Grunde alle Engel oder, genau, Erleuchtete sind oder sonstwas „Richtiges“ oder Richtigeres als andere - und jede normal menschliche Widersprüchlichkeit davon abweiche.

Als ob gute und - im juristischen Sinne - nicht schuldige Menschen widerspruchsfrei und simpel gestrickt zu sein hätten. Als ob das für irgend eine oder einen von uns Menschen in irgend einer Art und Weise möglich wäre.

Und deshalb soll nicht mehr Partei ergriffen werden für jene, die ganz offensichtlich nur Prügelknaben oder Sündenböcke für andere sind?!? Nicht mehr Partei ergreifen für Menschen, die von Machttragenden dermassen offensichtlich, als Prellböcke, ungerechtfertigte Prügel beziehen - das ist das, was einen Rechtsstaat aushöhlt. Nicht allein, aber auch. Körnchen für Körnchen. erodiert.

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Sorry, Herr Fankhauser, ich empfinde diese jahrelange Ignoranz und Abwarterei, ob sich das Problem von selber löst so.

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Liebe Frau A.
Ich versuche es noch einmal, diesmal begründet, da Sie offensichtlich nicht verstanden haben, worum es mir geht. Die inflationäre Verwendung der Holocaust-Metapher ist gefährlich, weil die Bedeutung des Holocaust relativiert wird, wenn er mit beinahe x-beliebigen Ereignissen in Verbindung gebracht wird. Revisionisten nennen die Bombardierung Dresdens im 2. Weltkrieg "Bomben-Holocaust". Rechtsextremisten nennen die Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten "Vertreibungsholocaust". Extremistische Christ*innen in den USA verwenden für Abtreibungen die Begriffe "Abortion Holocaust" oder "Embryocaust". Anhänger der Animal Liberation Front bezeichneten das massenhafte Schlachten von Tieren im Jahr 2000 als „Tier-Holocaust“. Und als aktuelles Beispiel mit Covid-Bezug:
https://ihra2020.diplo.de/ihra-de/-/2354500
Die Liste liesse sich fortsetzen. Ich gehe nicht davon aus, dass Sie sich mit einem der genannten Holocaust-Vergleiche identifizieren möchten. Deshalb lade ich Sie dazu ein, den Ihren evtl. doch noch einmal zu überdenken.
PS: Ich gehe mit Ihnen einig, dass die Schweizer Asylpolitik ein skandalöser Schandfleck ist.

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.......weil die Bedeutung des Holocaust relativiert wird, wenn er mit beinahe x-beliebigen Ereignissen in Verbindung gebracht wird. .....
das kann man so nicht sagen, Herr Fankhauser. All diese Ereignisse, die Sie aufzählen haben mit relativ schweren Menschenrechtsverstössen zu tun.
Wenn tausende Menschen fast wie Tiere in verschmutzten Lagern warten müssen, ist das nicht x-beliebig.
Herr Fritzsche betrachtet jeden Mensch als liebenswert und ist als Arzt verpflichtet zu helfen.
Das man daraus nun einen Eklat macht, weckt meine Aufmerksamkeit.
Ich wuchs in Köln nach 1945 auf. Die Zerstörung der Stadt und der Zivilbevölkerung war in der Tat bemerkenswert. Jedoch würde ich das nicht mit einem kleinen Holocaust vergleichen. Auch bin ich eine SP Frau.
Sicher ist Wirtschaft eine tragende Grundlage einer funktionierenden Gesellschaft. Auch ist es in der Tat so, dass zurzeit mit Corona die Erhaltung unseres gewohnten sozialen Alltagslebens Vorrang hat. Trotzdem wäre doch ein vernünftig geplanter Neuanfang wünschenswert, der allen Bürgern gleiche Teilnahme und Wiederherstellung ihre Status mit einem hinreichend geregelten Auskommen garantiert.
Es gibt Wirtschaftslobbies, die genau gleiche Bedingungen ihrer Interessen wie vor Corona durchsetzen möchten, auch wenn das nicht so ohne weiteres zu verantworten ist und am falschen Ort gespart werden soll.
Da muss man zwischendurch auf ganz vergessene leidende Bevölkerungsschichten hinweisen, damit unsere Verpflichtungen nicht völlig untergehen und ein einzelner betroffener Arzt, der helfen wollte, als Unruhestifter ausgeschaltet wird. Warum hat man das nötig?
Es gab doch mal ein Malta Abkommen, die Grenzen sind ja wieder zum grösseren Teil offen-Die Zeit vom Abwarten ist definitiv verstrichen.
Ich empfinde das als kleinen Holocaust. Der Holocaust ist ein einmaliges niemals entschuldbares Verbrechen. Ich trug es als ein Paket von der Kindheit bis ins Alter als mahnende Verpflichtung, etwas besser zu machen.
Dennoch kann er sich in einzelnen Untaten wiederholen.

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Tja... noch ein Grund nicht mehr SP zu wählen... solange diese Fehr weiter verteidigt gibt es keinen Grund dieser Partei eine Stimme zu geben.

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B. G.
Köchin
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I am not surprised

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B. G.
Köchin
·

zu allen Beiträgen kommt mir eine headline auf einem Lieferwagen in den Sinn:
nöd lafere, lifere; was dem Engagement unsererseits entsprechen könnte: uns zu den unsäglichen Ungerechtigkeiten nicht mehr nur in "comfort zone" zu äussern.

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