Die Republik ist nur so stark wie ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



Wir schaffen das = Prinzip Hoffnung
Wir schaffen das nicht = Prinzip Realität

3
/
29
R. O.
Verlegerin
·

Ich muss nochmals Hänggi zitieren (sinngemäss):
Auch wenn die Chancen schlecht stehen, dass wir diese Wende hinbekommen, so müssen wir doch darauf hinarbeiten. Denn nix tun führt 100%ig in die Katastrophe

28
/
1
Anonym
ichfürchte...
·

Zum Thema Rentabilität privater Solaranlagen :

Wir planen derzeit eine kleine PV Anlage auf unserem Hausdach. Das Dach ist klein, entsprechend teuer wird der Solarstrom. Denn der Grundaufwand (Arbeitszeit) ist unabhängig von der Panelfläche relativ hoch, die Panels selbst wären eher günstig. Mit 6-12 Panels (je nach Entscheid Denkmalschutz) werden wir den jährlichen Haushaltsbedarf knapp-gut decken, aber mangels Batterie vermutlich nicht mehr als 25% selber direkt verbrauchen können. Über 25 Jahre Anlage-Lebensdauer rechne ich mit jährlichen Mehrkosten für Strom von ca 200 Franken. Es "rentiert" also nicht, aber angesichts der enormen Bedeutung von Strom in unserem Haushalt wäre ich durchaus bereit, mehr zu zahlen. Strom ist zu günstig.

Ich glaube, wer etwas bessere Voraussetzungen hat (grössere/zugänglichere Dachfläche) kommt erheblich besser weg als wir. Hoffentlich können diese einfachen Zahlen andere motivieren, die eigene Wohnsituation näher anzuschauen und eine PV-Investition für unsere Klima-Zukunft zu erwägen. Vielleicht zieht auch ein Vermieter mit, wenn die Mieterschaft die Planung organisiert oder bereit ist, im Jahr 100 Franken für die Solaranlage beizusteuern?

mfg

24
/
1

Danke für interessanten Beitrag. Die Effizienz bei Wärme und Strom wird unterschätzt. Der forcierte Einsatz erneuerbarer Energie wird stark entlastet durch bessere Gebäude, bessere Büros und bessere Fabriken. Nicht nur Lampen und Wärmepumpen, alle elektrischen Geräte im Haushalts- und Dienstleistungssektor sowie die Maschinen in der Industrie können innert 20 Jahren ihren Verbrauch um mindestens einen Drittel vermindern. Und Elektroautos und Wärmepumpen sind noch weit von ihrem ökonomischen Effizienzzustand entfernt.

16
/
0

Danke Conrad Entschwendung und Effektivität ist leider auch in den Köpfen der Republik noch nicht angekommen.

4
/
6
T. F.
Senior Researcher
·

Ein schöner Artikel - tut gut, macht Mut, wir schaffen das.
Aber leider etwa gleich verkehrt wie Frau Merkels berühmte Worte von 2015.
Zum Beispiel fragt man sich, wie die Atomkraft ersetzt werden kann. Ich würde auch gerne Photovoltaik auf unserem Einfamilienhaus installieren, aber - die Graphik zeigt es - ich kann mir's nicht leisten. Ausserdem, was soll ich mit Strom, der vorwiegend tagsüber produziert wird? In explosionsgefährlichen, sehr teuren Lithiumbatterien speichern? Deren CO2-Bilanz katastrophal ist? Ich glaube an Solarenergie, sofern sie in der Wüste - oder auf Bergen - produziert wird. um Power-to-Gas zu produzieren, das anschliessend transportiert werden kann. ei Power-to-Gas beträgt die Energieeffizienz aber nur etwa 20%; d.h., man braucht sehr viel mehr Elektrizität als im Artikel angegeben.

Wir haben das Problem mit den fossilen Brennstoffen seit 50 Jahren erkannt, und nichts unternommen, weil Öl so billig war. Nun steht uns nichts anderes zur Ablösung zur Verfügung, als das, was es vor 50 Jahren auch schon gab: Atomkraftwerke, Leichtwasserreaktoren alter Technologie. Die Thorium-Salzreaktoren sind ein schöner Zukunftstraum, wie Kernfusion und autonom fahrende Autos.

Um die Energiewende zu schaffen braucht es folgendes:
a) Sofort das Geschwätz von «Erneuerbarer Energie» einstellen. Die gibt es nicht; der Begriff schürt aber falsche Vorstellungen. Richtiger wäre: CO2-freie Energie.
b) Die alten Atomkraftwerke sofort erneuern, halt mit dem, was wir haben. Darüber hinaus in die Forschung investieren, um mittels Brutreaktoren und Thoriumbrennstoffen neue, skalierbare Lösungen bereitzustellen.
c) Photovoltaik dort einsetzen, wo es Sinn macht: bei Power-to-Gas

6
/
35

Quatsch.

  1. Die Energie der Sonne erneuert sich also nicht jeden Tag? Oder warum postulieren Sie es gäbe die Erneuerbaren nicht?

  2. Ich habe lieber ab und zu eine brennende Li-Ion Batterie als ab und zu ein schmelzendes Kernkraftwerk. Sie können gerne nach Fukushima ziehen wenn Sie das anders sehen. Dort fährt jetzt nämlich niemand (mehr) Tesla.

  3. Sie führen aus was für eine Verschwendung Power2Gas ist um noch im gleichen Post Solar auf P2G beschränken zu wollen. Für welche Lobby sind Sie genau Senior Researcher?

11
/
3
T. F.
Senior Researcher
·

Schämen Sie sich nicht, zu suggerieren, ich sei «Senior Researcher» für eine Lobby? Halten Sie das für einen anständigen Diskussionsstil?

Und, nein, die Energie der Sonne erneuert sich nicht jeden Tag, sondern die Sonne verbrennt Wasserstoff mittels Kernfusion. Nach dem ersten Hauptsatz der Thermodynamik kann es auch sonst nirgendwo «Erneuerbare Energie » geben.

Dass Power-to-Gas einen Wirkungsgrad von gegenwärtig etwa 20% hat, ist leider so, kann sich aber mit der Zeit ändern. Weil Photovoltaik billig ist, kann man trotzdem schlechte Wirkungsgrade verkraften und fossile Treibstoffe ersetzen. Aber zur Stromerzeugung im eigenen Heim eignet sich die Photovoltaik mangels geeigneten CO2-freien Batterien nur sehr bedingt. Auf dem Dach einer stromintensiven Produktionsstätte macht sie viel mehr Sinn, und dort findet man sie auch. Ohne EIV. Und stellt man mit Photovoltaik und Power-to-Gas den Wasserstoff her, um ihn anschliessend in Brennstoffzellen zur Stromerzeugung oder als Treibstoff zu nutzen, wird die Sache interessant.

3
/
6

Sie können sich ein bisschen entspannen, zusammen mit physikalischen Speichern wie energyvault.com wird Strom aus Wind- und Photovoltaikanlagen unschlagbar günstig. Und zwar an den meisten Standorten.

7
/
0
D. W.
Studi
·

Saubere Abrundung und Fazit der Reihe, vielen Dank!

12
/
1

Wird diese Dringlichkeit auch in der Bevölkerung wahrgenommen? Gemäss dem gfs-Sorgenbarometer nicht einmal bei SP-Wählern:

In den Jahren 2000 bis 2018 kam bei SP-Wählern der Umweltschutz erst an neunter Stelle, weit nach anderen Sorgen wie jenen um Arbeitslosigkeit oder Altersvorsorge.

Würde mich interessieren, wie es 2019 steht. Und spezifisch bezüglich Energiewende.

9
/
0

Liest man ihren verlinkten Artikel genau, dann beantwortet sich die Frage von selbst:

Gemäss der neusten Umfrage allerdings bezeichnen SP-Wähler den Klimawandel als das drängendste Problem – anders als etwa FDP-Wähler.

Übrigens sind selbst grüne Wähler offenbar nicht bis ins Knochenmark grün: Seit dem Jahr 2000 stand bei ihnen der Umweltschutz nicht an erster, sondern an zweiter Stelle – hinter der Arbeitslosigkeit.

Eine Sorge, die angesichts des steilen Anstiegs der Arbeitslosenquote seit den 90ern und dem Platzen der Immobilien-, Dotcom- und Finanzblase zumindest nachvollziehbar ist (vgl. Grafik 1 hier).

Aufgrund dieser Schwerpunktsetzungen gibt es letztlich auch zwei Parteien. Betrachtet man jedoch das Abstimmungsverhalten der jeweiligen Parlamentarier*innen, dann ist Rot-Grün ein Block.

Gilets jaunes u. a. zeigen jedoch, dass nur eine sozialverträgliche Energiewende Erfolg verspricht. Weshalb es auch die Kooperation dieser zwei Parteien braucht.

10
/
1

Das Gilets jaunes Problem zeigt nur, dass man es verpasst hat eine Energie-Lenkungsabagbe mit Rückerstattung pro Kopf ein zu führen. Den Beweis, dass auch nur eine einzige Partei den Wege eine Energie-Lenkungsabgabe mit Rückerstattungpro Kopf beschreiten will, ist immer noch ausstehend. Der Unterschied besteht vor allem darin, dass die einen subventionierte Atomkraftwerke und die anderen subventionierte Alternativenergie fordern. Letzlich hängen Sie alle an den Subventionstöpfen des Statates und befürworten gemeinsam die Verschwendung von Strom oder ganz allgemein von Endenergie.

5
/
1

Ich sehe es kritischer. Winterlücke wird grösser, Strombedarf steigt um 40% (BFE) bis 70% (Alpiq) Import wird nicht mehr gehen. Die BKW Suzanne Thoma sagt selber, eine Antwort über die Winterlücke ist nicht gegeben. Im allgemeinen wird vom BFE und ETH NFP70/71 der Speicherbedarf, Kosten und Realisierbarkeit gewaltig unterschätzt. Ich erlaube mir, meine Zusammenfassung hier zu posten zwecks Begründung. https://wernibechtel.wordpress.com/…atomwerni/

3
/
6

Wie gesagt ich habe die Studien für Alpiq gemacht anhand praktischer Beispiele. Wir sind auf 40% weniger gekommen. Doch erklären Sie diese Fakten einem Aktionär. Das gleiche gilt für Suzanne Thoma. Alle staatlichen Energieverkäufer verbreiten dieses Märchen im Einklang mit den alternativ Stromproduzenten. Auch bei den Speichern haben sie fast recht. Leider unterschätzt man das potential der abschaltbaren Verbrauchern. Auchhier gilt, nicht Tatasachen bestimmen unser Zusammenleben, sondern Meinungen über Tatsachen.

10
/
1

Ich durfte vor Jahren für den damaligen CEO von Alpiq ein Strategie ausarbeiten für eine Energiewende (kein Bedarf an Grosskraftwerken, Senkung des fossilen Energiebedarfs um 90%), die nicht zum Stromblackout führt. Unsere Strategie sollte nicht auf theoretischen Berechnungen beruhen, sondern auf Fakten ganz konkret umgesetzter Projekte.
Mein Gegenspieler bei Alpiq war der heutge Chef des Bundesamtes für Energie.
Was Alpiq am wenigsten gefreut hat, dass wir zeigten, dass der Strombedarf um mindestens 40% gesenkt werden kann. Dies auch unter der Annahme, dass sämtliche Oel- und Gasheizungen auf Wärmepumpen umgestellt werden und der gsammte Verkehr elektrifiziert wird.
Enscheiden für die volle Ausnützung dieses Potentials ist die Einführung einer Energielenkungs-Abgabe mit Rückerstatung pro Kopf.
Das grösste Problem stellt die Deckung des Winterstrombedarfs und die Sichrstellung der Redundanz zu den bestehenden Wind- und Solarkraftwerken in Europa dar.
In der Schweiz sehen ich gar keinen Bedarf für Photovoltaik. Da diese nur in Konkurrenz stehen mit den bestehenden und bleibenden Sommerstromproduktionsüberschüssen der Wasserkraft.
Auch für Windkraftwerke besteht kein Bedarf. Dieser Strom lässt sich günstiger als Ökostrom importieren, teilweise sogar zu negativ Preisen.
Um das Winterspitzenproblem und die Redundanzproblem zur Windkraft und Fotovoltaik zu lösen, sehen wir als effektivsten Ansatz das gezielte Ausschalten von Stromverbrauchern. Leider ging diese Möglichkeiten im dem von mir kritisierten Artikel ganz vergessen. Ganz allgemein wird das Potential der Energieentschwendung fast ausgeblendet. Ich spreche von Effektivität und nicht von Effizienz. Enbenso spreche ich nicht von sparen sondern bewust von entschwenden.
Als nächst günstige Lösung sehen wir den Einsatz von dezentralen Schwungradstromspeichern. Diese sind effektiver als Batteriespeicher oder Power to Gas. Diese werden gegenüber, Pumpspeicherkraftwerken diskriminiert, da sie die gesammten Stromkosten und nicht nur die Energiekosten bezahlen müssen, wie die Pumpspeicherkraftwerke oder Power to Gas Projekte. Diese Problem wurde z.B. von Swisspower erkannt, nicht aber vom Autor dieses Artikels.
Die wirtschaftlichste Lösung für die Winterstromspitzen, ist der Einstz von dezentralen Diesel-Wärmekraftkopplungen. Diese benötigen noch etwa 10% des heute genutzten Treib- und Brennstoffe. Will man dies auch noch ersetzen, braucht es eine Ausbau der Biomassekraftwerke und da vor allem Holzkraftwerke. Um diesen zum Durchbruch zu verhelfen, muss die heute ausgeschriebene Regelenergie von 1 auf 4 GW erhöht werden und eine Energie-Lenkungsabagbe eingeführt werden.
Wie gesagt meine Strategie beruht auf umgesetzten Projekten und nicht auf gelesenen Studien. Ich kann den Lesern nur empfehlen eher in Infosperber Hanspeter Guggenbühl zu lesen. Seine Artikel sind gemäss meinem Kenntnisstand wesentlich kompetenter, als alles was ich bisher in der Republik gelesen habe. Wie heisst es doch so schön: Nicht Tatsachen bestimmen unser Zusammenleben, sondern Meinungen über Tatsachen.

13
/
6

Kann man die Studie irgendwo lesen? Insbesondere interessiert mich welche (gross-)Verbraucher man bei Bedarf abschalten kann.

0
/
1

Es war keine Studie sondern ein Strategie bzw. sogar ein Geschäftsmodel. Zu den Abschaltbaren Verbrauchern gehören z.B.: Elektroheizungen mit Feststoffspeicher, Kunststoffproduktionsmaschinen, Chemische Industrie, Stahlindustie, Druckluft (z.B. Kläranlagen), Tiefkühler, bivalente Wärmepumpenanlagen, ganz allgenmein unnötige Beleuchtung.
Was ich noch habe ist eine ältere Präsentation für das Bundesamt für Energie und eine Präsentation für Giovanni Leonardi (ehemaliger CEO von Alpiq) damals Vorstandsmitglied von ProNatura Aargau. ProNatura Schweiz und Alpiq haben damals verboten, dies öffentlich zu machen, da es nicht Ihren Strategien entspreche.
Wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen, kann ich Ihnen die beiden Präsentationen zustellen. urs.loepfe@noblackout.eu

5
/
2
(durch User zurückgezogen)

Und jeder erhält ein Grundeinkommen von z.B. 2000 CHF. Finanziert wird das ganze zu 80% durch die grossen Verbraucher und Stromverbraucher. Diese sind mit Sicherheit nicht dijenigen, die über wenig Geld verfügen.

4
/
1

Eine Verständnisfrage: Am Schluss lese ich “Dank der Wasserkraft ist zwei Drittel des Stroms bereits heute erneuerbar”. Die Grafik zur Stromproduktion in der Schweiz zeigt aber nur vernachlässigbare Anteile von Produktion via fossile Energieträger. Wenn ich den importierten Strom der anderen Grafik zusammenzähle, muss man schon einen extrem hohen Anteil von “fossilem” Strom importierten, damit in der Schweiz nur zwei Drittel erneuerbarer Strom sind.
Was übersehe ich hier?

2
/
0

Die Aussage mit den zwei Dritteln ist so zu verstehen: Der Rest ist aktuell grösstenteils Kernenergie. Und damit nicht erneuerbar. Klärt das die Frage? Beste Grüsse

2
/
0

Danke, ja das klärt es.
Es stimmt also: Strom ist in der Schweiz schon heute fast CO2-frei. Whow!

1
/
0

Hoffen wir dass es mit mehr Grünen und einer angeblich grüneren FDP im Parlament jetzt schneller vorwärts geht als bisher.
Hier ein spannendes Konzept von Bill Gates mitfinanziert: AI Ausrichtung kleiner Spiegel um damit bis zu 1000°C zu erreichen, womit man Stahl und Zement CO2 neutral produzieren kann!
https://edition.cnn.com/2019/11/19/…index.html

9
/
4
R. O.
Verlegerin
·

Marcel Hänggi schreibt über Suffizienz, Effizienz und Substitution des fossilen Energiebedarfs und zeigt auf, dass die drei Zusammenspielen werden. Schade ist hier nur von zweien die Rede.

Zu den Panels an sonnigen Südhängen in den Bergen: genau dort sind die artenreichsten Wiesen und Weiden, lichten Wälder und schönsten Landschaften. Beginnen wir doch mal bei den Gewerbe- und neueren Landwirtschaftsbauten, die haben Dächer und Südfassaden.

4
/
3

Es gibt zahlreiche Lawinenverbauungen in den Alpen mit dem genau richtigen Winkel zur Wintersonne. Man könnte also ohne weitere Naturverbauung Panels auch in den Bergen installieren, indem man sie einfach an die Lawinenverbauung hängt. Ausserdem kann auch ein Stausee mit schwimmenden Panels doppelt genutzt werden. Wie ich schon im letzten Beitrag geschrieben habe, bestehen heute Lösungen und Ideen für Solarpanel-Installationen, die kaum noch zusätzliche Natur beanspruchen. Aber natürlich bin ich mit ihnen einverstanden, dass man zuerst die leicht zugänglichen Orte anpackt.

5
/
1

vielen Dank für das wertvolle Fazit, insbesondere auch mit den System-Zusammenhängen. Mich irritiert ein bisschen bei manchen Feedbacks das „Herumreiten“ auf ungenügenden Einspeise- und Förderbedingungen für kleine private Anliegen (die natürlich berechtigt sind). Wir sollten vielmehr systematisch in grössere Anlagen investieren und politisch dafür sorgen dass die Behörden sicherstellen, dass die Potentiale öffentlicher Bauten und Industrieanlagen systematisch erschlossen werden. Damit kann das ganze Management durch Dritte erfolgen.

5
/
1
Anonym
Zeitzeuge
·

Es gibt sie nicht allzu oft, die Hühnerhautmomente im Zeitgeschehen. Merkels Worte „Wir schaffen das!“ war ein solcher. Sie waren weder falsch noch deplatziert. Nur hat sich die Politik in die falsche Richtung entwickelt und Europa hat die grosse Chance verpasst, seine Grundwerte zu leben und sich weiter zu entwickeln. Ich hoffe, es ist nicht zu spät und wir werden von der Geschichte dafür nicht bestraft!

5
/
1

Private PV auf dem Dach bestraft leider auch stromsparsame Familien: die Amortisationszeit verlängert sich aufgrund tiefem Eigenverbrauch je nachdem weit über die 15 Jahre hinaus. Uns wurde vom Solaranlagenbauer deshalb empfohlen, einen Pool zu bauen, um mehr Strom zu verbrauchen! Wie schräg ist das denn? Sinkende Einspeisetarife helfen auch nicht: mit zunehmendem Ausbau steigen die jetzt schon bestehenden sommerlichen Stromüberschüsse und sinkt der Strompreis damit gegen Null. So kannibalisiert sich PV leider selber. Was der regionale Versorgen in 10 Jahren wohl noch für Einspeisung vergütet? Ev gar nichts. Sommers weiss dann keiner wohin mit all dem PV-Strom (Batterien? Nein danke, weit von ökologisch. Power-to-X? Weit von wirtschaftlich), sodass Anlagenabschalten nötig sein wird gem. R. Nordmann, wenn sogar ein Mehrfaches der effektiv benötigten Leistung installiert werden muss, um über den Winter zu kommen (Energieeffizienz ade!). Und winters gibt PV hier im Unterland auch in Zukunft kaum was her, dann, wenn ich den Strom für die WP wirklich bräuchte.

Was mir zudem nicht klar ist: Ich meine, im Winter hätte es jeweils einiges an Schnee auf beispielsweise Engadiner Dächern und Berghängen. Wie sollen die PV- Anlagen so laufen? Oder müssen dann die Hausbesitzer täglich aufs Dach fegen gehen? Berge räumen? Oder rechnet man bis 2050 nicht mehr mit Schnee in den Bergen? Und überhaupt, welcher Engadiner Eigenheimbesitzer räumt freiwillig das edle Steindach zugunsten von PV? Und ob ein mit PV ausgekleidetes Engadin noch so viele Touristen anzöge? Wie stellt Hr. Nordmann sich das vor?
Mein Wille ist gross, aber die Realität... die Kosten... Nach der Energieberatung wussten wir jedenfalls, dass wir eine PV-Anlage nicht amortisieren werden, da wir das kaum erleben.

6
/
3

Bezüglich dem Schnee ist die Antwort im Artikel in einem einzelnen Wort versteckt: «vertikale» aka senkrechte Solarpanels (ZHAW Medienmitteilung mit Bildern).

Installiert man an diesen Standorten vertikale Solarpanels, lässt sich die winterliche Stromlücke etwa halbieren – auf einer im Vergleich zur urbanen Solarstrom­produktion deutlich kleineren Fläche. Allerdings sind solche Anlagen noch nicht erprobt und wären eher teuer.

3
/
1

Danke für ihre Information aus der Realität.
Das auch in der Republik Meinungen als Tatsachen verkauft werden, erachte ich gelinde gesagt als sehr enttäuschend.
Ich kann Ihnen nur empfehlen eine Wärmepunpe ein zu bauen. Dann ersetzen sie zumindest Oel oder Gas durch ihren selbst produzierten Strom.
Zudem gibt es noch die Möglichkeit eine modernen Tiefkühler möglichst bei Sonnenschein zu betreiben. Das funktioniert besonders gut, wenn Sie in den Tiefkühler Gefrierelemente legen.
Haben Sie eine etwas grösser Photovoltaik Anlage werden selbst dann die Überschüsse im Sommer zu gross sein.

Letzlich kann ich sie nur auffordern politisch Druck zu machen, dass der Strommarkt geöffnet wird mit stündlich variablen Strompreisen . Was dann möglich wird können Sie sich ansehen bei https://www.awattar.de/.
Wie Sie sehen gehen die Strompreis sogar unter Null. Davon profitieren in der Schweiz bisher nur die stattlichen Konzerne.
Ja und dann gibt es noch die Möglichkeit Infosperber zu lesen anstatt die Republik und nicht auf jedem Anhänger der Energieverschwendungslobby zu hören.

3
/
3
(durch User zurückgezogen)
Rolf Müller
Intellektueller Landarbeiter
·

Mir fehlt in diesem Szenario die weitere Strom-Vernetzung in Europa und um das Mittelmeer herum.
Wirklich interessant wird die Solarenergie-Nutzung doch erst dort, wo die Sonne am stärksten schein, verbunden mit einem trockenen Wüsten, oder Halbwüsten-Klima!
Hier ist aber nicht die Photovoltaik gefragt, sondern Solarthermische Grosskraftwerke!
Dass das Projekt "desertec" gestoppt wurde, war für mich eine riesige Enttäuschung.
Natürlich ist die Übertragung des anfallenden Solarstromes aus den arabischen Ländern am Mittelmeer über grosse Distanzen bis nach Europa nicht leicht zu schaffen.
Ausserdem ist die politische Lage in diesen Ländern sehr instabil bis gefährlich.
Trotzdem sollte "desertec" doch zu schaffen sein und würde überdies noch viele Arbeitsplätze in der Region schaffen! Die Solarthermischen Grosskraftwerke könnten auch die Arabischen Länder selber und weite Teile Afrikas mit erneuerbarer Energie beliefern!
Wasserstoff und "grünes Erdgas" könnten in gewaltigen Mengen hergestellt, komprimiert und verschifft, oder in Gas-Pipelines weiter transportiert werden!
Da Wasserstoff gespeicherter Strom ist, ist er ein zentraler Baustein in der Energie-Wende!
Bestehende Gas-Netze sollten also nicht stillgelegt, sondern im Gegenteil ausgebaut und erneuerbar genutzt werden!
Jedes Haus kann mit einer Brennstoffzellenheizung im Winter selber Strom UND Wärme produzieren, was erstens die Netze entlastet und zweitens das Problem mit dem "Winter-Solarloch" lösen hilft.
Anfangs werden solche Brennstoffzellen-Heizungen noch mit konventionellem und das Klima anheizendem Erdgas betrieben werden. Aber dieser "Gas-Mix" wird immer mehr Biogas, "grünes Gas" und Wasserstoff enthalten, bis der Anteil an Erdgas Null sein wird.
Damit wird das Gas-Netz eine ähnliche Entwicklung erfahren, wie das Strom-Netz, das immer weniger "Dreck-Strom" aus Kohle- und Gas-Kraftwerken und immer weniger Atomstrom enthalten wird.
In der ganzen Energie-Wende ergänzen sich das Strom-Netz und das Gas-Netz in idealer Weise.

4
/
2
U. R.
Pensionierter El. Ing.
·

Warum wird die Speichermöglichkeit Power to Gas nicht erwähnt?

2
/
0

Im Abschnitt zum "System" wird das kurz erwähnt. Ausführlicher sprechen wir im Teil 3 der Serie darübrer: https://www.republik.ch/2019/11/01/…-wind-weht

0
/
0
seit 2018

Republik AG
Sihlhallenstrasse 1
8004 Zürich
Schweiz

kontakt@republik.ch
Medieninformationen

Der Republik Code ist Open Source