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Einer Regierung, welche zu Beginn einer Pandemie kommuniziert Masken helfen nicht, Kinder seien kein Treiber der Pandemie und Aerosole erst sehr spät benennen, zu glauben, dass sie mir ehrlich sagen würden wie die Nebenwirkungen aussehen... naja, das fiel mir schwer. Ich vertraue nach diesen 2 Jahren weniger, lese selber die Papers und hab mich anfangs 2021 impfen lassen.
Aber, ein Beispiel: Vergessen ging zu dieser Zeit Frauen darauf hinzuweisen, dass Zyklusverschiebungen ausgelöst werden können, was zu ungeplanten teilweise ungewollten Schwangerschaften geführt hat. Das ist einfach problematisch, wenn man die Leute zum Impfen aufruft ohne sie adäquat zu informieren!
Das die Leute den Empfehlungen der Regierung nicht nachkommen hat nicht nur mit wissenschaftlich erforschten Kommunikationsstrategien zu tun, sondern mit Vertrauen und das haben sie sich grossartig verspielt, so wie ich das empfinde.

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Ich bin selber eine Frau. So gemein es sich jetzt vielleicht anhört: aber eine Frau (oder ein Paar), welches als einzige Verhütungsmethode nach dem Kalender verhütet und davon ausgeht, dass der Zyklus immer gleich lang dauert, wird früher oder später ungewollt schwanger. Jeder Zyklus schwankt zwischendurch, da können ganz verschiedene Ursachen mit hineinspielen. Auch eine Impfung. Nun aber auch noch dem Bundesrat für ungewollte Schwangerschaften die Schuld zu geben ist weit hergeholt. Da wurde einfach naiv und ungenügend verhütet. Punkt.

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Ich gebe Ihnen absolut recht zum Thema Verhütung! Aber, trotzdem finde ich dass gute Kommunikation und Aufklärung Vertrauen schafft und extrem wichtig ist und da bleibe ich bei meiner Kritik. Es geht mir nicht darum dem Bundesrat die Schuld zu geben für die Schwangerschaften. Wohl aber für die schlechte Kommunikation!

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Gönnerin
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STGB Art. 231

Verbreiten menschlicher Krankheiten

  1. Wer vorsätzlich eine gefährliche übertragbare menschliche Krankheit verbreitet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe nicht unter 30 Tagessätzen bestraft.1

Hat der Täter aus gemeiner Gesinnung gehandelt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren.

  1. Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

Frage: handelt es sich bei Covid-19 um eine Krankheit im oben definierten Sinn?
Oder ist man sich nicht einmal in dieser Frage einig und drum das Lavieren?

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Mathematiker
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Ich bin auch nicht Jurist. -- Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Richterin Covid-19 nicht als übertragbar und gefährlich beurteilen würde, in Anbetracht der schweren Verläufe und Todesfälle. Und zum Vorsatz: das Strafrecht kennt den sog. Eventualvorsatz; das ist die vorsätzliche Inkaufnahme möglicher Folgen. (Für mich das Musterbeispiel ist jemand, der nachts mit 130 km/h durch ein unübersichtliches Dorf fährt und dabei jemand zu Tode fährt; vorsätzliche Tötung.) Ich empfinde das Verhalten mancher Massnahmen-Verweigerer*innen durchaus als eventualvorsätzlich.
Edit: "vorsätzlich" heisst aber nicht unbedingt "aus gemeiner Gesinnung", wie es aktuell in StGB Art. 231 heisst.

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Müsste dann nicht ein Geimpfter der in eine Gegend mit erhöhtem Risiko reist und sich dann nach der Heimreise ohne Test unters Volk mischt, diesen Sachverhalt auch erfüllen?
Viel mehr als ein Ungeimpfter der sich für jeden Anlass auf eigene Kosten testet um niemanden zu gefährden?
Ich finde es befremdlich, mit welcher Lust auf Impfskeptiker eingedroschen wird, die alle Auflagen klaglos erfüllen. Die lauten Freiheitstrychler sind doch nur eine winzige Minderheit, welche auch im Normalbetrieb keine Gelegenheit auslässt sich daneben zu benehmen. Dann halt mit primitiven rassistischen Äusserungen über Flüchtlinge, Arbeitsmigranten, Linke und Grüne.

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Beobachter
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Ich freue mich schon jetzt, wenn sich die CH-Justiz in die sog. Pandemie einmischen muss. Solange die Impfstoffe in der Schweiz von Swissmedic «befristet zugelassen» sind, sehe ich keine Gründe für eine Anzeige. Gemäss WHO-Regeln müssen die Stoffe drei Teststufen (III) bestehen, um rechtmässig von allen Staaten zugelassen werden zu können, die Schweiz ist auf Stufe I.

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Gönnerin
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Mir ist allen Ernstes nicht klar, ob in der Schweiz bezüglich Gefährlichkeit von Covid-19 Meinungsfreiheit / Meinungsvielfalt herrscht. Die offizielle, die regierende Schweiz müsste sich doch diesbezüglich einig sein, wenn schon Massnahmen getroffen und Gelder gesprochen werden. Wie kommt so eine Einigkeit zu stande? Jeder darf seine Meinung sagen? Bilden wir in diesem Sinne eine Insel und versuchen, anders als der Rest der Welt, einen eigenen Weg zu gehen? Der sogenannte Pragmatismus: ist er Wunschdenken? Feigheit? Inkonsequenz? Kann mir irgendjemand sagen, ob es eine offizielle schweizerische Meinung zur Gefährlichkeit von Covid-19 gibt? Diese Fragen entstehen aus Begegnungen im Alltag. Viele Menschen wissen nicht, was gilt. Man kann es so oder so sehen. Sogar, ob Covid-19 existiert. Und unsere Regierung? Zu welchen gehört sie? Man kann es so oder so sehen? Eine Bedrohung, keine Bedrohung?

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Kein Anwalt. Aber, meines Wissens bedingt "Vorsatz" ein Bewusstsein für die Tat und deren Folgen, heisst, man könnte jemanden tatsächlich strafen, der nach positivem Testresultat durch das nächste Altersheim geht und Leute anhustet, aber nicht denjenigen, der dies unwissentlich verbreitet.

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Gönnerin
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Aber nochmals die Frage: gilt Covid 19 in der Schweiz als gefährliche Krankheit im Sinne des STGB, ja oder nein? Weiss das irgendjemand?

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Witzig. Genau so eine Frage war letztes Jahr Teil der Klausur Strafrecht I. Hier mal die Erkenntnisse:

  1. Sie können durchaus glaubhaft argumentieren, dass Covid-19 eine schwere übertragbare Krankheit ist. Menschen sterben daran. Selbst die Jungen, wenn auch nicht viele. Und selbst wenn sie nicht sterben, ist das Risiko von Langzeitfolgen wie der Verlust des Geruchssinns, Long-Covid etc. gar nicht so gering.

  2. Ihr Fall wird aber spätestens an der natürlichen Kausalität scheitern. Gerade bei einer durch Tröpfchen und Aerosole übertragbaren Krankheit ist es praktisch unmöglich nachzuweisen, dass ausgerechnet A. den B. angesteckt hat, und nicht irgend jemand anderes. Bei der objektiven Zurechnung haben Sie immer etwas Spiel, aber beim Feststellen der natürlichen Kausalität gibt es eigentlich keinen Platz fürs Raten. Wenn Sie also nicht sicher sagen können, dass das Opfer vom Täter angesteckt wurde, müssen Sie zugunsten des Täters annehmen, dass es nicht so war.

Ich schätze, das ist auch der Grund, weshalb nicht jeden Winter tusende Leute verklagt werden, die finden, sie müssen mit Grippe zur Arbeit gehen.

  1. Der Versuch ist hier grundsätzlich strafbar, dann bräuchten Sie aber Eventualvorsatz. Ich glaube nicht, dass man den ganzen Schwurblern vorwerfen kann, dass sie wirklich wollen, oder zumindest billigend in Kauf nehmen, dass sie jemanden anstecken. Das müsste schon eine echt abartige Situation sein. So kommen wir also auch nicht weiter.

Hoffe, das hilft. Falls es jemand besser weiss, freue ich mich auch über Korrekturen.

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In der Arte-Dokumentation zur "rasanten Entwicklung des Biontech-Impfstoffs gegen Covid-19" wird euphorisch gezeigt, wie ein Team von Gentherapie-Spezialisten (in der Krebsforschung) in ein paar Wochen ein Medikament erfindet. Sie tun natürlich das, wovon sie etwas verstehen: Sie kreieren eine mRNA-Gentherapie gegen Covid-19. Darf man das erst nach dem siebenten Booster so nennen? Seit Beginn der Pandemie werden von den Leitmedien Fakten verdreht und Impfrisiken unter den Tisch gekehrt, Fachleute verunglimpft und kritische Geister als Schwurbler bezeichnet. Das schafft Vertrauen, sowohl in die Regierung wie in die Medien als auch in die Impfung. Dagegen nützt weder die Impfwoche noch ein bundesrätliches Marketing-Geschwurbel. Der geleakte Vertrag zwischen Pfizer und der Dominikanischen Republik ist öffentlich einsehbar. Oskar Lafontaine wörtlich: Die Politiker, die solche Verträge abschließen, sind die wahren Covidioten.

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Molekularbiologe PhD, Unternehmer
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Viren sind Genmanipulatoren: Sie schleusen ihr Erbgut in die infizierte Körperzelle ein, und programmieren die Zelle, neue Viruspartikel zu produzieren.
Eine Impfung ist nicht im eigentlichen Sinne eine Gentherapie, aber sie funktioniert oft ähnlich wie das Virus selbst, ausser dass bei der Impfung keine krankmachenden Viren gebildet werden, sondern inaktive Viren oder nur Virusbruchstücke, gegen die das Immunsystem dann Abwehrmechanismen einleitet. Stehen diese Abwehrmechanismen einmal, können zukünftige Infektionsversuche des Virus besser abgewehrt werden.
Auf diesem Prinzip funktionieren nicht erst die neueren mRNA Impfstoffe, sondern auch schon die althergebrachten. Neu an den mRNA Impfstoffen ist eigentlich nur, dass man den Impfstoff auf das eigentliche RNA-Erbgut des Virus reduziert hat, statt noch weitere Viruskomponenten, oder ganze Viren zu verwenden.

Der geleakte Vertrag zwischen Pfizer und der Dominikanischen Republik ist öffentlich einsehbar.

Schön. Können Sie uns mit dem Link beglücken?

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Neu an der Gentech-Impfung ist auch, dass der menschliche Körper von der Impfung einen Bauplan für das hochgelobte Spike-Protein erhält, welches er nachbaut. Sofern es vom Immunsystem nicht zerstört wird, kursiert es danach im Blut und kann irgendwann in irgend einem Organ eine Thrombose verursachen, oder es überwindet die Blut-Hirnschranke und verursacht die Hirnvenenthrombosen. Aber welcher Geimpfte will denn schon wissen, ob sein Körper alle Spike-Proteine zerstört hat? Ich habe noch nie von einer derartigen Untersuchung gehört, welche eigentlich in eine Versuchsreihe gehört. Aber nein, wir testen ja nicht, wir impfen! Hier übrigens der Link zum Vertrag: https://www.keionline.org/misc-docs…an2021.pdf

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ich hätte nicht erwartet, dass sich auch die Republik undifferenziert in die Impfjubelei sämtlicher anderen Medien, eingeschlossen denen in Deutschland, einreit. Gibt es wirklich nur diese eine Seite von der dieses Thema beleuchtet werden kann? Ich habe diese Zeitung abboniert, weil ich mir eine neutrale Berichterstattung vorgestellt hatte. Umfassend informativ. Dem ist anscheinend nicht so.

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Chefredaktion
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Hallo Frau H., vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich verstehe nicht ganz, was Sie mit "Impfjubelei" meinen. Der Beitrag ist eine Analyse der staatlichen Defizite (man könnte auch hart sagen: des Versagens) in der Impfkampagne. Fundierte Kritik an den Behörden ist die primäre Pflicht von Journalismus. Beste Grüsse!

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Hallo Herr M., da haben Sie sicher recht. In dem Artikel geht es mehr um die Analyse staatlicher Defizite. Von daher war meine Reaktion auf genau diesen Artilen eigentlich fehl am Platz. Ich bemerke, dass ich als Ungeimpfte inzwischen sehr emotional reagiere, wenn es immer als die größte Selbstverständlichkeit angenommen wird, dass man sich impfen lässt, und immer nur erörtert wird, wie man die Leute doch dazu bringen kann sich impfen zu lassen, und was falsch läuft im System, wenn die Impfbereitschaft stockt. In sämtlichen Medien werden Ungeimpfte als irrational, der rechten Szene angehörig, bildungsschwach, konservativ etc. ausgewiesen. Ich kenne nur sehr bewusste, körperbewusste und gebildete Ungeimpfte. Ich habe mich noch nie in irgendeiener Beschreibung eines Ungeimpften wiedererkannt. Wie kann es dazu kommen?

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Natürlich wurde der Impfprozess dilettantisch eingefädelt und natürlich führte der Bundesrat wie ein Angsthase. Aber das sind Symptome unserer Staatskonstruktion, keine Ursachen. Wo das Volk letztlich die Unfehlbarkeit (ex Abstimmungszettel) beanspruchen darf, kann man nicht mit einem Bundesrat voller Leader rechnen, denn dafür wurde er nicht gewählt.
Angeklagt bleiben müssen die Impfgegner: Im besten Schulsystem der Welt sollte man wissen, dass Bakterien mit Antibiotika und Viren mit einer Impfung bekämpft werden, und dabei das Geschwätz von Meinungsfreiheit völlig deplaziert ist. Und dieses einfache Schulwissen hat zu wenig genützt - wie beim CO2-Gesetz. Das ist die traurige Bilanz unseres Corona-Verhaltens, und über diese muss nachgedacht werden. Wir erleben nichts anderes als ein fundamentales Versagen der demokratischen Axiome: Der mündige Bürger ist zur Fiktion verkommen -und verhält sich gerne wie im Mittelalter:Und dort wäre die Grunderfahrung mit der menschlichen Natur in Erinnerung zu rufen: Das demokratische Florenz verlor in der grossen Pest (1348-1352) von etwa 100'000 Einwohnern 40'000 Pesttote, und das ähnlich grosse Mailand, das vom Diktator Visconti reguert wurde, keinen einzigen . Demokratie kann bei Infektionswellen tödlich sein.

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Laut Wikipedia starben auch in Mailand 15% der Bevölkerung.
Die Massnahmen der Regierung waren rigoros. Türen und Fenster von betroffenen Haushalten wurden zugemauert. Ein Hardcore-Lockdown für Betroffene, welcher unweigerlich zum Tod führte.
Ein Hoch auf die Diktatur.
Sollen wir uns wirklich solch Menschenverachtende Methoden als Vorbild nehmen?

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Molekularbiologe PhD, Unternehmer
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Nein, kein Vorbild. Denn die Massnahmen kamen zu spät. Totale Abschottung in einer Situation, in welches das Virus bereits einen Grossteil der Haushalte durchseucht hat, kann ein Weitergrassieren der Seuche für längere Zeit nicht verhindern, weil dieses Weitergrassieren in den einzelnen, infizierten Haushalten stattfindet. Eine Virus Pandemie bekämpft man in der flachen Phase der Virus-Verbreitungs-Exponentialkurve. Das braucht viel weniger drastische Mittel, als wenn man wartet, bis die Kurve in die Steilphase übergeht und die Situation dramatisch wird. Aber es müssen alle mitmachen, es ist eine kollektive Aufgabe. Und die Menschen müssen einsehen, dass die Massnahmen nötig sind, auch wenn die Situation zu diesem Zeitpunkt noch nicht dramatisch ist.

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Beobachter
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Die Weltbevölkerung zu Beginn des 14. Jahrhunderts wird auf 360 bis 432 Millionen Menschen geschätzt, heute auf knappe 8 Millionen. Und: Die aktuelle sog. Pandemie ist seit Menschengedenke die Erste die weltweit verbreitet ist.

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Mathematiker
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Detail: 3 Nullen mehr, 8 Milliarden.

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Kein Impfziel: Vielleicht wurde es ein wenig spät gefasst, aber jetzt gibt es ein Impfziel. Es wird vielleicht nicht kommuniziert.
Und es ist verheerend. Denn:
Dem Ziel der Durchimpfung hat das BAG die Boosterimpfung der Risikogruppen untergeordnet. Wenn es nach dem ursprünglichen Plan von BAG und Swissmedic gegangen wäre, würden wir mit dem Booster erst Ende Jahr anfangen. Erst der Druck der Strasse und der Social Media hat den Booster beschleunigt. Und immer ist ein Mahnmal des Wahnsinns die abgewiesenen Booster-Impfwilligen im Zürcher Hauptbahnhof - abgewiesen, weil das BAG lieber ungefährdete gesunde Nichtrisikoschweizer erstimpfen wollte und nicht um ihr Leben besorgte Geimpfte aus den Risikogruppen.
Mittlerweile macht es den Anschein, dass das Impfziel zu einem Ziel an sich geworden ist. Die Zuständigen scheinen vergessen zu haben, dass das Ziel die Ueberwindung der Pandemie ist, oder ihre Linderung, und die Impfung dabei nur ein (stumpfes) Instrument unter anderen.

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Molekularbiologe PhD, Unternehmer
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Ich sehe kein Impfziel des Bundesrats ausser "mehr ist besser". Ein vernünftiges Impfziel lässt sich in einer Pandemie auch gar nicht formulieren, wenn man nicht auch Ziele bezüglich Ansteckungsrückverfolgung (Testen, Tracen und Quarantäne) und weiteren flankierenden Massnahmen formuliert. Dies zumindest, solange man keinen sterilisierenden Impfstoff hat, sprich ein Impfstoff, der die Verbreitung des Virus verhindert.
Epidemiologisch gesehen muss es darum gehen, die Reproduktionszahl des Virus nachhaltig unter 1 zu drücken, weil ein Wachstum über 1 eine Exponentialkurve bedeutet, die früher oder später in eine Steilkurve mündet, in welcher die Situation ausser Kontrolle gerät. Unsere Regierung begreift nicht (bzw. will nicht wahrhaben), dass die Impfung nur die Schwelle verschiebt, ab welcher die Infektionen wieder zu einem Ausufern der Hospitalisierungen führt, aber an der Logik der Exponentialkurve ansonsten nichts ändert.

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danke, Herr M., für diese Bestätigung zur Wirkung der Impfung!
Allerdings: In der Natur führt jedes exponentielle Wachstum zur Peakbildung, weil die Grenze der Ressource erreicht werden. So hat auch jede Coronawelle reagiert, und immer stellte man fest, dass die Peakbildung schon vor Einsetzen der Lockdowns und so einsetzte. Das war beginnende Herdenimmunitätbildung, allerdings nur in Bezug auf die beschränkte Infektiosität der aktuellen Coronavariante. Dann kam die nächste Mutation und durchbrach die erreichte Herdenimmunität.
Doch je länger die Pandemie dauert, desto mehr geht der Durchseuchungsgrad Richtung 100%, und desto näher kommt die Hoffnung auf einen Herdenimmunitätspeak, der nicht mehr durchbrochen werden kann.

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Klar gibt es eine sehr grosse Anzahl Menschen in der Schweiz, die aus dem kritischen Betrachten der aktuellen Impfungen sich noch nicht impfen liessen - und sich sehnen nach einer nicht nukleinsäurebasierten Impfung. Ich kenne sehr viele, denen Impfen nicht gleich Impfen ist. Zum wiederholten Mal: die mRNA/DNA-Vektor-Impfungen sind neuartig (hört doch auf mit den "30 Jahren", klar hat man eine lange Vorlaufzeit für die Entwicklung von Neuem - doch das betraf v.a. Krebs-Impfungen) und verändern (stimmt, nicht über die Geninformation bei mRNA) gesunde Körperzellen zu vom eingen Körper angreifbaren pathologischen Zellen, indem die Spikes in die Zellwand eingebaut werden (und natürlich viele übrig gebliebene Spikes sich anders verbreiten, wie/wo ist noch nicht ganz klar). Das ist ein fundamental anderes Prinzip als das der bekannten Impftechniken. Und die Feinheiten unseres neuropsychoimmunologischen Systems werden so nicht berücksichtig. Ich finde auch, dass das Impfen ein wichtiger Teil der Pandemiebekämpfung ist, ich bin Impffan. Aber wenn, dann muss doch eine Alternative (deren es viele gibt: Sinovac als Paradebeispiel, das sogar CH-Zertifikat anerkannt ist!) angeboten werden. Solange in der Politik die Meinung herrscht, dass Vektor-DNA (J+J) eine Alternative zu mRNA (Pfizer, Moderna) sei, solange so viel Unwissen herrscht, werden wir die Zweifler nicht zum Impfen bringen. Nicht jeder, der das kritsiche Denken nicht ausgeschaltet hat, ist ein Impfskeptiker oder gar Massnahmengegner - das sind andere Kategorien.

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Merci für Ihren Beitrag! Als Laie werde ich mich hüten, einem Arzt Medizin erklären zu wollen. 😉 Darum - gesetzt, dass sämtliche Ihrer Einwände zu den beiden Technologien korrekt sind - würden mich Ihre Gedanken zu folgender Frage interessieren:

Das würde ja auch bedeuten, dass die rationale Skepsis/Vorsicht gegenüber Moderna, Pfizer und J&J im ganzen deutschsprachigen Raum so weit verbreitet ist, dass sie die Quote signifikant drückt. Oder anderes herum: Ausserhalb des deutschsprachigen Raumes scheint es sie nicht zu geben. Wie sehen Sie das?

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Zu Herr O.: es genügt, wenn Sie neben den nicht tiefer informierenden Videos des BAG Wikipedia bemühen. Oder Sie lesen die Artikel von PD Dr. Steve Pascolo, Immunologe, massgeblich an der Entwicklung der mRNA-Technik beteiligt, jetzt am USZ tätig v.a. in dieser Erforschung und Anwendung dieser super Technik bei Krebskrankheiten. Die Basis wird von diesen Wissenschaftler:innen - die ich sehr bewundere - gelegt. Wie wir aber dann mit den Fakts umgehen - das ist eine andere Frage. Der Ablauf, den ich beschreibe stimmt sicher (u.a. von Beat Glogger, Higgs bestätigt) und ist ja wirklich überall herauslesbar. Ja, ich denke ein Teil der mangelnden Impfbereitschaft (wobei 2/3 der Bevölkerung so ohne ja auch nicht ist - das wäre vor 2 Jahren als Illusion abgetan worden) betrifft das Mehrwissen (u.a. bei Kolleg:innen von mir). Natürlich gibt es auch die Fundis, doch damit kann eine Gesellschaft umgehen. Zu Ihrer Frage Herr Fuchs: China impft ganz überwiegend (Kuba nur) mit "alten" Impfstofftechniken. Die genauen Prozentzahlen finde ich leider nirgens - doch nukleinsäurebasierte Impfungen sind in diesem riesigen Land überhaupt nicht im Vordergrund. Und wie oben geschrieben: Sinovac ist ja einer der offiziell zugelassenen Impfstoffe für das CH-Zertifikat. Das im Moment, natürlich könnte ich Ihnen - da ich das Thema unglaublich wichtig finde - noch Stunden dazu erzählen. Sehr hilfreich und professionellar als ich wären (und kein Impfskeptier!) die Beiträge von Dr. Been auf youtube. Herzlich - MSg

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Klar gibt es eine sehr grosse Anzahl Menschen in der Schweiz, die aus dem kritischen Betrachten der aktuellen Impfungen sich noch nicht impfen liessen - und sich sehnen nach einer nicht nukleinsäurebasierten Impfung.

Diese Einleitung lässt mich etwas zweifeln, ob es Ihnen nur um eine sachliche Diskussion oder um Beeinflussung durch Verunsicherung geht.
Ich würde vermute, dass bei den meisten, die Mühe mit dem Impfen haben, eine gefühlsmässige Ablehnung am Anfang steht. Danach werden mögliche rationale Begründungen dafür gesucht und bevorzugt übernommen, anderes eher ausgeblendet. Hinweise auf alternative Impfstoffe wie Sinovac empfinde ich als Ablenkungsmanöver. Der Stoff hätte ein viel grösseres Glaubwürdigkeitsproblem und ist vermutlich für das Zertifikat berücksichtigt wegen des grossen Gewichts von China.

Bei Ihren Ausführungen fehlt mir eine Abschätzung der Wahrscheinlichkeit des Auftretens von langfristigen, negativen Folgen und ein Vergleich mit den Konsequenzen, wenn nichts mehr getan würde, um die Impfquote zu erhöhen. Wir brauchen eine kurzfristige Lösung. Selbst wenn es Ihnen nur um eine fachliche Diskussion geht, müssten Sie sich bewusst sein, dass Ihre Argumente eine willkommene Unterstützung für diejenigen sind, die die Zweifelnden weiter verunsichern möchten.

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Himmeltraurig ist, dass der Bund auch für künftige Pandemien weder einen Plan hat, noch von den verantwortlichen Räten dazu aufgefordert wird, einen solchen zu entwickeln und auch die Gesetze dazu anzupassen. Das Bild vom tapferen Kämpfer in den alten Schlachten (Mythen) muss endlich revidiert werden. Wir werden schon längst von Feiglingen regiert.

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Die Schlachten waren von Kantonen organisiert, wenn man so darf. Der Bund ist ein Schoenwetterkonstrukt.

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In der Pandemie muss der Bund die Führung übernehmen, denn die Kantone sind unfähig, eine Pandemie zu bewältigen.

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Roland Messmer
Sport- & Erziehungswissenschaftler
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Ausgewogener Beitrag, der vieles aufdeckt, aber einen – wahrscheinlich ebenso wichtigen – Aspekt auslässt... Hier spielen Narrative, Habitus oder kollektive Mentalitäten wohl ebenso eine Rolle. Ich frage mich schon länger, was z.B. die Portugies:innen von den Schweizer:innen unterscheidet. Ist es die Erfahrung einer Diktatur, ist es die Erfahrung von einer massiven Wirtschaftskrise...? In Portugal wurde wohl ein kollektiver Habitus aufgebaut, der es einfacher macht, sich impfen zu lassen. Während wir uns in der Schweiz, etwas wohlstandsverwahrlost um "individuelle" Rechte streiten.

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Felix Benesch
Fiktionalist
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Auf Spiegel Online wird das Phänomen aktuell auch verhandelt, allerdings etwas weiter gefasst: Nicht nur in der Schweiz, in allen deutschsprachigen Ländern im Zentrum Europas, also auch in Deutschland und Österreich, sind die Impfquoten ähnlich niedrig. Der Autor führt das auf den Einfluss der Lehren von Rudolf Steiner zurück. Nirgendwo sonst auf der Welt ist der Glaube an Selbstheilkräfte, Homöopathie und andere Naturheilmethoden verbunden mit einer teils irrationalen fundamentalen Skepsis gegenüber moderner Medizin und Pharma stärker als bei uns und unseren deutschsprachigen Nachbarn. Und nirgendwo sonst gibt es mehr "alternative Bildungsangebote" wie Steiner- und Waldorf-Schulen. Über diesen Zusammenhang lässt sich streiten, aber es könnte durchaus etwas dran sein.

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Chefredaktion
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Danke für diese Bemerkung. Die Vermutung liegt nahe, aber ihr fehlt die Evidenz. Laut Umfragen (Comparis) gibt es weniger Impfskeptiker und mehr Impfwissen als vor Covid-19. (Deshalb hat der Spiegel auch einen Essay dazu publiziert und keine Recherche.)

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Gönnerin
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· editiert

Eine bedrückende Auflistung (vielen Dank für die Recherche!) und sicher Grundlage für spätere Aufarbeitung der Krisenbewältigungskompetenzen. Der Gedanke drängt sich auf ob wir so etwas wie eine Generalin brauchen würden, die hinsteht, sagt: so ist die allgemeine Bedrohungslage, das und das ist zu tun, und das soll bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht werden? Könnte der Bundesrat nicht Martullo-Blocher ernennen, sie hat ja schon früh erkannt, dass Corona gefährlich ist, sie hat Führungserfahrung, ist durchsetzungsfähig und hat wohl auch analytische Kompetenzen? Die Zielvorgabe: die Schweiz, Wirtschaft und Menschen mit möglichst wenig Schäden durch die Krise zu bringen.

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ist wohl ironisch gemeint, hoffe ich?

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Gönnerin
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Ironisch, naja, bin gedanklich auf der Suche nach Lösungen nach dem erhellenden Artikel. In Portugal wurde einem Ex-Admiral die Organisation der Impfung als wichtigstem Beitrag zur Pandemiebekämpfung übertragen. Seine Analyse und seine Lösung machen Eindruck. Und wenn von Sonderfall Schweiz gesprochen wird kommt bald die Erinnerung an Generäle die wir hatten. Ich hätte aber lieber eine Generalin. Und wer könnte das sein, der den Widerständigen, meist in einer bestimmten Partei beheimateten, Beine machen könnte?

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Anstatt eine Generalin würde es schon genügen, wenn das BAG endlich die Zügel in die Hände nähme und führen oder zumindest mal geschickt kommunizieren würde. Es ist unglaublich: wir befinden uns in der grössten Gesundheitskrise seit je und das federführende Bundesamt ist gefühlt inexistent.

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Musikerin & Autorin
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Und dann in "seven sinking steps" mit Volldampf auf den Eisberg zu?
Ironie off. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Leute, die nicht auf eine Wiederwahl schielen, in einer Krise besser führen können. Aber bei dieser Generalin hätte ich grosse Zweifel, ob sie sich für das Allgemeinwohl einsetzt!

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Nur weiter so , mit Volldampf weiter spalten. Gratuliere zu diesem erneuten impfkritische schweizer Bürger als "unvernünftig " diffamierenden Beitrag. Auf diese Weise und mit stur am überholten Narrativ, dass die RmnA-Impfung das beste sei was uns in dieser Pandemie passieren könne , ...so wollen Sie in einer freien direkt demokratischen Schweiz Impfkritiker überzeugen ? Oder haben Sie ein anderes Ziel ? Welches dann ? Ich glaube wir sind in der Schweiz mit unserer direkten und föderalistischen Demokratie bisher gar nicht so schlecht gefahren , und dies seit langem ... lohnt es sich nun wirklich diesen beständigen Wert dauernd anzuzweifeln und womöglich über den Haufen zu werfen , nur weil momentan irrationale Ängste beide Seiten treiben ? Noch eine Anmerkung: wie Sie unschwer erkannt haben gehöre ich zu den Skeptikern, ich bin voll Zurechnungsfähigt , Urteilsfähig , handlungsfähig . Und : ich wurde und werde nicht politisch instrumentalisiert. Wenn wir solche Sachen uns nun gegenseitig vorwerfen und uns gegenseitig "an den Kopf werfen" , dann ist für beide Seiten nichts gewonnen. Das lernt und weiss schon jedes Kindergartenkind , dass einander das "Sandschüfeli" an den Kopf werfen , kein Weg zum Frieden ist.

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Ein sehr sehr guter, differenzierter Beitrag, der praktisch alle wesentlichen Punkte berührt. Chapeau. Als Psychiaterin, die sich als “Expertin für das Irrationale” versteht, weil dies einen großen Teil meiner Arbeit mit vulnerablen Menschen, die oft jegliches Vertrauen- nicht nur in den Staat, sondern auch in fast alle sie umgebenden Personen und Strukturen- verloren haben oder gar nie entwickeln konnten, sehe und höre ich diesen “Widerstand “ oft in Form von Misstrauen Tag für Tag und Stunde für Stunde. Und für diese Menschen haben wir nichts angeboten. Irrationalität kann nicht mit rationalen Argumenten aus der Welt geschafft werden. Irrationalität wird gespiesen von unbewussten Ängsten, die verstanden und durchgearbeitet werden müssen. Daneben gibt es Menschen, die großen narzisstischen - d.h. für ihren Selbstwert positiven - Gewinn daraus ziehen- GEGEN die staatlich verordneten Massnahmen zu sein. Sie erscheinen oft als “Anführer” in den Medien. Und zu allerletzt gibt es eine Gruppe, die sich bewusst an den spaltenden Effekten des Widerstandes aufbaut und diese für die eigene Macht ausnutzt. Und von den Ängsten der ersten Gruppe profitiert. Dass den Impfenden und Geimpften immer wieder “Spaltung der Gesellschaft “ vorgeworfen wird, ist psychoanalytisch gesehen eine Verkehrung ins Gegenteil…ein beliebter Abwehrmechanismus. Nicht ICH bin aggressiv, DU bist es …weil ich nur die Aggression des anderen wahrnehmen kann, meine eigene nicht. Auch ich habe kein Patentrezept, wie mit diesen verschiedenen Gruppen von Impfskeptikern bzw. Freiheitsliebenden umgegangen werden kann. Mit meiner Arbeit erreiche ich vor allem die erste Gruppe, aber nur mit sehr viel Geduld und vorsichtiger Kommunikation. Was - psychotherapeutisch gesehen - jedoch fast einer Binsenwahrheit entspricht: je klarer der Rahmen, desto besser der Erfolg! Was wiederum viele der im Artikel gemachten Aussagen bestärkt.

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Danke. Sehr interessant. Darf ich Sie um weitere Informationen bitten, um Ihren Erklärungsansatz genauer zu verstehen:
Gibt es Erhebungen über den Bevölkerungsanteil an vulnerablen Personen im Land?
Welche Ursachen dominieren, dass Menschen jegliches Vertrauen in den Staat und sie umgebende Personen und Strukturen verloren, oder nie aufgebaut, haben?
Gibt es Elemente, in welche vulnerable Personen in der Regel weiterhin Vertrauen haben?

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Guten Abend Herr Hofstetter
Vulnerable Personen sind generell Personen mit Bindungsstörungen, Menschen die zum Beispiel Fürsorge mit Kontrolle oder gar Verfolgung verwechseln…die zu niemandem oder fast niemandem Vertrauen haben, weil sie traumatisiert sind…epidemiologische Zahlen zu nennen, ist schwierig. Schizophrenie hat eine Inzidenz von 1%…was relativ viel ist…mein Spezialgebiet sind Abhängigkeitserkrankungen..unter diesen Patienten gibt es einige, die sehr schlechte Erfahrungen mit dem Staat bzw. den Behörden und sogar dem Gesundheitssystem gemacht haben und immer noch machen, weil sie stigmatisiert werden und real auch schlechter versorgt werden im Spital…manche von diesen kann ich überzeugen, weil sie Vertrauen zu mir haben, viele haben mich auch direkt zu meiner Meinung zur Impfung, zu Corona allgemein gefragt. Ich glaube auch, dass eine Impfung über die Hausärzte erfolgreicher wäre als die Impfung in anonymen Impfzentren. Stichwort ist Beziehung.

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Danke Frau A. für diese zusätzliche Analyse. Ich erlebe Ihren Satz «Daneben gibt es Menschen, die großen narzisstischen - d.h. für ihren Selbstwert positiven - Gewinn daraus ziehen- GEGEN die staatlich verordneten Massnahmen zu sein» als besonders wichtig und wahr. Wie gehen wir mit solchen Narzisten um, die sich so wichtig nehmen - und so verbreitet sind? Argumente & Fakten helfen da leider nicht.

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Vielen Dank für diesen sachlichen und eindrücklichen Artikel. Ich persönlich bin aber auch überzeugt, dass gerade unser aussergewöhnlicher Wohlstand manche Nutzniesser verwirrt. Mir scheint der Sinn für die Realität geht verloren, macht einer romantischen Erzählung von Freiheit und Widerstand platzt. Man möchte ja irgendwie trotz komfortablem Leben etwas Abenteuer und Heldenerzählungen. Wenn man also die bestmögliche Gesundheitsversorgung, den teuersten Impfstoff, ein starkes Sozialsystem einfach hat, ist dass für manche vielleicht doch zu gemütlich. Zudem haben wir, im Gegensatz zu Menschen die in echten Diktaturen oder mit realen maroden Gesundheitswesen leben, dass Glück risikolos viel Lärm um (fast) nichts veranstalten zu können. Statt sich um eine anstrengende Reflexion zu bemühen, befriedigt man in bestem Konsumverhalten, ein sehr narzisstisches Bedürfnis. Ich habe in manchen Gesprächen mit Imfgegnern oder Verschwöhrungstheoretiker dass Gefühl ich spräche mit Fakenewsjunkies und möchtegern Freiheitshelden.

So verrückt es klingen mag. Ich habe trotzdem das Virus schätzen gelernt. Es ist ein Prisma, zeigt mit dem Finger auf die Wunden, grübelt in hässlichen Abszessen, kratzt am hübsche Bilder der so aussergewöhnlichen Schweiz. Dass ist sehr anstrengend aber vielleicht schaffen wir es uns damit konstruktiv zu konfrontieren ohne lustvoll die Wunden zu lecken.

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Oder um ein Wort, das die Rechte bisher gepachtet hatte zu bemühen. Wohlstandsverwahrlosung...
Das Trautigste am Ganzen ist nur, dass sie es meist für Leute am Existenzminimum verwendet hat, für die das wohl am allerwenigsten zutreffen dürfte, während ich es für einige ihrer Anhänger schon als sehr passend empfunden habe...

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Passend dazu der Swiss-Info-Artikel «Impfskepsis ist ein Wohlstandsphänomen» von 2019, also vor Corona. Darin auch:

In Deutschland sind die Impfquoten gemäss einer UntersuchungExterner Link in reichen Regionen besonders niedrig.

Auch in den USA stammen ungeimpfte Kinder teilweise aus gutgebildeten, weissen Familien der oberen suburbanen MittelklasseExterner Link. Teilweise aber auch aus afroamerikanischen, bildungsfernen Familien aus benachteiligten Stadtvierteln – weil sie einen erschwerten Zugang zum Gesundheitswesen haben. Auch kam es schon zu Krankheitsausbrüchen in abgeschotteten Communities wie den Mormonen oder den Amish.

In der Schweiz lässt sich Ähnliches beobachten: "Wir stellen fest, dass auch gut gebildete Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen wollen", sagt Mark Witschi, Leiter Sektion Impfempfehlungen beim Bundesamt für Gesundheit. Das Nichtimpfen sei zu einem Wohlstandsphänomen geworden. Besonders in Kreisen von Esoterikern, Anhängern der Alternativmedizin und Naturromantikern ist das (teilweise) Nichtimpfen verbreitet.

Nur 1 bis 3 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind allerdings komplette Impfgegner, die militant vor der Pharma-Industrie und angeblichen ImpfschädenExterner Link warnen. "Die Impfbedenken in der Bevölkerung sind sehr vielfältig und reichen von Impfsicherheit, Sicherheit von Impfzusatzstoffen bis zu Konzepten, dass ʹnatürlicheʹ Lebensentwürfe besser sind, dass also natürlich erworbene Immunität besser sei als impf-induzierte Immunität", so der Forscher Tarr.

Die Impfquoten unterscheiden sich je nach Kanton erheblich. Das hat nicht nur mit unterschiedlichen Einstellungen bei der Bevölkerung zu tun – die konservativen Deutschschweizer sind tendenziell skeptischer als die Romands und Tessiner –, sondern auch mit dem Zugang: In Kantonen mit Schul-Impfprogrammen sind die Impfquoten höher.

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Das ist die grösste Enttäuschung meines Lebens. Ich bin aufgewaschen mit der Überzeugung dass gute Bildungsmöglichkeiten und gedeckte Grundbedürfnisse automatisch den Menschen emanzipieren. Ich wünsche mir sehr dass wir uns wieder vermehrt um unsere Mitmenschen, nahe und ferne, sorgen. Unseren Blick etwas weniger auf unseren Nabel und wieder vermehrt in die Ferne richten.

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Advocatus diaboli
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Diese im Nachhinein-Analysen sind so belanglos wie beliebig. Wäre beispielsweise die Kommunikation des Bundesamts für Gesundheit offensiver gewesen und die Impfquote unverändert tief, würden die Kommunikationswissenschaftler:innen sagen können, die Kommunikation der Schweiz wäre zu aggressiv gewesen.
Man kann das Ganze auf einen einfachen Nenner bringen: Die Mehrheit lässt sich impfen und ihre Grundrechte für eine beschränkte Zeit einschränken, um die Ausbreitung einer Pandemie zu verhindern bzw. zu beenden. Eine beachtliche Minderheit beklatscht ihre Impfweigerung als «ur-demokratisch». Was nichts anderes bedeutet: steckt euch oder andere doch, uns doch egal! Man kann es drehen und wenden wie man will: letztlich steckt dahinter eine asoziale, empathielose und egoistische Haltung. Ende der Diskussion.

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Diese "alles ganz einfach"-Analysen sind so belanglos wie beliebig. Man kann es drehen und wenden wie man will: Eine beträchtliche Mehrheit der westeuropäischen Länder hat eine signifikant höhere Impfquote. Man kann das Ganze auf einen einfachen Nenner bringen: Es muss objektive und ergründbare dafür Gründe geben, ausser man gibt sich mit der Erklärung zufrieden, dass Schweizer halt aussergewöhnlich "asoziale, empathielose und egoistische" Menschen sind. Anfang der Diskussion.

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Advocatus diaboli
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· editiert

Mir ist kein Impfgegner bekannt, der sagt, er hätte sich eigentlich gerne an Ostern impfen lassen wollen, aber dummerweise lebt er in einem Kanton, der den Impfstoff nicht vor den Feiertagen verimpfen wollte. Und danach wollte er sich auch nicht mehr impfen lassen. Oder der behauptet, das BAG habe zu zurückhaltend informiert.
Wenn schon «objektive» und «ergründbare» Gründe offeriert werden, dann bitte auch mit «handfesten» Belegen, etwa ein Vergleich wie zum Beispiel Portugal im Vergleich zur Schweiz kommuniziert hat. Oder dass es dort keine logistischen Probleme gegeben hat usw. usf. Aber das fehlt in der «Analyse» der Republik komplett. PS: Mein Kommentar hat übrigens nicht den Anspruch einer Analyse. Er ist ein Kommentar, und der darf meines Erachtens auch ganz «einfach» und apodiktisch sein.

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Märchentante*onkel
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Ich hätte noch eine originelle und witzige Idee für einen Republik-Artikel, der garantiert eine robuste und kontroverse Diskussion kreieren würde, ein eigentliches Tabuthema, das noch praktisch kein Medienerzeugnis bisher gewagt hat anzurühren. Und am besten schreibt gerade die ganze Redaktion darüber, damit sie nicht auf die blöde Idee kommen könnte, über etwas anderes zu schreiben.

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Und wann lassen Sie die Katze aus dem Sack?

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Märchentante*onkel
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Eine mexikanische Biermarke mit sechs Buchstaben

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Danke für die gelungene Analyse. Ich würde noch ergänzen: Nicht nur der Inhalt der Kommunikation war misslungen, sondern auch deren Form. Während die Impfgegner jeden Briefkasten mit ihren Zeitschriften belieferten, habe ich keine einzige persönliche Einladung (per Brief, SMS oder Anruf) zur Impfung erhalten. Gerade in der Anfangszeit musste man sich vielerorts sehr aktiv um die Impfung bemühen und selbst während der Impfwoche hiess es mehr oder weniger "informieren Sie sich über unser Angebot". Damit holt man gewisse Bevölkerungsgruppen schlicht nicht ab.

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Spannende Analyse mit vielschichtiger Diskussion. Ein paar Fragezeichen:

  1. Ziele: Kann es sein, dass wir die Wirksamkeit politischer Ziele überschätzen? Die Klimakonferenz hat gerade das 1.5 Grad Ziel verraten.

  2. Logistik. Meckern wir nicht auf hohem Niveau? Ich war von der Organisation der Impfaktion im Kanton Luzern beeindruckt. Meine Impfungen waren Minuten genau geplant und haben genauso geklappt.

  3. Kommunikation. Wann hatten wir jemals derart gut aufgearbeitete Daten über eine Pandemie in Echtzeit? Die Anleitung im Artikel, wie wir über Verschwörungstheorien informieren sollen, war informativ. Aber Taskforce und BAG haben sich Grossen und Ganzen daran gehalten.

  4. Ärzte und Macht. Gibt es Politik ohne Machtgerangel? Schliesslich geht es in der COVID Bekämpfung um sehr viel Geld. Ich hoffe, dass die Republik genau hinschaut, wer wo zuviel bezahlt und wer daran verdient. Die Kosten im Artikel waren jedenfalls interessant.

  5. Mit Impfgegner:innen eine politische Suppe kochen. Wie soll ich reagieren, wenn ein Arzt und Komplementärmediziner seiner Patientin rät, auf ihr Immunsystem zu vertrauen? Waren wir zu freundlich mit den Homöopathie Fans? Müssen wir die Spaltung der Medizin beklagen? Dass Politik spaltet, gehört leider zu ihrem Geschäft.

  6. Föderalismus. Ist es noch zeitgemäss die Schweiz auf 26 verschiedenen Wegen zu regieren? Warum folgen wir nicht dem Beispiel des Kanton Glarus, der die Anzahl Gemeinden auf 3 reduziert hat? Mit 5-7 Kantonen bewältigt die Schweiz die nächste Krise besser.

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Gerade Ihren Punkt 5 denke ich müsste vertieft behandelt werden. Es hat ja nicht nur die Schweiz mit tiefen Impfzahlen zu kämpfen sondern die ganzen deutschsprachigen Länder um uns herum und da glaube ich greifen alle Punkte ausser die 5 zu kurz. Ich denke es ist genau diese Entfernung von der Wissenschaftlichkeit und die Hinwendung zu klar Wissenschaftsfeindlichen Glaubenssysteme die die Gegner antreiben. Ich finde auch nicht, dass Sorgen die auf klaren Falschaussagen beharren ernst genommen werden müssen, respektive die müssten mit klarem Contra entkräftet werden. Wie soll mit Menschen gesprochen werden, die ja leugnen, dass es das Virus überhaupt gibt? Mehr als einmal die Auskünfte von Intensivstationsleiterinnen* zu zeigen ohne Erfolg bringt doch dann nichts mehr oder? Esoterik und Homöopathie mögen mit der Wunschwirkung (Placebo) Erfolge erzielen aber sind auch klare Einstiegsdrogen für Wissenschaftsleugnung. Wie Sie sagen denke auch ich, dass hier des Zuckerkügelchens Kern steckt. Die Spaltung von wissenschaftlich kritischem Denken und Querdenken scheint mir die Haupttriebfeder dieser Debatten zu sein. Die anderen Gründer sind für mich nur vorgeschoben um eine Aura der Ernsthaftigkeit aufrecht zu erhalten.

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Beobachter
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Die Deutschsprachlichen sind eher weiser, als Sie vermuten. Ich frage mich, ob nicht die sog. Überalterung der europäischen Bevölkerung bzw. die eher schlechten Zukunftsaussichten eine Rolle spielen? In Deutschland gibt es bereits mehr Alters- und Pflegeheime als Spitäler. Das sog. Gesundheitssystem ist bereits am Zusammenbrechen. Dazu kommt, dass nun mehr Menschen in Rente gehen als Erwerbstätige in den Arbeitsmarkt eintreten. Ich kann mir vorstellen, dass bei älteren Personen in Erwägung dieser Fakten eine Lebensmüdigkeit entsteht.
(Leider fehlen mir die Daten in der Schweiz. Weiss ein Leser mehr?)

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Reisender Rentner
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Wenn wir die Medien nicht hätten, dann wüssten wir gar nicht wie schlecht es uns geht! Die Republik sehe ich hier als Ausnahme. 2009 war ich in Chile und Bolivien und erlebte die Schweinegrippe. In Calama (200'000 Einw.) in Nordchile hatte es 2'000 Infizierte, ich erlebte keine Panik, sondern hauptsächlich Hygienehinweise. Auf Tagi-Online sagte Prof. Drosten, dass die Schweiz 30'000 Tote haben werde, dass das Inselspital nur noch absolute Notfälle aufnehmen könne, etc. - und es passierte nichts. Meine Meinung, als Corona kam, das habe ich doch schon alles 2009 gelesen. Leider erlebte ich die Informationen hauptsächlich panikmässig aufgebauscht.
Das liebe Geld. Ich glaube, dass in der Schweiz ein Antigen-Test vom Bund mit Fr. 58.- vergütet wurde/wird. Letzte Woche habe ich in Griechenland in einem Testzentrum € 4.99 bezahlt, meist kostete er in der Apotheke € 8.- bis 10.-. Ist es einfach so, dass der Preis in der "freien" Schweiz (von den Lobbyisten regiert) überproportional hoch ist, wenn die Öffentlichkeit bezahlt? Und einem Arzt will man für eine Impfung Fr. 14.50 bis Fr. 24.50 bezahlen, bei einem deutlich höheren Aufwand inkl. Beratung als bei einem Antigentest!
Persönlich achte ich auf meine Gesundheit und mache als Ü70 auch etwas dafür. Warum höre ich immer nur, dass ich Rücksicht nehmen muss, sogenannte Eigenverantwortung. Warum höre ich nie, dass wir über 25% Raucher haben, dass von diesen über 50% als Rauchertote in die Statistik eingehen und vorher unser Gesundheitssystem belasten, inkl. IPS. Dass die 40% Fettleibigen kein Problem sind, da der Schutz der Tabak-, Zucker- und anderer Konzerne wichtiger ist. Die Lobbyisten lassen grüssen. Die Zahlen haben es ja gezeigt, über 97% der mit Corona Verstorbenen hatten mindestens eine Vorerkrankung.
Schutz der Anderen ist das Wichtigste! Das hat sich auch bei der KVI gezeigt: Ja, solange es Schweizer sind, das Ausland interessiert uns nicht, solange ein paar Konzerne in der Schweiz keine Stellen abbauen und wenig Steuern bezahlen. CO2 Gesetz, Nitrat im Boden, alles keine Probleme für uns. Die Liste wäre noch lange.
Ach ja, seit bald zwei Jahren, resp. schon viel länger, wissen wir dass unser Gesundheitssystem am Abgrund steht, ohne Pflegepersonal und Spitalärzte läuft es nicht. Was ist in dieser Zeit passiert, ausser dass ein Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative aufgestellt wurde?
Es gäbe nebst den im Artikel aufgezeigten Punkte noch andere, z.B. wie glaubwürdig wird unsere Regierung wahrgenommen, im Sinne, dass sie sich um uns kümmert und nicht nur um die Lobbyisten und deren Kunden? Schon vergessen, dass BR Dr. med. Ignazio Cassis nach sorgfältiger Auswahl, welche Firma die Werte der Schweiz ideal verkörpert und geeignet ist, als Hauptsponsor den Schweizer Pavillon an der Weltausstellung in Doha zu präsentieren einen Entscheid traf: Philip Morris, der Tabakkonzern. Zum Glück wurde dieser Entscheid aufgrund des Aufschreies in den sozialen Medien gekippt.

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Hallo,
Sie sprechen unter anderem Prognosen an, die nicht eingetroffen sind:

und es passierte nichts

Das hat gute Gründe: Aufgrund der Prognosen von Wissenschaftlern haben Politikerinnen gehandelt. Die Prognosen sind dann natürlich nicht eingetroffen: Man hatte ja etwas dagegen unternommen. Damit sie nicht eintreffen. Wenn Sie mehr zum sog. Präventionsparadox lesen mögen, interessiert Sie vielleicht dieser Artikel

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Guten Tag Frau Kolly,
es tut mit leid, aber es gab Prognosen und Schreckensszenarien mit bald überfüllten Spitälern, die schlichtweg nicht eingetroffen sind. Weil es in dieser Zeit keine zusätzlichen Massnahmen gab, steht das nicht mit dem Präventionsparadox in Verbindung, sondern mit einer zu pessimistischen Ansage. Ich meine da weniger den Bundesrat und mehr die Taskforce. Da verflüchtigt sich Vertrauen. Das wäre ein weiterer Punkt zur Kommunikation.

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Ein Mitglied des Kantonalvorstandes der Thurgauer SVP hat mir erklärt, warum die SVP gegen das Covid-Gesetz ist. "Wir haben 26% Wähler und gegen 40% sind dagegen, also können wir für die kommenden Wahlen ein paar Prozente gewinnen." Es geht also nicht um die Sache, sondern nur um den Gewinn von ein paar Wählerstimmen, da ist es auch egal, wenn deswegen Menschen sterben. Die SVP geht sprichwörtlich über Leichen für ein paar Wählerstimmen. Und gelernt habe ich auch, dass selbst, wenn der Vorstand weiss, dass das Gesetz Sinn macht, er keine Parole gegen die Vorgaben der nationalen Partei beschließen darf. Das hat die SVP Thurgau einmal gemacht, dann kam Christoph Blocher persönlich und hat dem Vorstand die Kappe gewaschen.

Unsere tiefe Impfquote liegt daran, dass wir eine wählerstarke Organisation haben, der der permanente Wahlkampf wichtiger ist, als die Bekämpfung der Pandemie. Anstatt in der Not zusammen zu stehen und gemeinsam zu agieren, optimiert man lieber die individuellen Ziele. Solange sich die Schweiz nicht aus dem Würgegriff der SVP und ihrer Eigentümer (Oligarchen) befreit, wird sie in vielen Bereichen nicht vorankommen.

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Sicher ein Hauptgrund. Leider ist das Patentrezept gegen die SVP noch immer nicht gefunden. Es gibt zu viele Personen und Medien, die sich nicht getrauen, klar gegen diese Partei Stellung zu nehmen.

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Die SVP hat wie alle diese rechtspopulistischen Organisation einen grossen Schwachpunkt. Ihre politischen Entscheide richten sich konsequent gegen den grossen Teil ihrer Wähler. Sie sind nur darauf ausgerichtet ein paar wenige Personen noch reicher zu machen und ihnen mehr Macht zu geben. Dies übertüncht sie mit lautem Getöse. Genau diesen Punkt müsste man immer wieder bei jedem politischen Entscheid in Bern und den Kantonen herausarbeiten und ebenfalls laut kommunizieren. Was bedeutet dieser Entscheid für die verschiedenen Bevölkerungsschichten, wer profitiert, wer verliert. Über eine längere Zeitachse sollte dies vielen SVP-Wählern die Augen öffnen.

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Pedantische Frage zur Leit-Illustration: Wieso giesst der Herr eine Blumenvase?

Es erscheint mir seltsam, Schnittblumen zu giessen. Vielleicht einmal das Wasser austauschen, aber nachgiessen? Oder ist das einfach das erste Mal, wo überhaupt Wasser eingefüllt wird? Aber dann ist die Kanne ja so winzig ...

Ein gewöhnlicher Pflanzentopf mit Erde hätte mir mehr eingeleuchtet. Das hätte das Bild «ein zartes Pflänzchen hegen» bei mir hervorgerufen. Was sich gut auf die Impfkampagne übertragen lässt. Schnittblumen zu giessen scheint mir hingegen irgendwie schräg - aber vielleicht liegt ja genau in dieser Sinnlosigkeit die Parellele zur Impfkampagne der Schweizer Behörden :-)

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Im Topf sind nicht Blumen, sondern Spritzen. Aber ich bin nicht ganz sicher, ob das Ihre Frage auflöst. 😉

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Merci für die schnelle Antwort. Dass das Spritzen sind, ist mir klar. Aber sie stehen wohl anstelle von Blumen. Mein Krux ist: Es käme mir nicht in den Sinn, Blumen in einer Blumenvase zu giessen. Darum bin ich verwirrt ab dem Bild und hatte mich gefragt, ob ich das anders interpretieren sollte. Aber ich denke ihre Anwort beantwortet das. Vermutlich wollte ich einfach ausdrücken: Einen Topf mit Blumenerde hätte ich stimmiger gefunden als eine Blumenvase.

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Ein für mich wichtiger Aspekt der ganzen Pandemie in der Schweiz fehlt: der Herr Koch. Was dieser selbstverliebte Herr mit seinen widersprüchlichen Aktionen und pekuniären Interessen bereits an der Wurzel vergeigt hat, ist zu wenig berücksichtigt. Masken bringen nichts. Alle müssen Masken tragen. Seit damals höre ich immer wieder, dass die Zuständigen selber keine Ahnung haben. Warum ist der Herr Koch so einfach aus der Verantwortung gelassen worden? Auch im medialen Sinn?

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Ja, er hat Mist erzaehlt, welcher schon damals als solcher zu erkennen war. Er wurde in die mediale Position hingestellt und durfte fuer die Regierung sprechen. Irgendwelche Haftung faellt dann auf die Regierung zurueck. Sie haetten auch noch andere Leute Fragen koennen, wollten aber keine Diskussion. Das ist alles immer noch genau so.
Weil dann die unbedarften Zuhoerer mehrere (scheinbar) gegensaetzliche Gesichtspunkte hoeren, und sich dann eine oder die andere Seite aussuchen koennen, auch wenn's keinen Sinn macht. Genau da sind wir jetzt.

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Zur Frage, weshalb die DACH-Länder die tiefsten Impfquoten in Westeuropa aufweisen, sagte der Soziologie Oliver Nachtwey von der Uni Basel, der seit Beginn der Pandemie auch Studien zu den Corona-Protesten durchführt, kürzlich auf Deutschlandfunk:

Ein Element, was diese Länder gemeinsam hätten, sei, dass es „sehr stark föderale Länder“ seien, in denen „es eine gewisse Skepsis gegenüber dem Bund gibt“

Hinzu kämen in Deutschland auch kulturelle Elemente, zum Beispiel die Anthroposophie gerade in ehemaligen Alternativ-Milieus, wo man sehr stark auf Ganzheitlichkeit, Selbstverwirklichung geachtet habe. Das sei in Deutschland, der Schweiz, aber auch in Österreich „ein ganz wichtiger Faktor“, sagte Nachtwey. Die rechte Politisierung verstärkte das noch. „Da kommen quasi linke kulturelle Merkmale mit rechter Politisierung zusammen und das macht diese extrem toxische Mischung der Impfverweigerung gerade aus.“

Es geht also um beide Aspekte, um strukturell-politische und kulturell-historische. Oft im Wechselspiel miteinander.

Mit Blick auf Länder wie Italien, Frankreich, Portugal und Spanien sagt er:

Im Gegensatz dazu sei die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen und des Impfens in Italien, aber auch Frankreich, Portugal und Spanien deutlich höher. Das habe auch etwas damit zu tun, dass es dort in der Gesellschaft strukturell verankerte Solidaritätsbeziehungen gebe, die sich von den deutschen unterscheiden. „Zum Beispiel leben die Familien auf viel engerem Raum und auch über mehrere Generationen miteinander zusammen. Die Kinder wohnen häufig noch in einer Wohnung mit den Großeltern und das sind Solidaritäts- und auch Gefahrenbeziehungen, wo viele Leute sagen, ich lasse mich lieber impfen, als dass ich meine Großeltern jetzt in Gefahr bringe.“

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Ein weiterer Grund könnte sein, dass Frankreich, Portugal, Spanien und Italien bisher im Verhältnis zur Bevölkerung deutlich mehr Tote zu beklagen haben als die Schweiz, Deutschland und Österreich. Das könnte sich in diesem Winter allerdings ändern.

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Und jetzt finde ich noch das „Moment!“-Papierchen im Briefkasten. Zum Testen die App konsultiert (die im App-Store ganz andere Ziele zeigt als in der „Zeitung“):
In der Rubrik „Veranstaltungen/Aktionen“: Nullanzeige.
Über weite Strecken keine Namen der für die Artikel Verantwortlichen.
Eine Menge Links: Viele haben mit den Behauptungen nichts zu tun, zu deren Belegung sie aufgeführt werden. Dafür kommen Ganser, Rima und Konsorten vor.
Werbung im Stil der SVP.
WOHER DAS GELD, um die ganze Schweiz zu überziehen? (Rhetorische Frage)

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Ich frage mich, ob die SVP in diesem Beitrag sogar etwas zu kurz kommt. Ich habe nämlich das Gefühl, dass ihre Haltung, ständig gegen etwas zu sein, viele Leute im indoktriniert und sozusagen „erzogen“ hat. Ich finde, in vielen Dingen hat sie den Dialog vergiftet und erschwert, dass wir aufeinander zu gehen. Und in diesem konkreten Fall unterstelle ich ihr, dass sie völlig opportunistisch handelt und mit ihrer generellen Skepsis an den Maßnahmen einfach nur die Leute einfangen möchte, die wieder einmal gegen etwas sein wollen. Kein gemeinsames Vorankommen, sondern nur der Blick auf den eigenen Erfolg.

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Da gebe ich Ihnen recht. Da wirbt man jetzt damit gegen eine Spaltung der Gesellschaft zu sein und ich frage mich: Was hat denn die SVP die letzten Jahre gemacht wenn nicht genau das: Die Gesellschaft in allen möglichen Fragen gespalten?

Der Wahlkampf ist einfach nur ironisch. Ich hoffe die Flut an "Nein"-Plakaten ruft bei der Bevölkerung die gleiche Trotzreaktion auf, wie sie die meisten SVP Kampagnen bei mir tun.

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Es gibt noch einen weiteren Grund:
Der Bundesrat ist antagonistisch zusammengestellt.
Nach allem, was unser Ueli bisher öffentlich markiert hat, vermute ich, dass mit ihm wohl keine konzise, intensive Impfpolitik zu fahren ist („kä Luscht“).

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Auch ein Ueli kann BR-Beschlüsse nicht bestimmen, solange er nicht mindestens 3 weitere Mitglieder findet, die seine Gesinnung teilen. Und da stolpert er schon sehr schnell über seinen Parteigenossen Parmelin. So einfach ist das also sicher nicht.

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Warum wird mit dem moralischen Zeigefinger eigentlich immer nur auf die Ungeimpften gezeigt? Warum nicht auf die, die hemmungslos und egoistisch auf der ganzen Welt rumreisen und (auch) die neuesten Mutationen immer wieder mit nach Hause bringen? Ist das denn solidarisch?

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Beobachter
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Krankheiten und Seuchen haben die Menschheit seit den frühesten Tagen geplagt. Doch erst mit der deutlichen Verlagerung auf Agrargemeinschaften nahmen das Ausmaß und die Verbreitung dieser Krankheiten dramatisch zu.
Der weitverbreitete Handel schuf neue Möglichkeiten für die Interaktion zwischen Menschen und Tier, die solche Epidemien beschleunigten. Malaria, Tuberkulose, Lepra, Grippe, Pocken und andere traten erstmals in diesen frühen Jahren auf.
Je zivilisierter die Menschen wurden und möglicherweise noch werden – mit grösseren Städten, zunehmenden Handelsrouten (Globalisierung) und zunehmendem Kontakt mit verschiedenen Bevölkerungsgruppen von Menschen, Tieren und Ökosystemen –, desto wahrscheinlicher werden Pandemien auftreten.

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Danke für den erhellenden Beitrag. Gemäss https://www.covid19.admin.ch/de/vac…=A_12_PLUS weist die Schweiz eine Impfrate auf, die sich irgendwo zwischen Dänemark und Italien ansiedelt: 73.92% aller ü12Jährigen sind vollständig geimpft (Stand 16.11.21). 12+ scheint die Bevölkerungsgrösse zu sein, anhand derer auch andere Länder den Erfolg ihrer Impfkampagne kommunizieren. Eventuell kam das hier schon auf, aber weshalb beziehen Sie sich für den internationalen Vergleich auf die Gesamtbevölkerung?

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Welch glücklicher Zufall, einen Tag nach meinem gestrigen Kommentar zu Daniel Binswangers Polemik gegen den «Terror des Irrationalismus» – in dem ich nach den möglichen Gründen dieser anderen Handlungsrationalität fragte und dabei auf FT, NZZ und TA verwies – nun das listical der Republik lesen zu können.

Eine Liste, welche die gängige Erzählung der Eigenverantwortung, Freiheitsliebe und Impfskepsis vom Kopf auf die Füsse stellen will (so wie Marx' Materialismus Hegels Idealismus). Und dabei wichtige Erkenntnisse wiedergibt. Aber wiederum spiegelverkehrt einseitig erscheint, indem nun – wenn das Wort schon im Beitrag selbst negativ konnotiert gebraucht wird – die «technokratische» Erzählung, dass alleine mit besserer Kommunikation, Führung und Logistik alle Probleme gelöst wären.

Auf der einen Seite also liegt das Problem at the bottom, auf der anderen at the top. Entsprechend Letzterem müsse die Lösung top-down geschehen, von der «Obrigkeit» sozusagen, während bei Ersterem die Lösung bottom-up käme – was entweder sehr langsam ginge oder gar nicht, it's what it is, «Mia san mia», «Wir sind halt so».

Interessant ist aber, dass auch die Liste, welche diese Erzählungen im Titel nicht als Grund aufführen will, nicht ohne diese Erzählungen auskommt.

Diese Zurückhaltung bei der Covid-19-Impfung: Möglicher­weise hat sie damit zu tun, dass auch die Behörden an die Erzählung vom Schweizer glauben, der sich nichts sagen lässt. Und damit, dass sie eine laute, impfskeptische Minderheit nicht verärgern wollten.

Der Grund ist einfach wie komplex: Die Erzählung – und in diesem Sinne der Mythos – der «Eigentverantwortung», «individuellen Entscheidung» und «Freiheitsliebe» ist bis in die Struktur des Schweizerischen Systems eingeschrieben, bis in die Verfassung, Rechtsempfinden, direkte Demokratie, Föderalismus, Individualismus, Konsumkultur, Privatisierung, Konkurrenzdenken, Neoliberalismus, Kapitalismus, Erfolg der SVP.

Bottom und top sind dialektisch oder moderner kybernetisch miteinnander verkoppelt – die Lösung kann entsprechend nur sowohl bottom-up als auch top-down geschehen.

Um zu Binswangers Wendung «Terror des Irrationalismus» zurückzukommen, heisst es dagegen heute:

Einer der grössten Fehler der Impfkampagne waren vermutlich die Videos, die sich im Herbst an junge Leute richteten: Sie hätten die Zielgruppe als dumm, als irrational und als verantwortungslos hingestellt.

In der Soziologie ist es geradezu ein Allgemeinplatz, dass das, was den einen als «rational» erscheint, den anderen als «irrational» gilt – und umgekehrt. Der zentrale Begriff dazu ist «Handlungsrationalitäten», im Plural, die sich sowohl in den Köpfen als auch in die Strukturen der Basis, auf denen wir mit unseren Füssen gehen, eingeschrieben sind.

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Erst im Rückblick werden wir sehen, ob die niedrige Impfquote der Schweiz so katastrophal ist, wie viele meinen, insbesondere die Republik-Community. Entspannt Euch und geniesst das Leben! Wir alle müssen damit klar kommen, dass das Leben Kurven macht, welche wir nicht immer erahnen können.

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In zwölf Tagen findet eine Abstimmung statt. Auf deutschen Fernsehprogrammen verfolge ich Gespräche über Massnahmen, die in der aktuellen Pandemielage geeignet oder wünschenswert wären. Wie kommt es, dass ich hier zu Lande kaum Stimmen vernehmen, die sich positiv zum Covidgesetz äussern. Geben Bundesrat und Parlament die Abstimmung verloren?

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Alle Punkte lassen sich auf Punkt 6 reduzieren. Punkt 6 führt zu logistischen Problemen, Punkt 6 führt zu Kommunikationsproblemen etc.
Föderalismus ist eine Verwaltungsform, die in Schönwetterphasen super ist, jedoch in allen Krisen kläglich versagt.
Nun ist es einfach mit dem Finger auf den Föderalismus zu zeigen. Leider ist es in unserem Land nicht möglich über dieses Thema überhaupt zu diskutieren, geschweige dann diesen anzupassen. Wir werden also auch in allen zukünftigen und gegenwärtigen (Klima Bspw) Krisen immer zu den Letzten gehören.

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Danke für das sehr gute Herausarbeiten der sechs "roten Fäden". Nebst dem von Urs Fankhauser genannten weiteren Grund, nämlich dem Vertrauen in das Gesundheitswesen , gibt es m.E. noch einen zusätzlichen, ganz banalen Grund: in der reichen Schweiz, wo jedermann sozial abgesichert ist und der Kündigungsschutz perfekt funktioniert, kann man es sich schlicht und ergreifend erlauben, (auch längere Zeit) ohne finanzielle Einbussen krank zu sein. Ich kenn die Verhältnisse in Portugal und in Italien nicht, könnte mir aber vorstellen, dass dort starke ökonomische Gründe dafür sprechen, sich zweimal zu überlegen, ob man sich einen längeren Ausfall am Arbeitsplatz finanziell "leisten" kann oder nicht doch besser alles vorkehrt, um nicht krank zu werden.
Mit anderen Worten: wir befinden uns in der Schweiz in einer Situation, wo man es sich als Individuum leisten kann, mehr oder weniger gut begründete freiheitliche Prinzipien über den Schutz der eigenen Gesundheit zu stellen und ohne Furcht vor finanziellen Konsequenzen irgendwelchen Verschwörungstheorien nachleben kann.

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Das Artikel mag im grossen Ganzen stimmen aber ich bin langsam allergisch gegen reflexartige "Behörden Bashing" geworden.

Einige Einwände zu der Analyse:

Stichwort Logistik , OK es waren Schwierigkeiten am Anfang. Aber die Spitzenwoche für Impfungen war um 13 Juni mit 640 000 pro Wo., ca. ein Monat Später war es ca. 400 000 und ab 15 August dumpelt die Impfrate um 130 000 herum. Ich gehe davon aus dass die Impfleuten locker die Impfrate von 400 000 Pro Wo. hätte halten können, somit wäre von Mitte Aug. bis jetzt ca. 7 Mio. Impfdosen verabreicht worden statt die ca. 4.5 Mio Dosen die tatsächlich verimpft wurden. Logistik hin oder her - seit Mitte Juli fehlt einfach die Nachfrage.

Stichworten Mutationen oder Varianten, die fehlen ganz. Die erklären die tiefe Impfquote nicht aber die sind dafür verantwortlich das die Impfquote die erreicht wurde zu tief war und Impfquote die nötig wäre sich ständig erhöht hat. Meine Amateurhafte Milchbüchli Berechnung geht so: Die ursprüngliche R-null in "freien Wildbahn" war geschätzt um 3. Wenn 2 von diesen 3 Personen Immun gewesen wären (Impfquote 66%) würde R-null auf ca. 1 gesenkt was ein nachvollziehbares Ziel wäre. Dann kam die "Englischen" (alpha) Variante, ca. 40% ansteckender ergibt ein R-null von ca. 4.2. Das heisst wir brauchten, gemäss meiner Berechnungsart, eine Impfquote um 76%. Und dann kam "Delta" auch ca. 50% ansteckender als "alpha" somit mit einem R-null von ca. 6.3. Wieder nach meiner Berechnungsart liegt die Impfquote für ein R-null = 1 bei ca. 84%. Weil die "Vaccine Effectiveness" weniger als 100% ist brauchen wir höhere Impfquoten auch wenn diese Berechnungs Methode halbwegs stimmen würde. Dieses bewegliche Ziel führt so zu einem beweglichen "Impfziel" -was auch ein Stichwort war.

Ich bin immer noch der Meinung die Schweiz ist ein souveräner Staat, bevölkert von mündigen Bürgern die ihre Eigenverantwortung walten lassen können. Somit wenn dem Volk die Möglichkeit gegeben wird ein wünschbares Ziel zu erreichen aber das Ziel verfehlt wird, liegt die Verantwortung bei dem Volke - finde ich.

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System Engineer
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Bei uns im Dorf war es super.
Eine Arztpraxis hat zusammen mit der Gemeinde ein eigenes temporäres Impfzentrum aufgebaut.
Man konnte sich telefonisch melden und bekam dann einen Termin zugewiesen.
An einem Wochenende wurden wir dann im 15 Minuten Takt geimpft.
Ich musste nie auf einer Webseite einen Termin machen oder irgendwo hinfahren.
Soweit ich gesehen haben half sogar Servicepersonal von lokalen geschlossenen Restaurants aus.
Fand das wirklich sehr toll und vorbildlich gelöst.

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E.C.
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· editiert

Meine Hausarztpraxis war vorbildlich: Anfangs 2021 wurde den Risikopatienten sowie allen über 75 ein Imptermin angeboten. Rechtzeitig wurde die zweite Impfung gesetzt. Jeweils an speziellen Impftagen und mit perfekter Logistik. Die Boosterimpfung muss nun anderweitig besorgt werden. Grund: die Praxis hat empfindlich drauflegen müssen.

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Rudolf Weiler
Enthusiast und Feedbäcker
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Danke für diese Uebersicht. So lieben wir unsere Republik. Meines Erachtens sind die Verdummungsstrategien der SVP (>"Freyheits Treichler"), des Mediums Fernsehen und die Bärendienste, die der Algorithmus im Internet spielt, schuld an der zerfahrenen Situation.

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Was für ein toller Artikel, der mir am Montag morgen mehrere AHA-Momente beschert! Danke, ihr macht einfach eine tolle Arbeit!

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In Anbetracht all dieser Pannen und Versäumnisse ist die Impfquote ja regelrecht hoch!
Oder anders ausgedrückt; der fehlende Drittel möchte gern etwas mehr umworben und gebeten werden, während es die anderen zwei Drittel auch so geschafft haben.
Skandalös ist hier eigentlich nur die Rolle der SVP, der keine Krise zu dramatisch ist, um nicht politisches Kapital in Form von Wählerstimmen zu generieren. Ein Bundesrat im Trychlerhemd ist absolut untragbar.

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Republik Leserin und Schauerin
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Vielen Dank für diesen sehr guten, gründlichen, sachlichen, "vernünftigen" Beitrag.
Was ich auch noch sehe, ist das Verhalten der Medien: da wurde vielfach jedes erst noch kleine Aufregerli gepusht, wie wenn es ein Staatsproblem wäre. z.B. zuletzt: ein Impfdurchbruch (der dann gar keiner war, sondern eine ältere Person, die nicht geimpft war) wird als Drama und Lebensbedrohung durch (wechselweise) BR/BAG/swissmedic hochgeschrieben. Oder: statt, dass sich alle wirklich um die Ungeimpften bemühen, wird vom ersten Tag weg der Erfolg der Woche angezweifelt, gleichzeitig aber dauernd über den Booster berichtet. Es gibt ganz viele durchschnittlich vernünftige Leute, die diesem Aktionismus nicht mehr trauen und immer zurückhaltender werden.
Gerne möchte ich einmal mehr Republik loben. Ohne Ihre von allem Anfang an vorherrschende Sachlichkeit (allem voran in den ersten 14 Monaten mit dem covid-19-newsletter), wäre bald auch noch ich ins Grübeln geraten.

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Danke für diesen sehr erhellenden Beitrag. Mir stehen die Haare zu Berg.
Doch noch ein Wort zu den Hausärzten. Weiss man eigentlich, wie viele Prozent der Bevölkerung überhaupt einen Hausarzt haben? Ich denke, für viel junge Leute wird das erst zum Thema, wenn sie ein gesundheitliches Problem haben. Und finden dann womöglich keinen Hausarzt weil das Parlament in seiner unendlichen Weisheit seit Jahrzehnten den Numerus Clausus im Medizinstudium aufrecht erhält. Deshalb sind wir auf Ärzte aus dem Ausland angewiesen, die dann dort aber fehlen. Gesundheit auf Kosten von andern Ländern also. Allein schon das ist skandalös.
Zu diesen Jungen kommen noch Menschen aus andern Kulturkreisen, die dieses System überhaupt nicht kennen. Gemeinsam überlasten sie dann die Notfallstationen der Spitäler.
Meine Schlussfolgerung: Wir sollten nicht zu stark auf die Hausärzte fokussieren. Aber vielleicht liesse sich in den Notfallstationen noch einiges machen. Wenn dort allen eintretenden Ungeimpften eine Impfmöglichkeit geboten würde, wäre dies ein weiterer Mosaikstein auf dem Weg zu einem höheren Anteil an Geimpften im Land. Denn jetzt beginnt die Knochenarbeit. Und die besteht aus vielen kleinen, sich ergänzenden Massnahmen. Denn das mit der nationalen Impfwoche hat ja nicht funktioniert.

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Ich gratuliere den AutorInnen zu dieser sorgfältigen und überzeugenden Analyse, die der Komplexität des Problems gerecht wird. Alle die genannten Faktoren beeinflussen einander gegenseitig, im Guten wie im Schlechten. Einige lassen sich verbessern (wenn denn der Wille da ist): Zielsetzung, Organisation, Kommunikation. Andere, wie die schwerfällige föderalistische Struktur, werden leider weiterhin alle notwendigen Massnahmen verzögern und abschwächen.

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Ich habe mich nach dem Lesen des Artikels gefragt, ob in irgendeinem der eingangs genannten Ländern eine große Volkspartei so vehement gegen die Impfung schießt?

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Hausarzt im Unruhestand
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Einmal mehr eine glasklare Analyse mit ebensolchen Schlüssen. Vielen Dank!

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Vielen Dank für den wunderschön zusammengetragenen Artikel.

In den letzten rund 170 Jahren hat sich das System der Konsensdemokratie bewährt. Krisen wie die Ölkrise oder die Finanzkrise konnten damit gut gemeistert werden. Beide Seiten bzw. politischen Meinungen dazu waren weich und waren zu Entgegenkommen bereit.

Nun kämpft man gegen einen Virus, der keine weichen Stellen kennt und da sind Verhandlungen aussichtslos. Trotzdem versucht es die Politik seit der Aufhebung der ausserordentlichen Lage wieder mit Verhandlungen. Diese tiefe Verankerung des Konsenses in der DNS der Verwaltung und in uns selbst muss aufgebrochen werden, ansonsten werden wir die nächsten Krisen (Artensterben und Klimakrise) nicht meistern können.

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Gönnerin
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"Höchste Durchimpfungsrate der Welt. Portugal hat generalstabsmässig Krieg gegen das Coronavirus geführt" war der Blicktitel vom 3.10.21. Vielleicht könnte die Republik die Erfolge in der Bekämpfung von Corona in verschiedensten Ländern zusammenstellen, auf Nachhaltigkeit auswerten und als unabhängiger Thinktank der Oeffentlichkeit und der Politik zur Verfügung stellen? Vielleicht kämen wir so endlich weiter?

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zur Transparenz: ich bin geimpft und betrachte die verschiedensten Meinungen aus kritischer Distanz. In diesem Beitrag ein Beispiel: "...so viel hochwirksamer mRNA-Impfstoff verfügbar..." Gerade lese ich dieser Tage aber, dass die Schutzwirkung bei weitem nicht so hoch, resp. so lange ist, wie ursprünglich verkündet.
Klar, wir sind in einem permanenten Lernprozess in Bezug auf diese Pandemie, aber die Orientierung fällt manchmal wirklich schwer.

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Was grundsätzlich in der Analyse fehlt, ist die erklärungsbedürftige Tatsache, weshalb in Westeuropa gerade die deutschsprachigen Länder, also Deutschland, Österreich und die Schweiz, die niedrigsten Impfquoten aufweisen (siehe FT). Die angegebenen 6 Gründe beziehen sich ja spezifisch auf die Schweiz. Spannend wäre aber ein Vergleich dieser drei Länder. Treffen die 6 Gründe auch auf diese Länder zu? Oder gibt es spezifische Gründe? Die Schnittmenge der Gründe wären dann sozusagen die allgemeinen Gründe für die deutschsprachigen Länder. Natürlich ist das zu einfach gedacht, die Koninzidenz könnte purer Zufall sein und die Fragestellung hätte den Umfang des Artikels gesprengt, aber die Frage wäre dennoch wert, dass ihr nachgegangen wird.

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