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Anonym 2
Projektleiter AD
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Bin ich der einzige der die Zahlen von 2017 unter dem Link nicht findet und die Verdreifachung bei Abnahme der Reingewinne nicht versteht?

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Wie kann man so blöd sein, den Ast abzusägen, auf dem man sitzt - und sich darüber noch zu freuen ? Das gelingt nur Binswanger ! Immerhin: Die Medien, viele Journis und vorallem der Grossteil der tieferen Einkommen werden bei den ersten sein, die unter einem verschärften Verteilkampf in der „nicht mehr parasitären“ Schweiz zu leiden haben. Ob dann Binswanger auch noch selbstzufrieden grinsen wird ?

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Ich weiss ja nicht wie sie ihr Einkommen verdienen, aber ich arbeite jeden Tag dafür, dass etwas Konkretes entsteht. An der Vermögensverwaltung bin ich nicht beteiligt. So geht es der grossen Mehrheit der Bevölkerung hierzulande.
Hingegen bin ich ganz klar an den Nachteilen beteiligt, an den steigenden Wohnkosten, den steigenden Gebühren, den steigenden Bildungskosten und der zunehmenden Umweltbelastung.
Die sinkenden Steuersätze führen dazu, dass mehr Vermögende hier leben, mit ihrem ausufernden Lebensstil die Ressourcen übernutzen und mit ihrer permanenten Wegzugandrohung die Gesellschaft in Geiselhaft nehmen, um noch mehr Zugeständnisse abzupressen.
Das ist nicht der Ast auf dem ich sitze, das ist der Ast auf dem die Reichen sitzen. Und die sägen seit Jahrzehnten daran. Bald wird er abfallen.
Dann können wir uns wieder besser auf das Wesentliche konzentrieren.

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Ob wir Nichtreichen auch auf dem Ast sitzen, wird sich weisen. Wir werden vielleicht nicht ganz so tief fallen und aufschlagen wie die Reichen und Superreichen.

Ganz sicher aber strampeln wir Nichtreichen alle täglich iM. H.amsterrad dieses unsinnigen, destruktiven Systems der globalen Plünderungsökonomie. Und wir strampeln brav mit. Das ist das wirklich Tragische.

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Lieber Simon Reber, wie immer holen Sie wieder die alten linken Stereotypen aus der Mottenkiste. Vermögen ist schlecht, Dividende sowieso, Wettbewerb und Immobilienbesitrz auch, und Nutzen der Niederlassungsfreiheit erst recht. Also: Die Schweizer Banken beschäftigen direkt und indirekt sicher 100'000 Personen. Die Schweizer Reichen unterhalten vermutlich noch deutlich mehr Arbeitsplätze und zahlen deutlich mehr Steuern als die meisten von uns. Die Reichen, die ich kenne, leben wesentlich bescheidener als die Stadtzürcher Yuppie-Gesellschaft, steigende Gebühren verursachen Junge, die Krawalle machen, ausufernder Lebensstil und Littering-Hype ist vorallem bei den gewissensfreien Generationen X, Y und Z zu beobachten ..... Schauen Sie in die Welt um sich herum , mit beiden Augen, nicht nur mit dem altsozialistischen. Klar gibt es Ungerechtigkeit, sehr viel sogar. Und es gibt eine sehr einseitige Einkommensverteilung, und die Einseitigkeit wächst sogar. Indem wir die Leute zurückweisen, die ihr Geld bei uns versteuern, verbessern wir die Situation der Benachteiligten in keiner Weise. Hingegen verschlechtern wir die Fähigkeit der Schweiz, einen breiten Mittelstand zu haben, ein soziales Netz zu finanzieren, subventionierte Medien wie unsere Republik zu halten etc. Also hören wir auf, unseren eigenen Ast abzusägen.

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Vielen Dank, Herr Baumgartner. Sie bringen bürgerliches Denken auf den Punkt: Die Schweiz ist eine Nutte, und das soll so bleiben. Denn nur so ist es möglich, dass die HüslischweizerInnen ihren Besitzstand mit Ach und Krach halten können und die 10% Reichen und Superreichen jedes Jahr noch etwas reicher oder superreicher werden. Mit 10% Abgehängten schlafen Sie offenbar noch gut. Aber wenn weniger Monopoly-Geld flösse, müssten nach Ihrer Logik 20% oder noch mehr in die Armut gestossen werden, das macht Ihnen Kummer. In Ihrer kleinen Welt scheint es undenkbar, das Geld von dort zurück zu holen, wohin es mit zunehmender Dreistigkeit umgeleitet wird. Dass Sie Ihren Standpunkt mit solch hemdsärmliger Arroganz vertreten, lässt erahnen, für wie unhaltbar Sie Ihre Position in Wirklichkeit halten.

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Vielleicht, weil man über den Tellerrand hinaus schaut und befürchtet, dass der von morschen Stellen durchsetzte Ast, an dem wir nagen, um damit ein paar Nimmersatte zu mästen, beim nächsten Sturm mitgerissen wird und den ganzen Baum auseinander zu reissen droht?

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genau, das wollte ich auch gerade sagen - wenn der baum morsch ist, besser abspringen und ein neues bäumchen pflanzen. wird eh zeit!

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Es gibt da noch ein anderes Bild, jenes vom Pferd. Man soll es wechseln, wenn es tot ist.

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P. M.
Mitdenker
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Was mich beunruhigt an dieser Situation ist Art und Weise wie der Steuersatz definiert wird. Dem Prinzip „gleiche Regel für alle“ und „fairer Wettbewerb“ kann ich noch nachvollziehen. Steuern haben aber den Sinn die Grundlagen für einen funktionierend Staat zu finanzieren. Wer besser Haushalten kann und effizientere Lösungen findet um dies herzustellen, arbeitet im Sinne der Bevölkerung und fördert die Wertschöpfung. Warum also 21% und nicht 14 oder 10? Ziel muss es für alle sein die Steuern so tief wie möglich zu halten. Warum sollen die USA besser wissen was wir festlegen sollen als andere?

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Steuersätze in der Höhe wie sie es vorschlagen, waren am Anfang des letzten Jahrhunderts üblich. Sie reichen aus, damit ein Staat eine Armee Justiz und Polizei finanzieren kann, jedoch nicht für ein Bildungssystem das allen offensteht und ein Sozialwesen, das die Hälfte der Bevölkerung, welche kein Vermögen besitzt, vor existentiellen Krisen schützen kann.
Auch die 21% werden dafür nicht reichen, dafür müssten es eher 28% sein (nachzulesen in Pikettys Kapital im 21. Jahrhundert, unterlegt mit vielen Zahlen und Beispielen).

Das Finden von 'effizienten' Lösungen beinhaltet doch hierzulande meist, dass die Kosten auf den Mittelstand abgewälzt werden, während die Reichsten Rekordernte nach Rekordernte einfahren und im Verhältnis zu ihrem Einkommen und Vermögen immer weniger zum Gemeinwesen beitragen.

Ich finde nicht, dass das Ziel sein muss, so wenig Steuern wie möglich zu zahlen, sondern das Ziel muss sein, dass die ganze Bevölkerung so gut wie möglich leben kann, ohne ständig vom Abstieg in die Armut bedroht zu sein.

Die USA haben einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, welcher nun in die internationalen Verhandlungen einfliessen wird. Noch ist nichts festgelegt. Aber die Verweigerungshaltung der bürgerlichen Schweiz wird auch hier dazu führen, dass wir am Ende gezwungen werden etwas zu übernehmen, an dem wir nicht mitgearbeitet haben. Selber schuld, kann ich dazu nur sagen.

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Eigentlich ist es egal, wir werden's sowieso übernehmen, und mitzureden gibt es nichts. Die ganze Idee ist allerdings, dass mehr Geld nach Amerika kommt, nicht weniger. Resp, das ist es wofür die Amerikaner sich einsetzen und durchzudrücken versuchen werden. Der übliche Rest der Staaten wird nicht mitmachen, und dem restlichen Rest wird es noch weniger bringen.
Als Beispiel sei das geistige Eigentum erwaehnt. zB Patente. Dünne Fürze, in 5 Minuten erdacht, sollen demjenigen, welcher sie zuerst aufschreibt 20 Jahre lang weltweit Gewinn bringen. Durchgesetzt von den Amerikanern nach dem 2. Weltkrieg. Jetzt geht es bei den Patenten immer darum sie auch durchsetzten zu können, die Erfindungshöhe ist eigentlich immer Null, und vorgängige Art gibt es auch.

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Die USA haben einen Vorschlag auf den Tisch gelegt, der vorallem ihnen selbst nutzen soll, um die enorme Verschuldung zu unterhalten und ihre globalen Spielchen zu treiben. Die USA werden niemandem auch nur eine Brosame davon abgeben, schon gar nicht jenen, die es nötig hätten. Warum sollen wir da mitmachen ? Weil es so schön fair und sozial tönt ?

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D. B.
· editiert

Die Amerikaner haben als Staat erhöhte Ausgaben. Auf Benzin haben sie fast keine Steuern, dafür ein teures Militär und eine grossflächige Infrastruktur. Dann haben sie unselbständige Freunde welche konstante Unterstützung benötigen, resp weniger zuverlässig werden würden. Trotzdem überlassen sie es den eigenen Einwohnern selbst für ihre Sicherheit zu sorgen. Eine gute Ausbildung der Kinder wird auch den Einwohnern überlassen. Soziale Sicherheit, dh AHV und ALV gibt es nicht, und ein GesundheitssysteM. H.at's auch nicht geschafft.
Eigentlich ist egal welcher Steuersatz man bezahlt, wenn dabei etwas Adäquates geboten wird. Die Schweden sind happy mit ihren 65% Steuerlast. Dafür darf man dort, wenn die Kinder raus sind, mit 50 nochmals studieren, ohne Beschaffungsstress. Auch die Kinderbetreuung ist locker. Auch ohne den hier üblichen Beschaffungsstress.

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Den Irrsinn dieses Steuerdumpings zu stoppen ist ein erster Schritt, um der zunehmenden sozialen Ungleichheit weltweit etwas entgegenzusetzen.
Rührend, wie Bundesrat Ueli Maurer vor einigen Tagen in einem Interview meinte, dass bei einer Anhebung des Gewinnsteuersatzes den Firmen dann das Geld für Investitionen fehlen würde. Wer‘s glaubt, bezahlt nen Taler. Die TX Group ist ein Beispiel unter vielen, die aufzeigt, dass nicht reinvestiert, sondern in erster Linie gespart wird und Leute entlassen werden, damit die Gewinne der Besitzerfamilien und Grossaktionäre erhalten oder gar gesteigert werden können.

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Die TX Group bringt auch via TA den Artikel «Sie [Janet Yellen] bringt das Steuerparadies Schweiz in Gefahr». Die Schweizer*innen sollen sich also davor fürchten, dass uns der*die Erzengel Michael mit flammendem Schwert aus dem Paradies vertreibt. Ein Paradies, das ein Parasit ist.

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Das ist doch ein super Titel! Mit den Triggerworten "Sie", "Steuerparadies", "Schweiz" und "Gefahr" hat es für alle etwas dabei. Alle lesen den Artikel, ärgern sich und schreiben Kommentare. Win, win, win!
Das hat wohl weniger mit der TX Group zu tun. Dieser Titel könnte so auch im Blick oder der NZZ vorkommen.
PS: Ich habe den betreffenden Artikel nicht gelesen.

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Gestern habe ich die Reaktion von Ueli Maurer zu den Ideen von Janet Yellen gehört und war erstaunt: die Forderung nach einer globalen Mindestbesteuerung müsse jetzt diskutiert werden. Und: wenn weltweit überall die gleichen Steuern gelten würden, müsste der Schweiz daraus kein Nachteil erwachsen. Sie müsste dann einfach in anderen Bereichen - Bildung, Sicherheit, Stabilität etwas mehr bieten, als das vielleicht jetzt der Fall ist. (Quelle Srf). Neue Töne? Von unerwarteter Seite? Etwas gelernt?

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Rolf Müller
Action Anthropologist
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Das glaube ich nicht.
Der bauernschlaue Ueli weiss einfach, dass eine solche internationale Steuerharmonisierung nie kommen wird!
Also tut er so, als wäre eine solche für ihn gar kein Problem.

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Jedenfalls nicht in seiner "aktiven" Zeit :-)

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Die wirklich Interessante Frage währe, ob der Joe sein eigenes Steuerparadies (Dalaware) auch meint, oder ob es ihm nur darum geht die internationale Konkurrenz aus dem Weg zu Kegeln. Selbiges müsste man für die EU fragen (Irland)
Ich finde es grundsätzlich eine super Idee, aber die grossen werden bei sich selbst nicht aufräumen wollen.

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Einmal mehr bewahrheitet es sich, dass Fortschritt in der Schweiz immer aus dem Ausland kommt. Von Napoleon über Wiener Kongress bis Bü-Bü-Bündnerfleisch.
Muss man die Schweiz also zum Rahmenabkommen zwingen, zum Beispiel mit dem drohenden EU-Beitritt?

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Die Liste lässt sich beliebig verlängern. Zur Gleichberechtigung jüdischer Menschen zwang uns Frankreich, zur Gleichberechtigung der Frauen der Lauf der Zeit. Unsere Verfassung ist importiert, genauso wie dieUhrenindustrie.
Nur mit einer Aussage bin ich nicht einverstanden: ein EU-Beitritt ist keine Drohung, sondern eine Verheissung ;-)

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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· editiert

Wie bereits in diesem Beitrag, darf auch hier der neueste Report des «Tax Justice Network» nicht unerwähnt bleiben. Nur so als Ergänzung und um die Relationen vor Augen zu haben.

Nach diesem ergibt sich für die Steuergewinne und -verluste durch Steuerflucht folgende Rechnung für die Schweiz (pro Jahr und US-Dollar):

  • Abfluss: rund $5,7 Mia. (Unternehmen $881 Mio. + Private $4,8 Mia.)

  • Zufluss: rund $12,84 Mia. (Unternehmen $10.95 Mia. + Private $1.89 Mia.)

  • Nettogewinn: $7,16 Mia.

Weltweit (pro Jahr und US-Dollar):

  • Verschiebung von Unternehmen: $1,38 Bio.

  • Steuerverlust durch Unternehmen: $245 Mia.

  • Steuerverlust durch Privatpersonen: $182 Mia.

  • Totaler Steuerverlust: $427 Mia.

Oder 34 Mio. Jahreslöhne von Pfleger*innen.

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Rolf Müller
Action Anthropologist
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Im Prinzip befürwort und begrüsse ich die Initiative der Biden-Regierung.
Ich muss allerdings die Einschränkung machen, dass ich nur modernen, demokratischen und rechtsstaatlichen Staatswesen die diesen zustehenden Mindest-Steuersätze gönnen würde, wogegen ich nicht erwarte, dass korrupte "Mafia-Staaten" mit mehr Steuereinnahmen auch mehr Sinnvolles zustande brächten, wenn sie bereits heute in pompösen Protz und in ihre Armeen investieren.
Historisch gesehen ist "der Staat" ja aus königlichen Hofstaaten entstanden.
Die Bauernfamilien, die ausserhalb und unterhalb des Burghügels wohnten, hatten Abgaben in Steuern und Naturalien, sowie Frondienste für den König zu leisten.
Im Gegenzug standen sie unter dem Schutz durch die Soldaten des Königs.
Aus deM. H.ofstaat entwickelten sich Adelsherren (die Konservativen) und Handwerker-Zünfte (die Bürgerlichen), währenddem die unterste Kaste der Bauern (die Traditionalisten) sich weiter auffächerte mit den Fabrikarbeitern (die Sozialisten).
Der königliche Hofstaat entwickelte sich im Laufe der Geschichte zum modernen Staatswesen mit seinen Institutionen und seinem Service Publique.
Aber immer noch sind alte Einstellungen und Ressentiments im Verhalten der Menschen vorhanden.
In der Unterschicht ist das Misstrauen gegenüber dem Staat und der Politik gross, nachdem sie in einer endlosen Kette von Kriegen immer wieder aufs Neue verheizt und geopfert wurde.
Die Mittelschicht wiederum steht der Oberschicht in einem Rivalitäts- und Neid-Verhältnis gegenüber, das ihren Zusammenhalt daraus zieht, dass es gilt, gemeinsam die Unterschicht in Schach zu halten und am übermässigen Aufkommen zu hindern.
Im noch nicht ausgereiften Staatswesen zahlt die Oberschicht keine Steuern, weil sie's können. Und die Unterschicht bezahlt wenig bis gar keine Steuern, weil sie so ausgepresst werden, dass sie NICHT können.
Die Einzigen, die Steuern bezahlen können, aber keine Steueroptimierung via Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen betreiben können, gehören zum Mittelstand.
Der Mittelstand ist aufgeschmiert und angeschmiert.
Biden's Reform würde also diesen Mittelstand stärken und steuerlich entlasten!
Die Super-Reichen werden aber dagegen sein und sich mit Händen und Füssen dagegen wehren und indem sie ihre Wahlkampfhilfe für Biden's Demokraten kürzen werden.
Biden braucht darum die Unterstützung durch die Unterschicht, die bisher vom "Establishment" kaum beachtet wurde und die sich darum kaum mehr für Politik interessiert.
Wird diese Mitte-Links-Koalition gelingen und erfolgreich sein?
Zu hoffen wäre es jedenfalls.

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Dieser Beitrag enthält all das, was seit Jahrzehnten dazu führt, dass gewisse Aktivitäten dieses Landes, das ich schätze und hochachte, mich beschämen.

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B. G.
Neugierig, Digital.
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Danke Herr Binswanger, dass sie mir in den ersten Zeilen gleich die Mär vom schweizer Bankengeheimnis aus dem Kopf gewischt haben.

Spannend wie sich auch solche Dinge noch lange in Gesprächskreisen nicht auf dem neusten Stand sind.

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L. M.
Informatik-Ingenieur und Ökonom
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Wenn diese Zusatz­steuern jedoch proportional an diejenigen Staaten gehen, auf deren Territorien Google auch seine Umsätze macht, entsteht ein viel grund­sätzlicherer Ausgleich.

Es wäre besser, den Verteilungsschlüssel der Gewinnsteuern bei internationalen Konzern an den Kosten zu orientieren. Die Wertschöpfung geschieht bei Firmen wie Novartis dort, wo geforscht und produziert wird, und nicht dort, wo konsumiert wird. Das wäre sachlich korrekter und auch besser für Länder mit guten Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung. Hinzu kommt, dass wir mit der Mehrwertsteuer bereits ein umsatzorientierte Steuer haben. In Deutschland heisst sie sogar Umsatzsteuer.

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Dieser Abschnitt machte mir auch etwas Sorgen. Ich verstehe dass man irgendwie proportional besteuern will, aber was heisst "erwirtschaften" Big Tech macht seine Gewinne nicht unbedingt da wo es die meisten Leute anstellt. Konsumiert wird oft auch nicht dort wo produziert wird. Für die Produktion wird aber öffentliche Infrastruktur, Sicherheit, Stabilität und die ausgebildete Bevölkerung genutzt, was teilweise aus den steuern kommt.

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F. Z.
· editiert

Unternehmen sollten in jedem Land auf den dort erzielten Umsatz Steuern zahlen. So wäre das System sehr einfach, transparent und fair. Das System mit einem frei definierbarem Sitz und mit allen Tricks optimierten Gewinn als Basis der Steuerberechnung öffnet der Steuervermeidung Tür und Tor. Die Gewinne fliessen dann zum Beispiel an eine Immobilienabteilung auf den Bahamas, die den operativen Einheiten ihre Gebäude zu überhöhten Preisen "vermietet" um nur einen der Tricks zu nennen.

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Nicht alle Firmen haben ein gleiches, oder auch nur aehnliches Verhaeltnis zwischen Umsatz und Gewinn. Lebensmittelfirmen scheinen ein tiefes Verhaeltnis zu haben, vielleicht 10%. Verteilen (zB Steuern bezahlen) kann man aber nur den Gewinn, Wenn man mehr ausgibt nimmt das Eigenkapital ab.

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Die Sätze müssen ja nicht pro Branche gleich sein. Aber man kann nicht nur den Gewinn verteilen. Wenn ein Unternehmen nach Bezahlung der Steuern keinen Gewinn macht, dann ist es nicht profitabel und dann nimmt das Eigenkapital ab. Das ist auch heute schon so, nur dass das Unternehmen dann heute keine Steuern zahlt. Warum eigentlich? Warum muss die Allgemeinheit auf den Beitrag eines Unternehmens an der Nutzung der allgemeinen Infrastruktur verzichten, nur weil es keinen Gewinn macht oder andersrum gesagt, warum muss die Allgemeinheit unrentable Unternehmen mitfinanzieren? Wäre das nicht ausschliessliche Aufgabe der Besitzer?

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Mit etwas spitzen Fingern seviert hier ein Link für ein Beispiel für die Schweiz als Steueroase: https://insideparadeplatz.ch/2021/0…-wal-mart/

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Anonym 3
Brot
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· editiert

Guter Tipp. Die ganze Reportage der Schaffhauser AZ von 2017 lohnt sich auch zu lesen. Wenn ich richtig verstehe, hat sich seither immerhin das Aussehen der Briefkastenanschrift verändert :)

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Wieso braucht es heute zwei Akademikereinkommen im Vergleich zu 1980 und trotzdem ist Wohn-Eigentum für den angestellten Mittelstand unerreichbar geworden, ausser ich hänge am Bankenhypotheken-Tropf? Dass die reale Immobilieneigentumsquote in der CH so tief liegt könnte auch am parkierten Schwarzgeld und den parkiertem Gewinnen liegen, welche die Preise so in Höhe treiben?
Wenn ich die Probleme der Altersvorsorge einerseits und die Vermögensverteilung andererseits anschaue und dann von „ bürgerlicher Seite„ höre wir sollten mehr Selbstvorsorge und Selbstverantwortung übernehmen, dann frage ich mich wirklich ob wir im selben Land und der selben Realität leben.

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Pensionskassen, welchen investieren muessen ?

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T. K.
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Mir gefällt der Artikel und alle Kommentare so gut, dass ich nichts mehr dazu zu sagen habe, aber Lust hatte, die Gedanke fliessen zu lassen. Dafür Danke an alle und für die die wollen, die geflossenen Gedanken.
Wenn schon neu gestaltet wird, warum nicht nach alter Väter Sitte freiheitlich und liberal? ESG (Environemntal, Social und Governance) ist der Aufhänger. Im E Segment fünktioniert das nicht nur, es wird sogar gehypet. S würde also als eine Quote der gezahlten Steuer auf den Umsatz ermittelt und publiziert. Jedes Unternehmen dürfte abführen was und wo es will. Standortwettbewerb hat dann sicher eine neue Dimension. Konsensfähige Politik, mehr Geld, bessere Quälität für die Bürger, vielleicht sogar ein Race to the Top. Und privat? Wer in Unternehmen investiert die einen tiefen S Score haben verrät das besser niemand. Wenn es aber in der Summe nicht funktioniert kann man es an den Topperformern der (nationalen) Aktienindizes ablesen. Dann gibt es neben leeren Kassen gute Gründe Steuern und Staat neu zu diskutieren.
ESG gibt es schon länger und es hat einige Zeit gedauert, bis es gegriffen hat und es wird sicher teilweise Schindluder damit getrieben. Trotzdem, wirklich nachteilig war die Idee bisher nicht. Das kann sein, weil das E allen aM. H.erzrn liegen muss.
Für das skitzzierte S kann man behaupten, dass ungleich verteiltes Vermögen sich bei den Rücksichtslosen sammelt oder man kann davon ausgehen, dass dort wo es im Überfluss vorhanden ist, andere Bedürfnisse als ein blosses "mehr" im Vordergrund stehen. Ich mag die Tage, an denen ich optimistisch bin.

Wenn schon neu dann richtig und nicht nur um die Kassen zu füllen.

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Wenn es zu all dem kommen sollte, dass die Steuern global gesehen fairer bezahlt und verteilt würden, dann ja, Joe Biden «for ever». Nur, die USA liegen in der Steuervermeidung noch vor der Schweiz. Letztes Jahr, führte das britische Überseegebiet Cayman Island und die USA den Steueroasen-Index an, vgl. https://orf.at/stories/3154725/.
Und dieser Demokrat Joe Biden, stemmt sich nun gegen Wall Street und Big Tech? Wie kam die Jungfrau zu ihrem Kind?

Also, die USA führen die Welt, unter dem Demokraten Joe Biden, wie schon viele Demokraten und Republikanern vor ihm, in eine neue humanere Welt. Und ich lese: «Wer unfähig ist, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen».

Ich selbst glaube genauso an eine bessere Welt. Nur, die hat wenig bis gar nichts mit Präsidenten und Verführer*innen zu tun.

Zum Nachdenken und Erinnern und aus Fehlern zu lernen, Naom Chomsky, der gute alte weisse Mann:
https://www.youtube.com/watch?v=I4J0ISgZq8I

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Sie bestätigen meine Aussagen ! Also lieber in der Schweiz einigermassen vernünftig nutzen und demokratisch reglementieren als in diese Länder zu verjagen.

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Sicher ! Ist in den meisten Fällen der richtige Ansatz. Kommt allerdings sehr auf die Bedingungen und Ausgestaltung an, und vorallem auf Schnelligkeit der Einfphrung und Ausmass der Schritte

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Firmensteuern orientieren sich immer am Gewinn, nicht am Vermögen. Die meisten Länder, auch in der EU, kennen keine Vermögenssteuern, auch nicht fuer Private. Wenn also zuviel Geld in der Kasse wäre, kauft man etwas damit. Dann wird der Gewinn kleiner, das Vermögen wächst. Auch wenn's viel Geld ist, lässt sich immer etwas zum Kaufen finden. Ein paar Zeilen Code, keine Assets, keine Prduktionsanlagen, keine Patente, nichts, ist zB Snapchat, welches vor 2 Jahren oder so für 1 Milliarde verkauft wurde. Ohne jemandem vorschreiben zu wollen was sie kaufen sollen, wäre das eine Milliarde Gewinn gewesen. Alles klar ? Das ist nicht mal ein Trick.

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D. B.
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Bevor zu viel zum Fall des Bankgeheimnis um das Feuer getanzt wird, noch eine kleine Präzisierung. Es war eine konzertierte Aktion gegen unseren Bankenplatz. Denn anderswo existiert es immer noch, und zwar ausgerechnet in .. Amerika. In Delaware kann man immer noch einen Trust eröffnen, das sind Finanzgesellschaften mit anonymen Mitgliedern. Aber alle Finanzgeschäfte welche in Dollars laufen sind gut für Amerika. Unsere hoch gefeierte EWS hat sich für den Steuerdatenausgleich, FATCA, welcher nur einseitig ist, in den Staub geworfen, Hat nicht mal versucht einen bidirektionalen Ausgleich zu bekommen. Wir liefern den Amerikanern Steuerdaten und bekommen nichts. Was auch als plumpe Wirtschaftsspionage bezeichnet werden kann.
Und auf den Kanalinseln gibt's das Bankgeheimnis auch immer noch. Sie sind zwar im Pfund Raum, haben aber genügend Autonomie, speziell Bankenautonomie, dass sie die Daten grad nicht herausrücken müssen. Und irgendwie lassen sich alle Player von diesem dünnwandigen Konstrukt beeindrucken.
Ein global vernünftiger Steuersatz ist sicher begrüssenswert. Dann schauen wir uns doch erst mal die Details an. Ich sage mal voraus, dass Biden prioritär schaut, dass das Geld nach Amerika fliesst. Amerikanische Staatsbürger sind übrigens global in den USA (auch) steuerpflichtig.
Wie viel uns die Übung schliesslich kostet oder bringt werden wir noch sehen. Wenn die externen Steuervermeider hier nun plötzlich das Doppelte bezahlen bekommen wir auch mehr.
Allenfalls sollte sich Autor DB vom Sozi-Talk : " ... , weil sie die Unternehmens­gewinne aufbläht, was primär den Aktien­besitzern und damit der obersten Einkommens­schicht zugute ­kommt." lösen. Alle, auch hier wollen eine Pension, welche irgendwo, irgendwie erwirtschaftet werden muss. Das geht nur über Firmen, welche verkauft werden, Arbeiter welche ausgepresst werden und natürlich erhöhte Mieten. Jeder Pensionskassenerwarter ist somit auch mit-Aktienbesitzer, so bitter das nun klingt.

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Ich habe keinen Bankenplatz. Sie?

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Nein. Eigentlich existiert er gar nicht mehr. Die Grossbanken sind nur noch eingemietet da, und bezahlen fast keine Steuern mehr, weil sie die Bussen, Fehlinvestitionen und Boni als Ausgaben abziehen dürfen.

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Lieber Herr Binswanger
Ich teile zum Teil Ihre Ansicht. Doch was Präsident Biden vorschlägt ist absurd. Hätte Trump so einen Schwachsinn gefordert, die ganze Welt wäre Kopf gestanden. Biden als Wolf im Schafpelz, America first. Der Rest der Welt soll die verfehlte Steuer- und Wirtschaftspolitik der neuen Administration finanzieren. Auf diesen üblen Trick fällt hoffentlich niemand herein. China lacht sich wohl schon jetzt ins Fäustchen.

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