Die Republik ist nur so stark wie ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



Nadja Kos
Frau, Hausärztin
·

Danke! - so ein wichtiger Beitrag, mit vielen wichtigen Informationen.
Auch wenn es noch so ermüdend sein kann, Es ist so befreiend und wichtig Ungerechtes, Verletzendes Verhalten anzusprechen und zu benennen. Danke. Einfach danke.

75
/
0

Vielen Dank für diese wichtige Schilderung und Ihre Gedanken dazu, Frau Rosenwasser!
Es macht mich immer wieder unfassbar traurig, wie viel Hass im Netz, aber auch ausserhalb existiert.
Ihren Umgang damit finde ich sehr klug und mutig.
Aber es braucht Kraft und die Tatsache, dass Sie und andere Menschen, die sichtbar und hörbar werden, überhaupt so viel Kraft aufwenden müssen, irgendwie mit diesem bedrohlichen Stumpfsinn umgehen zu müssen, beelendet mich.
Alles Gute und viel mehr Ermutigung als Hass wünsche ich Ihnen.

63
/
0
Anna Rosenwasser
Kolumnistin
·
· editiert

Lieben Dank, ich fühle mich gesehen. Mein Dilemma ist, verletzlich bleiben zu wollen, während ich aber angreifbar bin.
(Bearbeitet wegen Tippfehler)

36
/
0
Vera Kaufmann
Vielseitige (hier: einfach Leserin)
·

… und genau für dieses verletzlich Bleiben danke ich ihnen von Herzen, Sie haben meine vollumfängliche Unterstützung (ich hoffe, es hilft wenigstens ein bisschen, so aus den „hinteren Reihen“ des Publikums). Ich bin überzeugt, dass solche Arbeit wie die Ihre die grösste Transformationskraft entfaltet, wenn sie - jedenfalls bei mir funktioniert das so - das Hirn ernst nimmt und in Bewegung setzt und dabei das Herz weitet und weich macht. Der Effekt mit dem Herz, das Bewegt- und Berührtsein, trägt dann das Ganze weiter und gibt den nötigen „Stupf“ für die Entschlossenheit, die berührten Punkte und Anliegen umzusetzen und ins eigene Leben und Umfeld einzubringen. Wirklich danke für den Mut dazu!
Ich arbeite - halt wenig sichtbar, zu verschiedenen Themen - auch so bzw. kann nur so, zugegebenermassen mit viel weniger Kräften und sicherem Boden unter den sprichwörtlichen Füssen als Sie, und danke Ihnen, dass Sie darüber verfügen und dies so gewinnbringend für so viele Menschen einsetzen.

14
/
0
ein pulsierender Knoten im Netzwerk
·

Das schreiben Sie hier sehr schön. Danke für Ihren Text, Ihre vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit und Ihre Antworten hier im Dialog!

11
/
0
Multifunktional
·

Danke Frau Rosenwasser, für das Teilen Ihrer Erfahrungen. Es ist wichtig, dass sich Frauen (und Männer) konsequent gegen Hassbotschaften wehren und sich nicht verstecken.
Ein zweites Danke, dies mit einem Wink an die Redaktion, dass Sie trotz klaren Ansagen und klarem Benennen von Misstständen dies in einem respektvollen Ton und ohne pauschalisierende Verurteilungen tun. So stelle ich mir vor, wie (strukturelle) Probleme auf konstruktive Art benannt und angegangen werden sollten - nicht indem man es sich in einer Opferhaltung bequem macht, sondern indem man Wege und Lösungen aufzeigt, wie man sich daraus als Einzelperson aber auch als Gesellschaft befreien kann.

64
/
5
Even Meier
(ex | they)
·

mit einem Wink an die Redaktion

Verstehe ich nicht und bin dankbar für klare Ansage und klares Benennen ;)

10
/
0
Multifunktional
·
· editiert

Der Wink bezieht sich auf die Diskussion zum letzten Text von Frau Dreussi zu einem ähnlichen Thema. Die Redaktion hat den Kritikerinnen pauschal Sexismus vorgeworfen, weil diese den Stil und den Inhalt des Textes einer „jungen Frau“ kritisierten und fand es nicht nötig, sich mit der begründeten Kritik an Inhalt/Stil näher auseinanderzusetzen.

14
/
10
Leiterin Offene Kirche Elisabethen Basel
·

Danke für diesen Beitrag und die vielen verlinkten Anlaufstellen.

52
/
0

Ich habe grossen Respekt, Frau Rosenwasser, vor Ihrer Haltung und journalistischen Leistung. Ihre Strategie scheint mir geradezu modellhaft für den Umgang mit jeder Art von personenbezogener Rechtsverletzung im Netz. - Ihre Beiträge sind mir mit ein wichtiger Grund, die REPUBLIK zu lesen. DANKE.

46
/
0

Was für eine wunderbare Rückmeldung, danke.
Meinen Umgang damit, im Internet präsent zu sein, habe ich übrigens unter anderem Büchern von «Influencer:innen» wie Dylan Marron und Florence Given zu verdanken, die ihre Erfahrungen und Strategien aus betroffener Perspektive reflektieren.

24
/
1
Senftube
·

Bravo, das Sichtbarmachen ist immer der erste mutige Schritt.

Mich beschäftigt neben der Betroffenheit über solche Nachrichten oder Posts in Foren auch die Frage, ob wir als Gesellschaft den immer noch „Wilden Westen“ Internet etwas mehr regulieren sollten. Es ist eine Frage, die ich mit etwas Bedauern stelle, wie immer, wenn Freiheiten missbraucht werden.

Vor knapp zwanzig Jahren habe ich mich erstmals intensiv mit dem Thema Streit im Netz auseinandergesetzt. (Der Fokus lag darauf, wie sich Streits in Chats entwickeln, aber die Erkenntnisse lassen sich auch auf Hass und Hetznachrichten anwenden.) Schon damals war offensichtlich: Die durch das Internet ermöglichte Anonymität lässt Hemmschwellen sinken. Es gab schon erste Bücher zum Thema aus dem Fachbereich Linguistik, die auf die Problematik hinwiesen.

Zwanzig Jahre später stehen wir am gleichen Punkt, nur haben die Social Media die Verbreitung jeglicher Nachricht und damit auch Hetze noch einmal vereinfacht. Das Teilen davon benötigt heute nichts als zwei, drei Klicks.

Die Frage: Sollten wir gegen Anonymität im Netz mit Regulierung vorgehen? Es ist eine für mich nach wie vor sehr schwierige Frage. Die Anonymität erlaubt ja nicht nur Hetze aus der sicheren Deckung heraus, ohne zu den eigenen Aussagen stehen zu müssen. Sie erlaubt auch gefährdeten Personen, sich nicht zu exponieren. Auch hier im Forum gibt es Stimmen, die gerne anonym bleiben wollen, um sich selbst zu schützen - wohl gerade unter anderem vor solchen Hassnachrichten. Und in Ländern, wo zum Beispiel auf eine von der „Norm“ abweichende Sexualität mit dem Tod bestraft werden kann, ist die Anonymität für Betroffene ein Segen.

Auch ergeben sich, wenn man zum Beispiel so etwas wie eine digitale Identität einführt, natürlich neben technologischen Fragen, die ich nicht beantworten kann, sofort Fragen bezüglich der „gläsernen Bürger:innen“. Ohne den Teufel an die Wand zu malen, ist das doch eine Macht-Frage, die man stellen muss.

Die Frage begleitet mich seit zwanzig Jahren. Gibt es eine gute Antwort?

21
/
0

Die Frage, wie Kommentarschreiben und allgemeine Anonymität im Internet besser reguliert werden können, beschäftigt mich ebenfalls. Ein Beispiel: Die Identitäten vieler User, die mich via Instagram oder Facebook beleidigen, können unter anderem nicht ermittelt werden, weil der Konzern die Daten nicht rausrückt. Natürlich ist Datenschutz wichtig, aber die Sicherheit von Betroffenen Digitaler Gewalt auch.

45
/
1

Als Jurist in der Gesetzgebung zum Internet arbeite ich seit zwei Jahrzehnten auch an dieser Frage.
Die beste Regel ist, wenn Anonymität im Internet nur bei Straftaten aufgehoben wird.
Auch im offline-Alltag kann man z.B. anonym einkaufen.
Anonymität ist auch wichtig für die politische Opposition, für Whistleblower und für das Ausprobieren von Lebensentwürfen (z.B. bei der sexuellen Orientierung).

Ein ganz anderes, davon unabhängiges Thema ist, wie Social Media-Plattformen mit Hass umgehen sollten. Sie fördern ihn und hätten viele Möglichkeiten, ihn zu reduzieren.

14
/
0
Senftube
·

Danke für Ihre Antwort. Ich sehe, dass Sie im gleichen Zwiespalt stecken. Ich komme jedenfalls zu keiner abschliessenden Antwort auf die Frage. Wahrscheinlich muss man mit dem Teufel im Detail kämpfen.

4
/
0
· editiert

Sehr wichtiger Beitrag! Gerade kürzlich wurde ich von einem bekannten Schweizer Influencer blockiert, weil ich meine Meinung zu seinem Video äusserte. In dem Video wurden Menschen mit Migrationshintergrund stigmatisiert. Da sehen wir dann, dass diejenigen, die von Anderen immer ein dickeres Fell fordern, selbst noch die grössten Bubis sind.

Wir haben in unserer Gesellschaft leider ein falsches Verständnis von Meinungsfreiheit.
Ich hoffe dass zukünftig viel öfter rechtlich gegen Hass und Diskriminierung jeglicher Art vorgegangen wird, dann könnte sich auch gesellschaftlich etwas ändern.

43
/
0

Tja, dann müsste auch die Staatsanwaltschaft gewillt sein, gegen solche Straftaten vorzugehen. Ich habe hart gekämpft und am Schluss verloren. Ohne Anwalt gegen gut vernetzte Personen, dies ist ein schwieriges Unterfangen.

1
/
0
SoWi, Übersetzerin, Autorin, Bloggerin
·

Ich bin seit Mitte der 1990er Jahre in den verschiedenen Netzen unterwegs und zwei unappetitliche Dinge waren von Anfang an mit dabei: Pornographie und Hass (Frauenhass, Fremdenhass, Hass gegen sexuelle Minderheiten...).
Es ist in diesen 30 Jahren massiv schlimmer geworden und es ist gut, dass es heute Strukturen gibt, die einem bei solchen Übergriffen unterstützen. Ich erinnere mich, als ich um die Jahrtausendwende herum nachts gruusige anonyme Anrufe von einem oder mehreren Männerrechtlern bekam: damals wusste die Polizei nichts Besseres als mir zu sagen, ich solle halt vom Netz fernbleiben, sie könnten da nichts machen.
Zum Glück ist das besser geworden. Traurig aber, dass es überhaupt nötig geworden ist!

41
/
0

Danke für diesen Text. Er hilft mir zu verstehen und nachzuempfinden, wie es vielen Frauen mit öffentlichen Funktionen geht.
Hilfreich sind auch die Links der Meldestellen. Ich werde Frauen in meinen Umfeld ermutigen, diese auch so konsequent zu nutzen und zu informieren, damit wenigstens in den Statistiken das Ausmass deutlich wird.

38
/
0

Danke!
Unter anderem aufgrund digitaler Gewalt entscheiden sich viele Frauen dagegen, sich öffentlich zu exponieren. Dieses Phänomen ist wichtig mitzudenken, wenn es um Repräsentation geht; für uns ist es schwieriger, sich z.B. für ein öffentliches Amt zu entscheiden.

32
/
0
Politologin
·

Danke, dass Du das so offen teilst. Ich finde das wirklich wichtige Aufklärung! Und auch die richtige Einstellung. Auch wenn dazwischen eine Ohnmacht aufkommt ob der Ungerechtigkeit. Ich bin sehr dankbar für deine Arbeit und dass du dich nicht zurückziehst. Solche Angriffe sollten zu keiner Tätigkeit gehören. Bewältigen bzw vorbeugen heisst sicherlich nicht, dass du dich anders zu verhalten oder sogar abstumpfen sollst. Denn: only the strong stay soft!

37
/
0

Danke für die Auflistung von den geeigneten Meldestellen - Nie direkt auf virtuelle Angriffe, Beleidigungen und Hass reagieren . Das wäre narzistische Nahrung für den Hater.

37
/
0

Eine Morddrohung muss ernst genommen werden, egal, wer der Empfänger ist. Nicht nur vom Empfänger selber, sondern auch von den zuständigen Behörden. Mich interessiert, wie die Aufklärungsquote (ermittelte Absender dieser Nachrichten) aussieht. Gibt es dazu Zahlen? Gab die Polizei Hilfestellungen, welche konkreten technischen Daten zu liefern sind?

36
/
0

Nicht so gut, anhand dieses Tests vom ZDF Magazin Royale
https://www.youtube.com/watch?v=Xdm8SG8_v0I ( Wo die deutsche Polizei bei der Verfolgung von Straftaten im Internet versagt | ZDF Magazin Royale )

Hier noch die Website dazu: https://tatütata.fail/
(Sehr schön am Anfang: "404: All cops are busy")

11
/
0

6 Minuten Klugheit, Klarheit, Strategie, Emotion und Null Opferrolle. Ich wusste, dass das gut kommt mit Anna in der RepubliK. :-)

34
/
0

Ich hatte auch ein sehr gutes Gefühl diesbezüglich! Danke für Ihre Rückmeldung.

7
/
1

Bei solchen themen sollte die polizei aufrüsten, um die feige täterschaft dingfest zu machen. Stattdessen wird lieber mit kampfhunden und augen ausschiessenden knarren aufgerüstet.
Viel kraft im aushalten dieser "männer" und ihren peinlichen, kleingeistigen hater-meinungen, frau rosenwasser.

29
/
0

Danke für Ihre Wut.
Mein Vorschlag ginge übrigens in die Richtung einer (analogen? staatlichen?) Anlaufstelle, die nicht der Polizei angegliedert ist: Viele der Menschen, die besonders von digitaler Gewalt betroffen sind, haben Erfahrungen machen müssen, die ihr Vertrauen in die Institution Polizei geschwächt haben. Wenn ich ehrlich bin, war auch mir eher gschmuuch, einem Polizisten von meinem Erlebnis zu berichten.

24
/
1

tut mir leid zu lesen. Wenn es für die strafverfolgung - da kommt mir auch stalking in den sinn - hilfreich ist, eine ausserbehördliche anlaufstelle zu schaffen, soll mir das sehr recht sein. Was immer diese "männer" abhält.

10
/
0

Genau eine solche Anlaufstelle fände ich auch wichtig. Für Opfer vieler Bereiche gibt es was, hier besteht aber eine Lücke.

0
/
0

Sorry no offense, nur weil die Polizei zugegebenermassen einige Probleme hat, sind nicht alle Polizisten Arschlöcher.

2
/
5

Ich kann nur bestätigen: Danke für deine Arbeit!

28
/
0
Einheit in der Vielfalt
·

Liebe Frau Rosenwasser, ich bin sehr erschrocken, dass Sie so Schreckliches erfahren mussten.
Danke für Ihren Mut so offen zu bleiben. Und danke für die wichtigen Informationen.
Ich wünsche Ihnen von Herzen viel gute Erfahrungen und dass Ihnen schlechte erspart bleiben mögen.

26
/
0
· editiert

Klar, das Antworten bringt sicher nichts und macht die Sache in den meisten Fällen sogar schlimmer. E-Mails kann man nicht blocken sondern höchstens automatisch "schreddern" lassen, aber ich frage mich, ob das Blocken auf den verschiedenen sozialen Medien und Foren wenigstens einen kleinen "Engagement Boner" vermittelt. Blockieren ist ja auch eine Reaktion, die der Blockierte ja auch nachprüfen kann. Grade dass die Blockfunktion auf Twitter deaktiviert werden soll, macht diese Frage noch präsenter.

Vermutlich gibt es auch Blockfunktionen, die nicht bemerkbar sind, wie das "Shadow-Bannen". Ich bin da zuwenig erfahren glücklicherweise.

8
/
1

Die zitierte Autorin rät genau wegen des «Engagement Boners» vom Blockieren ab und empfiehlt subtilere Funktionen (bei Instagram ist das zB «Einschränken»; der User findet meine Inhalte, aber seine Kommentare werden niemandem angezeigt).

18
/
0
Dorian Mittner
wohlwollend kritisch
·

Die Verwendung der Einschränken-Funktion fände ich nebenbei auch den richtigen Umgang mit zwei Usern, die unpassende Kommentare (u.a. Victim-Blaming) auf den Instagram Post der Republik zu diesem Artikel geschrieben haben. Ironischerweise behauptet einer davon, „sie” hätte ihn schon blockiert, was die These bestätigen dürfte, dass das Blockieren von Usern auch schon als Reaktion wahrgenommen wird.

1
/
0

Aaah Anna... und so ein schöner Schluss!

15
/
2

Liebe Frau Rosenwasser.
Danke für den Beitrag. Was mich aus Ihrer Erfahrung intessieren würde: Wie sind die Erfolgschancen beim Melden solcher Hassnachrichten? Kann da am Ende wirklich jemand ausfindig gemacht und belangt werden? Bzw. wird es überhaupt versucht?

4
/
0

Meine bisherige Erfahrung ist, dass die Identität des Absenders nicht ausgemacht werden kann, weil amerikanische Socialmediakonzerne die Daten für sich behalten wollen und dürfen.
Mein Erfolg ist aber eh nicht, dass irgendwer Strafe zahlen muss (was ja Armutsbetroffene dann einfach stärker trifft). Sondern, dass ich die Tat «versorgt» und damit meiner Psyche etwas Sorge getragen habe.

11
/
0

Als cis-männlicher Leser sind diese Beiträge immer auf die bestmögliche und augenöffnendste Art und Weise unbequem. Deshalb auch von mir: Vielen Dank für ihre Arbeit.

8
/
0

Erschrecke immer wieder, wenn ich solche Artikeln lese.
Ich hoffe Sie müssen das nicht mehr erleben.
Überrascht hat mich jedoch, dass beim anderen Artikel soviele Menschen "Eigentum"konkret ein Zugwaggon verteidigen. Es sind zwei irgendwie ähnliche Fälle.

2
/
1