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Natürlich sind Neonazis keine Menschen oder Menschengruppierungen, die auf irgendeine Art und Weise gutgeheissen werden können oder dürfen – das steht ausser Frage. Aber hier (und oft auch anderswo) werden sie als praktisches Mittel genutzt, um von der eigentlichen Problematik abzulenken. In diesem Beitrag soll der Eindruck erweckt werden, dass immer mehr der Tausenden friedlich demonstrierenden Menschen weltweit Neonazis sind oder zumindest werden könnten. Dürfen die Menschen, die sich nicht (wiederholt) impfen lassen wollen und sich bei den Demos dafür stark machen, jetzt einfach mal so in den Neonazi-Topf geworfen werden?

Reicht es nicht, dass mit nicht sehr logischen Argumenten verweigert werden will, dass man sich gegen eine Impfung entscheiden darf, die immer fragwürdiger wird, und dabei auch noch das halbe Volk gegen diese kritischen und verunsicherten Menschen aufgehetzt wird?

Es wäre schön, wenn man aufhören könnte, sämtliche Kritik als Schwurbelei und rechtsextrem abzutun und endlich anfangen würde, miteinander zu reden. Wie wäre es, wenn die Argumente der Kritik Übenden einmal ernsthaft untersucht würden?
Seltsam ist doch, dass offenbar die Impfstoffhersteller sich weigern oder es zumindest auf die ganz lange Bank schieben wollen, ihre Daten bekanntzugeben.

Das British Medical Journal verlangt, dass die Daten zur Covid-Impfung und -Behandlung endlich der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden. Im Artikel des BMJ vom 19.1.22 heisst es: Zitat - Data must be available when trial results are announced; there is no place for wholesale exemptions to good practice during a pandemic - Zitat Ende (https://www.bmj.com/company/newsroo…-scrutiny/)

Ein Gericht verlangt von der FDA, die Daten zur Covid-Impfung von Pfizer bis zum August dieses Jahres freizugeben, nachdem die FDA die Öffentlichkeit 75 Jahre lang darauf warten lassen wollte.
(https://www.reuters.com/legal/gover…022-01-07/)

Und das soll nicht stutzig machen und kein ungutes Gefühl geben? Nein, nein, die Impfung ist doch sicher – oder?

Und dass man in unseren Leitmedien vieles nicht zu hören bekommt, was in normalen Zeiten Schlagzeilen gemacht hätte oder zumindest erwähnt worden wäre, das macht auch nicht stutzig? Das kann es ja nicht, wenn man keine anderen Medien liest, aus Angst, Schwurblern auf den Leim zu gehen. Wünschenswert wäre mehr Vertrauen in die eigene Fähigkeit, selber für sich zu entscheiden, was wahr sein könnte und was nicht – ganz sicher kann man ja in den seltensten Fällen sein.

Hier ein kleines Beispiel eines Artikels vom 7.1.22, auf den unsere Leitmedien nicht eingegangen sind: Eine dänische Zeitung entschuldigt sich ihren Lesern gegenüber für ihre schlechte Berichterstattung in Corona-Zeiten, die sich zu stark an der Regierung orientierte, und zeigt sich der Impfung gegenüber kritisch: (https://ekstrabladet.dk/nyheder/led…2013?ilc=c)

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Oliver Fuchs
Stv. Chefredaktor
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Guten Morgen. Da muss ich leider widersprechen. Nirgends in diesem Text wird impliziert, dass Menschen Neonazis sind, wenn sie die Impfung ablehnen. Sondern dass Menschen Neonazis sind, die Neonazis sind. Weil sie Neonazi Dinge tun, Neonazi Dinge sagen und schampar gerne mehr Menschen überzeugen möchten, doch auch Neonazis zu werden.

Mit Impfpatenten, Maskenpflicht oder Zertifikaten hat dieser Text eigentlich nichts zu tun. Dazu empfehle ich Ihnen gerne unseren Covid-19-Uhr-Newsletter: https://www.republik.ch/format/covi…newsletter oder - ich denke besonders interessant für Sie - diese ausgesprochen kritische Recherche zu Pfizer: https://www.republik.ch/2022/01/11/…bei-pfizer

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Und da muss ich wiederum widersprechen. Es geht sehr wohl ums Impfen. Die meisten Menschen sind gegen die Massnahmen und gehen deshalb auf die Strasse, weil sie gegen die Impfung sind, die nicht wirklich nützt und bei der sie sich nicht darauf verlassen können, dass sie wirklich so sicher ist. Und deshalb gehen sie auf die Strasse. Und weil sie dazu gezwungen werden sollen, weil sie ohne Impfung nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können und vielleicht sogar ihre Arbeit verlieren.

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Der Bericht ,,erweckt nicht den Eindruck…“ dass tausende der friedlich demonstrierenden Menschen Nazis sind, sonder beleuchtet die Tatsache, dass offenbar tausende friedlich demonstrierende Menschen kein Problem damit haben, dass in den vordersten Reihen gut sichtbar Neonazis mitlaufen. DAS ist das Problem.

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Und woher nehmen Sie denn die Sicherheit, dass diese Menschen damit kein Problem haben? Wurden sie alle dazu befragt? Das meine ich eben mit alle in denselben Topf werfen, da muss man etwas vorsichtig sein.

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Wie wäre es, wenn die Argumente der Kritik Übenden einmal ernsthaft untersucht würden?

Deren Argumente wurden längst ernsthaft untersucht.

Nur überzeugt das die Kritik Übenden einfach nicht. Jede ernsthafte Untersuchung entwerten sie sofort. Wahlweise als "Lügenpresse", "Mainstream", "gekaufte Wissenschaftler", "Alle unter einer Decke", "Du gehörst auch dazu" etc. etc.

Der Treppenwitz der Geschichte ist, das die Pandemie wegen der Impfgegner so katastrophal verläuft.

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Lehrer
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Es stimmt einfach nicht, dass die Demo von denen angeführt wurde. Sie haben sich an die Spitze gesetzt ja- und es stört. Die publizierten Zahlen dazu in der Sonntagszeitung stimmen jedoch überhaupt nicht. Ich war da. Ich finde den Artikel hetzerisch und nicht zielführend.

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Ich war vor Ort im Zentrum von Bern, in der Marktgasse - es war ja Samstag Nachmittag.

Der Demonstrationszug wurde angeführt von Parolen brüllenden schwarz Vermummten mit dem rotweissen Transparent.

Das war eine Demonstration von Hass und Gewaltbereitschaft.

Wer sich davon abgrenzen will, muss für diese Abgrenzung sorgen. Als Organisator, indem er solche Leute abweist. Als Teilnehmer, indem er nicht hinter solchen Leuten herläuft.

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Nein sehr guter Artikel! Sind die Zahlen zu hoch? Was wäre dann zielführender als mit Neonazis an einer Demonstration sich aktiv zu beteiligen, wenn man weiss das diese vorne sich positionieren und so den Medialen HYPE mit Deiner Hilfe einstreichen!

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Lehrer
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Der Mediale HYPE wird gerade hier gemacht. Du brauchst nicht persönlich zu werden- ich habe einfach meine Meinung gesagt. Und diskutieren kann man hier nicht.

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Es hat Sie nur „gestört“? Nicht entsetzt? Kein Verhalten provoziert? — Waren Sie im Zug? Wenn Ja: Was haben Sie dagegen getan, als der Zug von Rechtsextremen übernommen wurde? Sind Sie weiter in diesem Zug gegangen? Haben Sie ihn verlassen? — Oder waren Sie ausserhalb des Zugs? Wenn Ja: Haben Sie sich vor den Zug gestellt? Haben Sie es geschehen lassen und kritisch beobachtet? — Kurz: Gab es von Ihrer Seite vor Ort irgendeine Form des Protests? Oder protestieren Sie eher stärker gegen die Berichterstattung? Stört diese Sie mehr als ein Zug mit rechtsextremer Spitze?

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Lehrer
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Das sind sehr berechtigte Fragen - natürlich entsetzen mich die neuen Nazi-Strömungen, deren Zulauf und die neue Salonfähigkeit dieser Ideen gewaltig. Ich war beim Zug um mir ein Bild vor Ort zu verschaffen - genau deshalb. Und Ich bin der Meinung, dass es mehr Sinn machen würde, das andere hervorzuheben und zu unterstreichen - um dem Richtigen eine Plattform zu geben und nicht dem falschen. Dass ich mich nicht aktiv gegen die Natis gestellt habe, mögen sie mir verzeihen- ich wusste einfach nicht wie! Ich bin nicht so der Aggressor und von Handgreiflichkeiten habe ich keine Ahnung. Ich habe und spreche aber darüber, wann immer es geht.

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Können Sie zum besseren Verständnis das ,,hetzerische“ an dem Bericht bitte etwas herausstreichen?

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Augen auf, mit wem man durch die Schweizer Strassen zieht! Schockierend finde ich, dass die Freiheitstrychler, die auch Unterstützung vom Bundesrat erhalten haben, ebenso eine gewisse Nähe zu Neonazis beweisen. Die SVP ist weiter rechts aussen, als viele meinen.

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Das sehe ich auch so!

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Vorab: Ich hatte die "Republik" gekündigt und eine Woche später neu abonniert. Gekündigt wegen der teils unverhohlen tendenziösen Berichterstattung, neu abonniert um den Zeitgeist auf der Spur zu bleiben. NZZ, Infosperber und Republik sind meine Quellen.
Der vorliegende Artikel entwirft das Bild einer von Neonazis geführten Schwurblerdemo. Die durchaus begründeten Zweifel an der Corona- und Impfpolitik werden mit einem Federstrich für unglaubwürdig erklärt. Die relativ kleine Zahl von Rechtsradikalen, die sich, ähnlich wie der Schwarze Block bei den Linken, an die gewaltbereite Spitze der Demo setzen, werden überhöht und als eigentliche Anführer einer dumpfen Minderheit von Coronakritikern präsentiert. Keine Angaben zur Teilnehmerzahl an der Berner Demo. Aber die vielleicht hundert Neonazis dominieren offenbar alles. Und werden ausführlich und mit Namensnennung angeprangert. Das ist nicht nur tendenziös, es ist unprofessionell. Von der Ausgewogenheit einer journalistischen Arbeit ist nichts zu spüren.
Die Kommentare geben das ihrige dazu.
Danke Republik, ich habe ein Bild des Zeitgeistes vor Augen. Und es erschreckt mich.

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· editiert

,,Liebe Republik, könnten sie bitte über Neonazis ausgewogen berichten“ (Ironie off!)

Was hier einige nicht schnallen; der Bericht geht nicht um die Demos, sondern um Neonazis, welche diese missbrauchen und Menschen, die offensichtlich kein Problem damit haben. Ob die Demonstration an sich friedlich war, und ob Tante Lisbeth da mitgelaufen ist, die sich im normalen Leben für ausgesetzte Katzen engagiert, interessiert hier kein Mensch!

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Der Stürmer war die von NSDAP-Gauleiter Julius Streicher herausgegebene antisemitische Hetzzeitung der Nazis und legte propagandistisch den Boden für den Holocaust und ich finde, freundlich gesprochen, Sie sollten diesen Kommentar kommentarlos löschen. Besten Dank.

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Ich weiss was "Der Stürmer" für ein Hetzblatt war. Meine Bemerkung bezieht sich auf die Einseitigkeit und das Narrativ ihres Artikels, den ich, freundlich gesprochen, für äusserst Kontraproduktiv in der Coronadiskussion halte. Wer seine Texte in hoher Auflage publiziert hat auch eine Verantwortung.

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(Edit: Passage, auf den sich diese Antwort mit der Bitte um Änderung bezog, wurde gelöscht.)

David, bitte entfernen Sie die Referenz zum «Stürmer» aus Ihrem Beitrag, den wir sonst ganz verbergen müssen. Provokation ist hier erlaubt, Vergleiche mit Apparaturen des Nationalsozialismus hingegen nicht. 

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Leserin
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Herr Höner, kennen Sie Daniel Kulla von classless.org? Seine Entschwörungstheorie könnte interessante Lektüre für Sie sein. Und sein blog ist in vielerlei Hinsicht sehr anregend.

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· editiert

Ich finde es erschreckend - ja, wirklich erschreckend - wie hier in den Kommentaren teilweise relativiert wird. Bei einigen Usern schwingt der Tenor mit: „Nazis sind doch nicht so schlimm, wenn man irgendetwas mit ihnen gemeinsam hat. Nazis sind okay, allerhöchstens leicht störend, aber sie unterstützen uns, also tolerieren wir sie.“ Es wird von „hetzerisch“ gesprochen, weil dieser Artikel unangenehme Wahrheiten beleuchtet. Doch statt diesen Wahrheiten ins Auge zu blicken und selbstkritisch zu werden, spielen einige Leute lieber die Nazis runter.

Das ist der absolut falsche Weg, um mit Rechtsextremen umzugehen. Mit solchen Leuten macht man keine gemeinsame Sache. Niemals.

Liebe Maßnahmengegner: Ihr wollt ernstgenommen werden? Okay, hier meine Überlegung dazu. Distanziert euch in aller Form von Extremismus. Das wäre der erste Schritt. Ich würde das als Angebot von eurer Seite für ernst gemeinte Gespräche und Diskussionen verstehen. Denn eines ist für mich klar: Ich komme weder Nazis noch Leuten, die Nazis verharmlosen, auch nur einen Schritt entgegen.

Um es ganz deutlich zu machen: Ich sage keinesfalls, dass jeder, der an einer solchen Demo teilnimmt, ein Nazi ist. Doch aus irgendwelchen Gründen duldet er sie. Und das ist für mich ebenfalls ein No-Go.

Typo-Edit: "ketzerisch" in "hetzerisch" geändert

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Die wenigsten Massnahmengegner:innen nehmen an Demonstrationen teil. Sie tun also genau das, was Sie fordern.

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Sie machen es sich zu einfach, in dem Sie sich nur auf die Demonstrationen beziehen. Diese Nazis sind gut vernetzt, sie wissen, wie sie zu Leuten vordringen können, die Verschwörungsmythen gegenüber offen sind. Intoleranz gegen Rechtsextreme bedeutet auch, sich in Social-Media-Gruppen gegen die Infiltrationen durch Nazis zu wehren. Es bedeutet meiner Meinung nach auch, in den Kommentarspalten zu sagen: „Ich als Maßnahmengegner lehne jegliche Form von Diskriminierung ab und werde das Mitmarschieren nicht schönreden. Da haben wir ein Problem, das wir lösen müssen.“ Doch wo ich auch hinschauen, wird diese Infiltration nicht wirklich als Problem wahrgenommen. Ja, vielleicht als störend, aber teilweise nicht mal das.

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Eine Aufgeschreckte
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Danke!

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Ich mag es auch nicht, wenn alle in einen Topf geschmissen werden. Aber das ist hier nicht der Fall. Sondern es werden die Töpfe identifiziert, in denen eine trübe Suppe köchelt. Danke für die Recherche.

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Im Artikel werden Menschen, die sich aus individuellen Gründen gegen Massnahmen aussprechen und die zumeist nicht auf besondere Weise untereinander vernetzt sind, zusammen in einen Topf geworfen und als mehr oder weniger homogene Gruppe beschrieben und bewertet. Gemäss letzter Abstimmung sieht immerhin ein gutes Viertel der Abstimmenden die Massnahmen mehrheitlich kritisch. Also nicht nur die paar hundert oder tausend, die demonstrieren.

Unabhängig von der eigenen Meinung zu den Massnahmen kann jede:r mit etwas innerer Distanz erkennen, dass hier (und leider nicht nur hier) versucht wird, eine Minderheit als homogenen Gruppe zu bezeichnen und sie als solche dann moralisch abzuwerten. Die Bewertungen der Kommentare und des Artikels zeigen, dass dies von einem grossen Teil der Leser:innen akzeptiert und unterstützt wird.
Das gibt mir zu denken.

Und damit das noch gesagt ist: keine Toleranz für Neonazis!

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Leserin
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Guten Tag Herr Grottolo
"Menschen, die sich aus individuellen Gründen gegen Massnahmen aussprechen und die zumeist nicht auf besondere Weise untereinander vernetzt sind," werden im Artikel nicht in einen Topf mit Nazis geworfen. Tatsache ist, dass einige von ihnen hinter Neonazis herlaufen. Darüber wird berichtet, meines Erachtens gut recherchiert. Wenn Sie den Artikel gelesen haben, wissen Sie, dass gewaltbereite Menschen mitlaufen.
Unter "keine Toleranz für Neonazis!" verstehe ich etwas anderes, als die Menschen, die hinter Nazis her laufen, zu verteidigen. Seit Juni 2020 ist bekannt, dass an Demos der Massnahmengegner:innen Nazis mitmarschieren. Die "Bewegung" hätte genug Zeit gehabt, sich abzugrenzen. In Diskussionen, die ich mit Bekannten - bekennenden Linken - führe, stelle ich immer wieder fest, dass die Bereitschaft, sich damit zu beschäftigen, nicht besteht, bzw. dass die Teilnahme der Nazis an Demos heruntergespielt oder bestritten wird.

Sollte die Presse negieren, dass Nazis an den Demos mitlaufen? Ist das Ihre Meinung dazu?

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Ich negiere, dass es sich bei den Demonstrierenden um DIE Massnahmengegner:innen handelt. Es handelt sich um eine kleine Minderheit, die mit Neonazis demonstriert. Die grosse Mehrheit tut das nicht - vermutlich unter anderem genau deshalb, weil sie den Neonazis keine Plattform bieten wollen.

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Naja, dieses ,,in einen Topf geworfen“ werden, haben sich die Demonstrationsteilnehmer selbst erarbeitet. Oder konnten Sie an nur einer dieser Demos an irgendetwas erkennen, dass man sich auch nur ansatzweise daran stört, dass Neonazis diese Anlässe gekapert haben? Irgendwo ein Schild mit beispielsweise ,,kein Platz für Nazis“ oder ,,ich laufe nicht mit Nazis!“ ?
Sorry, mitgegangen-mitgehangen..

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Wir pressen jetzt etwa 30% unserer Gesellschaft aus (alle Massnahmengegnerinnen) und sehen dabei, dass unter anderem ein "kleiner brauner Saft" mit-entsteht. Würden wir die 70% der Massnahmenbefürworter "auspressen" beziehungsweise diskriminieren, fänden wir mit Sicherheit ebenfalls ein "Teilsubstrat" von einer "braunen Masse". Nur, die kommt in den jetzigen Umständen nicht zum Vorschein. Die grosse Gefahr sehe ich eh nicht in den niedrig prozentigen "Rechts,- oder Linksradikalen", da sie weder eine politische noch finanzielle Macht darstellen.
Was mich beunruhigt, ist die globale Machtkontrolle grosser Konzerne und Institutionen wie z.B. die Tech Giganten incl. WHO etc. Diese führen - wenn sie ihre Interessen durchsetzen können - gerade die jährliche, globale Impfpflicht ein. Das perfekte globale Geschäftsmodell.
vgl. Blick
Bessere Vernetzung, globale Solidarität, keine Masken – US-Immunologe Anthony Fauci sprach am WEF über Corona:So wird die neue Normalität
https://www.blick.ch/ausland/besser…nsactional

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Lieber Herr K.
Auch mich beunruhigt die Macht grosser Konzerne und undurchsichtiger Organisationen. Ich verorte das Problem jedoch an einer ganz anderen Stelle.
Bsp. WHO: Die WHO hat gar nicht die Macht eine globale Impfflicht einzuführen. Sie hat bisher ziemlich viel Gutes getan auf der Welt und ist auch transparent aufgestellt, was die Finanzierung angeht. Das Budget ist in den letzten gut 10 Jahren um etwa 1/3 gesunken. Im Moment sind auch Stiftungen grosse Geldgebern, da nicht mehr alle Mitglieder ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen wollen. Dass beispielsweise die USA als grösster Geldgeber unter republikanischem Einfluss die Mittel streichen und dann Stiftungen einspringen, wird genau von der gleichen rechten Ecke die das verursacht hat, kritisiert....
Wenn es darum geht die Macht von GAFA einzuschränken, sind meist auch Parteien dagegen, die ich im Rechten Spektrum, wenn nicht sogar an dessen Rand verorten würde.
Ja, auch ich finde, dass die Macht von Pharmakonzernen teils gebrochen gehört. Aber überlegen sie mal wie wir in diese Position gelangt sind. Von der neoliberalen Seite her hiess es immer, alles müsse Gewinn abwerfen und müsse privatisiert werden. So sind wir jetzt in der Lage, dass teilweise Impfstoff an Universitäten mit staatlichen Mitteln entwickelt wurde und private Konzerne daraus Gewinn erwirtschaften dürfen. Das gehört für mich geändert. Ebenfalls der Patentschutz. Wer Impfstoff herstellen will und kann soll dies tun, ebenso wie es mit dem Impfen selbst gehandhabt wird. Aber auch in diesem Punkt stellt sich die Rechte quer und verunmöglicht eine Lockerung des Patentschutzes. Ich bin es mittlerweile leid all diesen Widersprüchen im Denkmuster solcher Leute nachzugehen und dies auch noch verstehen zu wollen. Es geht nur um Idoelogie und Glaube an eine Sache. Rationale Argumente helfen nicht mehr.

Zu ihrem einleitenden Statement eine persönliche Einschätzung, die Konzentration an Braunem dürfte in den 30% deutlich höher sein als in den anderen 70%. Auch macht mir die Sache ein wenig Angst, wenn man mal über unsere nördliche Grenze schaut und sich mal den NSU-Skandal vor Augen führt und was da alles abgegangen, bzw. nicht abgegangen ist.

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Eine Aufgeschreckte
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· editiert

Lieber Hr. K., Vielen Dank für die sachliche Klarstellung! Was mich beelendet: man kann es klarstellen und trotzdem werden von denselben Leuten bei nächster Gelegenheit wieder dieselben Pauschalisierungen/Behauptungen und Fakes in den Raum gestellt, gebetsmühleartig, immer wieder…

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Danke für diese ausgezeichnete Replik, die sich voll mit meiner Einschätzung deckt!

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Eine Aufgeschreckte
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· editiert

Auch ich hatte meine Identität in den „alternativen“ „establishmentkritischen“ „anderen“ Welterklärungen „ausgebildet“: in zahlreichen Kursen, Weiterbildungen und mehr als einer Ausbildung entwickelte ich mich „gewaltfrei“ „anthroposophisch“, „komplementär- und alternativmedizinisch“ und über hippe Körper- und Psychotherapierichtungen weiter, begegnete den Tiefen menschlicher Gier und Ignoranz in der Meditation usw. Die Erzählungen der Kursleiter*innen, Gruppen und Gemeinschaften tönten bis vor einigen Jahren ja auch plausibel, sozialkritisch, tolerant, menschenfreundlich, naturliebend - Versprechen besserer Welten durch Selbstschulung. Eine „wissende“ Gemeinschaft zu der ich dazugehören wollte, eine „neue“ Welt, die ich mitgestalten wollte. Schleichend haben sich die Menschen in diesen Gruppen in eigenen Metaphysiken zusammengefunden. Man führte „tief schürfende“ Gespräche, kam in Gleichklang der Meinungen. Nur wer die GLEICHE ANTWORT vertrat, gehörte dazu.
Nur langsam stellte sich bei mir Irritation ein, zunehmend nach 9/11. Denn immer deutlicher wurden die Pauschalisierungen, die Desinformation und auf Anekdoten basierenden Denkfehler. Die Desinformation in diesen Kreisen hat nicht erst mit Corona begonnen! Verschwörungstheorien wurden sichtbar und erste antisemitische Weltverschwörungen wurden ernsthaft diskutiert. Da war sie die Konspiration, diese Gleichschaltung des Geistes: Wer sich nicht mitempörte, wurde gemieden! Bestenfalls belächelt! Wer nicht gleichgeschaltet ist, stört das Gemeinschaftsgefühl! Schon VOR Corona. Sozialisierung ist da knallhart.

Solange Kritik zu Zugehörigkeit führt ist sie sexy! Wenn sie die eigenen Abgründe beleuchtet, wollen die meisten sie nicht mehr hören.

Das ist die Spaltung, die so zerstörerisch ist! JEDE Gruppe funktioniert so: Dem nicht Mitschunkelnden ist die Häme des „Stammtisches“ gewiss.
Egal welcher „Stammtisch“! Überall, wo Antworten vertreten werden, gibt es einen „Stammtisch“!
Zugehörigkeit ist emotional NICHT vernünftig!

Die Stimme der Freiheit aber ist eine Vernunftstimme, eine Stimme der Autonomie. Die Stimme der Freiheit ist eine fragende Stimme, mit nur vorläufigen Antworten, eine prüfende skeptische Stimme (dh. eine wissenschaftliche Stimme). Respekt gehört dem Kompetenten, dem Experten seiner Sache. Es ist gerade deshalb keine elitäre Stimme: sie öffnet sich vielmehr dem Expertinnendialog und der Debatte. Und - die Stimme der Freiheit denkt immer auch Menschenwürde mit und seit dem Club of Rome auch die Anerkennung alles Lebenden und der Erde als Lebensraum.
Deshalb erschrecke ich, wenn Massen unreflektiert Rechtsradikalen folgen, wenn Covidgesetze nicht mehr gelesen sondern nur noch bekämpft werden, wenn Trychler in diesem Verbund emotionalen Zusammenhalt erzeugen.
Ist das bereits die Verschiebung der Normalität, die einen rechtsfreien Raum erst möglich macht?

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(durch User zurückgezogen)
Eine Aufgeschreckte
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Was wollen sie damit sagen? Der letzte Satz ist ohne die vorherigen Ausführungen NUR ein leeres Schlagwort, für jeden Zweck instrumentalisierbar! Und ICH möchte mich NICHT von irgendetwas instrumentalisieren lassen.

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Mensch
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· editiert

"Laut der Recherchegruppe Antifa Bern..." - Im Ernst jetzt? Sind das die anonymen Mitautoren der Republik? Klar, die Reportage klingt ja auch richtig nach Insider. Naja die Geschmäcker sind verschieden - mich erinnert der Stil dieses "Berichts von der Front" irgendwie an Schülerzeitung, der Groove in den sich Daniel Ryser da hineingeschrieben hat.
Ganz im Ernst: Jeder, der es wissen will, kann es sehen (es existieren unzählige Videos davon im Netz) wie auf den Grossdemos überall auf der Welt (zuletzt in Brüssel) aber eben auch in der Schweiz von der Polizei eingesetzte Agents Provokateurs ihr Unwesen treiben. DAS ist der eigentliche Skandal über den die Medien berichten sollten.

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Multifunktional
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OK, verstehe ich richtig, dass Sie uns mitteilen wollen, die schweizweit bekannten Repräsentanten der Neonazi-Szene seien in Wahrheit nicht aus eigenem Antrieb an der Demo gewesen sondern seien von der Polizei aufgeboten worden um die Demo der Massnahmengegner zu stören und das Image derselben zu sabotieren?
Sorry, aber eine dümmere Ausrede habe ich noch selten gehört. Da ist man ja glatt sprachlos. 😳

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Mensch
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· editiert

Nein das verstehen Sie nicht richtig. Multifunktional? Man kann auch Läuse UND Flöhe haben.

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Fix Hoch
ehem. EDV Unterstützer
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Gleichfalls: "Im Ernst jetzt?"?

(Manchmal wäre es gut, man hätte so ein kleines Kontingent an Klicks, die auf einmal 10 Minuspunkte im Bewertungssystem eines Kommentars vergeben könnten.)

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Recherchegruppe
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Sehr wichtiges Thema und ein Bericht mit einigen wirklich interessanten Punkten. Aber die Antifa Bern als „Recherchegruppe“ zu bezeichnen mutet doch grotesk an.

Es schadet der Glaubwürdigkeit der Republik, dass ein anonymer Autor mitschreiben darf, jedoch nicht offengelegt wird, welcher Gruppe dieser angehört, ob er Journalist ist oder nicht und weshalb er anonym bleiben will. Die Überschrift „Zur Transparenz“ steht dann etwas arg im Widerspruch mit dem einen Satz, der darunter folgt.

Entspricht dies den journalistischen Standards, die sich die Republik setzt?

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Der Autor ist freier Journalist und gehört keiner „Gruppe“ an, was immer Sie damit meinen. Während der Zusammenarbeit teilte er mir mit, es sei ihm angesichts des Themas nicht wohl, mit Namen erwähnt zu werden. Ich respektiere schliesslich den Entscheid, weil Drohungen gegen Medienschaffende im Moment eskalieren. Betreffend „Recherchegruppe Antifa Bern“ teile ich Ihre Ansicht nicht. Die Gruppe leistet aus meiner Sicht, ich konnte mich persönlich überzeugen, klassische Recherchearbeit mit Informationen, die wasserdicht sind. Entscheidend ist aus meiner Perspektive bei beiden Punkten einzig die Frage: Stimmen die Informationen im Text? Alles andere sind in meinen Augen Nebelpetarden, um sich nicht mit dem eigentlichen Inhalt des Textes auseinandersetzen zu müssen.

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Recherchegruppe
·

Vielen Dank für die Ergänzung, die ich gerne in der Transparenzbox gelesen hätte.

Bei der Bezeichnung der Antifa Bern geht es nicht um die Qualität ihrer Arbeit, die ich nicht in Frage stelle, sondern darum, dass es eine Fehlbezeichnung ist: Die Antifa Bern ist eine politische Organisation, die durchaus auch Recherchearbeit leistet, jedoch nicht primär. Die Bezeichnung „Recherchegruppe“, aber, insinuiert eine unabhängige Expertenposition.

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Weshalb die Quelle anonym bleiben will dürfte klar sein.

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Eine sehr gute Recherche! Auch wenn die Motive der Demonstrierenden sehr unterschiedlich sein können, so lässt sich nicht abstreiten, dass die Schnittmenge der Überzeugungen von MassnahmengegnerInnen und Rechtsextremisten gross ist. Die Zunahme der Radikalisierung und das immer dreistere Auftreten von Rechtsextremisten lässt wenig Gutes für die Zukunft erwarten.

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Leserin
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Ich hätte mir vor 30, 40 Jahren nie vorstellen können, dass Nazi-Gedankengut eines Tages als Beigemüse auf Demonstrationen von sich kritisch Fühlenden einfach so in Kauf genommen würde. Die unvorstellbaren Schrecken des 2.Weltkriegs, das industrielle Töten von Menschen jeden Alters, der kollektive Wahn Deutschlands, die Juden seien schuld an der schlechten Stellung des Landes in der Welt: "Nie wieder "schienen nach dem Krieg die meisten zu fühlen. Und jetzt das, abzulesen im Dialog. Ein Mann in den Kommentaren gibt sich zerknirscht, sagt, er sei halt nicht so der Wehrhafte. Aber andere, eher ehemals 80-er Bewegte, Internationalistische, Solidarische, Linke blenden diese schrecklichen Embleme, die Relativierungen, die Gefahr einfach aus. Was ist mit der Schweiz passiert? Seliges Vergessen? Oder ist es der latente Antisemitismus, auch unter Linken, auch in der Schweiz? Wo ist das Nie wieder geblieben?

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Mensch
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· editiert

Liebe Frau D., das hätte ich mir wahrlich auch nicht vorstellen können. Jedoch lege ich meinen Fokus auf die Gegenwart, denn was nützt uns Geschichtsverständnis, wenn wir nicht daraus lernen? Hier ein Link zu einem Interview, wie ich es in der Republik vermisse. Es zeigt schonungslos auf, welches Verbrechen wir als Gesellschaft gerade heute und jetzt zulassen und inwiefern wir uns zu Mittätern machen, wenn wir uns nicht endlich wehren und Nein-Sagen. Bitte hören Sie es sich an und schreiben Sie mir Ihre Meinung.

https://youtu.be/tD3OQi7R04A

"Der Mensch ist seinem Wesen nach sinn- und wertorientiert. Die Sehnsucht, ein sinnvolles Leben zu führen, ist in jedem Menschen vorhanden. Wird der Wille aber zum Sinn langanhaltend frustriert, gerät der Mensch in eine Missbefindlichkeit, die in eine Fülle von Störungen umschlagen kann." Die Logotherapie, die bedeutende Wiener Schule der Psychotherapie, die von Prof. Viktor Frankl in Wien gegründet wurde, will genau da helfen. Jetzt, in der sogenannten Corona-Krise, geraten vor allem Kinder und Jugendliche durch die politisch verhängten Maßnahmen aus ihren Zusammenhängen, aus dem Tritt und leiden teils massiv. Hören Sie hier ein Interview mit Prof. Boglarka Hadinger, Leiterin des Instituts für Logotherapie und Existenzanalyse in Tübingen und Wien. Das Interview gab sie im September letzten Jahres für eine Tageszeitung, die es dann aber doch nicht abdruckte. In erweiterter Form war es dann bei den "Ärzten für Aufklärung" erschienen. Für Radio München haben es die SprecherInnen Sabrina Khalil, Jana Aschenbroich und Ulrich Allroggen eingesprochen.

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Leserin
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Sehr geehrte Frau M., wissen Sie, wer Viktor Frankl war, der Begründer der Logotherapie? Er, seine Frau und seine Eltern wurden 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Seine Angehörigen wurden ermordet, er wurde in Auschwitz von den Amerikanern befreit. Nach dem Krieg schrieb er das Buch: Trotzdem Ja zum Leben sagen. Ich wundere mich sehr, dass Frankls Gedankengut und die Logotherapie im Beitrag von München Radio dazu benutzt werden um über die Schädigungen an Kindern zu sprechen, die nach Meinung der zitierten Expert:innen durch die Pandemiemassnahmen erfolgen. Was aufgezählt wird: Kinder ohne Garten, Kinder mit Licht- und Luftmangel, Kinder mit zu wenig Förderung - das war schon lange vor der Pandemie ein grosses Problem und ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals eine breite Bewegung gab, diese Probleme anzupacken: Strassen zu sanieren, Autos leiser zu machen, bessere Arbeitsbedingungen für Eltern zu erreichen, existenzsicherende Löhne etc. etc. Das meine Antwort an Sie.

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Und, bevor Sie sich das Interview anhören, Christina, überlegen Sie sich, warum «eine Tageszeitung» das Interview angeblich nicht abdrucken wollte, warum M. genau so etwas «in der Republik» vermisst, wie Hadinger an das Interview, das sie einer anderen Tageszeitung gegeben haben soll, kommt, und für welche «Werte» Radio München genau einsteht. Also, im Sinne von M., ganz «einfach Fragen stellen, viele Fragen, auch verbotene Fragen [] Wer könnte an so einem Ergebnis interessiert sein?»

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Eine Aufgeschreckte
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· editiert

Vielen Dank, C. D.. Ihre klaren Worte geben mir wieder etwas Halt, nach dem grossen Erschrecken darüber, was hier von „Mitläufer*innen“ erzählt und geglaubt wird.

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Natürlich ist Antisemitismus auch unter Linken verbreitet. Wir erinnern uns an das Plakat der JuSo im Zusammenhang mit der Konzern Verantwortung Initiative.

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Abonnent
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Ich erinnere mich nicht. Können sie mir auf die Sprünge helfen?

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Eine eindrückliche Recherche, danke.
Es ist wichtig über die Aktivitäten rechtsextremer Gruppen informiert zu sein.
Tatsache ist wohl, dass die weitaus meisten Massnahmengegner nicht rechtsextrem sind, aber Gefahr laufen von Rechtsextremen vereinnahmt zu werden.
Das Problem ist älter als Corona: Warum laufen immer mehr Menschen, die sich von Wirtschaft und Politik unverstanden und unvertreten fühlen, der Linken davon und den Rechten in die Arme? Die Akzentuierung des Links-Rechts-Gegensatzes und die Verurteilung der Überläufer hilft nichts, sondern verschärft das Problem. Hier steht die Linke vor einem Riesenproblem, das noch kaum in Angriff genommen wurde.

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Mensch
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Wie schwierig es auf der Strasse ist, sich von gewaltbereiten und extremistischen Gruppierungen zu distanzieren, zeigten uns vor der Pandemie die regelmässig stattfindenden Hooligan-Aufmärsche bei ansonsten friedlichen Fussballmatches. Wie lange versucht der FCZ dieses Problem schon zu lösen? Niemand findet die Hooligans gut, ausser sie selber.
Die mit allen propagandistischen Mitteln (neudeutsch: social engineering) vorangetriebene Denunziation einer sehr heterogenen und grossen Gruppe von friedlichen Menschen, die sich beim grössten Eingriff in unsere demokratischen Grundrechte seit dem 2. Weltkrieg zumindest unwohl fühlen (aufsteigende Reihenfolge der Zuschreibungen: Schwurbler, Esoteriker, Verschwörungstheoretiker, Coronaleugner, Rechte, Reichsbürger, Neonazi, Antisemit) ist einer Demokratie nicht würdig. Die Menschen auf den Corona-Demonstrationen verteidigen unserer aller Rechte gegenüber einem übergriffigen Staat und einer ausser Kontrolle geratenen global agierenden Elite (finanziell-digitaler Komplex). Die Spaltung der Gesellschaft ist gewollt, die Radikalisierung einzelner Gruppen ebenfalls. Ich stimme der «Freien Linken» zu, dass es um einen Kampf Unten-Oben und nicht Links-Rechts geht. Letzteres ist provozierte Ablenkung. Wo bleibt hier der beliebte Aufschrei in der Republik bezüglich False Balance?

P.S. Stört nur mich, dass der Artikel «in Zusammenarbeit mit einem Autor, der anonym bleiben möchte» entstand?

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Ihr Versuch, das Mitmarschieren mit Nazis zu verharmlosen, ist nicht sehr gut gelungen. Bitte noch einmal üben. Oder vielleicht lieber nicht.

Sorry, aber anders als mit Sarkasmus kann ich auf einen solchen Beitrag nicht reagieren.

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Eine Aufgeschreckte
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Auch ich schreibe zu diesem Thema nur noch anonym, um mich vor der „sanften“ Aggressivität und „toleranten“ Radikalität dieser ach so „harmlosen“ Massnahmegegner*innen zu schützen, WEIL ich zwischenzeitlich einiges darüber weiss, welcher Art die Drahtzieher sind. Geldgeber sind immer zu prüfen. Anführer auch. Haltungen, Welt-und Menschenbilder sind ebenso zu prüfen wie der Wahrheitsgehalt angebotener Antworten.

Wir sehen in schrecklicher Weise am Beispiel der Nationalsozialisten, dass, wenn Vorurteile, wenn Rassismus, wenn radikaler Judenhass gepredigt wird, propagandistisch verbreitet, dass dann die Tendenz auch naheliegt, dass Propaganda in Praxis umgesetzt wird.. (Dr. Martin Cüppers, Historiker in „Wannseekonferenz dok“ des zdf)

„Nicht-Wissen“ zu monieren ist nicht nur naiv sondern gefährlich.

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Sorry, der FCZ macht ausser Phrasen dreschen leider gar nichts.
Nach jeden Ausschreitungen dieselben müden Entschuldigungen und Schuldzuweisungen..

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Danke herzlich.
Mich interessiert jedoch auch wie und womit die Anführer *Innen ihr Geld verdienen und wie die leben.
Ich selbst kenne nämlich solche die gross gegen den Staat wettern aber genau von dem leben (sozialunterstützung, IV)

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Es ist einfach lächerlich, beelendend und grotesk : die REPUBLIK produziert sich hier als einziges Propagandamedium !
Bereits ganz am Anfang, bei den ersten Versuchen von Menschen, in der Öffentlichkeit auf die Schwächen des offiziellen Narrativs und der daraus 'abgeleiteten' (besser damit begründeten) Massnahmen hinzuweisen und als langsam mehr Menschen wagten, zu mahnen oder gar zu demonstrieren,
konnte man bei Euch nur lesen, dass diese Menschen mit Rechtsextremen unterwegs wären und welche Gefahren damit verbunden seien und wie diese Menschen verantwortungslos seien.

  • Nach der 'berüchtigten' Demo in Berlin (bei der übrigens nur gerade Rechtsextremen ein Stand in der engeren 'Bannmeile' um den Reichstag erlaubt wurde,. die dann brav ein idiotisches Stürmchen auf ebendiesen veranstaltet haben) konnte man bei Euch nur eine Reihe von schmähenden Etiketten (Querdenker, ...leugner, ..., Rechtsextreme) zur Charakterisierung der Teilnehmr:innen lesen - ohne die geringsten Ansätze zu Diffenerenzierungen und ohne die leiseste Bemühung um die wahren Beweggründe der sehr unterschiedlichen Teilnehmer:innen.

Nachdem es zu offensichtlich wurde, dass es hier nicht um rechtsextreme Demos ging, wurden diese Demos (und werden es immer noch) schlicht verschwiegen - ausser es gab die klitzekleinste Gelegenheit irgendwelche Fehlleistungen einzelner Teilnehmer:innen aufzubauschen !

Neulich ist es doch wirklich einzelnen Gruppen, die vielleicht die Bezeichnung rechts oder gar rechtsextrem verdienen könnten, gelungen, sich ein bisschen ins Zentrum zu spielen - und sofort geht wieder ein agitatorisches Geschrei los, um die ganzen friedlichen - offenen - fröhlichen Manifestationen unter gehässigsten Anschuldigungen zu diskreditieren und in den politischen Kübel zu werfen.
Selbstverständlich sind solche Manifestationen gefundene Gelegenheiten für 'Extremisten' (oder auch für manipulatorische Machenschaften), sich diese möglichst anzueignen (oder sie einfach zu diskreditieren).
Aber anstatt festzustellen, dass dies in den ganzen zwei Jahren kaum bis gar nicht gelungen ist, und die Menschen in ihren echten Anliegen abzuholen und zu unterstützen, diskreditiert Ihr Euch selbst durch nichtigsten Agitationismus !

Warum geht Ihr nicht lieber der Frage nach, warum 'die Linke' in diesen zwei Jahren so kläglich versagt hat und in keinem einzigen Moment fähig war, sich und dem politischen und sozialen Umfeld auch nur den geringsten Freiraum für sachliche offene Gespräche - Diskussionen - Debatten zu eröffnen ?

  • Sie hat sich völlig in der Deffensive zu selbst konstruierten Feindbildern verschanzt !

Aus dem eigenen Versagen heraus kläffende Angriffe auf unschuldige - besorgte - andersdenkende Menschen zu starten, ruft im besten Falle danach, endlich ein bisschen erwachsener zu werden .....

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Lucia Herrmann
Community @ Republik
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Lieber Herr H.,
es ist ja kein Geheimnis, dass Sie mit der Berichterstattung der Republik nicht immer zufrieden sind. Aber muss es gleich in diesem Ton sein? Ich meine, was für eine Antwort erwarten Sie denn da? Wenn mir jemand erst einmal beleidigend ins Gesicht brüllt, dann habe ich (ganz ehrlich) keine Lust, mich mit seinen Argumenten auseinanderzusetzen. Es ginge auch anders.
Mein Eindruck ist also: Sie wollen einfach Ihren Ärger loswerden. Das tut vielleicht Ihnen gut, mir (und vielleicht auch einigen anderen hier) vermiest es den Sonntagmorgen. Deshalb die Bitte: Entweder ernsthaft gemeinte, konstruktive Kritik, oder die Wut draussen in der Natur rauslassen, aber nicht hier.

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Liebe Lucia Herrmann - Ihre Einleitung ist jetzt auch nicht gerade die eleganteste - gemessen an Ihrem Vorwurf ;-)

  • einerseits tut sie nichts zur Sache

  • anderseits stimmt sie auch nicht in dieser platten Form, denn ich kritisiere immer aus Besorgnis und spreche konkrete Probleme an

  • und ich melde mich durchaus auch mit ausdrücklich positiven 'Kritiken' bzw. Komplimenten ...

Was meine Einleitung betrifft: Versuchen Sie doch diesen Satz
"Es ist einfach lächerlich, beelendend und grotesk : die REPUBLIK produziert sich hier als einziges Propagandamedium !"
einmal als Aussage zu lesen anstatt nur als etwas irritierten Vor- und Anwurf.
Zusammen mit meinen ausdrücklichen Erklärungen dazu könnte dann meine Kritik plötzlich sachlich und interessant erscheinen.

  • Falls Sie an den Aussagen und Argumenten nicht interessiert sind, laufen Sie Gefahr, meine Vorbehalte direkt zu bestätigen.

Trotz allem noch einen schönen Sonntag - und danke für die ab und zu ganz interessierten, reflektierten, umsichtigen, ausgewogenen und insgesamt sorgfältigen Artikel in diesem Medium !

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Eins vorweg: Ich verurteile Rachtsradikalismus und ich war an keiner Demonstration gegen die Corona Massnahmen mit dabei. Ich kann also nicht beurteilen ob aktiv rechtsradikales Gedankengut gestreut wurde.

Allerdings stellt sich mir die grundlegende Frage, ob nicht alle Menschen gegen die Corona-Massnahmen demonstrieren dürfen, unabhängig ihrer sonstigen Gesinnung.

Ich erachte es als extrem gefährlich, nun der Merheit der Demonstranten eine Nähe zum rechtsradikalen Gedankengut zu unterstellen, weil sie sich nicht aktiv von anderen Teilnehmern dieser Demonstration distanzieren. Zumal sich bei den 1. Mai-Demonstrationen auch immer Personen darunter mischen, welche den eigentlichen Sinn der jeweiligen Demonstration für Ihre Zwecke missbrauchen.

Dieser generelle Verdacht führt doch dazu, dass sich diese Gruppe von Menschen, welche sich jetzt schon nicht ernst genommen fühlt, weiter entfernt und im schlechtesten Fall extremiert. Dies kann unmöglich das Ziel sein.

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Abonnent
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Was sie hier tun, ist Umkehr der Verantwortung: Die Demonstierenden stehen in der Verantwortung, sich gegen Rechts abzugrenzen, das müsste sogar ihr eigenes Interesse sein, wären sie redlich. Niemand unterstellt, dass die Demonstrierenden alle Nazis sind. Was feststeht, ist, dass sie nichts oder zu wenig tun, um das Naziproblem in ihren Reihen zu lösen, mehr noch: Gewisse Köpfe umarmen die Nazis, wie die Recherche aufzeigt. Das ist ein No-Go. Ihr 1. Mai Vergleich hinkt extrem. 1. Reden wir hier von Nazis und 2. ist es einfach ein gern benutzer Whataboutism des Bürgertums um Arbeitervolklore abzuwerten den sie hier bemühen. Der 1. Mai in der Schweiz ist weniger gewalttätig, als die NZZ et al immer suggerieren. Gefährlich sind diese schlechten Vergleiche, wie ihrer, und die Normalisierung des Rechtsextremismus.

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Herr S., der 1. Mai ist weniger gewalttätig als NZZ et al. suggerieren? Aber die Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen sind viel gewalttätiger wie NZZ et al. suggerieren?

Verstehe ich Ihre Auslegung von Redlichkeit korrekt, müssten sich im Umkehrschluss auch alle Teilnehmer der 1.-Mai-Demonstrationen aktiv von roten Block distanzieren, was so viel heisst wie nicht demonstrieren. Sonst könnte man ja annehmen, sie heissen die Krawalle und die extreme Ausrichtung einiger Wenigen gut. Verstehen Sie worauf ich aus bin?

Klar, einzelne Verbindungen der Massnahmen Skeptiker mit rechts wird es geben, nur darf man deswegen nicht alle Massnahmen-Gegner als “rechts” darstellen und verurteilen. Weil diese ungerechtfertigte Pauschalverurteilung zu einer noch grösseren Spaltung führt. Auch Minderheiten müssen in einer Demokratie annerkannt werden weil sie sonst ins Extreme gedrängt werden. Was jetzt sehr schön sichtbar ist. Man nimmt die Massnahmen-Kritiker und ihre Anliegen bis heute nicht ernst und stellt sie als einen Haufen minderbemittelter Esoteriker dar. Es überrascht daher nicht, extremisieren sich einige davon.

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Mensch
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Hallo Redaktion
Wieso wird mein Kommentar zensiert? Er bezieht sich auf den Artikel und verstösst nicht gegen die Etikette.

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Der Beitrag wurde verborgen, weil Ihr Beitrag über die Hälfte genauso schon in einem Diskussionsstrang weiter unten steht, samt YouTube-Link.

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Vielen Dank euch für diesen Artikel. Ich bin sehr erstaunt darüber wie unvereinbar die Positionen auch hier in dieser Diskussion sind. Das Rechtsextreme sich neu Gruppen und Orte für ihre Ideologie nurtzen ist kein neues Phänomen. H. Stutz berichtet darüber schon seit langem. Aber weshalb bei einer neu angenommen „Bedrohung“ wieder auf diese alte Ideologie gesetzt wird ist mir nicht verständlich. Ich kann hier nur mal empfehlen den Film über die Wannseekonferenz zu schauen oder hannah arendt die banalität des bösen zu lesen.

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Was man in diesem Zusammenhang einfach auch mal aufzeigen sollte ist das Thema "Spiritual Bypassing" aus dem Trauma Bereich.
Viele Traumata gehen mit intensiven spirituellen Erfahrungen einher. Gerade im esoterischen Bereich findet sich eine grosse Mehrheit schwer traumatisierte Menschen. Ich habe selbst Trauma erlebt, inkl. intensiver spiritueller Erfahrungen und bewegte mich im Rahmen eines Heilungsprozesses danach lange Zeit in diesen Kreisen. Es ist extrem schwierig, da den Boden unter den Füssen zu behalten.
"Spiritual Bypassing" bezeichnet die Tendenz, sich in spirituelle Dimensionen zu "flüchten" und die "irdischen Probleme" über die Spiritualiät zu lössen. Dies führt zu einer Loslösung vom hier und jetzt, einer Loslösung von den unangenehmen Gefühlen die mit den Problemen einher gehen - und zu einer vermeintlichen "distanzierten Objektivität". (Die übrigens die Traumata in keinster weise löst) In Tat und Wahrheit führt es zur Unfähigkeit, im Körper zu sein, Unfähgikeit im Kontakt mit den eigenen Gefühlen zu sein. Und neuropsychologisch ist erwiesen: Verlieren wir die Fähigkeit Gefühle zu fühlen, können wir keine Entscheidungen mehr treffen. Ohne Gefühle, keine Orientierung. Ohne Gefühle, keine Grenzen, weder mir noch anderen gegenüber. Und nein! "Friede, Freude Eierkuchen" ist kein Gefühl. Ich hatte viele sehr begabte Heilerinnen - und jede von ihnen war schwer traumatisiert, meistens durch sexuellen Missbrauch in der Kindheit. Total unverarbeitet. Und jede hat früher oder später komplett die Orientierung verloren - entweder selbst Übergriffe im therapeutischen Prozess gemacht, oder sind spätestens mit Corona in die absurdesten Verschwörungstheorien abgerutscht.
Ich konnte mir meinen Zugang zur Spiritualität bewahren und meine Füsse trotzdem fest auf der Erde verankern (dank meinem Neuropsychologie Studium, meiner super kritischen Familie und meiner eigenen Wissbegierde :-D). Leider ist das sehr selten, weil es tatsächlich in der Gesellschaft absolut keine Sensibilisierung und Aufklärung zum Thema Trauma, Spiritualität & Nervensystem gibt.

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Debattierfreudiger
·

Vielen Dank für Ihren Beitrag. Sie fassen dieses Phänomen exzellent zusammen. Und obwohl alle grossen Religionen, auch der Buddhismus, vor diesem Phänomen warnen, hat man trotzdem oft das Gefühl für einen selber zähle dies nicht und nur die andern hätten dieses Problem.
Allerdings gibt es auch viele Massnahmenskeptiker, die nichts mit dieser Spiritualität am Hut haben, siehe beispielsweise "Juristenkomitee".

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Ja absolut! Das bezog sich natürlich nur auf diese spezielle Untergruppe - die ja leider auch ziemlich gross ist. Und es ist einfach ein Thema, das man im Moment sehr gut beobachten kann und das auch am meisten "aufschreckt", wenn die "Frieden und Nächstenliebe - Predigenden Meditierenden" um es mal überspitzt darzustellen, sich plötzlich mit Neonazis zusammenschliessen...
PS: selbstverständlich bin ich auch nicht komplett davor gefeit, nie den Boden zu verlieren. :-D Das wollte ich damit nicht sagen. Eher betonen, dass ich aus eigener Erfahrung verstehen kann wie schwierig es ist.
PPS: Es gibt ja nicht nur die Flucht in die Spiritualität, sondern eben auch in alle möglichen Extreme, wenn man Halt sucht...

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Ich habe eine vielleicht etwas naive Frage. Meine persönliche Demo-Erfahrung beläuft sich nur auf einige eher grosse Demos, bei denen ich irgendwo mitten im Demonstrationszug fern der Spitze lief. Da hätte ich nie und nimmer mitbekommen, was an der Spitze vorne abgeht. Man sieht ja nur die Rücken von den nächsten paar Reihen an Teilnehmenden direkt vor sich, Transparente sind meist auch nur von vorne beschriftet. Hier waren es offenbar etwa 2000 Personen, ich kann das nicht abschätzen: Wenn die Spitze von Neonazis gekapert wird, bekommt das der normale Demo-Teilnehmer irgendwo weiter hinten überhaupt mit?

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Multifunktional
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Sie haben sicherlich recht, dass bei einer Grossdemonstration die hinteren Reihe nicht mitbekommen, was vorne vor sich geht. Jedoch möchte ich darauf zurückkommen, was ich weiter unten im Thread geschrieben habe:

"Es gibt prinzipiell nur 2 gute Möglichkeiten auf eine Situation zu reagieren, bei der Neonazis eine Veranstaltung kapern (egal, was für eine).

  • falls man sich traut und nicht alleine ist: sich den Nazis entgegenstellen und mit „Nazis raus“-Slogan klar Stellung beziehen.

  • man kein Risiko eingehen will: die Veranstaltung sofort verlassen".

Nehmen wir einfach mal an, dass die Personen direkt hinter den Neonazis oben genanntes Vorgehen anwenden und sich entweder den Nazis geschlossen entgegenstellen - sie sind ja viel mehr! So würde sich das Problem wohl recht schnell lösen lassen.

Nehmen wir als zweites an, dass die Personen hinter den Nazis nicht die Zivilcourage haben, sich diesen entgegenzustellen und die zweite Variante wählen - sich aus deren Dunstkreis zu entfernen. Verhalten sich die nachfolgenden Reihen alle gleich, wären die Nazis innert kürzester Zeit alleine auf weiter Flur und die friedlichen Demonstranten hätten ein klares Zeichen gesetzt.

Mitlaufen, so tun als ob nichts wäre, die Situation schön reden usw. ist genau das, was das deutsche Volk anno dazumal tat und was den Nazis erst die Errichtung einer Diktatur ermöglichte. Es ist feige und es ist falsch. Punkt

Und da tragen effektiv die am nächsten bei den Nazis laufenden Personen die Hauptschuld. Wie mein Vater früher bei einem Stau auf einer Hauptstrasse sagte: "Nicht der vorderste, der langsam fährt ist schuld am Stau, sondern der zweite, der nicht überholt." (Wobei ich mir bewusst bin, dass die Analogie in diesem Fall nicht ganz verhäbt).

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Nehmen wir einfach mal an, dass die Personen direkt hinter den Neonazis oben genanntes Vorgehen anwenden und sich entweder den Nazis geschlossen entgegenstellen - sie sind ja viel mehr! So würde sich das Problem wohl recht schnell lösen lassen.

Nehmen wir als zweites an, dass die Personen hinter den Nazis nicht die Zivilcourage haben, sich diesen entgegenzustellen und die zweite Variante wählen - sich aus deren Dunstkreis zu entfernen. Verhalten sich die nachfolgenden Reihen alle gleich, wären die Nazis innert kürzester Zeit alleine auf weiter Flur und die friedlichen Demonstranten hätten ein klares Zeichen gesetzt.

Das klingt logisch und so müsste es in der Tat sein. Dies ein paar Mal, und den Neonazis würde das "Spiel" verleiden.

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Eine Aufgeschreckte
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Dann können Sie sich spätestens jetzt, nachdem Sie den gut recherchierten Artikel von Daniel Ryser gelesen haben, NICHT mehr als naiv bezeichnen, sondern „wissen“ nun, wem Sie da hinterhermarschieren. Wenn Sie sich, wie jede freiheitsliebende mündige Bürger*in das tun würde, im Vorfeld informiert hätten, dann wüssten Sie, welcher Art die Drahtzieher sind, wer die Geldgeber, wer die Anführer. Sie hätten die Haltungen, Welt-und Menschenbilder geprüft und ebenso den Wahrheitsgehalt der angebotenen Antworten (um mich selbst nochmals zu zitieren!) aber anyway! Ab jetzt lässt sich Naivität nicht mehr vorschieben…

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Werte anonyme Aufgeschreckte, nur zur Klarstellung, ich laufe da überhaupt nicht mit und hinterher. Ich stehe politisch links der Mitte, bin dreifach geimpft und stehe voll hinter allen Massnahmen, obwohl ich nicht alle immer unkritisch sinnvoll fand. Und ich bin absolut der Meinung, mit Radikalrechten und Neonazis darf man sich nie, unter keinen Umständen, "ins Bett legen". Mein "naiv" war daher nicht rhetorisch gemeint, sondern wirklich im Sinne von: Vielleicht bin ich zu gutgläubig. Ich möchte nicht sämtliche Demo-Teilnehmenden nach dem Prinzip "mitgegangen, mitgefangen" in die rechte Ecke stellen, wenn ich nicht weiss, ob überhaupt allen klar sein konnte, was da passiert war. Die Frage ist daher ebenfalls nicht rhetorisch, sondern ernst gemeint. Wenn ich es richtig verstanden habe, war die Demo ja nicht von den Neonazis organisiert, sondern dann vor Ort gekapert worden.

Wenn jemand ein aus seiner Sicht berechtigtes Anliegen auf die Strasse tragen möchte, und die rechte Szene zunehmend das gleiche Anliegen für sich kapert: Dann kann der normale Jemand früher oder später sein Anliegen nicht mehr auf die Strasse tragen, weil er damit rechnen muss, dass die Neonazis die Demo übernehmen und prägen. Somit haben es die Neonazis dann geschafft, die anderen zum Verstummen zu bringen. Wie verhindert man das? Ich finde das ein echtes Problem, auf welches ich keine Lösung weiss.

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Also nicht mehr demonstrieren? Das nenne ich das Kind mit dem Bade ausschütten. Meine Lösung wäre sich vernetzen und die ekligen Trittbrettfahrer der Polizei melden. Oder wer hat die beste Lösung?
Langsam verstehe ich immer besser wie Antifa- und Reitschul- Jugend unterwandert werden konnten. Um die zu diskreditieren. Bei einer Demonstration von Fridays for Future in Zürich passierte mir einmal dasselbe. Schwarzgekleidete kaperten die Spitze des Demonstrationszuges und zündelten und knallten herum. Ich war sprachlos himmeltraurig und ging nach Hause. Das nächste Mal bin ich vorbereitet.

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Leserin
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Guten Tag Frau R.
Seit Juni 2020 weiss jeder einigermassen informierte Mensch, dass die Gefahr gross ist, an einem Demonstrationszug gegen die Covid-Massnahmen dem einen oder anderen Nazi zu begegnen. Von Demonstrant:innen kann erwartet, dass sie sich darüber informieren, wer organisiert, wer mitläuft, auf welchen Channels eingeladen wird, bevor sie an einer Demonstration teilnehmen.
Ich finde es haarsträubend, dass die "Bewegung der Massnahmengegner:innen" es nicht schafft, sich von den Nazis abzugrenzen. Da wird "hinterhergetrottet", und im Nachhinein jegliche Verantwortung für sein eigenes Tun abgelehnt.
Das Demonstrationsrecht als "körperlicher Akt", seine politische Meinung im Öffentlichen Raum kundzutun, finde ich ein unglaublich wichtiges Recht, das ich selbst oft und gerne wahrnehme. Mit diesem Recht geht aber tatsächlich auch die Verantwortung einher, sich darum zu kümmern, mit wem man sich im selben Demonstrationszug bewegt.
Sind die Massnahmengegner tatsächlich so naiv - wie sie es sagen - oder ist es ihnen egal? Aufgrund der Berichterstattung und auch aufgrund von Reaktionen von Massnahmengegner:innen in meinem Bekanntenkreis, gehe ich eher davon aus, dass es eben vielen egal ist. Das macht mir Angst.

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Ein Diagramm würde bei den vielen Namen und Vernetzungen viel helfen. Ich kann denen kaum folgen, so viele sind es. Plus, als Frage: Warum haben die öffentlich agierenden Personen das Recht auf Namensschutz?

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Oliver Fuchs
Stv. Chefredaktor
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Merci für das Feedback und die Frage. Zur Frage: Persönlichkeitsrecht ist ein hohes Gut - und es gilt unabhängig von persönlicher Gesinnung. In diesem Fall kann die Leserin alle relevanten Fakten erfassen, ohne dass die einzelnen Personen identifiziert sind.

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Danke! Diese überzeugende Aufklärungsarbeit ist dringend nötig. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät.

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Lieber Herr Ryser.
Vielen Dank für den Artikel.
Eine kurze Anmerkung:
Der Titel "Psychologin" ist - aus gutem Grund! - geschützt. Eine Ausbildung zur psychologischen Beraterin berechtigt nicht zum Tragen dieses Titels.

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Katrin Moser
Textproduktion
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Danke für den Hinweis, G. W.. Ich habe die Textstelle geändert. Ein schönes Wochenende noch.

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Herzlichen Dank, Ihnen auch.

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Unglaublich wichtiges Thema! Vielen Dank für die gute Recherche, umso früher wir das als Gesellschaft auf dem Schirm haben desto besser.

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Danke für diesen gut recherchierten Beitrag. Was mich sehr interessieren würde, ist wie verhindert werden könnte, dass "Neonazis die Demonstrationen übernehmen", wie ihr schreibt. Was wären gute Strategien dazu? Vieles hat sicher mit dem von euch beschriebenen Machtvakuum bei den anderen Gruppierungen der "Massnahmen-Gegner" zu tun. Wäre spannend, wenn ihr zu dieser Frage zum Beispiel mal einen Rechtsextremismus-Experten interviewen könntet.

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Danke für den Beitrag, gerade auch den Hinweis auf die internationale Vernetzung der Szene fand ich aufschlussreich. Müsste der Fotojournalist, der für die Ostschweiz aus Altdorf berichtet, aber nicht M. M. heissen?

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Katrin Moser
Textproduktion
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Guten Morgen, Sie haben völlig recht. Ich habe den Namen angepasst.

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impfbefürworter
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Obwohl der Artikel die Impfgegner nicht pauschal den Neonazis zuordnet, fällt auf, dass dies dennoch sehr viele Kommentatoren weiter unten tun mit dem Argument, "mitgegangen - mitgefangen". Diese Leute machen es sich zu einfach, denn die überwiegende Mehrheit der Demonsranten - man kann davon halten was man will - geht nicht mit dem Ziel einer Nazidemonstration, sondern um gegen die Massnahmen zu protestieren. Wer das in der Praxis funktionierende Rezept gegen die Kaperung einer Demonstration durch ideologische Gruppierungen präsentieren kann, darf die Massnahmengegner in die Nazipfanne hauen; alle Anderen nicht!
Weil Sie sonst den Impfgegnern das Demonstrationsrecht absprechen würden.
Aber so einfach funktioniert Demokratie eben nicht.

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Abonnent
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Es ist die Verantwortung der Organisator:innen Nazis rauszuschmeissen und die Verantwortung aller Teilnehmer:innen, im Zweifel nicht mitzulaufen. Mit Nazis zu marschieren lässt sich nicht rechtfertigen.

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Schlimm , dass diese gefaehrlichen Typen frei sich bewegen , wie sie von einem Ort zum andern reisen koennen , grad mit Covid und woher die Zeit und das Geld kommt!

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Neonazis setzen sich gern auf alles drauf, was ihnen mehr Aufmerksamkeit verschafft. Wobei sich für eine Überschrift Am Donnerstag ehrenamtlich in der Kita und am Freitag auf der Corona-Demo sicherlich ebenso Beispiele fänden. Die Nazis fallen auf, weil sie als organisierte Gruppe auftreten, mit entsprechender Lautstärke und entsprechendem Drohpotential. Artikel mit dem Tenor Corona-Gegner machen gemeinsame Sache mit den Nazis treffen trotzdem nur einen Teil der Wahrheit. Eine Zeitung hatte dieser Tage ein Bild, auf dem zwei Leute ein Transpi in die Höhe halten: "Wir sind keine Nazis". Es gibt also Abgrenzungsversuche, wenn auch sicherlich zu selten. Und ich kenne Skeptiker, die dort nie mitlaufen würden.

Vor den Wahlen in Deutschland habe ich mich mit einem AfD-Sympathisanten unterhalten (für einige sicherlich ein schwerer Knigge-Verstoß: "Man diskutiert nicht mit Rechten"). Auf meinen Einwand, dass in der AfD aber verhältnismäßig viele Nazis seien, die er dann ja mitwähle, und es gebe doch auch andere, appetitlichere Möglichkeiten zur Protestwahl, zum Beispiel eine Kleinpartei oder die Freien Wähler, antwortete er etwa so: "Wenn die Freien Wähler in die Nähe der 20 Prozent kämen und damit die Etablierten gefährden würden, dann würden bei den Freien Wählern auf einmal auch ganz viele Nazis entdeckt." Womit er vermutlich Recht hätte, wo doch das Lobby-System Tür-auf-Tür-zu-Wirtschaft-Politik-Wirtschaft nur begrenzt Futterplätze enthält.

Womit ich nicht sagen will, der Artikel beschriebe etwas, das es nicht gäbe. Die fundierte Recherche beschreibt aber nur einen Ausschnitt einesGesamtbildes oder Triptychons. Was natürlich völlig okay ist, solange das Publikum sich dessen bewusst bleibt.

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Das White-Power Zeichen, ist das dasselbe wie das "perfekt/ alles i.O." Handzeichen?

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Ja. Ursprünglich von 4chan als Witz gestartet, ist es nun doch so weit gekommen, dass es "echt" verwendet wird.

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Schade, ich mochte es. Oder sollte man es weiterhin nutzen?

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neonazi ist keine ausrede

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Eine Aufgeschreckte
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Bitte nicht diese Wortwahl!

Die Würde des Menschen ist zu achten und zu schützen. (Präambel unserer Bundesverfassung)

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Andreas Koch
Leser
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Lieber Anonym 4: Ich korrigiere meine Frage: Wie entfernt man diese die Würde des friedlich und demokratisch lebenden Menschen mit Füssen tretenden rechtsradikalen, antisemitischen, (potentiell) gewalttätigen Mob, bevor erste Opfer zu beklagen sind. Welches sind die preventive strikes, die unser Staat durchzuführen plant?

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Lucia Herrmann
Community @ Republik
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(Verborgen wegen Verstoss gegen die Etikette)

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(von der Redaktion verborgen)

(Verborgen, da Link bereits in anderem Diskussionstrang erwähnt)

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