Dialog

Beiträge zu «Im Chalet»



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Susanne Saam
Mitglied
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· editiert

Dass Banken Drecksgeschäfte machen: das wusste ich.
Dass Grosskonzerne in den Bereichen Rohstoffhandel und Lebensmittel über Leichen gehen: das wusste ich.
Dass in der Schweiz Reichtum mehr als alles andere zählt: das wusste ich.
Dass das Staatssekretariat für Migration oft zweifelhafte Entscheide fällt: das wusste ich.
Dass die Schweiz als Staat Beihilfe zur Leibeigenschaft leistet und die Leibeigenen dann verstösst wenn die Sache auffliegt, weiss ich nun auch.
Was ich nicht weiss: was soll ich jetzt tun, ausser kotzen? Wohin soll ich mit meiner Wut?
Exgüsé, ich finde grad keine gepflegteren Worte.
Edit: Grammatik.

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Demokratie-Fan
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Verstehe Ihre Wut und Ohnmacht sehr gut. Ich überlege mir schon seit längerem, mich auf den Bundesplatz zu stellen und meinen Schweizerpass zu verbrennen. Ob das etwas bringt, ist eine andere Frage. Aber so kann es nicht weitergeheen…

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Reisender Rentner
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Aber es wird so weitergehen! Das "Volk" ist zufrieden und wählt die "rechten" Parteien. Was ausserhalb der Grenzen passiert ist nicht wirklich interessant, nur "uns" muss es gut gehen! Wo wollen Sie hin, ohne Schweizerpass? Es gibt kaum ein besseres Land, aber im Gegensatz zu vielen anderen Ländern könnten wir hier im Paradies leben, aber das wollen "wir" nicht.

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Enarchist & Anfänger
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Es gibt keine Gerechtigkeit, wenn du gegen Reiche kämpfst.
Dieser Satz hallt bei mir nach. Konsequenterweise müssten wir dafür sorgen, dass Reiche weniger reich werden und nicht Stiefel lecken und Bücklinge machen.

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Die gleiche "kei Lust" bei den Reichen die Regeln einzufordern und Kontrollen durchzuführen - wie bei den Oligarchen Geldern. Wie die drei Affen, nichts sehen - nichts hören - nicht reden. Alles paletti! JUHUI!!! Was für eine Schande!

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Welch ein Armutszeugnis für die Schweiz, wie entwürdigend. Einmal mehr unglaublich, wie dreckig die Geschäfte im Verborgenen wirklich ablaufen. Danke für die Recherche. Danke für die Weigerung, wegzuschauen.

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Und danke Ihnen für Ihre Rückmeldung - und dafür, dass Sie mir Ihrer Mitgliedschaft bei uns solche Recherchen ermöglichen.

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Selbstständig
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Ich kann den ganzen Artikel nicht zu Ende lesen, zu beelendend.
In diesem Land stimmt definitiv etwas nicht mehr. Und wenn etwas nicht mehr funktioniert geht es irgend einmal definitiv kaputt. All diese Gier, all diese Skandale, die vielen unnötigen Differenzen mit unseren Partnern welt- und europaweit.
Was ist aus diesem Land geworden? Oder war das immer so? Sind wir einfach so?

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Es war immer so! Dank der Republik weiss man jetzt mehr, aber vielleicht hätte man schon vorher mehr wissen können, wenn man gewollt hätte

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Urs Müller
Politisch interessierter Mensch
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Jedes System hat seine Schwachstellen, jedes Gesetz Schlupflöcher. Und manchmal ist es nicht einmal böser Wille, sondern schlicht Nachlässigkeit, welche zu solchen Situationen führen kann.
Dass man als Expat eigene Hausangestellte mitnehmen darf, kann sinnvoll sein. Dass in vielen Ländern Hausangestellte eher moderne Sklaven sind, ist aber auch Tatsache.
Es kann sein, dass das Treuhandbüro böswillig agiert hat. Es kann aber auch sein, dass man da im System einfach nur einen der vielen Routine-Aufträge mit Verdienstmöglichkeiten sah und nicht sauber recherchierte.
Hätte der Hausherr diesen Missbrauch nicht gemacht, wäre diese Sache zum Vorteil der Geschwister gereicht. In diesem Sinne hoffe ich, dass genügend Beweise vorliegen und er verurteilt und ausgewiesen werden kann. Denn er ist wohl der Täter, nicht das System.

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Neugierig
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«Das stimmt nicht. Das hier ist die Schweiz. Selbst wenn du reich und berühmt bist – die Gesetze in der Schweiz sind fair.»

Das wünschte ich mir auch…

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Aus dem Text: „Doch die Behörden schöpften keinen Verdacht: weder bei Gabrielle Reyes noch bei Jonathan Manalo.“ Genau das glaube ich nicht: die Behörden wissen sehr wohl, was läuft. Es wird aktiv weggeschaut .

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Es ging mir nicht um Böswilligkeit, sondern darum, dass man eben Reiche schützt und wegschaut, weil man sie nicht vergraulen will. Und damit das Elend der versklavten Bediensteten in Kauf nimmt.

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Urs Müller
Politisch interessierter Mensch
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Ich mag diese allgemeine Unterstellung von Böswilligkeit nicht. Behörden sind Menschen. Menschen, die selten mal böswillig sind. Glücklicherweise aber meistens nicht. Vielleicht manchmal nachlässig, unaufmerksam. Mit solchen tragischen Folgen.

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Ich hielt immer viel von unserem Rechtssystem. Je länger je mehr fängt dieser Glaube an zu Bröckeln.
Der letzte Satz trifft da genau ins Herz…
Danke für die Recherche und danke an all die (häufig ehrenamtlichen) Institutionen, die unterstützen und sich dafür einsetzen, dass z.B. eine Anwältin zur Seite gestellt. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass die Geschwister beide bleiben und etwas Ruhe erleben dürfen.

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Urs Müller
Politisch interessierter Mensch
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Das Rechtssystem verschafft nicht primär Gerechtigkeit, leider.
Es stellt nur sicher, dass das System unparteiisch und unvoreingenommen die Gesetze anwendet. Wobei dieses «unvoreingenommen» wohl häufig eine Knacknuss ist.
Selber erlebt, Recht haben und Recht bekommen, sind zwei verschiedene Dinge.
Ich hoffe, man lässt den Bruder hier bleiben. Was ich von den Philippinen gehört habe, lässt mich zweifeln, dass die medizinische Versorgung dort adäquat ist, vor allem bei kleinem Einkommen.

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· editiert

«Man munkelt, dass Angestellte in Kellern gehalten werden und nonstop arbeiten müssen», zitiert Jana S. den Pfarrer Pasalidi im Artikel «Im Chalet». Und weiter: «Ihre Aufenthaltsbewilligung war an die Stelle im Haushalt ihres Bosses Amir Halabi gekoppelt. Verloren sie die Stelle, verloren sie auch das Recht, in der Schweiz zu bleiben.»
Unhaltbare Zustände werden da beschrieben. Unwürdig eines sich senkrecht gebenden Rechtsstaates mit nicht nur minimalen humanistischen Ansprüchen. Man mag sich empören.
Wer jedoch zurückblickt, stösst auf Ähnliches: auf Waisen- und Scheidungskinder. Das ganze 19. Jahrhundert und bis in die 1960er Jahre wurden sie durch die Behörden an interessierte Abnehmer feilgeboten. «Bis in die Zwischenkriegszeit hinein wurden diese Kinder auf einem Verdingmarkt versteigert, der einer Kostensenkungslogik folgte. Den Zuspruch bekamen jene Anbieterfamilien, welche am wenigsten verlangten, was dazu führte, dass diese Kinder genau auf ihre Arbeitsfähigkeit hin untersucht und teilweise, wie beim Vieh üblich, abgestastet wurden. In anderen Landesgegenden wurden die Kinder per Los wohlhabenderen Familien auch gegen deren Willen zugeteilt. Resultat dieser Fremdplatzierung war ein informeller Leibeigenenstatus, verbunden mit Zwangsarbeit und Züchtigungsrecht. Der vielfach dokumentierte sexuelle Missbrauch dieser Kinder wurde nicht oder nur mit unzulänglichen Massnahmen geahndet.» (Tanner, Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert)
Der sexuelle Missbrauch ploppt heute wieder auf. Auch die Ausbeutung durch Abhängigkeit. Ebenso die lasche Haltung der Behörden und man wird den Verdacht nicht los, dass, wenn etwas rentabler werden soll, Teile der Schweizer Eliten sich schon immer um ethische Bedenken futierten. So gesehen ist die DNA am Paradeplatz also Tradition. Historisch abgesichert. Im Gegensatz zum Mythos des Tell als Vernebelungstaktik der Schweizer Realpolitik im bürgerlichen Bundesbern.

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Fantastische Recherche, merci!

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Kann mich Ihrem Votum nur anschliessen! Der Beitrag scheint äusserst gewissenhaft recherchiert und ist fantastisch gut erzählt. Erfüllt mein Verlegerherz mit Stolz.

Ich hoffe sehr, die Gerichtsreporter:innen der Republik bleiben am Fall dran. Mehr Öffentlichkeit tut diesem Trauerspiel not – und hilft vielleicht, zumindest in diesem Einzelfall etwas mehr Gerechtigkeit herzustellen (Anerkennung eines Härtefalls).

Dass unser xenophobes Migrationsrecht leider wenig mit Gerechtigkeit zu tun hat, ist ja allbekannt – und vom "Souverän" leider so gewünscht.

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Beobachter
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Ein Beitrag der sich nahtlos an den Bericht über die sich öffnende Schere Arm/Reich reiht.
Das sind Zustände wie bei den alten Griechen, da waren Sklaven normal. Zum Beispiel von Saudi Arabien wo solch Zustände nicht unüblich sind, sind sie auch bei uns angekommen. Bürger mit Geld fliehen von dieser strengen Gesellschaft in die "freie Welt" wo sie denken alles ist erlaubt. Mit Geld und Treuhand Büros werden dabei die Regeln ausgehebelt.
Ich denke der breiten Öffentlichkeit sind Saudische Verhältnisse sicher nicht bekannt. Es gibt aber Leute wie Frau Schilliger und Herr Pasalidi die da einen besseren Einblick haben. Ich hoffe doch sehr sie setzen sich aktiv für die Aufklärung solcher Missstände ein.

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Eine sehr traurige Geschichte, und gerade deshalb ist sie wichtig. Vielen Dank für die Recherche und die Veröffentlichung. Ich empöre mich darüber, dass der Schweizer Rechtsstaat nach wie vor zwichen arm und reich unterscheidet und deshalb voreingenommen ist. Ich empöre mich auch darüber, dass Männern das Recht abgesprochen wird, Opfer sein zu können. Dieser Artikel zeigt, dass die Schweiz noch viel aufzuarbeiten hat.

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Leserin
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· editiert

Ich kann es nicht glauben, dass in der Schweiz so viel Unrecht ungestraft geschehen kann!
Danke fūr die Recherche und hoffentlich nimmt die Staatsanwaltschaft ihre Aufgabe war… es macht mich traurig bzw. fassungslos, dass es auch in der Schweiz möglich ist Menschen derart auszunützen…

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wer sexuell ausgebeutet wird, wer wie Sklaven gehalten wird und trotzdem jedes Jahr von den Philippinen nach Gstaad zurück kehrt, trägt für sein Elend auch eine Mitverantwortung. Das entlastet die Täter aber nicht vor strafrechtlicher und zivilrechtlicher Verfolgung.

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Souri Thalong
Community-Support
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Ich halte es für anmassend, den Protagonistinnen in dieser Geschichte, die in einem solchen Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Arbeitgeber standen – verschärft durch die Koppelung der Aufenthaltsbewilligung an den Ausbeutenden –, eine Mitschuld an der Ausbeutung und Misshandlung zu attestieren. Ihr Dialogbeitrag liest sich leider wie eine krasse Verharmlosung der Taten.

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Wer der Täter ist, wird im Artikel klar und das ist richtig so. Mein Bedauern hält sich trotzdem in Grenzen, wenn diese Leute Jahr von Jahr von den Philipinen zu diesem Monster zurückkehren.

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Ihre Aussage ist zynisch. Wir leben hier sozial gut abgefedert und urteilen über Menschen, die durch Existenzängste seit frühester Kinheit traumatisiert sind.
Der „Schongang“ mit solchen reichen Tätern ist hier das Problem…

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Die Taten sollten strafrechtlich untersucht werden. Aber wer jährlich retour aus den Philippinen retour ins Berner Oberland fährt, um sich versklaven zu lassen, trägt auch ein Stück Mitverantwortung.

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Ich verstehs nicht. Der reiche Typ da begeht Straftat um Straftat nach Schweizer Recht und schuld soll das SEM sein? Ob die Frau nun schon in Saudi Arabien Kindermädchen war oder nicht, ist schlussendlich unerheblich, ausgebeutet hätte er sie auch sonst. Wenn man die Sache umdreht und er hätte die beiden fair entlöhnt, nicht missbraucht und sich ans Arbeitsrecht gehalten, hätte das SEM eine gute Tat getan und den Familien zu Hause "geholfen". Sie waren ja in dem Sinne auch nicht eingesperrt, sondern aufs Geld angewiesen - so wie Millionen von Arbeitsmigranten rund um die Welt. Dass die Kontrollen schwierig sind und die Arbeitgebenden im Vergleich zu den Schwarzarbeitenden, die schlussendlich alle Konsequenzen tragen, zu gut weg kommen ist ja allgemein bekannt, das aber auf die unrechtmässige Vergabe einer Arbeitsbewilligung runterzubrechen, greift m.M. nach zu kurz. Wenn er keine erhalten hätte, wären die beiden illegal angestellt worden. Da sind sie in Gstaad sicher nicht die einzigen. Der wahre Skandal liegt wohl eher beim Strafverfahren gegen den Typen, da würde mich interessieren, welche Geldspielchen da involviert sind - und wie die Sache ausgeht. Und inwiefern die Ausschaffungsinitiative bei diesem Ausländer angewendet wird.

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Liebe:r Anonym 2
Selbstverständlich ist nicht das SEM "schuld" an den Straftaten, die hier vermutlich begangen worden sind, sondern der mutmassliche Täter. Das zu untersuchen, festzustellen und rechtlich zu bewerten, ist Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden, genau wie Sie schreiben.
Nun zum SEM bzw. den Migrationsbehörden: Natürlich wäre alles nicht so wild, wenn die Arbeitsbedingungen fair gewesen wären. Ich gebe Ihnen auch recht, dass eine Arbeit mit Bewilligung besser für die Arbeitnehmenden ist als Schwarzarbeit. Entscheidend ist aber, dass es eben keine gewöhnliche Aufenthaltsbewilligung war. Das SEM hat hier in Abweichung der gewöhnlichen Regeln eine Ausnahme für Hausangestellte gemacht und dabei die Aufenthaltsbewilligung an die eine bestimmte Stelle im besagten Haushalt geknüpft. Das schwächt die Stellung der Arbeitnehmenden massiv und fördert ein Abhängigkeitsverhältnis, das es mit einer gewöhnlichen Aufenthaltsbewilligung nicht gäbe. Dieses Abhängigkeitsverhältnis wurde vom SEM geschaffen, indem die Bewilligung an die Stelle gekoppelt wurde. Trotzdem wurden die Arbeitsbedingungen nicht stärker überprüft – obwohl gerade Hausangestellte per se eine vulnerable Stellung innehaben. Gleichzeitig wurde bei der Vergabe dieser Ausnahmebewilligung offensichtlich nicht allzu genau hingeschaut, was die Voraussetzungen betrifft (vorgängig bestehendes Arbeitsverhältnis im Ausland). Es ist klar, wem dieser behördliche Goodwill (oder auch: Nutzung eines Ermessensspielraums) diente: dem Arbeitgeber.
Im Gegenzug dazu trifft den Arbeitnehmer, der die Stelle, an die seine Bewilligung geknüpft war, aufgrund von Missbrauch verlassen hat, dann das geltende Migrationsrecht mit aller Härte: Ihm wird der weitere Aufenthalt in der Schweiz konsequent verwehrt. Obwohl die Behörden auch hier einen Ermessensspielraum hätten, etwa mit der Bewilligung aufgrund eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls. Den zu nutzen, sind sie im Fall des Arbeitnehmers – im Gegensatz zum Arbeitgeber – aber offensichtlich nicht bereit.
In diesem Sinne: Nein, es lässt sich nicht alles auf die Vergabe einer Arbeitsbewilligung runterbrechen, und das haben wir, so scheint mir, auch nicht gemacht. Trotzdem ist die Vergabe der Bewilligung ein wesentlicher Aspekt dieser ganzen Geschichte.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag, beste Grüsse, Jana S.

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Liebe Frau S., danke für Ihre Antwort. Sie haben natürlich recht. Mir lag gestern Abend das Bild dieses Typen quer im Magen. Mir ist aus dem Artikel irgendwie der Eindruck entstanden, dass der da halb senil im Chalet rumgammelt, vom Sohn finanziert, weiss von nichts und befürchtet nichts (wohl zu recht). Und die ganze "Böswilligkeit" aus dem Artikel dann den Behörden auferlegt wird.

Ich arbeite eng mit dem SEM zusammen (aber auf der anderen Seite) und erlebe jeden Tag, welche Entscheidungen getroffen werden. Viele davon auch positiv, wohlwollend und im Ermessen auf der "guten Seite", nur hört man davon nichts. Das macht den Job dann auch so schwierig und demoralisierend. Zumal die Person, die die Aufenthaltsbewilligung originär ausgestellt hat, fast sicher nicht die gleiche ist, wie die, die den Härtefall bearbeitet hat.

Was ich eigentlich sagen will: Manchmal wäre ich froh um paar gute Nachrichten von Behördenseiten.

Auch Ihnen einen schönen Restsonntag, freundliche Grüsse

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Dieser Bericht läßt mich wörtlich "fremdschämen". Der Schluß-Satz von J. Manalo: "weil die Menschnrechte wurden doch in der Schweiz erfunden", macht mich sehr betroffen.

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Reisender Rentner
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Die DNA der Schweiz war und ist "Mehr Geld (für Wenige)". Dank z.B. Republik und Beobachter gibt es genügend Fälle, die dieses bestätigen. Aber das Volk wählt die "rechten" Parteien und erhält, was es sich wünscht. Das zündende Argument ist "Arbeitsplatzabbau" - und das wollen wir sicher nicht! Geld für die Menschen ist leider nicht vorhanden, darum haben wir Pflegefachkräftemangel, Hausärztemangel, Lehrermangel etc. Nur bei Banken etc. spielt das Geld keine Rolle!

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· editiert

"In so einer Schweiz möchte ich nicht leben", schreibt weiter unten ein Verleger. Wer will das schon?
Darum gibt es Recherchen wie in der Republik. Diese Recherche zeigt nur allzu deutlich, wie anscheinend noch keine Anklage erhoben wurde gegen einen REICHEN Ausländer, der sich scheussliche Verbrechen schuldig macht. Oder gilt hier immer noch die Unschuldsvermutung? Auch den Behörden gegenüber die sich Zeit lassen?

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Urs Müller
Politisch interessierter Mensch
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Gerne wüsste ich von der Autorin des Beitrages, ob sie denn die Staatsanwaltschaft zur Verfahrensdauer befragt hat und was man dort anmerkt.
Ich habe versucht, die durchschnittliche Dauer für solche Delikte zu ergoogeln, bin aber ich auf Anhieb fündig geworden. Drei Jahre finde ich aber auf jeden Fall als viel zu lange.

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Guten Tag Herr Müller
Eine Staatsanwaltschaft gibt in der Regel keine Auskunft zu laufenden Verfahren. Die Anwältin hat sich jedoch schon mehrfach erkundigt zum Stand des Verfahrens. Mehr als das, was im Artikel steht, ist nicht bekannt: Die Ermittlungen laufen seit 2019, die Parteien wurden einvernommen, eine Anklage bisher nicht erhoben.
Freundliche Grüsse, Jana S.

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Urs Müller
Politisch interessierter Mensch
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Danke für die Antwort.
So lange Verfahrensdauern sind nicht nur für die Beteiligten eine Belastung, sondern auch für das Rechtsempfinden im Allgemeinen.
Ich hoffe, Ihre Recherchen bzw. der Beitrag hier in der Republik bringt zusätzlichen Schub in das Verfahren.

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(durch User zurückgezogen)

Bitte denken Sie bevor Sie schreiben! - Guantanamo sollte es gar nicht geben - für niemanden und niemals mehr auf dieser Welt!

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Souri Thalong
Community-Support
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Auch wenn ich verstehe, wieso Sie die im Beitrag aufgezeigte Ausbeutung verurteilen, so bitte ich Sie doch, hier im Dialog auf unsachliche Zuspitzungen zu verzichten, R. T.. Merci.

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Pfarrer Pasalidi. Dieser Name, in der Funktion Pfarrer in Gstaad, kommt mir immer wieder in den Sinn. Immer dann, wenn ich versuche herauszufinden, wer denn in dieser unsäglichen Kette des Wegschauens etwas hätte tun können. Pfarrer sind bestens vernetzt. Er weiss, dass es Hausangestellte in Gstaad gibt, die ausgenutzt werden. Er hätte etwas tun können (er ist dort nicht mehr). Vielleicht hat er. Aber einen "Kirchenbatzen" zustecken ist nicht genug. Ich bin Atheist, darum muss ich mich für die Kirche nicht schämen, aber ich rege mich auf. Die Kirche erhält viel Steuergelder, wenn auch nicht von mir.

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Eine beklemmende Story. Das Staatssekretariat für Migration erweckt den Eindruck seine eigenen Regeln generieren zu dürfen, und aus eher Mindermotivierten zu bestehen.

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"Man hofiert damit die Super­reichen". Damit ist alles gesagt, was es über die Schweiz zu wissen gilt.
Leider hat die Schwester recht, es gibt keine Gerechtigkeit, wenn man gegen Reiche kämpft. Nicht in der Schweiz und nicht als finanziell armer Mensch. Was aktuell gerade der Fall CS wieder beweist.

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