Dialog

Beiträge zu «Endlich»



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einfach nur vielen Dank für diesen Artikel.
Empathie - ich meine die aufrichtige, ehrliche, die, die direkt aus dem Herzen kommt, nicht die gesellschaftlich erwartete, geheuchelte und politisch korrekte - kommt uns abhanden und wird mehr und mehr zu einer in Vergessenheit geratenen Sache.

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M. S.
· editiert

Was für eine harte Kost am Morgen. Was für eine Brandrede! Herzlichen Dank, Mely Kiyak, ich bete dafür, dass dieses Gedankengut, diese echte Empathie und damit Handlungsbereitschaft über die Republikbubble hinaus schwappen.

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L. M.
Informatik-Ingenieur und Ökonom
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Die Anzahl (13'000) ist nicht das Problem. Das zeigt Boris Johnson, der diesen Sommer drei Millionen Einwohnern von Hong Kong den britischen Pass angeboten hat. [1] Der Grund, weshalb den Insassen von Moria nicht geholfen wird, ist, dass damit der zynische Zweck des Lagers untergraben würde, nämlich die Abschreckung weiterer Flüchtlinge.

[1] https://www.bbc.com/news/uk-politics-53246899

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Katharina Schlatter
Content Specialist
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Danke für den Kommentar. Der Umgang mit Flüchtenden ist die moralische Bankrotterklärung Europas.

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Anonym 2
Grenzgänger*in
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Das sehe ich genauso.
Und was macht der Bund?
Ignazio Cassis schickt Schlafsäcke und Küchenutensilien. Wer sowas macht, hat nichts kapiert.
Derweil schlagen sich die anderen EU Länder darum, wer weniger Kinder aus Moria aufnimmt. Und sie kommen sich unglaublich grosszügig dabei vor.
Während andere Lagerbewohner aus Moria gar nicht in Erwägung gezogen werden um aufzunehmen. Frauen, Männer leiden ja nicht. Und die kleinen Kinder sind alle unbegleitet gekommen.

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P. Z.
M.Sc. Psychologie
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Es ist sowas von elend und sooo gut auf den Punkt gebracht von Mely K. Und es gibt keine Entschuldigung dafür, dass Kantone helfen wollen, aber der Bund - unsere Schweiz - seit Jahren herumlaviert und alles mit Geld vor Ort regeln will. Der Erfolg dieser Politik wird im Artikel trefflich beschrieben. Auch unsere Politikerinnen sind in der Pflicht ! Bitte den Artikel ans Parlament schicken, danke.

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Ein grosser Dank an die Autorin für diese klaren Worte, die wir uns alle zu Herzen nehmen sollen und denen es keine wenn und aber beizufügen gibt.

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Anonym 1
· editiert

Danke für den unbequemen und leider so wahren Artikel. Ich schäme mich Teil eines Landes zu sein, dass seine humanitäre Tradition in Zusammenhang mit Moria zu vergessen haben scheint.

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Ebenso danke! Bin froh, dass es in der Republik und in der WOZ solche Stellungsnahmen gibt!
Ich wünschte mir, dass es in den Medien weiter geht:
Warum lässt man Karin Keller-Sutter in Ruhe, wenn sie sich auf fehlende Rechtsgrundlagen beruft? Warum werden die Bundesrätinnen nicht gelöchert, wenn sie abwarten wollen, was in der EU beschlossen wird.
Warum vernehmen wir praktisch nichts über Parlamentarier
innen, welche den Bundesrat diesbezüglich herausfordern?
Warum hört und liest man nichts, ob und wie Stadtbehörden, welche Flüchtlinge aufnehmen würden - beim Bund aber abgeblitzt sind - aktiv am Thema dran bleiben?
Warum wird nicht mehr geschrieben über Menschen in der Schweiz und der EU, welche gegen diese Abschottungspolitik sind? Es gibt so viele, die sich für mehr Humanität und Offenheit engagieren, und es wird so wenig öffentlich bekannt darüber.
Hoffentlich kommt da bald mal mehr Bewegung rein ......

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Sie treffen den Nagel auf den Kopf mit Ihrem Kommentar. Dem ist nichts beizufügen. Ich bin beschämt und gleichzeitig zornig.

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Christof Moser
Chefredaktion
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· editiert

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, Frau H. Ihre Medienkritik bezüglich dem ungelöcherten Bundesrat kann ich nachvollziehen: Der Auftritt von Bundesrätin Karin Keller-Sutter auf SRF zum Thema empfand ich auch als Verlautbarungsjournalismus ohne kritischen Standpunkt. Was Informationen über das Parlament betrifft: Sie werden in der Republik in dieser Sache zuverlässig über die Vorgänge im Parlament und das Vorgehen der Parlamentarierinnen informiert, im Briefing aus Bern. – Genaueres in Erfahrung zu bringen, wie die Städte beim Bund allenfalls Druck machen, ist nicht so einfach, damit sind wir schon im November 2019 gescheitert, als wir erstmals über die Initiative der Städte berichteten. Wir bleiben dran. Beste Grüsse aus der Redaktion!

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Frau Keller-Suter hat eine falsche Aussage gemacht (um nicht zu sagen, sie hat gelogen!). AsyLex hat in seinem juristischen Argumentairum (siehe letzer Newsletter von evakuierenJetzt) folgendes fest gehalten: "Im Schweizer Recht steht explizit geschrieben, dass Geflüchtete aus «humanitären Gründen» in der Schweiz auf-genommen werden können. Sowohl das Schweizer Einreiserecht1 als auch das europäische Dublinrecht2 sehen vor, dass Geflüchtete aus «humanitären Gründen» in die Schweiz einreisen und in das hiesige Asylverfahren aufgenom-men werden sollten. Abgesehen von diesen rechtlichen Grundlagen kann der Bundesrat auch aus eigener Kompetenz die Aufnahme von Geflüchteten in die Schweiz beschliessen. Der Bundesrat hat bereits mehrfach aus eigener Kompetenz Re-settlement Programme verabschiedet, wie bspw. vor ein paar Jahren für die Einreise syrischer Flüchtlinge aus dem Ausland3. Humanitäre Gründe sind angesichts der verheerenden aktuellen Lage für Geflüchtete auf Lesvos und der Covid-19-Pandemie auch jetzt klar gegeben!". Darum müssen wir den Druck auf Keller-Suter erhöhen, damit die Schweiz ENDLICH ein paar Tausende Gefüchtete aufnehmen wird!

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Vielen Dank Frau Mühlethaler und Herr Moser!
Wahrscheinlich bin(war) ich schon etwas naiv, zu denken, 'man' sollte KKS mal so richtig herausfordern. Offenbar ist es wirklich schwierig an Bundesrätinnen direkt ran zu kommen - auch für Journalistinnen, Parlamentarier*innen, NGOs etc. Das ist mir nun sehr klar geworden nach noch weiteren Artikeln in der Republik und der WOZ. Und die anderen Medien wirken eher bei der Verschleierung der Probleme mit.
Wer kann wo mithelfen, diesen Druck zu erhöhen?
Die Online-Kampagnen scheinen irgendwo zu versickern.... Die Demonstrationen werden von vielen Leuten als lästig empfunden - die Berichterstattung darüber allenfalls mager.
Weitere Ideen??

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Ich finde das nicht naiv, von Ihnen, Frau H.! In der Tat gilt es von der Zivilgesellschaft aus (gerne zusammen mit den Medien) den Druck auf Bundesrätin Keller-Sutter zu erhöhen! Wobei sie wohl bis zum 27.9. "uns" kein Jota entgegen kommen wird, um das Nein zur Begrenzungsinitiative nicht zu gefährden. Aber danach müssen wir durchstarten! Von unserem Netzwerk migrationscharta.ch aus werden wir Kirchgemeinden in der ganzen Schweiz (reformiert und katholisch) anschreiben und sie auffordern, Briefe an KS zu schreiben. In Deutschland hat wohl auch der Druck aus der Zivilgesellschaft dazu geführt, dass zumindest 1500 Geflüchtete aufgenommen werden.

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Genau bei NA UND hatte ich Tränen. Immer diese Rechtfertigungen, zu denen uns auch Linksliberale zwingen wollen. Dafür wäre es ganz einfach: NO BORDERS NO NATIONS!

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Danke, für allen Zorn darin. Danke.

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Danke für die klaren Worte, insbesondere für das "Na und?".

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Ein starker und radikaler Text. Er tut gut in seiner brutalen Nüchternheit und er erschreckt, weil er mich wütend und zugleich hilflos macht.

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und beschämt.

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M. W.
Designer
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D a n k e ! Für die Klarheit und den Zorn. Wir brauchen viel mehr dieser Stimmen!

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Christine Loriol
denken, schreiben, reden.
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Danke.

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Danke, für diesen so wichtigen, so zornigen Beitrag! Der muss geteilt werden! Überall!

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D. M.
Leser und Verleger
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Danke!!!

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Danke, vielen Dank Frau Kiyak! Sie haben den Mut, die Zustände mit einer Konsequenz und Radikalität zu beschreiben die dem Thema angemessen sind.

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Danke für diesen tollen Beitrag!
Ich finde die momentanen Zusprüche der Politik für mehr Menschlichkeit als sehr zynisch. In Deutschland kann die Doppelzüngigkeit der Regierung sehr gut nachvollzogen werden: Merkel sagt z.B. "Die Situation in Moria war nicht akzeptabel" und die SPD redet von einem maßgeblichen Beitrag den Deutschland bei der Aufnahme von geflüchteten Menschen leisten muss.
Nun darüber wurde im März im Bundestag abgestimmt. Das Abstimmungsergebnis ist öffentlich einsehbar (Link zu Abgeordnetenwatch.de). Und siehe da die CDU und SPD waren geschlossen gegen die Aufnahme von Flüchtlingen. Es hat ja schon fast eine gewisse Komik, dass bei der CDU sogar eine Person mehr für die Aufnahme von geflüchteten Menschen als bei der SOZIALdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) gestimmt hat...

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Wer sind sie denn Anonymus3 ? Das bringt uns jetzt nicht viel weiter......
Ist es nicht auch Deutschland, das immer wieder Versuche startete, Lösungen zu finden, siehe auch die Malta Konferenz.... Da zog die Schweiz nicht mit. Ich denke jetzt darf man nicht "die anderen" zitieren, Anonymus, jetzt geht es darum, gemeinsame Lösungen starten, stanto pede.... wie es die Autorin meint! Das ist offenbar schwierig, wenn einzelne Staaten, ausnahmsweise nicht die Deutschen, immer dagegen stimmen oder gar nicht in Erscheinung treten. Danach muss man nun suchen, wie Lösungen schnell fassen können. Was machen Sie für Vorschläge, Anonymus, was ist Schritt Nr. 1?

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Ich bleibe im Internet lieber anonym und deshalb das Alias.
Sie haben recht aber meiner Meinung nach besteht kein politischer Wille diesen Menschen zu helfen. Aus diesem Grund habe ich das Abstimmungsergebnis als Beispiel herangezogen. Die Flüchtlingslager bestehen nicht seit gestern und eben sowenig das Elend vor unserer Haustüre. Das Flüchtlingslager Moria ist zum Beispiel bereits einmal im Jahr 2016 bis zur Hälfte niedergebrannt und wir haben nichts an den Zuständen geändert. Vielleicht bin ich einfach zu pessimistisch aber wie ich anhand der Abstimmungsergebnisse in Deutschland veranschaulichen wollte, gibt es keinen Willen etwas an diesen von uns verursachten Zuständen etwas zu ändern und genau deshalb wird sich auch nichts ändern. Der Zweck dieser Lager ist es andere Menschen abzuschrecken selbst zu flüchten und den Menschen das Leben möglichst zu erschweren. Warum sollte sich daran plötzlich etwas ändern?

Was ich mache? Um ehrlich zu sein die Hände über den Kopf zusammenschlagen, mich hilflos darüber ärgern und am Abend habe ich es bei meinem Feierabend Bier auch schon wieder vergessen.

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Denise Zumbrunnen
Buchhändlerin
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Danke für diesen klaren und zornigen Beitrag, Frau Kiyak! Es ist beschämend für uns Menschen in Europa, dass wir diese Situation seit Jahrzehnten zulassen. Was muss noch alles passieren, bis Humanität von unseren Politiker*innen nicht nur als Schlagwort verwendet wird, sondern ihr Handeln leiten wird?

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S. P.
Theologe
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· editiert

Freiheit nimmt ab, wenn wir sie uns nicht täglich erkämpfen - gegen all unsere Bequemlichkeiten und Ängste. Humanität verschwindet, wenn wir sie nicht aktiv in all unseren täglichen Handlungen an den Tag legen. Die Flüchtlinge haben das Camp abgebrannt und sich von ihm befreit. Und wir?

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Eine wichtige Stimme in einem Meer von "die anderen sollten mal was machen".

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Dieser Beitrag von Frau Kiyak ist so treffend!Es ist absolut beschämend wie die EU Staaten, inclusive der Schweiz, sich verhalten. Ich denke, was macht es aus, wenn ein Land wie z.B.: Deutschland mit 80 Mill. Einwohnern , Tausend Flüchtlinge aufnehmen würde?
Die Argumente dagegen sind inhuman.

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Albert America
Grafik und Webdesign
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Ich bin immer wieder erstaunt wie unterschiedlich die Welt betrachtet wird. Täglich sehen wir Bilder die sich auf den ersten Blick ähneln: Brennendes Moria, brennende Wälder in Kalifornien, Sonnenuntergang am Halwilersee. Um hinter diese Bilder blicken zu können braucht es Empathie und etwas Besinnung. Wenn wir sogleich weiterscrollen, scheinen wir den Überblick zu verlieren. Aber was denkt sich jemand der Schlafsäcke und Küchenutensilien nach Lesbos schickt? Hätten ja auch ein paar Rollen Stacheldraht dabei sein können?? - Weiterscrollen, habe Heute noch was wichtiges vor??

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Nach der zornigen Frage „Na und?“ stellt sich unweigerlich noch die suchende „Und jetzt?“.

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danke für diesen Bericht.
Gestern hörte ich irgendwo, Griechenland befürchte, dass nun überall Lager angezündet werden könnten, wenn nun zu "gut" geholfen werde.

Diese zur Zeit laufenden Einzelaktionen fast aller europäischer Länder sind ja ok, wenn auch selbstverständlich, eigentlich ein Minimum menschenrechtlicher Pflicht.

Es gibt jetzt nur noch ein sofortiges Meeting, eine Konferenz aller Länder Europas, als
Nr. 1 der Tagesordnung im Europarat und auch der restlichen Lände Europas, um gemeinsam gültige Regeln ab zu machen, die für alle rechtlich verpflichtend sind.
Z.B. dass nach sechs Wochen jeder aufgenommene Flüchtling weitergeleitet sein soll, egal ob das Aufnahmeverfahren samt der Rücksendung bereits in Griechenland automatische läuft. Diesen Status muss man zuerst klar definieren, damit nicht dauernd gilt, wie z.B. bei den acht Schweizer Städten, die bereit waren, sofort Flüchtlinge aufzunehmen, das dürfe, noch schlimmer könne man gar nicht aus rechtlichen Gründen, wie der Bund sie umgehend stoppte, siehe oben.

Als nächstes sollte man die Störenfriede im EU Parlament wie Viktor Orban endlich mal ruhig stellen. Sonst werden wieder zehn Jahre verstreichen.

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Danke, danke, danke.

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"Wenn sie das Feuer selber legten, taten sie das einzig Richtige. Ein mutiger Akt."
Ein Journalist sollte nicht Gewaltakten loben. Das ist einfach falsch. Egal wie schlimm die Situation in Moria ist/war und wie unkompetent die EU-Politik darauf antwortet, ist Gewalt nie eine Lösung die man fördern sollte. Es was ein Wunder dass niemand beim Brand gestorben ist.

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NA UND morgen geht es weiter mit den Covid-19 Zahlen in den Medien.

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Anonym 4
genervte Mittelschicht
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„Deutsche haben keine Angst vor den Briten“ - das stimmt sogar umgekehrt. Ich arbeite gerne mit meinen britischen Kollegen zusammen, weil ich mit denen die Regeln des Zusammenlebens nicht täglich neu verhandeln muss. Die Briten in Deutschland und die Deutschen in GB können sich verständigen und haben den gleichen kulturellen Hintergrund, auch nach zwei Kriegen. Sie reisen nicht nur in die gegenseitigen Sozialsysteme ein.

Wer sagt, dass wir genug Platz haben, hat nicht Unrecht. Aber er muss seine Adresse mit angeben.

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Die Entrüstung der Journalistin ist absolut nachzuvollziehen. Aber zwei Worte sind zuviel "Na und". Ob junge Mütter mit ihren Säuglingen in Moria zum gleichen Schluss kommen?

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