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Anonym 7
· editiert

Wir wissen trotz Unsicherheiten längst genug, um Prävention und systematische Testungen an Schulen jetzt rasch umzusetzen, und Folgekosten zu reduzieren bzw. Schulschliessungen zu vermeiden. Zum Glück beginnen nach Pionier GR weitere Kantone damit, z. B. BL und ZG. Leider gibt es auch Kantone wie BS, die Fallzahlen an den Schulen (am 4.1. sind 356 SuS und 68 LP in Quarantäne) bewusst verbergen und damit versuchen, ohne Druck der Öffentlichkeit, zuzuwarten. Aber hier handelt die Zivilgesellschaft mit https//www.schulcluster.ch
Hoffentlich ziehen jetzt rasch alle Kantone nach!
https://www.bzbasel.ch/schweiz/schu…ld.2094245

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Anonym 3
· editiert

Vollkommen einverstanden. Noch ein "Volketswil", wo es eine Positivätsrate bei der Schulmassentestung von 8.79 % gab, muss unbedingt verhindert werden. Lieber wie in Näfels frühzeitig testen (Positivitätsrate von 0.55 %), dann schafft man auch eine frühzeitige Fallidentifizierung. (Mehr Details habe ich hier zusammengetragen: massentests.ch)

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Anonym 11
Leserin
·

Seit Sommer 2020 bin ich als STV an Kindergärten und 1. - 4. Klassen des Kt. Bern unterwegs. Ab November kam es immer häufiger vor, dass ich an Schulen und Klassen kam, die von Covid betroffen waren. Entweder war die Lehrkraft daran erkrankt oder Kinder mussten wegen Quarantäne zuhause bleiben. Von zwei Kindern weiss ich, dass sie auch daran erkrankt waren...
Damals wurden diese Schulhotspots und Fälle jedoch nicht in der Öffentlichkeit breitgeschlagen. Wäre dies der Fall gewesen, wäre sicher bereits im November eine grosse Debatte über eine Schulschliessung entbrannt.
Was ist heute anders? Ich denke, da ist vor allem die Angst und Verunsicherung vor den neuen Varianten!

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(durch User zurückgezogen)
(durch User zurückgezogen)

Ich finde es falsch von Risikogruppen statt von Risikopraktiken zu sprechen. Der gleiche Fehler passierte übrigens im Rahmen der Medienkampagnen, die auf Gefahren durch den HIVirus hinwiesen. Der gesunde Menschenverstand ohne Studien etc. sagt uns: angesteckt mit Covid19 wird jede/jeder, die/der durch den Mund die Tröpfchen eines sprechenden, singenden oder schreienden Gegenübers einatmet. Nicht durch die Nase sondern durch den Mund und mit geschlossenem Mund kann man nicht infiziert werden.

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Das scheint mir der gesunde Menschenverstand, der uns auch in diese Situation gebracht hat .... diesen Rat würde ich wohl eher nicht so ernst nehmen.
https://www.cell.com/cell/pdf/S0092…all%3Dtrue
Vermutlich kommen so pro Atemzug weniger Viren in den Rachenraum, aber das scheint auch nicht unbedingt notwendig, da die Nasenschleimhäute auch schon genügen.

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Heidi Widmer
Multifunktional
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Wenn ich sie richtig verstehe, wäre die Lösung aufzuhören zu atmen und zu sprechen? Würde zwar die Sterblichkeit AN Covid reduzieren, wäre dem allgemeinen Überleben der Menschheit aber wohl kaum dienlich. ;-)

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A. N.
ein Alter
·

Früher waren die Menschen bibeltreu und gottesfürchtig. Heute sind sie staatstreu und coronafürchtig.

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Was empfehlen Sie, Herr N., sollte man sich mehr am Schweizerpsalm orientieren? Wenn der Alpenfirn sich rötet, betet freie Schweizer, betet!

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A. N.
ein Alter
·
· editiert

Nein. Ich will damit sagen, dass sich nichts geändert hat. Ob man der Bibel oder dem Staat treu ist, ob man Gott oder Corona fürchtet, ist Hans was Heiri. Es gibt keinen Fortschritt des Menschen, nur der Technik. Die menschliche Psyche bleibt die tumbe, die sie schon immer war: Sie fürchtet sich vor allem und jedem und braucht deshalb einen Anführer, dem sie gehorsamst bei der Hand halten kann.

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Heidi Widmer
Multifunktional
·

Das ist doch schon mal ein Fortschritt! Immerhin haben wir hier in der Schweiz die Vertreter des Staates (Parlament) und die zugrundeliegenden Texte (Verfassung) selber demokratisch bestimmt, was man von Gott und der Bibel nicht behaupten kann! :-)

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A. N.
ein Alter
·

Genau. Da sind die Corona-Massnahmen das beste Beispiel. Die hat der Bundesrat zunächst ohne V. und Parlament erlassen. Ob wir je darüber abstimmen werden, ist ungewiss.

Es ist kein Fortschritt. Siehe oben zu Herrn Schneeberger.

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Wer treibt eigentlich die Pandemie an? Die Medien? Die Politik? Was würde eigentlich passieren, wenn wir plötzlich nicht mehr über SARS-CoV-2 berichten würden? Ich sehe seit 12 Monaten kein Konzept in Bezug auf Monitoring & Controlling - wir sind oft immer noch im Blindflug. Mir fehlt auch eine differenzierte - manchmal pragmatische Vorgehensweise. Für mich gibt es nicht nur die Impfung als Lösung. Unsere Massnahmen bremsen die Ausbreitung der natürlichen Immunität gegen SARS-CoV-2. Unsere Kinder tragen seit Oktober 2020 auf dem gesamten Schulareal (innen&aussen) permanent die Masken. Ab heute wurde auch der Sportunterricht abgesagt aus Angst vor der Verbreitung der Mutanten - zumindest bis Ende Monat. Im ganzen Kanton gab es anscheinend 11 Fälle. Ich glaube nicht, dass die Schulen die Treiber sind. Kinder können wohl auch Wirte sein, wie die Erwachsenen. Warum gibt es noch keine flächendeckenden Aussagen zur Immunität in der Schweiz? Wieso geht dies so schleppend vorwärts? Folgende Optimierungspunkte sehe ich für die Schulen - ohne Masken: kürzere Unterrichtszeiten (20 Minuten Unterricht; 5-10 Minuten quer lüften oder 50% Präsenz und 50% Online, um die Abstände zu vergrössern. Zumindest in der Pause an der frischen Luft müsste die Maske entfernt werden können.

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So ist das mit dem Glauben ... er kann helfen ... oder auch nicht. Sie glauben nicht, dass Schulen Treiber der Pandemie sind und das, obwohl sich die Hinweise darauf extrem verdichten, dass es doch so ist. Ich vertraue hier mehr auf wissenschaftliche Studien als auf den Glauben.
Sie sind offensichtlich nicht an einer Schule beschäftigt, denn sonst wüssten sie, dass 5-10 Minuten Querlüften in den Unterrichtssituationen bei Minusgraden einfach nicht drinliegt (ausserdem wäre das für effizientes Lüften ohnehin zu lang).
50% online und 50% Präsenz .... das scheint von aussen eine gute Lösung ... als Lehrer sage ich ihnen, das ist schlimmer als reiner Online-Unterricht... zumindest auf den höheren Stufen. Es kommt kein Unterrichtsfluss zu Stande und der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag.
Herdenimmunität ist nicht zu erreichen ohne eine noch viel grössere Anzahl an Todesfällen, das ist moralisch nicht vertretbar und würde ausserdem auch noch viel zu lange dauern. Auch das wurde in so vielen Studien mittlerweile belegt, dass ich kaum fassen kann, dass dieser Utopie immer noch nachgehangen wird. Selbst in dem zumeist schlecht recherchierten Artikeln im tagblatt kommt man zu dem Schluss, dass diese Art der Herdenimmunität unter Inkaufnahme von vielen Todesopfern frühestens 2022 erreicht wäre .... Wir müssten Spitäler an den Rand bzw. darüber hinaus bringen und was oft auch zu kurz kommt: Wir erfahren erst nach und nach, wie die Langzeitfolgen von Covid sind ... die scheinen drastisch zu sein bei manchen und da sind nicht "nur" ältere Menschen gemeint, sondern vor allem auch jüngere.

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Herr H., auch ich lese mehrere Studien und führe viele Gespräche zum Thema. Ich bin nicht an einer Schule beschäftigt, dass heisst aber nicht, dass ich bezüglich Lüftungstechnik keine Ahnung hätte. Wenn es draussen sehr kalt ist, so muss man nur kurz quer lüften - bei wärmeren Temperaturen länger. Das verkraftet man gut. Ihre Meinung scheint schon sehr stark gefestigt zu sein. Ich muss mich noch mehr informieren.

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Anonym 7
· editiert

Vielen Dank für den guten Überblick, Frau Kolly. Ich habe immer noch den Eindruck, dass auch Behörden und Politik transparente Informationen zum Infektionsgeschehen an den Schulen am liebsten zurück halten. Die Presse erfährt oft zufällig davon. Weil die Kantone keine Daten sammeln, tun es Private (sic!):
https://www.watson.ch/schweiz/schul…er-schweiz
Aber warum gibt es immer noch kein schweizweites Monitoring an Schulen? Ein Monitoring, das ermöglichte, Fälle schnell zu isolieren? Weil es (vermeintlich) zu teuer käme, systematisch zu testen? Der Bund hat den Weg zur Finanzierung vereinfacht. Warum also bleibt es bei der Verweigerung durch Bildungsdirektionen und EDK, den Pflästerlimassnahmen an Schulen und fordern Betroffene, Lehrerverbände und Schulen, nicht lautstark präventive Testung? Dass bei zu später Entdeckung von Infektionen zig Mitschüler, Lehrpersonen und Eltern in Quarantäne müssen, nimmt man in der Politik stillschweigend in Kauf. Dabei wird die Gesundheit aller Betroffenen unnötig aufs Spiel gesetzt (vgl. Long Covid), die Kinder und LP unvorbereitet ins Distance learning katapultiert, Eltern aus der Arbeit gerissen. Das Narrativ, es handle sich um Einzelfälle und Schulen spielten keine zentrale Rolle, hält sich hartnäckig - gegen jede Evidenz und Vernunft.

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Bedeutet die Existenz einer Seroprävalenz automatisch, dass man die Krankheit hatte? Kann diese Immunantwort nicht auch ohne Krankheit bereits vorhanden sein?

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Nein, Seroprävelenz bedeutet, dass es eine richtig starke Antikörperantwort hat. Das gibt es nicht „mal so“. Und die Seroprävalenz steigt auch - ganz wie zu erwarten - mit dem Infektionsgeschehen an. Man schaut sich das an, wenn man die sogenannte Herdenimmunität abschätzen will.

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Wer was verbreitet ist eine Sache. Eingeschleppt haben die Kinder die britische Variante aber sicher nicht. Wo genau bleibt die Eigenverantwortung der Reisenden (vermutlich jung, alleinstehend und besser betucht) wenn nachher die Familien (vermutlich zu mehrt in einem Haushalt, mit weniger Platz und weniger Zeit) nachher 2×Office und 2×Klassenzimmer zu Hause haben?
Ich bin mir nicht mehr sicher ob richtig und gerecht das Gleiche ist. Das ist für mich das grosse und wachsende Problem.

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Christof Moser
Chefredaktion
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Bedenkenswerter Punkt, sehr geehrter Herr K., das mit richtig und gerecht. Kein Skitourismus hätte sicher geholfen. Das würde ich persönlich vor individuelle (mit Vermutungen gespickte) Schuldzuweisungen setzen. Allerdings wäre meine Annahme auch, dass sich über kurz oder lang der aggressivere Stamm sowieso durchgesetzt hätte.

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M. B.
· editiert

Der dann ausfallende Skitourismus hätte aber die Ausbreitung der britischen Mutation nicht verhindert sonder höchstens ein paar Wochen weiter nach hinten geschoben.
Nun etwas "wenn und hätte" Spekulation:
Hätten wir die Skigebiete geschlossen, hätten wir (wahrscheinlich) im Bünderland und Wengen keine britische Mutation festgestellt und hätten schlussfolgernd auf die aktuell sinkenden Zahlen wahrscheinlich auch keine Verschärfung der Massnahmen durchgeführt und womöglich sogar bereits wieder gelockert.
Ich nehme mal stark an, dass wir dann im März genau gleich in eine dritte Welle geraten wären wir im Herbst in die zweite - diesmal einfach mit britischem Touch und ein paar Wochen später als jetzt.
Vielleicht können wir dank dem antizyklischen Verhalten die Welle diesmal verhindern, egal ob mit Skitourismus oder nicht.
Mit der Verantwortung jedes einzelnen sollten wir die Pandemie eigentlich auch mit offenen Restaurants und Läden meistern können.

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C. T.
· editiert

mich würde es sehr interessieren, ob in diese Recherche die Zahlen des schulärztlichen Dienstes der Stadt Zürich miteinbezogen wurden. Dieser Stelle werden jegliche Fälle (positive) gemeldet. Da liessen sich eventuell ein paar interessante Zahlen vergleichen.

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Hallo,
Nein, diese Zahlen sind nicht mit eingeflossen. Die Seroprävalenzstudien sind für die Fragen, die wir stellen, besser geeignet: weil sie nicht von Testkriterien (e.g. Symptome oder Kontakt mit einer infizerten Person) abhängen.

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Daniel Koch hat in dieser Pandemie von Anfang an so vieles verbockt, zuerst den Leuten erzählt, dass Masken unnütz seien nur weil man es verpasste, diese auf Vorrat zu lagern. Und als dann die Lüge klar wurde, war der Schaden für das Vertrauen in das BAG bereits angerichtet. Auch wurden dadurch Maskenverweigerer gefördert und damit die Pandemie angetrieben. Dann die unsägliche Geschichte mit dem Grosseltern umarmen, obwohl es bereits eine gute Studie gab, die zeigte, dass die Virenlast bei Kindern gleich hoch ist wie bei Erwachsenen. Dann die Behauptung, ohne irgendwelche Studie, dass Schulen keine Infektionsherde seien. Dann sein Kampf gegen die Taskforce und gegen namhafte Epidemiologen, und seine Aussage, dass hier Mediziner um Rat gefragt seien, nicht Epidemiologen und Theoretiker. Einfach unglaublich, das so jemand ein Sprachrohr für alles sein konnte ohne wirklich eine Ahnung zu haben oder sich wissenschaftlich zu informieren. Wieviele Milliarden hat das gekostet und wieviele Leute sind deswegen gestorben?

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F. S.
Anderer 60
·
· editiert

PS „BAG-Experte zum Coronavirus: «Im Moment muss die Bevölkerung in der Schweiz keine Angst haben»“ 28.1.2020 NZZ. Am 1.3.2020 wurde ich krank. War nicht in Italien, Ischgl, etc.

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Anonym 7
· editiert

Und Herr Koch macht munter weiter. War grad heute in der bz mit seinen persönlichen Prognosen und auf Konfrontation zu Experten. Ein Meinungsmacher.
https://www.bzbasel.ch/schweiz/hoff…ld.2092777

PS. Über die Verantwortung der Medien, solchen Personen, immer wieder eine Plattform zu geben, könnte man auch mal diskutieren.

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(von der Redaktion verborgen)

(Beitrag leider verborgen, da lediglich ein Link ohne Erklärung, warum es sich handelt. Das versuchen wir zu vermeiden. Hier finden Sie die Etikette.)

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Paul Kim
Psychologe / Dichter
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· editiert

Tut mir leid, ich finde den Link absolut passend. Habe aber aus gesundheitlichen Gründen nicht die Energie diesen noch politisch korrekt zu verpacken. Verstehe den Etiketten-Anspruch im Prinzip schon. Wirkt aber unter Umständen auch ausschliessend.

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Gut zusammengestellt, aber ... das ist doch eigentlich schon seit dem Frühling klar?

Wenn ich mich recht erinnere ist damals die Schulschliessung in Deutschland terminlich nicht mit anderen Massnahmen zusammengefallen, entsprechend konnte das Robert-Koch-Institut eine Abschätzung der Gesamtwirkung vornehmen. Und das ganze ohne die heikle Rechnerei rund um Ansteckungsketten und wer welche Virenlast verbreitet.

In dieser Sache waren die Aussagen des anderen Kochs von Anfang an unglaubwürdig.

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Lieber Herr W.,
Die Sache mit der Viruslast ist seit dem Spätfrühling klar. Die Fragen nach Exponiertheit und Übertragungen etwas weniger — wie im Beitrag dargelegt. Was wir im Moment beobachten, ist science in the making: Hochspannend, eigentlich, wie sich das Wissen um verschiedene Bereiche der Epidemie immer mehr verdichtet.

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Liebe Frau Kolly,

Merci für die Antwort, bin leider etwas kurz angebunden - was ich meine ist der Gesamteffekt der Schulschliessungen im Frühling, welchen man in Deutschland messen konnte. Und damit verbunden natürlich die Aussage, dass die Kinder wesentlich an der Verbreitung des Virus' beteiligt sind. Somit waren die Aussagen D. Kochs dannzumal schon hinfällig.

Als Entscheidungshilfe für präventive Massnahmen sind die einzelnen Komponenten wie Viruslast, Exponiertheit und Übertragungen sicher hilfreich. Eine empirische Beobachtung bei der Umsetzung von Massnahmen ist jedoch meist aussagekräftiger, zum einen multiplizieren sich da die Fehler nicht, zum anderen spielt halt die Praxis mit rein.

Schönen (Feier-?)Abend wünsch' ich!

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Dass das Virus für die meisten Kinder und jungen Erwachsenen nicht gefährlich ist, könnte sich mit der Mutation ändern: Erste Berichte aus Portugal, nicht repräsentativ:
"Experten verweisen darauf, dass die britische Variante Kinder und junge Menschen stärker infiziere. Die Krankenhäuser sind nun - wie die Infektiologie-Abteilung des Dona-Estefânia-Krankenhauses in Lissabon - auch mit jungen Leuten gefüllt. Die Leiterin der Abteilung, Maria João Brito, weist darauf hin, dass man die Kapazität habe ausweiten müssen. Es seien 16 weitere Betten in einem neuen Raum aufgestellt werden, erklärt die Kinderärztin. Von einem 12 Tage alten Kind bis zu 17-jährigen seien nun alle Altersgruppen vertreten. "Diese Variante betrifft jeden, verschont niemanden", erklärt sie".

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Longcovid gibt's leider auch bei Kindern. www.lontcovidkids.org

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Heidi Widmer
Multifunktional
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Dass sich das Virus über die Schule weiterverbreitet, haben wir als Familie letztes Jahr am eigenen Leib erfahren müssen. Unser 12jähriges Schulkind hat sich (trotz Maskenpflicht) nachweislich in der Schule angesteckt, kurz darauf war die ganze Familie krank. Zum Glück, so scheints, haben wir das Virus nicht noch weiter gestreut und die Infektion auch gut überstanden. Trotzdem sehe ich das Offenhalten der Schulen seither nicht mehr ganz so entspannt wie vorher. Auch ich bin froh, wenn die Schulen möglichst nicht geschlossen werden, aber die aktuellen Schutzkonzepte sind nicht genügend und/oder nicht umsetzbar (Abstände). Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass die Ansteckungsgefahr in Schulen nicht weiter heruntergespielt und vernachlässigt wird, so dass die Schutzkonzepte angepasst werden können und die Schulen und Lehrer auch die nötige Unterstützung bekommen.

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A. N.
ein Alter
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Wo liegt das Problem? Sie haben das Virus ja – wie sie selbst schreiben – gut überstanden.

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Sarkasmus scheint Ihre Stärke zu sein.

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Heidi Widmer
Multifunktional
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Das Problem liegt darin dass es nicht nur um uns geht sondern dass...

  1. Wir das Virus z.B. an die Grosseltern hätten weitergeben können

  2. wir nur exemplarisch sind für andere Familien. In der gleichen Schulklasse, in der das Virus sich verbreitete, gibt es auch sehr gefährdete Eltern mit Vorerkrankungen. Hätte es diese erwischt, wäre der Verlauf wohl nicht so glimpflich abgelaufen.

  3. wurden die Kinder trotz Maskenpflicht angesteckt. Sprich: die geltenden Schutzmassnahmen haben versagt.

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Bei einer möglichen Weiterverbreitung?

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Merci für’s Teilen Ihrer Erfahrungen, Frau Widmer!

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"Masken – auf Kinder­gesichter zugeschnitten – für alle Jahrgänge könnten das Potenzial zumindest verringern."
Es ist meines Erachtens völlig unverhältnismässig, das den Kindern zuzumuten.

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Im Verhältnis zu den Risiken für Kinder und ihre betreuenden Angehörigen?
Longcovid gibt's leider schon bei Kindern. www.lontcovidkids.org und jungen Erwachsenen. Jetzt endlich in den Räten Thema.

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Sehe ich auch so. Da werden eine oder sogar zwei Generationen traumatisiert, die Folgen sehen wir in wenigen Jahren.

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Ich denke, dass eher die Eltern die Kinder traumatisieren mit ihrer ablehnenden Haltung zu Masken.

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Wieso traumatisiert? Kinder gewöhnen sich genauso an Masken wie Erwachsene. Vielleicht sogar leichter (zumindest leichter als manche etwas älteren Erwachsenen). Man muss sich natürlich überlegen, wie man das macht, man muss erklären und mit Beispiel vorangehen.
Natürlich gibt es ein Alter, in dem Kinder noch zu jung sind (z.B. ständig mit der Maske spielen). Aber es ist nicht logisch dass ausgerechnet die schweizer Kinder erst ab 12 mit einer Maske umgehen können, während es anderswo 6 Jahre sind.

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Warum? Es gibt keine wissenschaftliche Evidenz, dass Masken bei Kindern schaden zufügen.

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Genauso fehlt die wissenschaftliche Evidenz, dass die Masken bei Kindern etwas nützen.
Kinder sehen sich an immer mehr Orten mit verhüllten Gesichtern konfrontiert, wo es gerade beim Spracherwerb oder beim Interpretieren von Emotionen wichtig wäre, das Gesicht des Gegenübers sehen zu können. Kinder in dieser Zeit blicken nicht auf 20 oder mehr Jahre Erfahrung zurück; man entzieht ihnen einen (wesentlichen) Teil des menschlichen Umgangs, was sich im jungen Alter umso massiver auswirkt.

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Wie soll es die geben? Aber durch Beobachtung und etwas Wissen aus der Entwicklungspsychologie kann man schon vermuten, dass es für Kinder nicht förderlich ist, ihnen eine Maske anzuziehen, sie als potentielle Krankheitsverbreiter zu betrachten und ihnen den Spieltrieb und das Bedürfnis, mit anderen Kindern zu spielen zu unterdrücken. Auf lange Sicht finde ich es viel fataler, natürliche Bedürfnisse von Kindern als gefährlich zu betrachten als unzählige Tote hinzunehmen.

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Sehr interessanter Artikel.

Die Zahlen zur Seroprävalenz aus Genf haben mich aber ein wenig stutzig gemacht.

Wenn tatsächlich ca. 25% der Stichprobe entsprechende Antikörper aufwiesen und ein seropositives Resultat als eine vormalige Infektion mit dem Virus interpretiert werden kann, dann würde das auf die Schweiz hochgerechnet >2'000'000 aktiven oder vormaligen Infizierten entsprechen. Die Zahl der offiziell gemeldeten Fälle war aber im Dezember laut WHO Statistik "nur" 300'000, also fast eine Grössenordnung niedriger.

Liegt diese Diskrepanz daran, dass in Genf die Inzidenz generell sehr hoch war, oder war die Stichprobe nicht repräsentativ für die Genfer Bevölkerung, oder gibt es eine hohe Cross-Reaktivität bei den verwendeten Tests, oder ist die Dunkelziffer zwischen tatsächlichen und den offiziell gemeldeten Fällen wirklich so gross?

Würde mich interessieren ob es dazu eine generell akzeptierte Erklärung gibt.

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In Genf war die Inzidenz sehr hoch — von Pandemiebeginn an.

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Bei Zahlenangaben zu Corona gibt es immer Probleme mi den Einheiten. So habe ich beim ersten Diagramm das folgende Problem: Wenn ich alle Balken zusammenzähle, komme ich auf rund 50‘000 Personen. Auf 100‘000 wären das 50 %! Das kann ja nicht stimmen. Darum die Frage: Beziehen sich die Balkenzahlen auf 100‘000 Personen der jeweiligen Alterskategorie?

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M. V.
wizard of unseen university
·

Was mich wundert ist, dass praktisch gar nicht thematisiert wird, was ich für die Hauptaussage des Artikels halte:
Alle Infektionen werden durch Kontakte übertragen. Je näher der Kontakt, desto erfolgreicher. Das heisst, dass es die plausibelste Annahme ist, dass Schulen, wie auch der ÖV, zu den besten Übertragungsorten zählen. Keine der frühen Studien hat das irgendwann belastbar widerlegt. Stattdessen wurde von Wunschdenken getriebene, schlechte Wissenschaft abgeliefert.
Personen die Verantwortung tragen, und zu deren Job es gehört gute von schlechter Wissenschaft zu unterscheiden, zB Herr Koch, haben sich aus Inkompetenz oder aus politischem Opportunismus entschieden mit schlechter Wissenschaft zu argumentieren.
Als könne man einen Virus durch listiges Taktieren klein kriegen.
Das bedeutet, dass solche Leute entgegen ihren eigenen Aussagen wissenschaftliches Vorgehen selbst nicht respektieren.

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K. B.
Physiker
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Herr Koch war mitverantwortlich für ein Massnahmenpaket, welches die Pandemie in der ersten Welle wirksam bekämpfte - mit Schulschliessungen und Reduktion ÖV. Kleinkinder zu umarmen, hielt er für vertretbar, sich auf 1.5 m Abstand ohne Maske nähern auch. Vertretbar unter der Zielsetzung das Virus zu stoppen. Das individuelle Restrisiko, sich anzustecken, ist dabei gering aber nicht Null. Kein Zweifel, Masken wirken, sie sind Pflicht im Gesundheitswesen und Kinder sind ansteckend, sie erkranken und verbreiten die Viren. Ein Schutzkonzept bricht nicht zusammen, wenn die Wirkung von Einzelmassnahmen nur abgeschätzt werden kann. Wir wir wissen nicht, ob die Aerosol- oder die Schmierinfektion gefährlicher ist aber keiner zweifelt mehr daran, dass beides verhindert werden muss.

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Vielen Dank für diesen ausgezeichneten, seriös recherchierten und sorgfältig und präzise formulierten Artikel. Auch die Debatte ist bisher mit wenigen Ausnahmen gehaltvoll und unaufgeregt.

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Merci, Herr H.! Das mit der Debatte seh ich auch so und es freut mich ebenfalls :).

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D. M.
Verlegerin, bald 73, Journalistin BR
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Und jetzt schicke ich noch eine Frage nach: gibt es eigentlich von ciao-corona ein update? wird jene Kontrollarbeit systematisch weiterverfolgt oder wie manch anderes, was eigentlich einsichtig war, fallengelassen, weil es jemandem in der taskforce nicht passt? Ich möchte nur daran erinnern, dass erst seit etwa zwei/drei Monaten überhaupt ein Erziehungswissenschaftler in der tf sitzt und sich sogar äussert: dazu: danke an Republik für den Link zu den neusten updates der tf an den BR.

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Wenn alles im Bericht und in den Kommentaren stimmte, könnten m.E. die Fallzahlen nicht sinken oder kommen wir doch langsam in den Bereich der Durchseuchung? In den Grossagglomerationen müssten die Fallzahlen ja geradezu explodieren - siehe Kommentare zum ö.V. Schulen wurden aber (auch) in Ferienorten wie St. Moritz, Arosa usw. vorübergehend geschlossen. Vielleicht wäre es doch besser, nichts mehr dazu zu schreiben (oder lesen?). Anfangs der Pandemie lauschte ich den Worten von „Mr. Corona“ Dr. D. Koch und glaubte ihm alles. Dass es heute so viele Menschen gibt, die gar nichts mehr glauben, verwundert mich nicht.
An Ihrem sicher guten und seriösen Bericht gibt es nichts auszusetzen. Aber bitte keine falschen Schlüsse ziehen und Schulschliessungen fordern - zumindest nicht jetzt.

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D. M.
Verlegerin, bald 73, Journalistin BR
·

Republik war das erste Medium, das bald schon auf die Situation in den Alters- und Pflegeheimen aufmerksam gemacht hat, bzw. auf den Umstand, dass diese Heime "eidgenössisch" schlicht vergessen gingen. Meiner Meinung ist das latent immer noch so. Beim aktuellen Thema hier stellt sich nach wie vor die Frage: wie springt das Virus von Kindern rüber in die Pflegeheime? Die zweite entscheidende Frage ist wiederum und aufs Neue: wo sind die Kindern, wenn sie nicht in der Schule sind? - im schlimmsten Fall beim Grosi im Altersheim oder was?

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Die Antwort auf ihre Frage ist einfach. Einerseits Besuche von Kindern bei Bewohnenden. Andererseits Besuche von Bewohnenden bei Familienfeiern mit Kindern. Nicht zuletzt haben viele Mitarbeitende Kinder im schulpflichtigen oder jugendlichen Alter. Lernende sind in der Berufsschule u.s.w. Das ist die Krux mit diesem Virus. Man kann andere anstecken, bevor man selber Symptome hat oder man hat das Virus und keine Symptome.

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Bei den Kindern und Jugendlichen sollte man nicht rein epidemiologische Faktoren einbeziehen und auch die Zahlen der psychischen und sozialen Probleme mit einrechnen. Wie entwickeln sich die Zahlen der Suizidversuche bei sen Jungen, der schwerwiegenden Frustrationen, weil sie ihre Freunde nicht mehr sehen können etc.

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Lieber Herr Obi,
Ja, all diese Faktoren sollen beim Policy Making unbedingt mit einbezogen werden. Die epidemiologische Frage dürfen und müssen wir aber unabhängig davon untersuchen.

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Liebe Frau Kolly, einmal mehr ist unklar, wen dieses 'Wir' meint, das da epidemiologische Fragen untersucht: Wir Epidemiolog*innen? Wir Journalist*innen? Wir Republik-Leser*innen?

Die epidemiologische Frage dürfen und müssen wir aber unabhängig davon untersuchen.

Präzision ist nicht nur bei mathematischen Berechnungen wichtig. Faktisch untersuchen Epidemolog*innen epidemiologische Fragen, Journalist*innen berichten darüber und Leser*innen nehmen auf, was Journalist*innen berichten. Oder bin ich, weil ich Ihre Texte gerne und mit Interesse lese, automatisch auch Epidemiologin und Journalistin?

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Die Erkenntnisse der pandemietreibenden Rolle von Kindern sind für den Entscheidungsprozess betreffend Schulschliessungen mit Sicherheit relevant.
Hinter Home-Schooling als Ersatz des Präsenzunterrichts verbirgt sich allerdings noch ein ganz anderer Aspekt, von dem man wenig bis nichts hört: der Tatbestand elterlicher oder auch nicht-elterlicher Gewalt an Kindern, die den Tag zu Hause verbringen müssen. Häusliche Gewalt - nicht nur gegen Frauen sondern auch gegenüber Kindern - ist gemäss Aussagen der Polizei nahestehender Personen ein leider trauriger Kontrapunkt dieser Pandemie. Eine Statistik dazu könnte das vielleicht erhellen und vielleicht sensibilisieren, genauer Hinzusehen und Hinzuhören.

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D. M.
Verlegerin, bald 73, Journalistin BR
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Urs L. S.: danke! aber auch unter weniger dunklen Aspekten: wo bewegen sich die Kinder, wenn sie nicht in den "Schutzräumen" Schule sind? So, wie in ciao-corona dargestellt. Und wenn die Situationen zuhause nicht so sind, dass da treusorgende? mehrheitlich Mamis sind, die für's Ganze schauen, wenn die Bedingungen nicht so sind, dass genug Raum, Luft, Zeit da ist?, wenn z.B. Eltern arbeiten? womöglich noch in der Pflege?. Und privat sind dann auch nur 5Personen gut?. Ich finde gut zu schauen, ob Kinder Treiber sind, aber nie ohne die Frage: wo werden sie angesteckt, wohin treiben sie das Virus? Und hilft eine Schulschliessung dann auch noch den gefährdetsten Menschen?

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Christof Moser
Chefredaktion
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Danke, Herr S., das ist in der Tat ein grosses Problem, auch deshalb sind sorgfältige Abwägungen so wichtig. Wir haben vergangene Woche im Covid-Newsletter über besorgniserregende Beobachtungen des Kinderspitals Zürich berichtet.

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... herzlichen Dank für die Achtsamkeit!

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Die Frage nach den Treibern der Pandemie bingt uns aus meiner Sicht nicht weiter. Ich denke hier liegt der Hauptfehler. Wir wissen es ganz einfach nicht. Ist es der ÖV, die Restaurants, die Schule usw? Es ist doch ganz simpel. Überall dort wo Social Distancing über längere Zeit nicht möglich ist sind die Treiber der Pandemie. Das kann überall sein, leider.

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Nun, ich glaube schon, dass uns Fragen weiterbringen, das ist ja irgendwie die Rolle von Wissenschaft und von Journalismus. Was wir nicht wissen, können wir herausfinden. Das braucht natürlich die richtigen Methoden und Experiment-Designs, es braucht auch Zeit, Geld, und Willen. Aber es ist nicht so, als ob die Frage nach den Treibern der Pandemie unbeantwortbar wäre.

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Was hat denn ihrere Meinung nach das Fragen nach den Treibern bisher konkret gebracht? Ich sehe da leider gar nichts. Im Gegenteil alle weisen sich gegenseitig die Schuld zu und versuchen sich mit den Schutzkonzepten zu rechtfertigen. Für die Eindämmung der Pandemie ist dies sicher wenig hilfreich. Wenn dann die Wissenschaft in eine Jahr die Treiber der Pandemie endlich gefunden hat hilft dies im besten Fall für die nächste Pandemie.

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Alle mit Maske? - ohne - ist ab heute strafbar. Ich ( 76, Diabetes) darf gar nicht in so einen Bus steigen.
Habe mein Auto frisch überholt....
Alle sollten sich für unkonventionelle Überbrückungslösungen einsetzen. Auch für viel Toleranz in unserer perfekt geregelten Gesellschaft.

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Besten Dank für die sorgfältige und ausführliche Information. Beim Satz
«Die niedrigere Seroprävalenz bei den über 75-Jährigen liegt vermutlich einerseits daran, dass Personen aus dieser Altersgruppe ihre Kontakte noch stärker eingeschränkt haben – oder eingeschränkt sahen, weil viele von ihnen in einem Altersheim leben.»
habe ich mich allerdings gefragt, wieviel ist viel? Gemäss Bundesamt für Statistik lebten 2017 1,5% der Menschen zwischen 65 und 79 in einem Alters- und Pflegeheim. 1,5% ist das viel? Von den Menschen, die 80 Jahre alt und älter sind, waren es 15,7%, also weniger als ein Sechstel. Fällt diese Gruppe statistisch wirklich ins Gewicht?

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D. M.
Verlegerin, bald 73, Journalistin BR
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Statistisch fallen sie eventuell nicht ins Gewicht, ausser wir fragen nach der Uebersterblichkeit? Sehr grosses Gewicht dort!

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Guter Punkt. Gemeint war: Viele im Vergleich zu anderen Altersgruppen :).

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Mich verwundert in der ganzen Debatte, dass Präsenzunterricht als die allerbeste Lösung für alle gilt. Um was geht es? Es geht darum, Kinder auf das Leben vorzubereiten, ihnen Wissen zu vermitteln. Wieso zeigen Schulen bzw. Behörden keine Flexibilität? Wieso werden „moderne Möglichkeiten“ (Internet und so) so abgelehnt? Das ist es doch, was später verlangt wird! Im Frühjahr haben unsere beiden Kinder super Lösungen für Fernunterricht gehabt. Und - beide Kinder haben das „Homeschooling“ genossen!! Sie konnten endlich in ihrem Tempo (sehr schnell) arbeiten und hatten Zeit für ihre Hobbys! Wieso wird der Unterricht nicht generell auf online umgestellt, die Lernschwächeren lösen die Aufgaben (auch online) in der Schule mit der Lehrperson vor Ort als Ansprechpartner, alle anderen zuhause (mit der Lehrperson im Chat). In wie vielen Ländern ist der Unterricht bereits online? Um welchen Wettbewerb geht es? Weltweit alle Schüler dieser Generation haben Zeiten im Homeschooling! Jetzt werden immer mehr Schulen unkontrolliert in Quarantäne geschickt. Für mich die schlechteste Lösung von allen!

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Die Antwort ist simpel: die CH Schulen inkl. Personal sind in vielen Teilen nicht fürs Distance und BlendedLearning gerüstet. Einzelne haben es im Frühling gut hinbekommen. Viele LP jedoch gar nicht. Darum wollen die Schulen auch jetzt nicht umstellen. Präsenz ist courant normal wie Schule ein System, das noch immer in der Vergangenheit stecken geblieben ist.

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Die LehrerInnen in meinem Bekanntenkreis würden wohl widersprechen, dass das auf die Mehrheit der Kinder zutrifft. Die Rückstände und Unterschiede aus dem Lockdown seien bis heute riesig. Teilweise auch die Entwicklungsrückstände. Und wenn die Lehrerinnen nun online wie auch physisch unterrichten sollten, ist das doppelte Belastung. Die Lehrerin meines Sohnes war im Frühling auch ohne Präsenzunterricht vermutlich 12 Stunden täglich beschäftigt. Da reicht dann ein Applaus nicht aus.

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Sind die Mutationen nicht schon im Oktober 2020 in der Schweiz festgestellt worden? Wir sollten uns nicht zu stark aufs Virus fokussieren. Wir müssen uns anpassen. Wir sollten auch schauen, dass wir keine Ökosysteme zerstören. Grosse Ansammlungen sind ebenfalls ungünstig - bei Mensch und Tier. Ich hoffe, diese spezielle Zeit hilft uns, zu erkennen, wo unser Planet und wir als Menschen wirklich kranken.

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Hallo Frau Z.,

Was viele der Kinder und Jugendlichen angeht, stimme ich ihnen zu. Für ebenfalls viele anderen Kinder und Jugendliche war aber die Zeit im Frühlings-Shutdown eine schwierige Zeit: Man beobachtete etwa vermehrt Fälle von (sexueller) Gewalt, Suizidgedanken, Lernschwierigkeiten. Deshalb finde ich den Gedanken wichtig, dass Schulen mehr können als «offen» oder «geschlossen» sein.

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Ja, absolut einverstanden. Für viele Kinder / Jugendliche war es (noch) schwieriger. Allerdings: bereits vor der Pandemie hat man 3-6 Monate auf ein erstes (!) Gespräch bei einem Kinderpsychiater warten müssen. Das muss sicher auch mal angeschaut werden.

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D. W.
· editiert

Ein Problem im letzten Jahr bestand darin (Kanton Bern), dass noch am Mittwoch/Donnerstag von "höherer" Stelle den Schulen explizit verboten wurde, sich eigenständig auf Schliessungen vorzubereiten. Am Freitagnachmittag dann der Hammer vom Bundesrat. Entsprechend waren viele Schulen nicht in der Lage, rasch und effizient umzustellen und manche sahen den Lernzuwachs eher als mager an über die Zeit. Man hätte aber inzwischen viel machen können.
Hybrid-Unterricht, der synchron stattfinden soll, macht es den Lehrpersonen extrem schwierig, da sie effektiv doppelt planen müssen (oder Hilfe erhalten, geht auch hier um Stellen und Geld). Nicht alle Fächer können auch sinnvoll "digital" durchgeführt werden, alles Haptische fällt raus.

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Richtig! Man hätte viel machen können in der Zwischenzeit! Im Kanton SG hat sich die TaskForce am Kantonsspital über den Sommer sogar aufgelöst, was soll man dazu sagen? Über den Sommer hätte entschieden werden müssen, was wichtig ist für SchülerInnen, was nicht. Welche Probleme gab es im Frühjahr, wie kann man helfen? Das ist die Flexibilität, die ich vermisse.

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Mit nüchternen Zahlen ist unserer emotionalen Seite das Rauben der heilen Schulwelt inkl. Präsenzunterricht nur schwer zu vermitteln. Mit uns meine ich jetzt die an der Debatte Beteiligten, die entweder aus verklärter Erinnerung, Auftrag oder egoistischen Motiven argumentieren und weniger die direkt betroffenen Schülerinnen und Schüler.
Bei der Klimakrise scheint die Jugend handlungsfähiger, könnte das nicht auch beim In-die-Schule-gehen zu Zeiten von Corona so sein? Kennt jemand ihre Stimmen?

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Aus Sicht unserer 8 jährigen Tochter war die Zeit im Homeschooling nicht so toll. In den ersten Wochen war sie noch motiviert, aber in den letzten 3 Wochen war es ein Krampf für sie und uns Eltern.
Aus Sicht als Berufsschullehrer gibt es nur etwas schlimmes. Das hin und her zwischen Fernunterricht, Hybrid und Präsenzunterricht.

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M. H.
· editiert

Verschiedene Aufrufe von Schülerinnen an Schulen zum Streik, um die Schulen zu schliessen und auf Fernunterricht umzustellen waren vorhanden ... leider ohne Gehör zu finden bzw. mit der Reaktion der EDs zu drohen und so etwas zu blocken. Meine Schülerinnen wären zum grossen Teil sehr froh, wenn sie in den Fernunterricht wechseln dürfen. Sie haben Angst, das Virus zu den Eltern/Grosseltern zu bringen. Auf "meiner" Stufe wäre das auch problemlos möglich. Kantonsschulen und Berufsmittelschulen könnten problemlos e in paar Wochen auf Fernunterricht umstellen. Auch Prüfungen müssen nicht überbewertet werden, es gibt alternative Methoden, um den Leistungsstand zu messen und/oder ausserdem: Müssen wir wirklich so viel prüfen, damit die Schülerinnen gut vorbereitet sind? Eine Prüfung weniger ist kein Drama.
Was mich ausserdem ärgert ist die öffentliche Diskussion. Es wird in den allermeisten Artikeln, Berichten und Diskussionen von "Schulschliessung" gesprochen/geschrieben. Hier gehört doch unbedingt eine Unterscheidung nach Altersklassen hin. Problematisch wären die Schliessungen von Primarschulen (auch wenn das meine Tochter aus der Primarschule nicht gerne hört :) ). Zwar würden hier sehr viele Kontakte unterbunden, weil dann die Eltern ebenfalls öfters zu Hause bleiben müssten, aber die Folgen wären hier weitaus drastischer. Hier müssen die Lehrpersonen besonders geschützt werden und die Belüftungssystem angepasst werden. Dafür war eigentlich den ganzen Sommer Zeit, aber wenn man bis jetzt noch dem Märchen vom letzten Frühjahr nachhängt, das Kinder nicht die Pandemie treiben, dann passiert da natürlich nichts. Das nicht-anerkennen-wollen dieser Tatsache drückt sich auch dadurch aus, das Kinder gar nicht getestet werden. Wir mussten sehr oft nachhaken, bis unsere 11-jährige Tochter getestet wurde.
Eine Schliessung der Sek II wäre schon deutlich realistischer, da hier die Eltern nicht mehr die ganze Zeit zur Betreuung zu hause sein müssten. Ausserdem ist hier das Einzugsgebiet grösser als an Primarschulen und damit kommen mehr Kontakte zu Stande, die es ohne Schule so nicht so stark gibt.
Einen viel grösseren Einfluss hat (meiner Meinung nach) jedoch das Schliessen von Kantonsschulen und Berufsmittelschulen. Hier reisen die Schüler
innen kreuz und quer durch den Kanton. Die Schulen sind riesig und wenn ich momentan zu Pausenzeiten durch den Gang gehe, denkt man sich, dass die skandalösen Bilder von den Schlangen an den Skiliften gar nicht so skandalös sind. Die Schüler*innen sind dichter aufeinander als die Leute auf diesen Fotos.
In dem Alter (>14) kann auch der Fernunterricht viel problemloser abgehalten werden.

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Danke für's Teilen Ihrer Gedanken und Erfahrungen, Herr H. Das ist sehr interessant!

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Susanna Schürch
IP - Suisse - Bäuerin
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Kritische Information ist wichtig und gründlich recherchierte Fakten gehören zu einem seriösen Medium. Ich erwarte das auch von der Republik (und das macht ihr ja auch gut!). Gleichzeitig bin ich aber auch überzeugt, dass die Republik Mitverantwortung trägt, wie wir in den Tag starten. Seit einiger Zeit starte ich mit Corona, betrüblichen Berichten über Coronaleugner (-theoretiker, - ideologen, wie auch immer) und ich merke, dass ich dazwischen auch wieder einmal gerne etwas Positives hören möchte. Gefühle übertragen sich auch auf unsere Mitmenschen und so trägt die Republik auch ihren Mitverantwortung an der Grundstimmung in der Bevölkerung. Also bitte auch wieder einmal etwas anderes! Der Bericht über die beiden Biden war ein Aufsteller und hat mich durch den Tag getragen. Ich denke, ich bin da nicht die Einzige, die so etwas braucht in diesen Zeiten. Könntet ihr euch das bitte zu Herzen nehmen? Nicht einfach als Garnitur, so nebenbei, sondern ab und zu auch als Hauptnachricht des Tages?

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Wenn dieses Wort in der Pandemie nicht schon derart missbraucht worden wäre, würde ich Sie jetzt auf Ihre Eigenverantwortung hinweisen. Sie abonnieren freiwillig die Republik, lesen am Morgen freiwillig die neusten Artikel - und machen dann die Redaktion verantwortlich für Ihr morgendliches Befinden, weil die Nachrichten meist düster sind in der momentan leider düsteren Krisen-Zeit? - Es gibt eine Unmenge Texte, die Ihr Wohlbefinden in Ihrem Sinne steigern könnten - ich erinnere mich gerade in diesem Moment an einen Roman von Mary Scott - eine schöne heile Welt mit dem Titel ‚Am Morgen ist die Welt noch in Ordnung‘...

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Susanna Schürch
IP - Suisse - Bäuerin
·

Vielen Dank für Ihren Hinweis😊. Ich habe übrigens völlig eigenverantwortlich den heutigen Text nur noch quergelesen. Es gelingt mir auch noch prima, meine morgendliche Laune auf gutem Level zu halten und ich fühle mich noch wohl genug, um die Republik nicht für mein persönliches Wohlbefinden verantwortlich machen zu müssen 😊. Ausserdem bin ich ausreichend mit alternativer Lektüre versorgt! Es braucht sich also niemand Sorgen um mich zu machen 😉.

Vielleicht wurde das falsch verstanden. Es sind gesellschaftliche Fragen, die ich hier zur Diskussion stellen möchte: Ist es genug, dass ein Medium nur objektive Fakten und ungelogene Informationen bringt? Gibt es so etwas überhaupt? Was macht das mit uns? Können wir einfach nur Fakten wahrnehmen ohne davon emotional berührt zu werden? Ist eine solche Distanziertheit überhaupt möglich? Was hat es für Auswirkungen auf unser Umfeld, wenn wir täglich nur über Corona lesen? Wir haben mittlerweile so viele coronamüde, depressive oder gar zornige Menschen. Das gibt mir zu denken. Manche können das Wort "Corona" nicht mehr hören. Gleichzeitig ist es nach bald einem Jahr Pandemie ein hoher Anspruch an den Einzelnen, sich von Nachrichten über Corona zu distanzieren. Das wäre so ähnlich wie nicht hingucken, wenn man an einem Autounfall vorbeifährt. Und es ist ja auch nicht gut, wenn sich Menschen aus lauter Coronafrust ganz aus dem Thema ausklinken und nicht mehr mitmachen bei der Pandemiebekämpfung. Deshalb meine Bitte, dass sich die Republik etwas vom Tunnelblick auf Corona löst und ab und zu so etwas bringt wie diesen Artikel über Biden.

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M. W.
Lehrer
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· editiert

Haben Sie vielen Dank für die wie immer übersichtliche Darstellung einer komplexen Datenlage. Das ist wie immer sehr schön und gewinnbringend zu lesen. Ich hätte trotzdem einen Wunsch.

Im zweiten Teil des Artikels, wo resümiert wird, Koch habe doch nicht recht gehabt, heisst es:

Dass Kinder und Schulen im Infektions­geschehen wenn nicht die Hauptrolle, dann doch zumindest eine Rolle spielen, ist nicht nur plausibel, es ist auch deutlich sichtbar.

Da erwartete ich das für die Schulen in der Schweiz vielleicht Wichtigste. Aber dann verweisen Sie auf knapp zehn Publikationen, die nach Methodik, Adressierung und Aussagekraft nicht unterschiedlicher sein könnten und qualifizieren deren Aussagen nur in sehr allgemeinen qualitativen Begriffen: rasch sinken, steigen ... trotz verschärfter Massnahmen, damit einhergehende Zunahme, Schulschliessungen ... hocheffizient.

Würden Sie diese Angaben nicht auch noch konkretisieren, quantifizieren und visualisieren? Z.B. als Nachtrag im Newsletter? Das wäre ein grosser Gewinn.

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Hallo Herr W.,

Ich verstehe ihren Wunsch gut. Und es war zunächst auch tatsächlich mein Plan, so vorzugehen – also tatsächlich Details zu vielen verschiedenen Untersuchungen zu bringen. Ich habe mich dann aber – aus den Gründen, die Sie selber nennen, also allzu unterschiedliche Methodik / Zeit / Ort der Untersuchungen, und dabei auch Gefahr Rosinenpickerei zu betreiben – entschieden, das nicht zu tun. Sondern das Wesentliche aus meiner Recherche wiederzugeben.

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Merci, Marie-José Kolly, für die Daten und die Einordnung! Was ich noch anmerken wollte, ist, dass bei der ganzen Schulfrage die Mobilität oft ausgeblendet wird. Konkret: Wart ihr schon mal in einem mit Schüler*innen vollgepackten ÖV?

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Anonym 10
· editiert

Als Schüler, ja, täglich zweimal.

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M. W.
Lehrer
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· editiert

Lieber Michel
Ja, war ich. Es ist zum Davonlaufen. Man fragt sich, warum nicht Zusatzfahrzeuge zur Verfügung gestellt werden können oder man den Unterricht etwas gestaffelt beginnt oder oder oder.
Und Du?

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M. R.
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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· editiert

Lieber Moritz, seit meinen Gymi-Tagen nicht mehr. Und seit dem ich nicht mehr nach Zürich pendle auch nicht mehr mit Lernenden in Zügen. Meine Tochter machte mich kürzlich wieder darauf aufmerksam, als wir am Wochenende mit dem Bus unterwegs waren und ich zu ihr sagte: «Scho no voll, huh?». Worauf meine Tochter erwiderte: «Das ist noch gar nichts! Weisst du, wie voll es ist, wenn Schule ist? Ich stehe dann meist plattgedrückt an der Türe!».

Und ja, dass in einer Pandemie, in der es offenbar der politische Wille und das wirtschaftliche Interesse ist, die Schulen, bis es nicht mehr anders geht, offen zu halten, die gleiche Anzahl Busse oder aus Gründen der Rentabilität sogar noch weniger fahren, erscheint mir schlichtweg unverständlich, unüberlegt oder nicht konsequent zu Ende gedacht. Genau so, wie es keinen gestaffelten oder Halbklassen-Unterricht gibt.

Da können die Schulen noch so durchdachte Schutzkonzepte haben und die Schüler*innen noch so brav weit voneinander sitzen und stehen. Wenn sie zuvor und danach z. T. über 15 Minuten auf engstem Raum aufeinander sitzen, können die Schulen genau so gut ohne Schutzkonzept offen bleiben.

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A. N.
ein Alter
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Spannender Solidaritätsbegriff, der nur in eine Richtung und solange funtioniert, wie man selbst betroffen ist oder profitieren kann.

Ich sage den Jungen immer wieder: Traut den Erwachsenen nicht! Sie sind Eure Feinde.

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A. N.
ein Alter
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Nein, noch nie. Die sind ja derart mit Schüler*innen vollgepackt. Da hat‘s für niemanden sonst mehr Platz. 😉

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Alle mit Maske? - ohne - ist ab heute strafbar. Ich ( 76, Diabetes) darf gar nicht in so einen Bus steigen.
Habe mein Auto frisch überholt....
Alle sollten sich für unkonventionelle Überbrückungslösungen einsetzen. Auch für viel Toleranz in unserer perfekt geregelten Gesellschaft.

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Vielen Dank für die gute Zusammenstellung. Bei der zitierten englischen Studie wurde allerdings eine höhere Übertragungswahrscheinlichkeit von Kindern von 12-16 gegenüber über 17- Jährigen gefunden (im Text steht zwischen 2 und 12 Jahren). Es scheint mir generell wichtig, bei der Diskussion um Kinder zwischen jüngeren (bis ca 12) und älteren Kindern zu unterscheiden, und nicht von Befunden für ältere Kinder auf Kinder im Allgemeinen zu schliessen. Dieser Aspekt wurde im ansonsten sehr informativen Artikel kaum behandelt.

https://assets.publishing.service.g…ission.pdf

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Hallo,
Wo genau haben Sie denn im Text die Angabe mit 12 Jahren gefunden? Ich habe gerade gesucht, ob da ein Typo ist, finde ihn aber nicht...

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Anonym 4
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Ich habe nochmal nachgeschaut und habe dies wohl falsch verstanden im Text, entschuldigen Sie bitte. Es gibt einen grossen Unterschied nach Altersgruppen beim Risiko, das Virus in den Haushalt zu tragen, nicht aber bei der Weitergabe des Virus innerhalb des Haushalts.

Auf Seite 3:
"Children can transmit within households as well as in educational settings. Previous analysisof ONS datadiscussed at SAGE 65 indicated that children aged 12-16 were playing a higher role in introducing infection into households than those 17or over (i.e. being the index case). An update of this analysis with data until 2ndDec 2020still supports this, however the increased likelihood has reduced (medium confidence). The difference remains less marked for those under 12 (medium confidence)"

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Vielen Dank für diese gute Übersicht. Ein weiterer Datenpunkt dem ich mehr Beachtung schenken würde:
4 % der jungen Erwachsenen in der Schweiz sind Mitte Januar asymptomatisch Positiv (Quelle: VBS)

Die Zahl stammt vom Massentest bei RS-Start und ist bemerkenswert, weil andere regionale Massentests eine viele niederigere Positivitätsrate ausweisen (z.B. 1 % im Graubünden) und gleichzeitig symptomatische Personen aufgefordert waren zu Hause zu bleiben und deshalb auch nicht im Sample erscheinen. Im Zusammenhang mit den Schulen dürfte das Resultat nicht 1:1 übertragbar sein für alle Altersklassen, aber für die älteren Jahrgänge würde ich diesen Fakt schon ernstnehmen, denn es würde bedeuten: in jeder Klasse à 25 Personen sitzt im Mittel momentan immer eine positive Person.

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Die 4% sind schon krass viel. Ich habe mich auch schon gefragt ob es da irgendwelche Faktoren gibt, die nicht beachtet worden sind. Haben Rekruten vielleicht besonders viel Party gemacht vor dem Einrücken?

An der ETH werden zwischenzeitlich Präsenzprüfungen durchgeführt (200 Personen in einem Raum). Altersmässig sind StudentInnen vergleichbar mit den Rekruten, ich hoffe nur das der Partyfaktor wegfällt. Trotzdem, ein Spiel mit dem Feuer...

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Die Prüfungen an der ETH werden unter sehr strengen und penibel überwachten Bedingungen durchgeführt. Maskenpflicht auf dem gesamten Campus (medizinische Masken!) Sicherheitsabstände von +2m, Trennwände, regelmässiges Lüften, alle Arbeitsoberflächen werden nach jeder Prüfung desinfiziert, extrem kurzfristige Abmeldemöglichkeit, Prüfungspersonal trägt Handschuhe etc. etc.
Das Infektionsrisiko in diesen Prüfung ist wohl wesentlich geringer als an fast allen anderen Orten in der Schweiz. Auch hat die ETH seit Beginn der Pandemie alle grösseren Lehrveranstaltungen, wo auch immer möglich, sehr konsequent auf online Lehre umgestellt. Und, alle mündlichen Prüfungen werden Online durchgeführt.
Das als ein "Spiel mit dem Feuer" zu charakterisieren geht dann doch stark an der Realität vorbei.

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Die 4% sind schon krass viel. Ich habe mich auch schon gefragt ob es da irgendwelche Faktoren gibt, die nicht beachtet worden sind. Haben Rekruten vielleicht besonders viel Party gemacht vor dem Einrücken?

Ja, ich kanns mir auch nicht erklären. Gerade auch im Vergleich zu den Positivätsraten von ca. 10 % bei den Testwilligen. Und im Vergleich über die Zeit: Im Sommer waren 0.3 % der Rekruten positiv (auch Massentest) (Quelle: VBS). Damals war dieser Wert vergleichbar mit den offiziellen Zahlen.

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J. F.
Hoffender
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· editiert

Liebe Republik
ich nehme diesen Text zum Anlass für eine Rückmeldung zur Auswahl eurer Themen. Corona beschäftigt die Menschen sehr, mich manchmal auch sehr. Ich gehöre selber zu einer Risikogruppe und habe den ganzen Dezember darniedergelegen mit Corona. Trotzdem habe ich mich schon im Frühling entschieden, weniger von der Angst getrieben unterwegs zu sein. Wenn ich euren Anteil an Corona-Texten anschaue, dann bekomme ich den Eindruck, dass dadurch die Wahrnehmung immer wieder auf diese Gefahr und Bedrohung geframte wird. Es gibt auch ein Leben ausserhalb Corona - es ist auch möglich anders mit der Gefahr und Angst umzugehen. An den diesjährigen Solothurner Filmtagen hat sich dieser Film https://online.solothurnerfilmtage.…t-of-fear/ mit der Thematik beschäftigt.
Ich würde mir wünschen, wenn Ihr etwas weniger Corona und mehr Hoffnungs- und Zuversichtstexte verfassen würdet. Danke und weiterhin alles Gute.

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Lieber Herr F.,
Danke für dieses Feedback – das wir gerne zur Kenntnis nehmen. Die Ausgewogenheit im Themenspektrum, die Sie sich wünschen, ist auch der Redaktion ein Anliegen.

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A. N.
ein Alter
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Corona ist ein Vorwand, die Klimakatastrophe nicht anpacken zu müssen. Klar, die Alten sind ja davon nicht mehr betroffen. Und auch hier zahlen die Jungen den Preis. Unsere Gesellschaft ist in krankhafter Weise überaltert.

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2020 ist doch das einzige Jahr in dem viele Länder ihre Klimaziele (unfreiwillig) erreicht haben. Im besten Fall ist Corona eine Vorbereitung für alle, weniger zu konsumieren und weniger reisen zu lernen, was schlussendlich dem Klimawandel zu Gute kommt. Auch glaube ich, dass viele das neuliberale, wirtschaftsfreundliche Denken angefangen haben zu überdenken, weil es im krassen Gegensatz zur allgemeinen Gesundheit stand wie sonst noch nie. Das tut es auch schon längst dem Naturschutz gegenüber und das werden endlich mehr Leute erkennen.
Klar greift das bisher Gelernte und die neuen CO2 Gesetze zu kurz und auch ich wünschte mir, wir würden nicht die alte Wirtschaft aufpäppeln, sondern die Gelegenheit ergreifen, etwas neues, klimafreundlicheres aufzubauen.. aber einen Vorwand kann ich nicht entdecken.

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Herr N., Hoffentlich sind Sie nicht krankhaft. - Auch ein Alter -

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Ich bin vor gut drei Wochen 73 geworden und fühle mich nicht „in krankhafter Weise überaltert“.

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A. N.
ein Alter
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Ich sprach ja auch nicht von Ihnen, sondern von unserer Gesellschaft. Die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist älter 42.2 J. 1955 war der Medianwert rund 10 Jahre tiefer. Auf 100 20-64 Jährige kommen heute nur noch 30 U20 Jährige, etwa gleichviel wie Ü65 Jährige.

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Anonym 1
· editiert

Sehr spannender Artikel, der sachlich beleuchtet was die Wissenschaft bisher weiss. Die Diskussion um die Schulschliessungen ist ja bisweilen eine eher emotionale. Ich arbeite selber an einer Schule und beobachte, dass Kinder momentan gar nicht getestet werden. Letzte Woche hatten wir mehrere Kinder, die erkältet in die Schule gekommen sind und bei denen es geheissen hat: nein, testen ist nicht nötig, er/sie ist nur erkältet. Nach Hause schicken dürfen wir nur, wenn das Kind Fieber über 38.5 hat (Weisung vom Volksschulamt). Anscheinend kam diese Weisung, nicht zu testen, teilweise sogar von den Hausärzten. Da frage ich mich schon was das toll... wir Erwachsenen an der Schule haben das Gefühl, es ist egal ob wir krank werden, hauptsache die Kinder können zur Schule. Was ja auch sehr wichtig ist aber eben, gemäss Artikel sprechen die wissenschaftlichen Fakten langsam eher dafür, die Schulen zu schliessen (oder andere Massnahmen zu ergreifen) - vor allem wenns dann richtig los geht mit den neuen Varianten.

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R. P.
· editiert

Ja, bei unserer Schule ists/wars ähnlich wie bei Ihnen. In jeder Hinsicht.
Vor einigen Tagen hat der kantonale Berufsverband per Mail eine Umfrage gemacht, an der ich teilnahm. 4000 Lehrpersonen antworteten. Ich war aber bei den Minderheiten. zB Hybridunterricht, für den ich gestimmt habe, nur 10% können sich das vorstellen. Ich habe den Eindruck, der wurde noch gar nie ernsthaft durchgedacht. Es sieht nach "kompliziert" und "Mehrarbeit " aus und damit: möglichst nicht damit beschäftigen. Auch nicht die Lehrpersonen.
Vielleicht kommen wir aber nicht darum herum, wenn wir die Vulnerabilität der 7-10-Jährigen bei Schulschliessungen berücksichtigen wollen (problematische familiäre Verhältnisse, Verlust von Sozialkontakten, wenig Selbständigkeit,...) und gleichzeitig wirksam das Virusgeschehen stoppen. Auch bei Massentests rennen wir ev dann nur noch hinterher, wenn alles mutierte Viren sind, die rascher anstecken. ...?
Doch ev braucht es für wirksamen Halbklassenunterricht nur den Einbezug der vielen Nicht-Klassenlehrpersonen, welche die Hälfte des gemeinsam mit Klassenlehrpersonen vorbereiteten Präsenzgruppenunterrichts übernehmen, während die andere Lehrperson jeweils das Ganze für den Digitalunterricht vorbereitete Material überwacht, korrigiert, und Kontakte mit Kindern hält. Jeden Tag oder jede Woche im Wechsel. Es gibt viele Fachlehrpersonen an Primarschulen, die eh weniger zu tun haben und eingebunden waren/sind bei ganzer Schulschliessung. Ich bin auch eine Solche.
Die Einführung von "neuen" Sachen wird aber, wie psychologisch gut erforscht, immer erst auf akuten Druck hin angegangen. War auch bei Maske so. PolitikerInnen und Schulbehörden nicht ausgenommen. Deshalb wurde auch die Chance, den Sommer für neue Szenarien zu nutzen, verpasst: Es haben alle insgeheim angenommen, die Sache sei vorbei. So sind wir Menschen - wir haben viel Phantasie und Planungsfähigkeit, aber wir nutzen sie viel weniger, als wir annehmen und als wir uns eingestehen. Lieber haben wir Ausreden, die das Ganze auf einen "externen Verursacher" schieben. Bequemlichkeit ist ein mächtiger Antagonist!

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Schade, gibt es nicht mehr Unterstützung für innovative und kreative Umsetzungen des Blended Learning wie Sie es vorschlagen. SL sollten hier den Lehrkörper mehr ermutigen. Auch digitale Weiterbildung und Austauschforen wären jetzt essentiell. Aber ich habe auch den Eindruck, dass viele LP den Schritt fürchten und sich darum nicht für Blended Learning einsetzen. Es würde eben Selbststudium bedeuten. Aber mit grossem Gewinn auch für die Zukunft des Lehrens und Lernens. Bleiben Sie dran 👍

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Danke für Ihren Kommentar. Ich bin schockiert wenn ich Ihre Schilderungen lese. Ein Jahr nach Pandemiebeginn ist es für mich unverständlich wieso wir solche Situationen zulassen. Die Prämisse des 1. Lockdown war doch "Zeit gewinnen". Leider hat man viel zu wenig aus dieser tatsächlich gewonnen Zeit gemacht. Im Moment ist für mich die Bündner Massentestungsstrategie ein rarer Lichtblick.

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BL folgt mit Case Finding. Hoffentlich machts Schule!

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Jeannette König
Alte
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· editiert

Die Überschrift zeigt schon einen Balken im Hirn: Wir müssen also wissen, ob die Schulen geschlossen werden sollten und dafür werden bestmögliche wissenschfltiche Daten gesammelt.
Es ginge um eine "nationale" Gesamtstrategie in dieser Pandemiekrise und um das Simulieren von Szenarien mit den verschiedensten Einflussfaktoren (da gehören selbstverständlich auch die Kinder dazu, die Cov19 übertragen können.) "Treiber" ist auch so ein Wort, das zeigt um welche Denkkonzepte es geht : "Konjukturtreiber", "Jagdtreiber" "Gerätetreiber". Sogar Daniel Binswanger ist sich in seiner letzten Kolumne nicht mehr so sicher, ob in der jetzigen Situation Schulschliessungen wie Geschäftsschliessungen angeordnet werden sollen. Sinngemäss " Warum nicht zuerst die gängigen Schutzmassnahmen in den Schulen konsequent anwenden." Es gilt zu bedenken, dass ein halbes Jahr "weg vom Fenster" in allen Belangen für ein Kind in der Entwicklung so viel bedeutet, wie 10 Jahre bei einem Erwachsenen. Warum nicht Lehrerinnen und Lehrer sofort impfen? Warum nicht einmal prophylaktisch überlegen, simulieren, was es bringen würde rasch Junge zu impfen. Die ETH sollte solche Simulationen zustande bringen, macht es aber wohl nicht, wenn es niemand wissen will. Das reine Abwehrdenken führt zur Achterbahn in der Pandemiebekämpfung. Eine Kombination aus Schutz, Abwehr und Prophylaxe für den Einzelnen und für das Kollektiv wäre bestimmt für alle zielführender.

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Hallo liebe Frau König,
Ich bin etwas überrascht: Genau das, was Sie in Ihrem ersten Satz suggerieren, steht nicht im Artikel – dafür aber ein paar Gedanken dazu, was denn für Möglichkeiten noch ausgeschöpft werden könnten, um den Schulbetrieb aus epidemiologischer Sicht sicherer zu machen. Ich bin aber überzeugt davon, dass mehr Wissen es uns als Gesellschaft erlaubt, bessere Entscheidungen zu treffen. Dazu gehört es eben auch, das Narrativ, Kinder trügen nicht oder kaum zur Epidemie bei, zu verabschieden.
Danke für Ihre Gedanken dazu, mit welchen Strategien man den Schulbetrieb in «sicherer» weiterführen könnte. Hiervon brauchen wir als Gesellschaft mehr, dünkt mich.
(Kinder impfen, damit sie das Virus nicht weiter verbreiten, wäre grossartig – nur wissen wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht, ob und, wenn ja, wie stark die Impfung Übertragungen vermindert. Wir wissen lediglich, dass sie Geimpfte vor Krankheit schützt...).

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https://www.spektrum.de/news/impfst…obal-de-DE
Ein Artiekl über wissenschftliche Erkenntnisse inkl. Unklarheiten und Vermutungen, die aus dem bereits vorhandenen Wissen angestellt werden könnten.

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seit 2018