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Ein gewichtiger Grund für mein Abo der Republik? Sehr wenige Fehler, gutes Korrektorat.
TA vor ca. 25 Jahren, NZZ vor 15 Jahren abbestellt, weil bis zu 40 Fehler(!) pro Zeitungsseite jede Glaubwürdigkeit des Gelesenen zunichte machen. Sorgfalt bei dem was man tut, ist immer eine langfristige Investition, denn sie verlangt mehr Zeit – und lohnt sich, langfristig.

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Christof Moser
Chefredaktion
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Vielen Dank, Herr Fiechter. Wir tätigen diese Investition mit Überzeugung.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Lieber Herr Fiechter: Das Korrektorinnenteam und meine Wenigkeit, wir sagen Danke!

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Johanna Krapf
Republik-Abonnentin und Autorin
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· editiert

Lieber Herr M.
Sie sprechen mir aus dem Herzen: Es tut mir in letzter Zeit manchmal richtig weh, meine Print-Tageszeitung zu lesen, und zwar der vielen Fehler wegen. Schade, dass die Arbeit des Korrektorats nicht mehr gewürdigt wird.
Das ist übrigens auch in renommierten Verlagen - bei der Herausgabe von Büchern - nicht anders. Unglaublich, was den Leserinnen zum Teil zugemutet wird.
Danke für die sauberen Beiträge der Republik!
Freundliche Grüsse
Johanna Krapf

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Liebe Frau Krapf, Ihre Rückmeldung freut mich, danke sehr! Ja, es macht mich auch nachdenklich, wenn ich ein Taschenbuch aufschlage, das offensichtlich nicht mehr gross gelesen wurde. Ich habe vor 15 Jahren mal kurz mit einer Dame aus Deutschland zusammengearbeitet, dir mir von ihren zwei mehrmonatigen Verlagspraktika in Deutschland erzählt hat: das erste für Gottes Lohn, das zweite für ein paar Hundert Euro (insgesamt). Offenbar ist der Spardruck in Buchverlagen gross, und offenbar gibts Leute, die das trotzdem mitmachen ...
Ich glaube, die Korrektoratsarbeit würde eigentlich schon noch geschätzt – das zeigen mir die Beiträge in dieser Debatte. Leider eher von der Leserseite, nicht von der Arbeitgeberseite (ich bin eine der glücklichen Ausnahmen bei der Republik). Mal schauen, was die Zukunft bringt! Viel Freude beim Lesen und herzliche Grüsse, DM

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E. L.
· editiert

Vielen Dank für den schönen Beitrag und die Innensicht!
Mein Vater (gelernter Typograph) hatte am Ende seines Berufslebens noch ein paar Jahre als Korrektor gearbeitet und auch als er dann pensioniert war, sah ich ihn nie anders Zeitung lesen, als mit einem Stift in der Hand. Das fand ich eine ganz eigenartige Marotte aber ich merke, dass ich selber sorgfältig gestaltete Texte enorm schätze.
Auch für mich ein grosser Pluspunkt bei der Republik.
Und ich fühle mich durch diese Sorgfalt auch als Leserin wertgeschätzt.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Liebe Frau L., vielen Dank. Die Geschichte von Ihrem Vater mit dem Stift in der Hand ist sehr schön. Ich kann zum Glück recht gut abschalten. Man darf als Korrektor nicht bei jeder Speisekarte oder jeder Werbetafel vor einem Laden den Blutdruck steigen lassen – das wäre heikel :-) Ich gebe mir Mühe zu trennen: Im Job gehört es zur Produktpflege, im Privaten drücke ich alle Augen zu (trotzdem sagen mir ab und zu Leute, sie würden mir lieber nicht schreiben ...) Hässig macht es mich tatsächlich nur bei Medien, wenns schlecht ist. Herzlich, DM

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Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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· editiert

Ich bin auch familiär "vorbelastet" in Sachen Korrektur, Orthographie und Grammatik. Das bleibt definitiv hängen:-)).

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Was ich als (30-jähriger) Leser primär an der Arbeit des Korrektorats schätze: Den Inhalt eines fehlerfreien Text mit sauberem Layout, vereinheitlichten Namen etc. verstehe ich einiges schneller. Verpatzte Layouts und Rechtschreibefehler lenken vom Inhalt ab. Es geht um wesentlich mehr als ein vages "Qualitätsempfinden" des Lesers.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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· editiert

Liebe Debattierende, ich bin völlig baff über das Echo hier. Herzlichen Dank! Ich gebe all die Blumen auch gerne weiter an das wunderbare Korrektorinnen-Team bei der Republik, ausgerüstet mit grosser Flexibilität, Nerven wie Drahtseilen und veritablen Adleraugen: Christina Heyne, Petra Winterhalter, Olivia Raths und Marco Morgenthaler ❤💐 Es macht Freude. Gefreut ist auch die tolle Vorarbeit der Produzenten Christian Andiel und Katrin Moser. Und ohne die Beiträge selber wäre ja alles nichts.

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Ich habe allen, die es hören wollten, immer gesagt: Wenn du eine miese Rechtschreibung hast, dann bleibt dir nichts, als eben professioneller Schreiber zu werden. Denn dann hast du ein Korrektorat.
Ich stelle mir mit Grauen vor, was für eine Orgie an Rot meine Artikel wären, wäre ich bei Tamedia, sorry, der TX Group, geblieben.
Danke Dani, das Du mich und alle anderen Halbalphabeten hier vor Schande bewahrst.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Lieber Const. Wir dürfen deine grossartigen Texte zuallererst lesen – deshalb: immer gerne. Es ist uns Freude und Ehre zugleich. (Und Krampf und Lohnausweis, der Vollständigkeit halber :-))

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Vielen Dank für den äusserst informativen und gut geschriebenen Artikel zu dem Thema. Ich bin überzeugt, dass Qualität geschätzt wird, gut für die Republik, wenn die Konkurrenz denkt, in diesem Bereich zu sparen lohne sich!

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A. H.
Advocatus diaboli
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Die einzigen, die der Abbau freuen dürfte, sind die Kolleginnen von der WOZ. Der Stoff für die Spalte WOZ NEWS auf der letzten Seite wird ihnen nicht ausgehen.

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Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Letzte Woche hat die WOZ schon bekanntgegeben, dass sie mittlerweile die Spalte allein mit Fehlern aus dem Tagi füllen könnten:-).

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A. H.
Advocatus diaboli
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Soeben im TA den Beitrag über Bolsonaro gelesen, der positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Da heisst es: «Im Streit um den richtigen Umfang mit der Pandemie warfen bereits zwei Gesundheitsminister das Handtuch.» Im Streit um die Rechtschreibung wäre es angebracht, wenn die Chefs der TX Group ebenfalls das Handtuch werfen würden. ;-)

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Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Ich bin sehr froh, dass die Republik so sorgfältig korrigiert wird. (Wobei ich die Endmuräne goldig fand:-) - sehr passend.) Die vielen Fehler waren einer der Hauptgründe, warum ich mein Tagi-Abo nicht erneuert habe. Sowas nervt einfach.

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S. S.
· editiert

Geht mir genauso. Als ich vernahm, dass Tamedia das Korrektorat weiter zusammenstutzt, bin ich zur Republik gewechselt. Zumindest für mich ein klarer Gewinn :-)

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Christine Loriol
denken, schreiben, reden.
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Danke für diesen wunderbaren Text - und wie schade, dass er geschrieben werden musste! Hier: "Eine wunderbare Tätigkeit übrigens, habe ich das schon erwähnt?" Hier, an dieser Stelle hatte ich dann Tränen in den Augen (vorher schon ein bisschen damit gekämpft, aber hier war es dann halt soweit). Und danke, danke, danke der Republik, dass Ihr nicht Tamedia & Co. seid. Bei der nächsten Kampagne könnt Ihr dann nicht nur mit Journalismus werben, sondern auch mal mit dem "Backoffice" und dem Korrektorat. Ich staune immer wieder, für was alles ich die 240 p.a. bezahlt habe! d.h. wieviel ich dafür kriege, wenn ich auch längst nicht alles lese. Merci.

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Vielen, vielen Dank für dieses Feedback! Wie schön, wenn man Leserinnen hat, die auch die Arbeit im Hintergrund wahrnehmen und schätzen. Danke dafür!

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Liebe Frau Loriol, herzlichen Dank für diese wunderbare Rückmeldung! Schön, dass Sie uns begleiten.

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Wunderbarer Artikel auf den ich eigentlich schon lange gewartet habe. Herzlichen Dank. Dass in den Revolverblättern zwischen "seid" und "seit" etc. nicht mehr unterschieden wird ist nicht verwunderlich, wenn man schaut wer da so schreibt. Nun fallen mir aber auch in Büchern, auch in solchen die im Feuilleton besprochen wurden, immer wieder haarsträubende Fehler auf. Ich bin kein Hirsch in Rechtschreibung aber ich unterscheide zwischen "hinaus" und "heraus", auch zwischen "hinunter" und "herunter" - oder ist das mittlerweilen egal?

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Vielleicht bin ich da pingelig oder altväterisch; aber für mich sind nicht nur der Inhalt, sondern auch die Darstellung und die (grammatikalische und inhaltliche) Fehlerfreiheit eines Textes wichtig. Ich finde, es ist eine Frage des Respektes dem Inhalt und der Aussage gegenüber, dass auch die letzteren Punkte stimmen. Ganz abgesehen davon, dass es kein Qualitätszeichen für eine Zeitung ist, wenn die Korrigenda-Spalten – sofern auf Fehler überhaupt noch reagiert wird – länger werden.

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Ich stimme Ihnen vollkommen zu und würde noch um einen Punkt ergänzen:
Das gedruckte Wort ist auch immer bestimmend für die Entwicklung der Sprache. Sie beeinflusst den Leser, formt nicht nur seine Ansichten, sondern auch seine Sprache. Meinem Sohn drücke ich gerne spannende Bücher in die Hand. Nicht nur wegen der tollen Geschichten, sondern vor allem wegen des Erlernens der Grammatik und Orthografie.
So sind Journalisten nicht nur der Wahrheitsfindung verpflichtet, sondern auch ein Stück weit der Sprachbildung.
Dabei stecken hochqulitative Zeitungen in einem großen Dilemma (Vermutlich gibt es dafür sogar eine spezielle Bezeichnung die ich nicht kenne). Ich nenne es einfach das Komplexitätsparadoxon.
Auf der einen Seite möchte man mit seinen Inhalten so viele Leser wie möglich ansprechen und dabei den Sachverhalt in all seiner Komplexität so gut wie möglich darstellen. Auf der anderen Seite hat man Leser, die gar nicht in der Lage sind diese Inhalte zu verstehen (aus verschiedensten Gründen).
P.S.
Ich bin ja wirklich kein "Grammatik-Nazi" aber jedes Mal, wenn ich in einer Onlinezeitung einen Artikel sehe, bei dem der Autor nicht zwischen dass/das unterscheiden kann, ist das für mich wie ein Schlag in die Magengrube. Nein, nicht nur im Boulevard, sondern auch schon in der SZ gesehen.

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Even Meier
· editiert

Es gab mal eine Werbung der NZZ (hier in einer neueren Version), vor langer Zeit, mit dem angespitzten Bleistift: "Arbeit an der Sprache ist Arbeit am Gedanken". Wie wahr.

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B. J.
· editiert

Die Traurigkeit des Dinosauriers, der den Meteoriten am Himmel erblickt.

Das ist die Republik, wie ich sie mag: freundlich, mit offenem Visier, korrekt. Und gelegentlich mit einem brillanten Sprachbild. Darum wissend, dass man eine Dienstleistung erbringt, zu deren Zustandekommen viele Rädchen zusammenspielen müssen. Dass man da keines folgenlos herausbrechen kann, wird man auch in den Führungsetagen der grossen Häuser irgendwann merken. Nur ist dann halt schon viel kaputt.
(Brillant oder brilliant? Musste ich nachschauen.)

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Und dann wundert man sich wieder, wieso immer weniger Leute korrekt schreiben können.
Wenn man Geld zahlt für Publikationen, dann sollte man grösstenteils fehlerfreie Texte erwarten dürfen.

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P. M.
Lektorin, Korrektorin, Texterin
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Lieber Herr M.
Ist das ein guter Morgen, um bald mit der Korrektoratsarbeit zu beginnen: Sie haben mir aus dem Herzen geschrieben. Nicht nur wegen des Themas an sich, sondern auch zwischen den Zeilen. Nebst allem Handwerklichen, das unser Metier ausmacht, ist es in meinen Augen die sorgfältige, «stolze Zurückhaltung» beim Optimieren von Texten, die unseren Beruf so reichhaltig macht, sind es die feinen prachlichen Luftzüge, die Sätzen (noch mehr) Schwung geben – und das ist eine ureigenst menschliche Kunst und kann durch kein Programm ersetzt werden.
In diesem Sinn überlücklich in den Tag startend:
P. M.

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Mal ehrlich, wozu braucht es ein Korrektorat? Ob nun «Der 9-Jährige fand sein Jojo nicht.» oder «Der 9-jährige fand sein Yo-Yo nicht.» steht – haben wir das nicht alle verstanden? Jair Bolsonaro oder Jair Boslonaro. 🤷‍♀️

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Für sie mag das gelten. Für ein wertloses Gratisblatt das im Zugabteil auf den Sitzen herumliegt auch. Aber für eine Zeitung für welche ich etliche hundert Franken im Jahr aufwerfe, habe ich andere Ansprüche. Wenn ich einen Stuhl selber zusammenzimmere kann ich damit leben, dass die Beine nicht gehobelt, sondern roh gesägt sind. Bei einem Stuhl den ich beim Tischler für teures Geld erstehe, finde ich das aber sehr störend.

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Sie lieben Gegenwind?

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Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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... ein agent provocateur:-)?

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Mein lieber Pae, aus dem fernen Wallis, da geht meine Laune doch gleich ambri (oder ambrüf?), wenn ich dich höre. Ist das Jo-Jo bei euch überhaupt schon erfunden? ... Du bist offenbar unterbeschäftigt. Gerade dein wachsames, feines Sprachauge schätzen wir nämlich sehr, alter Grammatiker.

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Ein wirklich toller Beitrag. Nachdem niemand mehr Latein lernt, sind wir nun bald auch mit unserer noch lebendigen Sprache, dem Deutsch, am Ende. Und weil ohne Sprache kein Denken möglich ist, leidet auch die Fähigkeit zu denken.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Merci vielmals, Herr N. Ich war kein grossartiger Lateinschüler im Gymi, damals, aber heute bin ich sehr froh, das mal gelernt zu haben. Hm, der Gedanke, dass wir mit dem Deutsch am Ende sind, ist mir ein wenig düster. Verständigen müssen wir uns ja weiterhin irgendwie. Aber ja: Eine präzise Sprache transportiert Gedanken besser. Und eine gute Kommunikation scheint mir sehr wichtig zu sein heutzutage ... Herzlich! DM

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Verena Goanna •in :)) Rothen
fotografie, texte, webpubl&lektorin
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· editiert

Lieber Kollege (im eigentlichen Sinne)
Dass Tamedia die Korrektoratsarbeit massiv zusammengekürzt hat, ist schon lange sehr gut sichtbar. - Und das bedeutet nicht nur Geringschätzung und schlechten Stil und holprige Lektüre. Das bedeutet auch, dass ganz klar seit Längerem schon immer wieder auch Fakten falsch wiedergegeben werden. Mit andern Worten: das hat einen massiven Einfluss auf den Journalismus selber. Bis es irgendwann mit seriösemJournalismus auch effektiv nicht mehr viel zu tun hat.
Und gleichzeitig die Journalist•innen - und ja meist erst noch unter extremem, und stetig zunehmendem Zeitdruck - selber höllisch aufpassen müssen auf etwas, was nicht ihr Job ist und auch nicht sein sollte.
Ausserdem: In eigenen Texten ist es für die allermeisten Menschen massiv schwieriger, die Fehler zu sehen. Aus diversen Gründen.
Genau deshalb müsste ein gutes, nein ein sehr gutes Korrektorat oberstes Gebot sein.
Dass dieses Korrektorat bei der Republik enorm gut ist, fällt sofort auf. In keiner Weise meine Meinung allein. Dieses Lob hat es bei den Komplizinnentreffen denn auch in die Liste der wichtigsten Argumente für unsere Werbung für die Republik geschafft. Und zwar vielfach genannt. Ihr macht echt wahnsinnig gute Arbeit hier!
Und für seriösen - und zusätzlich nicht wiederkehrend peinlichen - Journalismus ist diese Arbeit massiv wichtiger als in dem Artikel überhaupt erwähnt wird.
In anderen Worten: Hier so gut aufbereitete Texte zu lesen tut richtig gut!
Cheers, Verena

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Liebe Verena, ich danke herzlich für die nette Rückmeldung und gebe das sehr gerne an das ganze Team weiter. Ja, ich bin tatsächlich dankbar und wohl auch privilegiert, an einem Ort zu arbeiten, wo ich den Raum und die Zeit habe, das gründlich und mit Sorgfalt zu machen. Bei meinem vorherigen Arbeitgeber war es eine reine "Zeichenknüttlerei": Das Ziel war es, in einer 8-Stunden-Schicht 80'000 bis 100'000 Zeichen runterzulesen, an einem Abstimmungssonntag konnten es auch mal 140'000 Zeichen sein. Da lag nicht mehr viel Philosophieren drin. Ja, und dann streicht man immer mehr Leute raus, und irgendwann ist man dann halt an dem Punkt, an dem man sagen muss: Es wird gar nicht mehr alles gelesen. Glaubwürdige Information braucht halt doch ein bisschen Zeit, auf vielen Ebenen – schade, dass man in manchen Betrieben allen immer mehr Zeit wegnimmt. Liebe Verena: Schön, bist du dabei! Herzlich, DM

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Christoph J. Gassmann
Psychologe, Träumer
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Ich pflichte dem Autor voll bei. Es ist wirklich schade und bedenklich, wenn beim Korrektorat gespart wird. Das Ergebnis kann man bei der Tages Anzeiger Onlineausgabe gut sehen. Die Wörter sind an umpassender Stelle auseinandergerissen oder mit dem nächsten Wort zusammengeklebt. Diese Textstellen werden dadurch fast unlesbar. Man muss dieses Kauderwelsch sorgfältig analysieren, um es schlussendlich zu verstehen. Der Leser macht nun also die Korrekturarbeit. Das ist ein starker Qualitätsabfall. Schludrigkeit im Quadrat.

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I. H.
Literaturwissenschaftlerin
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Liebe LeserInnen, ich möchte das Lektorat auch ganz ausdrücklich loben und unterstützen! Ich kenne einige JournalistInnen in Deutschland, wo in vielen Fällen bereits seit langem auf das Lektorat/Korrektorat verzichtet wird, und das führt zu schockierenden Ergebnissen auf allen Ebenen. Grausamste Sprachfehler, falsch zugeordnete Fotos und Landkarten... Ehrlich: wenn die Republik-Beiträge in den Computer gehackt und klar ersichtlich ungeprüft hochgeladen würden, dann würde ich meine Mitgliedschaft sofort beenden. Es geht dabei nicht um Kleinlichkeiten, sondern um die Pflege der Sprache als Kommunikationsmittel. Ich möchte ja auch nicht in ein Flugzeug steigen, dass seit Jahren niemand mit Sachverstand mehr kontrolliert hat. Leider ist die Situation bei Verlagen ähnlich - ich dachte schon mal, man müsste gewissen Bezahlverlagen eine fertige Reprovorlage von Hitlers 'Mein Kampf' schicken und schauen, ob sie das auch drucken, solange gezahlt wird. In diesem Sinne: bleiben Sie bei Ihrer 'best practice' (Anglizismen mag ich auch nicht so... ;-) ).

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Ganz ehrlich: Bei der Textlänge könnte das Korrektorat der Republik etwas strenger sein. Manche Autoren haben etwas Mühe "zum Punkt" zu kommen. Das wurde immerwieder diskutiert. Ich weis auch, das die Republik den Autoren viel Freiraum zugesteht - aber ich für meinen Teil musste schon etliche Artikel abbrechen müssen, weil ich (oder der Autor?) den Faden verloren habe.

Ein Beispiel? "Wie sich Europa beim Kliemaschutz betrügt" liest sich geschlagene 21 Minuten lang (angabe der Republik). Darin ergeht sich der Author unter anderem knapp 4000 Zeichen lang über die Diselsubventionen, nur um im nächsten Absatz (in dem es über Luftfahrt geht) zu erwähnen dass es solche Subventionen in der Schweiz gar nicht gibt. Ja gut immerhin diese für uns Schweizer doch recht relevante Info war noch im Text, im falschen Absatz und nach 400 anderen zeihen aber trozdem.

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ja, es fällt mir manchmal auch schwer die langen Texte zu lesen... aber der Teufel steckt im Detail. Hier werden Fakten berücksichtigt, welche sonst von keiner Zeitung angesprochen werden. Und genau deshalb gefällt mir die Republik.

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Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, macht Daniel M. auch ein bisschen Lektorat (im ersten Durchlauf).

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Es gilt zu unterscheiden zwischen Korrektorat (prüft auf Schreibfehler, Orthografie etc.) und Lektorat (prüft Logik, Textstruktur, Formulierungen, Inhalte etc.). Lektoren arbeiten v.a. in Verlagen z.B. mit Buch-Manuskripten, die Korrektoren sind nachgeschaltet und korrigieren die fertigen Texte.

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Ti färlaghe, räschpächtife Meetienhäuzer färtiinän ir Kelt swissoo nümä med schnurrnalissmues, sonntern mit klaininsäraten uf dikitalen blattphorrmn.

(Diesen Kommentar bitte am Korrektor vorbeischleusen).

Da gäbe es jetzt natürlich noch viel hinzuzufügen 😉.

Deshalb: schenkt euren Freunden und Feinden ein Abonnement der REPUBLIK.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Ich lese alles :-))

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Roland Messmer
Sport- & Erziehungswissenschaftler
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Sehr wohltuend, von einem Presseprodukt wofür man zahlt, kann man auch etwas Stil und Sauberkeit erwarten. Ansonsten wird der Unterschied zu Social Media wirklich dünn... Und: Das mit der Muräne war erheiternd. Weil die Republik immer sehr korrekt ist, dachte ich zunächst das sei eine Anspielung 😊. Und Und: Wer es in die WOZ News schafft, ist damit ja schon fast rehabilitiert...

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Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Schade, dass man hier keine Bilder posten kann, sonst könnte man eine schöne Komposition bringen mit dem Kopf einer echten und dem Kopf der Endmuräne... es wäre wunderbar.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Lassen wir das lieber, Frau Bertschinger: Wenn ich auch noch ein Bild dazu habe, wird es mich wirklich für immer verfolgen ...

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Ich danke euch. - Eine junge Korrektorin, die leider nie Fuss fassen konnte in ihrem liebsten Gewerbe, weil es auszusterben begann, bevor sie danach fragte. PS. Sorry für den Divis statt Gedankenstrich (halbgeviert), geht leider nicht auf dem Handy.

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H. K.
Leser
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Lieber Dinosaurier, nein, ihr dürft nicht aussterben! Ich möchte flüssig lesen können, ohne zu stolpern. Jeder Schreibfehler stört meinen Lesefluss. Bei meiner abonnierten gedruckten (Lokal-) Zeitung ist es ganz schlimm. Da brauche ich einen Tresor, damit ich das Papier wegsperren kann, bevor die Kinder darin zu lesen beginnen.
Ich bin dankbar für jede seriös korrigierte Publikation, da kann ich mich auf den Inhalt konzentrieren. Danke für Ihre Arbeit, Herr M. und alle Korrektorinnen.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Vielen Dank, Herr K., ich habe Hoffnung. Und ich gebe Ihre Blumen und all das Lob in dieser Debatte sehr gerne an meine Mitstreiterinnen Christina Heyne, Petra Winterhalter, Olivia Raths und Marco Morgenthaler weiter. Herzlich, DM

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Für die grossen Medienhäuser sind Texte eine Ware. Dass diese Ware nicht immer der 1 A-Qualität entspricht, spielt keine Rolle. Hauptsache eine Mitteilung ist ein Primeur, auch wenn er falsch ist, korrektes Deutsch spielt dagegen eine untergeordnete Rolle, weil gemäss den Überlegungen der Mänäger kein Geld bringt.

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Ich bin viel auf Marketing-Kongressen im DACH-Raum. Grundsätzlich spricht hier schon seit Jahren kein Mensch mehr von "Texten". Das ist sowas von Vorgestern. Jetzt heißt das alles "Content".

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Sorry, muss heissen "Mänätscher" .................. : --)))

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Einverstanden, der Inhalt ist das Wichtigste. Eine fehlerfreie Form hilft, ihn mitzuteilen, Missverständnissen vorzubeugen. Ein interessanter Inhalt in fehlerlosen Form ist wie ein wunderschön eingepacktes Geschenk mit wertvollem Inhalt.
Korrekturlesen erwünscht. :-)

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Hannes Zaugg-Graf
FotoGrafiker | z-arts.ch
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· editiert

Herzlichen Dank für diese Einsichten in das Schaffen der Republik. Das Korrektorat ist mit Sicherheit mit ein Grund, weshalb ich mit Freude Mitverleger bin und Artikel über Dinge lese, die ich normalerweise nur streifen würde. Was mich allerdings noch interessieren würde: Wie nennt man denn bei euch die Fehler, die es trotz allem manchmal in den publizierten Text schaffen? Druckfehler können es ja nicht sein. Ganz abgesehen davon, dass es ja auch bei den Printmedien in Tat und Wahrheit Setzfehler sind.

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Christof Moser
Chefredaktion
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· editiert

Typo nennen wir sie. Wir haben einen internen Kommunikationskanal, der fehler-typos-bugs heisst und in dem von uns selbst entdeckte fehler-typos-bugs oder von Ihnen aus der Leserschaft im Dialog oder von extern per Mail bei uns eingegangene fehler-typos-bugs-Meldungen einlaufen. Die Transparenz bei Typo- und Fehlerkorrekturen ist wie folgt geregelt:

  1. Orthografische Fehler: Ist ein Name, eine Ortschaft, eine Bezeichnung falsch geschrieben? Hat das Korrektorat einen Tippfehler übersehen? Solche Fehler korrigieren wir, ohne speziell darauf hinzuweisen.

  2. Fehler, die nicht sinnentstellend sind: Stimmen Kilometer­angaben nicht? Ist etwas ungenau übersetzt? Haben wir ein Zitat beim Redigieren verkürzt? Diese Fehler korrigieren wir und weisen am Schluss des Beitrags in einem Korrigendum darauf hin.

  3. Fehler, die sinnentstellend sind – oder anders gesagt Falsch­meldungen, tatsächliche Irrtümer: Diese korrigieren wir, weisen im Beitrag darauf hin – und informieren Sie zusätzlich in unserem täglichen Newsletter darüber.

Mehr zum Thema finden Sie hier: Zu den Fakten.

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Christine Loriol
denken, schreiben, reden.
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Ihr macheds eifach guet. Tanke. Ha Freud.

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Als ich vor einigen Jahren ein Praktikum bei einem Regionalmedium absolvierte, sagte mir der Redaktor, der mich einarbeitete: "Wenn du die Namen falsch schreibst und es jemand merkt, ist die Glaubwürdigkeit des ganzen Texts dahin." Seine Texte schrieb er mit unglaublicher Sorgfalt, sodass fast jedes Wort fehlerfrei und am richtigen Platz war. Meine Texte, die er durchlas, musste ich meistens noch zwei- bis dreimal (drei Mal?) überarbeiten, bis er zufrieden war. Entsprechend stören mich Fehler in den Texten extrem, vor allem, wenn ein konzentriertes Durchlesen einer anderen Person die meisten hätte verhinder können. Meinen Respekt an all die Journalist_innen, die ihre Arbeit unter Zeitdruck so gut wie möglich machen, und dann doch nur die zweitbeste Variante ihrer Texte veröffentlichen können (also ohne die Überprüfung durch ein Korrektorat).

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Ich habe vor Jahren in einer GEO-Ausgabe doch mal das Vorwort gelesen... wer liest so etwas überhaupt? Egal. Aber dort wurde geschildert wie das Korrektorat des Magazins arbeitet. Welcher Aufwand betrieben wird, um alle Fakten, Namen, Orte zu checken. Das hat mir größten Respekt abgenötigt. Auch ein Grund, warum ich bis heute dem Magazin treu geblieben bin. Nein, das sollte jetzt keine Schleichwerbung sein, sondern ein Vergleich auf Augenhöhe mit der Republik.

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Anonym
Auf der Suche nach einer neuen Heimat
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· editiert

Ich bin seit meiner Kindheit nicht wirklich gut in Deutsch. Jeden Kommentar den ich hier schreibe so wie jedes Email muss ich 10-20 mal lesen und finde dann immer noch Fehler. Die Leser finden dann noch mehr, der aggressive belehrende Ton so mancher anderer Antwortenden ist dann alles andere als inklusiv für mich. ( Ein schönes Internetwort dazu: Grammatik-Nazi). Nicht jeder kann das und möchte den ganzen Tag belehrt werden. Da ist es dann aber genau das, was mich weg von der 20min getrieben hat. Das sprachliche Niveau in der 20min war ja schon immer tief, was da aber im letzten Jahr abging ist nur noch unterirdisch. Da kann ja sogar ich mehr bieten.
Einzig die Layout-Frage sehe ich als etwas überbewertet an. Die Zeiten der Printmedien sind vorbei. Neu gibt es nicht nur ein Layout, sondern tatsächlich Millionen von möglichen Varianten die von der Website unterstützt werden. Da kann sehr gut einmal etwas schief gehen.
Somit ein schöner Artikel der in die Nuancen einer guten Redaktion geht. Danke!

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D. M.
Journalistin ev.i.R?
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liebe Anonymous: es ist für mich als Leserin schön, Sie hier dabei zu haben! danke!

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E. M.
Kulturkritiker
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aber wie kann die "Endmuräne" die programmatische Rechtschreibprüfung überleben?

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Lieber Herr M., die programmatische Rechtschreibprüfung überlebt eben leider noch vieles – darum taugt sie auch nicht wirklich dazu, den Job vollständig zu übernehmen. Nein, die "Endmuräne" hätte natürlich den Blick des Korrektors nicht überleben dürfen, ganz klar. Aber wir lesen täglich viele zehntausend Zeichen und sollten dabei sehr konzentriert sein und die Augen auf noch so vieles haben. Die gelegentlichen Aussetzer machen uns zu Menschen. Herzlich, DM

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Vielen Dank für den Artikel, der mir aus dem Herzen spricht.
Nur bei der Rechtschreibreform möchte ich anmerken, dass hier der Duden keine Schuld trägt. Was die Arbeitskreise ausarbeiteten wurde am Ende von den Kultusministerien, sprich Politik, zurückgebunden und unvollständig belassen.

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Lieber Anonymous, ja, da haben Sie vermutlich schon recht, an dieser Stelle war ich ein wenig fahrlässig kurz. Wie der Duden zustande kommt, ist schon eine eigene Geschichte. Und am Ende ist dann Sprache ein semipolitisches Ding, das in Kommissionen und Gremien zerredet wird ... ein weites Feld. Hier würde ich mir mal ein "Aus der Redaktion" vom Duden wünschen! Herzlich, DM

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G. M.
· editiert

Mit einem Artikel ist es ein bisschen wie mit dem Essen, es kann "nur" den Magen füllen oder es macht auch Lust und Appetit. Zudem verhält sich für mich die Glaubwürdigkeit eines Artikels umgekehrt proportional zu seinen Fehlern.

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Michel Rebosura
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Lieber Dani, was wäre die Republik ohne Dich, ohne Euch Korrektor*innen! Wieviel Arbeit an der Sprache dies ist, weiss ich nicht zuletzt durch meine eigene bescheidene Tätigkeit im Korrektorat. So auch im Zen der Mikro­typografie: Die Suche in der Lücke nach Leerstellen.

Wie so oft durfte ich auch bei der Rechtschreibereform Pionier spielen, wo uns nach langem hin und her zuerst gesagt worden ist: Wie es euch gefällt! Doch dann: So und nur so! Nun, als Antiautoritärer, der mit der Arbitrarität der Sprache vertraut ist, gefällt mir das "Wie es euch gefällt" doch mehr. Wenn es nur Stil hat - und als solcher Konsistenz.

Denn, Dani, Hand aufs Herz: Was hältst Du vom F-Wort? Nein, vielmehr vom Ph-Wort? Delfin, nun gut. Fotografie, ok. Doch Fantasie? Oje! Erst recht Filosofie?!? Nein und nochmals nein! Es mag mein Faible für all das sein. Vielleicht auch mein Studium in Altfilologie. Doch ich bleibe, wo ich kann, beim Ph-Wort. Item.

Hab(t) tausend Dank für all die tausend nicht mehr sichtbaren und dafür umso unschätzbaren Korrekturen!

Michel

PS: Die Strategie, "den Kopf über Wasser zu halten und in die Zukunft zu schreiten, indem man seinem eigenen Produkt und seinen Kundinnen mit unverhohlener Gering­schätzung begegnet" ist leider ubiquitär geworden und nennt sich Kapitalismus (um auch noch das K-Wort zu nennen), dem alles bloss Ware ist, Mittel zum Zweck, dem Profit. Was dem Kunstwerk die Aura ist, ist im Allgmeinen die Qualität, die mehr und mehr der Quantität und ihrer Verwertbarkeit zum Opfer fällt. Geblendet vom Geld geht hier wie dort das Vieraugen-Prinzip verloren. Die Weisheit, dass vier Augen mehr sehen als zwei. Die Folge ist eine strukturelle Verantwortungslosigkeit.

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Der Artikel hat mich sehr berührt. Eine Sprache ist wie ein lebendiges Wesen und braucht Pflege und Zuwendung. Dem ganzen Team der Republik bin ich für den umsichtigen Umgang mit der Sprache sehr dankbar. "Facts" kommen zur Geltung wenn auch sprachlich richtig präsentiert. Bitte macht weiter so!

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Leider, aber „genauso isses“! Nicht nur bei TX, auch bei NZZ, Ringiermedien (Bilanz z.B.) oder Spiegel. Wie war das doch mit am falschen Ort sparen? Es ist eine Schande. Danke, Republik, dass sie es besser machen.

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Bettina Hamilton-Irvine
Redaktorin
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Danke für Ihren Input, Herr S.! Da geht es mir sehr ähnlich wie Ihnen. In meinem Journalismus-Studium galt noch: Wer einen Eigennamen in einem Text falsch schreibt, fällt automatisch durch, selbst wenn der Text sonst grossartig ist. Das ist mir stets geblieben. Denn wie Sie sagen: Es gibt wenig, was einem Text mehr Glaubwürdigkeit nimmt als ein falsch geschriebener Text.

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Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Funktioniert bei mir als Leserin auch so. Falsch geschriebene Eigennamen verraten nicht nur Inkompetenz, sondern auch einen Mangel an Respekt vor der Person, über die geschrieben wird.

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Aber Namen können ja oft auch mit Fug und Recht unterschiedlich geschrieben werden. Im Text hier wird "Gaddafi" als Beispiel genannt. Und ich erinnere mich gut, dass ich seinerzeit ganz baff war, als die NZZ den Gorbatschow "Gorbatchev" oder ähnlich nannte. Das sollte wohl gerade Kompetenz vermitteln. Richtig oder falsch gibts da ja wohl nicht immer.

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Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Bei Namen, die original in einem anderen Alphabet geschrieben werden, muss man bei der Transkription konsequent sein, also die originalen Buchstaben immer mit dem gleichen lateinischen Buchstaben ersetzen. Da gibt es verschiedene Modelle, sowohl beim arabischen als auch beim kyrillischen Alphabet. Die NZZ hat gern immer ein anderes genommen als die übrigen Zeitungen, schliesslich ist man ja nicht irgendwer:-)).

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Darf man fragen wie viel diese Leistung so ungefähr kostet? Sparen die Zeitungen damit nur einen kleinen Prozentsatz weg oder geht es da um grössere Summen?

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Christof Moser
Chefredaktion
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2014 hatte der Tages-Anzeiger noch 16 Korrektoren. Es soll Zeiten gegeben haben, da waren es 40. Rechnen Sie selbst. Wie viel es heute für die ganze Tx-Gruppe noch sind, weiss vielleicht Daniel M. Bei der Republik machen Korrektorat und Faktencheck exkl. Produktion über den Daumen gepeilt 3 Prozent des Gesamtbudgets aus.

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Vielen Dank für die Antwort.
3% ist ja doch sehr überschaubar. Das finde ich absolut angemessen.

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Gibt es eine Möglichkeit zu sehen oder herauszufinden, wie oft dieser grossartige Artikel in den ersten Stunden geteilt wurde?

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Lieber Herr Freudiger, ich habe keine Ahnung. Aber für das nette Adjektiv bedanke ich mich sehr :-) Herzlich, DM

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Er verdient noch viel nettere! Ich bin dem Artikel jetzt auf Facebook und Twitter grad x-fach begegnet. Ich selbst habe ihn auf FB geteilt, begleitet von einer spitzen Bemerkung gegenüber meinem (halt nevertheless immer noch) geliebten Tages-Anzeiger. Sie werden es nicht lesen. Oder jedenfalls die nicht, dies angeht.
Ihnen weiterhin frohes Schaffen und Gruss aus Biel-Bienne, jf

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Danke für den tollen Artikel - und ein Hoch auf die Sprachkunst, die etwas mehr ist, als „nur“ Worte sachogisch in der „richtigen“ Reihenfolge aufzuschreiben! Fehler und Ungereimtheiten in einem Text - egal welcher Art - unterbrechen den Lesefluss und die Konzentration auf den Inhalt. Sie lenken ab, irritieren - nerven einfach nur!

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J. G.
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Ein Rufer in der Wüste ! Sie haben ja sooo recht. die Hoffnung auf Besserung habe ich aber schon lange aufgegeben. Ich habe mir angewöhnt, diese Fehler zu überspringen, zu ignorieren. Mich darüber noch zu ärgern, was bringt's ?
Übrigens, über den Satz "Tamedia hat nun beschlossen, mit Wirkung seit 1. Juli das Korrektorat noch weiter abzubauen." bin ich gestolpert. Das Wort "seit" passt mir nicht wirklich da rein. Wie sehen Sie's ?

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Ich würde per 1. Juli sagen; das wäre dann aber eventuell als Latein auf Stufe Dinosaurier, d.h. überholt ;-)

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Antonia Bertschinger
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
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Das Problem scheint mir hier bei "nun" zu liegen. Man kann nicht jetzt beschliessen, etwas seit letzter Woche weiter abzubauen. Als Lektorin würde ich hier kürzen zu "Tamedia hat das Korrektorat per 1. Juli 2020 noch weiter abgebaut." (oder, falls der Abbau noch im Gang ist: "Die Tamedia baut gegenwärtig ihr Korrektorat noch weiter ab".)

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Daniel Meyer
Korrektor Republik
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Lieber Herr G. (und die anderen Beteiligten hier): Ich bin auch der Meinung, das hakt ein wenig. Mit einem "per" sollte es jetzt gut sein. Das "nun" kann man auch ein wenig zeitunabhängiger gebrauchen als "genau gerade äbe grad jetzt", eher im Sinne von "demgegenüber". Besten Dank für den Hinweis! Herzlich, DM

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R. G.
Technical Support Specialist
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Ein toller Text - und mit ein Grund, dass ich die Republik liebe. Eine gepflegte Sprache, reichhaltig, gut recherchiert, informativ. Ich kann alles bestätigen, was Daniel M. schreibt. Ich ärgere mich jedes Mal über so offensichtliche Fehler, die man nicht übersehen kann. Aber nicht etwa bei der Republik, sondern bei den um einiges teureren Tageszeitungen. Die Gratiszeitungen lasse ich aussen vor, für die Inserenten scheint es keine Rolle zu spielen, ob Wert auf Richtigkeit gelegt wird oder nicht.
Ganz zu schweigen von den inhaltlichen Fehlern. Deshalb, liebe Republik, bin ich bei euch. Als ehemalige Schriftsetzerin und Korrektorin danke ich euch für die gute Arbeit, die ihr täglich leistet.

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Vielen Dank für dieses schöne Kompliment, Frau G.! Wenn man von einer ehemaligen Schriftsetzerin und Korrektorin für seine gepflegte Sprache gelobt wird, ist das natürlich doppelt erfreulich. Danke, dass Sie bei uns dabei sind!

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Was mich gewaltig stört, sind Sätze über 3 - 5 Zeilen, die muss ich in Gottes Namen zwei bis drei mal lesen.

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Zur Umgewöhnung empfehle ich "das Muschelessen" von Vanderbeke. Da gehen Sätze über 2-3 Seiten.

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Vielen Dank!
Was für ein Vergnügen zu lesen, dass es noch Leute gibt, die auf unsere Sprache achten.
Ich stehe wenige Tage davor, eventuell eine von Ihnen zitierte Lücke zu werden und hoffe – nun kann ich es ja sagen, als Sekundarlehrer – trotzdem, bei vielen meiner Schülerinnen und Schüler auch diesbezüglich Spuren hinterlassen zu haben.
Was die Dinosaurier betrifft: Der Meteorit ist leider zum Meteor geworden und hat auch Spuren und Lücken hinterlassen.

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D. M.
Journalistin ev.i.R?
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Was soll ich sagen?: es wird so etwas wie Aktiv-Dienst-Berichten: nicht nur Korrektor*in, sondern alles, was früher Redaktion war/ als Redaktionsarbeit galt, fehlt inzwischen! Schauen Sie doch einmal das Tagi-Impressum, jeweils am Freitag publiziert, an: diese Riesenaufzählung: ob da wohl überhaupt noch jemand den Überblick hat, was, wo, von wem gemacht wird? (einzig und allein ist klar: Karikatur: Felix Schaad!-immerhin: wegen dem haben wir ja auch noch den Tagi:): Ich hoffe nur, dass es einige Journis gibt, die in dem Gewühle irgendwo heimlich ein Schreibplätzchen haben und so quasi listig das eine oder andere zur Publikation bringen. PS(das kommt jetzt vermutlich bei jedem Beitrag von mir): der "Abendbrief" war so etwas von wohltuendem richtigen Basis-Journalismus: das zweite, zum Gehen not-wendige Bein sozusagen, mit einem UND verknüpft zu der vorliegenden "klassischen" Republik.

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Eine Frage am Rande zum Faktencheck: wie geht das bei einem Koch-Beitrag wie dem von heute? Steht da jemand in der Küche und kontrolliert, ober das Rezept auch funktioniert? ;)

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Christof Moser
Chefredaktion
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Nein. Die Gerichte werden unabhängig vom Autor gemäss seinen Vorgaben nachgekocht.

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In all diesen Beiträgen ist schön zu sehen, dass eben doch viele Leserinnen und Leser einen fehlerfreien flüssigen Text schätzen. Das ewige Stolpern entstellt zwar nicht unbedingt den Inhalt eines Textes (ein häufig gehörtes Argument gegen übertriebene Sprachsorgfalt im Sinne von «man weiss ja, was gemeint ist»), aber bewusst oder unbewusst registriert man sehr wohl diese störenden kleinen Ungenauigkeiten. Die daraus folgende schleichende Verunsicherung könnte sich nicht nur auf die Lesefreude, sondern auch auf die Glaubwürdigkeit eines Textes auswirken. Gut, dass die Republik einer solchen Entwicklung vorbeugen will!

PS: Ich bin im Artikel über das Bild «meilenweit überlegen» gestolpert. Müsste es nicht «haushoch überlegen» heissen? Meilenweit bin ich doch eher von etwas entfernt. Oder ist das jetzt zu «pingelig»?

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Unvollständige Sätze oder doppelte Stellen wegen offensichtlicher Copy&Paste-Fehler - Dinge bei denen klar wurde, dass nicht einmal die Autorin selbst (!!) ihren Text ein zweites Mal durchgelesen hat, geschweige denn eine Kollegin oder gar ein Korrektorat, liessen bei mir noch vor 3 Jahren regelmässig beim Tagi-Lesen das Blut aufkochen. Es war mit ein Grund, und zwar ein handfester, warum ich bei Erscheinen der Republik auf der Bildfläche ohne zu zögern das Abo gewechselt habe.

Leider konnte ich noch nie jemandem aus meinem beruflichen oder privaten Umfeld das Bekenntnis zum gepflegten Text als Qualitäts-Merkmal der Republik schmackhaft machen, so dass ein Neu-Abonnement daraus resultiert hätte. Traurig konstatiere ich: Es scheint allen egal zu sein. Insofern erscheint auch die Entscheidung der grossen Verlage, weiter beim Korrektorat zu sparen, leider völlig richtig.

PS: Habe beim Korrekturlesen dieses kleinen Beitrags einen groben stilistischen und einen kleinen Grammatikfehler gefunden.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Können Sie mir bitte sagen, wo Sie die beiden Fehler gefunden haben? Ich sehe sie nicht.

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Wie schön, dass in der Republik auch ein Vertreter dieser ebenso unsichtbaren wie unverzichtbaren Arbeit einmal direkt zu Wort kommt! Tatsächlich ist es beim Korrektorat wie bei so Vielem: Es fällt erst auf, wenn es fehlt. Ein grosses Kompliment und ein grosser Dank deshalb an die Korrektorinnen und Korrektoren der Republik! Die gepflegte, angenehme, immer flüssig zu lesende und klare Sprache schätze ich ebenso sehr wie die Inhalte des Magazins! Dazu gehört übrigens ganz besonders auch die abwechselnde Schreibweise der weiblichen und männlichen Form. Sie zeigt mir (fast) jeden Tag, wie sehr dies die Wahrnehmung eines Textes verändert und wie sehr das sonst immer noch übliche „mitmeinen“ häufig eben nicht „mitmeint“ und noch viel weniger zu einem „mitlesen“ führt. Einzig Binswangers Texte scheinen von dieser Regelung ausgenommen zu sein, wie auch die heutige Kolumne. Hat hier kein Korrektorat stattgefunden oder ist dies ein Wunsch des Autors?

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E. N.
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Lieber Dinosaurier
Wirklich sehr schade! Das wird sich rächen, glauben Sie mir. Ich weiss aus eigener Erfahrung, welch grosse Arbeit von einem Korrektorat geleistet wird.
Aber noch eine kleine inhaltliche Korrektur zu Ihrem Text: Die Rechtschreibreform 1996 und die nachfolgenden Anpassungen wurden nicht vom Dudenverlag durchgeführt, sondern von einer international zusammengesetzten Kommission im Auftrag der Kultusministerkonferenz. Der Dudenverlag hatte die Neuregelungen lediglich auszuführen und zu publizieren - und ist seit der Reform gleichgestellt mit anderen Wörterbuchverlagen. Seit 2004 ist der Rat für Deutsche Rechtschreibung für Anpassungsvorschläge zuständig.

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E. H. H.
Leserin
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Der Beitrag lässt mich schmunzeln. Hoffentlich ein Ansporn auch für Verleger, Redakteurinnen und Diskutanten hier im Dialog, die (Selbst-)Korrektur zur Blüte zu bringen. Auch die Republik hat, bei allem vorauseilenden Lob in dieser Diskussion hier, noch grosses Potential bezüglich Entwicklung von Sprachrichtigkeit und Stil. Hopp Blik! ;)

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Die Korrektoren sind die Günstigen, die machen aus Tippfehlern, schlechter Sprache, .., ein brauchbares Produkt, ohne den Inhalt zu ändern. Vorausgesetzt der Inhalt stimmt. Dort wären dann die teureren Leute. Welche zB gut zuhören können müssten. zB merken sollten, wenn Daniel Koch bei jeder Aussage zur Wirksamkeit von Masken "den Traeger" erwaehnt. Die grossen Verlage haben zunehmend oft Gastschreiber, auf diese wird dann die Richtigkeit des Inhaltes abgewälzt. Die schreiben teilweise einen haarsträubenden Stuss. Bedeutet die grossen Verlage sparen auch bei den teuren Leuten, welche den Inhalt bringen müssten.

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Christof Moser
Chefredaktion
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Bei der Republik sind alle Leute gleich viel wert.

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