Die Republik ist nur so stark wie ihre Community. Werden Sie ein Teil davon und lassen Sie uns miteinander reden. Kommen Sie jetzt an Bord!

DatenschutzFAQErste-Hilfe-Team: kontakt@republik.ch.



Es ist immer wieder erschreckend, Berichte aus dem Innern der grössten Partei der Schweiz zu lesen. Keine Reflexion, die aus mehr als einem Gedanken besteht, kein Esprit, keine Eleganz, keine Eloquenz. Was die Partei zusammenhält und auch in Zukunft zusammenhalten soll, sind dumpfe Reflexe. Eine höchst deprimierende Lektüre.

52
/
2
ichfürchte...
·

Darum lese ich eigentlich auch keine Artikel mehr über diese Partei - reine Zeitverschwendung. Ausnahme: Artikel von Blülle/Hanimann werden immer gelesen, die schreiben so gut, dass es sich auch bei den schlimmsten Themen lohnt 😉
Vielen Dank Euch, ich schätze Eure Texte wirklich sehr!

32
/
0
· editiert

Was die Partei zusammenhält und auch in Zukunft zusammenhalten soll, sind dumpfe Reflexe.

Stimmt diese Aussage tatsächlich? Schwer zu sagen...

...daher versuche ich, die SVP auf andere Art zu verstehen.

Was macht diese Partei so einzigartig - nicht nur in der Schweiz sondern weltweit?
Es ist das Schweizer Systems des "Mitregieren lassens" kombiniert mit Rechtspopulismus und Milizsystem, dh einem System, dass nach oben hin wenig durchlässig ist, wenn es ums Mitregieren geht.
Hinsichtlich den finanziellen Voraussetzungen...

Ich habe lange nicht verstanden, wie es sein kann, dass ausgerechnet die Partei, die ihre eigenen Wähler am offensichtlichsten verachtet (wenn man deren Realpolitik und Rhetorik berücksichtigt) konstant die wählerstärkste sein kann?

Dabei ist der Grund eigentlich offensichtlich. Sie ist die Partei, die am ehesten begriffen hat, dass menschliche Instinkte bei Wahlen wichtiger sind als Argumente.
Sie hat begriffen, das wir Menschen eher dazu neigen, bei anderen die Schuld für unser eigenes Versagen zu suchen anstatt unsere Fehler selbst einzugestehen.
...und am einfachsten geht dies, in dem man an den niedrigsten aller Instinkte appelliert - die Ablehnung alles "Anderen"... (Hass inklusive)

Wenn man es also schafft, dass nicht Wahlinhalte wahrgenommen werden, dann fällt das regieren einfacher.

In der Schweiz - im Gegensatz zu allen anderen Ländern der Welt - zählt in erster Linie, dass man die meisten Stimmen hat. Und dadurch garantiert mitregieren darf. Wie man zu ihnen kommt, ist egal. Wichtig ist nur, dass man den Wahlkampfmodus nicht ins Amt mitnimmt (also etwas, was den Wähler/innen verborgen bleibt).

Entsprechend ist für die SVP-Kader der Weg das Ziel. Wie es erreicht wird, egal... Hauptsache man ist die Nummer 1. Und danach macht man, was man schon immer gemacht hat: Klientelpolitik vom feinsten...

...was die Situation um Glarner so gefährlich macht, ist, dass hier ein echter Brandstifter an die Macht gekommen ist. Neben dem eigenen Ego standen bei Blocher die eigenen Finanzen im Vordergrund (zusammen mit seinen Parteifreunden Spuhler und Frey). Diese finanzielle Motivation scheint Glarner zu fehlen... Zumindest, zu einem gewissen Teil (auch wenn er als Selfmade-Millionär sicherlich auch nicht zu den ganz Armen in der Partei zählt)…

15
/
2

Sehr guter Kommentar, stimme Ihnen zu!

9
/
1

Sehr schöner Text mit ein paar interessanten Passagen.

Die Partei schlitterte vergangenen Herbst orientierungslos in die Wahlniederlage

Jetzt mal ganz ehrlich - sämtliche anderen Parteien (die grünen inklusive) würden sich solche Niederlagen wie bei den letzten NR-Wahlen nur wünschen. Die Partei hat Stimmverluste eingefangen - bleibt aber weiterhin die mit Abstand stärkste Partei der Schweiz. Eine Wahlniederlage ist etwas völlig anderes...

Auch SVP-Übervater Christoph Blocher schätzt die Verfassung der Partei schlecht ein: Auf einer Skala von 1 bis 10 sieht er sie bei 5 – «gleich schlecht wie die anderen».

Von allen Abschnitten ist der eigentlich am interessantesten - die SVP ist lt. Blocher zu einer normalen Partei geworden. Und dem gilt es entgegen zu treten. Egal wie...

Glarner ist ein rechtsextremer Brandstifter

Quo vadis SVP - das Blocher am sehr weit rechten Rand fischt, ist jedem bewusst, der sich mit der deutschen (!) Politszene auskennt - und dem deswegen die Schweizer Brille fehlt.

Die Wahl Glarners dürfte für die Schweiz eine Zäsur werden. Ähnlich wie die Wahlen der AfD in Ostdeutschland. Beide machen keinen Hehl draus, wo sie stehen - und für was sie stehen. Wer die AfD in DE wählt, weiss, dass er ein Kreuz bei Rechtsextremen setzt. Oder müsste es wissen. Für Glarner und die Aargauer SVP (und nicht nur diese, gilt auch mind. für die St. Galler...) gilt eigentlich das gleiche. Da hilft auch kein Verweis darauf, dass in der AfD/SVP auch "vernünftige Leute" seien...

36
/
0

Niemand hat den Schülern freigegeben! Die Lehrerin hat lediglich die Eltern darauf hingewiesen, dass ihre Kinder keinen Joker-Tag beziehen müssten, sondern an Bayram schlicht freihaben.
Mich ärgert diese unsorgfältige und unreflektierte Schreibe auch in anderen Zusammenhängen immer wieder. Wird doch so genau jenes Narrativ kolportiert, wie es gewissen Kreisen so entgegenkommt.

23
/
0
(durch User zurückgezogen)

Ich sehe nicht, warum diese gute Beschreibung des aktuellen Zustandes der SVP ein SVP-Bashing sein soll. Und ich sehe auch nicht, was die SVP bis dato an konstruktiven Vorschlägen und Lösungsansätzen bei der Klimadiskussion und auch bei anderen wesentlichen Fragen beigetragen hat.
Ich bin mit Ihnen insofern einverstanden, dass die drohende Klimakatastrophe nur „auf global kooperativer Ebene“ angegangen werden kann. Und ich bin auch mit Ihnen einverstanden, dass die Mobilität weltweit ein grosses ökologisches Problem darstellt, zumindest was die heutigen technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten dazu angeht.
Ich finde es aber problematisch, wie ungenau Sie den Begriff „Globalisierung“ mit dem Zusatz „entfesselt“ verwenden. Ich vermute, dass Sie hier den entfesselten Kapitalismus meinen, der sich anmasst, sich über alle juristischen, ökologischen und moralischen Grenzen hinwegzusetzen. Globalisierung heisst aber auch, ein Bewusstsein für globale Zusammenhänge zu entwickeln und danach zu handeln versuchen, individuell, gesellschaftlich und staatlich. Insofern ist die Globalisierung unabdingbar, wenn wir noch Gegensteuer zu unserem Klima schädigenden Verhalten geben und auch andere dringende weltweite Aufgaben angehen wollen.
Und schliesslich noch der Begriff „EU-isierung“, der nun wirklich aus der rechtspopulistischen Wortmissbrauchskiste zu stammen scheint. Ob konservativ, links oder wie auch immer eingestellt, mit einem undifferenzierten Schlechtreden der EU tragen wir nichts zur Lösung der Probleme bei. Bei aller gerechtfertigten Kritik der EU gegenüber dürfen wir nicht vergessen, wie viel wir der EU verdanken und wie wichtig unsere Mitarbeit an einem demokratischeren Europa auch für unsere Zukunft sein wird. Ohne Europa hat die Schweiz, hat die Demokratie keine Zukunft.

20
/
1

Die SVP geht das Thema doch etwas arg plump an. Wenn die Menschen in die Schweiz nicht ziehen würden, gebe es auch keine Klimaerwärmung.
Dabei ist der einzige Unterschied, dass deren Beitrag nicht der Schweiz angerechnet würde....

entfesselte Globalisierung resp. EU-isierung zu einer Linderung beiträgt wage ich zu bezweifeln.

Das Problem liesse sich ganz einfach lösen:
Jedes Land darf nur die Produkte verwenden, die es selbst erzeugt.

Die Schweiz ist - gerade in Relation zu seiner Grösse - einer der grössten, wenn nicht gar der grösste Profiteur von Globalisierung und EU. Ein Zurückrudern auf Anfangszeiten würde die Schweiz - nicht nur die Geldelite - sehr hart treffen. Kann man machen. Die Frage ist nur, ob die Bevölkerung bereit ist, ihren eigenen Wohlstand aufzugeben.
Und zwar nicht nur homöopathischen Massen sondern in Umfängen, die richtig schmerzen würden.

17
/
2

Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag.

Der neue SVP Superstar soll Andreas Glarner sein. Zu Recht: er hat die SVP-Universität mit summa cum laude bestanden: Xenophobie, Hetzen und Persönlichkeitsverletzung hat er sogar mit Note 6 mit Sternchen bestanden. Einzige Schwäche die Biologie: er weiss nicht, dass Dr. Christoph Blocher ein Männchen und kein Weibchen ist. Darum hat er eine Blocherplakette über jene von Liliane Uchtenhagen geklebt, als die ersten Schweizer Parlamentarierinnen geehrt wurden.

Auch sonst ist die SVP auf dem richtigen Weg: Schweizerische Souveränität ist doch wichtig. Also ganz still und leise sein, wenn der US-Hegemon der Schweiz und jedem Schweizerlein sagt, wo der orange Bartli den Most holt bzw. was sie dürfen und was nicht. Umso inbrünstiger darf dann die Souveränität gegenüber Europa verteidigt werden, auch wenn keiner genau sagen kann, inwiefern diese unsere Souveränität KONKRET beschädigt.

NR Rösti war der falschestmögliche offizielle Parteipräsident in einem Wahlkampf mit grünen Themen, denn seinen Lohn bekam Dr. Rösti ausgerechnet von der Schweizer Erdöllobby. Ein Witz, dass das nicht thematisiert wurde bzw. werden durfte. Wenn man eine Krankheit nicht benennt, so kann man sie auch nicht heilen. Und so sind die Figuren wie Andreas Glarner die perfekte Medizin – nur halt leider für eine Krankheit, welche der Patient SVP gar nicht hat.

Wahrscheinlich ist mir nicht ganz gelungen zu verheimlichen, dass ich kein SVP-Freund bin. Aber – ganz aufrichtig – ich wünsche der SVP, dass sie genau auf diesem Weg weitermacht, dass ihr m/w-Blocher weiter über Frauen herzieht, dass Herr Glarner das Klima mit Migrantenhass und sonstigen Persönlichkeitsverletzungen rettet und dass er, bitte, bitte, SVP-Präsident der Schweiz wird und mit Höcke, Köppel, Le Pen und weiteren Fliegenschissern die Internationale der Alternative für Volksparteien auf die Beine stellt.

19
/
0
Ratsmitglied Project R Genossenschaft
·

Das Bad in der Gülle – eine schwierige Vorstellung und, in Realität umgesetzt, lebensbedrohlich. Das ist es jedoch, was Herr Andreas Glarner als notwendig erachtet, um etwas für die Schweiz zu bewegen. «Man müsse wieder bereit sein, Gülle über sich schütten zu lassen, sagte er. » Nein, bitte nicht! Bitte, liebe Exponenten des politischen Lebens: Solche Massnahmen weder aushalten noch anwenden! Ich wünsche mir einen politischen Diskurs in echter Schweizer Tradition: Minderheiten respektieren, Verschiedenheit anerkennen und von auseinanderklaffenden Positionen zu tragfähigen Kompromissen finden. Auf diese gewachsenen Schweizer Traditionen gibt es doch allen Grund, stolz zu sein und sich darauf zu berufen – sowie das eigene Handeln daran zu messen.

17
/
2
Philippe Kramer
Vizepräsident Project R Genossenschaft
·

Grossartiger Text!

8
/
0
Elia Blülle
Journalist @Republik
·

Merci!

1
/
0

... und grossartige Bilder. Passiert selten, dass mir so etwas auffällt.

10
/
0

schattenspiel mit christoph blocher von goran basic – perfekte reprise des ikonischen stills aus dem murnau film 'nosferatu' (https://m.imdb.com/title/tt0013442/…4286839296). was für ein schnappschuss!

4
/
0

Lieber Andi (ich duze dich jetzt einfach mal, obwohl wir noch nie gemeinsam die Säue unserer Bäuerinnen gehütet haben), endlich sind wir Aargauer wieder im Fokus der Medien, danke! Das ist Balsam auf unsere gebeutelte Seele, pflegt doch die SBB unseren Kanton schnellstmöglich zu durchqueren, und das Schnöden über unseren Autofahrstil seitens der Züricherinnen ist sowas von ungerecht! Weiter so, pöble, wo du kannst, es geht ja schliesslich um die nächsten Abstimmungen und Wahlen! Steigende Wähleranteile ist das Mass aller Dinge. Produzentinnen von Haarwuchsmitteln für glatzengeplagte Männer fragen ja auch nicht nach der Wirksamkeit, sondern nach steigenden Verkaufszahlen! Dafür werden Werber bezahlt, da hatte die SVP schon immer ein goldenes Händchen!
Was hat dir der Albert bei der Umarmung im Albisgüetli ins Ohr geflüstert? Aha, "gut gemacht Andi, hast du gehört? Sogar die Republik wird wieder einen Artikel über uns bringen!" Und, " wart's ab, was Christoph über die neuen linksgrünen Parlamentarierinnen erzählen wird, hahahoho! Nimmt mich wunder, wie Irene Kälin darauf reagieren wird. Unsere Kommunikationsberaterin (zugegeben, wir haben halt die beste) hätte ihr wohl folgendes geraten: "Christoph (ich duze ihn jetzt einfach mal, obwohl....), wir zwei haben einiges gemeinsam, beide haben erfolgreich studiert, und auch ich bin Unternehmerin: Mindestens einmal pro Jahr unternehme ich eine Wanderung auf den Üetli- oder Herliberg, (hahahohoh)!"
PS Imfall, Andi, ich bin Werber im Nebenamt. Könntest du mich mal in der Zentrale empfehlen? Hier ein Bewerbungs-Slogan:
Wer wird das Klima retten? - sicher nicht die linken Netten!
Wer denn sonst, eine Idee? - klar, das ist di Äs-Vou-Pee!

6
/
4

Süffisant gedrechselter Artikel fürwahr, doch ihre Feststellung dass dem Rahmenabkommen nur noch Diplomaten, Beamte und Journalisten dem Sachverhalt zu folgen vermögen, und, wohl gedacht, doch nicht gewagt, dem dummen Volk den Ratschlag zu erteilen, dem ewig nickenden Dackel gleich, seinen Widerstand endlich aufzugeben…?
Studiertes Wissen wird im subventionierten Zustand vermittelt - beim Verstand hilft auch kein goldener Löffel!
Ich finde in ihrem Artikel keine konstruktiven Lösungsansätze…

  • Die bisherigen Politischen Strukturen haben ihren Zeit Horizont überschritten -.
    Nun zu ihrem feudalen Fusstritt auf Kosten ihres gesetzlich bestimmten Souveräns.
    „Bereit für das Bad in der Gülle“…
    Ein Teil der Brutto Sozial Produzenten als „Gülle“ zu diffamieren, dient wohl eher als Provokation zu gesteigertem Medien Interesse bei folgend leerem Inhalt…
    Sorry, hier fehlt ihnen die notwendige Besinnung zu Ursache und Wirkung.
    Den Umkehrschluss hat Ihr offensichtlich beschränktes Weltbild nicht auf dem Reflexionsradar:

„Das Egomanen Geier Gift: „Gülle“ hat in den vergangenen Jahrzehnten ihre selbstherrlich herrschende, studierte Elite in Politik & Kapital Wirtschaft in perversester Weise selbst produziert.“

Relation tut Not.
Das CH-Polit Theater von links wie rechts wird von ca. 7 % der Stimmberechtigten als Mitglieder bewirtschaftet…
Im widerlichsten Getöse der SVP und ebenso abseits zu Allgemeinwohl, die restlichen Parteien.
Den Grossteil des eigentlich, gesetzlichen Souveräns widert dies in immer grösserer Zahl an.
Das obszöne Versagen der „Elite“ mutiert nun zu nichtbedachter Geburtshilfe von Pöbelnden Glatzköpfen, gelbe Westen, glitzernde Sardinen & Orange Revolution, etc..
Voll Entsetzen ob diesem Gebaren droht und donnert der ganze Medien Zirkus auf leider tiefstem Niveau ihrem eigentlichen Souverän.
Fakt:
Das Medium Information ist dem Diktat der Herrschenden verpflichtet, doch seit Bestehen hilft kein Buchdeckel der Zensur, den Fortschritt aufzuhalten.

Den Lauf der Zeit werden auch Trampel Bello, Rasputin, Xi Jinpong, Erdokan, Orbanowitsch & Co, wie auch die Geier CEOS des Kapitals, nicht entgehen.
Sie drehen ebenso vergeblich, wie ihre gescheiterten Vorgänger am Rad der Machterweiterung.
Der fragile Planet Erde diktiert den Zeitverlauf!
Lösungsansätze erwartet der Leser der Republik; im bisherigen Verlauf recht gut gelungen, doch hier das Ziel eindeutig verfehlt.

0
/
18
seit 2018

Republik AG
Sihlhallenstrasse 1
8004 Zürich
Schweiz

kontakt@republik.ch
Medieninformationen

Der Republik Code ist Open Source