Die Flucht der Journalistinnen

Im Schnitt steigen jede Woche zwei Medien­schaffende aus dem Beruf aus. Das ist Rekord – und eine Folge von toxischem Arbeitsklima, fehlenden Perspektiven und Rendite­erwartungen der grossen Verlage.

Von Philipp Albrecht, Dennis Bühler (Text) und Silke Werzinger (Illustration), 16.05.2023

Vorgelesen von Jonas Gygax
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Sie klagen über eine Branche, die sich mit Innovationen schwertut. In der Jahre verstreichen, bis wichtige Entscheide getroffen werden. Und in der mancherorts ein derart toxisches Arbeits­klima herrscht, dass einem nichts mehr übrig bleibt, als zu kündigen und sich beruflich neu zu orientieren:

Journalistinnen.

Die Republik hat schon 2021 und 2022 über das Phänomen der Aussteiger aus den Medien berichtet. Nun haben wir zum dritten Mal gezählt – und verzeichnen erneut einen Rekord: Nie seit Beginn unserer bis 2016 zurück­reichenden Erhebungen haben mehr Medien­schaffende ihren Beruf aufgegeben als 2022. Im Schnitt waren es mindestens zwei Personen pro Woche. «Mindestens», weil wir mit unserer Zählung keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben (mehr zur Methodik der Erhebung lesen Sie am Ende dieses Beitrags).

Auch in den vergangenen viereinhalb Monaten hielt dieser Trend an: Seit Anfang Jahr wanderten mindestens 35 Journalisten ab. Sie arbeiten heute als Sprecherinnen für Unter­nehmen, Verbände und Verwaltungen, als Lehrer oder als persönliche Mitarbeiterinnen von Bundes­räten. Zwar kehrten auch ein paar frühere Aussteigerinnen auf die Redaktionen zurück, das allerdings in sehr kleiner Zahl.

Braindrain hält an

Anzahl Journalistinnen und Journalisten, die den Beruf verlassen haben, nach Jahr

20162023050100

2023 = bis 15. Mai 2023
Quelle: eigene Auswertung

Warum haben so viele Journalisten genug von der Medien­branche?

Wir haben mit fünf Menschen gesprochen, die in den letzten eineinhalb Jahren aus ihrem Beruf ausgestiegen sind.

1. Vinzenz Greiner: «Der Job hat mich vollkommen aufgefressen»

«Man geht in diesen Beruf, weil man dafür brennt – und muss wahnsinnig aufpassen, dass man nicht verbrennt.» Diesen Satz sagte Vinzenz Greiner im Sommer 2021. Zu jener Zeit war er bei der «Blick»-Gruppe für die Weiter­entwicklung der Audio-Sparte verantwortlich. Er hatte eine Phase hinter sich, in der er zu viel Koffein, zu viele Zigaretten und zu viele Feierabend­biere konsumiert und oft schlecht geschlafen hatte.

In einer Kampagne des Vereins Junge Journalistinnen und Journalisten Schweiz, die einen offeneren Umgang mit dem Thema mentale Gesundheit forderte, geizte Greiner nicht mit Kritik. Die «Stress-Epidemie» im Schweizer Journalismus sei einem Führungs­versagen geschuldet, sagte er. «Es gibt genügend Chefs, die dir den Stress nicht fern- und dir den Rücken nicht freihalten, sondern ihn vielfach an dich weitergeben.»

Vor einem Jahr zog Greiner die Reissleine. Er verliess das Boulevard­medium und wechselte in die Kommunikations­abteilung der ETH Zürich. «Seit ich nicht mehr im Journalismus tätig bin, geht es mir physisch und psychisch besser», sagt der 35-Jährige im Gespräch mit der Republik. Zuvor habe er stets grosse Mühe gehabt, sich von der Arbeit abzugrenzen. «Der Job hat mich vollkommen aufgefressen.»

So wie Greiner geht es vielen Journalistinnen. Nicht nur, aber gerade jüngeren.

Das lässt eine Masterarbeit erahnen, für die vor zwei Jahren knapp 200 Medien­schaffende unter 30 befragt wurden. Zwei Drittel von ihnen antworteten auf eine entsprechende Frage, dass sie meistens oder immer Stress bei ihrer Arbeit erlebten und unter Zeitdruck stünden. Und knapp jede Fünfte gab an, Arbeit und Privat­leben nur schlecht miteinander vereinbaren zu können.

Hinzu kommt das Problem unzähliger, oft unbezahlter Über­stunden. Zwar sind Unternehmen in der Schweiz schon seit 1966 verpflichtet, die geleistete Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter zu dokumentieren. In den meisten Medien­verlagen aber wurde das Arbeits­gesetz während Jahrzehnten stief­mütterlich behandelt. Erst zu Beginn des laufenden Jahres hat etwa die NZZ ihre Regeln geringfügig verschärft, nachdem sie vom Journalisten­verband Impressum verklagt worden war.

2. Denise Erni: «Ich litt derart stark unter dem toxischen Arbeits­umfeld, dass auch meine Familie betroffen war»

Auch Denise Erni geriet in ihrer journalistischen Laufbahn an den Rand des Erträglichen. Im letzten Herbst kündigte sie nach 16 Jahren beim Bündner Verlag Somedia und arbeitet jetzt als Kommunikations­verantwortliche im Infrastruktur-Departement des Kantons Graubünden. «Ich war mit Leib und Seele Regional­journalistin», sagt die 44-Jährige. «Aber ich litt zuletzt derart stark unter dem toxischen Arbeits­umfeld, dass auch meine Familie davon betroffen war.»

Gemeinsam mit einem Kollegen habe sie längere Zeit versucht, dringend notwendige Veränderungen anzustossen. «Wir schrieben x Papiere, wie die Print-, Online-, Radio- und TV-Redaktionen zu einer konvergenten Arbeits­weise bewegt werden könnten.» Dauernd seien irgend­welche Arbeits­gruppen gebildet, nie aber verbindliche Entscheide gefällt worden. «Jede Idee wurde wortreich zerredet. Das war sehr zermürbend.»

Als sich Erni entschloss, der «Südostschweiz» den Rücken zu kehren, sei für sie rasch klar gewesen, dass dies gleich­bedeutend mit dem Abschied aus dem Journalismus sei. Schliesslich gebe es im Grossraum Chur, abgesehen vom SRF-Regional­journal mit einer Handvoll Stellen, keine deutsch­sprachige Konkurrenz. Und ein Umzug oder ein tägliches Pendeln nach Zürich sei für sie nur schon wegen ihres 11-jährigen Sohnes keine Option gewesen.

Das Problem der Alternativ­losigkeit: Es verschärft sich seit längerem fast überall in der Schweiz. Denn die Medien­konzentration schreitet unaufhörlich voran, wie wir im Watchblog der Republik seit fünf Jahren protokollieren. Medientitel verschwinden, Redaktionen werden zusammen­gelegt, Mitarbeiterinnen entlassen oder nicht ersetzt. In mehreren Kantonen verhindert nur noch die gebühren­finanzierte SRG eine totale Monopol­stellung des medialen Platzhirschs.

Der Journalismus ist in der Krise: Die Auflagen der Zeitungen schrumpfen kontinuierlich, und auch wenn viele Leserinnen auf die digitalen Kanäle der Medien­häuser wechseln, reicht das nicht, um den Einnahme­rückgang zu kompensieren. Denn online sind nicht nur die Abopreise tiefer, sondern auch die Inserate­preise für die Werbe­kunden, die zudem ihre Zielgruppen immer öfter auf Social Media statt auf Newsportalen ansprechen.

Das führt dazu, dass die Umsätze stagnieren oder sinken. Kann doch mal ein Gewinn erzielt werden, steigt die Dividende für die Aktionäre. Wird ein Verlust eingefahren, bleibt die Dividende in der Regel gleich – und Spar­programme werden aufgegleist.

3. Simon Preisig: «Die verordneten Gewinn­ziele waren derart hoch, dass wir zu keinen Innovationen fähig waren»

In keinem anderen Verlag wurde in den letzten Jahren mehr gespart als bei der TX Group, dem grössten Schweizer Medien­unternehmen. Um rund 70 Millionen Franken sollten die Ausgaben innert drei Jahren reduziert werden, verkündete Verleger Pietro Supino im August 2020. Seither baute die TX Group in mehreren Wellen Dutzende journalistische Stellen ab. Mitarbeiterinnen wurde nahegelegt, sich früh­pensionieren zu lassen, es gab Entlassungen – und bei freiwilligen Abgängen verzichtete der Konzern in aller Regel darauf, die Stellen neu zu besetzen. Die Konsequenz: Immer weniger Leute mussten immer mehr arbeiten. Was Erschöpfung und neuerliche Kündigungen zur Folge hatte. Ein Teufelskreis.

Und als die TX Group die Redaktionen von «Bund» und «Berner Zeitung» dann auch noch zur Fusion zwang, sagte sich Simon Preisig, der als stellvertretender Ressort­leiter beim «Bund» arbeitete: Es reicht.

«Es deprimierte mich, wie die Umsetzung von Ideen jahrelang verzögert wurde», sagt der 33-Jährige, der im letzten Sommer nach einer mehr­monatigen Auszeit als Sprecher und Kampagnen­mitarbeiter bei Alliance F begann, dem Bund schweizerischer Frauen­organisationen. «Die Zürcher Konzern­leitung verordnete uns derart hohe Gewinnziele und bemass unser Redaktions­budget derart knapp, dass wir zu gar keinen Innovationen fähig waren – selbst den Kauf eines Stativs für die Video­kamera mussten wir von der Chef­redaktion bewilligen lassen.» Statt in die Transformation des alten journalistischen Geschäfts­modells zu investieren, habe sein damaliger Arbeit­geber uninspiriert und ideenlos gespart.

Hauptverursacherin der Misere ist die rund zwei Dutzend Köpfe zählende Verlegerfamilie Coninx, zu der auch Supino gehört und die er im Unter­nehmen vertritt. Sie besitzt knapp drei Viertel der Aktien und erwartet eine wieder­kehrende stattliche Dividende. Die Medientitel des Konzerns müssen deshalb zwingend schwarze Zahlen schreiben – eine Quer­subventionierung durch die höchst profitablen TX-Inserate­portale wie Homegate und Ricardo kommt für Supino nicht infrage. Auch wenn diese Portale in ihrer ursprünglichen Form als Klein­inserate in den Zeitungen und Magazinen früher den Journalismus finanzierten. Supino besteht darauf, dass Journalismus als Geschäfts­modell «auf eigenen Füssen stehen kann» – und spart weiter.

Finanziell seien die beiden Tages­zeitungen «Bund» und «Berner Zeitung» schon vor der Fusion im Herbst 2021 aus Zürich ferngesteuert worden, sagt Preisig. Etwas Gutes immerhin habe der ständige Personal­abbau gehabt, sagt der Berner mit einer Prise Galgen­humor: «Jene, die blieben, konnten sich mehr Freiheiten heraus­nehmen. Denn der Chefredaktor wusste genau, dass er deine Stelle ohnehin nicht neu besetzen dürfte, wenn er dich vergraulen würde.»

4. Marina Fischer: «Wir tappten zwei Jahre lang im Dunkeln»

Schon als 8-Jährige träumte Marina Fischer davon, Radio­moderatorin zu werden. Als junge Frau lebte sie den Traum – zunächst bei Privat­radios, dann bei SRF-«Virus». Doch Ende 2021 kündigte sie und machte sich selbstständig. Seither berät sie Unter­nehmen beim Erstellen kurzer Videos für Social Media.

Anfänglich sei das Radio­studio mehr als ein Arbeits­platz für sie gewesen, sagt Fischer. «Es war mein happy place.» Während der Pandemie aber sei sie während eineinhalb Jahren allein vor dem Mikrofon gesessen und habe auch in den Pausen auf dem Flur kaum jemanden angetroffen. «Dieses Arbeits­umfeld hat mich enorm runter­gezogen, ich bin in jener Phase stark vereinsamt. Es gab Tage, da sass ich im Studio und hatte keine Ahnung, was ich nach dem nächsten Song erzählen sollte – derart unkreativ war ich, weil mir der Austausch mit meinen Kollegen fehlte.»

Wie Denise Erni tat sich Marina Fischer schwer mit den langen Entscheidungs­prozessen im Journalismus. «Schon als ich Anfang 2019 zum Sender gestossen war, hatte es intern ausufernde Diskussionen darüber gegeben, ob ‹Virus› aus Kosten­gründen auf jegliche Moderation verzichten und nur noch Musik spielen sollte», sagt die 28-jährige Aargauerin. «Die SRG-Führung fällte diesen Entscheid dann aber erst 2021. So tappten sämtliche Mitarbeiterinnen mehr als zwei Jahre lang im Dunkeln und waren grosser Unsicherheit ausgesetzt.»

Ihre Kündigung bei «Virus» sei ein Bauch­entscheid gewesen, der sich für sie voll ausgezahlt habe. Während eines Jahres habe sie nur getan, was ihr Spass gemacht habe: Sie jobbte in einem Fondue-Restaurant und an einem Glühwein­stand, manchmal schnitt sie – als gelernte Coiffeuse – Haare. «Nach dem Ende mit Schrecken bei ‹Virus› hatte ich mir geschworen, mich mindestens ein Jahr lang nirgends Vollzeit anstellen zu lassen.» In jener Zeit habe sie gemerkt, dass ihr die Freiheit der Selbst­ständigkeit mehr zusage, als in einem riesigen Unternehmen wie der SRG eine von vielen zu sein.

5. Janosch Tröhler: «Zurück bleibt, wer mit Mittelmass zufrieden ist»

«Ich bin froh, dass ich raus bin»: Diesen Titel wählte Janosch Tröhler für seine Abrechnung mit dem Journalismus. Mit 31 Jahren kehrte der Zürcher der Branche im vergangenen August den Rücken und wechselte zu einer Software-Agentur. In einem furiosen Artikel schimpfte er über Manager, denen es «an Leadership fehlt», über systemische Probleme und einen weit­verbreiteten «verstaubten Führungsstil».

Während rund zehn Jahren hatte sich Tröhler dem Journalismus mit Haut und Haaren verschrieben: Er gründete sein eigenes Onlinemagazin, baute die Online­redaktion der «Schaffhauser Nachrichten» auf, recherchierte für die SRF-Sendung «10 vor 10» und die Zürcher Regional­zeitungen von Tamedia, war Vorstands­mitglied und Präsident des Zürcher Presse­vereins. Zuletzt arbeitete er beim «Blick».

Frühere Generationen von Journalisten seien Experten in einem Bereich gewesen und hätten einen Kanal bespielt, sagt Tröhler. «Jene, die Texte schrieben, waren noch nicht einmal für die Produktion ihres Artikels zuständig, denn dafür gab es geschulte Produzentinnen. Ihre Aufgabe bestand einzig darin, gute Geschichten zu erzählen.» Heute müssten die meisten Journalistinnen selbst fotografieren oder mit dem Smartphone Videos drehen sowie den Artikel vor der eigenhändigen Online­publikation auf grammatikalische und inhaltliche Fehler kontrollieren. «Kurzum: Es gibt immer mehr Aufgaben und immer weniger Personal. Dadurch sinkt die Qualität, und das führt zu Unzufriedenheit.»

Wer sich stark mit dem Journalismus und seiner Arbeit identifiziert, zerbreche daran, dass er ausserstand sei, den eigenen Qualitäts­ansprüchen zu genügen. «Man wird zynisch, resigniert und fragt sich irgendwann: Was mache ich noch hier? Zurück bleiben jene, die sich gut abgrenzen können und mit Mittelmass zufrieden sind. Was der Qualität ebenfalls abträglich ist.»

Um diese Negativ­spirale zu durchbrechen, brauche es einen Kultur­wandel, glaubt Tröhler. Nur lasse der Zeitdruck, der bei einem Newsmedium herrsche, im Redaktions­alltag kaum Platz für die Weiter­entwicklung der Unternehmens­kultur. «Deshalb werden keine Fortschritte erzielt, solange die Führungs­ebene die Defizite nicht anerkennt.»

Zunächst habe er für Verbesserungen gekämpft. Nach vier Jahren beim «Blick» aber sei er psychisch und physisch erschöpft gewesen, habe es morgens kaum aus dem Bett geschafft und keine Freude mehr am Beruf verspürt. «Ich drohte kaputt­zugehen. Und entschied mich, loszulassen.»

So, wie es seit Anfang 2022 mindestens 130 weitere Journalistinnen getan haben.

Nichts deutet darauf hin, dass sich dieser Exodus bald abschwächen könnte. Und das in einer Branche, die als vierte Gewalt im Staat demokratie­politisch relevant ist.

Zur Liste: Wer den Journalismus seit Januar 2022 verlassen hat

Im Folgenden sehen Sie die Namen von 131 Journalistinnen. Davon haben sich 96 im letzten Jahr und 35 seit Anfang 2023 aus dem Beruf verabschiedet. Die Namen sind gruppiert nach aktuellem Berufs­feld (z. B. Sprecherin oder Berater). Nähere Informationen zu Daten und Methodik finden Sie weiter unten. Sie haben einen Fehler oder eine veraltete Information gefunden? Melden Sie uns das unter philipp.albrecht@republik.ch. Vielen Dank!

Sprecherin
Kommunikation für Firmen oder Institutionen

Alexandra Stühff (NZZ): Sprecherin Swiss Re
Annalea Alig (Somedia): Marketing und Kommunikation Odura
Anysia Pillet («L’illustré»): Multimedia­kommunikation Ville de Lancy
Barbara Peter (SRF): Sprecherin aha! Allergie­zentrum Schweiz
Bastian Heiniger («Bilanz»): Energy Infrastructure Partners (Kommunikation)
Bettina Cadotsch (Somedia): Sprecherin Weisse Arena Gruppe
Caroline Piccinin («Blick»): Kommunikation Ticket­corner
Christoph Lenz (Tamedia): Sprecher EJPD
Christoph Roost Abderhalden («Blick»): Kanton Zürich (Kommunikations­berater)
Denise Erni (Somedia): Kommunikation Kanton Graubünden
Esther Mamarbachi (RTS): Kommunikation Conseil d’Etat genevois
Eveline Kobler (SRF): Sprecherin Swiss Life
Fabio Pacozzi («Walliser Bote»): Sprecher Schweizer Gemeinde­verband
Fabrice Gaudiano (RTS): Sprecher Kanton Freiburg
Franziska Pfister («NZZ am Sonntag»): Sprecherin Sunrise
Gianna Blum («Blick»): Sprecherin EDI
Hans Peter Putzi (Somedia): Vinavant AG, Kommunikation
Helga Rietz (NZZ): Kommunikation ETH
Ivo Silvestro («la Regione»): Sprecher Università della Svizzera italiana
Jeannine König (Keystone-SDA): Sprecherin Rotes Kreuz
Jérôme Reynard («24 Heures»): Sprecher Swiss Golf
Kathrin Alder (SRF): Sprecherin EJPD
Lars Nay (Mysports): Sprecher HC Davos
Lory Roebuck (frei): Sprecher Clariant
Luca De Carli (Tamedia): Fachspezialist Staats­sekretariat für Migration
Marc Lehmann (SRF): Sprecher Avenir Suisse
Marco Keller (Tamedia): Sprecher Verband Swiss Badminton
Markus Dütschler («Bund»): Kommunikation Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn
Marzio Mellini («la Regione»): Sprecher FC Lugano
Massimo Agostinis (SRF): Kommunikation Stadt­entwicklung Basel
Melanie Biaggi («Walliser Bote»): Kommunikation Fern­fachhochschule Schweiz (FFHS)
Michael Furger («NZZ am Sonntag»): Kommunikation Bundesamt für Raum­entwicklung
Michael Sutter (Energate): Kommunikations­spezialist Energie­agentur der Wirtschaft
Michel Burtscher («St. Galler Tagblatt»): Sprecher Stadt Wil
Miriam Lenz (Keystone-SDA): Weiterbildung Kommunikation
Niels Jost («Luzerner Zeitung»): Sprecher Caritas
Pascal Hollenstein (CH Media): Sprecher EFD
Pauline Cancela (frei): Sprecherin Kanton Waadt
Philip Salzmann (20 Minuten): Sprecher BLS
Philipp Bärtsch (NZZ): Sprecher Swiss Ski
Philipp Breit («Pilatus today»): Sprecher Kanton Luzern
Philipp Felber (Tamedia): Politik und Kommunikation Die Post
Philipp Lustenberger («Zentralplus»): Kommunikation Kanton Aargau
René Weber (Somedia): Kommunikation Bündner Gewerbe­verband
Roland Kessler (CH Media): Sprecher Pallas Kliniken
Roman Schenkel (CH Media): Sprecher Schindler
Sébastian Lavoyer (CH Media): Sprecher Migros Aare
Simon Dick (Gassmann Media): Sprecher Bernexpo Group
Simon Preisig (BZ/«Bund»): Sprecher Alliance F
Sophie Hostettler (Gassmann Media): Kommunikation und HR Espace Chirurgie
Stephanie Kusma (NZZ): Kommunikation Eidgenössische Forschungs­anstalt WSL
Susanne Kübler (Tamedia): Digitale Kommunikation Tonhalle Zürich
Tim Frei («Persoenlich.com»): Sprecher Swisscom
Tina Wintle (Somedia): Sprecherin Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest 2025
Vera Bergen (SRF): Kommunikation Kanton Luzern
Viktoria Weber («Watson»): Sprecherin ISS Schweiz
Zora Schaad («20 Minuten»): Sprecherin Schau­spielhaus Zürich

Aussteiger
Beschäftigung ausserhalb der Medienwelt, zum Beispiel Hotelier oder Geschäfts­führerin

Angela Hess («20 Minuten»): Praktikantin Staats­archiv Aargau
Alex Baur («Weltwoche»): Auszeit in Peru
André Sauser (Radio Argovia): Immobilien­berater Ramseier + Stucki Architekten
Cédric Adrover (RTS): Persönlicher Mitarbeiter von Bundesrätin Baume-Schneider
Christian Steiner (NZZ): Fraktions­sekretär FDP
Daniel Fuchs (CH Media): Lehrer
Daniel Meier («NZZ am Sonntag»): Lehre Velomechaniker
Fabio Theus (Somedia): Doktorand Theologie und Fachlehrperson Oberstufe
Gieri Cavelty («SonntagsBlick»): Geschichtslehrer
Jennifer Furer («Blue», Verleger­verband): Lehrerin
Katia Murmann («Blick»): Verschiedene Mandate
Lea Senn («Watson»): Datahouse (Data-Scientist)
Mara Schlumpf (Somedia): Geschäfts­führerin Real Estate Award  AG
Marco Spycher (BZ/frei): Assistent Leiter Finanzen Réservesuisse
Martin Lüscher («Finanz und Wirtschaft»): Analyst Acrevis Bank
Mathias Born (Tamedia): Fachspezialist Bundesamt für Statistik
Nadja Ehrbar («Reformiert»): Bewerbungs­supporterin Schweizerisches Arbeitshilfswerk
Nadja Guetg-Simmen (Somedia): Weiterbildung Pflege
Nicola Steiner (SRF): Leiterin Literaturhaus Zürich
Nicole Glaus (SRF): Schweizerischer Hängegleiterverband (Umwelt­beauftragte)
Peter Berger (Tamedia): Lehrer
Simone Pfeuti (Keystone-SDA): Pflegefachfrau
Stéphane Benoit-Godet («L’illustré»): Dozent HEG Genève
Thomas Wyss («Tages-Anzeiger»): Buchhändler
Thomas Häusler (SRF): Projektleiter WWF

Auftragsschreiberin
Texte verfassen für Unternehmen oder Organisationen

Barbara Scherrer («Handelszeitung»): Online-Redaktorin Migros Genossen­schaftsbund
Carmen Baumann (Somedia): Kommunikation Engadin St. Moritz Tourismus
Daniel Pünter (SRF): Kommunikation selbstständig
David Hess (NZZ): «Surprise» (Online-Kommunikation)
Deborah Bischof («Beobachter»): Redaktorin «Migros-Magazin»
Fabienne Naef («20 Minuten»): Content-Creation Die Post
Janick Wetterwald (CH Media): Social-Media-Kommunikation iTrust
Laurent Darbellay (Keystone-SDA): Marketing & Content Manager Hochschule für Ingenieur­wissenschaften Sion
Moritz Bill («Bieler Tagblatt»): Texter business4you
Nadja Sutter («Freiburger Nachrichten»): Redaktorin Schweizer Gemeinde­verband
Nicole Jegerlehner («Freiburger Nachrichten»): Redaktorin Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte
Rebecca Mosimann (24 Heures): Redaktorin und Kommunikations­beauftragte EPFL
Reto Stauffacher (NZZ): Lead KMU Aktuell Gryps
Sarah Huber («Gault Millau»): Marketing Content Manager Wesco
Vinzenz Greiner («Blick»): Kommunikation ETH

Berater
PR- oder Kommunikations­beratung

Gaudenz Wacker (SRF): Politik­vorbereitung Erziehungs­departement Kanton BS
Ismail Osmann («Zentralplus»): Text und Konzept Schriber Kommunikation
Janosch Tröhler («Blick»): Product Owner Zeilenwerk
Jeffrey Vögeli («Finanz und Wirtschaft»): Unternehmens­berater FGS Global
Lise Bailat (Tamedia): Persönliche Mitarbeiterin EJPD
Marc Moulin («Tribune de Genève»): Persönlicher Mitarbeiter Ville de Genève
Monika Schärer (SRF): Beraterin selbstständig
Nicole Frank (SRF): Beraterin selbstständig
Olivia Kühni (Republik): strategische und publizistische Beratung, Moderation
Rolf Hieringer (SRF): Berater selbstständig
Romaine Morard (RTS): Persönliche Mitarbeiterin Bildungs­direktion Kanton Waadt
Stefan Regez (Ringier Axel Springer): Berater Furrerhugi
Stephanie Auderset («Freiburger Nachrichten»): Beraterin Feinheit

Hybrid
Journalistisch tätig mit Einkommen ausserhalb des Journalismus

Anja Conzett (Republik): Studium
Beat Hürlimann («Horizont»): Selbstständig
Cécile Klotzbach («Blick»): Betriebliche Mentorin, freie Autorin
Chantal Desbiolles (BZ/«Bund»): Selbstständige Dozentin
Damaris Oesch («Thuner Tagblatt»): Sprecherin FC Thun
David Taugwalder («Walliser Bote»): Selbstständig
Giorgia von Niederhäusern («Corriere del Ticino»): Kommunikation drivemycar AG
Jürgen Törkott (Somedia): Gastronom
Kathia Baltisberger («Gault Millau»): Selbstständig
Lara Hofer («20 Minuten»): Studium
Lukie Wyniger (SRF): Gastronom Restaurant Waldhaus Birsfelden und Moderator
Marcel Huwyler («Schweizer Illustrierte»): Kultur­vermittler und Buchautor
Natalie Gratwohl (NZZ): Selbstständig
Nicole Berchtold (SRF): Studium
Rachel Richterich («Le Temps»): Selbstständige Ernährungs­beraterin
Ramona Brüniger (Somedia): Kommunikation und Beratung Tings
Raphael Casablanca («20 Minuten»): Video­journalist BSC Young Boys
Sabine Meyer (SRF): Selbstständig
Sabine von Fischer (NZZ): Selbstständig
Sarah van Berkel («Schweizer Illustrierte»): Sprecherin von Joana Mäder und Anouk Vergé-Depré
Susanne Witzig (SRF): Verwaltungsrätin Witzig The Office Company

Nach Hinweisen aus der Branche haben wir die Liste um Helga Rietz, Jennifer Furer, Stephanie Kusma (alle 2022 ausgestiegen) sowie Mara Schlumpf (2023) ergänzt. Hingegen haben wir Patrice Siegrist wieder aus der Liste entfernt, da er im Sommer nach einem kurzen Gastspiel bei Comparis zum «Tages-Anzeiger» zurück­kehren wird.

Zu Daten und Methodik

Wie viele Journalisten haben sich aus der Branche verabschiedet, seit die Republik dieser Frage vor rund zwölf Monaten letztmals nachgegangen ist? Erneut konsultierten wir folgende Quellen: das Magazin «Schweizer Journalist:in», die Websites von «Persönlich.com», «Klein Report» und «Edito», das Karriere­portal Linkedin, die Schweizer Medien­daten­bank SMD sowie die Impressen zahlreicher Medientitel. Zudem fragten wir Journalistinnen insbesondere im Tessin und in der Romandie. Jede Angabe haben wir nach dem 2-Quellen-Prinzip geprüft.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wir publizieren sie, weil wir unsere Recherche transparent machen wollen. Die Namen teilten wir in die fünf Kategorien Sprecherin, Berater, Auftrags­schreiberin, Aussteiger und Hybrid auf. Letztere bezeichnet Personen, die ein Einkommen ausserhalb des Journalismus gefunden haben, daneben aber weiterhin journalistisch tätig sind. Bei Ex-Journalisten, die in ihrem neuen Job nicht nur Aufgaben in der Kommunikation, sondern etwa auch im Marketing oder in der Geschäfts­führung wahrnehmen, erwähnen wir der Einfachheit halber nur die Kommunikation. Wir vermelden jeweils den aktuellsten Arbeit­geber, den wir ausfindig machen konnten. Nicht aufgeführt sind Aussteigerinnen, die zurzeit auf Arbeits­suche sind oder noch nicht wissen, wie es konkret weiter­gehen soll. Ebenso fehlen Fotografinnen, Bild­redaktoren und Layouterinnen.