An die Verlagsetage

Was wir mit Ihrem Geld anstellen

Die Republik ist unabhängig und leserfinanziert. Was bedeutet das eigentlich genau? Ein Blick in den Maschinenraum unseres gemeinsamen Unternehmens.

Von Lucia Herrmann, 16.11.2020

Unabhängiger Journalismus kostet. Die Republik ist werbefrei und wird finanziert von ihren Leserinnen. Trotzdem können Sie diesen Beitrag lesen.

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Vielleicht ist es Ihnen aufgefallen: Im Rahmen der Urabstimmung haben wir unseren Geschäftsbericht des vergangenen Jahrs und unser Budget für das kommende Jahr veröffentlicht.

Zugegeben, «Geschäftsbericht» und «Budget» klingt nicht unbedingt nach fesselndem Lesestoff. Aber beides ist zentral für unser Unternehmen – und Sie haben sich ja immerhin dazu entschieden, Miteigentümerin zu sein. Und deshalb haben Sie ein Recht darauf, regelmässig zu erfahren, was wir mit Ihrem Geld genau anstellen.

Hier sind ein paar der wichtigsten Zahlen.

Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir – stark vereinfacht gesagt – 6,7 Millionen Franken eingenommen, 5,8 Millionen Franken ausgegeben und somit einen Überschuss von 0,9 Millionen Franken erwirtschaftet.

Die Zahl der Jahresmitgliedschaften wuchs von 16’138 (Stand 30. Juni 2019) auf 21’157 (Stand 30. Juni 2020), jene der Monatsabonnenten stieg im selben Zeitraum von 1737 auf 3995. Dass wir im Juni 2020 erstmals die magische Grenze von 25’000 Mitgliedern und Abonnentinnen überschritten haben, ist Ihnen wahrscheinlich schon zu Ohren gekommen. Seither sind wir weiter­gewachsen: Auf unterdessen rund 26’800 Mitglieder und Abonnentinnen. Den aktuellen Stand sehen Sie in Echtzeit im «Cockpit».

Was geschieht mit Ihrem Geld?

Von den 240 Franken, die Sie pro Jahr zahlen, fliessen rund 190 Franken direkt in den Journalismus. Mit den restlichen 50 Franken halten wir das Unternehmen am Laufen und machen Werbung.

Im Schnitt kostet ein Republik-Beitrag 2200 Franken, inklusive Produktion, Bild, Faktencheck, Korrektorat. Mehrmonatige Recherchen und aufwendige Multimedia­produktionen sind natürlich deutlich teurer. Und kurze Texte – wie zum Beispiel ein externes Editorial für den Covid-19-Newsletter – sind viel günstiger (konkret: 250 bis 300 Franken).

Im Detail sieht das Gesamtbudget für unser laufendes Geschäftsjahr (Juli 2020 bis Juni 2021) so aus.

(Wenn Sie auf einen der farbigen Ausgabenblöcke klicken, sehen Sie die verfeinerte Aufschlüsselung).

Warum wir Ihnen die wohlwollend-kritische Lektüre dieser Zahlen ans Herz legen?

Als leserfinanziertes Medium sind wir Ihnen verpflichtet, und nicht einem Werbe­kunden oder einem Verlags­konglomerat. Gleichzeitig ist die Unabhängigkeit der Redaktion unverhandelbar. Darum verfolgen wir seit der Gründung das Ziel, Sie transparent und ehrlich zu informieren.

Nur so, davon sind wir überzeugt, ist Journalismus zukunftsfähig.

Wir freuen uns auf Fragen und Rückmeldungen dazu. Geben Sie ausserdem unbedingt bis zum 22. November 2020 in der Urabstimmung der Project R Genossenschaft Ihre Stimme ab.

PS: Eine Frage, die uns immer wieder gestellt wird, können wir gleich hier beantworten: Was genau ist schon wieder der Unterschied zwischen der Republik AG und der Project R Genossenschaft – und wie hängen die beiden zusammen? Weil uns bewusst ist, dass unsere Unternehmensstruktur, nun ja, etwas komplex ist, haben wir das Doppel­konstrukt hier für Sie aufgezeichnet:

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