«Poesie ist nicht unerklärlicher als irgendetwas anderes Lebendiges»

Was ist das Geheimnis der Lyrikerin Elke Erb, die in diesem Jahr die höchste Auszeichnung der deutschen Literatur erhält? Eine Hommage – inklusive zweier Gedichte zum Anhören.

Von Kathrin Bach, unter Mitarbeit von Annekathrin Walther, 28.10.2020

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An der Wand, links neben meinem Schreib­tisch, klebt eine Postkarte. Wenn ich nur wenige Dinge aus meinem Zimmer mitnehmen dürfte, würde ich vorsichtig das Tape von der Raufaser ziehen und diese Karte einstecken.

In der Berliner Buchhandlung, in der ich vor ein paar Jahren arbeitete, gab es diesen Kunden, der fast jeden Tag vorbeikam und fast jedes Mal einen Lyrikband kaufte. Einmal bezahlte er, indem er mir einen grossen Haufen gesparter Münzen auf den Ladentisch schüttete. Wir freundeten uns an. Irgendwann kaufte er meinen kleinen Lyrikband «Schwämme». Und kurz vor Weihnachten kaufte er ihn noch einmal, um ihn einer engen Freundin zu schenken: Elke Erb.

Die besagte Postkarte. Kathrin Bach

Ich war sprachlos, als die Karte bei mir eintraf, zugleich spürte ich eine Nähe, die ich gar nicht richtig erklären konnte. Und als ich mich eines Tages im Spiegel betrachtete, musste ich sehr lachen: Elke Erb und ich teilen offenbar nicht nur das Faible für Gedichte; sondern auch die Frisur.

Als ich damals anfing, mich intensiver mit den Gedichten von Elke Erb zu befassen, stand ich vor diesem Werk wie vor einem Raum. Der Raum war voll, ich konnte erst einmal nicht richtig erkennen, was ich sah. Vielmehr musste ich an das denken, was die Dichterin Sarah Kirsch schon vor Jahrzehnten in ihrem Vorwort zu Erbs Band «Trost» über das Elke-Erb-Lesen schrieb: Man müsse «trainieren in seiner Innenwelt, erst kleine Wege ums Haus, später die langen Expeditionen» absolvieren, denn «ohne Mühe hat der Bauer keine Kühe (…). Wenn die Kuh aber durchkommt, ein Text sich erschliesst, schlägt das Glück ein.»

Noch heute frage ich mich: Was bedeutet das für die Lesbarkeit ihrer Texte? Zu komplex, zu sperrig? Eine Bestätigung des Klischees von der «schwierigen Lyrik»?

Elke Erb selbst jedenfalls pocht auf die Selbst­verständlichkeit und Alltäglichkeit von Lyrik: «Poesie ist nicht unerklärlicher als irgendetwas anderes Lebendiges.»

Ich ziehe die Elke-Erb-Bände, die es in unserem Haushalt gibt, aus dem Regal und fange an, einen Stapel neben dem Bett zu bilden. Die frühen Bände aus der Vorwendezeit − «Gutachten» (1975), «Der Faden der Geduld» (1978), «Trost» (1982) oder «Kastanienallee» (1987) − habe ich aus verschiedenen Antiquariaten zusammen­getragen. Die Anthologie «Saison für Lyrik» (1968) mit ganz frühen Texten von ihr durfte ich aus einem Café im Oderbruch mitnehmen. Voller Gebrauchs­spuren sind sie alle, besonders «Vexierbild» (1983) fällt am Einband fast auseinander. Und dann das Dutzend Titel, die nach der Wieder­vereinigung erschienen sind – wie viel Zeit ich schon mit ihrem «Gedicht­verdacht» verbracht habe, wie viel Zeit ich noch mit «Sonanz» verbringen möchte.

Ein Leben in Lyrikbänden, das zum Glück immer noch weitergeht: Gerade erst ist eine Auswahl ihrer Gedichte bei Suhrkamp erschienen. Ihre verlegerische Heimat aber hat Elke Erb schon seit den späten 1990er-Jahren in der Schweiz, bei Urs Engeler in Schupfart. Ursprünglich in dessen kleinem unabhängigem Engeler-Verlag, seit 2010 unter dem Label roughbooks. Das 2018, zu Elke Erbs Achtzigstem, einen Sonderband herausgebracht hat.

Zu dem, was «Kanon» genannt wird, gehörte Elke Erb schon in der DDR nicht. Stattdessen bewegte sie sich in der Untergrund-Lyrikszene des Prenzlauer Bergs.

Obwohl sie dann auch in der Bundesrepublik in keinem grossen Verlag erscheint, schreibt sie sich über die Jahre mit grosser Bestimmtheit in die deutschsprachige Literatur ein. Je mehr ich mich mit Elke Erb befasse, desto mehr realisiere ich, wie sehr alle diese Autorin lieben: die zeitgenössische deutschsprachige Lyrikszene, aber auch viele Prosa­autorinnen unterschiedlicher Generationen. Ich weiss nicht, ob es in der deutsch­sprachigen Gegenwarts­literatur noch irgend­jemanden sonst gibt, der derart einhellig verehrt wird. Friederike Mayröcker fällt mir ein. Und dann hört es schon auf.

Wer also ist diese Frau, die so unglaublich viele Schreibende unterschiedlicher Generationen beeinflusst – auch diejenigen, die ein halbes Jahrhundert jünger sind, so wie ich? Die Frau, die seit so vielen Jahrzehnten diese unverkennbare Frisur trägt, die auch mir steht?

Und was für ein wunderbarer Name für eine Dichterin: Elke Erb.

Freie Autorin – auch ohne gedruckte Zeile

Geboren wird Elke Erb am 18. Februar 1938 in Scherbach, einem kleinen Dorf in der Eifel. 1949 zieht die Familie nach Halle an der Saale. Der Vater ist dort am Germanistischen Institut der Universität beschäftigt. Nach ihrem Schul­abschluss ist Elke Erb ein Jahr in der Landarbeit tätig, danach studiert sie ebenfalls in Halle Germanistik, Slawistik und Geschichte. Sie schliesst ihr Studium mit dem Lehrerexamen ab, um dann doch nicht als Lehrerin zu arbeiten. Sie bleibt in Halle, eine feste Anstellung hat sie jedoch nur zwei Jahre lang: Von 1963 bis 1965 arbeitet sie als Lektorin beim Mitteldeutschen Verlag.

Bereits 1966 wagt sie den Sprung in die Freiberuflichkeit. Seither ist sie freie Schrift­stellerin und Übersetzerin, vor allem aus dem Russischen.

«Ich bin freischaffend geworden, ohne eine einzige Zeile gedruckt zu haben. Ich hab monatelang beschleunigtes Herzklopfen vor Angst gehabt, jetzt sozusagen auf die freie Wildbahn zu treten. Gegen den Widerstand von allen. Es gab keinerlei Bestärkung», sagt Erb 1988 in einem Gespräch mit dem Autor Gregor Laschen. Und ich muss direkt daran denken, wie mir die Berliner Autorin Annett Gröschner vor ein paar Jahren in einem Interview für ein Leipziger Literaturmagazin geschildert hat, wie sehr ihr das Mut gemacht hat, am Anfang ihrer eigenen Autorinnen­karriere: sich für das Schreiben und nur für das Schreiben zu entscheiden und parallel ein Kind grosszuziehen.

Wieder Elke Erb:

Was über mich erzählt wird

In meinem Schloss brennen fünfundzwanzig Kronleuchter
Und drei Goldfische habe ich in meinem Aquarium schwimmen
Und ich bekomme viertausend Mark für einen Vers
Und arbeite an sechs Zeilen ein Jahr
Und jeden Morgen kann ich mir nach dem ersten Ei auch noch
Ein zweites leisten ganz wie ich will ein Ei oder zwei

1968

Aus: Elke Erb: «Nachts, halb zwei, zu Hause. Texte aus drei Jahrzehnten». Reclam, 1991.

Gelesen von Kathrin Bach, mit freundlicher Genehmigung von Elke Erb

Dieses Gedicht lese ich, wenn ich kurz an allem zweifle. Ich muss dann immer lachen. Jetzt besonders darüber, dass Erb den Text nicht etwa im Jahr 2020 geschrieben hat, in dem sie den Georg-Büchner-Preis verliehen bekommt und auf ein langes erfolgreiches Autorinnen­leben zurückblicken kann. Sondern 1968, als sie noch ganz am Anfang stand, als noch keins ihrer Gedichte gedruckt war.

«Was über mich erzählt wird» ist für mich ein Zeugnis ihrer selbstbewussten Kompromisslosigkeit, ein Beispiel ihres so herausragenden Humors, der auch nicht davor zurückschreckt, sich selbst aufs Korn zu nehmen.

Zwei Jahrzehnte später beginnt dann die lange Liste an Auszeichnungen: Peter-Huchel-Preis 1988, Erich-Fried-Preis 1995, Georg-Trakl-Preis 2012, Ernst-Jandl-Preis 2013 – um nur ein paar wenige zu nennen. 2019 bekam sie gar das Bundes­verdienst­kreuz 1. Klasse für «ihren legendären Eigensinn, ihren Sprachwitz und ihre originellen Wortschöpfungen» (so Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier).

Dass sie nun am kommenden Wochenende auch den Georg-Büchner-Preis erhält, ist vielleicht das Beste, was in diesem seltsamen 2020 passiert.

Es vibriert, pulsiert, hechelt

Ich blättere mich durch den Stapel an meinem Bett. Allmählich verlasse ich die «kleinen Wege ums Haus» und begebe mich auf die langen Erb-Expeditionen. Wie oft bin ich diese Kastanien­allee hoch- und runtergelaufen, nach der Elke Erb 1987 einen ganzen Lyrikband benannt hat. Teure Cafés, Sushibars, das kleine Programmkino, ein hipper Laden neben dem nächsten. Ich weiss, die Strasse, die Erb beschrieben hat, liegt in einem Land, das es heute nicht mehr gibt. Und doch kann ich nicht anders, als in meinem eigenen Hausflur in Prenzlauer Berg nach ihren «toten, selbstvergessenen Mäusen» Ausschau zu halten.

Kastanienallee, bewohnt

Im Treppenhaus Kastanienallee 30 nach mittags
um halb fünf roch es flüchtig
nach toten, selbstvergessenen Mäusen.

1981

Wenn ich nacheinander all die Bände aufschlage, vibriert es und schwappt es, pulsiert und hechelt es. Da ist so viel Leben in diesem Werk, so viel Ausprobieren und Spielen, so viel Offenheit für verschiedenste Formen, so viel Ausloten, was auf diesen Seiten passieren kann. Sie sind so auf Zack, diese Texte.

Ist das Lyrik? Ist das Kurzprosa? Miniatur?

Mir gefällt, wie Annett Gröschner es zu fassen versucht: «Für mich sind diese dichten Gebilde mehr der Gestalt einer Himbeere ähnlich oder einem Embryoblast.»

Aber erklärt das, was Erb da eigentlich macht in ihren Texten? Kann man es erklären? Bei einem Werk, das so breit ist und voller unterschiedlicher Texte?

Was auffällig ist: die einfache, ja alltägliche Sprache, der sie sich bedient und auf der alles basiert, was sie macht. Sie beschreibt selbst, wie sie stets die «normale Sprache» benutzt, «die wir alle haben». Ich schaue mir zum Beispiel das Gedicht «EIN ZAHMER KONJUNKTIV» aus dem Band «Sonanz» an, ja besser: Ich schaue und höre es, von ihr selbst gelesen.

Das komplizierteste Wort scheint hier der «Konjunktiv» in der Überschrift. Ansonsten ist da eine «Strassenbahn», die nicht kommt (etwas, was auch nur in Texten geht: etwas Fehlendes sichtbar machen); «eine Katze auf dem Sprung», ein «Erlenstamm», und «gelegentlich miaut etwas». Der Fokus liegt auf einer alltäglichen Szene, die mir bekannt vorkommt:

Eine Strassenbahn kommt nicht
Das sollte nicht sein

Vielleicht ist das die «poetische Bündelung», von der Elke Erb spricht: ein Kernbild, das aus einem Bilder­cluster heraussticht; ein Begriffs­cluster, in dem jeder Begriff gleichzeitig separat für sich steht. Das ist einfache Alltags­beobachtung und enigmatisch zugleich:

Gelegentlich miaut etwas Klappert
Ohr du und Gegend.

Es ist das Kryptische in seiner leichten Absurdität, das die beobachtete Lebens­situation aus dem Alltag entrückt und ein Elke-Erb-Gedicht daraus macht. Eines, das mir nah und fern zugleich ist.

Aber dann gibt es da auch diese Texte, die mir ganz unmittelbar nah sind und bleiben. Als gäbe es da für den Moment des Gedichts einen Kitt zwischen ihrer Stimme und meiner. Zum Beispiel da, aus dem Band «Vexierbild»:

Im vorvorigen Sommer

Was habe ich getan, als ich
die hohen Bäume unterhalb des Hauses
umknicken sah, ohne hinzusehen,
während sie standen, während ich,
allein oben im Zimmer,
mit dem sich bäumenden Körper,
mit dem Schoss das Bett schlug
und mich klammerte, wie an Flügel!,
an den Gedanken, in dem Unheimlichen
sei ich das Nest draussen, das festsitzt –

1980

Gelesen von Kathrin Bach, mit freundlicher Genehmigung von Elke Erb

Eine traurig-düstere Stimmung schwappt aus dem Gedicht – und fasziniert einen. Und dann wird, wie nebenbei, eine Verbindung gezogen zwischen den umknickenden Bäumen und dem sich bäumenden Körper, «allein oben im Zimmer».

Was macht diesen Text so lebendig? Vielleicht die Furcht, die ihn durchzieht.

Und dann ist da dieser erbsche Mut zu den ganz kurzen Gedichten, die lange nachhallen und mich oft laut auflachen lassen, weil sie mit so wenig so viel auf den Punkt bringt:

***

Fühle mich wie Knüllpapier.
Es ist später Nachmittag.

30.3.13

Ich muss daran denken, wie ich vor gut zehn Jahren in einer Märznacht während der Leipziger Buchmesse im grossen Saal des Deutschen Literatur­instituts neben Elke Erb tanze beziehungs­weise sie neben mir. Sie trägt eine Baskenmütze, lächelt zwischendurch den anderen zu und ist doch ganz bei sich. Mein Tanzen ist nichts gegen das, was sie macht: Im Grunde gibt es kein Verb für diese Energie.

Wie man Gedichte holt

Etwas Offensichtliches, profan Wirkendes, das die meisten Erb-Gedichte verbindet: ein zeitlicher Marker, klein unter dem Text. Ist es anfangs meist nur eine Jahreszahl (bzw. manchmal sind es sogar zwei, «1967/70»), kommt später oft der Monat hinzu, dann ab und zu der Tag («1.1.1981»), schliesslich, in den späten Texten, sogar eine Uhrzeit: «12.12.18, halb sieben». Immer noch genauer wird der Schreibmoment offengelegt. Die konkrete Zeitangabe rührt mich, ich finde sie irgendwie intim und freue mich über dieses Angebot: als würde ich als Leserin hereingelassen, dürfte mich kurz neben sie an ihren Schreibplatz setzen.

Und dann gibt es da noch diese eine Formulierung, die ich nur von ihr kenne: «Geholt am». Elke Erb «holt» Gedichte. Da steht zum Beispiel, klein und unscheinbar, «28.2.79 / geholt am 22.6.15». Eine Beobachtung, einen Einfall, 1979 in ihr Notizbuch geschrieben, überführt sie 2015 in ein Gedicht, holt es aus dem Damals ins Jetzt.

So, wie ich mir Elke Erb nicht mit einer anderen Frisur vorstellen kann, kann ich sie mir auch nicht ohne zu schreiben vorstellen. Sie ist für mich eine, die immer schreibt. Sie ist immer am Sehen, immer am Wahrnehmen und Denken – und manchmal hält sie kurz an und notiert: «Wenn ich Gedichte schreibe. – vielleicht auch bei anderem, bin ich die Quelle, nichts weiter – und wie ich das Quellwasser liebe jetzt, wo ich das schreibe».

All das wirkt so ungewollt, so unprätentiös. Als könnte sie gar nicht anders, als würden ihr die Gedichte einfach passieren. Schwups, und dann kann man beim Lesen ganz kurz ein wenig in ihren Kopf schauen: «Gedanken­begehung» nennt sie das im Gespräch mit dem Lyriker Nico Bleutge.

Später in diesem Gespräch beschreibt Erb beispielsweise, wie sie zu einer Beratung für Zucker­kranke geht und mit einem Gedicht nach Hause kommt. Wie ein Wort, das eine andere Patientin fallen liess, sie nicht mehr in Ruhe gelassen hat: «Bandscheiben­schaden». Erbs Freude über dieses Wort, über den Text, der aus der alltäglichen Begegnung entstanden ist: eine «Poesie­leistung», wie sie sagt, eine «literarische Klärung» ihrer Lebens­situation.

Elke Erb: Die Frau mit der unverkennbaren Frisur hat Generationen von Schreibenden geprägt. Dirk Skiba

Durch eine Anregung der Autorin Ulrike Draesner beginnt die damals 65-jährige Elke Erb im Sommer 2003 ein Experiment, das in die Gedichte des 2008 erschienenen Bandes «Sonanz. 5-Minuten-Notate» mündet. Das Ganze geht so (und Erb empfiehlt das jeder und jedem, ganz unabhängig davon, ob sie Schrift­stellerinnen sind oder nicht): Stift und Papier zurechtlegen, einen Wecker stellen, der nach fünf Minuten klingelt, und anfangen. Einfach aufschreiben, was einem in den Sinn kommt, und nach dem Weckzeichen stoppen. Dann beginne sich ganz von selbst etwas zu formen, man käme seinem «subkutanen Ich» näher, sagt Elke Erb: «Das ist etwas für Leute, die sich nicht finden können, eine Methode, sich herauszubekommen.»

An einem Abend, an dem ich nichts mit mir anzufangen weiss, stelle ich mir plötzlich den Handywecker. Ich notiere fünf Minuten lang (und sie sind so unglaublich kurz!), und das, was danach die Seite füllt, macht mir Gänsehaut. Ich halte mich dann an das, was Erb rät: Man solle das, was in den fünf Minuten entstanden ist, nun langsam abtippen und mit Bemerkungen – Kommentaren – versehen – dann könne man allmählich einen sich heraus­schälenden Text erkennen. Es funktioniert, auf fast magische Art, und erscheint deshalb ganz schön irre. «Hirnschwapp» nennt sie das.

1988 hat Elke Erb den Peter-Huchel-Preis verliehen bekommen, im selben Jahr wurde ich geboren. 2020 bekommt sie den Georg-Büchner-Preis. Zweiunddreissig Jahre liegen dazwischen, mein ganzes bisheriges Leben.

Verrückt. Und mutmachend.

Zu den Autorinnen

Kathrin Bach ist Lyrikerin, Annekathrin Walther ist freie Dramaturgin. Beide leben in Berlin.

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