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Rapper Mavi Phoenix, Medikamente gegen Covid-19 und das Wichtigste aus der Politik

02.04.2020

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Guten Morgen

Heute haben wir für Sie:

«Das Äussere, das zum Ausdruck des Innern geworden: die fleischgewordene Seele: der vergeistigte Leib»: So definierte Oscar Wilde die Wahrheit in der Kunst. Was das im 21. Jahrhundert bedeuten kann, zeigt ein kleiner, selbstverständlich strikt virtueller Ausflug nach Wien. Zu einem Rapper, der gerade die alternative Musikszene erobert. Und als junger Trans-Mann die Musikwelt mit ihren Sexismen und Machismen durcheinanderbringt.

  • Marlon, geboren 1995 als Marlene, alias Mavi Phoenix, komponiert seine Songs am Laptop. Ein Instrument spielt er nicht, aber seit Beginn seiner Karriere schreibt er jeden Song selbst. Das Ergebnis: schwer einzuordnendes Do-it-yourself mit Hit-Appeal, eingängig und verschroben. «Erst wenn ein Song weird ist, fühlt er sich richtig an», sagt Mavi. In seinem Debütalbum, das jetzt erscheint, thematisiert er seine Transition von der Frau zum Mann, singt er sich von der Szene frei – und bedient er sich gleichzeitig bei der toxischen Rap-Männlichkeit. Timo Posselt über eine Musikerkarriere, die auch eine Reise zu sich selbst ist.

  • Während die Welt in Quarantäne auf eine Corona-Impfung wartet, forscht die Pharmaindustrie auch an möglichen Medikamenten, die gegen Covid-19 helfen. Der potenzielle Markt für Wirkstoffe, die das Virus hemmen, ist gigantisch. Wie müsste ein Medikament funktionieren? Wie lange dauert es, bis die ersten Patientinnen behandelt werden können? Und nicht zuletzt: Können wir den Pharmafirmen trauen? Wie kann verhindert werden, dass die Kassen der Pharmakonzerne auf Kosten der öffentlichen Gesundheit gefüllt werden? Unsere Kollegen bei «The Correspondent» haben für Sie die wichtigsten Antworten auf diese Fragen recherchiert.

  • «Der Bundesrat geniesst für seine Krisenarbeit – zu Recht – eine gewisse Bewunderung. Das darf aber nicht in eine allzu gläubige Exekutiv-Verehrung kippen», sagt der Ausserrhoder FDP-Ständerat Andrea Caroni. Was bräuchte es eigentlich, damit das Schweizer Parlament virtuell zusammenkommen könnte? Antworten darauf im «Briefing aus Bern».

  • Ja, auch Cartoonisten setzt die Quarantäne zu. «Ich male, was ich sehe, die Gegenstände, mich selbst, die Nachbarn am Fenster», schreibt Paolo Ventura. Der Italiener zeichnete einen der heutigen Corona-Cartoons.

Und in aller Kürze:

Bleiben Sie möglichst gesund.

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