Aus der Redaktion

Die Welt ist voll mit gutem Journalismus. Teilen Sie ihn mit der Community

Wir starten ein Experiment – ein «Zettelbrett» für journalistische Glanzstücke. Wir freuen uns auf Ihre Entdeckungen. Und über Ihre Meinung dazu.

Von Ihrem Expeditionsteam, 07.02.2020

Unabhängiger Journalismus kostet. Die Republik ist werbefrei und wird finanziert von ihren Leserinnen. Trotzdem können Sie diesen Beitrag lesen.

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Die Community ist ein zentraler Pfeiler der Republik. Ein Alleinstellungs­merkmal, ein Aushänge­schild. Der Dialog mit Ihnen ist aus dem Redaktions­alltag nicht mehr wegzudenken. Wir haben eine engagierte, kritische, informierte Verlegerschaft – und Ihr Wissen ist ein riesiger Schatz.

Und doch: Wir nutzen diesen Schatz zu selten. Oder wenn wir es denn tun, dann zu oft gleich mit einem riesigen Projekt. Das dann lange dauert. Ressourcen bindet. Auf der Prioritäten­liste nach unten rutscht. Oder sogar ganz versandet.

Gehen wir das einmal andersrum an.

Als Leserin und Verleger der Republik schätzen Sie guten, kritischen, hinter­gründigen Journalismus. Das wissen wir, weil Sie uns loben, wenn er uns gelingt. Und weil wir regelmässig hören, dass Sie die «Top-Storys»-Empfehlungen im wöchentlichen Nachrichten­briefing schätzen: die Lese-, Hör- und Sehtipps aus anderen Medien.

Warum also nicht auf Ihren Geschmack setzen?

Der persönliche Essay, der Sie ins Grübeln brachte. Die grosse Analyse, die Sie endlich hat verstehen lassen. Der Podcast, der süchtig macht. Hier teilen Sie Ihre Links zu den besten Geschichten.


Vielleicht haben Sie die zehn Learnings gelesen, die wir aus den ersten zwei Jahren Republik-Betrieb gezogen haben. Eines davon war: «Lancieren ist einfacher als Abschaffen». Es ist viel einfacher, etwas einzuführen, als es zu beenden, wenn es denn nicht funktioniert. Wir werden darum ab sofort öfter Dinge von vornherein als Experiment anlegen – und das ist das erste. Mit messbaren Zielen und mit Ablaufdatum.

Erreichen wir die Ziele, führen wir das Ding weiter. Wenn nicht, wird es abgeschafft.

Das sind die Ziele:

  1. Das «Zettelbrett» soll uns inspirieren – und Sie. Eine Pinnwand für gute Geschichten, kein Newsticker.

  2. Wir wollen damit die Suche nach Beitrags­empfehlungen «crowdsourcen», also gemeinsam mit Ihnen betreiben.

  3. Es soll keine Echokammer für eine Handvoll Leserinnen sein.

  4. Wir wollen, dass es weitgehend ein Selbstläufer wird. Also nur wenig Moderations­aufwand für die Redaktion bedeutet.

Daran messen wir den Erfolg:

  1. 5 bis 20 Entdeckungen werden pro Tag gepostet.

  2. Mindestens eine Entdeckung übernehmen wir pro Woche ins Nachrichtenbriefing.

  3. 50 Prozent der Tipps erhalten über 20 Bewertungen (Up- oder Down-Votes) von Mitverlegerinnen.

  4. Wir müssen pro Woche nicht mehr als 5 Beiträge verbergen, die gegen die Etikette verstossen.

Das sind die Stichdaten:

  1. Wir beginnen heute, am 7. Februar.

  2. Jeden Donnerstag durchsucht die Redaktion das Zettelbrett und übernimmt «Top-Storys» ins Nachrichten­briefing vom Freitagmorgen.

  3. Wir lassen es vier Wochen lang laufen.

  4. In der Woche vom 9. März ziehen wir Bilanz.

So, und jetzt sind endgültig Sie dran. Kramen Sie in anderen Medien und Ihren Erinnerungen und teilen Sie mit uns das Beste, was Sie gefunden haben.

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