An die Verlagsetage

Was wir als Nächstes bauen – und umbauen

Im Oktober haben Sie uns beim Priorisieren geholfen. Danke dafür! Wir arbeiten an einer verbesserten Suche, neuen Rubrikseiten und der Erneuerungs­kampagne. Ein Update aus der Produktentwicklung.

Von Thomas Preusse, 29.11.2019

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Was sollten wir als Nächstes bauen, damit Ihnen unser Journalismus noch mehr bringt? Das haben wir Sie vor sieben Wochen gefragt. In unserem Umfragetool für Weiter­entwicklungen haben Sie Vorschläge gemacht, abgestimmt und Fragen gestellt. Hier, was Sie kollektiv am höchsten priorisiert haben. (Wir richten uns nach dem Netto der Stimmen, also der Differenz zwischen den Stimmen dafür und jenen dagegen.)

1. Optimierung der Suche & Rubriken, netto 443 Stimmen
Einfacheres finden von älteren Beiträgen und exploratives Entdecken fördern.

2. Offline-Modus in der Republik-App, netto 372 Stimmen
Texte und Bilder auch unterwegs ohne Datennetz. In einem ersten Schritt ohne Audio und Video.

3. Unternehmenszustands-Seite, netto 112 Stimmen
Eine Verlagsseite mit dem aktuellen, finanziellen Zustand der Republik. Darauf abzulesen sind verkaufte Mitglied­schaften, Spenden­einnahmen, Personal­aufwand und Sachkosten.

Noch eindeutiger waren die Rufe nach «mehr investigativem Journalismus» mit netto 445 Stimmen, «investiert in Geschichten» mit 407 und 290 für «Ressourcen in Inhalte stecken». Das freut uns sehr.

Unser Ziel ist es, kontinuierlich mehr Ressourcen aus dem Entwicklungsteam auch in Geschichten und Recherchen zu investieren. Aber mit Augenmass und ohne Weiterentwicklungen zu vernachlässigen, die unseren Journalismus allgemein nützlicher und schlagkräftiger machen.

Woran wir seit der Umfrage gearbeitet haben

Aus unternehmerischer Sicht tragen wir eine besondere Verantwortung für den Verkauf und die Erneuerung der Mitgliedschaften. Daran haben wir darum in den letzten Wochen entsprechend intensiv gearbeitet.

  • Wir haben die Art und Weise verbessert, wie wir Besucher auf der Website von einer Mitgliedschaft überzeugen wollen. Dafür haben wir die sogenannten Störer in Beiträgen neu gestaltet.

  • Wir haben die Kampagne «Wollen Sie es wirklich wissen?» mit einer Präsenz auf unserer Marketing-Seite unterstützt.

  • Die automatische Abbuchung der Kreditkarten der «Jahres­mitgliedschaften ohne Bürokratie» mit freundlicher Erinnerung.

  • Und das Buch «Republik bei Stromausfall» beim Verlängern und Neumitglied werden.

Was als Nächstes kommt

Nun gilt es, Ihre Prioritäten aus der Umfrage umzusetzen. Hier, was wir vorhaben:

Update der Rubriken
Die Struktur der Rubriken wie «Durch die Woche» und «Kolumnen» werden neu sauber erfasst und entsprechend verlinkt. Das heisst, auf der Frontseite werden Sie bald auf «Durch die Woche» klicken und ältere Beiträge finden können. Damit sollten diese auch einfacher auffindbar bleiben, nachdem sie nicht mehr auf der Front abgebildet sind.

Revision der Suche
Wir verbessern die Suche mit einem starken Fokus auf redaktionelle Beiträge und genaueres Auffinden. Geplant ist eine klare Trennung nach «Resultat-Art»: Beiträge, zum Hören, Profile, Debatten. Dazu eine solide Auto­vervollständigung während des Eintippens, striktere Treffer (UND- statt ODER-Suche) und eine bessere Reihenfolge der Ergebnisse. Ein Beispiel: Wenn Sie nach Beiträgen über die ETH suchen, listen wir erst den Auftakt zur Serie über die Hochschule, nicht wie bis anhin den Newsletter dazu.

Unternehmenszustand
Im Rahmen der nächsten grossen Erneuerungs­welle vom Januar bis März erarbeiten wir eine Unternehmens­zustands-Seite. Dort werden wir die zentralen Kennzahlen unseres Unternehmens immer möglichst aktuell kommunizieren.

Interaktive Geschichten
Andreas Moor arbeitet bereits am nächsten interaktiven Beitrag zum Thema Klima. Daneben liegen zwei Konzepte für grosse, lange Textbeiträge vor. Beide passen erstens perfekt zu Weihnachten und Neujahr – und würden zweitens durch interaktive Elemente und spezielle Leseführung enorm aufgewertet. Erwartete Publikations­termine: Mitte Dezember bis Ende Januar.

Womit Sie sich noch etwas gedulden müssen

Der Offline-Modus
Es ist eindeutig: Offline lesen ist wichtig für Sie. Technisch ist es aber nicht trivial, weil wir flexibel bleiben – unsere App automatisch mit der Website aktualisieren – wollen.

Ohne externe Hilfe wird es Februar oder später, bis wir das angehen und umsetzen können. Darum sind wir offen für eine Kollaboration und wären auch bereit, einen ein- bis tiefen zweistelligen Tausenderbetrag dafür zu investieren. Haben Sie Erfahrung mit Next.js und App-Entwicklung? Gerne Lösungsvorschläge und Kollaborationsideen auf GitHub platzieren.

Die Funktion «Fehler melden» in Artikeln, ein «Dark Mode», bessere Audio- und Video-Player und Podcast-Feeds haben in der Umfrage tiefer abgeschnitten und sind darum vorerst nicht priorisiert.

Noch einmal: Vielen Dank für Ihre Mithilfe! Nun setzen wir um. Sie hören von uns.

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