Die Befleckung der unberührten Küste

Der Massentourismus blieb Albaniens Stränden lange fern. In der Hafenstadt Vlora soll sich das ändern. Doch eine korrupte Regierung und fragwürdige Investoren verzögern die Umsetzung der Pläne. «Am Strand», Folge 9.

Von Adelina Gashi, 20.08.2019

«Findest du den Strand hier wirklich schön?», fragt Ildri Aliaj. «Wieso hast du dir ausgerechnet diesen hier ausgesucht?»

Aliaj ist Aufseher am alten Strand von Vlora oder auch Vlorë, wie die Stadt auf Albanisch heisst. Und er scheint nicht zu verstehen, weshalb ich mir ausgerechnet diesen Abschnitt ausgesucht habe. Schliesslich gibt es weiter draussen viel hübschere Flecken. Aber es geht mir nicht darum, das unberührte Albanien zu finden, das glücklicher­weise noch vielerorts existiert. Ich suche nach dem Albanien im Um- und Aufbruch.

Aliaj, zwanzig Jahre alt, arbeitet im Sommer als Rettungs­schwimmer. Auf einem Hochsitz verfolgt er im grünen Plastik­stuhl unter einem Holzdach das Geschehen. Links und rechts wehen albanische Flaggen. Er hat kurzes dunkles Haar und dunkel­grüne Augen. Seine Haut ist sonnen­gebräunt, und auf seinem T-Shirt steht in weisser Schrift «California». «Ich kriege gerade mal 100 Euro im Monat für diesen Job als Bademeister. Das ist nicht viel, aber besser als nichts.» Er habe bisher noch nichts zu tun gehabt. «Zum Glück!», sagt Aliaj und lacht.

Stadt der zwei Meere

Es war ein dunkelroter Minibus, der mich hierher­gebracht hat. Aus Tirana, Albaniens Hauptstadt. In einer Seiten­strasse hat er angehalten. Endstation Vlora, eine Hafenstadt im Süden Albaniens. Die Fahrgäste sind ausgestiegen, froh, dass die Fahrt in dem stickigen Ding nach zweieinhalb Stunden zu Ende war. Dafür hat sie gerade mal 5 Euro gekostet.

Die pralle Mittagssonne empfängt uns, der Asphalt scheint zu glühen. Entlang der Hauptstrasse reihen sich die Wohnkomplexe. Manche schlicht weiss, andere auffällig orange-pink gestreift. Die ältere Dame und ihr Neffe, die mit mir von Tirana nach Vlora gefahren sind, verabschieden sich. Sie drückt mir einen Zettel mit ihrer Nummer in die Hand und meint, ich solle mich melden, falls ich eine Ferien­wohnung brauche. Zuvor hat sie stolz von Vlora, ihrer Heimat­stadt, geschwärmt: «Unsere Stadt hat gleich zwei Meere. Die Adria und das Ionische Meer.»

Die Strasse ist fast menschenleer, trotz Hochsaison. In einem Café sitzt eine Runde älterer Herren, die ihre Espressos schlürfen. Ein paar Super­märkte, die vor dem Geschäft frisches Gemüse und Obst verkaufen; riesige rote Tomaten und kisten­weise Nektarinen. Eine Auto­vermietung verspricht beste Preise und einen schnittigen Mercedes-Benz. Ein Blick durchs Schaufenster, das Büro scheint gerade nicht besetzt zu sein.

Mondän in Spuren

Vlora will eine Ferien­destination sein. Darauf weisen nicht nur die unzähligen Schilder an den Gebäuden hin, die Ferien­wohnungen anpreisen. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren etliche Vorhaben in Angriff genommen. Etwa «Lungomare», eine neue Strand­promenade. Sie soll dem Ort den Charme einer Stadt von Welt verleihen.

Palmen säumen die zweispurige Haupt­strasse, die hoch in die Berge und zum Llogara-Pass führt. Sie zeugen davon, dass wir hier weit im Süden sind, auf der Höhe des italienischen Stiefel­absatzes. Auf der einen Seite liegt der Badestrand, auf der anderen reihen sich die Hotels.

Und etwas ausserhalb wartet ein Riesen­projekt auf seine Umsetzung: Vloras eigener Flughafen. Er soll dereinst die Sonnen­hungrigen per Charterflug aus dem Ausland direkt hierher­führen. An die jahrzehnte­lang unberührt gebliebene Küste Albaniens.

Zwar gibt es seit dem Frühling 2019 immerhin Direktflüge ab Zürich in die albanische Hauptstadt. Wer eine Reise wie diese heute in Angriff nimmt, muss meist tief in die Tasche greifen. Zur Hauptsaison im Hochsommer kostet ein Ticket von Zürich nach Tirana und zurück gut und gern 900 Franken. Zu viel, um den Wunsch der albanischen Regierung, eine Tourismus­destination zu werden, umsetzen zu können. Also soll der neue Flughafen es richten. Mit einer Kapazität für 600’000 Gäste pro Jahr – wenn er denn mal gebaut und in Betrieb genommen worden ist.

Urlaub inmitten von Ruinen

Im Gegensatz zu Saranda im Süden oder Durrës weiter nördlich hat sich Vlora noch nicht als Badeferien­destination etabliert. Noch sind es vor allem Leute aus dem Inland, die ihre Ferien an den vergleichs­weise ruhigen Stränden rundherum verbringen: keine Menschen­massen, kaum ausländische Touristen. Kein Kampf um den letzten Liegestuhl. Entspanntes Dümpeln im Schwimmring, ohne sich dafür an den Mitbadenden vorbei­quetschen zu müssen.

Wenige Kilometer mit dem Auto vom Stadt­zentrum Vloras entfernt finden sich menschen­leere Strand­abschnitte und türkis­blaues Meerwasser. Hier sind die Strände noch ganz ursprünglich, keine Liegestühle, keine Cocktail­bars, man ist mit sich, dem Himmel, dem Wasser und dem Sand allein.

Noch. Solange die 600’000 Gäste aus dem Ausland keinen Flughafen haben, auf dem sie landen können.

Wie sich die einsamen Strände künftig entwickeln könnten, darauf gibt der Stadtstrand in Vlora einen Ausblick. In den vergangenen Jahren hat der Ort einen wahren Bauboom erlebt. Zahlreiche Hochhäuser säumen die Küste. Es sind wenige Hotels, dafür aber einige Apartment­blocks. Am plazhi i vjetër, am «alten Strand», stehen schicke Gebäude neben Bauruinen. Einige Fundamente wurden gelegt, dann ging das Geld für die Fertig­stellung aus. Das 4-Stern-Hotel Europa Grand Resort, ein mehrstöckiger Komplex mit grosser Anfahrt und Blick auf das Meer, steht wenige Meter neben einer halbfertigen Fassade, aus der die Metall­streben hervorschauen.

Der alte Strand ist derjenige Teil Vloras, der noch nicht vollkommen vom Tourismus­wahn und vom Drang nach Erneuerung überrollt wurde. Viele der Ferien­wohnungen stehen leer, die Hotels sind nicht ausgebucht. Es ist der Abschnitt, an dem Bademeister Ildri Aliaj sitzt, im pinkfarbenen T-Shirt, und sich freut, dass es nichts zu tun gibt. Ein Parkplatz am Strand ist nicht nötig, die Leute stellen ihre Autos direkt neben den Liege­stühlen ab. Schotter­wege führen Richtung Meer, gesäumt von wenig einladenden Müllhaufen.

Der grösste Club der Stadt – und der lauteste

Die Sonnenbadenden scheint das nicht weiter zu kümmern. Sie haben es sich in Liege­stühlen vor den kleinen Strand­restaurants mit Namen wie «Love Beach» oder «Bar Brazili» bequem gemacht oder sitzen unter ihren selbst mitgebrachten Schirmen im Sand. Viele junge Paare, aber auch Familien. Kinder rennen im Zickzack zwischen den Liege­stühlen zum Meer. Eine Mutter wickelt ihren kleinen Sohn in ein Badetuch mit schwarzem Doppel­adler auf rotem Grund. Im «Love Beach» läuft Dua Lipa.

Am lautesten ist es im «Saint Tropez», einem der grössten Musik­clubs Vloras, in dem regelmässig albanische und kosovarische Pop- und Rapstars auftreten. Das Lokal ist kreisförmig aufgebaut und wie ein Amphi­theater gegen oben offen, zweistöckig und mit einer riesigen Bar ausgestattet. In wenigen Tagen rappt hier Capital T. Ein albanischer Hip-Hop-Künstler. Tagsüber ist allerdings nicht viel los – abgesehen von der ohren­betäubend lauten Musik, die aus der Anlage dröhnt.

Im Lauf des Abends füllt sich die Stadt. Teenager, Familien flanieren durch die Shopping­strasse. Alles ist geöffnet: nicht nur Restaurants, sondern auch die Bäckerei, das Café, die Apotheke. Es fehlen einzig die an Ferienorten üblichen Fast-Food- und Kleiderladen-Ketten.

Nach Vlora zu ziehen, das kann sich Bademeister Aliaj nicht vorstellen. Solange er in Tirana studiert, jobbt er hier bloss den Sommer über. Nein, es gebe zu wenig Arbeit, für die sich ein Umzug lohnen würde. «Ich will Sportlehrer werden. Tirana ist einfach eine grössere Stadt mit mehr Schulen und hat darum auch mehr Jobs für Studien­abgänger wie mich.»

Die meisten Anstellungen im Ort seien bloss befristet. Kaum ein Unter­nehmen habe das Geld, die Menschen langfristig zu beschäftigen, sagt Aliaj. «Ich bin nicht besonders zufrieden mit der Situation, so wie sie ist. Die Regierung macht uns oft Versprechungen. Aber letztlich schafft sie es selten, ein Projekt zu Ende zu führen. Der Flughafen Vlora ist das beste Beispiel dafür.»

Osmanische Entwicklungshilfe

Der Flughafen. Eigentlich hätte der Bau im Juni 2018 beginnen sollen. 2020 sollte er bereits für den internationalen Flug­verkehr in Betrieb genommen werden. Daraus wird vorerst nichts.

Hauptinvestor dieses Unter­fangens war die türkische Regierung von Präsident Erdoğan. Er hatte bereits dabei geholfen, Air Albania zu gründen, die nationale Airline, die seit April 2019 verkehrt. Ein türkisches Konsortium hatte den Bauauftrag für den Flughafen erhalten, ohne dass das Projekt öffentlich ausgeschrieben worden war. Doch dann gerieten sich die türkischen Bauunternehmen und die albanische Regierung in die Haare. Letztere kündigte die Zusammen­arbeit mit dem Konsortium auf. Wegen Finanzierungs­fragen, heisst es.

Doch das soll nicht der einzige Grund gewesen sein. In Istanbul weigerten sich die Menschen dieses Jahr, den Kandidaten Erdoğans zum Bürger­meister zu wählen, stattdessen gewann der Mann der Opposition. Laut albanischen Medien ist die Finanzierung vieler von Erdoğans Bauprojekten über die Stadt Istanbul gelaufen. Die Nichtwahl seines Kandidaten habe dem Präsidenten diesen Hahn nun zugedreht. Damit war er als Investor für Albanien aus dem Spiel.

Nun wurde diesen Frühling der Bau des Flughafens erneut aufgegleist: diesmal mittels internationaler Ausschreibung. Die Europäische Kommission verfolgt das Geschehen noch immer eher argwöhnisch. Sie hatte bereits das intransparente Vorgehen mit den türkischen Partnern kritisiert.

Beim Galeristen

Roland Runaj ist einer, der nach Vlora zurück­gekehrt ist. Wie der albanische Minister­präsident Edi Rama ist er Künstler. Dreizehn Jahre lang hat er in Lecce in Süditalien gelebt, nur wenige Stunden mit der Fähre von Vlora entfernt. Dort studierte er Fine Arts. Nun ist er der erste und einzige Künstler mit eigener Galerie in Vlora. Sie ist unauffällig zwischen einem 4-Stern-Hotel und einem Café gelegen und mit marmor­ähnlichem Boden ausgestattet. Ein kleiner Raum und verwinkelt, dafür aber hell. An den weissen Wänden hängen seine Gemälde. Meist sind es Selbst­porträts. Im hinteren Bereich liegt sein Atelier, wo er an seinen neuen Werken arbeitet und Malkurse gibt.

Ich frage Runaj, warum er nach Vlora zurück­gekehrt ist: «Das ist meine Heimat. Ich liebe diese Stadt. Ich lebe hier mein bestes Leben, habe eine Galerie, Arbeit und bin bei meiner Familie. Aber ich weiss, dass ich auch viel Glück habe und nur dank der Hilfe meiner Familie Künstler werden konnte.»

Trotzdem wünscht er sich, dass sich die Dinge in seiner Stadt ändern. «Die Politik hier ist korrupt. Geld macht alles möglich. Sieh dir an, wie die Stadt in den vergangenen Jahren unkontrolliert gewachsen ist. Land wird ständig gekauft und verkauft. Wie das genau läuft, ist völlig undurchsichtig. Was bleibt, sind halbfertige Gebäude.»

Was er von Edi Rama als Künstler einerseits und als Minister­präsident andererseits halte, will ich wissen. Runaj, in Jeans und einem auffällig bedruckten Marken­shirt, hält inne und streicht sich nachdenklich über den Bart.

«Edi Rama hat viel für die Kunstszene in Albanien getan. Mit seinem Werk und als Dozent und Förderer der Kunst­akademie in Tirana», sagt Runaj. «Als Minister­präsident ist Rama Opfer des korrupten Netzes der albanischen Regierung geworden. Er konnte das System nicht ändern und sich ihm auch nicht entziehen. Es ist schade, wirklich.»

Der Präsident, eine Enttäuschung

Momentan muss sich Edi Rama mit heftigeren Anschuldigungen und Enttäuschungen auseinander­setzen. Seit einigen Monaten gehen die Menschen in Tirana auf die Strasse, um den Rücktritt ihres Regierungs­chefs zu fordern. Er soll Wahlen manipuliert haben, Korruptions­vorwürfe wurden laut. Auch in Vlora spürt man den Unmut gegenüber dem ehemaligen Vorzeige­bürgermeister von Tirana. Rama ik!, Rama verschwinde, steht an manche Wände und Mauern gesprüht.

Dabei waren Ramas politische Anfänge vielversprechend. Als er 2000 zum Bürger­meister der albanischen Hauptstadt Tirana gewählt wurde, setzte sich Rama für die Verbesserung des Stadtbildes ein und liess die Fassaden der Häuser bunt bemalen. Er, der neben seinem Amt als Präsident auch als Künstler bekannt ist, wurde für sein Projekt «Clean and Green» von der Uno ausgezeichnet. 2004 folgte dann seine Ehrung zum «besten Bürgermeister der Welt». Rama war der Erste, dem diese Ehre überhaupt zuteilwurde.

Die Demonstrationen gegen Rama bringen nicht nur Unruhe in die Regierung, sondern haben auch einen direkten Einfluss auf den Tourismus.

Es ist doch so schön hier

«Die Proteste in Tirana sind der Grund für den Rückgang der Zahl der Touristen in Albanien dieses Jahr», sagt Saimir Shala. Viele hätten aus Angst ihre Reise storniert, nachdem Medien­berichte von gewalt­tätigen Demonstrationen publiziert worden waren. Das sei der Tenor der Aussagen von vielen albanischen Betreiberinnen von Gasthäusern und Restaurants, sagt er.

Saimir Shala gründete mit seiner Partnerin Aylin Bakir das Schweizer Online-Reisebüro «Albanien Reisen». Ziel ist es, das Land für Touristinnen aus der Schweiz attraktiv zu machen.

«Ich reiste vor einigen Jahren nach Albanien, und mir fiel die Kinnlade herunter», sagt Bakir. «Die Berge, das Meer, das gute Essen. Ich fragte mich, warum nicht mehr Menschen hierher­reisen.» Shala und Bakir begriffen, dass zuerst Aufklärungs­arbeit nötig war: «Viele Menschen in der Schweiz haben keine Ahnung von Albanien. Sie wissen auch nicht, dass Albanien nicht Kosovo ist, und denken, hier habe Krieg geherrscht. Und die meisten Leute, mit denen wir anfangs über Albanien gesprochen haben, dachten, dass es ein unsicheres Land sei, in dem wild umher­geschossen werde», sagt Shala. Die beiden stellten damals fest, dass keines der grossen Schweizer Reisebüros Reisen nach Albanien anbietet.

Als sie ihr Reise­unternehmen ins Leben riefen, waren sie die Ersten in der Schweiz. Um die Schweizer Touristen für Albanien zu sensibilisieren, veranstalten sie «albanische Wander­nachmittage» auf dem Uetliberg. «Wir bieten am Schluss der Wanderung einen Apéro mit albanischem Wein und Oliven.»

Auf dem Programm der beiden stehen derzeit noch keine Badeferien, sondern Wander- und Kultur­reisen. «Im Moment verfügen die meisten Hotels in Albanien noch über wenig ausgebildetes Service­personal», sagt Bakir. Darum setzen sie eher auf den Gruppen- und Individual­tourismus, bringen ihre Gäste in Gasthäusern unter und nicht in den grossen, überfüllten Hotel­anlagen am Strand. Dass nun Edelweiss überhaupt direkt nach Tirana fliege, sei ein grosser Fortschritt – und unter anderem auch ihnen zu verdanken, sagen Shala und Bakir. «Wir haben dafür mit dem Bürger­meister in Tirana und dem Botschafter gesprochen. Seit April ist es endlich so weit», sagt Shala.

Nun sollen die Touristen­zahlen steigen. Der Trend für Schweizer in Albanien sei positiv, sagt Shala.

Laut dem Amt für Statistik in Albanien sind von Januar bis Juni 2019 im Vergleich zum letzten Jahr 34,6 Prozent mehr Schweizer nach Albanien gereist.

«Schon von 2017 auf 2018 waren es über das ganze Jahr gesehen fast 50 Prozent mehr», sagt Shala.

Es ist ein bekanntes Muster im Tourismus. Erst kommen die Touristinnen mit den Rucksäcken in das noch unbekannte Land. Dann die Kultur­interessierten, die Wanderer. Euros und Dollars im Blickfeld, investiert man in Infrastruktur, baut neue Verkehrs­wege, Unter­künfte, am Ende Flughäfen. Und dann beginnt das Massengeschäft.

«In wenigen Jahren könnte Vlora zum Miami Albaniens werden», sagt die Schweizer Touristikerin Aylin Bakir.

Dann wird es wohl vorbei sein mit den menschen­leeren Stränden rund um den Ort. Dafür kehrt vielleicht der bis dahin fertig ausgebildete Sportlehrer Ildri Aliaj zurück. Schliesslich kommen mit den Ferien­gästen immer auch die Jobs.

Vloras Entwicklung zur Tourismus­hochburg wird ihren Preis haben. Naturschützer kritisierten bereits das Vorhaben zum Bau des Flughafens. Sie sehen darin eine Gefahr für die Narta-Lagune, eine der grössten des Landes. Doch auch die Tante-Hatixhe-Supermärkte und die Ferien­wohnungen der Einheimischen könnten verschwinden. Wenn ausländische Gesellschaften ihre globalen Marken und Franchisen ins Land bringen. Und aus einem noch etwas verpeilten Küstenort ein mediterranes Resort machen, wie es sie zu Dutzenden gibt.

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