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Aus der Redaktion

Wir stärken Ihre Privatsphäre – und Sie haben die Wahl

Sie möchten nicht in der Google-Suche auftauchen? Verstehen wir. Deshalb passen wir unsere Privatsphäre-Einstellungen an. Wie sie funktionieren, erklären wir hier.

Von Ihrem Expeditionsteam, 07.06.2019

Es soll ja Leute geben, die sich gerne selber googeln. Journalisten zum Beispiel. Viele aber möchten nicht, dass ihre Online­aktivitäten für alle Welt nachvollziehbar sind. Bis jetzt war Ihr Name öffentlich auffindbar, wenn Sie im Republik-Dialog einen Beitrag verfasst haben.

Neu ist das standardmässig nicht mehr so. Aber der Reihe nach.

Warum Sie bisher in Suchmaschinen aufgetaucht sind

Wir legen bei der Republik grossen Wert auf Daten­schutz. Wir möchten Ihre Privat­sphäre auf unserer Website so gut wie möglich respektieren. Deshalb zeichnen wir Ihre Besuche nur anonym auf – und geben diese Daten niemandem weiter.

Gleichzeitig wollen wir als Medium möglichst viele Leserinnen erreichen – einen öffentlichen Diskurs zu latent aktuellen Themen führen.

Ein Mittel dazu sind Such­maschinen. Wir haben republik.ch so optimiert, dass sie von Google, Bing und Co. einfach indexiert (sprich: gescannt) werden kann. So landen wir in Ihren Such­resultaten, wenn Sie nach einem bestimmten Thema suchen – und wir dazu einen Beitrag geschrieben haben.

Jetzt wird es ein klein wenig philosophisch. Republik, lateinisch res publica, heisst wörtlich übersetzt «öffentliche Sache». Kern des Republik-Konzepts ist es, durch guten Journalismus und Dialog auf Augenhöhe die Demokratie, die offene Gesellschaft, das freie Wort und den Wettbewerb der besten Argumente zu stärken.

Das hat beeinflusst, wie wir unsere Website gebaut haben: Wir betrachten unsere Artikel, Podcasts und Videos als gleich­berechtigt mit Ihren Beiträgen im Dialog. Sollte Ihr Beitrag im Republik-Dialog das beste Argument sein, sollte Ihr Argument auch gefunden und gelesen werden. Eine Folge davon: Bis anhin tauchen auch Ihre Dialogbeiträge inklusive Ihres Namens in Such­resultaten auf. (Und manchmal ziemlich prominent: Inhalte der Republik rangieren oft weit oben in den Such­resultaten.)

Das haben wir bis jetzt nicht klar genug kommuniziert. Dass einige von Ihnen darum bei einer Google-Suche unschön überrascht wurden, tut uns leid.

Einige von Ihnen haben sich massiv an dieser Sichtbarkeit gestört – und sich damit beholfen, grundsätzlich anonym zu diskutieren. Das hat zwar den gewünschten Effekt, dass Ihr Name geschützt ist. Es führt aber auch zu Verwechslungen – und ab und an zu Gehässigkeiten.

Zeit also, das zu ändern.

So funktionieren die Privatsphäre-Einstellungen neu

Nach Diskussionen mit Ihnen haben wir unsere Privatsphäre-Einstellungen angepasst. Die wichtigsten Punkte:

Die Sichtbarkeit in der Diskussion für Mitverleger oder mit öffentlichem Profil.
Die Sichtbarkeit in der Diskussion für Google und Nicht-Angemeldete, wenn Sie kein öffentliches Profil haben.

Neu werden Name und Profilbild nur noch anderen Mitgliedern angezeigt. Google, Nicht-Mitglieder und nicht angemeldete Zugriffe bekommen nur noch Ihre Initialen angezeigt.

  1. Ab sofort gibt es öffentliche und private Profile. Standardmässig sind alle Profile privat. Sie entscheiden selbst, ob Sie ein öffentliches Profil oder ein privates Profil wollen. Sobald Sie sich im Dialog engagieren, werden Ihre Beiträge in Ihrem Profil gesammelt.

  2. Für private Profile gilt: Nur andere Verlegerinnen können Ihr Profil sehen. Ihre Dialogbeiträge erscheinen nur für Verleger unter Ihrem vollen Namen.

  3. Für öffentliche Profile gilt: Alle (auch Suchmaschinen) können Ihr Profil sehen. Ihre Dialogbeiträge erscheinen für alle unter Ihrem vollen Namen.

  4. Eine Ausnahme gibt es. Dann nämlich, wenn Sie sich entscheiden, ein Statement für unsere Community-Seite zu verfassen. Dort erscheinen Sie immer mit vollem Namen und mit Foto. Denn ein Statement bedeutet: Sie möchten sich öffentlich für die Republik starkmachen. Das Statement wird jedoch nur mit Ihrem Profil verknüpft, wenn Sie ein öffentliches Profil haben oder die Betrachterin ein angemeldetes Mitglied ist.

Nochmals kurz zusammengefasst:

Ich will, dass mein Name auf Republik gar nie in den Such­resultaten landet:

  • Sie haben bisher weder ein Profil noch ein Statement veröffentlicht? Dann müssen Sie gar nichts machen.

  • Falls Sie ein Profil respektive ein Statement veröffentlicht haben: Im Profil die Häkchen «öffentliches Profil» und «auf Community-Seite anzeigen» entfernen.

Ich will, dass meine Kommentare und mein Profil via Such­maschine nicht auffindbar sind. Gleichzeitig möchte ich mich aber auf der Community-Seite öffentlich für die Republik starkmachen.

Ich will, dass mein Name, meine Kommentare und mein Statement in den Such­resultaten auftauchen.

  • Im Profil das Häkchen «öffentliches Profil» auswählen.

  • Im Profil ein Statement eingeben und «auf Community-Seite anzeigen» auswählen.

Ich möchte meinen Namen nicht einmal anderen Verlegerinnen anzeigen.

  • Grundsätzlich ist es weiter möglich, anonym zu kommentieren. Wir werden das aber in Zukunft nicht mehr in allen Debatten erlauben.

PS: Findige Leserinnen werden sich an dieser Stelle fragen, was in folgendem Szenario passiert:

Verleger «Robert Maerkl» möchte seinen Namen nur für andere Mitglieder sichtbar wissen. In einer Diskussion antwortet ihm Verlegerin «Clara Vuillemin» und spricht ihn mit vollem Namen an.

Zugegeben, dieses Szenario hat uns am meisten Kopf­zerbrechen bereitet. Wir glauben aber, dass wir eine gute Lösung gefunden haben. Wir tauschen automatisch den Vor- und den Nachnamen durch Initialen aus – für alle ausser die angemeldeten Mitglieder. Damit sieht auch die Such­maschine beim Indexieren den Namen nicht. Sie werden also nicht gefunden.

Die Sichtbarkeit in der Diskussion für Mitverleger oder mit öffentlichem Profil.
Die Sichtbarkeit in der Diskussion für Google und Nicht-Angemeldete, wenn Sie kein öffentliches Profil haben.

Wir hoffen, damit ist ein weiterer Schritt dafür getan, dass sich in unserem Dialog alle wohl und willkommen fühlen. Was halten Sie von den Anpassungen? Ist etwas unklar? Lassen Sie uns weiterreden.

Ihre Crew der Republik

Sie haben in diesem Artikel viele Worte gelesen …

… aber die wichtigsten drei fehlten. Seit je beruht jede funktionierende Gemeinschaft auf diesen drei Worten. Liebende sagen sie zueinander. Gute Politiker sagen sie ihren Wählern, gute Priester ihrer Gemeinde, gute Eltern ihrem Kind. Sie lauten: Fürchte dich nicht! – Wir von der Republik glauben, dass auch im Journalismus gilt, was Franklin D. Roosevelt einst zur Politik sagte: «Wir haben nichts zu fürchten als die Furcht selbst.»


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