Wir sind die Republik – ein neues Modell im Schweizer Journalismus. Unser digitales Magazin arbeitet unabhängig: keine Werbung, keine Klick-Wirtschaft, keine Kompromisse in der Qualität. Wollen Sie unabhängigen Journalismus unterstützen, freuen wir uns, Sie an Bord zu sehen.

Unter Freunden

Im Hotel Europa Royale Bucharest in Rumäniens Hauptstadt zeigt sich Europa von seiner ergebensten Seite. Und gibt eine Lektion in Sachen Korruption – vermittelt von einem Schweizer. Serie «Café Europa», Folge 5.

Von Solmaz Khorsand (Text und Bilder), 25.05.2019

Europa ist ein Wunsch­konzert. Leise, unaufdringlich und immer taktvoll. Jeden Tag spielt es an der Strada Franceză 60, am Fusse von Bukarests Altstadt. Hier, im Hotel Europa Royale Bucharest, zeigt sich Europa von seiner servilsten Seite. Kein Wunsch ist zu fordernd, kein Tonfall zu herab­lassend, keine Wortwahl zu grob. Für das Ensemble hier zählt nur ein Credo: Sie wünschen, wir spielen.

Egal zu welcher Uhrzeit, egal in welcher Gemüts­lage. Ob am Morgen, wenn nieder­ländische Geschäfts­leute mit der Bedürftigkeit von Kindern dem bellboy ihren Rollkoffer entgegen­halten, ob am Nachmittag, wenn amerikanische Touristinnen entnervt an der Réception stehen und nach weicheren Kissen verlangen, ob am Abend, wenn nigerianische Ingenieure darum bitten, sie um 4 Uhr früh zu wecken und dabei doch gleich das Frühstück auf das Zimmer zu bringen.

Of course. As you wish. With pleasure. Das Ensemble kennt seine Sätze. Seit sechs Jahren spielt es sie rauf und runter.

Zur Serie «Café Europa»

Ist dort, wo Europa draufsteht, auch Europa drin? Die Reporterinnen Solmaz Khorsand und Michael Kuratli haben Lokale aufgesucht, Cafés, Restaurants, Imbisse und Kinos, die «Europa» heissen – wie der Kontinent. Sie zeigen ihn in seiner Vielfalt. Und gelegentlich in seiner Einfalt. Willkommen in den Cafés Europa dieses Kontinents. Entscheiden Sie selbst, ob Sie weiterziehen oder verweilen wollen. Dies ist der letzte Teil unserer Serie. Alle fünf Stationen finden Sie auf dieser Übersicht.

«Davor war hier ein Wohn­haus, so wie die anderen am Ende der Strasse», erzählt einer der Manager. Er ist kaum älter als dreissig Jahre, ein bisschen nervös, und kontert Fragen lieber mit einem raschen Ja oder Nein. Was für Leute haben früher auf diesen fünf Etagen gelebt? «Schlechte», antwortet er. Schlechte? Mörder, Zuhälter, Spione etwa? Er schüttelt den Kopf. «Nein, arme Menschen», sagt er. Menschen, die ihren Müll in den Innenhof geworfen hätten, die sich nicht zu benehmen gewusst hätten, schlechte Menschen eben.

Getarnte Rülpser in der «kleinen Schweiz»

Wo früher der verdreckte Innenhof war, ist heute die Lobby mit dem schachbrett­artigen Marmor­boden und breiten Sitzsofas, auf denen sich junge, verkaterte Italiener mit Sonnen­brillen fläzen, während sie auf das Taxi zum Flughafen warten.

Gegenüber der Réception mit den vier Wand­uhren, die die Zeit in Bukarest, London, Tokio und New York anzeigen, befindet sich ein Restaurant. «Mica Elvetie» heisst es, die kleine Schweiz. Geführt wird es von einem Schweizer Koch. Unabhängig ist das Lokal, es hat nichts mit dem Hotel zu tun, das betonen alle, sowohl das Hotel­personal als auch jenes des Restaurants. Hier ist Europa, dort die Schweiz.

Soll bloss keiner auf die Idee kommen, das zu vermischen. Die Grenzen da draussen gelten genauso hier drinnen. Und genau so wie draussen wird auch hier drinnen kooperiert. Gelegentlich. Beim Frühstück etwa, wenn die Gäste des Hotels verschlafen mit dem Lift hinunter­fahren und beim Restaurant­eingang ihre Zimmer­nummer nennen, um sich dann inmitten von Kantons­wappen, Fondue-Sets und einer überdimensionalen Schweiz-Wandkarte am Buffet Omelette und Müesli zu holen. Frauen in engen Hosen sitzen allein, kauen jeden Bissen 23-mal, bis sie ihn hinunter­schlucken, während am Nachbar­tisch Männer mit um die Hüfte geschnallten Bauch­taschen vor einem Teller Speck sitzen und Rülpser als Husten­anfälle tarnen.

Zwei Deutsche gönnen sich Waffeln. Sie mampfen fröhlich, scherzen. Beide sind in ihren Vierzigern. Der eine gestreiftes Poloshirt, beige Stoffhose, der andere grauer Kapuzen­pulli, Jogging­hose. Zwei Kumpel auf Reisen, danach sieht es aus. Wegen des Jobs seien sie hier, sagen sie. Misstrauisch schauen sie auf Block und Stift. Die zwei Männer arbeiten für Interpol. Einen Rumänen sollen sie in Bukarest von den Kollegen abholen. Der Junge habe in Deutschland einen alten Mann beim Geldabheben beobachtet, ihn angerempelt, umgestossen und schliesslich beklaut. Und sich danach nach Bukarest abgesetzt. Nun haben ihn die rumänischen Kollegen gefasst. Gute Leute seien das, verlässlich und kooperativ, sagen die zwei Männer.

Heute Nachmittag geht es zurück nach Hause, wo sie den Jungen vor einen deutschen Richter bringen. «Das ist das Schöne an Europa: der Europäische Haftbefehl!», sagt der im Kapuzen­pulli. So viel einfacher habe er das Leben für die Polizei gemacht, als er vor siebzehn Jahren eingeführt wurde. Europaweite Straf­verfolgung, ein Traum. Aber sie hat ihre Limiten. Nicht jedes Delikt gilt europaweit auch als Delikt. Was in Deutschland schon strafbar ist, wird in Rumänien vielleicht gar nicht geahndet.

«Von Soros bezahlte Hooligans»

Seit Jahren setzt Rumäniens Regierung unter der Führung der Sozial­demokraten, der PSD, alles daran, die Korruptionsgesetze zu lockern. Als sie im Februar 2017 eine Eilverordnung durchs Parlament bringen wollte, wonach Korruption erst ab einer Summe von 43’000 Euro strafbar sein soll, strömten 600’000 Rumänen und Rumäninnen im ganzen Land auf die Strassen. Es waren die grössten Proteste seit der Revolution 1989, als die Rumänen das kommunistische Diktatoren­ehepaar Nicolae und Elena Ceaușescu aus dem Amt jagten.

Bogdan Ungureanu war vor zwei Jahren jeden Tag auf der Strasse. In Iași, seiner Heimat­stadt, in Cluj, wo er wohnt, und in Bukarest, wo er arbeitet. «Korruption ist nicht okay», erklärt er in gebrochenem Englisch. Der 40-Jährige mit dem fleckigen Bart und der Buchhalter­brille sitzt an der Bar der Lobby. Er ist müde. Seit vier Tagen redet er sich hier vor alten Männern und Frauen den Mund fusselig.

Protestierte 2017 täglich gegen die Regierung: Bogdan Ungureanu.

Mit Rollatoren und Geh­stöcken trotten sie in die erste Etage des Hotels, verlaufen sich, landen im Seminar­raum, wo eine Pharma­firma ihre Mitarbeiterinnen auf die Vision des Unter­nehmens einschwört, bis sich das Hotel­personal erbarmt und die Besucher auf die andere Seite des Flurs in den «Westflügel» zu Ungureanu bringt. Dort präsentiert er mit seinen Kollegen eine Maschine zur «Mikro­zirkulation». Auf drei Massage­tischen mit grauen Decken können die Besucher Probe liegen. Zur besseren «Entspannung» bekommen sie von Ungureanu Kopf­hörer mit Querflöten­musik aufgesetzt. Die graue Decke bringt dann alles in Schwung, jede noch so verstopfte Arterie soll nun besser durchblutet werden. Fünf Maschinen hat er schon verkauft, eine gute Ausbeute.

Früher hat Ungureanu nach der Arbeit immer noch einen Abstecher vor das Regierungs­gebäude oder das Parlament, das «Haus des Volkes», gemacht, überall dort, wo gerade protestiert wurde. Jetzt ist es ruhig geworden. Die Euphorie scheint verpufft zu sein. Im Winter 2017 hatte die Regierung noch Angst, ruderte zurück mit ihren Gesetzes­entwürfen, im Sommer 2018 war sie schon selbst­bewusster, liess die Polizei Tränengas und Schlag­stöcke gegen diese «von George Soros bezahlten Hooligans» einsetzen.

«Ich sehe immer nur die gleichen zehn Leute bei den Demos. Das ist deprimierend», sagt eine Hotel­angestellte. Sie steht an der Réception. Offiziell darf sie mit den Gästen über solche Dinge nicht reden. Ihr Gesprächs­repertoire hat sich auf Beschwerden, Anregungen und die kleine Vitrine mit den Dracula-Souvenirs inklusive ausgestopfter Fleder­mäuse zu beschränken.

Oft hat die junge Frau mit den Paus­backen auf eine Revolution gehofft wie jene im Jahr 1989. Zu korrupt ist das System, zu grössen­wahnsinnig die postkommunistische PSD, die sich wie ein Feudal­herr alle Pfründen sichert und das Land in einen Mafia­staat verwandelt. Aber die Revolution werde nicht passieren, sagt sie, allein schon wegen Leuten wie ihren Freunden, die sich nicht für ihr Land interessierten, dafür, dass die da oben Millionen in ihre Taschen steckten, während sie, die Normalos, mit 400 Euro Monats­lohn auskommen müssten. «Denen geht es ja gut. Die arbeiten für internationale Konzerne, verdienen gutes Geld, gehen am Freitag saufen und schauen am Wochen­ende Netflix», sagt sie. Ihr Kollege lächelt ihr zu, als sie sich in Rage spricht. «Wart nur ab, es wird schon bald etwas passieren», sagt er kryptisch, bevor sie von einer Reise­gruppe aufgebrachter Israelinnen unterbrochen werden, die es nicht fassen können, dass der Transfer zu ihrem Spa dieses Mal 2 Euro teurer war als noch vor drei Monaten.

«Gute und schlechte Korruption»

Seit Januar hat Rumänien den EU-Ratsvorsitz, zum ersten Mal, seit das 20-Millionen-Einwohner-Land 2007 der EU beigetreten ist. An allen Regierungs­gebäuden in Bukarest hängen Plakate, die stolz auf diese Rolle hinweisen. Im Rest der Stadt machen seit Wochen die Kandidaten der Sozial­demokraten, der Konservativen und der Liberalen mit ihrem Konterfei Wahlkampf für den Einzug ins EU-Parlament. Es ist ein Who’s who der rumänischen Elite, all jener, die schon einmal wegen Steuer­betrugs, Geldwäsche oder Amts­missbrauchs auf der Anklage­bank sassen, vom ehemaligen Ministerpräsidenten Victor Ponta bis hin zum ehemaligen Präsidenten Traian Băsescu.

«Das sind alles Kriminelle», sagt Jakob Hausmann, «die EU sollte ihnen verbieten zu kandidieren.» Er schlägt mit der Hand auf den Tisch. Wuchtig sind die Hände, genauso wie der Körper des 60-Jährigen. Er sitzt in der Ecke der «kleinen Schweiz», am Stammtisch. Hausmann gehört das Lokal. Es ist bereits sein dritter Standort. Seit 21 Jahren betreibt er ein Restaurant in Bukarest. An der Wand hängen Bilder von Prominenten, die bei ihm mindestens dreimal gegessen haben, vom israelischen Diamanten­händler über rumänische Expräsidenten bis hin zu Schau­spielern wie Jean-Claude Van Damme.

In Bukarest bekannt als ehemaliger TV-Koch, heute Besitzer des Lokals «Mica Elvetie»: der Schweizer Jakob Hausmann.

Das ganze Land kennt Hausmann, den Schweizer in Bukarest. Jahrelang war er im Fernsehen, hat in Koch­shows mit schlechtem Rumänisch die Zuschauer begeistert. Bessere Einschalt­quoten als die Nachrichten um 19 Uhr soll die Sendung gehabt haben, erzählt er stolz. Heute wird er hin und wieder noch eingeladen, sitzt in einer Jury und hebt oder senkt den Daumen.

Für Rumäniens Rechts­staatlichkeit zeigt er ganz klar nach unten. Verdorben sei die Elite, durch und durch. Deswegen hat Hausmann auch einen konkreten Vorschlag an die EU. «Wir entmachten die Elite des Landes und schicken EU-Politiker, um Rumänien wieder auf die Sprünge zu helfen», will der Schweizer Brüssel ausrichten.

Allein würden die Rumänen das nicht schaffen, meint er. Erst mit starker fremder Führung lasse sich das Land auf den rechten Pfad führen. Dabei sieht es Hausmann gar nicht so eng mit der Korruption. «Es gibt gute und schlechte Korruption», unterscheidet er. Gute Korruption sei eine klare Win-win-Situation für beide, beispiels­weise wenn er, wie früher, Taxifahrern ein paar Lei in die Hand gedrückt habe, damit sie ihm Gäste ins Lokal bringen. Schlechte Korruption sei es, wenn Geschäfte im grossen Stil unter der Hand gemacht würden, die «bereichern und bevorteilen». Fazit: Das eine tut keinem weh, das andere schon.

Wut auf die Krawattenträger aus Brüssel

Für die Regierung von Minister­präsidentin Viorica Dăncilă liegt die Schmerz­grenze weit höher. Korruption bei Staats­angestellten etwa wird nur noch dann strafrechtlich verfolgt, wenn der Beschuldigte «einen ungerecht­fertigten Vorteil für sich selbst oder ein Familien­mitglied» erhält. Wenn er diesen Vorteil hingegen für andere Personen oder Einrichtungen erwirkt, wird der Macht­missbrauch nicht mehr bestraft. Wer etwas gegen die neuen Gesetze einzuwenden hat, wird ganz schnell mundtot gemacht. Dafür sorgen die «Reformen» im Justiz­apparat. So sollen die Vollmachten des unabhängigen General­staatsanwalts beschnitten und Amts­zeiten von Staats­anwälten reduziert werden, und eine «Sonder­ermittlungs­behörde für Justiz­straftaten» wurde eingeführt, die ausschliesslich unter der Aufsicht der Regierung steht und gegen Anwältinnen, Richter und Regierungs­kritiker ermittelt.

Unter anderem gegen Laura Codruța Kövesi, die ehemalige Leiterin der Anti-Korruptions-Sonder­staatsanwaltschaft. Über Jahre brachte sie Dutzende Amtsträger, Parlamentarier und Minister vor Gericht – und hinter Gitter. Vor einem Jahr hat die Regierung Kövesi entlassen. Nun droht ihr selbst ein Verfahren wegen Bestechlichkeit und Amts­missbrauchs, just bevor sie sich in Brüssel für den Job der höchsten Korruptions­jägerin Europas bewerben will.

«Die gehört doch auch zu der Bande von Leuten, die Rumänien nur schlecht­machen wollen», sagt Michel. Er und seine Frau Anni sitzen in der Lobby. Der 90-Jährige war früher Ingenieur, und seine um zwanzig Jahre jüngere Frau war Ärztin. Sie sind Rentner, die den verregneten Samstag im Hotel Europa geniessen. Sie gönnen sich ein bisschen Zweisamkeit und einen Burger in der Lobby.

Michel unterstützt die PSD-Regierung. Sie verteidige die Rumänen gegen die EU, die in dem Land nur einen riesigen Absatz­markt sehe, um ihre zweitklassige Ware loszuwerden. Wer lasse sie denn nicht ihr krummes, nicht den Standards entsprechendes Gemüse verkaufen? Die EU! Wer habe ihre Industrie zerstört? Die EU! Rumäniens Regierung verlange lediglich mehr Respekt, meint Michel. Und das gefalle den Krawatten­trägern aus Brüssel nicht, deswegen kämen sie ihnen ständig mit der armen geschassten Laura Kövesi, dem Korruptions­gedöns und der Schmieren­kampagne gegen Liviu Dragnea.

«Not intelligent people»

Dragnea ist der Chef der Sozial­demokraten und der Präsident des Abgeordneten­hauses. Wegen Wahl­betrugs darf er keine Regierungs­ämter bekleiden. Inoffiziell regiert er das Land, die Minister­präsidentin gilt nur als seine Marionette. Das Gros der neuen Gesetzes­entwürfe, die den Rechtsstaat aushöhlen, soll vor allem dazu dienen, ihn vor der Strafverfolgung zu schützen.

Im Hotel Europa ist sein Gesicht omnipräsent. Immer wieder poppt es auf einem der zwei Fernseh­bildschirme an der Wand der Bar vor dem Restaurant auf. Rechts läuft BBC. Links Antena 3. Da ist Dragnea zu sehen, ständig. Dieses Mal bei einer Wahl­veranstaltung. «Ihr habt mir gesagt: Liviulchen, verlass uns nicht», sagt er ins Mikrofon. Der Ton ist ausgeschaltet. Auszüge seiner Rede laufen als Untertitel am Bildschirm. Oana, die Barfrau, versucht zu übersetzen. Irgendwann kapituliert sie und greift sich nur an den Kopf. «Not intelligent people», sagt sie und widmet sich wieder den Getränken.

Greift sich bei der Rede eines Spitzenpolitikers nur noch an den Kopf: Barfrau Oana.

Die Oberkellnerin verfolgt ihre Kollegin schon kritisch aus den Augen­winkeln. Schliesslich warten die Gäste im Restaurant. Touristinnen, Geschäfts­leute, junge Burschen mit Stier­nacken sitzen in der «kleinen Schweiz». Sie essen die Spezialität des Hauses, Fleisch auf Stein. Leicht vorgebratenes Fleisch, das sie selbst auf einem Stein fertig­brutzeln können. Erlebnis­gastronomie nennt das Chef Hausmann. Wie Klein­kinder sehen die Gäste aus, wenn sie sich mit Latz um den Hals über das spritzende Fleisch hermachen.

Manchmal findet sich unter den Lokal­gästen auch der eine oder andere Krawatten­träger aus Brüssel. Seit Rumänien den EU-Ratsvorsitz habe, tummelten sich viele «Anzugs­hüpfer» in Bukarest, erzählt Jakob Hausmann. Er kann es kaum erwarten, bis der Trubel sich im Juli wieder legt. Denn jetzt will sich Rumänien von seiner besten Seite zeigen, Brüssel beeindrucken. Das heisst Kontrolle: Finanz­aufsicht, Lebensmittel­aufsicht, Veterinäramt, Gesundheits­amt. Dauernd steht irgendeine Behörde vor der Tür, nur um der EU zu beweisen: Seht her, wir sind sauber.

Auch heute sei wieder eine Razzia in der Altstadt angesagt, weiss Hausmann. Die Finanz­aufsicht soll kommen. Woher er das weiss? Hausmann grinst. «Hier geht viel über Freundschaft», sagt er.

Und irgendwo sitzt immer ein Freund.

Jetzt sind Sie dran!

Was gefällt Ihnen an diesem Beitrag? Was gibt es zu ergänzen? Was ist kritikwürdig? Ihre Mitverlegerinnen und die Redaktion freuen sich auf Ihr Wissen und Ihre Perspektive. Reden Sie mit auf unserer Dialogseite.

Wollen Sie mehr lesen?

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie. Wollen Sie die ganze Geschichte? Dann kommen Sie an Bord! Wir sind die Republik – ein neues Modell im Schweizer Journalismus. Unser digitales Magazin arbeitet unabhängig: keine Werbung, keine Klick-Wirtschaft, keine Kompromisse in der Qualität.


Noch nicht überzeugt? Jetzt probelesen

seit 2018