Vor dem Brand gerettet: Bilder rund um das Haus in Knonau (aus dem Familienarchiv). Bildbearbeitung: Goran Basic

Podcast

«Zündstoff»

Menschen, die sich total querstellen. Sich selber oder anderen schaden könnten, vielleicht sogar drohen. Wie umgehen mit ihnen? Als Dorf? Behörde? Familie? – Eingreifen? Ja, aber wie? Und wann? Die fünfteilige Podcast-Serie «Zündstoff» erzählt den brandaktuellen Fall von Karl, den Behörden, seiner Familie und der schwierigen Suche nach Antworten.

Von Franziska Engelhardt und Stefanie Müller-Frank, 29.04.2019

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Karl ist Messie. Mit seiner Sammelwut versetzt er ein ganzes Dorf in Aufruhr. Sein denkmal­geschütztes Haus steht mitten in Knonau, Kanton Zürich. Seit Jahren türmen sich seine Sachen über den Garten hinaus bis auf die Strasse. Die Nachbarn ärgert nicht nur der Anblick, sondern auch, dass für Karl offenbar nicht die gleichen Regeln gelten wie für alle anderen. Dann greift die Gemeinde durch und lässt das Grundstück zwangsräumen. Jetzt legt sich Karl erst recht mit allen an, die sich einmischen. Doch plötzlich brennt sein Haus bis auf die Grund­mauern nieder. Und Karl kommt in U-Haft.

Was ist da los in Knonau? Die beiden Journalistinnen Franziska Engelhardt und Stefanie Müller-Frank beschliessen, der Sache auf den Grund zu gehen. Warum hat das Haus gebrannt? Wieso wird Karl verhaftet? Und wer ist jetzt eigentlich dafür zuständig, dass der Konflikt nicht noch weiter eskaliert? Die Familie von Karl ist ratlos. Und die Behörden informieren nur zurückhaltend. Dabei beschäftigt der Fall inzwischen die Justiz.

Am Montag, 6. Mai, kommt es zur Verhandlung am Bezirks­gericht Affoltern am Albis. Der Tatvorwurf: Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte.

«Zündstoff» – die fünfteilige Podcast-Serie begibt sich auf eine schwierige Suche nach Antworten: Wie umgehen mit Menschen, die sich total querstellen? Ein wahrer Gesellschafts­krimi vom Land und aus dem Leben.

Trailer:

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Redaktion: Hanna Wick
Produktion: Miro Widmer
Musik: Samuel Tschudin
Regie: Franziska Engelhardt und Stefanie Müller-Frank
Mastering: David Rehorek
Dramaturgische Beratung: Sven Preger
Juristische Beratung: Brigitte Hürlimann
Produktionsleitung Republik: Marco Di Nardo


Diese Produktion wurde durch den Recherche-Etat von Republik und Project R, die Stiftung für Medienvielfalt und die Stiftung Wali Dad finanziert.

Zu den Autorinnen

Franziska Engelhardt ist freie Reporterin und seit 2005 journalistisch tätig. Von 2006 bis 2014 arbeitete sie beim Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und absolvierte die Diplom­ausbildung an der Schweizer Journalisten­schule MAZ. Von Juli 2014 bis August 2018 war sie redaktionelle Mitarbeiterin bei der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ). Für ihre Printreportagen in Lateinamerika erhielt sie mehrere Stipendien. Seit über zehn Jahren hat sie ihre eigene Porträt­sendung auf Radio Lora. Ihre Schwerpunkte sind Gesellschaft und Politik. Sie ist Mitglied und Mitgründerin des Reporter-Forums Schweiz.

Stefanie Müller-Frank ist freie Reporterin für Radio und Print. Nach ihrer Ausbildung beim Deutschland­funk arbeitete sie erst als Redaktorin im Berliner Funkhaus und machte sich dann als Autorin selbstständig. Seit 2014 berichtet sie für den ARD-Hörfunk aus der Schweiz. Im Rahmen einer Krankheits­vertretung hat sie ein halbes Jahr als Redaktorin bei «Kontext» von SRF 2 Kultur gearbeitet. Ihre Schwerpunkte sind Gesellschaft und Politik. Ihr Feature «Sterben nach Plan – Protokoll einer letzten Reise» (DLF/WDR 2017) stand auf der Shortlist für den renommierten Radiopreis Prix Italia. Sie ist Mitglied im Reporter-Forum Schweiz.

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