Debatte

Ihre Meinung zu «Zündstoff»

Wie gefällt Ihnen unser neues Audioformat? Was ist gut, wo können wir nachbessern? Teilen Sie uns Ihre Meinung mit.

29.04.2019

Unabhängiger Journalismus kostet. Die Republik ist werbefrei und wird finanziert von ihren Leserinnen. Trotzdem können Sie diesen Beitrag lesen.

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Mit seiner Sammelwut versetzt ein Rentner ein ganzes Dorf in Aufruhr. Plötzlich geht sein denkmal­geschütztes Haus mitten in Knonau in Flammen auf. Die beiden Journalistinnen Franziska Engelhardt und Stefanie Müller-Frank beschliessen, dieser Geschichte auf den Grund zu gehen.

Sie erzählen von ihren Recherchen in einem Format, das für die Republik neu ist: in einer fünfteiligen Podcast-Serie.

Was ist Ihre Meinung zu diesem Format? Wie gefällt Ihnen der Podcast? Was können wir verbessern? Ermöglicht das Format spezielle Einblicke? Was fehlt Ihnen? Ziehen Sie Audioformate geschriebenen Artikeln vor?

Und: Wie würden Sie handeln im Fall von Karl – als Behörde? Familie? Ihre Ansichten interessieren uns. Danke für einen respektvollen Dialog.

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L. G.
· editiert

Vielen Dank für diesen sehr spannenden Bericht! Das Format des Podcast war sehr gut gewählt, es hat aus meiner Sicht den Emotionen der Beteiligten Rechnung getragen. Vielen Dank auch an Franziska Engelhart, ich bewundere den Mut den man aufbringen muss, so viel Persönliches in einem Beitrag zu zeigen.

Bezüglich der Allgemeinen Diskussion ob Podcast oder Text - Ich habe die Republik abonniert aufgrund des unabhängigen Journalismus von hoher Qualität - nicht aufgrund des Mediums. Ich verstehe, dass es Präferenzen gibt beim Konsum von Medieninhalten. Ich vertraue der Redaktion jedoch, dass sie für den richtigen Beitrag das passende Medium wählt. Und hier passte es wie die Faust aufs Auge :-)

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S. H.
Beobachter
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Nach wie vielen äähms ist ein Podcast nur noch - äähm- diletantisch?

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R. L.
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Geniales Format! Auf diese Weise stellt man sich alles bildlich vor und taucht sofort in die Geschichte ein. Tausend Dank und Gratulation an die beiden Journalistinnen!

Eine einzige Bitte an die Republik bei allen Hörbeiträgen hätte ich: Könnten Sie bitte die App so einstellen, dass man vor-/rückwärtsspulen kann? Wenn man z.B. aus dem Zug aussteigt und später an der gleichen Stelle weiterhören möchte, muss man den Podcast wieder von vorne anfangen... Der Rest ist genial! :-)

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Wow! Die Geschichte hat mich sehr berührt. Unvorstellbar wie machtlos sich seine Ex-Frau und Kinder fühlen müssen angesichts der Situation. Mich hat bereits damals Herr Engelhards Portait im Kinofilm "Messies; ein schönes Chaos" 2011 sehr beeindruckt. Wenn ein Mensch nicht einsieht, dass er krank ist, kann man kaum helfen leider.

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Auch Monate später lohnt es Innezuhalten und genau Hinzuhören!
Ein herzliches Dankeschön an die Journalistin, die Tochter, den (Messi-)Künstler und REPUBLIK.CH Plattform.

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ich möchte nur lesen und nicht hören. nur beim lesen kann ich die geistige aufnahme-geschwindigkeit autonom regulieren. wie gross ist der anteil der republik-abonnementen, dem es gleich ergeht?

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A. C.
· editiert

Ich verstehe Ihre Lesevorliebe gut. Aber ich finde, wir sollten in sowohl-als -auch, nicht in entweder-oder Kategorien denken. Die Republik wird doch attraktiver, wenn sie auch (gut gemachte) Podcasts anbietet. Beides, Lesen und Zuhören haben Vor- und Nachteile. Da Sie die Vorteile des Lesens bereits schildern, hier ein Vorteil des Hörens: Sie können zuhören und gleichzeitig kochen/basteln/'öppis umemeche'. Beim Podcast kommt noch die Dimension Dialekt hinzu, die bei Texten schwierig zu gestalten ist.

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Genial gemacht, wunderschön zum zuhören, berührend. Macht doch Sinn, die Republik mit Podcasts zu bereichern, vor allem, wenn sie einen solch abgründig differenzierten Einblick erlauben. Gerade deshalb so faszinierend, weil es uns ZuhörerInnen ratlos zurücklässt, mit viel mehr Fragen als Antworten, mit der Erkenntnis, dass Schuldzuweisungen zu kurz greifen, dass wir anders, weniger eng denken sollten, kurz, Journalismus vom feinsten.

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Ich schätze Podcasts durchaus. Aber nicht immer möchte ich Stunden investieren, um mich mit einem Thema zu befassen.
Kurz: ich suchte vergebens den Text in lesbarer Form.
Liebe Republik, bitte bleib eine Zeitung.

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Dieser Podcast hat mich zutiefst berührt und eben habe ich mir noch das Interview angehört. Mutig, feinfühlig, ehrlich, hochdifferenziert, sodass ich ganz mitgehen kann. Mir gefällt dieses Format sehr gut und ich freue mich auf einen nächsten Podcast.

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Eine Rechtsprechung, die mehr Probleme schafft als löst, ist mindestens so krankhaft wie jene Menschen, die sich in Sachen verlieben, weil sie von der Gesellschaft endtäuscht sind. Das Urteil entspricht der üblichen gewinnorientierten Bewirtschaftung des (Un-)Rechts. Statt die Ursachen der Überforderten anzugehen, werden Krankheits-Symptome und Auswüchse behandelt. In 10 Bänder «Die Kriminalgeschichte des Christentums» von Karlheinz Deschner ist nachzulesen, wie wenig wir aus der Geschichte gelernt haben. Der moderne Ablasshandel steht jenem aus dem Mittelalter in nichts nach.

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Guten Morgen Herr Z., danke für Ihre Wortmeldung. Es fühlt sich tatsächlich verkehrt an, wenn in solchen Situationen das Strafrecht zum Zug kommt. Ist eher Symptom der Überforderung als böse Absicht.

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Dem ist leider nicht so. Beispielsweise ist dem Bericht; Der Richterbeisser – Porträt eines Querulanten
https://www.solothurnerzeitung.ch/s…-134453954 vom letzten Sonntag mit keinem Wort zu entnehmen, warum Kuno W. den Richter gebissen hat. Obwohl Herr Flury in meiner Anwesenheit die Hintergründe erfahren hat, findet sich einfach nichts von ausgewogener Berichterstattung.
So zeigt sich einmal mehr, wie mediale Vernebelungsaktionen ablaufen. An derartigen Beispielen können wir Prozessbeobachtenden belegen, wie rückständig korrupt unsere Rechtsprechung, wie einseitig die Informationen und wie kriminell die Vollzugs-Industrie ist.
Mit seinem kruden Verhalten hat Kuno W. nämlich verhindert, dass ich als St.-Ursenbrandstifter und Eisenbahn-Terrorist heimlich in Verwahrung versenkt werden konnte.
Ein weiteres Beispiel, wie alltägliche Verbrechen ablaufen, zeigt die noch unveröffentlichte Biografie von Peter H. Kneubühl. Der Elektro-Ingenieur, welcher in seinem Universitäts-Studium auch Mathematik und Psychologie studiert hat, zeichnet so exakt wie er schreibt auf, wie tief gesunken unsere «Justiz» ist.
Soviel sei jetzt schon verraten, das Gutachten des UPD-Professors Werner K. Strik entsprach nicht den Vorstellungen des Gerichts, deshalb hatte der Psychiater Probleme bekommen. Strik und Kneubühl hätten sich gut verstanden und Strik fand keine Anzeichen von Schizophrenie.
Die Überprüfung der Verhältnismässigkeit durch Hanspeter Uster fiel für Kneubühl ungeschickt aus. Uster, mit Lungendurchschuss durch Friedrich Laibacher, dürfte traumatisiert (gewesen) sein.

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Mit Verlaub, Ursachen kann man auch nur unter Mitarbeit des Betroffenen angehen- das war/ist hier offensichtlich schon ein Problem. Angebote waren ja da. Klar, auch nur solche welche unsere wohlgeordnete und durchstrukturierte Gesellschaft bereithält. Aber ich denke Persönlichkeiten wie Karl gibt es etliche und die Kompatibilität mit der (Rest-)Gesellschaft sieht da immer ähnlich aus. Früher oder später entstehen Konflikte, weil die Vorstellungen massiv auseinanderklaffen. Wie soll man das angehen? Unsere kleinräumige Schweiz bietet da auch nur wenig Spielraum, alles geregelt, mit zig Vorschriften versehen, Kontrollen, Behörden usw. Das ist einfach nicht ein grosses Land, wo man sich im gegebenen Fall genügend Raum lassen kann. Und: wessen Regeln und Bedürfnisse gehen dann vor? Eben.

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Mir scheint, Sie sind dem Problem auf der Spur (siehe meine Antwort an Yvonne Kunz).

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Dieser Podcast war für mich berührend, auch erschütternd und unglaublich nah... Danke

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C. C.
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Auch in unserem Dorf lebt ein als
Messie bezeichneter Mensch, bei ihm sind es Landmaschinen, die auf dem ganzen Land stehen, die den Zorn der Behörden seit Jahren entfachen und in einer Kaskade von Zwangsräumungen und rechtlichen Auseinandersetzungen endeten, bzw. es ist kein Ende in Sicht. Ich mag diesen Bauern, er ist
aufrichtig und feinfühlig und ja ich glaube auch, dass ihm teilweise Unrecht geschieht. Aber ich bin zwar nicht räumlich, aber emotional viel weiter weg. Der Podcast hat mich tief berührt, den Moment, als Franziska realisiert, dass ihr Vater so intensiv mit all den Gegenstände verbunden ist, dass es ihm nicht möglich ist, auf sein Umfeld zu reagieren, ist erschütternd! Danke fürs Teilen und viel Kraft weiterhin.

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Wow. Vielen lieben Dank für diesen wertvollen Beitrag. Auch ich habe als Kind eines solchen Vaters ähnliches durchgemacht und kann die Ambivalenz, die Zerissenheit von Frau Engelhart nur zu gut nachvollziehen. Auch wenn sich Ihr Vater vielleicht betrogen fühlt, haben Sie mit diesem Podcast einen sehr wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung geleistet.

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I. Z.
· editiert

Ich liebe podcasts und diese Serie war eine der besten! Spannend und berührend zugleich. Wie würde ich in dieser Situation handeln? Ich weiss es nicht. Ich fühlte mich beim Zuhören manchmal hilflos und dem Vater gegenüber ungeduldig. Man dringt nicht zu ihm durch und dreht sich irgendwie im Kreis. Für die Familie muss das fast unerträglich sein!

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Schade gibt es kein Transkript. Audio geht bei mir nur Musik oder selten mal am Radio. Ich bin ein visueller und haptischer Typ. Zuhören kann ich schlicht nicht. Und kann auch mit Podcasts nichts anfangen.
Die grossen Vorteile beim Lesen: man kann das in seinem eigenen Tempo tun, man kann überspringen oder querlesen. Man hat nicht alles vorgegeben. Man ist viel freier. Und hat seine Ruhe! ;)

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M. Z.
· editiert

Huch ich schreibe einen Kommentar!?
Frau Engelhardt und Frau M.-Frank. Sie haben mich zutiefst berührt mit diesem Podcast. Den Mut den Frau Engelhardt mit dem erzählen ihrer Geschichte aufbringt bewundere ich ausserordentlich. In vielen Familien gibt es solche oder ähnliche Geschichte (auch in meiner).
Ganz ehrlich dieser Podcast war das Jahresabo der Republik schon wert.

Ich möchte noch mindestens 100 Daumen hoch hinklatschen oder einen Blumenstrauss.

Danke

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Unglaublich mitreissend dieser Podcast! Vor allem hat mir imponiert, dass im Dialekt gesprochen wurde. So konnte man sich als Zuhörer noch mehr in die Lage von der Journalistin Franziska Engelhardt hineinversetzen und war praktisch Teil des Geschehens/der Recherche.

Die Geräusche, die bei den Audioaufnahmen mitschwingen, sowie die Zwischenspiele mit der Off-Stimme der Journalistinnen empfinde ich als genauso wichtig wie das Gesprochene. Es unterstützt Emotionen und baut Spannung auf.

Schwierig zu beantworten, wie ich als eine der Protagonisten handeln würde. Ich persönlich würde jedoch immer versuchen ehrlich zu bleiben, könnte nicht mit einem schlechten Gewissen leben. Im Fall von Karl ist dies jedoch durch seine Krankheit nur bedingt möglich kann ich mir vorstellen, was die Glaubwürdigkeit natürlich massiv einschränkt. Gerade für seine Tochter muss das ja sehr schwierig sein! Wem kann man denn jetzt glauben?

Hut ab für so ein grandioses Hörkino!

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Danke für diesen tollen Beitrag. Bitte mehr davon.

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Sehr berührend und so vertrackt, so vertrackt. Es gibt Dinge, die lassen sich nicht lösen. Es ist kaum auszuhalten. Das zu akzeptieren fällt uns schwer.
Wie sorgfältig recherchiert wird und Aussagen abgewogen werden, wie toll die Herangehensweise der beiden Journalistinnen und Tochter zugleich die eine ist - äusserst beeindruckend. Danke für diese Art Journalismus.

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Zum Nachdenken:
Was ist eigentlich krankhafter, die Brandstiftung oder das Verhalten von Herr Engelhardt?

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Einfach genial. Leider hat diese Podcast die Messlatte für weitere Podcasts in der Zukunft sehr hoch geschraubt, trotzdem freue ich mich auf die nächsten Arbeiten. Einfach danke.

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Was für ein berührendes und wichtiges Hörstück. Ich bin seit Jahren Podcast-Hörerin und freue mich sehr, dass es auch auf Deutsch vermehrt qualitativ hochstehende Podcasts gibt - und dies ist definitiv einer davon.
Er gibt einen sehr differenzierten Einblick in eine Familie, in ein Dorf und in eine Krankheit. Ich, als Person, die in einem etwa gleich grossen Dorf (im Aargau zwar) mit einen alkoholkranken Vater aufgewachsen ist, ist mir die Geschichte auch persönlich nahe gegangen. Und ich finde es eine grosse Freude, einen derart gut produzierten Podcast mit Schweizerdeutsch Sprecher_innen zu hören.
Mit der Frage nach der Verantwortung der Journalistin ihrem kranken Vater gegenüber habe ich etwas zu kämpfen, aber dies wird im Podcast reflektiert und es ist letztlich ihre persönliche Entscheidung - die eine sehr eindrückliche Hörgeschichte zur Folge hatte.

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Franziska Engelhardt und all die Beteiligten haben optimal gehandelt. Die Suizid-Rate ufert aus, da hilft nur eines und das ist die Erklärung dafür zu suchen. Wir Querulanten haben sie gefunden. Nun müssen wir nur noch etwas besser verstanden werden. Das schaffen wir!

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Das Audioformat finde ich genial! Auch ich lese sehr gerne, aber über das Ohr werden andere Gefühle angesprochen, es entsteht eine andere Resonanz als wenn man etwas liest. Die beiden Frauen machen das so feinfühlig, die Ohnmacht, die in solchen Situationen immer entsteht, das Gefühl, es nur falsch machen zu können, dringen der Hörerin tief unter die Haut.
Inhaltlich: als Psychiaterin, die acht Jahre eine Akutstation geleitet hat, sind mir solche Situationen beinahe alltäglich begegnet. Das Unverständnis und die Enttäuschung der Angehörigen, dass jemand der irrational denkt und handelt bei uns nicht (mehr) einfach weggesperrt werden kann. Die Wut der betroffenen Patientinnen, wenn ihre Logik nicht nachvollzogen kann und sie sich ungerecht behandelt fühlen und viel banaler: die Einsicht, dass Gesetze keine Gerechtigkeit bringen, nur Grenzen setzen und Realitäten konstellieren. Dass sie nicht von einem moralischen Standpunkt aus formuliert wurden, sondern einfach unser Zusammenleben so gut als möglich regeln sollen.
Noch einmal: herzliche Gratulation für diese wunderbare Arbeit über ein so wichtiges Thema.

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Ok, ich schreibe bloss weil nach der Meinung gefragt wurde - ich habe es jetzt ernsthaft versucht, mich durch die erste Folge gekämpft, es geht nicht. Das Thema würde mich interssieren, aber die Informationsdichte dieses Podcasts ist so gering, dass ich mich dauernd anderweitig beschäftigen musste. Unter anderem weiss ich jetzt ganz viel über 7-String Gitarren und White Torture (ich hatte nach Deprivation Tank gesucht...). Auf die restlichen Folgen werde ich verzichten müssen.

Das muss jetzt für die Qualität des Podcasts nichts heissen, ich kann aus denselben Gründen auch kein Radio oder Fernsehen konsumieren. Und Youtube-Tutorials nur im äussersten Notfall. Ab und zu ein Audio- oder Video-Feature in der Republik stört mich nicht, das lasse ich dann halt aus, aber ich bin schon froh wenn der Hauptteil als Text zur Verfügung steht.

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Als ich die Zündstoff Podcast -Serie anschaute und anhörte dachte ich immer wieder, da sind Künstler am Werk. Aber welche Kunstgattung ist das denn? Hier in diesem Podcast hörte ich Sozialkünstler . Als ich dann las : "Wie würden Sie handeln im Fall von Karl , als Behörde? Familie? kam mir Joseph H.Beuys in den Sinn , er sagte doch einmal: "Jeder Mensch ist ein Künstler, sofern er seine Umwelt bewusst gestaltet (oder, so ähnlich....) So könnten wir doch auch einmal hinschauen, auch wenn es schwer wird, mit dem Kunstbegriff. Karl Engelhardt würde vielleicht auch Neues in sich entdecken. Und dann sah ich den genialen Film von Hans Ulrich Schlumpf "Armand Schulthess/Jài le Téléphone" vor mir. Diesen Film sah ich im Kunsthaus Aarau , in der Ausstellung "Art brut"( Januar bis April 2019) Armand Schulthess wurde damals, er starb 1972 im Tessin, von vielen Leuten " nur" als Messie wahrgenommen.Es gibt auch ein grossartiges Buch "Rekonstruktion eines Universums" über die Entstehung dieses Films. Pierre Lachat, ( Cinema) schrieb dazu: "so würde es sich nämlich heute mit Schulthess verhalten, wäre Schlumpfs Film nicht gemacht worden: als ob es den Mann nicht gegeben hätte, als ob mit seinem Nachlass er selbst der Müllabfuhr übergeben worden wäre." Das kann schon Angst machen.
Im Landesmuseum Zürich gibt es gerade die Ausstellung "Sündenbock". Diese Ausstellung zeigt auf, wie wir Menschen uns unter schwierigen Umständen oft verhalten, was hier ja auch der Fall ist.
Also möchte ich ALLEN Beteiligten an diesem "Zündstofffall" Mut machen , diesen Film und die Ausstellung im Landesmuseum anzuschauen. Wer weiss wie es danach weiter geht? Vielleicht besser? Herzlichen Glückwunsch zu diesem Podcast! M. H.

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Eine sehr feinfühlige Dokumentation, Gratulation! Die Stimme des Vaters zu hören (freundlich, sanft und inhaltlich völlig eingeengt und verschroben) hilft zu verstehen, wie die Aggression im Aussen wächst. Seine Klingeltöne und Lieblingssendung im Hintergrund zu hören, malen ein kaleidoskopisches Bild. Mir scheint das väterliche Erleben wahnhaft verzerrt.
Dass die Behörde erst entmündigen kann, nachdem das private Vermögen aufgebraucht ist und der Staat geschädigt wird empfinde ich als stossend, entgegen meinem „gesundem Menschenverstand“.
Noch eine kleine Anmerkung zu Frau Engelhardt: eine Krankheit kann keine Verantwortung tragen...nur ein Mensch.
Wie sich eine psychische Krankheit entwickelt, vor allem wenn die Krankheitseinsicht abhanden kommt, ist nicht in der Verantwortung der Angehörigen.

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Mit der richtigen Technik lässt sich heute verzerrtes entzerren. Karl Engelhardt ist an unserer gier- und gotteswahn-kranken Gesellschaft verzweifelt.

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A. O.
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Zuerst war ich skeptisch wegen dieses Beitrags. Versucht eine Tochter Geld zu machen mit dem Elend der Familie? Trotzdem hörte ich die erste Folge - und dann den ganzen Podcast und bin begeistert. Wirklich gut gemacht. Kein Exhibitionismus. Im Gegenteil: sensibel und differenziert, interessant. Danke.

Zum Schluss noch ein Tipp. Der Richter wird argumentieren, dass die ganze für den Vater so wichtige Vorgeschichte für das Strafurteil irrelevant ist: Sogar wenn Karl Engelhardt mit seinen Vorwürfen und Verdächtigungen Recht hätte, dürfte er unter keinen Umständen Morddrohungen ausstossen. Das geht nie. Nie. Folglich kommt Vater Engelhardt um eine Verurteilung nicht herum.

Wenn man das verstanden hat, leuchtet auch ein, dass es am Gescheitesten ist, den Ausweg zu nehmen, der am wenigsten Kosten verursacht. Dabei müsste man auch überlegen: Wenn das, was ich gemacht habe, auf alle Fälle intolerabel ist, so könnte eine Entschuldigung am Platze sein. Ja, das ist sie zweifelsohne. Also: ohne Wenn und Aber - und ohne Bezug auf subjektiv erlittenes Unrecht! - bedauern, dass man die Geschädigten in Angst und Schrecken versetzte. Keine Sprüche, keine Vorwürfe, sich nicht sich selbst entschuldigen. Keine Managerfloskeln, welche an Einsicht zweifeln lassen ("aus heutiger Sicht war es falsch..." oder "es war ein Fehlentscheid..."), sondern ernsthaft und ehrlich bedauern. Das den Geschädigten schreiben, eine Kopie dem Staatsanwalt bringen und dort ein Geständnis ablegen. So schnell wie möglich.

So ist es menschlich richtig und juristisch hilfreich. Entschädigungen gibt es nur bei Überhaft (Drohung) und bei Haft wegen eines falschen Verdachts (Brandstiftung). Hier dürfte das Votum des Psychiaters helfen, die übergrosse Bindung ans Sammelgut schliesse dessen vorsätzliche Vernichtung aus.

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Vielen Dank für diesen vielschichtigen und hochinteressanten Beitrag, gekonnt inszeniert durch Nähe und Distanz der beiden Journalistinnen. Ich hätte gerne mehr davon :).

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ich auch! :-) mehr so tolle Republik-Podcasts!

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Die Regie von Franziska Engelhardt und Stefanie M.-Frank ist ein Meisterstück - perfekt arrangiert mit Ton und Schnitt: Die Dialoge zeigen mit Nähe (Franziska Engelhardt) und Distanz (Stefanie M.-Frank) eindrücklich das Ringen um Wahrheit und verstehen wollen - Kompliment an das ganze Produktionsteam!
Und: wie würde ich handeln? ... Wir haben uns als Gesellschaft im neuen Erwachsenenschutzrecht für mehr Selbstbestimmung entschieden, das hat viele Vorteile. Im konkreten Fall müssen wir als Gesellschaft die Konsequenzen dieser Selbstbestimmung aushalten - und dabei die Würde aller direkt Beteiligten bewahren. Und Gerichtsverfahren (mit allfälligen Rekursen) so rasch als möglich abschliessen.

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Vielen Dank für dieses grossartige Zeitdokument.

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Ein grosses Kompliment, spannend gemacht. Weiter so

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Fesselnd, weil echt und toll erzählt. Bravo! Herzlichen Dank für diese Geschichte.

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Spannend, packend und originell. Ein Format welches sicherlich weiter genutzt werden sollte!

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P. N.
· editiert

Die Potcast-Serie: Ein Format, dass mir sehr gefällt. Sehr spannend und interessant!
Bitte mehr davon, ich liebe es. Ich gratuliere der Republik. Für solches bin ich dabei.
"Zündstoff" ist sehr ergreifend, und macht nachdenklich und betroffen.

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Soeben habe ich an einer polizeilichen Einvernahme zu Protokoll gegeben: Wir Querulanten haben etwas dagegen, dass die Schweiz zu einer Bananenrepublik verkommt. Aus dem anschliessenden Gespräch war zu entnehmen, die Polizei versteht uns sehr gut. Wir sind keines Weg so hilflos und bedauern unsere Angehörigen, welche mehr leiden als wir. Aber immer wegschauen bringt uns auch nicht weiter.

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Ich bin tief beeindruckt, betroffen, traurig für diese Familie und ebenso hilflos wie alle.
Die vier Podcasts haben mich teilhaben lassen an einem schwierigen Schicksal und ich fühle mich bereichert in meinem Verständnis und Mitgefühl für die nahen Beteiligten.
Franziska Engelhart hat sich extrem mutig auf's Glatteis begeben. Sie hat es mit ihrer Kollegin Stefanie M.-Frank und dem ganzen Produktionsteam geschafft, feinfühlig, liebevoll, kritisch und ehrlich betroffen ihrer Lebensgeschichte näher zu kommen, und versucht zu verstehen, was man nur schwer verstehen kann. Photos und Text "hören" zu können, finde ich wunderbar, die Journalistinnen hätten es verdient, einen Preis dafür zu bekommen. Meine Bewunderung haben sie!!!

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Ich kann mich diesem Votum in allen Punkten anschliessen. Die Journalistin hat ihre persönliche Betroffenheit offen und mutig «zur Verfügung gestellt», ohne damit zu wuchern. Eine sehr berührende Reportage – und das Format passt dazu! Ja, dieses Stück hat wahrlich einen Preis verdient.

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Toller Beitrag !!
Mich verwundert ein wenig, dass in den Kommentaren sowenig von der "möglichen" Brandstiftung eines Nachbars / Verweigerung der Hilfeleistung steht?

Dieses Ereignis finde ich fast am schlimmsten...

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Ich bin ebenfalls tief berührt von den 5 Folgen und habe grossen Respekt vor den Autorinnen und allen Mitarbeitenden.
Was die Ermittlungen zum Brand betrifft, bin ich gelinde gesagt geschockt. Wer weiss, vielleicht löst ja diese Podcastreihe die eine oder andere Ämtler Zunge!

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Genau das passiert nun (siehe meinen voangegangenen Beitrag).

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Frau Engelhardt, vielen herzlichen Dank für diesen Beitrag, Ihre Offenheit, Ihren Mut und Ihren Schritt nach vorne, bewundernswert!
Ich wohne in einem kleinen Nachbarsdorf und sehe Ihren Vater mit seinem Hund ab und an vor der Bäckerei, auch am Tag des Brandes kaufte ich bei Andy meine Brötchen; der Tag stimmt mich bis heute traurig und nachdenklich. In den Jahren die ich im Säuliamt wohne, habe ich Ihren Vater ab und an getroffen aber nicht mehr als ein paar freundliche Worte ausgetauscht, ich nehme ihn als sehr liebenswert, weich und warmherzig war.
Eine traurige Geschichte haben Sie uns hier erzählt… Ich wünsche Ihnen allen viel Kraft für alles was noch kommt.

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Ein so schönes Elternhaus und eine solche Tragik. Dass Messietum nicht als Krankheit gilt, ist befremdlich. Ich wünsche alles Gute - obwohl die Zeichen nicht in diese Richtung zeigen.

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Herzlichen Dank an Franziska Engelhardt und Stefanie M.- F. für die berührende, einfühlsame und Mutige Reportage.

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Gratulation an die beiden Journalistinnen. Eine mutige und gleichzeitig feinfühlige Recherche. Nicht zu vergessen: Die ganze Produktionsarbeit, die dahintersteckt: Aufbereitung der O-Töne, Montage und Musik (extra für diesen Podcast gemacht?). Das ganze Team sollte im Abspann schriftlich erwähnt werden.

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Lieber Herr Balsiger, danke für Ihre Rückmeldung. Ja, die Musik wurde für den Podcast komponiert. Sie finden die Liste des Projektteams inkl. Komponist auf der Auftakt-Seite des Podcasts in der Serien-Navigation.

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Wir irren uns alle auf unterschiedliche Weise. Aufklären und Transparenz schaffen ist das Ziel von uns Querulanten. Dazu haben Karl und seine Tochter einen unbezahlbaren Beitrag geleistet. Herzlichen Dank an alle Beteiligten.

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Besten Dank an die Journalistinnen für diese Gratwanderung in die Hilflosigkeit! Und: ich finde die Fotos richtig toll, sitzen, hören, und die Fotos «lesen» verdichtet das Geflecht, die Zeitsprünge, das Wischen der Farben, der Flammen. Nicht nur Audio, sondern beinahe auch Video!

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Spannende und gut gemachte Serie, namentlich für jemand, der einst im Bezirk juristisch tätig war . Ich habe einfach etwas Mühe damit, dass eine Tochter aktiv als Journalistin mitwirkt und den Vater so stark kritisiert. Ob das ethisch und deontologisch richtig ist? Dies ist aber eine echte Frage, keine rhetorische.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Guten Tag Herr Hegetschweiler, Sehe das Problem nicht. Die Tochter macht 100 Prozent transparent, was ihre Rolle ist, lässt sich von einer weiteren, unabhängigen Journalistin begleiten und hinterfragt ihre Rolle immer wieder. Handwerklich ist das top. Habe keine Bedenken.

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Lieber Herr Blülle

Da machen Sie es sich aber sehr einfach, und Ihr ‚transparent+handwerklich top => bedenkenlos‘ ist fast schon ein bisschen gruslig.

Transparenz ist notwendig, aber nicht hinreichend. Franziska Engelhardt Die Tochter hat mehrere Rollen mit den entsprechenden Loyalitäten und das heisst Konflikten. Dass sie diese Rollen transparent macht, löst noch keinen Konflikt. Die Sequenz, wo sie beim Vater das Einverständnis einholt, erweckt bei mir den Eindruck von ‚unreflektiert‘. Merkt sie nicht, dass das, was sie da versucht, handwerklich „nöd würkli cha verhebe“? Der Vater ist so in seiner ‚Blase‘, dass da nicht wirklich Kommunikation mit einer Journalistin stattfindet.

Eine zweite Qualität der Serie besteht für mich also darin, dass genau solche journalistische(!) Konflikte ein wenig sichtbar werden. Dass obige Sequenz drin ist rechne ich der Republik hoch an. Mit Ihrer Abwehr zeigen Sie mir aber auch, dass die Serie nicht nur ‚von der Republik‘ sondern auch wichtig ‚für die Republik‘ ist.

Mit besten (wohlwollenden;) Grüssen, K.A.

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Ich habe selber gesagt, dass der Podcast gut gemacht ist und ich habe auch realisiert, dass die Journalistin klar deklariert, dass sie die Tochter ist und das auch hinterfragt. Ich habe auch nur die Frage gestellt, ob dies nicht ein Problem sein könne. Dass die Republik das Problem "nicht sieht" passt ein bisschen zur generellen Haltung an Kritik an der Republk (siehe auch ETH-Artikel), man sieht eigentlich beim eigenen Schaffen nie Probleme und unterscheidet sich dabei nicht von den anderen Medien, obwohl man ja angetreten ist, um sich zu unterscheiden.

Das Problem, um es auszuformulieren, liegt nicht darin, dass der Vater bewusst getäuscht oder in die Pfanne gehauen wurde. Das Problem liegt darin, dass über den Vater sehr kritisch berichtet wird, was sachlich gerechtfertigt sein kan. Das wurde ihm auch angekündigt. Zum ersten aber ist er ja verbeiständet und die Journalistinnen stellen selber die Frage, ob er in der Lage ist, vernunftgemässe Lösungen zu realisieren, ob also nicht seine Urteilsfähigkeit beeinträchtigt ist.

Und zum zweiten, selbst wenn man davon ausgehen würde, dass er realisiert hat, dass die Tochter ihn sehr kritisch behandeln würde, und dies in Kauf genommen hat, damit sein Fall einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wird (bad news sind besser als keine news), dann hat man als Vater eben doch im Hinterkopf, dass die Tochter einem helfen werde, man hofft (vielleicht unberechtigterweise) auf Solidarität und gibt einer Topchter mehr preis als einer Drittperson. Und noch ein konkretes Beispiel, wo konkret ein Übergriff stattfand. Der Beistand hätte niemals vor dem Gefängnis ein Interview gegeben und geben dürfen, in welchem er schildert, wo er den Betroffenen unterbringen wird. Im Erwachsenenschutzrecht gilt das strenge Amtsgeheimnis. Dieses kann gegenüber der Familie aufgehoben sein, wenn der Einbezug der Famili wichtig ist, niemals aber gegenüber einem Journalisten. Der Beistand redet mit der Tochter als Tochter und das Ganze kommt als Interview in der Republik. Es ist mir durchaus bewusst, dass der Beistand informiert war und trotzdem ist diese Amtsgeheimnisverletzung auf die Rollenvermischung der Tochter zurückzuführen und das ist ethisch und deontologisch problematisch. Um klar zu sein, ich rede von Ethik und Deo9ntologie, nicht vom Strafrecht.

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Hat es denn in unserer Gesellschaft wirklich keinen Platz für Leute die wie Karl von der Norm abweichen? Karl sammelt Müll den andere produzieren, na und? Haben wir vielleicht ein Problem damit den eigenen Müll vor die Nase gesetzt zu bekommen? Wieso lässt man ihn nicht sein Leben leben, zumal es eine Krankheit ist die sich nicht einfach so wegzaubern lässt? Die Geschichte macht mich traurig. Danke allen Beteiligten diese mutige und berührende Reportage!

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Es ist glaube ich nicht ganz so einfach wie Sie es hier darstellen. Soweit ich es verstanden habe ermöglicht gerade das neue Erwachsenen- und Kinderschutzgesetz mehr Eigenverantwortung (siehe einen anderen Beitrag weiter oben). Die Gesellschaft hat durchaus Platz für solche Leute – entscheidend ist aber wie immer die Dosis. Im Beitrag wird erwähnt, dass der Messie sein eigenes Rechtsverständnis hat, dass er über Jahrzehnte auf Kosten anderer gelebt hat (die ihm notabene dadurch diesen etwas speziellen Lebensstil erst ermöglicht haben) und dass er zu keinerlei Kompromissen bereit ist, die unter Umständen auch seinen Angehörigen etwas Erleichterung verschaffen würden. Er lebt für sich, und nur für sich alleine. Das ist a priori nicht verwerflich, aber es hat halt auch Folgen.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
·
· editiert

Der Podcast hat mich weggeblasen. Das ist richtig guter Journalismus. Ein Lehrstück in Nähe und Distanz. Chapeau!

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Vermutlich ein technisches Problem verhindert, dass ich die letzte Folge anhören kann. Zum besseren Verständnis von Karls Querulieren habe ich gestern einen handgeschriebenen Situationsbericht aus meiner Haftzeit in den Laptop getippt. Diese 4 A4 Seiten würde ich gerne veröffentlichen. Wie muss ich vorgehen?

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Marco Di Nardo
Multimedia-Produzent @Republik
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Lieber Herr Z. Hat das Abspielen der fünften Folge unterdessen geklappt? Hier sonst der direkte Link dazu.

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Ja, danke. Ich habe den Link erhalten.

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Vielen Dank auch noch für den letzten Teil.
Es macht mich sehr traurig, dass keine Lösung, kein hoffnungsvoller Ausblick besteht. Aber es bestätigt auch meine eigenen Erfahrungen mit Angehörigen, die sich selbst schädigen und keine Einsicht haben.
Ich hoffe nun von Herzen, dass Franziska Engelhardt und die anderen Angehörigen trotz allem die Kraft aufbringen, in Kontakt mit Karl Engelhardt zu bleiben und ihm weiterhin zu vermitteln, dass er als Mensch angenommen wird, auch wenn man seine Handlungsweise ablehnt.
Ich glaube, mehr als das kann man nicht tun.
Und für sich selber vielleicht auch Hilfe suchen, wenn die Schuldgefühle und die Verzweiflung zu gross werden.

Was ich auch sehr schlimm finde, ist der unaufgeklärte Brand. Der Gedanke, dass ein Nachbar so etwas getan haben könnte und einfach davon kommt damit. Und noch immer dort ist und evtl. wieder etwas kriminelles tun könnte finde ich extrem beunruhigend.

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Liebe Frau L., wenn Menschen am Verzweifeln sind ist Zuhören wichtig. Wenn es die Situation erlabt, ist der Hinweis, wie viel besser es uns geht (auch in Haft) als den Menschen im Bergbau, die für ein Butterbrot schuften oder dem nordkoreanischen Volk, das ist meist hilfreich. Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist. Wir haben die Freiheit zu denken was wir wollen. Nutzen wir diese.

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Ein ganz toller Podcast- und was für ein Ende!

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Meistens kann ich nur lesen und nichts hören, daher war ich zuerst etwas skeptisch. Habe dann aber mal rein gehört und nun hört die ganze Familie mit und wartet gespannt auf die nächste Folge.

Bin selbst mit dem Thema Messi in meiner Verwandtschaft konfrontiert und bewundere mit wie viel Fingerspitzengefühl sowie Offenheit Franziska Engelhart uns Einblicke gewährt. Vielen Dank.

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Bisher war ich genüber dem Format Podcast negativ eingestellt (ich möchte lesen und "blättern" können). Diese Serie hat meine Meinung verändert. So eingesetzt wie die beiden Journalistinnen das tun, ist das Format ideal.
Gratulation den beiden Journalistinnen. Sorgfältiger Umgang mit dem Thema. Behutsam, rücksichtsvoll, überraschend offen und ehrlich. Das gilt (dank der Journalistinnen) auch für die Interviewpartner.
Wie würde ich handeln? Ich weiss es nicht (habe ich mich früher schon gefragt, als ich die Details nicht so genau wusste) Eines hat sich bei mir durch das Podcast verändert: Ich habe etwas mehr Verständnis für die Behörden, die offenbar wie alle anderen auch hilflos sind und waren und dann halt doch Entscheidungen treffen müssen

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Bitte beides, auch ein Transkript. Ich muss es lesen.

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Tip: beim Erledigen von Haushaltarbeit, Aufräumen der Werkstatt, auf dem Arbeitsweg und Ähnlichem: Kopfhörer rein, Smartphone in die Hosen- oder Schürzentasche, Podcast on .....und die Arbeit oder den Arbeitsweg erledigt man/frau beim Zuhören. Sie müssen nicht unbedingt auch noch Socken stricken wie ich. (-:
Audios find ich super!

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Es wird kein Transkript geben. Ein Tipp: Das Hören lohnt sich.

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Danke für diesen sehr berührenden Podcast und Chapeau für Ihre Offenheit und Bereitschaft, eine so persönliche Geschichte zu teilen. Ich habe den Podcast mit Spannung verfolgt obwohl ich grundsätzlich auch lieber lese.

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Ganz grosses Kino für den Kopf. Berührt und gibt als Podcast viel persönliches her was sonst zwischen die Zeilen fällt. Danke und weiter so.

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Mir geht vieles durch den Kopf. Ich war zu Beginn ziemlich skeptisch, von wegen laufendem Verfahren, Zur-Schau-Stell-Thematik, persönlicher Involviertheit etc. Möchte aber im Moment nur sagen, dass ich mich auf (sehr positive Weise) an den Podcast von vox (today, explained) erinnert fühle, von der Stimmung her, weniger politisch, dafür mit Thomas-Bernhard-Elementen versehen.

Ich fühle mich sehr bereichert - Auch, weil es ein persönlicher Einblick ist, aber längst nicht nur. Es lebe die Vielschichtigkeit!

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Habe so eben den dritten Teil zu Ende gehört.
Was für eine unglaublich schwierige Situation für alle Beteiligten. Man denkt immer, in unserem wohl organisierten Gemeinwesen müsste es doch für jedes Problem sinnvolle und wirksame Hilfen und Lösungen geben. Und erkennt dann, wie unendlich kompliziert alles ist.
Vielen Dank allen Beteiligten, dass Sie den Mut haben, diese Geschichte zu erzählen.

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So kompliziert sind unsere Probleme keines Wegs. Probleme die verdrängt werden lösen sich nicht von selber. Als Elektriker habe ich Störungen beheben gelernt. Jedes Problem hat mindestens eine Ursache. Beispielsweise suchen Messis zwanghaft nach etwas, das sie freut und ablenkt vom alltäglichen Wahnsinn. Solche Leute entwickeln eine eigene Ideologie. Sie werden von anders denkenden, allem voran gläubigen Menschen, nicht verstanden. Ausgegrenzte werden "dünnhäutig" und irgend wann kommt es möglicherweise zu einer Überreaktion. Dann werden sie inhaftiert, psychiatriert und verwahrt. Nur wenigen gelingt es, aus diesem horrend teuren und äusserst fragwürdigen Strudel herauszukommen.

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E. L.
· editiert

Lieber Herr Z.,
ich verstehe, was Sie meinen. Das ist ja bei den meisten Suchterkrankungen (wozu ich jetzt die Problematik von Messis laienhaft dazu zähle, aber nicht sicher bin, ob das so korrekt ist) der Fall, dass es ein viel tiefer liegendes Problem gibt, welches dann durch das Suchtverhalten erträglich gemacht wird, obwohl es auf längere Frist alles nur schlimmer macht.
Darf ich Sie fragen, was würden Sie aber denn im konkreten Fall unternehmen, wenn die Situation so ist, dass für die Menschen ringsum die Situation unhaltbar und sogar gefährlich ist, der Betroffene aber keine Einsicht zeigt, dass er ein Problem hat und dringend Hilfe braucht?

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Wäre statt Podcast diese Serie als „Hörspiel“ angekündigt worden, hätte ich nicht zunächst ablehnend reagiert. Nach drei Folgen freue ich mich nun auf die weitere morgen, denn ich habe noch nie Angehörige von Betroffenen so differenziert und respektvoll sprechen gehört. Das ist es ein Geschenk für uns Zuhörende, vielen Dank!

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Herzlichen Dank für die Rückmeldung. Was stört Sie am Begriff Podcast?

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Bei „podcast“ als Begriff konnte ich zuerst nur vermuten, was er bedeutet. Erst als ich die Debatte las, wurde ich neugierig.
Bin halt keine „Digital-Native“.

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Warum wird nicht mit Haft- und Psychiatrieerfahrenen gesprochen? Wir könnten Auskunft geben.

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Fantastisch, vielen herzlichen Dank! Bin sehr gespannt auf die weiteren Folgen.

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Ganz grossartig! Kino im Kopf vom Feinsten! Merci-sagt die Radiofrau

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Anonymous
wgGoogle
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Ich lese gerne, auch wenn es Ausnahmen gibt auf Republik... Tomas Bächli, Dominik Nahr.

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Authentischer geht nicht! Wertefrei kommt es rüber! Werde morgen gerne den 3.Teil hören!

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Châpeau mes dames

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Ich lese lieber, als ich höre (wie andere Kommentator/innen). Normalerweise. Aber dieses Feature ist toll. Freue mich auf die dritte Folge.

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Geht mir genauso. Läge normalerweise jetzt lesend im Bett. Nun mit Kopfhörern. Hätte mir das vor einer Woche jemand gesagt, hätt’ ich’s nicht geglaubt.

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Ich auch.

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Bitte bitte könnt Ihr ein Transkript des Podcasts machen... das Format gefällt mir gar nicht, ich lese hundertmal lieber, als dass ich höre...

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Haben Sie sich den Podcast angehört?

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Nein, weil mir dazu irgendwie die Gelegenheit fehlt. Wann und wo soll ich das machen? ... ich bewege mich extrem ungern mit Kopfhörern in der Öffentlichkeit, mein Unterwegs-Internet ist schwach, Downloaden-und-auf-den-Ipod-laden ist mir zu kompliziert, zu Hause gibts auch keine Gelegenheit... aber ich sehe ja ein, dass ich hier sozusagen die Einzige bin, die keine Freude hat an Podcasts:-)
(Allerdings fände ich es im Interesse der Barrierefreiheit trotzdem sinnvoll, die Audio- und Videoformate auch als Transkripte zur Verfügung zu stellen. Menschen mit Hör- oder Sehbehinderung werden es der Republik danken.)

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Anonymous
luna llena
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Einfach nur toll! Danke an Frau Engelhardt für den Einblick in eine für mich nicht alltägliche Lebenswelt. Tolle Aufmachung der IT!
Und ja: Es ist schon etwas befremdlich, wenn Leute erstmals reinschreiben, was für ein Format sie wünschen, damit es in ihren durchtaktierten Tag passt.

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Es wurde doch explizit gefragt, was man vom Format hält? Darauf antworte ich gerne:-).

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Danke für die Rückmeldung Ihnen beiden.

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(unsichtbar)
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Danke für Ihre Rückmeldung. Wir wollen und müssen uns ständig weiterentwickeln, um zu gedeihen. Und die Republik ist ein Magazin, digital bedeutet das: Text, Ton, Fotografie, Bewegtbild, Grafik, Interaktion. Liefern wir Ihnen derzeit zu wenig zu lesen, da wir dieser Tage eine Tonproduktion publizieren? Herzlich, CM

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C. M.
· editiert
(unsichtbar)
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Gesprochene Podcasts höre ich nicht. Ich hätte dies gerne geschrieben.
Danke

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Versuchen Sie es. Es lohnt sich!

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Interessiert mich sehr, ich will aber nicht 5 mal eine Viertelstunde mit Kopfhörern dasitzen. Gibts das bald auch geschrieben.

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Elia Blülle
Journalist @Republik
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Versuchen Sie es. Lohnt sich!

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Gibt es inzwischen eine Möglichkeit, die Audio-Beiträge in einer Podcast-App zu abonnieren?

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Marco Di Nardo
Multimedia-Produzent @Republik
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Herausforderung angenommen! Durch die zahlreichen Rückmeldungen investieren wir mehr Zeit zur Optimierung der Nutzung unserer Audiobeiträge über externe Podcast-Apps. Im ersten Schritt bieten wir Ihnen neu ab sofort den wöchentlichen Podcast «Der Preis der Republik» offen via RSS an.

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Vielen Dank! Ich habe den Feed abonniert und mir bereits einige Beiträge angehört.

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