Wir sind die Republik. Ein digitales Magazin für Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur, das im Januar 2018 gestartet ist. Es ist ein Projekt gegen die Wahrscheinlichkeit: Wir wollen im winzigen Schweizer Markt ausschliesslich von unseren Leserinnen finanziert sein. Wollen Sie Teil dieses Abenteuers sein?

Aus der Redaktion

Unser Etat für Recherchen wartet auf Ihre Ideen

Auch in diesem Jahr finanzieren Republik und Project R unbequemen, mutigen, investigativen Journalismus. Wir suchen Autorinnen, die sich etwas trauen – und Recherchen, über die man sprechen wird. Nächster Eingabetermin: 30. September 2019.

26.02.2019

Seit Anfang 2018 gibt es den Recherche-Etat von Republik und Project R. Er wirkt.

Etliche der grossen Storys, die in der Republik erschienen sind, wurden so möglich. Es begann mit «Race, Class, Guns and God», dem fünfteiligen Roadmovie aus Trumps USA, es ging weiter mit der Serie «Mord auf Malta». Wir haben das Bündner Baukartell so umfassend ausgeleuchtet, dass ein Regierungsrats­kandidat zurücktreten musste, zur Cum-Ex-Steuerhinterziehung und zur Drogenpolitik recherchiert und ein Stück zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag veröffentlicht.

Aber auch kleinere Arbeiten haben wir aus dem Etat finanziert: die Recherche über einen Informanten, eingeschleust in die An’Nur-Moschee in Winterthur, der auffliegt und heute um sein Leben fürchtet, das Milliardengeschäft mit Aalen; und wir sind der Spur des russischen Dopingskandals bis in die Schweiz gefolgt – zu einem Arzt in Bern.

Daran wollen wir 2019 anknüpfen. Und dafür brauchen wir Sie. Ihren Spürsinn, Ihre Hartnäckigkeit, Ihre Recherche.

Einige Spielregeln

Bewerben Sie sich jetzt! Und beantworten Sie bitte diese zehn Fragen:

  1. Was ist der Arbeitstitel Ihres Beitrags?

  2. Wie lautet die Geschichte in einem Satz?

  3. Ganz grob: Worum geht es? (bis 3000 Zeichen)

  4. Was ist neu?

  5. Was ist das bestmögliche Ergebnis (maximum story)? Wenn alles scheitert, was haben Sie auf jeden Fall (minimum story)?

  6. Welche Wirkung hätte Ihr Beitrag?

  7. Wie wollen Sie das Thema umsetzen? Gibt es Multimedia-Elemente?

  8. Welches Budget benötigen Sie? Bitte unterscheiden Sie in Tages­ansätze und Sachkosten.

  9. Was wäre der ideale Zeitplan?

  10. Wer sind Sie? Was ist Ihr gelungenstes Projekt? Gibt es Interessenbindungen?

Bitte senden Sie die Antworten auf die zehn Fragen – so kurz wie möglich – zusammen mit Ihren Kontakt­angaben an recherchen@republik.ch.

Wir sichten die Einreichungen fortlaufend. Aber der nächste grosse Vergabetermin ist Ende September. Darum – bewerben Sie sich bis zum Stichtag:

30. September 2019

Die Entscheidung, welche Projekte unterstützt werden, fällt ein Gremium aus Chef­redaktion und Fach­redaktorinnen – ausschliesslich nach journalistischen Kriterien.

Wir versprechen: Ihre Idee wird vertraulich behandelt.

Bitte verstehen Sie, dass wir das Geld aus dem Recherche-Etat möglichst effizient einsetzen wollen. Darum gibt es gestaffelte Budgets. Das Budget für die erste Etappe beträgt bis zu 5000 Franken. Danach entscheiden wir gemeinsam, wie es weitergeht. Ist die Recherche fertig und geht sie in die Produktion? Ist weiterer Rechercheaufwand nötig? Oder macht man sie mit weit mehr Ressourcen richtig gross? Was können wir von der Republik an Know-how und Technik beisteuern?

Ihre Rechte, unsere Rechte

Die Republik verwertet die Recherche auf all ihren Medienkanälen vier Wochen lang exklusiv. Danach gehen die Nutzungs­rechte zurück an die Urheber. Sie dürfen dann gern weiter recherchieren, schreiben, verwerten. Egal wo die Geschichte eines Tages erscheint, sie muss den Zusatz tragen: «Finanziert aus dem Recherche-Etat von Republik und Project R».

Sie haben in diesem Artikel viele Worte gelesen …

… aber die wichtigsten drei fehlten. Seit je beruht jede funktionierende Gemeinschaft auf diesen drei Worten. Liebende sagen sie zueinander. Gute Politiker sagen sie ihren Wählern, gute Priester ihrer Gemeinde, gute Eltern ihrem Kind. Sie lauten: Fürchte dich nicht! – Wir von der Republik glauben, dass auch im Journalismus gilt, was Franklin D. Roosevelt einst zur Politik sagte: «Wir haben nichts zu fürchten als die Furcht selbst.»


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