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Aus der Redaktion

Unser Etat für Recherchen wartet auf Ihre Ideen

Auch in diesem Jahr finanzieren Republik und Project R unbequemen, mutigen, investigativen Journalismus. Wir suchen Autorinnen, die sich etwas trauen – und Recherchen, über die man sprechen wird. Nächster Eingabetermin: 30. September 2019.

26.02.2019

Seit Anfang 2018 gibt es den Recherche-Etat von Republik und Project R. Er wirkt.

Etliche der grossen Storys, die in der Republik erschienen sind, wurden so möglich. Es begann mit «Race, Class, Guns and God», dem fünfteiligen Roadmovie aus Trumps USA, es ging weiter mit der Serie «Mord auf Malta». Wir haben das Bündner Baukartell so umfassend ausgeleuchtet, dass ein Regierungsrats­kandidat zurücktreten musste, zur Cum-Ex-Steuerhinterziehung und zur Drogenpolitik recherchiert und ein Stück zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag veröffentlicht.

Aber auch kleinere Arbeiten haben wir aus dem Etat finanziert: die Recherche über einen Informanten, eingeschleust in die An’Nur-Moschee in Winterthur, der auffliegt und heute um sein Leben fürchtet, das Milliardengeschäft mit Aalen; und wir sind der Spur des russischen Dopingskandals bis in die Schweiz gefolgt – zu einem Arzt in Bern.

Daran wollen wir 2019 anknüpfen. Und dafür brauchen wir Sie. Ihren Spürsinn, Ihre Hartnäckigkeit, Ihre Recherche.

Einige Spielregeln

Bewerben Sie sich jetzt! Und beantworten Sie bitte diese zehn Fragen:

  1. Was ist der Arbeitstitel Ihres Beitrags?

  2. Wie lautet die Geschichte in einem Satz?

  3. Ganz grob: Worum geht es? (bis 3000 Zeichen)

  4. Was ist neu?

  5. Was ist das bestmögliche Ergebnis (maximum story)? Wenn alles scheitert, was haben Sie auf jeden Fall (minimum story)?

  6. Welche Wirkung hätte Ihr Beitrag?

  7. Wie wollen Sie das Thema umsetzen? Gibt es Multimedia-Elemente?

  8. Welches Budget benötigen Sie? Bitte unterscheiden Sie in Tages­ansätze und Sachkosten.

  9. Was wäre der ideale Zeitplan?

  10. Wer sind Sie? Was ist Ihr gelungenstes Projekt? Gibt es Interessenbindungen?

Bitte senden Sie die Antworten auf die zehn Fragen – so kurz wie möglich – zusammen mit Ihren Kontakt­angaben an recherchen@republik.ch.

Wir sichten die Einreichungen fortlaufend. Aber der nächste grosse Vergabetermin ist Ende September. Darum – bewerben Sie sich bis zum Stichtag:

30. September 2019

Die Entscheidung, welche Projekte unterstützt werden, fällt ein Gremium aus Chef­redaktion und Fach­redaktorinnen – ausschliesslich nach journalistischen Kriterien.

Wir versprechen: Ihre Idee wird vertraulich behandelt.

Bitte verstehen Sie, dass wir das Geld aus dem Recherche-Etat möglichst effizient einsetzen wollen. Darum gibt es gestaffelte Budgets. Das Budget für die erste Etappe beträgt bis zu 5000 Franken. Danach entscheiden wir gemeinsam, wie es weitergeht. Ist die Recherche fertig und geht sie in die Produktion? Ist weiterer Rechercheaufwand nötig? Oder macht man sie mit weit mehr Ressourcen richtig gross? Was können wir von der Republik an Know-how und Technik beisteuern?

Ihre Rechte, unsere Rechte

Die Republik verwertet die Recherche auf all ihren Medienkanälen vier Wochen lang exklusiv. Danach gehen die Nutzungs­rechte zurück an die Urheber. Sie dürfen dann gern weiter recherchieren, schreiben, verwerten. Egal wo die Geschichte eines Tages erscheint, sie muss den Zusatz tragen: «Finanziert aus dem Recherche-Etat von Republik und Project R».

Jetzt sind Sie dran!

Was gefällt Ihnen an diesem Beitrag? Was gibt es zu ergänzen? Was ist kritikwürdig? Ihre Mitverlegerinnen und die Redaktion freuen sich auf Ihr Wissen und Ihre Perspektive. Reden Sie mit auf unserer Dialogseite.

Da Sie schon hier sind – eine Warnung!

Wir von der Republik wollen Sie als Abonnentin gewinnen. Deshalb sagen wir Ihnen nur ungern, dass Lesen nicht ohne Risiko ist. Schopenhauer warnte, dass gleichsam mit fremdem Kopf denkt, wer liest. Und dadurch allmählich die Fähigkeit verliert, selber zu denken. Sein Schluss: «Solches aber ist der Fall sehr vieler Gelehrter: Sie haben sich dumm gelesen.» Deshalb versprechen wir Ihnen, falls Sie uns abonnieren, Ihnen so wenig wie möglich zu liefern: nur das Wesentliche. Und nur im Notfall mehr als drei Texte pro Tag.


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