Genossenschaftsrat

Wir wollen in Jahren, Produktelinien und Millionen denken

Was wir vom ersten Treffen berichten können. Brief einer Genossenschaftsrätin.

Von Carla Allenbach, 13.12.2018

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Liebe Verlegerinnen, liebe Verleger

Wir können Ihnen von der ersten Genossenschaftsratssitzung berichten.

Am Samstag, 24. November 2018, sind die von Ihnen gewählten Genossenschaftsrätinnen und -räte aus allen Ecken der Schweiz angereist. Während manche von weit her kamen, mussten andere nur ein paar Strassen überqueren, um an der ersten gemeinsamen Sitzung im Rothaus an der Langstrasse teilzunehmen.

Die Kennenlernrunde belegte, dass die Rätinnen und Räte genauso divers sind wie die Verlegerschaft: Junge, Erfahrene, Studierende, Doktorierte, Angestellte, Selbstständige, Familienväter und Hundemütter. Ob Splitboardfahrerin oder Notar, ob Schüler oder Journalistin, wir sind Gleichgesinnte: Wir wollen freien, unabhängigen Journalismus.

In der Runde spürte ich schnell, was für ein enormes Pflichtbewusstsein die von Ihnen gewählten Rätinnen und Räte gegenüber dem Amt aufbringen – und wie viele grosse und kleine Ideen sie bereits mitbrachten. Noch ist nicht klar, was genau unsere Aufgaben sind. Diese werden wir erst noch definieren und Schritt für Schritt erarbeiten – sowohl für uns als Genossenschaftsrat wie auch als Individuen. Für mich war es trotzdem – oder gerade deswegen – richtig schön, ein Teil dieser Runde zu sein und zu sehen, wie viele andere mein eigenes Bedürfnis teilen, mich für den Journalismus und gelebte Demokratie einzusetzen.

Kennenlernrunde in engagierter Atmosphäre: Die erste Sitzung des Genossenschaftsrates in der Rothaus-Bar. Nick Lobeck

Wir klärten die Erwartungen an den Vorstand wie die an uns selber als Genossenschaftsrat von Project R. Fast alle unserer Mitglieder hatten vorgängig die Statuten – 18 Seiten trockene Juristerei – gelesen und sich mit den Unterlagen zur Republik und zu Project R auseinandergesetzt. Sie sehen: Sie haben sich für gewissenhafte Vertreterinnen und Vertreter entschieden! Geeinigt haben wir uns schliesslich auf transparente Zusammenarbeit und gemeinsame strategische Ziele. Wir wollen «in Jahren, Produktlinien und Millionen» denken.

Selbst während wir in der Mittagspause das Eingeklemmte verspeisten und Kaffee tranken, packten wir die Gelegenheit, uns noch mehr mit einzelnen Ratskolleginnen und -kollegen auszutauschen, noch einmal Post-its mit Ideen zu ergänzen, sie zu clustern und uns schon wieder Gedanken über die zu gründenden Arbeitsgruppen für den Nachmittag zu machen.

Im zweiten Teil der Sitzung definierten wir ebendiese Arbeitsgruppen. In diesen werden wir bis zur nächsten Ratssitzung am Samstag, 16. März 2019, zusammenkommen und Konzepte kreieren, um am Treffen im Frühling die ersten Ergebnisse zu präsentieren.

Wir haben vier Arbeitsgruppen definiert: Kommunikation, Finance and Legal, Zukunftsprojekte und Marketing. Besonders auf die Kommunikation dürfen Sie gespannt sein, denn da werden wir unter anderem herausfinden, wie wir Sie als Verlegerinnen und Verleger angemessen informieren, und wie Sie umgekehrt möglichst einfach mit uns in Kontakt treten können.

Nun hoffen wir, dass Sie überzeugt bleiben vom Produkt und Ihr Abonnement für die Republik erneuern. Wir selbst tun das mit Freude und machen uns an die Arbeit. Im Frühjahr berichten wir Ihnen vom Erreichten.

Danke für Ihr Vertrauen in uns!

Carla Allenbach für den Genossenschaftsrat

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