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Zuckerbergs neues Monster

Die Propaganda auf Facebook bekam Mark Zuckerberg allmählich in den Griff. Doch das reicht nicht. Denn Facebooks neues Problem heisst Whatsapp. Wie sich aktuell in Brasilien zeigt.

Von Adrienne Fichter (Text) und Isabelle Schwab (Video), 26.10.2018

«Mark Zuckerberg kennt die Antwort, doch sie schmerzt: Er müsste seine Maschine abschalten»: Mit diesem Satz endete unsere Geschichte mit dem Titel «Zuckerbergs Monster». Die Geschichte, mit der die Republik vor rund neun Monaten loslegte. Der Artikel beschrieb Facebooks Verwandlung von einem sozialen Netzwerk zu einer Manipulationsmaschine.

Was hat Zuckerberg in den letzten zehn Monaten getan, um das Monster zu zähmen? Durchaus vieles: Er lässt politische Werbung extra streng prüfen, ausländische Werbekunden entfernen und Fake-Profile löschen.

Doch es reicht nicht. Denn diese Massnahmen greifen nur in westlichen Industrienationen.

Im globalen Süden hat sich ein neues Monster aus dem Facebook-Imperium ausgebreitet. Eigentlich ein adoptiertes. Zuckerberg kaufte es für 19 Milliarden Dollar, vor vier Jahren. Von seinen Gründern Jan Koum und Brian Acton.

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Die wichtigsten Links zu unserem Video

Messer-Attacke auf Jair Bolsonaro

Whatsapp gratis im Internetpaket der Telecomanbieter

Nutzung von Whatsapp (Zahlen) in Brasilien

Lynchmob wegen Whatsapp-Nachricht in Indien

Datenschutzgesetz in Brasilien (tritt erst 2019 in Kraft)

Privatjet von Lula da Silva (Gerücht auf Whatsapp)

- Familienchats verantwortlich für Verbreitung von Whatsapp in Brasilien

– Karte über die Verbreitung von Propaganda und Desinformation via Whatsapp, basierend auf den Daten des «Computational Propaganda Research Project» des Oxford Internet Institute

Aufklärungsvideo zu den Morden in Indien von Youtuber Dhruv Rathee

Tech-Hearing von Mark Zuckerberg vom 10. April 2018

Tech-Hearing von Sheryl Sandberg vom 5. September 2018

Der «Election War Room» von Facebook

Debatte: Braucht Whatsapp einen Notschalter?

Kann das Problem mit Whatsapp nur technisch gelöst werden? Müssen die Nutzerinnen nicht eher lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen? Oder soll Whatsapp in diesen Situationen – wie zum Beispiel bei Wahlen in Brasilien – eine Art Notsperre verhängen und die Kommunikation einschränken? Hier gehts zur Debatte.

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