Debatte

Wie weit darf Steueroptimierung gehen?

Teile der Finanzelite bereicherten sich europaweit mit sogenannten Cum-Ex-Deals beim Fiskus. Sie sagen, es sei legal gewesen. Doch ist es damit auch moralisch vertretbar?

18.10.2018

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Koordiniert vom Berliner Recherchezentrum Correctiv haben wir gemeinsam mit achtzehn Medienhäusern aus ganz Europa monatelang recherchiert. Das Ergebnis: die Cum-Ex-Files. Mit ausgeklügelten Transaktionen hat ein Netzwerk aus Bankern, Beratern und Anwälten mehrere europäische Staaten gezielt um mehr als 55 Milliarden Euro erleichtert.

Die Profiteure berufen sich darauf, dass alles legal gewesen sei. Sie hätten eine Lücke in den Steuergesetzen ausgenutzt und sich mit den Cum-Ex-Transaktionen nicht strafbar gemacht.

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Wieso sollen wir einen Brief an deutsche Behörden unterzeichnen, wo doch unser Land dem Stand meines Wissens nach das Bankgeheimnis abgeschafft hat, jetzt aber eine Schweizer Bank auf Bankgeheimnisverletzung klagt, weil diese im Verdacht steht und die Schweiz deswegen Deutschland um Rechtshilfe wegen Geschäftsgeheimnisverletzung ersucht? Irgendwie geht mir das nicht auf und ich habe den Eindruck, dass der Geschichte um den größten Steuerbetrug in unserem Land zuwenig Aufmerksamkeit zukommt. Ich hoffe, die Republik ist da dran und lässt die Sache nicht unter dem Teppich verrotten ?! Bitte kein P.S. mehr in dieser Sache, sondern Schlagzeilen.

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Zuerst einmal: Hut ab vor Lukas Schwarzenbach. Es tut gut zu hören, dass es auch aufrichtige, clevere und bescheidene Personen gibt im Staatsdienst. Ein herzliches Dankeschön dem Retter von Millionen für unseren Staat.
Dem gewissen- und skrupellosen Hanno Berger und Konsorten hingegen wäre zu wünschen, dass sie sich allen geprellten Steuerzahlenden stellen müssten, einer langen Schlange von Menschen, Aug in Auge.
Der Republik herzlichen Dank für die (Mit-)Recherche und Aufdeckung dieser kriminellen Machenschaften. Zum Glück gibt es Medien, welche nicht locker lassen und allen Hindernissen zum Trotz ihre Aufgabe als vierte Gewalt wahrnehmen. Das ist so wichtig wie unverzichtbar.

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M. A.
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Schrecklich. Aber die wahren Gefährlichen sind ja die Sozialschmarotzer, Asylanten und die verdammte EU!

Danke für die interessante Recherche, welche wieder einmal deutlich zeigt, dass zu allererst den Reichen auf die Finger geschaut werden muss.

Ich finde es spannend, dass Unternehmen beliebig das Ausnutzen ihrer Dienste untersagen können und das bereits das Umgehen von Kopierschutzmassnahmen (seien sie noch so trivial) als illegal gilt. Steuerschlupflöcher hingegen können beliebig, sprich auf Milliardenbeträge (wie wir gerade gelesen haben), ausgeblutet werden und es dauert Jahre bis Jahrzehnte, bis irgendetwas dagegen unternommen werden kann. Eigentlich sollte Steueroptimierung nur zu einem gewissen Grad möglich sein. Alles was darüber hinaus geht, ist als ungerechtfertigte Bereicherung nicht erlaubt. Zum Glück hat wenigstens die Schweizer Steuerverwaltung die Zahlung verweigert und vor Gericht recht bekommen.

PS: Ein anderes Problem ist natürlich auch die ausufernde Komplexität von Derivaten. Sollte meiner Meinung nach ebenfalls nicht möglich sein.

PPS: Ausserdem werde ich nicht zufrieden sein, sollten überführte Beteiligte nur Rückzahlungen tätigen müssen und straflos davon kommen.

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Liebe Kommentatorinnen, liebe Kommentaren, ich möchte mich ganz herzlich bedanken für Ihre Nachrichten. Uns freut Ihr Lob, Ihre Kritik nehmen wir uns zu Herzen. Was ich wissen möchte: Was interessiert Sie? Wo sehen Sie Misstände? Wo wird Macht missbraucht? Ich freue mich über Hinweise an sylke.gruhnwald@republik.ch. Vielen Dank für Ihr Vertrauen, sgr.

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Es menschelet dermasse infantil. Ich bringe einfach keine besondere Empörung mehr auf. All das geschieht in der wirtschaftlichen Praxis täglich in so vielen Abläufen. Profit machen ist zur Religion geworden. Die Verachtung des andern, die Verachtung der "Gemeinschaft", die Hinterhältigkeit und der Sport des Täuschens und "Verseggelns". Es ist der Sport. Und es verhält sich auch wie im Sport mit dem Doping. Es scheint ein Riesenbedürfnis zu geben sich "frei"...und bar jeden Gefühls egozentriert zu bewegen. Es ist ein Uebel und es existiert wirklich. Ich hab mich lange richtig genervt über diese Mentalität und nun lässt es mich so kalt. Natürlich gut für jeden, den man erwischt und dem dann eines der von ihm verachteten Gerichte sagt: Du hast Strafe! Du böse, du, mei mei! und ab in den Knast. Dann kommen die Bücher raus, von den "Wandlungen...ich habs eingesehen...ich war böser Bub, ich jetzt ganz anders. " Auch diese Exgauner Bücher les ich nicht mehr.
Oder die Kracks werden freigesprochen, weil man ihnen anscheinend nichts beweisen kann.......alles möglich. Diese Geschichten sind alle so eingefettet, eingebettet in einer Unmenschlichkeit und geschmachlosen Würdelosigkeit, die männlicher und dümmer nicht sein könnten. Ich kann da gar nichts mehr dabei empfinden, was mich erregt, bewegt oder Moral absondern lässt oder über fehlende Ethik klagen oder mit Freude erfüllt, dass man ihnen auf die Schliche kommt. Solange wir Kinder voller Ueberzeugung zum Wettbewerb zurecht stutzen, wird das alles so weitergehen bis in die kleinste Zelle unserer Gesellschaft. Solange bis wir den Scheiss erkennen, den wir normal und richtig finden. Gänzlich umdenken wird unser nächster Schritt sein müssen, auf allen Gebieten, und das muss von der Kultur und der Bildung kommen.

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Sie machen es, weil sie's können und weil's legal ist...
Eigentlich ist das die weltweit am weitesten verbreitete Einstellung in der Geschäftswelt, in der vom "Big Business" und vom Militär gekauften Politik, und in den (entgegen unseren Idealvorstellungen) meist von privaten Geldgebern abhängigen und instrumentalisierten Institutionen, wie Anwaltskanzleien, Gerichten, oder Privatmedien, welche eigentlich Gegengewalten zum "Organisierten Verbrechen" sein sollten.
Dann gibt es aber in diesem grösstenteils frustrierenden und enttäuschenden, weltweiten Sumpf aus Skrupellosigkeit, Falschheit, Korruption und ungezügelter Geldgier auch regelrechte Inseln und Oasen, wo Menschen arbeiten und leben, denen auch und erst recht im Jahre 2 nach der Wahl von Donald Trump verstaubt wirkende Begriffe wie Ehre, Gewissen, oder Berufs-Ethos noch so viel bedeuten, dass sie diese zivilisatorischen WERTE über das oberflächliche und seelenlose Zusammenraffen von Geld und Status-Symbolen stellen!
Solche Menschen, wie hier die an den Cum-Ex-Files beteiligten JournalistInnen handeln nun aber nicht unbedingt moralisch und altruistisch, sondern durchaus im eigenen Interesse an ehrlichen und verlässlichen menschlichen Beziehungen und an einer Zufriedenheit und einer (ganzheitlichen) Lebensqualität, die AUCH DIE UMWELT mit einbezieht!
Es bringt mir letztlich nichts, wenn ich mich als stinkreicher Sadist in irgendeiner Villa mit schöner Aussicht und grossem Swiming Pool einbunkere, damit ich mich vollfressen kann, wenn ich dann nur noch falsche Speichellecker und Ja-Sager um mich versammelt habe, eine eigentlich unmotivierte Edel-Prostituierte als Frau und eigentlich widerwillige Edel-Prostituierte an Parties und Wachpersonal und Body-Guards brauche, wenn ich mit meinem Rolle Royce in den Niederungen von Volks-Strassen herumkurve, um zu den Edel-Boutiquen und Gourmet-Restaurants zu gelangen.
Das Alles kostet zwar ein Heiden Geld, ist aber im Grunde völlig hohl und wertlos!
Die meisten Geld-süchtigen gehen irgendwann vereinsamt zu Grunde, von allerletzten Erbschleichern und ihren Schmeicheleien umgeben, bis sie schliesslich sterben und tot sind.
Vermisst werden sie nach ihrem Tod von niemandem.
Aber der Streit um das Milliarden-Erbe wird heftig und beschäftigt noch über viele Jahre hinaus viele Anwälte und Richter. So lange, bis irgendwann auch dieses Geld aufgebraucht worden ist...

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Die Denkweise dieser pseudo-liberalen Finanzer erinnert leider ganz stark and diejenige der Autofahrer:
Jeder Autofahrer weiss, dass er giftige Abgase emittiert.
Jeder weiss, dass Gifte in der Atmosphäre Leute und Kinder vergiften.
Jeder weiss, dass es amoralisch ist, Leute zu vergiften.
Jeder weiss, dass jetzt, wo wir Elektroautos haben, eine weitgehend ungefährliche Alternative besteht.
Trotzdem fahren jeden Tag tasuende Leute mit Verbrennungsmotoren umher.
Sie tun dies, weil es nicht explizit vom Gesetzt verboten ist, was natürlich auf die starke Autolobby zurückzuführen ist.

https://www.tagesanzeiger.ch/sonnta…y/16663026

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Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.
Ganz einfach zu handhaben: wenn die Profiteure ihren Leistungserbringern (Gärtnern etc.) auch deren Leistung doppelt bezahlen und dabei noch massivst aufrunden ... würde die Angelegenheit doch anders aussehen. Meine Erfahrungen sind allerdings (ganz, ganz) andere: da wird gespart und gespart und optimiert und optimiert.
Mit dieser Schamlosigkeit ist dann auch der ständigen Kritik an zu engen Regelungen für Unternehmer (leider!) der Boden entzogen.

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Nachdem ich diese Pressemeldungen (jeweils nebenbei publiziert und nicht gross abgehandelt) über mehrere Jahre verfolgte, hatte ich zu Beginn dieses Jahres die Möglichkeit diese Thematik von kompetenten Juristen erklärt zu bekommen.
Diese zeigten sich völlig überrascht, dass die DE-Behörden derart lange Zeit benötigten um den Sachverhalt INTERN abzuklären: obwohl sich die Büros der entsprechenden Amtsstellen auf (nicht sportlicher!) Wurfdistanz im gleichen Gebäude befanden, gelang es nicht innert nützlicher Frist (Jahre!) entsprechende Meldungen abzusetzen.
Diese Gesprächspartner gehen aufgrund dieser behördlichen Missstände davon aus, dass die Verurteilungen sehr überschaubar bleiben werden, da quasi amtlich bewilligt!
Damit stellt sich doch tatsächlich die Frage, weshalb die Behörden dies so lange akzeptierten. Und wer die tatsächlichen Nutzniesser davon waren.
Denn hier gilt: nicht alles was rechtlich möglich ist, ist letztlich moralisch rechtens. Eine Sichtweise, zugegebenermassen, welche sich nicht in Geld bewerten lässt. Aus persönlichem Interesse würde mich noch interessieren, weshalb dieser Sachverhalt gerade jetzt hochgepusht wird ... denn es war ja schon lange, lange bekannt: steckt auch dahinter eine Agenda? Wäre schade darum, denn äusserst verwerflich ist die Angelegenheit wahrlich. Auch früher schon.

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Der Amerikanische Staat wuerde nun mit 100 Milliarden Strafen fuer die Beteiligten drohen. Aber vorher noch die Steuer Abzugsfaehigkeit von Strafen im Ausland streichen. Egal, ob's vorher legal war, egal ob ein Schaden entstanden ist. Dann kommt zumindest etwas in die Kasse (zurueck).
Hier wurde ja tatsaechlich ein Schaden verursacht, wir lassen uns ueberraschen.

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Unglaublich gute Geschichte. Danke!

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„Das waren achtzehn Stunden, zwanzig Stunden pro Tag, über viele Jahre.“ Als ob Fleiss jegliches streben zur Tugend macht. Wie viel Zeit und Hirnschmalz durch den Steueroptimierer und andere Wirtschaftsparasiten verschwendet werden, lässt sich nur erahnen. Wie viel Probleme dieser Welt liessen sich vielleicht lösen, wenn dieser Hirnschmalz, dieses Engagement für was schlaueres investiert würde...

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Ich kann's echt nicht glauben. Immer wieder passieren solche Grauzone-legalen Schweinereien, und trotzdem kann ich's nicht glauben. Ich fühle mich ausgeliefert, verraten (lies: verarscht) und verkauft, machtlos und ohnmächtig – und als ausgesteuerte Langzeitarbeitslose zudem auch noch verhöhnt.

Kein Wunder, wird seriösem Investigativ-Journalismus die Gelder gekappt und der Journalismus insgesamt fake-diffamiert. Wie sonst kämen solche ethischen Verbrechen je an die Öffentlichkeit? Danke.

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Interessanter Beitrag. Ich lese die Republik ausserordentlich gern.

Wenn jemand findet, dass alles was nicht verboten ist, erlaubt ist, scheint er die Voraussetzung für ein Leben in einer Gemeinschaft nicht verstanden zu haben. In einigen Leserkommentaren wird die Recherche als Möglichkeit für einen Rundumschlag gegen andere Philosophien genommen. Ich glaube nicht, dass die Taten aufgrund des Kapitalismus, (Neo-) Liberalismus oder aufgrund von reichen Mitbürgern geschehen, sondern aufgrund von unethischen Menschen. So sehr ich mir wünsche, dass ein solches Verhalten bestraft wird, so bin ich doch der Meinung, dass eine juristische Bestrafung für ein nicht verbotenes Verhalten, nicht möglich sein kann. Das unrechtsmässig erworbene Geld zurückgeben: ja, mehr liegt wohl nicht drin. Bestrafen kann man solche Personen höchstens mit Abwendung!

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Merci, Herr Motti, für Ihren Kommentar. Wie Sie schreiben, wir Leserinnen, wir Rechercheure sind keine Richter. Die Urteile werden diese sprechen müssen. Herzlich, sgr.

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Einmal mehr habt ihr einen guten Artikel verfasst. Ich finde es beschämend, dass unsere Kantonalbank da mitgemacht hat. Das die CS und UBS solche Geschäfte mit unterstützen ist für mich nichts neues. Von der ZKB hätte ich dies nicht erwartet. Jeder der sein Geld bei einer humanen Bank anlegen und solche kriminielle Machenschaften nicht unterstützen möchte, empfehle ich die Alternative Bank Schweiz.

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Und wenn man unbedingt etwas "Positives" sehen will: Kapitalverbrecher müssen in unseren Zeiten keine Leute umlegen. Ersthaft: Kann man jetzt immer noch finden, Sozialdetektive seien nötig/sinnvoll? Ich vermute halt, dass Leute wie Roger Köppel die Argumentation dieser "Berger" übernehmen: Was nicht verboten ist, ist erlaubt und gute Moral ist die, welche die Reichen und Mächtigen schützt.

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Diese ganze Geschichte ist ja nicht neu, bereits Mitte 2017 berichteten Die Zeit und ARD in gross angelegten Recherchen darüber, etwa hier. Klar, damals ging es vor allem um Deutschland. Ist das in etwa die Halbwertszeit einer Entrüstungswelle, wie sie auch damals schon entflammte?
Nun diese erneute grossartige Recherche, wird sie tatsächlich Folgen haben? Die Rechercheure feiern sich als Helden inklusive Republik, die Leser und Bürger entrüsten sich inklusive mir. Ist das nun fatalistisch, wenn ich sage: Bald wird darüber der Schleier des Vergessens gelegt, werden wir sanft entschlafen in den Alltag mit all den uns näher liegenden Sorgen inklusive der Frage, wie zahle ich meine nächsten Steuern möglichst pünktlich ein? Wäre da nicht die zunehmende Angst und Unsicherheit des gemeinen Volkes hüben und drüben, das sich immer zahlreicher dem brandgefährlichen reaktionären Politmob anschliesst. Wie können wir diesen ganzen Scheiss noch stoppen, den Feudalherren, den Abzockerinnen und Abzockern endlich Paroli bieten? Wie kriegen wir Genugtuung und Gerechtigkeit, ohne selber zum Ächter und Schlächter zu werden? Indem wir aus Sozialspionen Finanzpolizisten machen, wie das grad diskutiert wird? Dabei wäre es so simpel, wenn wir uns an Leitsätze hielten, wie sie etwa André Gorz in seiner Kritik der ökonomischen Vernunft formulierte: „Als Mitglied der Gesellschaft habe ich das Recht darauf, von ihr einen Anteil am gesellschaftlich produzierten Reichtum zu verlangen; als ihrem Mitglied hat die Gesellschaft mir gegenüber das Recht, von mir den entsprechenden Anteil der gesellschaftlichen Arbeit zu verlangen. Über die Pflicht, die sie mir setzt, erkennt sie mich als ihr Mitglied an.“

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Genau, Herr Reichenbach, auf die Arbeiten unserer Kolleginnen und Kollegen weisen wir in der Lesehilfe hin. Was folgt? Aktuell wird in Brüssel, Berlin und Kopenhagen diskutiert: https://www.reuters.com/article/us-…SKCN1MT1OR Wir bleiben dran. Recherchieren. Das ist unsere Arbeit. Wie kommen sie darauf, dass wir uns als Helden feiern würden? Beste Grüsse, sgr.

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(Schreiben bevor ich den Artikel ‚Der 55-Milliarden-Coup‘ gelesen habe? Nur auf Grund eines Teasers? Ja!)

Die Bezeichung ‚genialer Anwalt‘ stört mich, verstört mich. Eine Person, die ihre Ausbildung und ihr Wissen derart einsetzt, ist zuerst einmal ein Mensch mit einer geballten Ladung an krimineller Energie. Und wenn sich solche betrügerischen Konstrukte nur mit mehreren Personen realisieren lassen, so sagt man dem Verschwörung.

(Alles andere ist Vernebelung - Grrrrrrrr - und nun lese ich die Artikel ;)

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Guten Abend Herr Appenzeller, genial oder gerissen? Und: Haben Sie unseren Beitrag gelesen, was sagen Sie? Herzlich, sgr.

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Guten Abend Frau Gruhnwald

Natürlich habe ich den Artikel gelesen - und meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Ich empfinde den Umfang des Artikels unnötig aufgeblasen. Die Situation dünkt mich einfacher als dargestellt:
Stellen Sie sich doch vor, Sie kaufen etwas, und werden nun mit doppelten Rechnungen, Rückzügen, Mahnungen, Rückzügen von Mahnungen und Betreibungsdrohungen so verwirrt, dass Sie eine Rechung irrtümlich doppelt bezahlen. Der Rechnungsteller ist betrügerisch und Ihnen gegenüber Schuldner auf Grund der Entstehung einer Obligation durch ungerechtfertigte Bereicherung (OR Art 61).

Was soll daran genial oder gerissen sein? Ich empfinde solchen Sprachgebrauch für dieses kriminelle Vorgehen als zu positiv. Solche Verharmlosungen sind Teil der Strategie von H. Berger und Co. .

Beste Grüsse, KA

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Anonymous
· editiert
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Danke, Uebersicht!

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unglaublich, welch kriminelle Energie diese prinzipiell ja nicht unintelligenten Menschen aufbringen. Das Geld dem "Staat" wegzunehmen heisst es der restlichen Bevölkerung wegzunehmen.
Das ist definitiv kein Kavaliersdelikt.

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einmal mehr, danke republik! die schweinerei der finanzbranche ist so gross, mir fehlen die worte. es scheint, dass gewisse regierunge gar kein intresse haben dagegen vorzugehen. schaden für die wirtschaft, verlust von arbeitsplätzen bla-bla-bla............
gut gibt es noch anständige steuerbeamte und hartnäckige journalisten/innen

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Merci vielmals für Ihr Lob! Wir machen weiter.

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Wenn aber Verrechnungssteuern, die nie bezahlt worden sind, zurückerstattet werden und nirgends klar wird, dass die Dividende von einem nicht steuerpflichtigen Broker im Ausland produziert wird - dann gab es ja wohl tatsächlich auch Versäumnisse auf Seiten der Steuerbehörden?

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Was nicht verboten ist, ist erlaubt - schon komisch, das von einem ausgebildeten Juristen zu hören. Im Strafrecht mag das richtig sein, im Ordnungsbussengesetz sicher auch, im Zivilrecht wird's dann schon interessant. Der Richter darf die Lücke füllen. Der Missbrauch eines Rechts wird nicht geschützt. Das Steuerrecht hängt mit beiden Beinen im Leben und ist vor allem eins nicht: Strafrecht.

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Genau! Wir haben auf dem Weg der Recherche viel dazu gelernt. Wie Anwälte ihren Beruf und Berufsethos verstehen. Dass Recht und Gerichtigkeit zwei Paar Schuhe sind. Und Moral und Fairness ebenso. Beste Grüsse, Sylke Gruhnwald

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Die Starken nehmen, was sie können, und die Schwachen ertragen, was sie müssen.

Nicht sehr überraschend, da "natürlich" wenngleich widerlich, dafür aber umso dämlicher: da muss man sich dann nicht wundern, wenn die oben genannten Schwachen sich zusammenrotten und mit den sprichwörtlichen Fackeln und Mistgabeln korrigierend eingreifen. Es sei denn, sie sind gerade mit Brot und Spielen beschäftigt?

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Mark Moser
· editiert

Echt super gemacht. Ich bin mir gerade am überlegen, ob ich den Jahresbeitrag für die R zahlen soll. Diese Recherche hat mir die Antwort gegeben. Genial gemacht. Danke.

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Dankeschön, lieber Herr Moser, das freut uns.

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Merci, Herr Moser. Wir machen weiter, versprochen!

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Um ehrlich zu sein fällt es mir je länger je schwerer, noch Wut über solches Verhalten zu empfinden. Wut impliziert für mich den Glauben, dass es auch anders, besser, ginge. Ich sehe dafür keine Hoffnung. Finanz-, Wirtschafts- und auch Politikeliten sind systemisch bis auf die Knochen korrupt und verdorben, bestochen durch das "Erfolgssystem Kapitalismus", bei dem von den gleichen Nutzniessern dieser Korruption geflissentlich ignoriert wird, dass es nie zuvor in seiner Reinform existiert hat. Das Ende dieser Geschichte wird nur eine menge Freisprüche beinhalten...

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Guten Abend Herr Z., mir ging es ähnlich in der Recherche. Nach zig E-Mails, Abhörprotokollen und Vernehmungen, war ich eins nicht mehr: wütend. Anders ging es einer deutschen Kollegin: Sie hat die Wut richtig gepackt. Was ich weiss: Wir müssen dran bleiben, Strukuren und Machtgefüge hinterfragen und recherchieren. Merci, sgr.

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Ich kann nur den Kopf schütteln! Wie abgehoben muss man sein, um nicht zu merken, dass Steuergelder allen in einem Lande lebenden Menschen zugutekommen. Die Infrastruktur braucht schliesslich finanzielle Mittel, für die je nach Finanzkraft Steuern erhoben werden.
Gier ist leider auch hier die treibende Kraft. Viel Geld zu haben genügt nicht, es muss immer mehr sein. Moralische Überlegungen sind da nur hinderlich. Unglaublich, wie lange so ein System funktionieren unentdeckt bleiben konnte!
Ich bin nur froh, dass hier wenigstens die Schweiz ein Gesetz erlassen hat, welches solche Steueroptimierung in grossem Stile nicht mehr zulässt. Es sind die gleichen Leute, die unbedingt Sozialdetektive einsetzen wollen, aber gegen Transparenz bei Parteispenden sind. Und die immer lautstark verlauten lassen, dass unbescholtene Bürger nicht unter den Generalverdacht der Steuerhinterziehung gestellt werden dürften.

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Das mit der Frage, wem die Steuergelder zukommen ist genau die Frage, ob es um Steuervermeidung um jeden Preis geht (bloss nicht an den Staat etwas zahlen) oder einfach nur um die Vermeidung von Kosten (also am Ende etwas mehr im Portemonaie haben). Ich kenne genügend, und da werden die Protagonisten im Artikel aich dazu gehören, die lieber mehr einem (beispielsweise Finanzinstitut) zahlen würde als eine geringere Summe an den Staat.

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wie recht sie haben!

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Vielleicht könnte der Staat ja, anstelle der Sozialdetektive, solche gegen Steuerhinterzieher eisetzen?? Aber es ist natürlich einfacher, gegen IV-Bezüger vorzugehen, sie haben weder Macht noch Einfluss. Diese Geschichte ist dermassen skandalös, dass ich keine Worte dafür finde! Danke für den Einsatz an die Journalistinnen, Journalisten und an die hartnäckigen Steuerbeamten!

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Dem Dank an die Journalist*innen möchte ich mich anschliessen: endlich kommt diese unsägliche Geschichte ans Tageslicht, bekannt war's ja schon lange!
Nicht einig gehe ich aber mit dieser Bemerkung, wonach zwischen "normalem" Unrecht und "nicht akzeptablem" Unrecht unterschieden werden soll: beides ist verwerflich, beides ist zu ahnden. Denn ich habe weder Lust, mit meinem Steuern fiktive Steuererstattungen zu finanzieren, noch mit meinem AHV-Beitrag fiktive Kranke zu unterstützen.

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Weshalb "entweder-oder" ? Natuerlich "und". Eigentlich alles was ein Selbstlaeufer ist. Wenn ein Sozialdetektiv seinen Jahreslohn nach 2 Monaten draussen hat, ist das gut. Wenn ein Steuerfahner an so einem Projekt seinen Jahreslohn nach 1 Minute draussen hat ist das besser. Ein oekonomisch denkender Staat stockt hier auf. Steuerfahndung ist eine Goldgrube. Freie Mitarbeiter, die bei der Jagd helfen, wie zB Journalisten, sollten eine Praemie erhalten.

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Fantastische Recherche und spannende Artikel. Auch die interaktive Visualisierung und die Illustration sind toll gemacht.
Stimme auch überein mit dem Kommentar von Dittli; Das ist die grosse politische Herausforderung unserer Zeit (nebst der Klimaerwärmung). Einerseits, die Problematik des entfesselten Neoliberalismus und die Folgen davon zu erklären, andererseits, wirksame Rezepte dagegen zu finden und umzusetzen.

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Vielen Dank fürs Kompliment, werde ich dem Illustrator gerne weiterleiten.

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Vielen Dank für Ihr Lob, Herr Wenger. Mir gefällt die Illustration von Schwarzenbachs Schreibtisch sehr. Sie wird einen Platz über meinem Arbeitsplatz bekommen.

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Ich glaube, dass mir viele zustimmen, wenn ich behaupte, dass einer der schlimmsten Typen unserer Gattung der hyperintelligente Gierige ist. Es ist interessant, dass aber genau diese Menschen von allen bewundert werden. Buffet, Bezos, Jobs udgl. stehen im Rampenlicht und jedes ihrer Worte wird mit Gold aufgewogen.

Die Aussage von Herrn Berger hat mir gezeigt, dass ich in meiner kleinen unbedeutenden Ecke nichts zu melden habe. Andere bestimmen die Geschicke der Welt. Auszug aus dem Interview:

Plötzlich hatten Sie mit sehr reichen Menschen zu tun. Was zeichnet die aus?

Leute, die reich sind, haben Antennen. Die gucken Sie nur an und wissen: Kann ich
dem trauen oder nicht? Die haben ein unglaubliches Bauchgefühl, und dazu haben sie > ihre Berater. Wenn was schiefläuft, dann Knüppel aus dem Sack, aber voll. Sie sichern
sich ab, fragen verschiedene Leute, die haben ein Gefühl, die spüren häufig, was gut ist > und nicht gut ist. Die sind immer interessiert, Geld zu verdienen. Und sind eng, wenn
es darum geht, es auszugeben.

Ich bin in meiner Unternehmertätigkeit ab und zu solchen Leuten begegnet. Das sind keine Personen mit denen Sie Freundschaften schließen wollen/können.

Aber eigentlich dürfen wir uns nicht beschweren. Die talentiertesten Absolventen der Unis gehen nach dem Studium nicht zum Staat oder in mittelständige Unternehmen, sondern zu den großen Agenturen PWC, McKinsey udgl. oder sie gehen gleich zu den großen Finanzplätzen. Denn dort wird man gleich richtig bezahlt. ... dass das seinen Preis hat steht ja auf einem anderen Blatt.

Der Platzhalter in Gesetzeslücken ist die Moral.
Das Problem ist, dass Geld blind für Moral ist.

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Lieber Herr Egger, ich mag Ihren Satz: „Der Platzhalter in Gesetzeslücken ist die Moral.“ Danke dafür.

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Die Visualisierung ist ja sowas von geil (excuse my French)!

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Mais pas du tout, chère éditrice. Merci!

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Super Recherche. Und Hut ab vor der Fachkompetenz und dem Mut des Herrn Schwarzenbach.
Und trotzdem nervt mich der Stil. Müsst ihr das als David gegen Goliath-Nummer inszenieren, mit allem Pathos, das dazu gehört? Passenderweisse ist ja der Gute klein und leise und der Böse laut und gross und zudem, wenn man der Illustration glauben darf, ziemlich beleibt.
Inhaltlich stellt sich die Frage, ob der Gute nicht auch seine fragwürdigen Seiten hat. In einem Satz spricht er sich gegen klare Regelungen aus. Die braucht es aber, wenn Rechtssicherheit herrschen soll. Wenn der Ermessensspielraum der Staatsangestellten zu gross ist, besteht die Gefahr der Willkür.

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Wenn die Regelungen zu detailliert sind,wird das selbstandige Denken abgestellt. Die Steuerverwaltungen sind sind im Nachteil, weil die internationale Zusammenarbeit zuwenig ausgebaut ist.

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Danke für das Feedback! Ich verstehe zwar, dass dieser Stil nicht allen schmeckt, aber wir sind auch mit dem Anspruch angetreten, gute, wahrheitsgetreue Geschichten zu erzählen. Weil wir der Überzeugung sind, dass gerade wenn wir über Recht und Unrecht berichten, die Wirkung ungleich stärker ist, wenn wir die Menschen hinter diesen Geschichten spürbar machen können. Für alle Leserinnen und Leser die lieber die nakten Fakten mögen, haben wir die Lesehilfe verfasst: https://www.republik.ch/2018/10/18/…-lesehilfe

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H. D. A.
· editiert

Ich kann Ihre Überlegungen nachvollziehen. Ich bin auch dafür, dass man die Menschen hinter den Fakten zeigt. Aber in diesem Artikel nehmen die Klischees überhand. Zu den bereits erwähnten kommt noch das des lauten angeberischen Deutschen im Kontrast zum stillen schaffigen Schweizer. Wenn man solche Klischeebilder schon zeichnet, vielleicht zeichnen muss, weil der, die Schreibende die Personen so wahrnehmen, fände ich es hilfreich, wenn das im Artikel thematisiert würde - damit nicht der Verdacht aufkommt, zugunsten des Effekts würden vorgefertigte, weit verbreitete Bilder reproduziert.

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Ich wäre auch froh um weniger Ausschmückung der, so wirkt es, "Hauptdarsteller". Ist unnötig und lässt einem zweifeln ob die Autoren wirklich objektiv arbeiten, egal ob ihr gegenüber nun im Mercedes SUV oder im Berner Tram zur Arbeit fährt.

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Das Prinzip, erlaubt ist, was nicht verboten ist, sollte gegenüber Staaten in jedem Fall gelten. Natürlich wird das durch das eigene Ethos, respektive durch das eigene politische Verständnis gesteuert. Wenn ich mich als Teil des Staates verstehe, der seine Politik (auch die Steuerpolitik) mitbestimmen darf, so werde ich eher bereit sein, meine Steuern zu zahlen, als wenn ein Staatschef mir diese Steuern einfach wegnimmt und diese Kohle irgendwohin verpulvert, um damit andere marode Staatssysteme zu stützen oder seinen Palast zu bauen oder seine Staatslimo zu panzern. Die Haltung, dass man sich vor dem Fiskus versteckt, dass man trickst - auch bei Schwarzarbeit -, ist unterschiedlich weit verbreitet und hat mit der Nähe oder Ferne zu den Verantwortlichen der Politik und ihren Gremien zu tun. Diese Distanz wächst in vielen europäischen Staaten, weshalb es einfach ein Symptom der Entfremdung ist, was die Deals aufzeigen. Und natürlich des Steuersystems: In der Schweiz muss dir der Steuerbeamte nachweisen, dass du hinterzogen hast, in Deutschland musst du mehr oder weniger beweisen, dass du es nicht getan hast. Klar, dass du (oder besser dein Steuerberater, den in Deutschland schon fast jeder hat) dann die Steuergesetze besser kennst und auch die Schlupflöcher und es schon fast als Sport siehst, deinen Wasserkopfstaat über den Tisch zu ziehen. Dass solche Praktiken moralisch - im Sinne eines gesunden Politikverständnisses - Gift für die Gesellschaft sind, trifft natürlich trotzdem zu.

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Es ist eine Sache zu tricksen, um dem Staat Geld vorzuenthalten, die man eigentlich zahlen sollte, aber etwas ganz anderes, dem Staat Geld effektiv WEGZUNEHMEN.

Ob das nun durch Gesetze nicht effektiv verboten ist ist ebenfalls eine Sache. Aber ein Finanzamt, dass angebliche Rückforderungen ausführt ohne dass es jemals eine Zahlung dafür gegeben hat ist schon etwas schlecht organisiert. Rückzahlungen sollten doch nur erfolgen (unter welchen Bedingungen auch immer), wenn vorher die Buchhaltung eine Einzahlung vom gleichen Kunden erhalten hat.

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Guter Einwand! Der Unterschied zwischen Geld nicht geben, indem man trickst, und Geld holen, was einem nie gehört hat, ist schon gewaltig - also moralisch ist CUM-EX und CUM-CUM nicht zu vergleichen. Aber - so wie ich die Grafik verstanden habe - merkt der eine Staat ja gar nicht, dass der andere das Geld, was er zurückzahlt, gar nie bekommen hat. Es sind also zwei Buchhalter-Frösche, die beide in einem unterschiedlichen Brunnen sitzen und die in verschiedenen Sprachen quaken.

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Genau letzteres, dass solche Praktiken Gift für die Gesellschaft sind, ist doch der springende Punk: Recht existiert um unser Zusammenleben als Gesellschaft zu regeln - dabei soll und muss es auch die Moralvorstellungen reflektierten. Ergo ist ein sich in diesem Ausmass Bedienen beim Steueramt gegenüber der Gesellschaft nicht zu rechtfertigen und entsprechend sollte dies im Interesse Aller geahndet werden.

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Lieber Namenloser, da du dir - obwohl bei der REPUBLIK tätig - keinen Namen leisten kannst, finde ich es etwas wohlfeil, dich im Interesse aller zu Wort zu melden. Aber du hast mich gut verstanden - sogar zwischen den Zeilen - sonst hättest du nicht geantwortet. Moral bedeutet auch, dass man sie selber hat und dafür gerade steht. Ein Unternehmen sollte eigentlich etwas unternehmen und nicht jonglieren, und Recht sollte nur dort gesetzt werden, wo eben das gesellschaftliche Zusammenleben nicht funktioniert. Aber (Achtung Ironie ab jetzt): Geld stinkt nicht! Hat ein Steuerbeamter geprägt... Moral müssen zuerst einmal alle anderen haben und Gerechtigkeit soll doch bitte der Staat schaffen, oder das Gesetzbuch, oder der Herr und die Frau Posaune spielende, sich mit Weihrauch selber benebelnde Journalist/-in, der/die ja die Deutungshoheit sich anmasst und - mit der Anmassung der Staatsgewalt - gleich auch ahnden möchte.

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S. M.
· editiert

Vergleichen wir unsere Empörung auf der nach oben offenen BSK (Biederkeitsskala; grob gesagt erfasst sie den Quotienten aus unserer Pulsbeschleunigung und Adrenalinausschüttung):
a) Eine Brokerin verdient via cum-ex 2'333'521 Fr.
b) Ein Flüchtling erschleicht 2'245.- Sozialleistungen.
c) Hans W. Kopp selig zahlt 0 Fr. Steuern.

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Ich bin immer wieder über meine eigene Naivität überrascht. Ist es normal das ich mir solche Praktiken nicht in meinen kühnsten Träumen ausmalen kann? Ich finde den Beamten in Bern sehr ehrenwert - good Job!

Wo hört in unserer Welt Moral und Ethik auf oder ab welchem Vermögen lohnt es sich solche Gedanken zu machen und warum macht man es wenn man schon genug davon hat?

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Ja, das geht mir auch so. Aber es kommt halt auf die Prioritäten an, welche man sich im Leben setzt. Einige tun das ganz eigenartig-

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Es gab darüber bereits vor einiger Zeit eine WDR Sendung, sehr interessant....
https://programm.ard.de/?sendung=2872317049925271

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Die von S. B. verlinkte Sendung des WDR ist auf Youtube:
https://youtu.be/BxQSaaz8PQQ

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Genau! Und heute Abend um 21 Uhr 45 zeigen die Kollegen vom ARD-Magazin Panorama ihren Film.

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