Debatte

Will China die besseren Bürger oder die perfekte Diktatur?

Ein digitales Punktesystem soll Chinesen zu sozialerem Verhalten erziehen. Das ist keine Big-Data-Diktatur, sagt Gastautor Marcus Hernig. Diskutieren Sie mit ihm und Adrienne Fichter.

04.10.2018

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Im Jahr 2020 soll es starten, das Sozialkreditsystem, das Chinesen erfassen, klassifizieren und erziehen soll. Konsumverhalten, der Auftritt in den sozialen Medien, Vergehen im Strassenverkehr, sogar Schulnoten: Aus all diesen Daten soll künftig jede Chinesin ihren persönlichen Punktestand errechnet bekommen. Wer einen hohen «Score» erzielt, kann auf sozialen Aufstieg hoffen. Und wer einen zu niedrigen hat, darf beispielsweise nicht mehr fliegen.

Dieses Punktesystem sei eine Reaktion auf Korruption und verbreitetes Misstrauen, schreibt Marcus Hernig. Das Ziel sei nicht die totale Kontrolle, sondern vielmehr eine harmonischere Gesellschaft – Konfuzius und nicht Orwell habe Chinas Machthaber inspiriert.

Sind Sie mit den Ausführungen unseres Gastautors einverstanden? Oder erkennen Sie im chinesischen Punktesystem den Beginn eines totalen Überwachungsstaats? Und gibt es weitere Aspekte zu bedenken?

Diskutieren Sie mit Marcus Hernig und Adrienne Fichter. Der in Shanghai lebende Autor wird sich am Donnerstag, 10 bis 12 Uhr, und nochmals am Nachmittag ab 14 Uhr in die Debatte einklinken.

Am besten lesen Sie vorher seinen Text «Errichtet China die erste Big-Data-Diktatur des 21. Jahrhunderts? Nein». Marcus Hernig verzichtet auf Schwarz-Weiss-Argumente – und das wünschen wir uns auch für die Debatte.

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