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«An der Bar» mit Peter Grünenfelder

Das erste Gebot der Schweizer Politik lautet: Du sollst nicht begehren den EU-Beitritt. Aber jetzt will Peter Grünenfelder, Direktor der wirtschaftsnahen Denkfabrik Avenir Suisse, die EU-Mitgliedschaft der Schweiz «enttabuisieren, wenn nicht entdiabolisieren». Wider alle Denkverbote fordert er eine offene Debatte – Roger de Weck führt sie mit ihm.

Mit Roger de Weck (Moderation), 13.06.2018

Die Schweiz ist real immer stärker mit der EU verflochten und mental immer weiter weg von Europa. Der Spagat zwischen wirtschaftlichem Internationalismus und politischem Nationalismus hat das Land verspannt: Ein Vierteljahrhundert lang galt der EU-Beitritt als nicht einmal diskussionswürdig.

Doch nun hat Avenir Suisse mit einem «Weissbuch» zur Zukunft unseres Landes die Debatte über den Beitritt neu lanciert. Und Avenir-Suisse-Direktor Peter Grünenfelder warnt «An der Bar»: Wenn unsere tief gespaltene Nation weiterhin zwischen Selbstgefälligkeit und Selbstüberschätzung schwankt, kann sie wirtschaftlich unter die Räder kommen. Besser am Verhandlungstisch sitzen als auf der Menükarte stehen: Als EU-Mitglied werde die Schweiz souveräner, sagt er im Gespräch mit Roger de Weck.

Grünenfelder, der politischer Sekretär der FDP und Aargauer Staatsschreiber war, kritisiert im zweiten Video-Interview der Republik auch die Haltung von Bürgerlichen und Wirtschaft: «Wir haben den restaurativen Kräften – ob links oder rechts von der Mitte –, den Bewahrenden, den Zurückblickenden, den Traditionalisten zu lange die Deutungshoheit gegeben.»

Was Sie im Beitrag erwartet:

– EU-Beitritt – warum denn nicht? (0:33);
– unsere «Wohlstandshalluzination» (5:00);
– die Zukunft gestalten – oder die Gegenwart fortführen? (7:59);
– leidet Europa, leidet auch die Schweiz (15:13);
– China ist fast so wichtig wie Baden-Württemberg (18:12);
– lieber am Verhandlungstisch sitzen als auf der Menükarte stehen (26:35);
– die Schweiz – die tief gespaltene Nation (36:16);
– eine breite Debatte über das Zukunftsbild (31:40);
– der Fehler: Wir haben den restaurativen Kräften die Deutungshoheit gegeben (39:50);
– der kleine, grosse Unterschied zwischen bürgerlich und liberal (48:18).

Das Gespräch steht Ihnen auch als Audioversion zur Verfügung:

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Debatte: Welche gemeinsame Zukunft brauchen die Schweiz und die EU?

Soll die Schweiz auf mehr Eigenständigkeit setzen oder sich mehr integrieren? Ist Unabhängigkeit ein Erfolgsrezept oder eine Illusion? Welche Ansätze sind überhaupt mehrheitsfähig? Diskutieren Sie morgen Donnerstag ab 10 Uhr mit Peter Grünenfelder, Patrik Schellenbauer (Chefökonom Avenir Suisse), Christa Tobler (Professorin für Europarecht, Europainstitut der Universität Basel) und Laura Zimmermann (Co-Präsidentin Operation Libero). Am Vor- und Nachmittag schaltet sich auch Roger de Weck mit Fragen ein.

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