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Debatte

Wie weit dürfen Parteien bei Onlinekampagnen gehen?

Diskutieren Sie mit unseren Autoren Adrienne Fichter und Thomas Preusse.

22.02.2018

Parteien und Komitees bedienen sich bei Facebook-Kampagnen längst nicht mehr nur im Datenkosmos des sozialen Netzwerks. Sie wollen Datenzwillinge ihrer bestehenden Wählerinnen und Unterstützer auf Facebook finden, um diese gezielt mit politischer Werbung zu beliefern. Die Betroffenen – das sind Sie, das sind wir, die täglich ahnungslos im Netz surfen. Stört es Sie, wenn Facebook Ihr Surfverhalten auf gewissen Websites verfolgt? Oder finden Sie es gut, dass Sie damit relevantere politische Werbung auf Facebook sehen?

Lesen Sie den Artikel «Die illegale Suche nach Datenzwillingen» und diskutieren Sie heute Donnerstag, 22. Februar, von 9 bis 12 Uhr intensiv mit Autorin Adrienne Fichter und Autor Thomas Preusse. Im Anschluss werden Fragen und Beiträge in unregelmässigen Abständen beantwortet. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Sie haben in diesem Artikel viele Worte gelesen …

… aber die wichtigsten drei fehlten. Seit je beruht jede funktionierende Gemeinschaft auf diesen drei Worten. Liebende sagen sie zueinander. Gute Politiker sagen sie ihren Wählern, gute Priester ihrer Gemeinde, gute Eltern ihrem Kind. Sie lauten: Fürchte dich nicht! – Wir von der Republik glauben, dass auch im Journalismus gilt, was Franklin D. Roosevelt einst zur Politik sagte: «Wir haben nichts zu fürchten als die Furcht selbst.»


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Ich habe eine Frage zum Artikel bzw. der Auswertung der Daten vom AdCollector.

Ist es möglich, dass ein Zusammenhang besteht zwischen den Resultaten und der politisychen Orientierung der Leute, die die Daten gesammelt haben.

Die Frage hat sich mir gestellt, als mir aufgefallen ist, dass ein Schwerpunkt auf "Nein zum Sendeschluss" und auch der SP liegt.

Kann es also sein, dass wenn eine Mehrheit der Leser, bzw. der Leute, die den AdCollector verwendet hatten, No-Billag Gegner oder an der SP interessiert sind, dies zwar viel über die Methoden und Grenzüberschreitungen der entsprechenden Organisationen aussagt, jedoch das Licht weniger auf andere Parteien oder Organisationen (z.B. SVP oder NoBillag.ch) fällt?

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Thomas Preusse
Entwickelnder Journalist
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Absolut. Es ist denkbar dass auch das rechte Lager Lookalike und Custom Audiences benutzt und bisher nicht im PAC auftaucht.

Wir haben deshalb auch versucht auf anderem Weg – mit einer Nachfragen – herauszufinden ob sie es tun. Die Antwort war nein. Und wir haben aktuell keine Idizien dass es anders wäre.

Langfristig müssen wir uns überlegen wie wir alle Lager dazu bekommen können den PAC zu installieren. ProPublica empfiehlt u. a. auch FB-Werbung dafür zu schalten.

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Das vermute ich auch! Rechtfertigt den Missbrauch aber nicht.

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Habt ihr berücksichtigt, dass besonders eure Leser den adkollektor eingesetzt haben, weil wir eure Recherche unterstützen wollten. Und dass darum schon wir eine eigene Profilgruppe gebildet haben?

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Mein T-Shirt:
«Je suis FBI!
Face
Book
Ignorant»

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Ich verstehe den Sinn dieser Politwerbung leider gar nicht. Man sollte doch diese Werbung nicht denen zeigen, die bereits gegen no Billag sind sondern denen, die dafür sind. Warum der Aufwand Personen von etwas zu überzeugen, die bereits überzeugt davon sind? Soll das einfach ein tolles Gruppengefühl erzeugen? Oder um was geht's? Da kann ich nur den Kopf schütteln.

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Ich bin mir nicht sicher ob Sie das richtig verstanden haben: Einige Personen besuchen die Webseite X (z.B. nein zum Sendeschluss). Facebook registriert das durch die Like-Button-Wanze. Anschliessend werden deren Profile analysiert und es werden weitere Facebook Benutzer gesucht, welche ähnlich sind, aber die Webseite X nicht (zwingend) besucht haben. Diesen wird nun die Werbung vorgesetzt.
Und ja damit wird vermutlich wenigen der richtigen Befürworter der Initiative die Werbung vorgesetzt. Die Chance diese umzustimmen ist gering, daher zielt man lieber auf unentschlossene und Gegner, damit diese auch Abstimmen gehen.

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Es geht darum, die Gleichgesinnten zu mobilisieren, dass sie den Stimmzettel ausfüllen und absenden. Das ist bedeutend einfacher, als einen Gegner zu überzeugen.

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Genau, dafür sind die Soziale Medien konzipiert. Die bereits Überzeugten zu aktiveren und zu mobilisieren. Wie wir im Text geschrieben haben, haben NoBillag und NoNoBilllag ihre Klientel bedient. Es gibt aber auch noch die Möglichkeit mit dark ads, seine Gegnerinnen zu verunglimpfen. Ein Beispiel wäre, wenn eine anonyme Fanpagne im Wahlkampf 2019 die Bundesrätin der SP Simonetta Sommaruga so sehr verunglimpfen würde, dass die SP-Wählerinnen und Wähler gar nicht mehr zur Urne gehen würden. Also eine Art Demobilisierungsmassnahme (wie das in den USA teilweise der Fall gewesen ist, wobei sich die Wirkung von Facebook-Kampagnne niemals isoliert untersuchen lassen würde).

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Super Arbeit! Finde das Resultat durchaus erstaunlich; nicht wegen Facebook, sondern der Praktiken der Parteien.

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Die Debatte ist irgendwie lustig.
Einerseits die Geschlechterverteilung - genau, mein Vollsteckenpferd - eine einzige Frau ist in dieser Debatte involviert. Dafür für einmal gleich völlig zentral.
Die 50:50 Strategie der Republik wirkt also durchaus wohltuend ausgleichend.
Andererseits erstaunt mich immer wieder, mit wie wenig Distanz zu den technischen Einzeldetails (die zu kennen sehr spannend ist, dann aber immer im Kreis dreht) reagiert wird.
Viel wichtiger wäre es doch, sich mal ganz grundsätzliche politische Forderungen zu überlegen, die aus der reinen Zustimmungsfalle rausweisen.
Die Forderung, dass bei jedem Zustimmen zu Agb, zu welchen Software- und Hardwareteilen auch immer, dass da ganz grundsätzlich mindestens drei Varianten angeboten würden:
a) stimme nur soweit zu, als mein Datenschutz gemäss meinem Wohnland jederzeit gewahrt bleibt
b) stimme auch weitergehender Datenverwendung zu
c) stimme vorbehaltlos zu
Ausserdem die Forderung, die ganz selten mal zu lesen ist, dass rechtliche Erklärungen auf maximal - zum Beispiel - 6000 Zeichen (ca. 2-3 traditionelle A4 Seiten) zu beschränken wären.
Wir sind längst alle illegal unterwegs; mit jedem Click, mit dem wir bestätigen, Agbs etc gelesen zu haben. (Wer auch immer das versucht, scheitert an der schieren Länge; sogar, wenn sie einfacher und verständlich formuliert wären.)
Es muss echte Wahlmöglichkeiten geben innerhalb der Zustimmung - ohne dadurch ganz auf Softwarenutzungen verzichten zu müssen.
Und: open source, open source, open source als einziger gesetzlich akzeptierter Code.

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Guter Artikel, danke. Wenn auch nicht mit wirklich erstaunendem Inhalt. Facebook und alle anderen Dataminer gehören in die Tonne. Das auch in der Schweiz viel mit Facebook-Werbung gearbeitet wird, enttäuscht mich. Mal schauen wie's kommt.

PS: Ich habe immer noch den Wunsch, die Facebook- und Twitter-Share-Buttons deaktivieren zu können...

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Ich kann den Einsatz des Browser-Plugins https://www.eff.org/privacybadger empfehlen. Damit wird ein Grossteil der Tracker von Anfang an blockiert.

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Lieber Herr Albrecht, Sie brauchen die Twitter- und Facebook-Buttons nicht zu deaktivieren. Sie sind inaktiv, solange Sie nicht darauf klicken.

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Thomas Preusse
Entwickelnder Journalist
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Ich wäre ja durchaus für ne Einstellung im Konto:
«[ ] Ich will mit dieser ganzen Social-Media-Scheisse nicht zu tun haben»
Und wenn angekreuzt wären dann alle Icons weg :)

Aber nur für die dies wollen – Opt-In. Privacy-by-Default ist ja heute schon erfüllt.

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Interessanter Artikel – insbesondere auch darum, weil ich mich selber mit Facebook Ads beschäftige und auch schon Ads geschaltet habe. Ich habe jetzt nicht ganz begriffen, was rechtliche Konsequenzen des Facebook Pixels sein könnten, wenn man kein Opt-In anbietet, aber ich persönlich finde es auch nicht so problematisch –kann die Sicht der Autorin aber gut verstehen. Die Daten werden zwar kombiniert, können aber vom Werbetreibenden nicht direkt eingesehen werden. Trotzdem sehe ich, dass es datenschutztechnisch nicht optimal ist.

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Gut greift ihr das Thema auf!

Dass jeder der sein Adressbuch an Facebook übergibt evtl gegen das Datenschutzgesetz verstösst, wäre eine spannende Erweiterung des Artikels (s. Kommentar von D. F.).

Bei den Erklärungen ist euch ein Fehler unterlaufen:
„Einen Vertrag, mit dem sie Facebook eine Blankovollmacht zur Ausleuchtung ihres Facebook-Profils gewähren.“

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Interessant, dass erst ein Format wie die Republik dieses Thema aufgreift und aktiv recherchiert. Offenbar sind die meisten Medienhäuser so abhängig von der Werbeindustrie im Allgemeinen und Facebook im Besonderen, dass dieses Thema stiefmütterlich behandelt wird. Soweit ich hier (im uMatrix-Addon) sehe ist auch keine Like-Button-Wanze verbaut (der Facebook- und Twitter-Link muss aktiv angeklickt werden, bevor etwas an diese Dritte versendet wird).

Schon der erste Artikel hat wichtige Hintergründe zu Facebook erläutert und diese Datenerhebung ist der Hammer! Danke an dieser Stelle. (Da ich kein Facebook habe konnte ich nicht mitmachen).

Was mich schon lange sehr stört ist diese Weitergabe des Adressbuch an Facebook (insbesondere auch WhatsApp). Ich bin überzeugt dass dadurch ein Schattenprofil von mir existiert, dem ich niemals zugestimmt habe. Schliesslich erlaubt die Weitergabe des Adressbuch die Rekonstruktion meines sozialen Umfeldes. Ich bin am überlegen wie man Facebook dazu zwingen kann, diese Daten herauszugeben, ähnlich wie es Max Schrems gelungen ist als offizieller Benutzer seine Daten einzusehen.

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Herzlichen Dank auch , Herr S. Wir haben natürlich infolge des Tools "Political Ad Collector"Zugriff auf ausgespielte Werbung, das ermöglicht uns eine Datenbasis die anderen Medienhäusern nicht vorliegt.

@Herr Bopp: Das stimmt, aber es stimmt wiederum nicht. Sie stimmen allem zu, was die Verarbeitung Ihrer Daten innerhalb des Facebook-Systems betrifft. Sie stimmen NICHT dem Matching Ihrer Emailadresse und dem Tracking des Surfverhaltens ausserhalb von Facebook zu.

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Vielen Dank! Ich verstehe nicht ganz...inwiefern ein Fehler?

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Das Recht mein Facebook-Profil zu durchleuchten erhält Facebook in dem Moment in dem ich mich bei Facebook anmelde und die AGB's bestätige.

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Die Digitalisierung steht erst am Anfang. Extensives Sammeln und Nutzen von Daten wird weitergehen und massiv zunehemen. Wie alle grossen Würfe der Menschheit, hat auch die Digitalisierung Vor- und Nachteile, man muss lernen, damit umzugehen.

Daten(miss)brauch könnte man heute noch vermeiden, allerdings auf Kosten der Lebensqualität. Notig ist dafür die völlige Isolation: keine Kreditkarte, keine Bankkarte, kein Internet, keine Cumuluskarte, kein Telefon, an keinem Wettbewerb teilnehmen und, und, und - wer will/kann das schon? Über kurz oder lang fällt diese theoretische Möglichkeit weg, denn immer mehr Dienstleistungen werden künftig nur noch digital zu Verfügung stehen, oder zumindest darauf basieren.

Was ist also zu tun, angesichts der unausweichlichen Tatsache ? Es gibt es nur einen Weg: wir müssen Chancen und Risiken der Digitalisierung kennen und verstehen. Zunächst sind die Schulen gefordert schliesslich besitzen heute schon Zehnjährige ein Smartphone. Für die erwachsene Generation muss der Bund die Initiative ergreifen und Volksaufklärung betreiben. Zwei Dinge stehen im Vordergrund: Kompetenz und Einfachheit - und es braucht Mittel. Die Schulung der Bevölkerung im Umgang mit den elektronischen Medien muss strategisches Ziel der Schweiz werden. Man darf dabei ruhig ein wenig populistisch (also volkstümlich) vorgehen. Sensibilität im Umgang mit Daten soll zum Schweizertum Brauchtum gehören, wie Jodeln, Fahnenschwingen und Alphornblasen.

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"Sensibilität im Umgang mit Daten soll zum Schweizertum Brauchtum gehören, wie Jodeln, Fahnenschwingen und Alphornblasen." Ich kann das voll unterschreiben, nur: was bringt Ihnen Sensibilität, wenn Sie nicht wissen, welche Tracking-Mechanismen im Hintergrund operieren? Wenn Sie gar keine Chance haben, sensibel zu reagieren (aufgrund von Automatisierungsprozessen)? Wie Sie richtig festgestellt haben, kommen wir in unserer zunehmend digitalisierten Gesellschaft um vieles nicht herum...Aufklärung und Bildung auf der "Kundenseite" nützt wenig, wenn keine Öffentlichkeit hergestellt wird für diese Dinge, die im Hintergrund passieren. Es braucht daher meiner Meinung nach mehr Verbindlichkeit beim Datenschutz, und Kontrollinstitutionen, die wachen und umsetzen.

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Absolut, Sensibilisierung alleine bringt nichts. Die Verknüpfung findet z.B. ja auch bei Zollkontrollen am Flughafen statt wo die ID jedes Handy einfach mit den Pass- und Reisedaten verknüpft wird - ohne dass sie gefragt werden. In 24h-Shops wird ein Profil für sie erstellt sollten sie keine Kundenkarte haben (Geschlecht, geschätztes Alter -> Einkauf, Wetterdaten, etc).
Ein Problem wird vor allem sein, wie gegen fehlerhafte Verknüpfungen vorgegangen werden kann.

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Interessanter Artikel & dank Revision DSG auch perfektes Timing. Doch in Bezug auf eine baldige Verbesserung leider zu optimistisch: wenn ich mich nicht irre, will die staatspolitische Kommission des Nationalsrats das Thema auf die lange Bank schieben. Hoffentlich gibt der Nationalrat hier noch Gegensteuer!

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Genau...deswegen leider nur "voraussichtlich" Herbst 2018, der Bundesrat will eine baldige Umsetzung. Das Parlament bremst und hat es nicht eilig. So haben wir im Mai 2018 immer noch das Datenschutzgesetz von 1993, während die DSGVO in der EU diese Kopplungspraxis verbieten wird.

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D. F.
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Was in diesem Zusammenhang auch einmal klar gesagt werden müsste: jeder, der in der Facebook App sein Adressbuch hochlädt, verstösst damit ebenfalls gegen das Datenschutzgesetz. Dies ist die primäre Quelle für Facebook um Personen zu verbinden und Schattenprofile anzulegen von Millionen von Nicht-Facebook-Benutzern.

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Der Benutzer begeht einen offensichtlichen Verstoss gegen das Datenschutzgesetz aber muss kaum mit Konsequenzen rechnen. Mich stört das wahnsinnig, aber ich werde ja nicht meine Freunde verklagen die das gemacht haben (im schlimmsten Fall müssen sie sich meine Klagen darüber anhören). Daher muss es eine Möglichkeit geben, etwas gegen den grossen Profiteur dieser Indiskretion (Facebook, usw.) unternehmen zu können.

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Anonymous
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Ich habe Werbung auf FB blockiert mit einem AdBlocker – ich sehe sie also nicht. Aber das ist keine Lösung für das Problem, auch wenn ich mich sauber gegen Tracking schützen könnte, wäre das keines.
Was bleibt, sind klare gesetzliche Vorgaben für politische Werbung und den Umgang mit Daten. Diese werden nicht von alleine erlassen – dazu bräuchte es eine Initiative mit starken Institutionen und eine Art Konsens. Es ist hilfreich, immer wieder zu informieren, damit sich Bewusstsein bildet. Aber wirksamer Datenschutz und politische Ethik haben keine starke Lobby.

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Absolut. Ein Kopplungsverbot bzw. ein verpflichtendes Opt-In mit separatem Häkchen für Facebook hätte dem entgegengewirkt. Offenbar hat das der Bundesrat nicht in die DSG-Vorlage aufgenommen, wie ich in meiner Recherche herausgefunden habe (ich überlege mir gerade eine zweite Geschichte dazu). Die DSGVO der EU hat einen extrem weitreichenden Datenschutz mit Privacy By Default, verpflichtend. So gibt es auch keinen Freipass für Datenhandel mehr.

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Ich würde es besser finden, Facebook und ähnliche Plattformen gar nicht zu verwenden. Mich stört es deshalb, dass auch die Republik Facebook verwendet. Noch schlimmer finde ich es nun bei den Grünen, wo ich Mitglied bin, aber meine Warnungen gegen die neuen Herrscher der Welt (alle diese Megakonzerne) auf taube Ohren treffen, wenn, wie hier ersichtlich, sogar Inserate geschaltet werden, also mein Geld Mark zuckerberg ein bisschen reicher macht (Bill Gates, usw. sowieso).

Es ist mir klar, es ist die Wahl zwischen "mit reinem Gewissen untergehen" und "das Schlechte ein bisschen besser machen", also der Unterschied zwischen Opposition und Realpolitik. Aber FB Geld schicken geht doch zu weit. Die ganze Linke ist für mich diesbezüglich unglaubwürdig.

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Eine Frage dir mir beim Lesen kommt: wie weit ist den Betreibern der verschiedenen Kampagnen von Anfang an bewusst gewesen, dass sie gegen den Datenschutz verstossen? Meine Befürchtung ist, dass man als Organisator von solchen Kampagnen mit so vielen Tools in Kontakt kommt, dass man die gar nicht alle im Detail verstehen kann. Und dass man vermutlich von Facebook keine klaren Instruktionen erhält, was jetzt legal ist und was nicht. Meine Frage ans Republik-Recherchen-Team: Geht ihr davon aus, dass die bewusst gegen das Datenschutzgesetz verstossen haben, oder dass sie selbst nicht wussten, was sie da angestellt haben? Ich sehe hier das Problem, dass man fast eine eigene Rechtsabteilung braucht (mit hochkompetenten Spezialisten), damit man als Kampagnenorganisator alles korrekt macht...

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Lieber Herr Hoffmann-Riem. "Geht ihr davon aus, dass die bewusst gegen das Datenschutzgesetz verstossen haben, oder dass sie selbst nicht wussten, was sie da angestellt haben?" Vielen Dank für Ihre Frage. Nein, es gilt natürlich zuerst die Unschuldsvermutung. Wir haben beim Satz "Personen, die Kunden ähneln" lediglich den Hinweis, dass es eine Datengrundlage gibt des Werbekunden. Die könnte auch von Facebook selbst stammen. Das war beispielsweise der Fall bei Operation Libero. Die Organisation gab Facebook den Auftrag, die Interessen der Facebook-Fans auszuwerten und Datenzwilinge basierend darauf zu finden. Hierbei bewegt man sich im Ökosystem Facebook, was völlig im legalen Rahmen (bzw. als User hat man dem zugestimmt) ist. Problematisch ist die Verwendung von Offline-Aktivitäten (also eben Integration externer Datenfiles) und die unsichtbare Integration des Pixels ohne Opt-In für den FB-User. Wir haben alle betroffenen Parteien und Komitees (wo wir Lookalike vorgefunden haben) direkt befragt, was ihre Datengrundlage gewesen ist.

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Wir will, dass Google, Facebook & Co keine Daten von einem aus anderen Webseiten speichern können, surft am besten in einem Inkognito Fenster auf Google, Facebook & Co. Dann ist man in den anderen nicht angemeldet und die Betreiber können es nicht verknüpfen. Dagegen kann sich also jeder schützen auch wenn es wohl kaum jemand macht, das man sich so immer wieder einloggen muss.

Problematischer finde ich das Hochladen von Personendaten zwecks Matching. Dagegen nützt es nichts, wenn ich nicht eingeloggt bin. Datenschutzrechtlich müsste es Facebook verboten werden, das überhaupt anzubieten.

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Der Inkognito Modus im Browser schützt leider auch nicht vor der Identifizierung des Benutzer durch das "Facebook Pixel", eine Trackingtechnik, die sich Browser- und Canvas Fingerprinting nennt und die beileibe nicht nur von Facebook eingesetzt wird.

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Thomas Preusse
Entwickelnder Journalist
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Ich kann Privacy Badger von der EFF empfehlen:
https://www.eff.org/privacybadger
Damit hat man etwas weniger Login-Probleme und entlastet unser Support ;)

Von einem Verbote sind wir wohl leider weit weg. Facebook baut im Moment eher aus:

Offline-Aktivität
Erstelle eine Liste an Personen, die im Laden, per Telefon oder über andere Offline-Kanäle mit deinem Unternehmen interagiert haben.
https://www.facebook.com/business/h…1008517210

Neu gibt es die Möglichkeit den Coiffeur-Termin oder Cocktail-Party mit Uhrzeit und detaillierten Interaktionen hochzuladen.

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Es geht noch weiter. Schonmal was von "Workplace by Facebook" gehört?
Workplace ist eine Plattform für eine Art Intranet für Firmen bei Facebook. Und sieht auch so aus wie das "persönliche" Facebook -> https://workplace.facebook.com
Glücklicherweise sind die Konten da strikt getrennt, aber wenn ich in meinem privaten Facebook-Profil meinen Arbeitgeber nenne und dieser Arbeitgeber bei Workplace mitmacht, dürfte das Matching durchaus unproblematisch sein. Aber Firmen, die sich entscheiden, bei Workplace mitzumachen geben ihren Mitarbeitern nicht die Gelegenheit, sich dort zu enthalten.

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Wenig überraschendes Resultat.

Dass diese Firmen (abc, fb, twitter und co) unsere Daten wollen ist klar. Dass die Daten verküpft werden auch.

Auch, dass diesen Firmen unsere Daten zugedient werden. Schade, dass es auch immer wieder durch Stellen/Organisationen geschieht, die sensibilisiert und informiert sein müssten.

Gründe für dieses Zudienen:
Bequemlichkeit
Ahnungslosigkeit
Ignoranz

Meist dienen ja die Betroffenen selber ihre Daten an.

Mangels fb Account war ein Mitmachen meinerseits nicht möglich.

Auch Republick verwedet Tracker.
Genauso wie Greenpeace und Amnesty.

Für den Durchschnittsmenschen ist nicht ersichtlich was diese Tracker mit seinen Daten machen.

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Thomas Preusse
Entwickelnder Journalist
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Auf republik.ch ist nur ein selbst betriebenes Piwik/Matomo im Einsatz. Das Tool respektiert die «Do Not Track»-Einstellung des Browser. Externe Tracker kommen nicht zum Einsatz.

Aus welchem Grund verzichten Sie auf ein Facebook-Konto?
Sollte man Transparenz schaffen bezüglich Trackern? Falls ja, wie?

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Anonymous
· editiert

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und cdn.republik.space

Ich verwende kein fb Konto weil ich

  • paranoid bin

  • diese „Dienstleistung“ nicht brauche
    Weil ich lieber mit Geld als mit meinen Daten bezahle.
    ... aus dem selben Grund hatte ich nie ein Mailkonto bei google überlege genau welche Dienste ich in Anspruch nehme.

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Coole Datenrecherche - gratuliere!

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Da stimme ich zu! Das Ganze ist verTRACKter als angenommen.

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Ich finde auch: das ist jetzt wirklich ein Artikel, wie man ihn in anderen Zeitungen nicht findet! Sehr gut recherchiert mit einem kreativen Konzept. Für sowas gebe ich als Verleger doch gern mein Geld aus...

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Merci für den informativen Artikel. Allerdings hat es auch einen kleinen Schönheitsfehler drin: die Funktionsweise von „Lookalike Audience“ wird ungenügend dargestellt. Für die Nutzung von „Lookalike Audience“ benötigen Werbetreibende nicht zwingend einen Facebook-Pixel auf ihrer Website. Es ist auch möglich eine „Lookalike Audience“-Zielgruppe zu erstellen, welche den Fans der eigenen Facebook-Seite ähnelt. Damit werden keine externen Datenquellen eingespiesen.

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Lieber Herr S. Das stimmt, wir haben uns "nur" auf die problematischen Unterfunktionen von "Lookalike Audience" gestützt. Viele der obigen aufgelisteten Parteien und Komitees die ebenfalls LA genutzt haben, haben die legitime Form genutzt (wir haben alle betroffenen Kampagnen befragt). Das heisst, sie stützen sich zum Beispiel auf die Facebook-Fans einer Seite als Datengrundlage. Uns erschien weniger das Angebot als zentral, sondern die ungenügende Deklaration und den Mangel an Transparenz als das zentrale Thema.

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Ich habe nun auch nach diesem langen Artikel immer noch nicht verstanden, wie "Facebook-Pixel" rein technisch funktionieren, resp. was man darunter GENAU zu verstehen hat oder wie man mit ihnen "Zwillinge" erkennt oder verwendet.
Ein paar Links oder Hinweise auf diesbezüglich Informationen wären da eventuell ganz hilfreich (klar, ich könnte das auch selber googeln, aber ich denke, die Autorin hat sicher Zugang zu höherwertigeren Informationen).

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Facebook setzt beim Login ein Cookie auf die Domain facebook.com. Auf der Seite sendeschluss-nein.ch ist ein Script von Facebook eingebunden, welches über eine Subdomain von facebook.com ausgeliefert wird. Daher schickt ihr Browser das Cookie mit und Facebook "weiss", das der Herr Baron gerade eben die Seite sendeschluss-nein.ch besucht hat.
Personen auf Facebook, die ähnliche Interessen wie Sie haben, wird dann Werbung für sendeschluss-nein.ch eingeblendet.

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Das geht wie folgt: In die Webseite wird "Bild" eingebaut, das nur aus einem Pixel besteht, das also quasi unsichtbar ist. Wird von einem Anwender die Seite aufgerufen, wird auch das Pixel abgerufen. Wenn nun dieses Bilds von Facebook zur Verfügung gestellt wird, kann damit Facebook speichern, dass diese Webseite abgerufen wurde. Wenn jetzt dieser Besucher bei Facebook angemeldet ist, wird dabei Facebook auch das entsprechende Cookie zur Verfügung gestellt und Facebook kann feststellen, welcher Facebook-User die (externe) Webseite abgerufen hat und damit eine entsprechende Verbindung herstellen, weil das Bild Teil der Werbekampagne ist und dem Auftraggeber und der Kampagne eindeutig zuordbar ist.

Das gleiche Verfahren kommt übrigens auch zum Einsatz, wenn die üblichen "Teilen mit Facebook, Teilen mit Twitter" unter vielen Artikeln von Online-Publikationen auftauchen: Der Abruf den Bildes (das in diesem Fall sichtbar ist) von der jeweiligen Seite kann zusammen mit dem "Referrer" des Browsers verknüpft werden und damit das Profil abgeglichen werden. Nicht so präzise wie bei der Werbekampagne, aber Facebook oder Twitter wissen dann: Der User xyz liest "Die Republik". Soweit ich das bisher angeschaut habe ist dies bei der Republik aber anders gelöst und somit datenschutztechnisch für den normalen Besucher, der nicht aktiv auf das Bild zum Teilen klickt unbedenklich -> der Klick ist ja der geforderte Opt-In, die Darstellung der Seite ist es definitiv nicht.

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Genau, Republik hat die Teilen-Funktion bezüglich des Datenschutz sauber gelöst: Erst beim bewussten Klick auf den Link zu Facebook oder Twitter werden Daten mit diesen Drittdiensten ausgetauscht.

Das Problem ist aber, dass gefühlte 99% aller Webseiten den Like-Button direkt von Facebook einbinden und so bei jedem Besuch dieses Wanze einem an Facebook verrät wo man surft. Und offenbar ist das nur wenigen Leuten bewusst.

Als Gegenmassnahme verwende ich in Browsern Addons wie uMatix oder uBlock origin um diese verräterischen Anfragen zu unterbinden.

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Hinweise zur Funktionsweise sozialer Medien sind für mich interessant und wichtig. Genauso wie Fakten, welche diese Hinweise belegen.
Ich frage mich aber, ob die erwähnten Beispiele wie z.B. "No Billag" in der ersten Zeile, "Susanne B." das erste Bild oder die "SP Luzern" im Text und in dieser Form nicht doch etwas zu dominant daherkommen, als dass sie lediglich als "Beispiele" durchgingen. Es scheint mir, als entwickelten diese "Beispiele" ein von der eigentlichen Aussage des Artikel losgelöstes Eigenleben, mit nicht mehr ganz neutraler, durchaus auch als leicht tendenziös interpretierbarer Aussage.
Oder anderst gesagt ist für mich nicht ganz klar, ob es bei diesem Artikel primär um die Erläuterung technischer Möglichkeiten, oder um das konkrete Anprangern von bestimmten Organisationen geht.
Ich ging davon aus dass es primär um Facebookfeatures ging. In dieser Sichtweise, denke ich, dass die Beispiele zu dominant platziert wurden und deshalb den eigentlichen Inhalt nicht nur unterstützen (gut), sondern beinahe schon die Leseart und Aussage des Artikels mitbestimmen (weniger gut).

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Herr Baron, wir analysieren was wir in den letzten Monaten dank dieses Tools und der Arbeit unserer Verlegerinnen gesehen haben. Das waren No Billag-Kampagnen, Wahlkampagnen zu den Stadtratswahlen in Zürich. Wir reden von der SVP, SP und einer Abstimmung. Welche Tendenz verfolgen wir Ihrer Meinung nach? Wir können nicht sagen, wie die Abstimmungswerbekampagnen zum Bedingungslosen Grundeinkommen oder zur Durchsetzungsinitiative ausgesehen habe, weil wir erst seit 2 Monaten mit diesem Tool arbeiten.

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Sind es wirklich die Grünen, die den EU-Kopplungsartikel ablehnen? In Wahrheit wird nämlich auf die Vernehmlassungsantwort der Bürgerlich-Demokratischen Partei BDP verwiesen.

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Faktentechnisch bin ich ganz beim Artikel. Wie immer solide recherchiert und auf den Punkt. Ich habe trotzdem ein aber: Wer in den sozialen Medien unterwegs ist, muss sich bewusst sein, dass er oder sie komplett durchleuchtet wird. Das gilt für Facebook inkl. Instagram und WhatsApp wie auch und vor allem für Google und all seine Dienste. Unsere Datenschutzbestimmungen durchsetzen bedeutet, die Geschäftsmodelle der Internetgiganten zu zerstören, weshalb die Regulierungen nie durchgesetzt werden. Selbst wenn wir Social Media kompett meiden, werden unsere Daten gesammelt.

Abschliessend kann ich sagen: Die entsprechenden Webseiten hätten definitiv ein Opt-In anbieten müssen, was aber das Werbemodell negiert, da es dann kaum wer annehem würde und um unsere Privatsphäre effektiv im Netz zu schützen sind wir ca. 10 Jahre zu spät. Die Diskussion hätte am Anfang der ganzen SoMe-Geschichten geführt werden müssen. Damals hat man aber lieber seine Daten Facebook & Co. in den Rachen geworfen. Es war ja schliesslich hip.

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Thomas Preusse
Entwickelnder Journalist
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Anderseits passierte in den letzten 5 Jahre nochmals eine Aufrüstung der Werbetools. Was besonders ist bei Facebook: Sie bieten Tools zur Kopplung von Daten im Self-Service an. Damit werden diese Methoden für kleine Budgets zugänglich.

Das Gesetz wird wohl immer 10 bis 30 Jahre hinterher hinken, umso wichtiger uns heute die Frage zu stellen: Wollen wir ein Kopplungsverbot? Was für Kopplungen sind in Zukunft denkbar? Was für Kopplungen passieren heute bereits?

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Es ist aber jedem selber überlassen, welche Daten er genau mit Facebook & Co teilt und welche nicht. Ich habe ein Facebook-Profil, ich überlege mir aber sehr genau, was ich dort tue und was dies für Auswirkungen auf die Daten hat, die Facebook von mir sammelt. Der Besuch einer x-beliebigen Webseite, die nicht offensichtlich mit Facebook in Verbindung entzieht sich dieser Kontrolle, weil es nicht zu erwarten ist. Da genügt dann auch nicht eine Datenschutzerklärung, die ich erst zu sehen bekomme, wenn das Maleur bereits passiert ist!

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Guten Morgen.
Da heisst es im Newsletter "Sie haben den Wahlkampf in der Stadt Zürich und vor allem die No-Billag-Abstimmung in Sachen gezielter Facebook-Anzeigen auseinandergenommen." - d.h. ich habe dieses Plugin, das die Benutzung von Facebook zeitweilig durch Blockade des Browser zur Qual gemacht ganz unnötig auf mich genommen, weil ich in der besagten Zeit nur einmal in Zürich war, und das frecherweise auch noch offline?
Was ich sagen will: Ich fand die Idee mit diesem Plugin wirklich super, aber die Implementierung lässt doch zu wünschen übrig. Laufend kam in Firefox die Meldung, dass das Plugin die Webseite blockiert und jetzt gestoppt werden könnte. Wenn die Analyse damit beendet ist würde ich es damit gerne wieder loswerden - ausser natürlich, es gibt noch einen Nachschlag und dafür braucht es weitere Daten auch von Nicht-Zürchern.
Weitere (hoffentlich konstruktive) Kritik: Mir hat bei der Kategorisierung die Option "Ich weiss es nicht" gefehlt. Insbesondere bei Italienischen und Französischen Texten ist es mir teilweise unmöglich gefallen eine vermutlich korrekte Entscheidung zu fällen, für was diese Werbung (was es eine?) steht

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Thomas Preusse
Entwickelnder Journalist
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Guten Morgen Herr Wilhelm,

Vielen Dank für die Rückmeldung. Ich nehme die Probleme auf und bemühe mich darum dass das Plugin verbessert wird. Die Option «Ich weiss es nicht» finde ich eine gute Idee. Über Unterstützung beim Entwickeln freuen wir uns immer:
https://github.com/propublica/faceb…itical-ads

Die Formulierung im Newsletter ist etwas unglücklich. Wir haben alle Anzeigen auseinandergenommen, der Zürcher Wahlkampf und die No-Billag-Abstimmung kamen lediglich am häufigsten vor. Wir sind auf Daten von nicht Zürcher stark angewiesen, analysieren alle Anzeigen und würden uns freuen wenn die das Plugin installiert behalten. Es Hilft auch schon wenn Sie das Plugin nur im Hintergrund laufen lassen, ohne die Werbung zu klassifizieren.

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Nun, das Targeting scheint ganz anständig zu funktionieren: Ich habe bewusst nie Ads für den Wahlkampf in Zürich klassifieren müssen, wohl aber für "Anderen gezeigte Werbung".

Was für Daten kann ich liefern, um das Performance-Problem unter Facebook zu untersuchen? Ich komme aus der IT, habe aber keinerlei Ahnung von Plugins von Browsern oder Javascript, aber helfe gerne. Gerne dürfen Sie sich dazu mit mir in Verbindung setzen.

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