Debatte

Freuen Sie sich auf Olympia?

Debattieren Sie mit den Autorinnen Sylke Gruhnwald und Carlos Hanimann.

05.02.2018

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Am Freitag, 9. Februar, beginnen die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang, Südkorea. Wenige Tage vor der Eröffnung erschüttert eine ganze Reihe von Enthüllungen die Sportwelt:

Wo steht der Kampf gegen Doping? Verdirbt der Betrug den Spass am Sport? Sehen Sie sich die Olympischen Winterspiele an? Und freuen Sie sich darauf?

Lesen Sie die Artikel zur Geheimsache Doping und diskutieren Sie mit den Autorinnen Sylke Gruhnwald und Carlos Hanimann.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge zur Debatte!

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Eben bringt der Spiegel einen Kommentar zu Spiele ohne Fahnen, Hymnen und Medaillen. Könnte mit vorstellen, dass dies das Dopingproblem mindern könnte.

„Weg mit den Fahnen und Hymnen, der Medaillenzählerei - die Olympischen Spiele wären ein besseres Turnier ohne nationales Pathos“

http://m.spiegel.de/sport/winterspo…92542.html

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Eben bringt der Spiegel einen Kommentar zu Spiele ohne Fahnen, Hymnen und Medaillen. Könnte mit vorstellen, dass dies das Dopingproblem mindern könnte.

„Weg mit den Fahnen und Hymnen, der Medaillenzählerei - die Olympischen Spiele wären ein besseres Turnier ohne nationales Pathos“

http://m.spiegel.de/sport/winterspo…92542.html

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Die Olympische Idee scheint von politischen Macht- und wirtschaftlichen Profitinteressen ins Abseits gedrängt worden zu sein. Das inzwischen erreichte Ausmaß widert zunehmend an. Wie in kaum anderen Bereichen unseres Lebens steht die Nationalität bei Olympischen Spielen (und bei Weltmeisterschaften) im Mittelpunkt der Berichterstattung. Sind diese Spiele zu Kriegsschauplätzen mutiert? Welches Land hat wie viele Medaillen? Welche Nationalmannschaft schlägt welche Nationalmannschaft? Der Sport als ein sich hartes aber faires Messen im Wettbewerb der einzelnen Individuen und die einzelnen SportlerInnen als Mensch und „Sportsmann“ spielen kaum eine Rolle mehr.
Wollen wir die Olympische Idee wieder aufleben lassen, so sollten wir (im Sinne Schumpeters "schöpferischer Zerstörung") die Organisation des Sport neu erfinden. Und ich glaube wir haben in weiten Teilen der Bevölkerung weiterhin die richtige Einstellung hierzu: Viele Menschen treiben selbst mit viel Freude Sport und begeistern sich für neue Varianten im Sport. Warum lieben wir Ausnahmepersönlichkeiten wie Roger Federer? Weil sie „Sportsmann“ geblieben sind (trotz sicher vielfältiger Einflussnahme) und sich selbst den Regeln der Fairness unterwerfen - und trotzdem erfolgreich sind. Wir alle wählen mit unseren Füssen und unserer Aufmerksamkeit. Organisationen, deren Handeln nicht mehr geschätzt wird, verlieren ihre Mitglieder und Partner, und machen schlussendlich Platz für Neues. Ich freue mich darauf!

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Für die meisten Sportler/innen ist und bleibt die Teilnahme an Olympischen Spielen (OS) etwas vom Grössten, was sie in ihrem Sportlerleben erreichen können. Insbesondere für Teilnehmende von Randsportarten, die sonst vier Jahre lang kaum im Rampenlicht stehen und für die Wettkämpfe, wo es nur um wenig Geld geht.

Diese Sportler/innen leben für ihren Sport, sind wohl grösstenteils sauber und haben auch kaum finanziellen Nutzen von ihrem Tun.

Die Vergabe und Durchführung der OS, wie sich das heute präsentiert, ist meines Erachtens am Ende angelangt. Wie viele Kommentare hier zeigen, weicht das Interesse. Man hat die Grossklotzerei, den Betrug, den Gigantismus, die Naturzerstörung satt. Es braucht ein neues Format. Ehrlicher, sauberer, kleiner.

Heute auch dazu gelesen:
https://www.nzz.ch/meinung/stein-um…ld.1355213

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Pöhser, pöhser Putin, pöhses Russland!

Eine Beitragsreihe voll mit Verweisen auf eine netflix-Doku wo ein Amerikaner mit einem vom FBI-Zeugenschutzprogramm gedeckten Kriminellen ein Interview führt. Was erwartet ihr, liebe Republik? Dass Grigori Rodschenkow irgendwas anderes verlautbaren lässt, als vom US-Geheimdienst Erwünschtes? Habt ihr euch mal gefragt, was der Herr in seiner Vergangenheit (vor 2011) getan hat? Dass er des Handels mit Doping in Russland angeklagt wurde - zusammen mit seiner Schwester?

Eure Doku in Ehren, aber etwas mehr ausgewogene Berichterstattung und Recherche würde ich mir schon wünschen - gerade in Anbetracht einer drohenden direkten Konfrontation zweier Nuklearmächte. Es hilft nicht, eindimensionale Feindbilder zu portieren und die Menschen so für einen kommenden Krieg zu gewinnen.

#PEACE

PS: Frommer Wunsch: Macht doch mal eine Reihe über die dunklen Machenschaften des Imperiums USA (nicht zu verwechseln mit Trump-Kritik). z. B. American Exceptionalism, PNAC, Henry Kissinger, Brzezinsky und die Rolle der Geheimdienste seit McCarthy und Reagan... Wär mal was erfrischend anderes, als dieses ständige Russland-Bashing.

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Ja bitte, endlich mal wichtige Themen! Ich denke die Redaktion liest die Kommentare hier gar nicht, oder hat einfach nur Schiss...

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Guten Tag Herr Brenni,

Sie fragen: «Habt ihr euch mal gefragt, was der Herr in seiner Vergangenheit (vor 2011) getan hat? Dass er des Handels mit Doping in Russland angeklagt wurde - zusammen mit seiner Schwester?»

Das haben wir beschrieben im ersten Teil, vgl. https://www.republik.ch/2018/01/29/…ping-teil1

Hilft das weiter? Beste Grüsse, Sylke Gruhnwald

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Merci für Ihren ersten Kommentar! Das freut mich!

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Man kann sich nach dieser ausführlichen Recherche nicht wirklich auf dieses Ereignis freuen, da es einem wieder einmal aufzeigt wie schmutzig Profisport ist. Seien es die Dopingskandale, undurchsichtige Finanzströme in Milliardenhöhe oder korrupte, mafiöse „Vereine“ welche den Profisport vertreten/vermarkten.

Ich danke Sylke Gruhnwald und Carlos Hanimann und natürlich ihren Kollegen aus Deutschland, Schweden und UK für diese grossartigen Texte, welche einem wieder einmal aufzeigen wie schwer oder beinahe unmöglich es ist sauberen Sport zu erreichen. Ich kann viele Kommentare nicht verstehen die schreiben „schon wieder eine Dopingreportage“, da man dieses Thema nicht oft genug ansprechen kann. Es ist traurig, dass man heute bei jeder herausragenden Leistung eines Sportlers, wie zum Beispiel Usain Bolt, nur darauf wartet bis er endlich überführt wird. Musste es wirklich soweit kommen. Es ist einfach traurig und man muss meiner Meinung nach Sportveranstaltungen wie die Olympischen Spiele, Tour de France, etc. rigoros meiden. Nur mit verminderten Aufmerksam reduziert dich das Interesse bestimmter Stellen Topresultate zu erzeugen.
Für mich ist ein weiterer wichtiger Faktor für Doping die horrenden Geldmengen welche im Sportbusiness zirkulieren und Sportler wie auch Organisationen zu solchen Schritten motivieren. Das gesamte Finanzwesen im Sport bläht sich immer weitere auf und wird früher oder später von kriminellen Organisationen unterlaufen (wenn nicht schon längst geschehen) oder implodiert. Ich fände es übrigens auch mal ein interessantes Thema solchen Finanztransaktionen, vor allem im Fussball, zu folgen und rauszufinden woher dieses Geld tatsächlich stammt.

Ein besondere Anerkennung gilt Hajo Seppelt der seit Jahren den immer neuen Dopingmachenschaften auf den Grund geht und sich nicht einschüchtern lässt. Immer weitere so, man darf dieses Thema niemals einfach hinnehmen. Man muss dieser scheinheiligen Sportwelt immer wieder den Spiegel vorhalten.

PS: Noch ein Wort zu der Firma Berlinger. Ich glaube es wird niemals eine 100% betrugssichere Flasche geben. Das Problem kann nicht mit immer höheren Sicherheitsvorkehrungen und Regeln gelöst werden, sondern man muss beim Sportler, welcher sich entscheidet zu dopen, ansetzen. Leider habe ich dafür auch keine Lösung bereit.

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Guten Abend Herr Trimmel, merci für Ihre Worte. Ja, Hajo ist einer der wenigen Rechercheure in dem
Bereich. Seit Jahrzehnten. Er arbeitet hartnäckig, ausdauernd, mutig. Wir sind sehr froh, dass er zugestimmt hat, dass unser Textchef Ariel Hautpmeier ihn porträtieren konnte. Herzlich, sgr.

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Herzlichen Dank fürs Lob!

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«Freuen Sie sich auf Olympia?» - Die Frage ist tatsächlich ernst gemeint, oder?
OK: NEIN. NEIN und nochmals NEIN.

Ressourcenverschwendung, Heldentum und deren Verehrung, Panem et Circenses.
Es ist mir auch egal, was die Athleten in ihren Körper pumpen - oder wieviel davon. Es kratzt mich nicht im geringsten, wer wie schnell/hoch/weit rennen/fliegen/werfen kann.

Die ganze Veranstaltung ist verlogen von A-Z. Es gibt nur etwas, auf das ich mich in diesem Zusammenhang freue: das Ende.

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P. O.
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o00o do..ob o00o
(Inhalt verfallen)

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Lieber Herr O.,

und wir sind dran. Welche spannenderen (und dringlicheren) Themen und Interessenverstrickungen sollen wir anpacken? Was brennt Ihnen unter den Nägeln?

Herzlich, sgr.

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P. O.
· editiert

o00o do..ob o00o
(Inhalt verfallen)

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Warum beginnen wir das Thema Doping nicht von ganz unten.
Wir, die wir sensationslüstern und unterhaltungssüchtig vor dem Fernseher immer mehr und immer weiter und höher und schneller sehen wollen und dann irgendwelchen Stars einen Abend lang zujubeln wollen, um sie danach sofort wieder zu vergessen, sind die Sponsoren und die Endabnehmer des Dopings.
Wir sehen ungerührt zu, wie 99 unbekannte Veliere (es sind auch Menschen) entstehen müssen, damit es einen Sieger gibt, der kurz bejubelt wird. Und wir nehmen in Kauf, dass all die Spitzensportler inklusieve der 99% Velieren für unsere Unterhaltung Raubbau an ihrer Gesundheit betreiben (auch wenn sie nicht dopen) und in den späteren Jahren dann leiden.
Unser Sportkonsum ist die Milliartdengrundlage eines Marktes, der auf Kosten der Gesundheit von jungen Leuten alte Leute (Sportfunktionäre, Veranstalter, Vermarkter Firmen usw.) bereichert. Und den Jungen predigen wir: Sport ist gesund!
Wenn wir zugeben würden, dass wir auch Teil des Problems sind, wären wir schon einen Schritt weiter.

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Ja, Herr M., da stimme ich Ihnen zu. Wir müssen ganz unten beginnen. Deshalb auch die Recherche, der Blick in den Abgrund. Merci für Ihren Beitrag.

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Die olympischen Spiele und andere mega Sportveranstaltungen sind masslos und wären eigentlich abzuschaffen. Dann könnten sich die Medien inklusive der Republik anderen Themen zuwenden. Was soll das Zählen von Medaillien nach Ländern eigentlich? Wozu braucht das die Menschheit? Die Sportler sollten wenn schon alle ohne Angabe der Nation auftreten. Ich werde jedenfalls keine Zeit für diese Veranstaltung verwenden. Ganz nebenbei passt das Thema gut ins aktuelle Russland Bashing. Hier hat sich die ARD-Redaktion ja in den letzten Jahren besonders hervorgetan (siehe Programm-beschwerden gegen die ARD).
Noch was: Ich glaube die Autoren sollten auch etwas vorsichtiger sein im Umgang mit Aussagen von Kronzeugen. Und zu guter letzt: Ich freue mich auf weitere Berichte, die nichts mit Sport zu tun haben.

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H. A.
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Ganz abgesehen vom Doping sind die Ol. Spiele masslos und eine rieseige Verschwendung. Ich lehne sie deshalb ab.

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H. A.
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Der einzige Grund wieso ich mich darauf freue ist weil zum ersten mal überhaupt esport in Verbindung mit den Olympischen Spielen genannt wird. Vom 5-7. Februar
wird das Starcraft 2 Turnier "Intel extreme Masters" in Pyeongchang ausgetragen. Es wird Live auf der offiziellen Olympischen Website übertragen. Ansonsten werde ich die Olympischen Spiele nicht verfolgen.
https://www.olympicchannel.com/de/e…chang-kor/

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So weiter!

Finde die Berichterstattung zum Thema Doping/Ausdauersport sehr interessant. Bin gespannt, was in den kommenden Olympiawochen noch auskommen wird - das war bestimmt noch längst nicht alles. Ihr habt eine Menge ausgelöst (z. B. die Berichterstattung in der NZZ).

Weiterführend nähme mich wunder, ob es in Russland nicht möglich ist, eine Oppositionspartei zu etablieren, die was ausrichten kann gegen den allmächtigen Präsidenten. Und warum Russinnen und Russen nicht kritischer sind gegenüber den herrschenden Machtverhältnissen. Oder sind sie das und ich habe ein falsches Bild von ihnen? Warum werden Konflikte mit russischer Beteiligung (Krim, Ukraine, Syrien) einfach so hingenommen? In Ost und West.

Weiter so!

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Wieso Russland bashen? Wir wissen doch ganz genau dass die Amis verschiedene Gruppen aufhetzen, Waffen liefern und damit Flächenbrände entfachen. Ich denke sie sollten weniger Mainstream Medien konsumieren Herr Matter und besser mal auf Telepolis oder Twitter recherchieren. AUFWACHEN

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Sehr geehrter Herr Verlegerkollege G.,
Ich bin hellwach, danke! Erst recht nach Ihren Worten. Darf ich Sie fragen, wo Sie hier von Bashing lesen?
Mir sind alle Grossmächte suspekt. Sie gieren mit allen Mitteln nach Geld und Macht ohne Rücksicht auf Verlust, hüben wie drüben. Meist grau oder weiss melierte Herren mit undurchsichtigen An- und Absichten. Ich sehe da nur schwarz und kann ihre offensichtliche s/w-Sicht nicht nachvollziehen. WEITERLESEN

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Ich finde es toll, dass auch Sportthemen aufgegriffen werden. Ein weiteres interessantes Sport bzw. Justiz-Thema fände ich das sogenannte Hooligan-Konkordat, welches auf teilweise bedenkliche Art und Weise juristische Grundsätze verletzt.

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Vielen Dank für den Input. Das nehme ich gerne auf, habe auch schon früher hin und wieder darüber geschrieben, in letzter Zeit nicht mehr so. Gibt es einen aktuellen Anlass, eine neue Entwicklung, die ich verpasst habe und die wir aufnehmen müssten?

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Einen aktuellen Anlass oder Entwicklung ist mir momentan nicht bekannt. In der heissen Schlussphase der Saison wird es aber sicherlich wieder zu Vorfällen kommen. Evt. wäre auch ein Vergleich mit dem Fall Constantin vs Fringer interessant. Dort wurde ja ein völlig anderes Strafmass angewandt.

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(durch User zurückgezogen)

Brot und Spiele... nicht für mich. Sport ist für mich zum machen... nicht zum auf der Couch hocken und Chips reinstopfen.
Wenn sich die Menschen statt im Schnitt 2-3 Std. pro Tag vor dem Fernseher nur 1 Std. pro Tag körperlich fit halten würden, hätten wir einige Probleme weniger.

https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/hom…tzung.html

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Dieses Hintergrundwissen bringt eine ganz neue Sichtweise auf die Standardphrase der Siegerinnen: "Hinter diesem Erfolg steckt viel Herzblut!"

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T. B.
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Hallo,
Leider kann ich die Notwendigkeit diese Thematik derart breit zu schlagen beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wie hier in den Kommentaren bereits erwähnt ist das Meiste zum Thema Doping doch hinlänglich bekannt. Jene Athleten und Athletinnen, welche in der Vergangenheit oder leider auch heute noch überall auf dieser Welt zu irgendwelchen -zum Teil völlig bizarren- leistungssteigernden Methoden gezwungen wurden oder werden sind als Opfer von teils schwerster Köperverletzung zu bemitleiden.

Hat ein Athlet oder eine Athletin jedoch die Wahl mit diesem Irrsinn aufzuhören, beziehungsweise die Möglichkeit sich zu weigern die Laborratte zu spielen, tut dies aus welchen Gründen auch immer (Ehrgeiz? Selbstverwirklichung? Naivität? Stumpfsinn?) jedoch nicht, dann verhält es sich doch ähnlich wie bei einem in den Tod gesprungenen Base-Jumper: sein Problem.

In diesem Sinne wäre es -wenn schon der Aufwand- interessant gewesen, eine/n ehemals gedopte/n Athleten oder Athletin zu befragen, was da nebst dem durch die körpereigenen Endorphine ausgelösten dauernden Rausch noch so im Hirn vorgehen muss, um sich solchen für den eigenen Körper potentiell ruinösen Praktiken nicht zu verweigern beziehungsweise verweigern zu können. Oder sind Hochleistungssportler in Bezug auf ihren eigenen Körper per Definition keine nachhaltig agierende Menschen? Siehe auch "Druck, Doping, Depressionen - Spitzensportler packen aus", Arte-Doku, auf der Du-Röhre.

Die Sotschi-Panne mit den vier (oder dann halt eben fünf) Ringen als Betrug darzustellen fand ich nach dem 'seine Fingernägel betrachtenden' Wladimir etwas tendenziös; ja, der mit nacktem Oberkörper reitende homophobe Judomeister-ex-KGB-Autokrat hat das höchstpersönlich befohlen. Ganz ehrlich: das glaube ich sofort. Nur steht es in absolut keinem Verhältnis mit ganz anderen Schweinereien, von denen man aber so gut wie nie etwas hört. In diesem Sinne erlaube ich mir hier 2-3 Anregungen, mit bestem Dank im Voraus:

  • Die vierjährige Aisha Rashid, nach einem Drohnenangriff 2013 nur noch ein Haufen Fleisch, lebt aber noch.
    [https://theintercept.com/2018/01/27/a-4-year-old-girl-was-the-sole-survivor-of-a-u-s-drone-strike-in-afghanistan-then-she-disappeared/]

->> wer ist das JSOC?

  • Die Medientagung der IALANA [http://medientagung.ialana.de/] (Oder sind das alles Spinner?)

  • Die Bedeutung der Airbase Ramstein (nur 5 Stunden Zug ab Züri!) für den Drohnenterror im nahen Osten und in Afrika

  • Die Investitionen der SNB in Rüstungsfirmen und die Gefängnisindustrie

  • Nach der (relativ wahrscheinlichen) Wiederwahl des Wladimir: Eine Reise durch den Donbass, ein Besuch auf der Krim und dann quer durch Russland bis nach Anadyr

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Merci, Herr B., für Ihre Vorschläge. Ich war in der Tat am Wochenende in Ramstein. Was es wird, ob es was wird, kann ich noch nicht sagen. Herzlich, sgr.

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Der Kommentar ist ein schönes Beispiel zu der aktuellen Taktik namens "Whatabout-ism" , um von unwillkommener Kritik abzulenken. Statt die Kritik (in diesem Fall an Russland respektive dessen Führung) sachlich zu wiederlegen, wird einfach mit dem Finger auf "ganz andere Schweinereien" gezeigt.

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Lieber Herr Wenger,
ja und nein. Herr B. verkörpert ja nicht die russische Regierung und lenkt vom Thema ab. Er hätte sich nur einen anderen Themenschwerpunkt in der Republik gewünscht als Doping und Olympia. Das nehmen wir als Kritik gerne auf. Und als Input auch die Themen, die er vorschlägt.
Schönen Tag allerseits!

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Antidopingpolitik als Weltrettungspolitik? Schulz und Krauss haben 2008 im Verbrecher Verlag Berlin (den Verlag gibt's tatsächlich) einen spannenden Sammelband mit dem Titel: Wer macht den Sport kaputt? Doping, Kontrolle und Menschenrechte veröffentlicht. Die Aufsätze der verschiedenen Autoren diskutieren das Thema auf hohem Niveau: "Doping macht den Sport kaputt" und oft im gleichen Text "Doping gibt es, solange es den Sport gibt". Was stimmt denn nun? Geht der Sport kaputt, seit es ihn gibt? Ist die Geschichte der Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele eine Geschichte des Niedergangs? oder drängt Doping die Welt an den Rand des moralischen Abgrunds? Was für Athleten wünschen sich die Sportfunktionäre und Medien, und von welchen Helden träumen auf der anderen Seite die Fans? Dass sich die Zuschauer von den dopingverdächtigen Sportlern "betrogen fühlen", wie immer wieder behauptet, wird durch die statistisch dokumentierte Entwicklung ihres Interesses nicht bestätigt.

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Die wirklich interessante Frage welche ich mir stelle: Für was man eigentlich versucht den Missbrauch von Doping zu bekämpfen, wenn denn, vier Jahre später, trotzdem praktisch alle russischen Athleten an den Spielen wieder teilnehmen dürfen.
Durch das Weglassen der Landesfarben und der Hymne soll da alles wieder im Reinen sein?
Zu diesem Vorgehen könnte man dem IOK auch mal ein paar kritische Fragen stellen.

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Guten Abend Herr Wolf, ja, das IOK, die Verbände, den Hersteller et al. haben wir kontaktiert. Das gebietet die journalistische Sorgfaltspflicht. Und der müssen wir nachkommen. Die Antworten: verweigert, verspätet, schmallippig, bishin zu Androhungen, die Publikation zu verhindern. Merci, Sylke Gruhnwald

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Das habe ich mit schon gedacht, dass die Herren in den Verbänden und im IOK eher schmallippig unterwegs sind. Die behalten die Kohle ja wohl lieber für sich, statt wirklich was gegen den Betrug im Sport zu unternehmen.

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Finde diese Artikelserie wie von euch gewohnt interessant, gut recherchiert und spannend zu Lesen. Die Zusammenarbeit mit den anderen Medien ist ebenso spannend und ein Beispiel für investigativen Journalismus (den Podcast dazu habe ich allerdings noch nicht gehört, das spare ich mir noch für morgen früh auf). Der einzige Ausreisser war der letzte Artikel, der (wie in anderen Kommentaren erwähnt) wenig harte Fakten bietet und vor Allem "verdächtige" Werte erwähnt, wobei es dem Leser überlassen wird, sich darunter etwas vorzustellen. Der ganze Artikel hat für mich nach Infografiken geschrien. Mit der Zahlenbasis müsste sich doch hier einiges rausholen und mehr Licht in das Olympiadunkel bringen lassen.
Zur eigentlichen Frage der Debatte: Die Olympiade ist für mich längst nur noch eine kommerzielle (Sorry für den Anglizismus) "Shitshow". Leistungssport finde ich zum Zuschauen zum Gähnen, ebenfalls die Teamsportarten. Das einzig Interessante für mich sind die Snowboarddisziplinen (der Freestyle-Teil davon), diese passen aber eigentlich auch nicht so wirklich in die Olympiade rein. Ausserdem nehme ich an, dass hier Doping keine Rolle spielt, da im Slopestyle, Big Air oder der Pipe andere Faktoren als die körperliche Leistungsfähigkeit viel zentraler sind.
Und dass Russland das Ganze systematisch manipuliert ist nicht überraschend, aber umso besser die Nachricht, dass man es nachweisen konnte.

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C. B.
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Der Podcast beantwortet einige interessante Fragen. Jedoch würde ich gerne noch wissen, ob unter einem "verdächtigen Blutwert" ein Hämatokrit höher als die von der FIS erlaubten 51,5% für Männer und 47% für Frauen zu verstehen ist.

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Den Titel eines der heutigen Artikel aufgreifend: Ich habe übrigens auch kein Interesse an der Dopingbekämpfung. Oder an Sport überhaupt. Ich finde es deshalb etwas frustrierend, dass es in der Republik aktuell nur dazu etwas zu lesen gibt. Ich freue mich auf Beiträge zu anderen Themen.

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Danke. Schon morgen werden Sie wieder anderes lesen können.

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Auf Olympia freue ich mich nicht, da ich keinen Fernseher habe und somit wohl nicht wirklich viel davon mitbekommen werde.
Beim Dopingthema finde ich die Entrüstung einerseits verständlich, aber andererseits führt auch der Anspruch der Zuschauer und Zuschauerinnen nach Spektakel, Sensation und Rekorden, ganz zu schweigen vom nationalen Anspruch möglichst viele Medallien "heimzubringen" fast zwangsläufig dazu, dass Spitzensportler irgendwann ihre physischen Grenzen nur noch mit Doping erweitern können und vor der Wahl stehen entweder aufzuhören oder eben zu unerlaubten Mitteln zu greifen.
Das alles ist enorm unerfreulich und macht den ganzen Spitzensport in meinen Augen zu einer sehr fragwürdigen Angelegenheit.

Sehr erfreulich hingegen die ganze Recherche und die Geschichten zum Thema hier in der Republik. Ein grosser Lesespass und Denkgenuss.
Ihr schafft es immer wieder, Themen zu bringen, die ich sonst bloss überfliege und mich damit zu packen, zu überraschen und zu begeistern.

Herzlichen Dank dafür.

Ach ja: Der erste Podcast hat mir auch sehr gefallen!

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Liebe Frau L., S., dass Sie reingehört haben. Beste Grüsse!

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Ja, eigentlich freue ich mich auf hochstehenden Sport, mache mir aber keine Illusionen, dass es im Grunde um Showbusiness und sehr viel Geld geht (immerhin nicht um so viel wie im Welttennis oder im Europäischen Fussball). Niemand sollte sich darum über die zahlreichen Betrugsversuche wundern - in welchem Wirtschaftszweig wird nicht betrogen? Umso dankbarer bin ich für die Wächterfunktion echt unabhängiger Medien: Danke Republik!

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Danke Ihnen, Herr M. Das macht Mut!

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Wenn Spannung den Spass am Sport ausmacht, dann habt Ihr mit eurer Dopingserie den Spass um eine zusätzliche Dimension erweitert. Denn die Spannung ist beim Überqueren der Ziellinie noch lange nicht vorbei. Gewinnt ein Russe den Langlauf, kann ich schadenfreudig darauf wetten, dass er seine Medaille wieder verliert. Gewinnt ein Schweizer, hoffe ich natürlich, dass er kein Berner Kunde ist und seine Medaille behält. Mögen die Ehrlichen gewinnen und die Dopingfahnder alle koreanischen Labors auf Mauselöcher und russische Agenten durchsuchen! Ich finde gut, wie Ihr mit unserem Geld die aktuellen Themen aufgreift und Schwerpunkte setzt - auch wenn zeitweise der Eindruck von Einseitigkeit aufkommt. Der Eindruck ist eine Täuschung wegen der statistisch noch kleinen Stichprobe, denn die Republik hat ja erst gerade angefangen. Ich freue mich auf weitere interessante, fundiert recherchierte und attraktiv aufgemachte Themen und Geschichten. Und falls Ihr mit der Zeit doch einseitig werdet, motze ich bestimmt. Darauf könnt Ihr wetten!

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Lieber Herr B., herzlichen Dank für das tolle Feedback! Und nur zu: Motzen Sie, wenn es Ihnen dann stinkt. Wir arbeiten in der Zwischenzeit daran, dass es nicht so weit kommt.

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Anonym
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Sehr geehrter Herr von Waldow, merci für Ihre Nachricht und die Kritik.

Grundsätzlich: Wo wir können, veröffentlichen wir Daten und Dokumente. Zum Beispiel hier: https://www.republik.ch/2018/01/29/…ping-teil2

Als Teil der Recherche rund um den Skilanglauf können wir die Daten schlicht nicht veröffentlichen. Das gilt auch für die Analyse. Beides erlaubt Rückschlüsse auf Quelle und Athletinnen, Athleten. Die gilt es zu schützen.

Hajo Seppelt hat darüber auch mit Alfons Hörmann, Präsident Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), in der Sendung «Blickpunkt Sport» diskutiert. Die Debatte können Sie hier nachsehen: https://www.br.de/themen/sport/inha…t-100.html

Beste Grüsse, Sylke Gruhnwald

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Anonym
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Anonym
· editiert

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Ich stimme mit meinen "Vorrednern" völlig überein. Die Texte, die Recherchen, all das ist spannend und interessant. Auch kann sich die Republik nun,neben den anderen Recherchepartnern, auf die Fahne schreiben Transparenz in diese Dopinggeschichten gebracht zu haben. Aber langsam ist es nun genug. Dass die grossen Spiele, seien es die olympischen Wettkämpfe, Weltmeisterschaften, EM's oder auch nationale Meisterschaften nur Mittel zum Zweck sind um viel Geld zu verdienen ist m.E. bekannt. Leider braucht es dazu noch ein paar ehrgeizige Sportler um der Geldmaschine auch etwas Lebendiges zu geben. Dass diese Sportler von Staates wegen (Russland) gedopt werden hat wohl damit zu tun, dass auch in Russland Werbeeinnahmen von Zuschauerquoten abhängig sind. Solange es den Wahn- und Irrsinn der grossen Sportanlässe geben wird, so lange wird es die Profitgier der Veranstalter geben, so lange wird um Zuschauerquoten gekämpft und so lange wird es Doping geben.

Also wäre es S., wenn wir uns Themen widmen, auf welche wir wenigstens ein bisschen Einfluss nehmen können. Sich Themen zu widmen, auf welche wir überhaupt keinen Einfluss haben finde ich nicht so spannend.

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Lieber Herr Wechsler, danke für Ihr Votum. Erlauben Sie die Nachfrage: Welche Themen schweben Ihnen denn vor, auf die wir Einfluss nehmen können? Ich verstehe Ihren Einwand leider nicht ganz.

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Hallo Herr Hanimann

In meinem Verständnis kann ich auf Themen Einfluss nehmen, welche in meinem Umfeld geschehen. Als Schweizer sind wir hier in der feudalen Situation, dass uns politische Mittel und Rechte zur Verfügung stehen um Einfluss auf unser Lebensumfeld zu nehmen. Auf Doping und Trump habe ich einfach gar keine Möglichkeiten. Also sind diese Berichte zwar spannend und auch gut rechechiert und geschrieben, haben aber letztendlich einen keinen grossen Stellenwert, da wir als Individium dies einzig und allein zur Kenntnis nehmen können. Ich hoffe ich konnte Ihnen meine "Einflussnahme" erläutern.

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Ich mache selbst gerne Sport, aber dem Zuschauen habe ich noch nie viel abgewinnen können, entsprechend werde ich auch die Olympiade nach Möglichkeit ignorieren.

Die Artikel und Recherchen sind gut gemacht, und ich bin einverstanden dass diese illegalen Machenschaften im Sinne der Allgemeinheit publiziert werden. Aber ich bitte darum, nicht allzu viel Energie darauf zu verwenden. Ethik hat im Spitzensport ganz offensichtlich keinen Platz.
Ist doch Doping einfach die konsequente Fortsetzung der bedingungslosen Selbstoptimierung, die langfristige Gesundheit der Sportler stand noch nie im Zentrum. Wir züchten von Kindsbeinen an Sport- und Ruhmsüchtige Junkies, und wundern uns dann wenn sie zu Hilfsmitteln greifen. Bald wird sich zu den chemischen Aufbaupräparaten noch das Gendoping gesellen, wohin das führt ist absehbar.
In der Zwischenzeit finanzieren wir das Spektakel mit staatlichen Förderprogrammen und indirekt über Werbung und Gebühren, verteilt durch korrupte Sportverbände.

Und dies alles für einen nationalistischen Wettbewerb, im Interesse der Nation, ein Wurmfortsatz der geistigen Landesverteidigung sozusagen. Ich möchte niemandem die Freude daran nehmen, aber nebst all dem verklärten Heldentum der ehrlichen und hart trainierenden Sportler tut etwas nüchterne Betrachtung gut.

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genau, ich könnte es nicht besser sagen..habe nie richtig verstanden, wie die zuschauer sich als echte gewinner fühlen, wie sie selbst die leistung erbracht hätten. :-)

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Es werden sich hinreichend viele Menschen an Olympischen Spielen und dergleichen Veranstaltungen erfreuen, allen Doping - und anderen Skandalen zum Trotz. So lohnt es sich anscheinend, immer gigantischere Summen für Rechte, Sponsoren - oder Werbegelder bzw. sonstigen Investitionen ins System hinein zu spülen.
Sind öffentliche Hände dabei, die Steuergelder einwerfen, so kann man oft genug von Investitionen a fonds perdu sprechen.
Und wenn mal etwas schief geht (z.B. Dopingbefunde - Pech gehabt ), sind die Sportler_innen die Bauernopfer. Im Gegensatz dazu dürfen die Altherren von IOC, FIFA oder dergleichen Verbänden und in deren Gefolge die menschenfreundlichen Sponsoren, weiterhin mit brüchiger Stimme das Lied vom völkerverbindenden und sauberen Sport singen. So funktioniert "Fair Play" in der dünnen Luft des Spitzensports.
Aber wir, die Konsumenten und also gewissermassen selber Investoren, lassen uns nur ungern den Spass am Spektakel verderben. Diese Ambivalenz gilt es auszuhalten und sich zu fragen, inwieweit hier gesellschaftliche Verhältnisse abgebildet werden.

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Liebe Freunde,
Ich finde Euren Stil gut. Gute Recherchen. Interessant geschrieben. Aber von Trump und Doping habe auch ich jetzt genug.
Ich finde es erstaunlich wie schnell die Republik von internationalen Medien wahrgenommen und als Investigativ-Partner akzeptiert ist. Gratulation!

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Merci vielmals, Herr S., für Ihre Worte. Ja, wir freuen uns, dass Hajo Seppelt uns an Bord geholt haben.

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Spannende Artikel, danke.

Ich freue mich nicht auf Olympia. Das hat diverse Gründe:

  • Doping

  • alles Show

  • viel Blabla

  • die Bevölkerung am Veranstaltungsort leidet meistens darunter

  • der Bau der Anlagen kostet jeweils Unsummen

  • Olypmia ist für mich kein Sportevent, sondern ein Kommerzzirkus

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Hallo

Ursprünglich habe ich mich vom Gery M. Argument von der Republik überzeugen lassen. Wenn man nun die Themen welche die Republik behandelt statistisch untersucht, käme man wohl zum Schluss, dass Trump/Amerika und Doping die wichtigsten Themen in der Schweiz wären.
Das erfreut mich persönlich überhaupt nicht und ich frage mich wieso die Tatsache dass wir bald darüber abstimmen können, ob weiterhin Bundes- und Mehrwertsteuern erhoben werden dürfen keine einzige Zeile wert ist. Aus meiner Sicht ist die bisherige Themenwahl zu einseitig und das finde ich bedenklich.
Zudem hoffe ich persönlich dass Herr Nahr gerade Urlaub macht und nicht noch Geld kriegt für das sinnlose Geplapper („die zwei Häuserzeilen schauen sich an“ trifft ja nur gerade auf diese Häuser in Japan zu und ist sowieso eine Weltbewegende Erkenntnis).

Nach all der Kritik doch noch was positives. Die Artikel sind mehrheitlich sehr spannend und meist sehr gut geschrieben. Trotz der bisherigen Themenwahl bereue ich mein Abo noch nicht. Weiter so, einfach etwas vielfältiger vielleicht.

Danke und schönen Nachmittag,
Cyril

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Ich finde die Artikel äusserst spannend und finde es auch gut, dass mehrer Artikel zu diesem Tham kamen. Ich gehe ja nicht davon aus, dass die Republik nur noch über Doping und Trump berichte wird, beide Themen sind aber zurzeit topaktuell.

Mit den Artikeln von Nahr kann ich im Moment auch noch nichts anfangen, nur hätte ich es vielleicht etwas weniger extrem beschrieben. Er sei ja Fotograf, warum also jeweils nur ein Foto? Und die Informationen in seinem Postcast sind so gut wie inexistent. Vielleicht könnte er ja mehrere Bilder machen und kulturelle Geschichten damit erzählen. Der Beitrag dürfte auch ruhig 15-30 Minuten gehen oder sogar eine Stunde. Wenn ich dabei etwas über ein Land lerne find ich es spannend. Im Moment lerne ich aber mit dem gar nichts und wundere mich über den Sinn und Zweck seiner Reportage. Als Vorbild könnte er beispielsweise die Fokus Japan Doku von Patrick Rohrer nehmen, sowas ist spannend und lehrreich. Wenn er in einer Woche nicht mehr hinkriegt, darf es auch gerne weniger häufig sein, wenn es dafür Fleisch am Knochen hat. Ob es am Schluss ein Video wird oder eine Foto-Audio-Slideshow ist zweitrangig.

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Merci vielmals, Herr S., für Lob und Kritik. Letztere nehmen wir uns zu Herzen. Wir sind besorgt um eine bessere Mischung!

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U. M.
· editiert

Olympische Spiele und der Sport allgemein haben heute eine (wirtschaftliche) Bedeutung erlangt, dass Korruption und Doping die logischen Folgen sind. Die Reputation der Spiele ist derart angeschlagen, dass wir es auf jeden Fall vermeiden sollten, den Zirkus in die Schweiz zu holen (Sion 2026).

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Wann gibt's wieder einmal ein interessanteres Thema - gähn!

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Die Sportwoche ist fast vorbei. Ein Portrait werden wir diese Woche noch publizieren. Aber wie mein Kollege Carlos Hanimann dazu schreibt: «Wobei es dort eigentlich weniger um Sport geht, sondern um etwas Wichtigeres: die Liebe.»

Welches Thema interessiert Sie? Worüber sollten wir uns Gedanken machen?

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Auch ich fand das Thema Doping mässig interessant. Man sollte aufhören Doping-Sünder zu jagen. Die schaden sich selbst, der Sportart und Sponsoring dürfte auch abnehmen, wenn die geldgebenden Firmen mit den unverantwortlichen Sportlern in Verbindung gebracht werden.
Interessante Themen fände ich: die verschwundenen P26 Akten, die Hintergründe zu dem Nunes Memo oder die Optionen, die Bundesrat Cassis bezüglich dem EU Rahmenvertrag hat.

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Liebe Frau Gruhnwald, lieber Herr Hanimann

Sorry für meine etwas unwirsche Reaktion - ich denke, es sollten jeden Tag verschiedene Themen behandelt werden. Ich wollte Ihre Arbeit nicht herabwürdigen; für TV-Sportler und solche, die damit Geld verdienen, ist sie sicher wichtig. Hingegen sehe ich mich durch viele andere Reaktionen hier in meiner Ansicht bestätigt, dass Spitzensport am Fernsehen sehr anfällig für Mauscheleien aller Art ist. Die ganze Sache losgetreten hat auch das FBI mit einem übergelaufenen russischen Funktionär. Das FBI würde da sicher nicht mitmachen, wenn es daraus nicht politisches Kapital schlagen könnte. Darum ist für mich auch störend, dass anonym zugespielte Dokumente verwertet werden, ohne deren Herkunft kritisch zu würdigen.

Interessante Themen wären z.B. auch die Rolle der USA in der Ukraine oder innenpolitisch die Vollgeldinitiative, wo die Banken einmal mehr ihre Interessen als einzige Wahrheit auftischen. Dringend wären auch weitere so hervorragende Beiträge zum Populismus nach Schweizer und ausländischer Art.

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Ich fand das Thema zwar nicht so langweilig, aber ich erlaube mir trotzdem ein paar konstruktive Vorschläge zu machen:

  • Umweltthemen hatten wir bis jetzt keine

  • Politik und Lobbying, vielleicht mal aus Sicht eines Auftraggebers

  • Instanzenweg und Gesamtbilanz eines Flüchtlings in der Schweiz

  • Lokale Themen aus Zürich, mit überregionaler Bedeutung

  • Auswirkungen der Steueroase Schweiz für umliegende Länder

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Nachfrage zur Manipulation von Urinproben: Nachem Sie sehr ausführlich und plastisch dargestellt haben, wie einfach die Probenfläschchen zu manipulieren waren, lese ich im Interview mit Herrn Kamber, dass in den Laboren in Lausanne diese Problemen nicht festgestellt wurden. Es wäre interessant, diesen Widerspruch zu lösen. Es kann ja kaum an "guter Ausbildung" und "besserer Handhabung" liegen, Flaschen NICHT manipulieren zu können.

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Guten Tag Herr Klamann,
das ist nur scheinbar ein Widerspruch. Wie wir und auch die Weltantidopingagentur Wada schreiben, gibt es das Problem der Manipulation nicht immer und überall, aber in verschiedenen Fällen. Die Wada wurde darüber informiert, dass dieses Problem in Köln auftauchte. Wir selber haben das Kühlschrank-Experiment auch ausprobiert – mit Erfolg.
Herr Kamber sagt jetzt bloss: In Lausanne konnte das Problem nicht festgestellt werden.
Der Vollständigkeit halber hier ein Ausschnitt aus der Medienmitteilung der Wada mit Link: «On 19 January, WADA was informed by the WADA-accredited laboratory in Cologne, Germany, that security bottles of the new generation ‘BEREG-KIT Geneva’, introduced in September 2017 by Swiss manufacturer Berlinger Special AG (Berlinger), may potentially be susceptible to manual opening ‘upon freezing’ of a sample.» - Link: https://www.wada-ama.org/en/media/n…kit-geneva

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Danke für die Erläuterung. "may potentially be susceptible" ist allerdings sehr weich formuliert. Die Riesenstory "may potentially be a storm in the waterglass".

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Wahrscheinlich ist der Systemfehler dem Leistungssport inhärent... Fairness und Anständigkeit wird einfach nicht belohnt.
Für die aufkommende Debatte um Freigabe bzw. was sollen wir tun: Bitte die vielfältige Literatur zum Staatsdoping in der DDR sichten. Die Opfer gehen in die Tausenden... Erwachsene, Kinder und Ungeborene: Physisch und psychisch!
Sind Surf-Tipps erlaubt? www.jensweinreich.de

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Ja, sicher! Bitte teilen Sie weiterführende Lektüre.

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Interessanter Artikel. Habe aber eine grosse Kritik: Ihr erwähnt die SchweizerInnen. Jeder Fan weiss, dass Dario Cologna (und zwar als einziger Schweizer) damals in die Weltspitze lief - und zwar bis zum Tour de Ski-Sieg 2009 und Olympia-Sieg 2010. Doch kein Wort darüber? Ihn entlasten wäre ein fairer und sinnvoller Gedanke, so kurz vor den Spielen; hätte mich sehr beruhigt. Oder waren seine Blutwerte (leider) auffällig? Was sollen wir nun denken? Oder kommt ein weiterer Nachzug? Das wäre dann aber billiger Boulevard-Stil.

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Namen nennen wir bewusst nicht. In der Sendung «Blickpunkt Sport» haben Hajo Seppelt und der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds, Alfons Hörmann, darüber diskutiert. Die Debatte können Sie hier nachsehen: https://www.br.de/mediathek/video/k…00172dd578

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Okay, danke. Ist vertrackt. Generalverdacht oder Nennung einzelner (zu 99% sicherer) Sünder? Ersteres erinnert irgendwie an die Kollektivstrafe. Letzteres geht wohl vor allem rechtlich nicht. Und moralisch?
Was nützte einem wie Cologna mehr? Keine Namen oder Erwähnung, dass er persönlich nicht verdächtig war? Nach eurem Artikel wäre ich froh zu wissen, dass mein Held Cologna normale Blutwerte hatte. Im Moment ist er unter Verdacht. Zudem: wenn einer zu 99% sicher gedopt hat, müsste man ihn nicht outen und sich rechtfertigen lassen? Egal ob Held oder nicht. Schwierig zu entscheiden; bin mir nicht sicher, was ich tun würde.

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(durch User zurückgezogen)

Zunächst: Danke für das Kompliment. Das war unsere Hoffnung: Auch Leserinnen und Leser für das Thema zu begeistern, die nicht unbedingt sehr an Olympia und Sport interessiert sind.
Zu Ihrer Enttäuschung: Keine Angst - die Sportwoche ist jetzt vorbei. Oder wenigstens fast. Ein Beitrag kommt morgen noch. Wobei es dort eigentlich weniger um Sport geht, sondern um etwas Wichtigeres: die Liebe.
Schönen Tag!

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(durch User zurückgezogen)

Freude? Eher stille Erwartung, dass vielleicht Athleten die Podien betreten, die bisher in der zweiten Reihe standen, weil sie sauberer sind als ihre Konkurrenten. Ich habe letzte Woche die Junioren und U23 WM im Langlauf moderiert und konnte mich bei all den aufgedeckten Skandalen in Sachen Doping nicht des Gedankens erwehren, dass auch dort Medaillen mit unlauteren Hilfsmitteln ergattert werden. Talent hatten an dieser WM viele Athleten, hart trainiert wird überall. Das Schlimme ist, dass selbst auf Nachwuchsstufe die leistungsfördernden Mittel bei einigen nicht ausgeschlossen werden können. Darin liegt für mich ein weiterer Skandal. Denn das lässt wenig Raum für Hoffnung, dass es diejenigen an künftige Olympiaden schaffen, die sauber arbeiten. Sie werden früh aus dem Prozess der sportlichen Weiterentwicklung ausgeschlossen, wenn sie körperlich alles geben aber trotz Talent hinterherlaufen. Auf dieser Stufe muss der Hebel vermehrt angesetzt werden, um den frühen Griff zur Spritze und Pille zu verhindern. Das Aufdecken grosser Skandale bei Olympiasiegern verliert seine abschreckende Wirkung bei Nachwuchsathleten zu schnell, wie ich letzte Woche in vielen Gesprächen mit Coaches und SportlerInnen erfahren habe. Daher bin ich überzeugt, dass jeder eingesetzte Franken in der Dopingbekämpfung im Nachwuchsbereich ungleich mehr brint, als die Sisyphusarbeit an Olympia.

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Weshalb schauen wir Sport im Allgemeinen aber insbesondere auch die olympischen Spiele? Wegen der Fairness und dem olympischen Gedanken oder doch eher wegen der Rivalität, dem Spektakel und dem Triumph gegen andere Gruppierungen oder Nationen (da haben wir es den sch... xyz gezeigt!)?
Ich war lange im Jugendsport aktiv und so verbittert wie bereits dort gespielt oder eher gekämpft wird, überrascht es überhaupt nicht, dass alle Mittel ausgeschöpft werden.
Insbesondere für wirtschaftlich schwächere, fragile und korrupte Staaten ist der Sport eine willkommene Bühne, um Erfolge zu feiern und das Volk bei der Stange zu halten. Das ist halt auch ein Werkzeug im populistischen Werkzeugkasten.
Zurück zur Frage: ja, ich werde es trotzdem schauen, auch wegen den übermenschlich anmutenden Leistungen der Athleten. Hochachtung und Respekt, wenn das ohne Doping möglich ist.

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K. B.
· editiert

Zuallererst: vielen Dank für die interessante und wahrlich investigative Doping-Berichterstattung! Da steckt viel Können, Wollen und Herzblut drin.

Ich persönlich freue mich leider nicht mehr auf die Olympiade, obwohl es ganz bestimmt viele SportlerInnen gibt, welche absolut "sauber" starten und mich der olympische Gedanke "dabei sein ist alles" und das Aufeinandertreffen und die Vermischung verschiedenster Völker dieser Erde während friedlicher Spiele immer wieder beflügelt.
Meine Unfreude hat mit meinem Grundsatz zu tun, dass alle Teilnehmenden aufgrund ihrer körperlichen Fähigkeiten ausgewogene Chancen erhalten sollten, zu reüssieren, inklusive aller Ausnahmetalente, welche manchen seit Jahren hart Trainierenden binnen Kürze Rang und Namen ablaufen können.

Aber machen wir uns nichts vor: bis heute wird diskutiert, welche "Dopingmittel" möglicherweise bereits in der Antike eingesetzt wurden. Darunter könnten spezielle Ernährungsweisen zum Aufbau vermehrter Muskelmasse, die Einnahme von Abführmitteln oder auch von Betäubungsmitteln gehört haben. Was aus heutiger Sicht als harmlos gelten mag, könnte schon damals zur Täuschung Mit-Teilnehmender sowie auch des Publikums geführt haben. Durchaus vorstellbar ist, dass bereits in der Antike das Möglichste versucht wurde, um das "Optimum" aus den Athleten herauszuholen, ging es doch schon damals - und damit vor dem Aufbau der Olympiade zum Milliardengeschäft und massivsten negativen Einschnitten in das Leben tausender Menschen und der Natur - um die Erreichung von Privilegien, Ruhm und Ehre. Letztere liegen wohl seit jeher im Bestreben der Menschheit.

Ein radikaler Ansatz entgegen jeder landläufigen Moral vieler Menschen wäre es, Doping generell freizugeben und die Verantwortung dafür in die Hände aller, der SportlerInnen, der TrainerInnen, der Verbände, und nicht zuletzt der ZuschauerInnen zu geben. Die Sportler mit den besten Voraussetzungen, körperlich wie mental, und der besten "Trickkiste", würden in diesem Fall gewinnen. Ganz so, wie es bereits heute so oft der Fall ist. Und solange, wie die ZuschauerInnen eben zuschauen und tolerieren wollen.

Ob mir das schmeckt? Nein, nicht wirklich, wo bleibt da der heroische Kampf "Gut" gegen "Besser" und "Gut" gegen "Böse"? Zuversichtlich bin ich, wenn es um die eigene Vernunft geht, nicht so sehr jene des Publikums als jene der Teilnehmenden: jeder Mensch kann sich dazu entscheiden, womit oder wogegen er sich misst. Und auf jede extreme Sinuskurve folgt meist eine der Mässigung und manchmal sogar eine der Besinnung.

Citius, altius, fortius - schneller, höher, stärker/weiter? Kann, muss für mich persönlich aber nicht sein. Nicht einmal als ehemalige Jugend-Leistungsschwimmerin.

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Im hier und jetzt erstaunt es mich nicht, dass Doping keine Einzelfälle sind, sondern ein Massenphänomen. Die Anforderungen an die Sportler wuchsen parallel mit den Anforderungen an die Leistungsgesellschaft. Während in der Wirtschaft die "Athleten" nur anhand Ihrer Leistung beurteilt werden und keine Kontrolle (von bspw. Ritalin, Kokain, Medikamente, etc.) erfahren, wird im Sport tagein und tagaus ein Riesenspektakel bezüglich neuen Dopings und entsprechenden Tests daraus gemacht.
Nichts hat sich verbessert, seit das Thema so starkes öffentliches Interesse aufweist.
Daher gehe ich gerne den von Frau B. genannten, radikalen Vorschlag ein, Legalisierung von sämtlichen Doping. Danach ist es am Zuschauer zu entscheiden, was er noch als sportlich empfindet und was nicht.

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Ich bin klar anderer Meinung, einfach freigeben und wegschauen ist keine Lösung. Die Geschichte zeigt, wozu der Mensch in Bezug auf Doping fähig ist, Athleten aus der DDR und UdSSR sind bis heute körperlich und geistig geschädigt. Es brauch einen internationalen Rahmen, der durchgesetzt wird. Resignation, nur weil es ein schier aussichtsloses Unterfangen ist, ist keine Lösung.

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Was tun? Das haben wir uns bei der Recherche auch oft gefragt. Doping legalisieren? Mehr Dopingkontrollen während Wettkämpfen? Davor, danach? Ich weiss es nicht. Was klar ist, finde ich: Jede, jeder kennt die Spielregel, dass Doping verboten ist. Egal ob beim FC Bolzplatz oder bei der Nationalmannschaft.

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Anonym
· editiert

Nein. Ich freue mich nicht auf die Olympischen Spiele. Das liegt aber daran, dass ich mehr an Sommersportarten interessiert bin. Als ehemaliger Cheftrainer eines Vereins einer olympischen Kernsportart hatte ich auch Kontakt zum "Berner Doping-Arzt". Er war unser Vereinsarzt und hat unsere Athleten im medizinischen Bereich betreut. Das war um 2008 und 2009. Nie war Doping bei unserer Zusammenarbeit ein Thema, aber als ich den Bericht las, war mir sofort klar um wen es geht. Ich war auch keinesfalls überrascht über die Vorwürfe.
Ich bin überzeugt, dass der Kampf gegen das Doping irgendwann gewonnen wird. Das wird sicher nicht heute und auch nicht bis Tokio 2020 gelingen, aber wenn von allen Seiten entschlossen dagegen angegangen wird, wird das "Gute" siegen.

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Guten Morgen Anonymous, möchten Sie Ihre Informationen teilen? Dann melden Sie sich gern. Meine E-Mail-Adresse: sylke.gruhnwald@republik.ch. Oder auf dem Postweg an: Republik, Sihlhallenstrasse 1, 8004 Zürich. Beste Grüsse, Sylke Gruhnwald

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