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Debatte

Welche Auswirkungen wird die vierte industrielle Revolution haben?

Diskutieren Sie mit Autor Mark Dittli.

16.01.2018

Frühere industrielle Revolutionsphasen haben gezeigt: Arbeitsplätze sind verschwunden, doch stets sind rund um neue Technologien auch wieder neue Arbeitsplätze entstanden. Die Furcht, den Menschen könnte die Arbeit ausgehen, hat sich nie bewahrheitet. Wird sich dieses Muster auch in der gegenwärtigen vierten industriellen Revolution wiederholen? Oder wird es dieses Mal anders sein, weil erstmals nicht manuelle, sondern kognitive Arbeiten automatisiert werden können?

Lesen Sie den Artikel «Aufstieg der Maschinen››, und diskutieren Sie mit Autor Mark Dittli.

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Kennt ihr diesen Brief an CEO's vom CEO von BlackRock - dem aus Sicht Anlagen grössten Investor der Welt? Der Brief deckt mehr Themen ab, aber v.a. auch die Auswirkungen der vierten Revolution von Arbeit, wie ich sie nenne: https://www.blackrock.com/corporate…ceo-letter

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Es ist ein sehr interessanter Artikel der viele verschiedene Aspekte aus meiner Sicht korrekt berüksichtigt.
Allerdings wird hier fast ausschliesslich von Industriestaaten gesprochen, wenig über Schwellenländer. Doch welche Effekte haben die industriellen Revolutionen länderübergreifend auf die Entwicklungsländer? Nach meiner Meinung können hier ähnliche Schereneffekte bei jeder Industriellen Revolution von Industrieländern zu Entwicklungsländern auftreten. Im Artikel wird über die Effekte innerhalb eines Landes gesprochen, es gibt aber viele Länder die aufgrund der schlechteren Bildungsinstitutionen (und aus anderen Gründen) immer weniger vom Fortschritt profitieren können und dieser stärkt die Industriestaaten weiter. Dies sollte auch diskutiert werden!

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Werter Herr Baron

Gestern schrieben sie: „Wenn ich eine persönliche Anmerkung machen darf: Für mich ist es schwierig den Bezug ihrer Posts zum Thema und VorPosts zu finden. Es scheint mir, als würden Posts in ihnen den Reflex auslösen, alles was ihnen gerade so assoziativ einfällt, aufschreiben zu müssen. Das führt dann sehr weit und alle sind baff was sie so alles wissen.
Aber einer Diskussion ist das im Sinne von Erkenntnisgewinn oder Verständnis nicht unbedingt so förderlich.
Ich wünschte mir, dass sie etwas mehr beim Thema blieben, und mithelfen einen Punkt auch mal zu Ende zu bringen, statt ein konkretes Thema in den umfassensten Kosmos aller möglichen virtueller Kosmösser zu explodieren.“

Ich weiss nun nicht, weshalb sie ihre Ressentiments hegen und diesen unfreundlichen Ton pflegen. Wie dem auch sei, bei Verständnisschwierigkeiten stehe ich natürlich immer gerne zur Verfügung, denn nur so lerne ich weiter. Bisherige sichtbare Reaktionen und frühere feedbacks liessen jedoch nicht auf Unverständnis schliessen - im Gegenteil! Aber gerne helfe ich ihnen aus, wo immer ich kann. An welchen Stellen haben sie denn Mühe den Zusammenhang zu sehen?

Im Allgemeinen versuche ich wie alle anderen schlicht meinen eigenen Blickwinkel einzubringen, um mit einer zusätzlichen Perspektive Dinge nicht nur von einer anderen Seite zu beleuchten, sondern auch andere Zusammenhänge, ja womöglich auch andere Probleme sichtbar zu machen. Mit einem offenen und freien Geist und durch transversales und holistisches Denken outside the box Querverbindungen schlagend.

Und m.E. ist ein so inklusives und diverses Forum, wie jenes der Republik, gerade nicht der dedizierte Ort für monothematische Diskussionen einer exklusiven homogenen Gruppe ausgewiesener oder selbst-erkorener Expertinnen eines engen Spezialgebietes mit eifersüchtig wachenden gatekeepers. Dafür gibt es Fachzeitschriften und spezialisierte Foren und Panels mit offiziellen und qualifizierten Administratorinnen und Moderator*innen.

Wenn eine konstruktive Diskussion tatsächlich ihr Ziel sein sollte, so hoffe ich um ihretwillen, dass sie die Erfahrung machen werden, wie Grosszügigkeit und Respekt bei anderen viel eher Dialogbereitschaft und Kooperationswillen hervorrufen und daher weit zielführender sind als Arroganz und Polemik.

In diesem Sinne auf eine weitere konstruktive und sachliche Diskussion - grosszügig, respektvoll und wenn möglich stilvoll!

LG

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Vielen Dank für die 'Republik' und für den interessanten Artikel, der das Thema Digitalisierung im historischen Kontext sowie bezüglich Auswirkungen auf die Arbeitswelt gut darstellt. Ergänzend dazu folgende Überlegungen:
Digitalisierung findet bereits seit der dritten industriellen Revolution, und dem zunehmenden Einsatz von EDV bzw. IT statt. Wie richtig bemerkt, wurden die Technologien seither weiter entwickelt und entsprechend sind dadurch auch neue Nutzungsmöglichkeiten, beruflich wie privat, entstanden.
Neben besseren und neuen Technologien, wie bspw. 'intelligentere' Maschinen oder additive Verfahren (3D-Druck), ist meiner Meinung nach der wesentliche Faktor der vierten industriellen Revolution die Vernetzung und Kommunikation von Objekten (Internet der Dinge) und Subjekten (Menschen als Anwender von bspw. Smartphones). Daraus resultiert eine zeitlich und örtlich sofortige Verfügbarkeit von Daten, welche durch die 'Dinge' erfasst bzw. durch Menschen mehr oder weniger freiwillig zur Verfügung gestellt werden. Entsprechend sind Daten auch jene Ressource aus welchen vermehrt nicht nur grosse Internet-Unternehmen ihre Wertschöpfung generieren.
Neben der zunehmenden Digitalisierung aller Geschäftsprozesse findet vor allem auch eine Digitalisierung bzw. Dematerialisierung von Sach- oder Dienstleistungen statt. Was nicht als Letzte aktuell die Medienwirtschaft erfährt.
In einer Wirtschaft 4.0 in der alle und alles über das Internet verbunden ist, werden Daten zur bedeutendsten Ressource. Umso mehr stellen sich Fragen in Zusammenhang Urheberrecht/Datenschutz im Sinne von, wem gehören die Daten bzw. wer entscheidet wie die Daten genutzt werden und wie wird dies sicher gestellt. Aufgrund der technologischen Entwicklung (bspw. Blockchain bzw. deren Nachfolgetechnologien) werden neue Geschäftsmodelle (bspw. Transaktionen ohne Intermediäre) ermöglicht. Welcher Art diese auch sind, Daten werden immer die Basis für eine, nicht nur monetäre, Wertschöpfung sein. Hier wäre eine Analyse ähnlich Piketty, jedoch für Daten sowie Diskussion über die Besitz-/Nutzungsverhältnisse, bspw. im Rahmen einer möglichst gerechten Verteilung der Produktivitätsgewinne, interessant.

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Ein interessanter Artikel. Allerdings meine ich, dass im Video von "kurzgesagt" mit dem Titel <The Rise of the Machines – Why Automation is Different this Time> ein paar grundsätzliche Argumente präsentiert werden, weshalb diese industrielle Revolution nicht mit den vorangegangenen vergleichbar ist und die Erhöhung der Produktivität diesmal nicht oder viel weniger zu neuen Arbeitsplätzen führen wird, die ihren Artikel diesbezüglich ergänzen.

https://www.youtube.com/watch?v=WSK…yR&index=1

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Unsere Gegenwart würde ich als Zeitalter der POST-Solidarität bezeichnen. Nun schafft die Technolgie mit ihren Protokollen und ihrer grundsätzlich vernetzt kompatiblen Schnittstellen-Natur dem Zerfall unserer Solidarität einen Gegenpol:
Roboter und KI werden damit genau mit dem erfolgreich, was die Menschheit einmal gross werden liess: Zusammenarbeit, Respekt, Lösungsorientierung und Kollaboration in einem gleichberechtigten Miteinander im ständigen Austausch und permanenter Abstimmung.
Ja, technische Netzwerke sind, rein ethisch gesehen, die bessere Menschheit!
Denn Technik ist unter sich unglaublich solidarisch. Technik hat von Anfang an begriffen wie wichtig das ist. Jetzt fügt sie einfach noch Geschwindigkeit und 24x7 dazu.
Das sollte uns bei No-Billag, No-Bildung, No-Jugend, No-Rente, No-Grundeinkommen, No-Solidarität, No-YouNameIt - zu denken geben!

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Man darf die Auswirkungen, die intelligente Roboter haben, nicht überschätzen. Nehmen wir das Beispiel AlphaGo: Er schlägt Menschen und neuerdings auch sich selbst - und das in nur drei Tagen üben. Super Leistung. Aber werden wir deshalb kein Go mehr spielen? Nein. Denn wir spielen ja aus Spass.
Klar ist, dass AlphaGo ein schlechtes Beispiel ist. Nehmen wir also das fiktive Beispiel eines Roboters, der praktischerweise einen Maurer ersetzten soll. Der Roboter mauert nicht nur präziser, sondern auch viel schneller als der Mensch. Das geht zack-zack. Wie ist der aber nun gebaut: ist das mehr ein Laufband mit Armen, muss also irgendwie fixinstalliert werden auf der Baustelle oder ist das ein Roboter mit Beinen und Armen - ganz so wie in Starwars. Der fixinstallierte Roboter muss also irgendwie von Robotern aufgebaut und unterhalten werden, die sollten dann schon Arme und Beine haben - dann das Gelände einer Baustelle ist unwegsam und von Baustelle zu Baustelle anders. Für diese Art von Roboter stellen sich diverse einfache wie schwierige Probleme - so müssen sie auf sich ändernde Umweltbedingungen reagieren können (Wind, Regen etc). Laufen, umfallen, nicht gleich kaputtgehen - man muss sie reparieren, Verschleissteile ersetzen und so weiter. Die Frage der Energieversorgung ist auch nicht gelöst. Sie sind wohl relativ schwer, denn wenn sie einen Maurer ersetzen sollen, müssen sie schon ein paar Stunden laufen. Die Liste kann man beliebig ausbauen. Von Kommunikation habe noch nichts gesagt.
Es stellen sich so viele Probleme - alles lösbar, klar, aber das ist sicher nicht gratis: die Dinger würden sehr viel kosten, beim Kauf und im Unterhalt. Zudem gibt es schon eine relativ günstige Lösung für das Problem: einen Bioreaktor, den Menschen. Er verfügt sogar über selbstheilende Kräfte. Und hat Witz.
Neuronale Netzwerke und superintelligente Computer werden uns vor allem dabei helfen das Bigdata-Problem zu lösen - und sicher werden fixinstallierte Roboter immer neue Arbeiten in Fabriken übernehmen (ist aber nichts Neues). Dann gibt es sicher immer bessere Sprachassistenten, die das Callcenter noch schlechter machen werden. Einen Kundenberater ersetzen wird ebenfalls eine riesige Herausforderung. Einen Arzt unterstützen, aber ersetzen? Hochpräzise Operationen durchführen ist sehr nützlich, bessere Diagnosen auch - es war so oder so schon immer bedenklich, wie viel ein Arzt wissen müsste (und es nicht wissen kann). Aber kann ein Roboter den Hausarzt ersetzen..? Pflegeroboter stehen vor ähnlichen Problemen wie weiter oben beschrieben - werden sie je günstiger und so vielfältig einsetzbar sein wie eine rumänische Gastarbeiterin? Es kann durchaus bezweifelt werden, dass dies in den nächsten Jahrzehnten der Fall sein wird.

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Genau deshalb braucht es neue Formen der Arbeit. Zum einen sollten auch wir Menschen uns als "lernende Systeme" sehen. Unser Bewusstsein bewusst nutzen. Es gibt noch so viele Potenziale, die wir nicht nutzen. Ich spreche dabei von Identitätsstiftung entlang einer neuen Haltung. Und dann und das ist äusserst bedeutend, weil sich die Arbeitswelt zu flexiblen Formen verändern wird, brauchen wir eine neue flexiblere, dezentrale Infrastruktur, sog. VillageOffices. Die Menschen dabei unterstützt, ihre multiplen Rollen unter einen Hut zu bringen, weil Arbeit und Leben besser vereinbaren können. Gleichzeitig hilft diese Infrastruktur Dörfer und Städten ihre Bevölkerung zu aktivieren und Fortschritt als etwas konkretes zu sehen: http://www.engagement-migros.ch/de/…-gemeinden

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Lieber Herr Dittli, besten Dank für Ihren Artikel, der den Zusammenhang von Industrialisierung und Arbeit für die industrialisierten Länder skizziert und darauf hinausläuft, dass jeder industrielle Entwicklungsschritt zu mehr Monopolisierung des Geldes und der Macht bei immer weniger Menschen geführt hat und dies nun auch wieder so zu sein scheint. Aber weil in unserer heutigen globalen Gesellschaft alles mit allem zusammenhängt, kommt man nicht wirklich weiter, wenn man nur einen einzelnen Aspekt herausnimmt. Nachfolgend seien ein paar andere, gleichzeitig zu bedenkende Aspekte skizziert.

Wenn immer weniger Menschen immer reicher werden und immer mehr Menschen immer ärmer, schafft das soziale Spannungen, die sich früher oder später auf irgendeine Weise lösen werden. Monopolisierung bedeutet Machtkonzentration und führt zwangsläufig zu immer mehr Zwang und immer weniger Freiheit. Der Mensch wird aber immer individueller und entwickelt ein immer stärkeres Bedürfnis nach Selbstbestimmung. Wo führt das hin?

Selbstbestimmung beinhaltet auch Bestimmung über Eigentum. Bestimmung über Sachen ist eine ganz andere Sache als Bestimmung über Land und über Unternehmen. Land ist nicht vermehrbar, Unternehmen sind Menschen. Wir müssen andere Eigentumsformen finden, müssen in unserem Recht unterscheiden zwischen Verfügungseigentum an Sachen und Nutzungseigentum an Land und Unternehmen bzw. Produktionsmitteln. Das römische Recht genügt den heutigen globalen Gegebenheiten nicht mehr, setzt sich aber auf der ganzen Welt immer mehr durch. Wo führt das hin?

Wenn man von Arbeit spricht, muss man auch von Gesundheit sprechen. Wie ist es denn zu verstehen und was bedeutet es, dass - zumindest in den industrialisierten Ländern - die Raten für Suizid (alleine oder begleitet), Depression, psychosomatische Krankheiten, Autoimmunkrankheiten (wie zum Beispiel Multiple Sklerose), Krebs und weitere und damit die Gesundheitskosten steigen? Wo führt das hin?

Wenn man von Arbeit spricht, muss man auch von Energie sprechen. Gerade durch die Maschinen steigt der Energiebedarf in Form von Elektrizität exponentiell an. Der Supercomputer der ETH im Tessin verbraucht soviel Strom wie eine mittlere Schweizer Stadt und produziert entsprechend viel Wärme. Die Rohstoffvorräte der Erde gehen zur Neige und brauchen immer mehr Energie, um erschlossen zu werden. Auch wenn einzelne immer reicher werden, so verarmt die Erde und Menschheit als Ganzes zusehends. Wo führt das hin?

Die Maschinenintelligenz vermag alles, was materiell, seriell, repetitiv und berechenbar ist, genauer, schneller, fehlerfreier ausführen als der Mensch und dabei "lernen", das heisst diese Tätigkeiten immer weiter optimieren. Aber das menschliche soziale Leben beruht auf Liebe, Empathie, Toleranz, Altruismus, Kreativität, auf dem menschlichen Gespräch, das, wenn es wirklich menschlich ist, unvorhersehbar ist, letztlich auf der "irrationalen" Gefühlslogik, die eine ganz andere Logik ist als die rationale der Maschinen. Wenn also auch Tätigkeiten, die ein Gespür für den anderen Menschen oder die Natur, die emotionale Intelligenz, Intuition erfordern, wie zum Beispiel Menschenpflege oder Landschaftspflege bzw. Landwirtschaft mechanisiert werden, wo führt das hin?

Das kalte, rationale Denken, die Grundlage des Maschinendenkens, kennt nur den Zweck, ist zweckrational und deshalb zwangsläufig egoistisch. Der Zweck heiligt die Mittel. Die Vision von Adam Smith, dass sich aus dem Ausgleich der Egoismen Altruismus ergäbe, hat sich als Illusion erwiesen, weil Egoismus nur weiteren Egoismus gebären kann, aber nie Altruismus. Adam Smith hat den Gott des Christentums durch den Gott des Marktes ersetzt, der Egoismus heisst. Altruismus kann nur aus dem Mitgefühl für den anderen Menschen und für die ganze Menschheit entstehen. Für eine heilsame Entwicklung kann es deshalb nur ein einziges Fortschrittskriterium geben, nämlich ob eine technische oder soziale Neuerung jetzt und in absehbarer Zukunft der ganzen Menschheit, jedem einzelnen Menschen auf der ganzen Welt dient.

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Das Argument hier taugt nach mir nicht viel (sagt der Autor auch selber weiter unten), wird aber so oder abgewandelt in vielen Debatten und Texten zur Digitalisierung immer wieder gebracht: „Die Historie spricht eine deutliche Sprache: In keiner der drei früheren industriellen Revolutionsphasen haben sich die Befürchtungen grosser Arbeitsplatzverluste über längere Frist betrachtet bewahrheitet. Stets sind genügend neue Jobs entstanden, die die durch die Automatisierung obsolet gewordenen Stellen kompensiert haben.“ Ich denke aber, nur weil es bisher so war, muss das nicht zwingend heissen, dass es diesmal auch so ist. Das soll nicht heissen, dass die Digitalisierung schlecht ist, man darf sich nur nicht einfach zurücklehnen und nichts tun, weils ja eh gut kommt.

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Ein schöner Artikel - danke dafür Herr Dittli.

Mich würde zum folgenden Absatz Literaturangaben interessieren:
"Jeder Arbeitsprozess, der definierten Regeln folgt und damit codierbar ist, kann von Maschinen übernommen werden. Weil sie innert Sekunden auf Millionen von Erfahrungswerten zugreifen können, sind selbstlernende Systeme etwa bereits heute treffsicherer in der Diagnose von Krankheitsbildern als Ärzte."

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ist ein toller artikel. auch wenn ich vieles schon weiss tut es gut sich wiedermal die geschichte der industriellen revolutionsphasen in erinnerung zu rufen und sich vorallem ueber das heute und morgen fragen zu stellen. danke auch fuer die angenehme sprache,

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Der Artikel ist eine sehr gute Zusammenfassung und bringt alle Leserinnen und Leser auf einen nüchtern Stand der Dinge, die sich bisher nicht näher mit dem Thema befasst haben.

Ich gebe den meisten Kommentarschreiber recht das die KI (noch) nicht die nächste Revolution auslösen wird, jedoch die Digitaliserung. Die steht nun auch in unserem Dienstleistungsland vor der Türe. Die klassischen kaufmännischen Berufe stehen vor einer grossen Automatisierung, ebenfalls in der Informatik verschwinden die Service-Jobs und ich denke die Welle mit über 1000 Digitalwährung wird auch auf dem Finanzsektor für grosse Veränderungen sorgen (theoretisch wird gar kein Konto mehr benötigt, gar keine Bank mehr für die Zahlungen).

Ein gutes Interview KI
https://www.brandeins.de/wissen/bra…nd-halten/

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Herr Dittli

Zwei kleine geschichtliche Bemerkungen. Zum Beginn der industriellen Revolution in England brauchte man zwar Maschinen und Fabriken, doch die waren technisch gesehen so einfach, dass sie keine grossen Investitionen darstellten, ein Jahreslohn eines durchschnittlichen Engländers genügte.
Zur sogenannten zweiten Welle gehörte neben Belgien und der Schweiz auch noch Frankreich! Es machte "im Schutz" Napoleons Kriege, und infolge dessen geschützt vor der englischen Konkurenz, den Rückstand gegenüber England wett.

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Ein Beispiel dafür wie überraschend anders die neue Welt sein wird:
Aktuell kommen AI Projekte ins Trudeln, weil der Markt der hierfür primär verwendeten GRAFIK!-Prozessoren ausgetrocknet ist, weil diese zu horrenden Preisen für das Mining von Kryptowährungen aufgekauft werden.
Ganz generell wird auch der Zusammenhange zwischen seltenen Erden und flächendeckender Digitalisierung in Form von Robotik und viel mehr noch in Form von sogenannt "embedded" Systems noch viel zu wenig Beachtung geschenkt.

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Ich vermute dass sich das Muster auch ein viertes Mal wiederholt, denn ich sehe keinen grundsätzlichen Unterschied in der Qualität zwischen manuellen und kognitiven Tätigkeiten. Auf beiden Gebieten gibt es Bedarf für simple und für hochstehende Fertigkeiten. Ist nicht vieles von dem, was die besten derzeit operierenden Algorithmen täglich produzieren, der reine Schwachsinn? Somit kann ich mir nicht vorstellen, dass menschliche Hirne je überflüssig werden sollten.

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Die meisten der neu geschaffenen Jobs erfordern hohe Ressourcen: nicht nur kognitive, sondern auch proaktive, lösungsorientierte und kreative. Der Mensch als Befehlsempfänger, der auf Abruf monotone Tätigkeiten verrichtet, wird in einer solchen Zukunft kaum mehr eine existenzsichernde Beschäftigung finden.

Für Bildungspolitiker, Lehrer und Medienpädagogen heisst es nun die Weichen so zu stellen, dass Schulabgänger in 10 Jahren in der Lage sind, sich diesem Kreativitätswettbewerb zu stellen. Doch noch immer wird die Medienpädagogik in der Bildungslandschaft als Dekor und nicht als essentielles Mittel zur Zukunftsbewältigung gesehen.

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Die historische Perspektive fand ich spannend. Ich fühle mich aber bestätigt, dass ich hier so viele inhaltlich kritische Voten sehe, insbes. was die KI heute wirklich kann. Die Republik hat versprochen, die relevanten und fundierten Informationen zu bringen. Dittli bringt hier eine schlecht belegt Aussage oder formuliert dabei zu reisserisch-missverständlich: "Man muss einem Computer heute nicht mehr abschliessend einprogrammieren, was eine Katze oder ein Stuhl ist. Er lernt es selbst." Es gibt bisher meines Wissens keinen Algorithmus, der /von sich aus/ lernen kann, was eine Katze ist. Es gibt zwar Algorithmen, die autonom eine Riesen-Bilderkollektion /gruppieren/ können. Die meisten der vom Algorithmus gefundenen Gruppen decken sich dann aber nicht mit menschlichen Begriffen wie "Katze" oder "Stuhl" sondern bleiben abstrakter Natur. Und selbst wenn eine "Katzen"-Gruppe identifiziert würde, der Algorithmus erkennt nicht "Das sind jetzt Katzen". Er erkennt nur, dass Bilder 159. 456, 753 etc. zur Gruppe XZY gehören und weitere, zukünftig präsentierte Bilder auch zu dieser Gruppe passen könnten. Der Begriff "Katze" oder die Aussage " Das sind alles Katzen!" wird dabei nicht generiert. Zum anderen gibt es Algorithmen, die in einer langen, vom Mensch aufgezwungenen (also auch nicht autonomen) Trainingsphase, bereits vom Menschen vorgruppierte Bilder verarbeiten und daraus das typisch Verbindende dieser Gruppe destillieren. Nachdem man dem Algorithmus also im Training Tausende Bilder von Katzen gezeigt hat (die wohlgemerkt Menschen mit herkömmlichem Hirnschmalz vorgängig in die Gruppe "Bilder mit Katzen drauf" sortieren mussten), nach diesem "visuellen Programmieren" kann der Algorithmus dann zukünftig präsentierte Bilder als wahrscheinlich auch dieser Gruppe zugehörig detektieren, weil es die antrainierte Mustererkennung nahelegt. In beiden Algorithmen Typen lernt der Algorithmus eben nicht autonom "Ich sehe eine Katze". Im ersten Fall kann er die identifizierte Gruppe nicht benennen; im zweiten Fall musste der Mensch vorgängig sagen: die Gruppe heisst "Katzen". Auch der zweite Algorithmus hat aber, obwohl er "Katze" ausspucken mag, keinen blassen Schimmer was eine Katze ist (ein Lebenwesen, hat Fell, ist Haustier, braucht Nahrung, bewegt sich....) noch was ein Stuhl ist (ein Möbel, bewegt sich aber trotz dieses Namens nicht selber, braucht keine Nahrung ausser etwas Politurauffrischung, Menschen sitzen drauf aber nicht auf die Katze...). Diese Projektionen von mitgemeintem Urteilsvermögen machen wir Menschen aber schnell, weil diese Leistungen für Erwachsene so mühelos sind.
Es Detail: die Bildbezeichnung für den Escher (1. Bild) lautet: "Ein Roboter ohne Aussenhülle, aufgehängt an einem Seil". Nur schon hier leider ein Fehler: Der Escher hat bisher keine "Aussenhülle". Der sieht wirklich so "blutt" aus, wenn er getestet wird. Und sein "Notfalleinsatz" muss bisher auf sauber ausgepützelten Testparcours stattfinden. Ich sehe extrem viel Potential, dass er sich auf einem realen Notfallgelände physisch verhedddert und selber gerettet werden muss...
Merci für's Lesen, Sorry für die Länge.

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Guten Tag Herr Dittli

Danke für Ihren Artikel, der die Geschichte wieder einmal aufrollt.

»Am Ende werden sich die Auswirkungen der vierten industriellen Revolution wiederum an Verteilungsfragen entscheiden: Wie...« ...das Fazit.

Heisst das »Im Westen nichts Neues«? War es nicht immer so, dass der grosse Teil der erhöhten Produktivität an die Investoren floss und im Wettbewerb aufgerieben wurde. Doch, wir arbeiten weniger als vor 100 Jahren üblich war, die Arbeitsrechte möchte niemand zurückgeben, ganz leer sind die Arbeitnehmer also nicht ausgegangen. Aber der Zenit dieser Entwicklung scheint überschritten.

Wenn ich mir angucke, wie viele Arbeitskräfte kaum noch Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Geschäfts- und Privatleben ziehen, informellen Vorgaben und kollektivem Druck folgend, der Allzeitpräsenz der Mobilkultur ausgesetzt, wird mir »gschmuch«. Von Burnout, Depressionen usw. will ich gar nicht sprechen. Mit der stets geforderten Selbstverantwortung (für die ich durchaus bin, wenn Freiheit und Mittel zu eigenständigem Handeln gegeben sind) sehe ich viele Arbeitskräfte am Abgrund der Selbstausbeutung stehen.

Wenn weitere Produktionssteigerungen nun auch die Gutqualifizierten zu ersetzen beginnen, die Gewinne an Zeit und Kapital wieder vorwiegend in den Wettbewerb und an Aktionäre fliessen, was dann? Wohin bewegt sich diese Arbeitswelt? Wagen Sie sich auf die Äste Herr Dittli?

Danke und freundliche Grüsse
P.G.

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Nach dem Lesen des Artikels und der Debatte dünkt mich, dass die Betrachtung zu sehr von der individuellen Seite - ein Roboter ersetzt (m)einen Arbeitsplatz - ausgeht.

Es schimmert in der Debatte zwar an einigen Stellen durch - das eigentliche Problem beim Ersatz von Individuen durch Technik, bzw. dem massiven Einsatz von "4.0"-Techniken an sich ist meines Erachtens viel mehr die dabei stattfindende Machtverschiebung und Machtkonzentration.

Ein plakatives Beispiel dazu: Vor 20 Jahren bestand die Kommunikation und Koordination in einer Schweizer Schulklassse in Gesprächen, Fotokopien, Zetteln und lokalen Telefonaten. Heute läuft das zu nahezu 100% über einen Gruppenchat unter der Kontrolle eines einzigen Grosskonzerns (Whatsapp = FaceBook). Das Problem dabei ist nicht, dass die Kommunikation elektronifiziert wurde. Sondern dass sie gleichzeitig monopolisiert wurde. Dasselbe gilt natürlich für industrielle Produktionsprozesse, die ohne Cloud-Infrastruktur der immer gleichen grossen Anbieter nicht mehr funktionieren.

Diese krasse Konzentration gesellschaftlich und wirtschaftlich notwendiger Werkzeuge unter der Regie weniger privater Grosskonzerne sind das Problem. Die Technik an sich könnte auch dezentral realisiert werden - aber das geschieht nicht, weil durch den Zusammenzug enorme Skalierungsgewinne für den Betreiber erzielt werden können. Die Kosten sind auch enorm, nur nicht für die Betreiber: fragile Infrastruktur, Überwachung und Manipulierbarkeit im grossen Stil, Verlust von Autonomie (auf allen Ebenen).

Statt sich jetzt eine Monopol- oder Zentralisierungssteuer zu wünschen, könnten gerade wir in der Schweiz den Spiess auch umdrehen: Ein Land mit Tradition und Erfahrung mit föderativen Strukturen sollte erkennen, dass auch Technik sehr wohl dezentral konzipiert und betrieben werden kann, anstatt digitalen Diktaturen zuzudienen. Dafür könnte die Schweiz Forschungsschwerpunkte setzen und finanzieren, Umsetzungen fördern - und meinetwegen "Föderation 4.0" nennen, wenn's denn sein muss...

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Es stimmt m.E. nicht, dass industrielle Revolutionen "gleichzeitig" mit der Zerstörung klassischer Arbeitsplätze neue, höherwertige Arbeitsplätze erschuf. Vielmehr lagen zwischen Zerstörung und Erneuerung oft Jahrzehnte des Elends für Viele, und allzuoft auch mindestens ein Krieg.

Will man es auch diesmal drauf ankommen lassen, oder ist die Menschheit fähig, aus der Geschichte zu lernen?

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Für mich die grösste Überraschung in der neuen Republik sind die anregenden, gesitteten Kommentare von anständigen und intelligenten Menschen, welche mit ihrem Namen zu ihrer Meinung stehen. Bravo! Sowas hätte man in Zeiten der "very stable genius"-Twitter-Trollen gar nicht mehr für möglich gehalten.

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Fasziniert hat mich, dass schon vor so langer Zeit über ein bedingungsloses Einkommen nachgedacht wurde, und bis heute nicht umgesetzt ist. Schade eigentlich, und eine verpasste Chance.

Die Arbeitsplätze wandeln sich, stellen sie fest. Das dabei schon heute Menschen aus dem System fallen, weil sie eben nicht in der Lage sind, zu studieren oder eine Lehre zu absolvieren, kehrt man geflissentlich unter den Tisch. Diese Menschen können dann in einer geschützten Werkstätte viel Steuergelder kosten, um ein paar Franken und ein wenig Anerkennung zu verdienen.

Ich denke, was wir jetzt machen sollten, ist eine Diskussion über die Arbeit im allgemeinen zu führen. Wenn es "uns" ja nicht mehr braucht, müssen und sollten wir uns neue Felder schaffen, die uns (hoffentlich) nicht nur Brot bescheren, sondern auch noch Freude machen.

Dann hätten wir etwas positives geschaffen. Falls je jemand auf die geniale Idee käme, dass es eigentlich gar kein Geld mehr braucht, wäre wohl auch die Armut binnen kürzester Zeit besiegt.

Dazu wird es - vermutlich - wie immer - nicht kommen. Schade eigentlich.

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Die sog. «Robotersteuer» war bereits vor 40 Jahren, bei der Einführung der ersten Fertigungsroboter in der Autoindustrie, v.a. in Deutschland ein Thema. Und nach meiner Meinung hat man damals die grosse Chance verpasst, die Finanzierungsgrundlagen der Sozialwerke – wie AHV, Krankenkassen etc. – zu erweitern.
Die Idee ist ja bestechend: Ersetzt ein Roboter einen Arbeiter am Fliessband und arbeitet 7/24/365 dann sollte das Unternehmen weiterhin mind. die Sozialabgaben des ersetzten Arbeiters an den Staat bezahlen. Problem Finanzierung AHV etc. gelöst.
Aber nach welcher Grössenordnung sollten diese Abgaben berechnet werden? Eine Möglichkeit wäre die Leistung aller in einem Roboter/System verwendeten CPUs (Central Processor Unit) als Kenngrösse für die Berechnung.
Nicht nur braucht jedes System solche CPUs, mit der technischen Entwicklungen (immer schnellere Processoren, grössere Speicher) wäre eine kontinuierliche Anpassung des Multiplikators nach unten ohne Probleme möglich.
Der positive Effekt: Es würden sehr viel effizientere, für spezifische Anwendungen designte Processoren entwickelt, weil sie Kosten sparen würden.
Nach meiner Meinung bringt die vierte industrielle Revolution in erster Linie eine Beschleunigung bei der Umverteilung von Vermögen von unten nach oben (wir stecken ja mittendrin). Und die weitere Zunahme der Erdbevölkerung und des Ressourcenverbrauchs wird es nicht mehr möglich machen, dass schlussendlich die ganze Gesellschaft von der Entwicklung profitieren kann. Das geht eher in Richtung Brave New World und Blade Runner ...

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Eine der interessanten Fragen ist, wie sich das Gesamteinkommen auf die verschiedenen Produktionsfaktoren (traditionell sind das Arbeit und Kapital) verteilen wird; wieviel des BIP also als Löhne und wieviel als Gewinne und Zinsen ausbezahlt wird. Historisch waren die Anteile meines Wissens ziemlich konstant, mit dem Anteil der Arbeit bei über 60%. Es hängt von der Produktionsfunktion, d.h. dem Zusammenspiel von Kapital und Arbeit, deren Angebot und deren Substituierbarkeit ab, wie gross die Anteile sind. Wie im Beitrag erwähnt, ändert sich der Charakter des Kapitals mit der vierten industriellen Revolution (weniger Hardware, mehr Software). Was das für den Arbeits- und Kapitalanteil am BIP bedeuten wird, weiss ich nicht; wahrscheinlich gibt es schon Studien darüber. Problematisch wäre natürlich vor allem, falls der Arbeitsanteil sinken würde.

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Breits 1987-89 hatte ich mich mit KI befasst und habe die letzten zwei Jahre - beruflich bedingt - viele Seminare, Workshops und Meetups zum Thema besucht.
Fazit: Erstaunlicherweise hat sich in den letzten 30 Jahren grundlagenmässig überraschend wenig getan.
Zwar habe ich jetzt im Handy mehr CPU-Power (für KI und die EchtzeitVerarbeitung von Sensordaten) als man sich damals überhaupt kaufen konnte (wussten sie, dass heute vor allem Graphikchips KI-Aufgaben übernehmen?). Ansonsten aber sind viele grundlegenden Probleme der KI immer noch nicht gelöst:
z.B. bringen sie einer KI mal bei, etwas gezielt zu vergessen, oder versuchen sie nachzuvollziehen WARUM die KI so doof reagiert. Man kann KI - wenn überhaupt -
nur schlecht "reparieren". Zudem braucht man immer noch unglaublich grosse Datenmengen, viel Zeit und Rechenleistung um mit sehr kleiner Wahrscheinlichkeit das gewünschte Resulat zu erhalten. Rechliches lassen wir mal aussen vor, etc. etc.
Wenn man mal etwas im Thema drin ist, sind neue Roboter auch nichts anderes als die Webstühle von damals in neuen Anwendungsbereichen. Das ist für mich keine Revolution, sondern - sofern man das so sagen möchte - lokal begrenzter Imperialismus.
Auch die Arbeitsplatzdiskussion halte ich persönlich für absurd. Ablösung durch Roboter und KI ist zahlenmässig lächerlich im Vergleich zum zentraleuropäischen Arbeitsverlust durch Verlagerung in billigere Produktionsländer. Und gerade Roboter werden es sein, die uns Schweizern genau diese abgewanderten Arbeitspläze wieder zurück in die Schweiz holen (wobei natürlich klar ist, dass der entlassene Monteur von damals nicht RoboterCoder werden wird - dafür aber sein Kind).
Der Aufschwung der Schwellenländer - insbesondere von China - wird DER Haupttreiber und Impulsgeber sein und zwar unabhängig davon, wo wir bezüglich der Digitalisierung stehen.
Auch sollten wir und nicht davon blenden lassen dass gewisse Themen erst mit 10-15 Jahren Verspätung doch auch mal noch in der Geschäftsleitung angekommen sind. Das hat nichts mit Technolgie zu tun, sondern mit den Auswahlkriterien nach denen Führungskräfte selektiert werden.
Fazit:
Wer sich im DETAIL mit dem Thema befasst - sprich mit Leuten redet, die nicht nur verkaufen, oder sich zur Joberhaltung ein neues Qualifikationsfeld zusammenphantasieren, sondern an den Grundlagen- sprich auf der Bit und Bytes-Ebene arbeiten - empfindet das mediale Gequake wohl zwangsläufig als Mythenzoo der globalen Möglichkeiten ohne Realbezug.
Auf meinen Reisen letzthin (Singapur, Bankok) war zwar Digitalisierung der Grund aber nicht das AHA-Erlebnis. Die Panik kommt mit dem Bewusstsein um die Qualifikationsdichte in diesen Ländern im Vergleich zur zunehmenden Verblödung und Verweichlichung von Wohlstandeuropa.
Wenn wir uns in der Schweiz warm anziehen müssen, dann hat das ganz andere Gründe. Digitalisierung ist es nicht. Im Gegenteil! Sie ist eine Chance um uns vielleicht noch etwas Wohlstand in die nächste Runde zu retten!

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Wenn das Hauptproblem der Verlust von Arbeit ist, dann frage ich mich nach dem versteckten Sinn von Arbeit. Nehmen wir einmal an, dass diese vierte Revolution tatsächlich nichts mehr für den Menschen "übrig" lässt und die soziale Vernunft dazu führt, dass der daraus resultierende Wohlstand verteilt wird bzw. die Profite der Automatisierung und Robotisierung den ehemaligen Arbeitnehmern zugute kommen (Stichwort Grundeinkommen)....dann ist das grosse Problem der Zukunft die menschliche Langeweile und das Bedürfnis von 10 Milliarden Hirnen nach Zerstreuung und Ablenkung von der eigenen Unzulänglichkeit. Stellen Sie sich bloss einmal die Verdoppelung der Ferienzeit in der Schweiz vor und den daraus resultierenden Bedarf nach Freizeitaktivitäten, Reisezielen oder Zerstreuung.Wie soll die Erde das verkraften? Den ganzen Konsum aus Langeweile, den Massentourismus, die zig Methoden der Frustbewältigung.
Den Menschen an einem räumlich begrenzten Arbeitsplatz zu beschäftigen hat den Vorteil, dass er nur wenig Platz braucht, überschaubare Ressourcen vernichtet und zeitlich darin eingeschränkt ist, aggressiv oder depressiv zu werden.
Irgendwie läuft es für mich darauf hinaus, wie wir die riesigen Mengen an Menschenstunden, die hier frei werden, mit Sinn füllen können.

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Die Besteuerung von Produktionsmitteln ist an sich Unsinn. Unsere Vorfahren hätten mit demselben Argument Traktoren oder Webstühle besteuern können, da sie die Handarbeit in der Landwirtschaft oder in der Textilindustrie gefährdeten.
Letztlich stellt sich die Kardinalfragen: Was ist denn daran so schlimm, dass autonome System (stupide) Arbeit übernehmen? Was ist denn so schlimm an mehr Freizeit für alle? Die Seite des Geldes berührt nur die Frage der Verteilung der Produktivitätsgewinne. Hier muss auf lange Sicht eine vollständige und progressive Besteuerung die Grundlage für ein bedingungsloses Grundeinkommen schaffen, sonst haben wir am Schluss eine ganz üble Finanzoligarchie.

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Lieber Herr Dittli, ich zögere, dies zu schreiben, denn ich erhoffe mir viel von der Republik, tatsächlich einen positiven Impuls für den Journalismus (nicht nur in der Schweiz?). Nach dem langen Vorlauf sind die Erwartungen an das Projekt wahrscheinlich auch fast nicht zu erfüllen. Dennoch fasse ich mir ein Herz und sage aufrichtig: Nach den ersten Tagen tritt eine gewisse Ernüchterung ein. Alle Texte sind handwerklich auf hohem Niveau, sicher. Doch sie wirken oft altvertraut. Gerade Ihren Text habe ich so oder ähnlich schon mehrfach gelesen, teils selbst geschrieben. Von der Republik wünsche ich mir mehr überraschende Perspektiven und ungewöhnliche Denkanstösse zu den grossen Themen der Zeit - und weniger Geschichtsstunde. Mit den allerbesten Wünschen!

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Sehr gut geschrieben,vielen Dank, Herr Dittli! Historischer Kontext war für mich sehr interessant.
Wie steht es mit Entwicklung des Roboters in Sachen Moral, Glaube, Gefühlswelt, Empathie? Ist das nicht genügend 'Spielfeld' für uns Menschen, in dem wir uns künftig, wenn wir FAST nichts anderes mehr zu tun haben, abgesichert durch ein gesichertes Grundeinkommen, vermehrt einbringen und nützlich machen können?

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Lieber Herr Dittli

Besten Dank für diesen wunderbar erzählten und bebilderten Artikel! Und das Debatten-Angebot!

Sie zeigen schön auf, wie die Befürchtung, es würden durch die neuste Automatisierungswelle ein grosser Anteil an Arbeitsplätzen wegdigitalisiert, historisch nicht belegbar ist. Ebenfalls nehmen Sie der möglichen Kritik geschickt Wind aus den Segeln, indem Sie beschreiben, inwiefern die neuste Technologisierungswelle eben anders sei und man nicht unbedingt von den bisherigen drei Wellen auf die heutige Zeit schliessen könne. Das ist sicher so. Sie schreiben jedoch, heute sei alles schneller, und die bisherigen Wellen hätten sich über dreissig Jahre erstreckt. Dazu und zur zentralen Verteilungsthematik habe ich zwei Fragen an Sie:

  1. Mir fällt immer wieder auf, dass der Begriff der "Digitalisierung" und der sog. "vierten industriellen Revolution" schwammig verwendet wird. Was verstehen Sie genau darunter?

  2. Dass die Gewinne gerade in monopolanfälligen digitalen Geschäftsmodellen sehr ungleich verteilt werden, liegt auf der Hand. Und hier gilt es sicher ganz genau hinzuschauen. Beim von Ihnen aufgegriffenen Gegenrezept Robotersteuer werde ich jedoch jeweils nervös. Welche Art von Robotern soll genau besteuert werden, wenn selbst Robotikexperten um eine entsprechende Definition ringen? Und was spricht gegen die Optimierung der guten alten Steuerprogression, um Gewinne umzuverteilen?

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